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Klempnerei und Metall an Dach und Fassade – Arbeiten an erhöhten Arbeitsplätzen sicher abgrenzen

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Klempnerei und Metall an Dach und Fassade – Arbeiten an erhöhten Arbeitsplätzen sicher abgrenzen

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Einleitung

Klempnerei und Metall an Dach und Fassade – Arbeiten an erhöhten Arbeitsplätzen sicher abgrenzen

Zielgruppe: Auszubildende im Klempner-, Spengler- und Bauklempnerhandwerk.

Lernzeit: Sechs kurze Lerneinheiten von jeweils etwa 5–8 Minuten, anschließend Übungen und Lernkontrolle.

Leitfrage: Wie schützt Du Dich und andere Menschen, wenn Du Dachrinnen, Metallabdeckungen oder Fassadenbleche in der Höhe montierst?

Merksatz: Erst Gefahren beurteilen, Schutzmaßnahmen organisieren und Bereiche sichern – dann arbeiten.

Bildimpuls: Ein Metalldach kann fertig und stabil aussehen. Welche Fragen müssen geklärt sein, bevor jemand es betritt?

Dieser Kurs vermittelt Absturzsicherung, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsschutz, die Abgrenzung von Gefahrenbereichen und die notwendige Fachorganisation.

Wichtige Sicherheitsgrenze: Dieser Lernkurs ersetzt weder eine betriebliche Unterweisung noch die Prüfung durch zuständige Fachleute. Aus Zeichnungen, Bildern, Faustformeln oder Lernaufgaben darfst Du keine Tragfähigkeit, Befestigung, Absturzsicherung, Brandschutzmaßnahme oder Maschinensicherheit freigeben.


Lernziele

Nach diesem Kurs kannst Du Absturz-, Durchsturz- und Gefährdungen durch herabfallende Gegenstände erkennen. Du kannst sichere Arbeitsbereiche und Sperrbereiche unterscheiden, geeignete Schutzmaßnahmen grundsätzlich einordnen und erklären, welche Nachweise, Prüfungen und Verantwortlichkeiten vor Arbeitsbeginn erforderlich sind.

Du lernst vor allem, begründet STOPP zu sagen, wenn Schutzmaßnahmen fehlen oder sich Bedingungen verändern.


Ausbildungsfall: Dachrinne und Attikaabdeckung

Situation:

Die Auszubildende Samira soll mit ihrem Fachausbilder eine Dachrinne und eine metallene Attikaabdeckung an einem zweigeschossigen Werkstattgebäude erneuern.

Am Gebäude befindet sich ein Fassadengerüst. Gleichzeitig ist eine andere Firma mit Arbeiten an einer Photovoltaikanlage beschäftigt. Eine Lichtkuppel liegt auf dem Dach. Unterhalb der Fassade verläuft ein öffentlich zugänglicher Gehweg.

Beim Eintreffen stellt Samira fest:

  1. Das Gerüst trägt das Schild „Zutritt verboten“.
  2. Im vorgesehenen Arbeitsbereich fehlt ein Teil des Seitenschutzes.
  3. Der Gehweg unter der Arbeitsstelle ist noch nicht gesichert.
  4. Eine Kollegin schlägt vor, den Bereich einfach mit Absperrband zu markieren.

Dein Auftrag: Entscheide zunächst nur auf Papier, welche Gefahren bestehen, wer zuständig ist und welche Voraussetzungen vor Arbeitsbeginn erfüllt sein müssen.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Bildanalyse: Metallarbeiten an einer Dachrinne. Unterscheide Arbeitsbereich, Zugang, Materialbearbeitung und mögliche Gefahren für Personen unterhalb.

Erste Musterentscheidung: Samira beginnt nicht mit der Montage. Sie meldet die unvollständige Sicherung und das gesperrte Gerüst der aufsichtführenden Person. Ein Warnband ersetzt keine wirksame Absturzsicherung.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Bauteile und Arbeitsbereiche erkennen

Dauer: etwa 6 Minuten

Zur Klempnerei gehören die Bearbeitung und Montage von Blechen, beispielsweise für Dachrinnen, Fallrohre, Verwahrungen, Falzdeckungen und Attikaabdeckungen.

Detailbild: Stehfalzdeckung. Ein Blechfalz ist nicht automatisch eine geprüfte Anschlageinrichtung.

Schema: Dachrinne und Fallrohr. Überlege, an welchen Stellen bei der Montage erhöhte Arbeitsplätze notwendig werden können.

Mikroaufgabe – Basis: Benenne am Bild einen Arbeitsbereich, eine mögliche Absturzkante und einen Bereich, in dem herabfallende Gegenstände Menschen gefährden könnten.

Feedback: Eine gute Antwort betrachtet nicht nur den Montagepunkt. Auch Zugang, Transportweg und Bereiche unterhalb der Arbeiten gehören zur Gefährdungsbeurteilung.


Lerneinheit 2: Absturz und Durchsturz unterscheiden

Dauer: etwa 6 Minuten

Absturz: Eine Person fällt von einem erhöhten Arbeitsplatz oder Verkehrsweg in die Tiefe.

Durchsturz: Eine Person bricht durch ein nicht ausreichend tragfähiges oder nicht durchsturzsicheres Bauteil.

Weitere Gefahren: Stolpern, Rutschen, Wind, scharfe Blechkanten und herabfallende Werkzeuge oder Materialien.

Datei:Roofing services roof skylight.jpg

Bildimpuls: Dachoberlichter und Lichtkuppeln dürfen ohne geeigneten Nachweis nicht als durchsturzsicher angesehen werden. Das Foto selbst liefert keinen Sicherheitsnachweis.

Mikroaufgabe – Anwendung: Eine Lichtkuppel sieht stabil aus. Darfst Du sie deshalb betreten?

Feedback: Nein. Aus Aussehen, Materialdicke oder Erfahrungswerten folgt kein Nachweis ausreichender Durchsturzsicherheit. Die verantwortlichen Fachleute müssen geeignete Schutzmaßnahmen festlegen.

Fachfilm: BG BAU – Neun lebenswichtige Regeln bei Dacharbeiten

Beobachtungsauftrag: Achte besonders auf die Abschnitte zu Absturzkanten, Dachöffnungen und sicheren Verkehrswegen.


Lerneinheit 3: Arbeitsplätze und Gefahrenbereiche abgrenzen

Dauer: etwa 8 Minuten

Die Gefährdungsbeurteilung bestimmt, welche Gefahren auftreten und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind.

Grundprinzip der Schutzmaßnahmen:

  1. Gefahrenvermeidung: Arbeiten in der Höhe vermeiden, soweit dies technisch und organisatorisch möglich ist.
  2. Kollektivschutz: Geeigneten Seitenschutz, sichere Arbeitsplattformen, Abdeckungen oder erforderliche Auffangeinrichtungen vorsehen.
  3. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Zugang beschränken, Sperrbereiche einrichten, Arbeiten abstimmen und überwachen.
  4. Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz: Nur unter den dafür vorgesehenen Voraussetzungen als nachrangige Schutzmaßnahme einsetzen.

Beispiel einer Zugangssperrung. Sie dient der Trennung von Personen und Gefahrenbereich, nicht als Absturzsicherung an einer Dachkante.

Entscheidende Unterscheidung:

Absturzsicherung verhindert einen Absturz oder begrenzt dessen Folgen durch dafür geeignete und nachgewiesene Systeme.

Absperrung verhindert den unbefugten Zutritt zu einem Gefahrenbereich.

Ein Absperrband oder Warnschild ist kein Ersatz für erforderlichen Seitenschutz. Ebenso schützt ein Baustellenzaun am Boden die Beschäftigten auf dem Dach nicht vor dem Absturz.

Mikroaufgabe – Anwendung: Der Gehweg wird abgesperrt. Darf Samira jetzt auf dem ungesicherten Gerüst arbeiten?

Feedback: Nein. Die Sperrung schützt möglicherweise Dritte vor bestimmten Gefahren. Das gesperrte und unvollständig gesicherte Gerüst darf deshalb noch nicht benutzt werden.


Lerneinheit 4: Gerüste und Zugänge fachlich organisieren

Dauer: etwa 7 Minuten

Gerüst als Arbeitsmittel. Prüfe auf Fotos nur erkennbare Merkmale. Die tatsächliche Standsicherheit oder Eignung lässt sich aus einem Foto nicht nachweisen.

Ablauf der Fachorganisation:

Planung → geeigneter Aufbau → Prüfung durch befähigte Person → Bereitstellung der erforderlichen Informationen → Inaugenscheinnahme und Funktionskontrolle durch qualifizierte Person des nutzenden Betriebs → Unterweisung → sichere Nutzung.

Wesentliche Fragen:

  1. Ist das Gerüst für die vorgesehene Arbeit und Belastung geeignet?
  2. Sind sichere Zugänge und notwendige Schutzeinrichtungen vorhanden?
  3. Wurde das Gerüst ordnungsgemäß geprüft und ist es zur Nutzung bereitgestellt?
  4. Hat der nutzende Betrieb die erforderliche Kontrolle vor der Verwendung veranlasst?
  5. Sind Zuständigkeiten für Mängel, Änderungen und erneute Prüfung geklärt?

Wichtig: Beschäftigte dürfen Gerüstteile und Verankerungen nicht eigenmächtig entfernen, versetzen oder verändern. Für besondere Konstruktionen können gesonderte Standsicherheitsnachweise erforderlich sein.

Fachfilm: BG BAU – Gerüste sicher nutzen

Beobachtungsauftrag: Achte auf Gerüstkennzeichnung, Seitenschutz, Gerüstbeläge, sichere Aufgänge und die Aufgaben von Gerüstersteller und Gerüstnutzer.

Feedback: Ein aufgebautes Gerüst ist nicht allein durch seine Anwesenheit freigegeben. Entscheidend sind Eignung, Prüfung, sicherer Zustand und die Prüfungspflichten des nutzenden Betriebs.


Lerneinheit 5: Persönliche Absturzsicherung und Rettung

Dauer: etwa 6 Minuten

Beispielbild einer persönlichen Absturzsicherung. Aus dem Bild lassen sich weder die Eignung der Anschlageinrichtung noch die Zulässigkeit des Systems im Ausbildungsfall ableiten.

Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) verlangt eine passende Systemauswahl, geeignete Anschlageinrichtungen, erforderliche Prüfungen, praktische Unterweisung und ein vorbereitetes Rettungskonzept.

Rückhalten soll verhindern, dass die Person eine Absturzkante erreichen kann.

Auffangen begrenzt die Folgen eines bereits eingetretenen Absturzes und stellt zusätzliche Anforderungen, insbesondere an das Rettungskonzept.

Nicht zulässig als Lernschluss: „Diese Blechfalz, Schraube oder Dachrinne wird schon halten.“

Tragfähigkeit, Lastabtragung und Eignung einer Anschlageinrichtung müssen durch dafür zuständige Fachleute auf geeigneter Nachweisgrundlage beurteilt werden.

Mikroaufgabe – Transfer: Samira findet ein Anschlagelement ohne nachvollziehbare Kennzeichnung oder Dokumentation. Was folgt?

Feedback: Keine eigenmächtige Nutzung. Die verantwortliche Person muss die Eignung und erforderlichen Nachweise klären. Ein vorhandenes Bauteil ist nicht automatisch ein zulässiger Anschlagpunkt.

Vertiefungsfilm: BG BAU – Was hält die persönliche Absturzsicherung aus?

Sicherheitsgrenze: Praktische PSAgA- und Rettungsübungen finden ausschließlich in geeigneten Ausbildungsumgebungen unter qualifizierter Anleitung und mit der notwendigen Sicherung statt.


Lerneinheit 6: Metallarbeiten, Wetter und Zusammenarbeit

Dauer: etwa 7 Minuten

Animation eines metallenen Dachanschlussdetails. Sie veranschaulicht die Bauteilgeometrie, nicht die sicherheitstechnische Freigabe einer Montage.

Datei:Traditional Zinc Flashing.webm

Kurzes Prozessmedium: Zink-Verwahrung an einer Dachkonstruktion. Besprich die Arbeitsschritte ausschließlich am Modell.

Bei Blechbearbeitung, Falzen, Schneiden oder Löten entstehen weitere Gefährdungen. Scharfe Kanten können Schnittverletzungen verursachen. Bei Maschinen sind Schutzvorrichtungen, Betriebsanleitungen, sichere Bedienung und erforderliche Prüfungen zu beachten.

Bei Heißarbeiten müssen Brand- und Explosionsgefahren fachkundig beurteilt werden. Brandschutzkonzept, erforderliche Erlaubnisse und Schutzmaßnahmen sind vor Beginn festzulegen.

Keine Freigabe durch Faustformeln: Weder eine vermeintlich ausreichende Blechdicke noch ein pauschaler Abstand oder die Erfahrung mit einem bestimmten Gerät ersetzen notwendige statische, befestigungstechnische, brandschutztechnische oder maschinensicherheitstechnische Nachweise.

Wind, Nässe, Vereisung und geänderte Baustellenbedingungen können bereits geplante Arbeiten unsicher machen.

Wenn mehrere Unternehmen an einer Baustelle tätig sind, müssen die Arbeitgeber ihre Schutzmaßnahmen miteinander abstimmen.

Mikroaufgabe – Anwendung: Während der Montage beginnt ein anderes Gewerk oberhalb von Samiras Arbeitsbereich Materialien zu transportieren.

Feedback: Arbeit unterbrechen, Abstand halten, Gefahr melden und die Arbeiten neu koordinieren. Die ursprüngliche Planung deckt die neue Gefährdung nicht automatisch ab.


Fachorganisation: Wer ist wofür zuständig?

Beteiligte Wesentliche Aufgabe
Arbeitgeber Gefährdungsbeurteilung, Schutzmaßnahmen, geeignete Arbeitsmittel, Unterweisung, Organisation und Kontrolle
Gerüstersteller Fachgerechter Aufbau und erforderliche Prüfungen des Gerüsts durch befähigte Personen, Bereitstellung von Nutzungsinformationen
Gerüstnutzer Eignung für die eigene Tätigkeit beurteilen, erforderliche Inaugenscheinnahme und Funktionskontrolle durch qualifizierte Person veranlassen, Mängel melden
Aufsichtführende Person Arbeiten entsprechend ihrer Beauftragung beaufsichtigen, bei Gefahren eingreifen und sichere Abläufe sicherstellen
Beschäftigte und Auszubildende Unterweisung beachten, Schutzmaßnahmen benutzen, Gefahren und Mängel unverzüglich melden, unsichere Arbeiten nicht fortsetzen
Weitere Arbeitgeber und Baustellenkoordination Gegenseitige Gefährdungen abstimmen und Schutzmaßnahmen koordinieren; gegebenenfalls Koordinator nach Baustellenverordnung
Zuständige Fachplanende und Prüfende Erforderliche Nachweise zu Tragfähigkeit, Verankerung, Absturzschutz, Befestigungen und weiteren sicherheitsrelevanten Fachfragen erbringen oder prüfen

Merksatz: Eine Koordination der Baustelle ersetzt nicht die Arbeitsschutzverantwortung der einzelnen Arbeitgeber.


Sichere Modellaufgabe zum Ausbildungsfall

Arbeitsform: Papierplan, Bildanalyse oder digitales Tafelbild. Keine echte Dachbegehung, keine Montage und keine Belastungsversuche.

Zeichne ein vereinfachtes Gebäude mit Dachrinne, Attika, Gerüst, Lichtkuppel, Gehweg und benachbartem Arbeitsbereich der Photovoltaikfirma.

Kennzeichne:

  1. Rot: Bereiche mit noch nicht beherrschten Gefährdungen.
  2. Gelb: Bereiche, deren Nutzung eine Fachprüfung, Abstimmung oder weitere Schutzmaßnahme erfordert.
  3. Grün: Im Modell als gesichert angenommene Bereiche, deren tatsächliche Nutzung in der Realität dennoch von einer fachlichen Prüfung und Freigabe abhängt.

Hinweis: Die Farben sind ausschließlich eine Lernlegende und keine Sicherheitskennzeichnung oder Baustellenfreigabe.

Musterfeedback:

Richtig ist: Die Gefährdungen an Dachkante, Lichtkuppel, Gerüst und Gehweg werden getrennt betrachtet. Zuständigkeiten und fehlende Nachweise sind erkennbar dokumentiert.

Nicht ausreichend ist: Alle Gefahrenstellen werden nur mit Warnband markiert. Das löst die Absturz- und Durchsturzgefahren für Beschäftigte nicht.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Erkennen: Frage Dich, wer abstürzen, durch ein Bauteil brechen oder von herabfallendem Material getroffen werden könnte.

Hilfe 2 – Ordnen: Trenne notwendige Absturzsicherungen, Sicherungen gegen Durchsturz, Zugangsbeschränkungen und organisatorische Maßnahmen.

Hilfe 3 – Entscheiden: Prüfe, welche Nachweise und Prüfungen fehlen, wer zuständig ist und ob die Arbeit beginnen, unterbrochen bleiben oder erst nach fachlicher Klärung fortgesetzt werden darf.

Reflexionsfrage: Warum ist eine begründete Entscheidung gegen den Arbeitsbeginn ebenfalls eine fachlich richtige Handlung?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bildet die Grundlage für die Auswahl von Schutzmaßnahmen bei Dacharbeiten? (Die Gefährdungsbeurteilung) (!Die persönliche Erfahrung allein) (!Die Geschwindigkeit der Montage) (!Die Farbe der Dachdeckung)




Welche Maßnahme kann eine Absturzkante kollektiv sichern? (Ein geeigneter Seitenschutz) (!Ein loses Absperrband) (!Ein Warnhinweis auf dem Boden) (!Eine mündliche Warnung allein)




Welche Hauptaufgabe hat eine Zugangssperrung? (Unbefugte vom Gefahrenbereich fernhalten) (!Die Tragfähigkeit des Daches nachweisen) (!Den Seitenschutz vollständig ersetzen) (!Die Befestigung von Anschlagpunkten prüfen)




Wie reagierst Du auf ein als gesperrt gekennzeichnetes Gerüst? (Du betrittst es nicht und meldest die Situation) (!Du steigst vorsichtig auf) (!Du entfernst das Verbotsschild) (!Du nutzt nur die unterste Gerüstlage)




Wer führt für den nutzenden Betrieb die erforderliche Gerüstkontrolle vor der Verwendung durch? (Eine vom Arbeitgeber beauftragte qualifizierte Person) (!Eine zufällig vorbeikommende Person) (!Ausschließlich der Materiallieferant) (!Jede Person ohne entsprechende Qualifikation)




Wie behandelst Du eine Lichtkuppel ohne Nachweis der Durchsturzsicherheit? (Als nicht sicher betretbares Bauteil) (!Als sicheren Verkehrsweg) (!Als automatisch begehbare Dachfläche) (!Als ausreichend gesicherte Öffnung)




Was ist vor der Verwendung persönlicher Absturzsicherung besonders wichtig? (Geeignetes System mit Nachweisen und vorbereitetem Rettungskonzept) (!Ein beliebiger Gurt ohne Unterweisung) (!Ein vorhandener Metallfalz ohne Prüfung) (!Die Zustimmung einer unbeteiligten Person)




Was ist bei plötzlich auftretenden gefährlichen Windböen zu tun? (Arbeit unterbrechen und Sicherheit neu bewerten) (!Ohne Änderung weiterarbeiten) (!Schneller arbeiten und die Gefahr ignorieren) (!Nur den Helm fester aufsetzen)




Was müssen mehrere Arbeitgeber auf derselben Baustelle tun? (Gegenseitige Gefährdungen und Schutzmaßnahmen abstimmen) (!Ausschließlich ihre eigenen Werkzeuge markieren) (!Auf jede Abstimmung verzichten) (!Die Verantwortung vollständig auf Auszubildende übertragen)




Wie wird die Eignung einer sicherheitsrelevanten Metallbefestigung geklärt? (Durch zuständige Fachleute anhand geeigneter Nachweise) (!Durch Schätzung der Blechdicke) (!Durch einen Belastungsversuch der Auszubildenden) (!Durch eine allgemeine Faustformel)





Memory

Gefährdungsbeurteilung Systematisches Ermitteln und Bewerten von Arbeitsgefahren
Seitenschutz Kollektive Sicherung einer Absturzkante
Sperrbereich Bereich mit geregeltem und beschränktem Zutritt
Durchsturz Einbrechen durch ein nicht ausreichend sicheres Bauteil
Unterweisung Arbeitsplatzbezogene Vermittlung sicherer Verhaltensweisen
Rettungskonzept Vorab geplante Maßnahmen zur Rettung im Notfall





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Dachöffnung Durchsturzgefahr
Gerüstzugang Sicherer Aufstieg
Scharfe Blechkante Schnittgefahr
Materialtransport Herabfallende Gegenstände
Gleichzeitige Gewerke Koordinationspflicht
Ungesicherte Dachkante Absturzgefahr




Feedback: Gefahren müssen der richtigen Ursache zugeordnet werden. Erst dadurch lassen sich passende Schutzmaßnahmen und Zuständigkeiten festlegen.


Kreuzworträtsel

Dachrinne Welches metallene Bauteil leitet Regenwasser entlang der Traufe ab?
Seitenschutz Welche kollektive Schutzeinrichtung sichert eine Absturzkante?
Lichtkuppel Welches lichtdurchlässige Dachbauteil kann ohne Nachweis eine Durchsturzgefahr darstellen?
Unterweisung Wie heißt die Vermittlung arbeitsplatzbezogener Sicherheitsregeln?
Sperrung Welche Maßnahme verhindert den Zutritt zu einem nicht freigegebenen Gerüst?
Rettungskonzept Wie heißt die vorab festgelegte Planung zur Rettung im Notfall?





LearningApps

Das Suchfenster ermöglicht die Recherche nach ergänzenden Übungen. Gefundene Aufgaben müssen fachlich geprüft werden.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Vor dem Beginn von Dacharbeiten erstellt der Arbeitgeber eine

.
Gegen Absturz haben geeignete technische Maßnahmen wie ein

grundsätzlich Vorrang.
Eine bloße Kennzeichnung ersetzt keine wirksame

.
Durch nicht ausreichend sichere Lichtkuppeln droht ein

.
Der Zugang zu einem gesperrten Gerüst bleibt

.
Vor der Gerüstnutzung veranlasst der Arbeitgeber die erforderliche Kontrolle durch eine

Person.
Beim Einsatz von persönlicher Absturzsicherung muss ein geeignetes

vorliegen.
Arbeiten mehrerer Unternehmen erfordern eine gegenseitige

.
Bei gefährlichen Wetteränderungen müssen Arbeiten gegebenenfalls

werden.
Unbekannte Tragfähigkeit darf nicht durch eine

als sicher angenommen werden.
Festgestellte Mängel müssen unverzüglich

werden.
Ein sicherheitsrelevanter Nachweis ist durch zuständige

zu erbringen oder zu prüfen.




Offene Aufgaben

Bearbeite alle Aufgaben im Unterricht, an einem Modell oder anhand freigegebener Fotos. Betritt für diesen Kurs keine erhöhten Arbeitsplätze.


Leicht – Basisaufgaben

  1. Dachrinne: Zeichne eine Dachrinne und ein Fallrohr. Kennzeichne mögliche Gefahrenbereiche bei der Montage. Feedback: Berücksichtige auch den Bodenbereich, weil dort Personen durch Gegenstände gefährdet werden können.
  2. Absturzgefahr: Erstelle eine Bilderkarte mit drei typischen Gefahrenstellen am Dach. Feedback: Eine richtige Bilderkarte unterscheidet Absturz und Durchsturz.
  3. Seitenschutz: Fertige eine Skizze mit Seitenschutz und Zugangssperrung an. Feedback: Beide Einrichtungen müssen unterschiedliche Aufgaben erfüllen und dürfen nicht verwechselt werden.
  4. Arbeitsschutz: Gestalte ein STOPP-Plakat für die Werkstatt. Feedback: Es soll zeigen, dass Arbeiten erst nach der Beseitigung oder wirksamen Beherrschung der Gefahr fortgesetzt werden.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Gefährdungsbeurteilung: Erstelle für Samiras Ausbildungsfall eine Übersicht aus Gefahr, möglicher Schutzmaßnahme und verantwortlicher Stelle. Feedback: Eine geeignete Maßnahme muss zur jeweiligen Gefahr passen und darf notwendige Fachprüfungen nicht ersetzen.
  2. Gerüst: Untersuche anhand eines freigegebenen Lehrfotos die sichtbaren Merkmale eines Gerüsts. Feedback: Beschreibe auch, was sich aus dem Foto gerade nicht nachweisen lässt, insbesondere die Standsicherheit.
  3. Baustellensicherheit: Zeichne einen modellhaften Absperrplan für den Gehweg unter der Montagestelle. Feedback: Beachte Zugang, Dritte und die notwendige Abstimmung; konkrete Abstände und Absperreinrichtungen sind fachlich festzulegen.
  4. Unterweisung: Erstelle ein zweiminütiges Rollenspiel zwischen Auszubildender und Ausbilder über ein gesperrtes Gerüst. Feedback: Die Auszubildende meldet den Mangel und beginnt nicht eigenmächtig mit der Arbeit.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Arbeitsschutzorganisation: Entwickle einen Ablaufplan für zwei gleichzeitig arbeitende Gewerke am Dach. Feedback: Der Plan ist nur dann schlüssig, wenn Informationsaustausch, Verantwortlichkeiten und Änderungen berücksichtigt werden.
  2. Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz: Vergleiche ein Rückhaltesystem mit einem Auffangsystem auf Konzeptniveau. Feedback: Erkläre unterschiedliche Schutzziele und Rettungsanforderungen, ohne konkrete Anschlageinrichtungen freizugeben.
  3. Brandschutz: Erstelle für eine modellhafte Metallverbindung mit Heißarbeit eine Liste offener Sicherheitsfragen. Feedback: Benenne erforderliche Fachprüfungen, mögliche Brandgefahren und Genehmigungen, aber keine frei erfundenen Sicherheitsabstände.
  4. Projektarbeit: Gestalte ein kurzes Erklärvideo oder eine digitale Bildgeschichte zum Ausbildungsfall. Feedback: Zeige das Erkennen der Gefahren, die begründete Stoppentscheidung und den Weg zur fachlich geprüften Schutzmaßnahme, nicht deren improvisierte Herstellung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Arbeite begründet. Reines Auswendiglernen genügt nicht.

  1. Gefährdungsbeurteilung: Im Ausbildungsfall wird die Lichtkuppel durch eine provisorische Platte verdeckt. Erkläre, warum die bloße Abdeckung ohne Eignungs- und Sicherungsnachweis keine Freigabe darstellt.
  2. Kollektivschutz: Vergleiche Seitenschutz, Zugangssperrung und persönliche Absturzsicherung. Erläutere ihre unterschiedlichen Wirkungen und die Rangfolge bei der Auswahl.
  3. Baustellenkoordination: Während der Dachrinnenmontage wird eine weitere Firma mit Arbeiten oberhalb der Montagefläche beauftragt. Entwickle einen begründeten organisatorischen Ablauf zur Neubewertung und Abstimmung.
  4. Gerüstprüfung: Ein Gerüst wurde bereits vom Gerüstersteller geprüft. Erkläre, warum der nutzende Betrieb dennoch eigene Pflichten vor der Verwendung hat und bei Mängeln nicht weiterarbeiten darf.
  5. Sicherheitstechnik: Ein Ausbilder schlägt vor, die Tragfähigkeit einer Metallbefestigung anhand von Materialdicke und Erfahrung abzuschätzen. Erkläre, warum dies keinen sicherheitsbezogenen Nachweis ersetzt.
  6. Arbeitsschutzorganisation: Entwickle Kriterien, anhand derer eine aufsichtführende Person nach einer Wetteränderung entscheiden kann, welche fachlichen Klärungen vor einer Arbeitsfortsetzung nötig sind.

Bewertung: Eine gute Lösung identifiziert die Gefährdung, erklärt den Zusammenhang, berücksichtigt beteiligte Personen und nennt überprüfbare Voraussetzungen für die sichere Fortsetzung.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis sind folgende Leistungen wichtig:

  1. Gefahrenerkennung: Absturz, Durchsturz und Gefährdungen durch herabfallende Gegenstände unterscheiden.
  2. Maßnahmenauswahl: Wirksamen Absturzschutz von einer reinen Zugangssperrung abgrenzen.
  3. Fachorganisation: Verantwortlichkeiten von Arbeitgeber, Gerüstersteller, Gerüstnutzer und Fachprüfenden zuordnen.
  4. Sicherheitsentscheidung: Eine Arbeitsunterbrechung bei fehlenden Schutzmaßnahmen nachvollziehbar begründen.
  5. Nachweisbewusstsein: Erforderliche Prüfungen und Fachnachweise nennen, ohne selbst eine unzulässige Freigabe zu erteilen.
  6. Transferleistung: Auf eine veränderte Baustellensituation mit einer begründeten Neubewertung und Abstimmung reagieren.
  7. Reflexion: Eigene Zuständigkeits- und Qualifikationsgrenzen erkennen.

Empfohlene Lernnachweisform: Ein kommentierter Baustellenmodellplan, eine kurze mündliche Fallentscheidung und eine schriftliche Begründung.




OERs zum Thema


Wikipedia und offene Grundlagen

Wikipedia: Klempner

Wikipedia: Absturzsicherung im Arbeitsschutz

Wikipedia dient der begrifflichen Orientierung. Für fachliche und rechtliche Entscheidungen gelten die einschlägigen offiziellen Regelwerke.


Fachlich geprüfte Quellen und Lernmedien

Deutscher Rechts- und Regelwerkskontext:

  1. Arbeitsschutzgesetz § 8: Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber.
  2. Betriebssicherheitsverordnung, Anhang 1: Zeitweilige Arbeiten an hoch gelegenen Arbeitsplätzen und Gerüste.
  3. BAuA: ASR A2.1 – Schutz vor Absturz und herabfallenden Gegenständen.
  4. BAuA: TRBS 2121 Teil 1 – Verwendung von Gerüsten.
  5. BAuA: TRBS 2121 Teil 2 – Verwendung von Leitern.
  6. DGUV Information 201-056 – Schutzmaßnahmen gegen Absturz auf Dächern, Ausgabe September 2025.
  7. DGUV Regel 112-198 – Benutzung von PSAgA.
  8. DGUV Regel 112-199 – Benutzung von persönlichen Absturzschutzausrüstungen zum Retten.
  9. BG BAU: Wer ist für Absturzsicherung verantwortlich?.

Weitere geprüfte Prozessmedien:

  1. BG BAU: Neun lebenswichtige Regeln bei Dacharbeiten.
  2. BG BAU: Gerüste sicher nutzen.
  3. BG BAU: Initiative Sicher auf dem Dach.
  4. Suva: Kurzfilme zu Dach- und Fassadenarbeiten.
  5. Offizieller YouTube-Kanal der BG BAU.

Die Suva-Medien stammen aus der Schweiz. Die dortigen Rechtsanforderungen sind nicht ungeprüft auf deutsche Baustellen übertragbar. Die verlinkten BG-BAU- und Suva-Filme sind geprüfte Herausgeberquellen; eine freie Nachnutzungslizenz wird dadurch nicht behauptet.


Bildquellen, Urheber und Medienrechte

Wikimedia Commons: Die eingebundenen Dateien besitzen dokumentierte freie Lizenzen beziehungsweise Gemeinfreiheitsangaben. Die jeweilige Dateibeschreibungsseite ist für Lizenzbedingungen und Attribution maßgeblich.

CC0 beziehungsweise Gemeinfreiheit:

  1. Standing seam metal roof 1.jpg – Wikideas1, CC0.
  2. Standing seam metal roof up close.webp – Wikideas1, CC0.
  3. Rain gutter.jpg – Wikiwikiyarou, Public Domain.
  4. Fall arrest system – NIOSH, Public Domain.
  5. Construction Fence – U.S. Fish and Wildlife Service, Public Domain.
  6. NPS preservationists install metal gutters – National Park Service, Public Domain.

Creative Commons mit Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen:

  1. Construction scaffold 9155.jpg – Henning Schlottmann, CC BY-SA 4.0.
  2. Roofing services roof skylight.jpg – Smtzzz, CC BY-SA 4.0.
  3. Zinc flashing.gif – Jbdayvay, CC BY-SA 4.0.
  4. Traditional Zinc Flashing.webm – Jbdayvay, CC BY-SA 4.0.

Medienhinweis: Baustellenfotos, Animationen und historische Darstellungen sind Lern- und Anschauungsmaterial. Sie belegen weder aktuelle Normkonformität noch die sichere Ausführung der sichtbaren Arbeiten. Die Wiedergabe eingebundener Commons-Dateien setzt die entsprechende Medienanbindung des Wikis voraus. Bei einer Übernahme oder Bearbeitung sind die konkreten Lizenzbedingungen einzuhalten.


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