Reparaturumfang und Arbeitsfolge planen - Reparaturlackierung und Instandsetzung - Ausbildung
Reparaturumfang und Arbeitsfolge planen - Reparaturlackierung und Instandsetzung - Ausbildung
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Einleitung
Du lernst, einen Lackschaden systematisch zu erfassen, den Reparaturumfang begründet festzulegen, die Abfolge der Arbeitsschritte zu planen und nachvollziehbare Mengen, Zeiten und Kosten zu berechnen. Dieser vollständige aiMOOC richtet sich an Auszubildende im zweiten Ausbildungsjahr zum Fahrzeuglackierer und zur Fahrzeuglackiererin. Im Mittelpunkt stehen Schadensanalyse, Reparatur, Korrosionsschutz, Lack und die Farbtonanpassung. Du wirst anhand eines vollständig fiktiven Werkstattauftrags selbst entscheiden, welche Angaben vor einer Freigabe fehlen.
Lernziele: Du unterscheidest Schaden und Schadensfolge, stellst prüfbare Kriterien auf, grenzt sicherheitsrelevante Fälle ab, vergleichst Reparaturoptionen, erstellst eine logische Arbeitsfolge, rechnest mit m², L, mL, h und Euro und überprüfst den Erfolg anhand einer Checkliste.
Sicherheitsgrenze: Der Fall ist ein Papier- und Simulationsfall an einem gewöhnlichen fiktiven Pkw, kein Arbeitsauftrag für ein reales Fahrzeug. Keine Eingriffe an Hochvoltsystemen, Drucksystemen, Airbags, tragenden Bauteilen oder Gefahrstoffen ohne Fachbetrieb und qualifizierte Aufsicht. Praktische Beschichtungsarbeiten nur nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Produktinformationen und Freigabe; dieser Kurs ersetzt keinen Befähigungsnachweis.
Schulisch und betrieblich unterscheiden: Der KMK-Rahmenlehrplan vom 16.05.2003 nennt im zweiten Ausbildungsjahr Lernfeld 6 „Instandsetzungsmaßnahmen durchführen“ (60 Unterrichtsstunden) und Lernfeld 7 „Reparaturlackierungen ausführen“ (80 Unterrichtsstunden). Das sind schulische Lernfelder, keine betriebliche Arbeitszeitanweisung. Die eigenständige bundesrechtliche Ausbildungsordnung für Fahrzeuglackierer/-innen vom 03.07.2003 regelt Ausbildungsberufsbild und Ausbildungsrahmenplan; aktuelle Fassung im verlinkten amtlichen Portal prüfen. Die Zahlen der Fallrechnung sind eigens erfundene Unterrichtsannahmen und keine Herstellerwerte.
Einen Schaden erfassen und abgrenzen
Der vollständig fiktive Kundenauftrag
Die fiktive Kundin eines erfundenen Werkstattbetriebs meldet an einem dunkelblauen Metallic-Pkw einen kleinen Parkschaden vorn links. Am Kotflügel aus Stahl liegt eine flache Delle von etwa 90 mm × 50 mm mit einem Kratzer bis auf das Metall; die Tür daneben scheint unbeschädigt. Die zugängliche Sichtkontrolle zeigt keine Auffälligkeiten an Radlauf, Befestigung, Spaltmaßen oder Sensorik. Diese Beobachtung ist noch keine Freigabe: Verdeckte Schäden, Korrosion und Bauteilfunktionen müssen zuständige Fachkräfte abschließend beurteilen. Es geht allein um eine Modellplanung, nicht um das selbstständige Richten oder Lackieren.
Als Muster für die Schadenaufnahme notierst du Auftragsziel, Bauteil, Werkstoff, Schadensart, Lage, gemessene Ausdehnung, sichtbare Untergrundfreilegung, angrenzende Teile, mögliche Sicherheitsbezüge und offene Prüfpunkte. Fotos aus einem echten Kundenauftrag dürfen hier weder verwendet noch veröffentlicht werden. Eine einfache Handskizze ersetzt im Lernfall identifizierende Fahrzeugbilder.
Bildhinweis: Reales Beispiel eines beschädigten Stoßfängers (anderer Werkstoff und anderer Schaden als im fiktiven Stahl-Kotflügel-Fall). Achte darauf, warum das Foto allein die Reparaturentscheidung nicht tragen kann. Bild: TWikisto, gemeinfrei, Commons.
Vergleichsbild: Stärker beschädigter Stoßfänger aus Kunststoff; eine bloße kosmetische Lackplanung wäre hier verfrüht. Santeri Viinamäki, CC BY-SA 4.0, Commons.
Befund, Vermutung und Entscheidung
Ein Befund ist überprüfbar, etwa „Kratzer bis zum blanken Stahl sichtbar“. Eine Vermutung ist „nur die Lackschicht ist betroffen“. Eine Entscheidung wie „Teil instand setzen“ verlangt eine Prüfung der zulässigen Instandsetzung, der Teilefunktion und der einschlägigen betrieblichen Unterlagen. Lege im Schadensbericht drei getrennte Spalten an: beobachtet, noch zu prüfen, zuständige Freigabe. Bei ungewöhnlichen Spaltmaßen, Rissen, Sensor-/Airbagnähe, Strukturverformung oder unklarer Bauteilidentität gilt: Arbeit stoppen und an zuständige Fachkräfte übergeben.
Reparaturweg und Umfang begründen
Drei Planungsalternativen
Kleinflächige Lackausbesserung: Nur bei geeigneter, unkritischer Schadstelle und nachweislich zulässigem Reparatursystem in Betracht ziehen. Instandsetzung plus Reparaturlackierung: Nur wenn die Fachkraft Werkstoff, Deformation und Korrosionsschutz für reparaturfähig erklärt; dann Oberflächenvorbereitung, Schutzaufbau und Farbtonangleichung planen. Bauteilersatz: Bei fehlender Reparaturfreigabe, ungünstiger Wirtschaftlichkeit oder funktionalem Schaden durch Fachbetrieb prüfen. Die Lackiererin entscheidet nicht allein über tragende oder sicherheitsrelevante Reparaturen.
Begründeter Modellentscheid: Für den Unterricht wird nach ausdrücklich angenommener positiver fachlicher Prüfung die zweite Option gewählt. Weil der Metallic-Farbton im Tageslicht leicht abweicht, wird ein Farbmuster vorgesehen und das Beilackieren an der angrenzenden Tür als Option mit geplant. Ein Bauteilersatz wäre ohne zusätzliche Schäden möglicherweise ressourcenintensiver; das ist eine fallbezogene Abwägung, keine pauschale Regel.
Prüf- und Abgrenzungsmatrix
| Befund | Planungskriterium | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Kratzer bis Stahl | Korrosionsschutz-Aufbau erforderlich | Freigegebenes System und Untergrundvorbereitung festlegen lassen |
| Flache Delle | Reparaturfähigkeit nicht allein aus Tiefe ableitbar | Karosseriefachliche Beurteilung dokumentieren |
| Metallic-Farbton | Farbwirkung ändert sich mit Lichteinfall | Farbtonabgleich und Spritzmuster im beaufsichtigten Fachbetrieb |
| Angrenzende unbeschädigte Tür | Sichtbarer Farbtonübergang möglich | Beilackierzone und Klarlackgrenzen prüfen |
| Unklare Sensorik oder Bauteilfunktion | Sicherheitsrelevanz nicht ausgeschlossen | Planung unterbrechen und zuständige Fachkraft beauftragen |
Farbtonanpassung und Übergänge planen
Farbton, Effekt und Metamerie
Farbton ist die wahrgenommene Farbcharakteristik; Effekt meint etwa die Lichtwirkung von Metallic-Pigmenten. Metamerie beschreibt, dass zwei Farbproben unter einer Lichtart ähnlich, unter einer anderen abweichend erscheinen können. Beurteile Muster daher unter vereinbarten, geeigneten Lichtbedingungen und aus mehreren Winkeln; Verschmutzung, Alterung und Bauteilausrichtung beeinflussen den Vergleich. Eine Farbtonnummer ersetzt den tatsächlichen Mustervergleich nicht. Nuancieren kann die gezielte Farbkorrektur bezeichnen, die nur nach den Systemvorgaben bewertet werden darf.
Bildhinweis: Spektralphotometer als allgemeines Messprinzip aus der grafischen Industrie; nicht als Beleg für ein bestimmtes Fahrzeuglack-Messgerät zu verstehen. Aatu Dorochenko, CC BY-SA 4.0, Commons.
Beilackierung und Grenzen
Beilackierung bedeutet, einen Farbtonübergang innerhalb einer dafür geeigneten Fläche optisch auslaufen zu lassen, damit sich die Reparatur weniger stark abzeichnet. Die in einem Modell vorgesehene Farbton-Übergangszone muss von der Klarlackplanung getrennt werden: Klarlackabschlüsse, Kanten und ganze Bauteile richten sich nach einem tatsächlich freigegebenen Reparatursystem. Aus diesem Kurs sind keine verbindlichen Spritzabstände, Druck- oder Mischvorgaben abzuleiten. Ein Muster mit abweichender Farbwirkung führt zuerst zur Korrektur der Planung, nicht zum Überlackieren auf Verdacht.
Deutschsprachiger Filmeinstieg: „Ausbildung zum Fahrzeuglackierer – Gib Lack!“ der Handwerkskammer des Saarlandes zeigt unter anderem Schadensdokumentation und Farbtonfindung; Lehrfilm, kein technisches Herstellerfreigabedokument.
Arbeitsfolge, Material und Zeit berechnen
Eine nachvollziehbare Arbeitsfolge
Du planst nicht nach dem Motto „erst schleifen, dann überlegen“, sondern mit Freigabepunkten. Der didaktische Ablauf ist: (1) Auftrag und Erwartungen erfassen; (2) Befund und Zuständigkeiten prüfen; (3) Reparaturentscheidung dokumentieren; (4) Schutzkonzept, System- und Farbtonfreigabe klären; (5) Arbeitsumgebung und Abdeckung planen; (6) fachlich beaufsichtigte Instandsetzung und Vorbehandlung; (7) Musterabgleich, Beschichtungs- und Trocknungsphasen nach Produktvorgaben; (8) Sichtkontrolle, Dokumentation und Kundenübergabe. Schritte 6 und 7 sind hier nur als geplante Stationen beschrieben. Vor jeder praktischen Tätigkeit stehen Fachfreigabe und Unterweisung.
Werkzeugbild: Spritzpistole als Beispiel einer Applikationstechnik; Einstellungen niemals aus einem Foto ableiten. Wikideas1, CC0 1.0, Commons.

Kontextbild: Industrielle Neufahrzeug-Lackiererei, ausdrücklich keine Reparaturlackierkabine. BMW Werk Leipzig, CC BY-SA 2.0 DE, Commons.
Flächenrechnung im Unterrichtsmodell
Für einen beispielhaften Lackierplan gelten als vereinbarte Modellflächen: Kotflügel 0,72 m²; Farbton-Übergangsbereich an der Tür 0,36 m²; gesamte Türfläche für den angenommenen Klarlackplan 0,94 m². Daraus folgt: Basislackplanfläche 0,72 + 0,36 = 1,08 m²; Klarlackplanfläche 0,72 + 0,94 = 1,66 m². Welche Bereiche real Klarlack erhalten dürfen, entscheidet ausschließlich das freigegebene System. Die Ausbesserungsfläche von ca. 90 × 50 mm entspricht nur 0,0045 m² und ist nicht identisch mit der geplanten Farbton- oder Klarlackfläche.
Nimm für die reine Rechenübung einen fiktiven verbrauchsfertigen Basislack-Kalkulationswert von 0,17 L/m² und einen fiktiven Klarlack-Wert von 0,22 L/m² an. Addiere jeweils 15 % Rechenreserve: 1,08 m² × 0,17 L/m² × 1,15 = 0,21114 L, gerundet 211 mL Basislack. Für Klarlack: 1,66 m² × 0,22 L/m² × 1,15 = 0,41998 L, gerundet 420 mL Klarlack. Diese Rechenwerte berücksichtigen keine betriebsspezifische Spritztechnik, Schichtdicke, Mischvorgaben oder tatsächlichen Materialverluste und dürfen nicht als Rezept verwendet werden.
Arbeitszeiten und vereinfachter Kostenansatz
| Planungsschritt | Modellzeit |
|---|---|
| Auftrag dokumentieren | 0,4 h |
| Befund und Fachfreigabe organisieren | 0,5 h |
| Vorbereitungen und Untergrundplanung | 1,1 h |
| Farbton- und Musterprüfung | 0,6 h |
| Abdeck- und Arbeitsplatzplanung | 0,8 h |
| Fachlich beaufsichtigte Bearbeitungs- und Beschichtungsstationen | 1,3 h |
| Prüfung und Abschlussdokumentation | 0,7 h |
| Summe aktive Modellzeit | 5,4 h |
Die Modellannahme enthält zusätzlich 1,5 h Warte-/Trocknungsfenster ohne aktive Bearbeitung. Eine einfache Durchlaufzeit ohne Parallelisierung beträgt damit 5,4 + 1,5 = 6,9 h. Die tatsächliche Auslastung hängt von Betrieb, Systemfreigabe und Terminplanung ab.
Mit dem erfundenen Stundenansatz 68,00 €/h ergeben sich 5,4 h × 68,00 €/h = 367,20 €. Für die reine Kalkulation werden gerundete Lackmengen mit fiktiven Preisen eingesetzt: 0,211 L × 140,00 €/L = 29,54 €; 0,420 L × 90,00 €/L = 37,80 €; Abdeck- und Hilfsstoffe pauschal 18,00 €. Direktes Modell-Zwischenergebnis: 452,54 €. Das ist weder ein verbindlicher Kundenpreis noch eine Vollkostenrechnung; Steuer, Gemeinkosten, weitere Arbeitspositionen und betriebliche Ansätze fehlen. Bei Berechnung mit ungerundeten Mengen entsteht eine kleine Rundungsdifferenz, die transparent auszuweisen ist.
Sicherheit, Qualität und begründete Übergabe
Schutzmaßnahmen und betriebliche Verantwortung
Die aktuelle DGUV Information 209-014 „Lackieren und Beschichten“, Ausgabe August 2026 erklärt die Organisation von Arbeits- und Gesundheitsschutz. Das STOP-Prinzip ordnet Maßnahmen nach Substitution, technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen. Technische Absaugung, festgelegte Arbeitsbereiche, Betriebsanweisungen und geeignete PSA sind durch verantwortliche Personen anhand der konkreten Gefährdungsbeurteilung auszuwählen; Handschuhe oder Masken allein ersetzen weder Absaugung noch Unterweisung. Brand- und Explosionsschutz, Abfalltrennung und Freigabe der Anlage gehören zur Planung. Zusätzliche Orientierung: DGUV Information 209-089, November 2017 für besondere Vorbereitungsbereiche.
Datei:Spray Painting - Dual Protection.webm Englischsprachiges Sicherheitsvideo mit Ton: „Spray Painting – Dual Protection“ (14 Minuten, 2008), NIOSH/CDC, als amtliche US-Bundesproduktion gemeinfrei. Der Film veranschaulicht Schutzgedanken, ersetzt aber keine deutschen Betriebsanweisungen und seine damaligen Einzelhinweise sind nicht ungeprüft auf 2026 zu übertragen. Commons.
Qualität und Rückkopplung
Prüfkriterien einer fachlich freigegebenen Reparatur sind unter anderem: durchgängige Schutzwirkung, passender Farbton und Effekt bei vereinbartem Licht, glatte geeignete Oberfläche ohne sichtbare Fehlstellen, unauffälliger Übergang, dokumentierte Material-/Zeitwerte, saubere angrenzende Bauteile und fachlich geprüfte Bauteilfunktion. Eine Abweichung führt zum dokumentierten Prüf- oder Nacharbeitsauftrag durch Zuständige. Ein Foto oder ein bestandener Kurs belegt keine technische oder rechtliche Vollfreigabe. Das Übergabeprotokoll enthält nur fiktive Daten und benennt den vereinbarten Umfang, Beobachtungen, offene Punkte und verantwortliche Abnahme.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste dein Wissen
Welcher erste Schritt ist bei unklaren Schäden sachgerecht? (Schaden aufnehmen und offene Prüfpunkte dokumentieren) (!Ohne Prüfung schleifen) (!Nur den Farbcode notieren) (!Sofort einen Endpreis zusagen)
Rückmeldung: Erst die getrennte Schadenaufnahme macht den Arbeitsumfang nachvollziehbar und zeigt fehlende Fachfreigaben.
Was bedeutet der sichtbare Kratzer bis zum Stahl im Modell? (Korrosionsschutz muss im Reparaturaufbau berücksichtigt werden) (!Die Tür muss ausgetauscht werden) (!Der Lack ist sicher nur oberflächlich beschädigt) (!Ein Farbtonmuster ist überflüssig)
Rückmeldung: Freiliegender Stahl kann korrodieren; die passende Vorbehandlung und der Schutzaufbau sind fachlich festzulegen.
Welche Aussage zur Reparaturfähigkeit ist korrekt? (Sie muss unter anderem von einer zuständigen Fachkraft beurteilt werden) (!Eine Delle von drei Millimetern ist immer reparierbar) (!Nur die Lackierzeit entscheidet) (!Ein Foto genügt als Freigabe)
Rückmeldung: Bauteilfunktion und mögliche verdeckte Schäden können eine andere Reparaturentscheidung erfordern.
Wozu dient ein Spritzmuster im Modell? (Zum Vergleich von Farbton und Effekt unter geeigneten Lichtbedingungen) (!Zum Ersetzen der Gefährdungsbeurteilung) (!Zum Ermitteln des Stundenlohns) (!Zum Nachweis der Tragfähigkeit des Kotflügels)
Rückmeldung: Ein Muster macht sichtbare Abweichungen vor der Beschichtungsplanung erkennbar.
Was ist bei einer geplanten Beilackierung wichtig? (Farbtonzone und zulässige Klarlackgrenzen getrennt planen) (!Die Farbtonprobe grundsätzlich weglassen) (!Klarlack immer mitten auf der Tür beenden) (!Benachbarte Teile nicht dokumentieren)
Rückmeldung: Der Farbverlauf und die möglichen Klarlackabschlüsse folgen unterschiedlichen Überlegungen und dem freigegebenen System.
Wie groß ist die Basislackplanfläche aus 0,72 und 0,36 Quadratmetern? (1,08 Quadratmeter) (!0,36 Quadratmeter) (!1,66 Quadratmeter) (!1,44 Quadratmeter)
Rückmeldung: Die Summe der Kotflügelfläche und der Übergangszone beträgt 1,08 Quadratmeter.
Welche gerundete Basislackmenge ergibt die Modellrechnung mit Reserve? (211 Milliliter) (!17 Milliliter) (!420 Milliliter) (!1080 Milliliter)
Rückmeldung: 1,08 mal 0,17 mal 1,15 ergibt 0,21114 Liter und damit rund 211 Milliliter.
Was ist die aktive Modellarbeitszeit aus den sieben Planpositionen? (5,4 Stunden) (!6,9 Stunden) (!1,5 Stunden) (!4,7 Stunden)
Rückmeldung: Die sieben ausgewiesenen aktiven Zeiten ergeben 5,4 Stunden; Wartezeit wird separat erfasst.
Wofür steht das S im STOP-Prinzip? (Substitution) (!Schichtdickenmessung) (!Sichtprüfung) (!Spritzpistole)
Rückmeldung: Substitution bedeutet, eine gefährlichere Tätigkeit oder einen gefährlichen Stoff wenn möglich zu ersetzen.
Was wird durch das Bestehen des Kurses ausdrücklich nicht nachgewiesen? (Eine technische Freigabe für echte Fahrzeugreparaturen) (!Die Fähigkeit zur Flächenrechnung im Modell) (!Das Verständnis eines Schadensberichts) (!Die Kenntnis von Planungsalternativen)
Rückmeldung: Eine echte Reparatur braucht qualifizierte Aufsicht, betriebliche Festlegungen und die jeweils zuständige Abnahme.
Memory
Ordne Fachbegriffe ihren Definitionen zu. Zu jedem Begriff gibt es genau einen passenden Erklärungstext.
| Schadensbericht | Dokumentation von Beobachtungen und offenen Prüfungen |
| Untergrund | Material und Zustand unter einer Beschichtung |
| Beilackierung | Farbtonübergang innerhalb einer geeigneten Fläche |
| Metamerie | Unterschiedliche Farbgleichheit je nach Beleuchtung |
| Korrosionsschutz | Schutz eines Metalls vor schädlicher chemischer Reaktion |
| Durchlaufzeit | Zeitraum aus Bearbeitung und berücksichtigten Wartephasen |
Drag-and-Drop
Ordne die fünf Planungsbegriffe der jeweils zutreffenden Beschreibung zu.
| Ordne den Fachbegriff passend zu. | Beschreibung im Modell |
|---|---|
| Schadenaufnahme | Beobachtungen und offene Prüfpunkte zuerst dokumentieren |
| Reparaturentscheidung | Fachliche Eignung und Varianten gegeneinander abwägen |
| Mustervergleich | Farbton und Effekt unter geeignetem Licht beurteilen |
| Materialkalkulation | Geplante Flächen mit angenommenem Verbrauch verknüpfen |
| Abschlusskontrolle | Ergebnisse mit den festgelegten Qualitätskriterien vergleichen |
Kreuzworträtsel
Löse die sechs Hinweise mit jeweils einem Fachwort.
| Kotflügel | Welches Stahlbauteil trägt im fiktiven Fall den Schaden? |
| Korrosion | Welcher Schädigungsprozess kann an freiliegendem Stahl einsetzen? |
| Metamerie | Wie heißt das Phänomen unterschiedlicher Farbgleichheit bei wechselndem Licht? |
| Beilackierung | Wie heißt die Methode des abgestuften Farbtonübergangs? |
| Untergrund | Was muss auf Werkstoff und Zustand geprüft werden? |
| Freigabe | Welche dokumentierte Zustimmung ist vor einer realen Ausführung nötig? |
LearningApps
Suche nach zusätzlichen Lernübungen zur Planung von Reparaturlackierungen. Fremde Treffer sind vor der Nutzung fachlich zu prüfen.
Lückentext
Bearbeite diesen eigenständigen Lückentext anhand des Fallbeispiels. Pro Satz fehlt genau ein Begriff oder eine Zahl.
Offene Aufgaben
Leicht
- Schadensbericht: Erstelle aus der fiktiven Fallbeschreibung eine Tabelle mit fünf Befunden, drei offenen Fragen und der jeweils zuständigen prüfenden Rolle.
- Bauteilwerkstoffe: Skizziere Kotflügel und angrenzende Tür auf Papier und beschrifte Stahl, Kratzer, Delle und die noch zu prüfenden Bereiche; erkläre, warum ein fremdes Schadensfoto keine ausreichende Diagnose ist.
- Fachbegriffe: Erkläre Korrosionsschutz, Beilackierung, Metamerie und Durchlaufzeit mit je einem selbst formulierten Satz und einer überprüfbaren Fallzuordnung.
- Arbeitsplanung: Zeichne ein Flussdiagramm mit der Reihenfolge Aufnahme, Fachfreigabe, Materialplanung, Mustervergleich, Ausführung durch Fachpersonal und Qualitätsprüfung.
Standard
- Reparaturvergleich: Lege eine Entscheidungsmatrix für Ausbessern, Instandsetzen und Austauschen an; bewerte Sicherheit, Farbwirkung, Ressourcenverbrauch und Informationslücken.
- Flächenberechnung: Berechne die Basislack- und Klarlackflächen anhand der angegebenen Modellgrößen und erkläre den Unterschied zwischen Schadensfläche und Beschichtungsfläche.
- Materialbedarf: Rechne beide Modellmengen in Litern und Millilitern einschließlich Reserve nach; untersuche, wie sich eine Reserve von zehn Prozent auf die Mengen auswirkt.
- Farbwahrnehmung: Entwirf einen rein digitalen oder papierbasierten Farbvergleich unter zwei gedachten Lichtarten und dokumentiere, weshalb ein einziger Farbschnipsel nicht ausreicht.
Schwer
- Kalkulation: Rechne die 5,4 Stunden und beide Lackmaterialkosten nach; entwickle ein Preisblatt mit klar getrennten direkten Kosten und noch fehlenden Betriebskosten.
- Ablaufoptimierung: Entwickle ein Ablaufdiagramm mit Freigabestellen und Wartefenstern; untersuche nachvollziehbar, welche Planungsschritte parallel möglich sind, ohne eine fachliche Prüfung zu überspringen.
- Qualitätsmanagement: Formuliere sieben prüfbare Abnahmekriterien für Farbton, Effekt, Schutzwirkung, saubere angrenzende Flächen, Dokumentation und Zuständigkeit; beschreibe den Umgang mit zwei Abweichungen.
- Kundengespräch: Verfasse einen transparenten fiktiven Kundenhinweis mit drei Reparaturoptionen, begründeter Empfehlung, Unsicherheiten, ungefährem Zeitfenster und ausdrücklichem Vorbehalt der Fachfreigabe.


Lernkontrolle
- Schadensdiagnose: Trenne vier beobachtbare Tatsachen von zwei Vermutungen aus dem Modell und formuliere für jede Vermutung ein geeignetes Prüfverfahren durch Fachpersonal.
- Reparaturentscheidung: Begründe, warum ein sichtbarer Kratzer bis zum Stahl und eine Delle ohne bekannte Bauteilfunktion nicht automatisch nur lacktechnisch bearbeitet werden dürfen.
- Farbtonplanung: Erkläre anhand zweier Lichtbedingungen, warum ein Farbtonmuster und ein geeigneter Übergangsbereich vor der Ausführung eingeplant werden.
- Mengenprüfung: Zeige Rechnung und Einheit für 1,08 m² × 0,17 L/m² × 1,15 und vergleiche die gerundete Menge mit 0,21114 L.
- Kostenrechnung: Stelle 367,20 € Arbeitskosten, 29,54 € Basislack, 37,80 € Klarlack und 18,00 € Hilfsmittel zu einer Summe zusammen und erläutere fehlende Kostenarten.
- Prozesssicherheit: Zeichne zwei echte Stopppunkte im Ablauf ein und benenne, welche fachliche Zuständigkeit eine Fortsetzung ermöglicht.
- Qualitätsprüfung: Entwickle eine Rückmeldekette für einen im Modell festgestellten sichtbaren Farbunterschied an der Tür, ohne einen realen Nacharbeitsprozess anzuleiten.
Lernnachweis
Für einen aussagekräftigen Lernnachweis reichst du ausschließlich fiktive Unterlagen ein: einen strukturierten Schadensbericht mit klaren Befunden und offenen Punkten; eine begründete Reparaturmatrix; eine Arbeitsfolge mit Fachfreigabe-Stoppstellen; eine beschriftete Bauteilskizze; nachrechenbare Flächen-, Material- und Kostenberechnungen; eine Farbtonvergleichsbegründung; sowie eine Qualitäts- und Sicherheitscheckliste. Bewertet werden fachliche Nachvollziehbarkeit, Einheiten, Rechnung, Quellenprüfung, Zuständigkeitsbewusstsein, Ressourcenschonung und die klare Trennung von Modell und realer Werkstatt. Keine realen Kundendaten oder persönlichen Lernendendaten hochladen.
OER und Wikipedia
Amtliche und fachliche Orientierung (Prüfstand 21.10.2026):
- KMK: Rahmenlehrplan Fahrzeuglackierer/Fahrzeuglackiererin, Beschluss 16.05.2003, Lernfelder 6 und 7, schulische Orientierung.
- Bundesrecht: FzgLackAusbV vom 03.07.2003, betrieblicher Ausbildungsrahmenplan, nicht mit dem KMK-Lernfeld gleichzusetzen.
- DGUV Information 209-014, Ausgabe 08/2026, Arbeitsschutz beim Lackieren und Beschichten.
- DGUV Information 209-089, Ausgabe 11/2017, spezifische Sicherheitsanforderungen an Vorbereitungsbereiche.
- Gefahrstoff- und sonstiges Bundesrecht, falls nötig immer an der aktuellen amtlichen Fassung überprüfen. Es werden bewusst keine nicht geprüften DIN-Nummern oder geschützten Normvolltexte wiedergegeben.
Kontrollierte Medien- und Rechtenachweise: Die folgenden Dateien wurden über ihre jeweiligen Commons-Dateiseiten geprüft. Abbildungen sind als Anschauungsmaterial markiert, nicht als der konkrete fiktive Schaden. Bei CC BY-SA sind Namensnennung, Quellen- und Lizenzlink angegeben; keine Bearbeitungen dieser Dateien erfolgten.
| Genauer Dateiname / Medienkennung | Herkunft | Urheber | Lizenz und Nachweis |
|---|---|---|---|
| File:Jetta Mk. IV Bumper Damage.jpg | Commons-Dateiseite | TWikisto | Gemeinfrei durch Urheber |
| File:Broken car front bumper.jpg | Commons-Dateiseite | Santeri Viinamäki | CC BY-SA 4.0 |
| File:Spectrophotometer-in-use.jpg | Commons-Dateiseite | Aatu Dorochenko | CC BY-SA 4.0 |
| File:Spray gun.webp | Commons-Dateiseite | Wikideas1 | CC0 1.0 |
| File:BMW Leipzig MEDIA 050719 Download Lackiererei 2 max.jpg | Commons-Dateiseite | BMW Werk Leipzig | CC BY-SA 2.0 DE |
| File:Spray Painting - Dual Protection.webm | Commons-Dateiseite | National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH) | Gemeinfrei als amtliches US-Bundeswerk |
| https://www.youtube.com/watch?v=huPExIuZXAs | Filmnachweis mit YouTube-ID, Inhalt und Dauer | Handwerkskammer des Saarlandes | Urheberrechtlich geschützter Film; YouTube-Original nur eingebettet, keine OER-Lizenz behauptet |
Die Lizenzangabe zu einem YouTube-Film ist keine Freigabe für Herunterladen oder Bearbeiten. Der eingebettete Lehrfilm ist über eine externe Inhaltsübersicht mit eindeutiger ID identifiziert; die YouTube-Seite war bei der Recherche nicht direkt abrufbar. Für aktuelle Inhalte und Verfügbarkeit den Originalanbieter konsultieren.
Wikipedia zum vertiefenden Einstieg: Der geprüfte deutschsprachige Überblick erklärt das Berufsbild, ersetzt aber weder Ausbildungsordnung noch technische Betriebsanweisungen.
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