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E-Commerce und digitale Produktinformationen – Digitale Zahlungen und Betrugsrisiken einordnen

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E-Commerce und digitale Produktinformationen – Digitale Zahlungen und Betrugsrisiken einordnen

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Einleitung

E-Commerce und digitale Produktinformationen – Digitale Zahlungen und Betrugsrisiken einordnen

Ausbildung | Deutschland | 65–80 Minuten | Stand: 11.10.2026

Dein Auftrag: Du vergleichst Shopangebote, prüfst Zahlungen, erkennst Betrugswarnzeichen und eskalierst einen Verdacht im Betrieb. Sechs kurze Lerneinheiten führen Dich durch einen zusammenhängenden Fall. Bearbeite erst den Fall, dann Quiz und Praxisaufträge.

Modellhinweis: Unternehmen, Personen, Produkte, Nachrichten, Kennungen und Geldbeträge der Fallarbeit sind vollständig erfunden. Alle internen Fristen und Freigaberegeln sind didaktische Modellannahmen, keine gesetzlichen Vorgaben. Rechtsstand und Quellen beziehen sich auf Deutschland bzw. die EU zum angegebenen Datum; produktspezifische Sonderpflichten sind zusätzlich zu prüfen.

Bild: Warenkorb-Symbol, Jbarta, Wikimedia Commons, CC0.


Ausbildungsfall: Zahlung unter Verdacht

Fiktiver Betrieb: LernWerk Onlinehandel (Übungsunternehmen). Rollen: Du bist die auszubildende Person; Sam Beispiel betreut den Kundenservice, Alex Muster die Buchhaltung. Kundschaft: Toni Lernfall (alles erfunden).

Testbestellung Trainingsdaten
Vorgang TR-214; Artikel A; Lieferstatus „noch nicht versendet“
Warenwert 59,50 € brutto; Versand 4,90 € brutto; Gesamt 64,40 €
Zahlung Kartenzahlung laut Test-PSP „autorisiert“, Abrechnung noch nicht bestätigt
Auffälligkeit Nach Bestellung kommt eine abweichende Lieferadresse und eine eilige Zahlungsnachricht
Offizielle Testkontaktadresse service@lernwerk.example

Die Endung .example ist für Beispiele reserviert. Es gibt in diesem Fall weder echte Konten noch echte Zahlungskarten.


Lernminute 1: Produktinformationen vergleichen (8 Minuten)

Prüffrage: Was muss ein Shop vor der Zahlung transparent machen?

Merkmal Artikel A: LernLader 65 Artikel B: LernLader 100
Leistung 65 Watt, USB-C 100 Watt, USB-C
Artikelpreis inklusive modellhaft 19 % USt 59,50 € 83,30 €
Versand inklusive USt 4,90 € 4,90 €
Gesamtpreis 64,40 € 88,20 €
Herstellerangaben im Testshop Name, postalische und elektronische Kontaktangaben vorhanden Elektronische Herstelleradresse fehlt
Sicherheitshinweise im Testshop Erforderliche Hinweise hinterlegt Erforderliche Hinweise noch ungeprüft

Entscheidung: Artikel B ist noch nicht veröffentlichungsreif. Fehlende Pflichtdaten zuerst beim Produktdaten-Team klären; keine Herstelleradresse erfinden. Leistung allein macht ein Angebot weder rechtssicher noch besser. Für Angebote an Verbraucher gelten u. a. Gesamtpreis- und Versandkostenangaben; für erfasste Verbraucherprodukte gelten die Informationspflichten des Art. 19 der EU-Produktsicherheitsverordnung, soweit anwendbar.

Basisfrage: Wie viel mehr kostet B insgesamt? Feedback: 23,80 €. Richtig ist der Vergleich einschließlich Versand. 88,20 € minus 64,40 € ergibt 23,80 €.


Lernminute 2: Zahlungsarten abwägen (9 Minuten)

Bild: schematische Zahlungskarte, j4p4n, Wikimedia Commons, CC0.

Verfahren Vorteil im Handel Risiko / notwendige Prüfung
Kartenzahlung Schneller digitaler Checkout Betrugsprüfung und mögliche Chargebacks; Autorisierung ist nicht gleich endgültige Sicherheit
SEPA-Basislastschrift Bequemer Einzug mit Mandat Rückgaben: bei autorisierter Basislastschrift grundsätzlich acht Wochen ohne Begründung
Echtzeitüberweisung Euro-Zahlung binnen Sekunden, rund um die Uhr Meist nicht rückholbar; Name-IBAN-Abgleich beachten
Digitale Wallet Komfortabler Checkout Schutz und Rückabwicklung hängen u. a. vom hinterlegten Zahlungsmittel und Anbieterregeln ab

Merke: Seit 09.10.2025 müssen betroffene Zahlungsdienstleister im Euroraum bei normalen SEPA-Euro-Überweisungen und Echtzeitüberweisungen eine Empfängerüberprüfung vor der Freigabe anbieten. Ein passender Name und eine IBAN beweisen nicht, dass der Geschäftszweck seriös ist. Echtzeitüberweisungen dürfen nicht teurer sein als vergleichbare Standardüberweisungen.

Medienimpuls: Sieh Dir die Erklärung der Deutschen Bundesbank an und notiere einen Nutzen sowie ein verbleibendes Betrugsrisiko: Wie funktionieren Echtzeitüberweisungen? (2026).


Lernminute 3: Betrug in Nachrichten erkennen (8 Minuten)

Bild: ausdrücklich fiktive Paket-SMS, Belbury, Wikimedia Commons, CC0. Keine Links aus Beispielnachrichten öffnen.

Video: BSI, „Phishing-E-Mails enttarnen!“ (2019); externes Video, keine freie Bearbeitungslizenz nachgewiesen.

Gesprächsmedium A – fingierter Support-Chat zum Vorgang TR-214:

Rolle Nachricht (Simulation)
Angeblicher Zahlungsservice „SOFORT handeln! Die Zahlung gilt nicht. Antworte mit Kartenprüfnummer und TAN, sonst verfällt TR-214.“
Du „Ich prüfe erst den Status im bekannten Zahlungsportal und melde die Nachricht intern.“
Angeblicher Zahlungsservice „Keine Zeit! Frag niemanden; die Leitung ist informiert.“

Warnzeichen: Zeitdruck, Geheimhaltung, abweichender Absender (zahlung@lernwerk-check.example) und Abfrage vertraulicher Merkmale. Die angebliche Nachricht ist kein Beweis für einen Betrug, rechtfertigt aber sofortige interne Prüfung.

Video: Stiftung Warentest, Fake-Shops erkennen (2025); externe Veröffentlichung, keine OER-Lizenz unterstellt.

Anwendungsfall – wähle die beste Handlung:

Weg Deine Entscheidung Begründetes Feedback
A TAN im Chat weitergeben Nicht geeignet: ermöglicht missbräuchliche Freigaben.
B Zahlung im bekannten PSP-System prüfen, Versand vorläufig anhalten, Verdacht melden Geeignet: schafft einen unabhängigen Nachweis und begrenzt Folgeschäden.
C Bestellung sofort löschen Nicht geeignet: könnte Nachweise und Kundenansprüche beeinträchtigen.


Lernminute 4: Betriebliche Schutzmaßnahmen (8 Minuten)

Bild: Schutzsymbol, AJ Ashton, Wikimedia Commons, CC0.

Video: BSI, „So funktioniert die Zwei-Faktor-Authentisierung“ (2020).

Technik + Organisation: Zwei-Faktor-Authentisierung / starke Kundenauthentifizierung, rollenbasierte Rechte, datensparsame Protokolle, unabhängiger Rückruf über bekannte Kontaktdaten, Vier-Augen-Freigabe bei geänderten Bankdaten, Betrugsprüfung im Zahlungsportal und klare Meldewege.

Wichtiger Unterschied: Eine Zwei-Faktor-Prüfung schützt den Zugang, prüft aber nicht automatisch die Ehrlichkeit einer Zahlungsaufforderung. Kartenprüfnummern (CVV/CVC) dürfen nach der Autorisierung gemäß PCI-DSS-Vorgaben nicht gespeichert werden – auch nicht verschlüsselt. Im Support niemals PIN, TAN oder CVV anfordern.

Bild: allgemeines Schema zur Nutzerauthentifizierung, Nata831, Wikimedia Commons, CC0; kein Beleg für die Sicherheit eines konkreten Shops.


Lernminute 5: Verdacht eskalieren (10 Minuten)

Gesprächsmedium B – Telefon-Rollenspiel (ausschließlich fiktiv):

Rolle Aussage
Anrufende Person „Ich bin vom Lieferbetrieb. Unsere Bankverbindung hat sich geändert. Überweist noch heute!“
Buchhaltung „Die Empfängerprüfung meldet 'keine Übereinstimmung'.“
Du „Wir stoppen diese Auszahlung und klären den Kontowechsel über die bisher dokumentierte Kontaktnummer mit einer zweiten freigabeberechtigten Person.“

Ablauf im Modellbetrieb:

Schritt Aktion Zuständig im Planspiel
Stoppen Keine TAN weitergeben; Versand oder Auszahlung risikobasiert vorläufig sperren Azubi informiert zuständige Fachkraft
Unabhängig prüfen Nur bekannte Systemadresse, alte Stammdaten und PSP-Protokoll verwenden Kundenservice / Buchhaltung
Sichern Zeitpunkt, Bestellkennung, technische Referenz und verdächtige Nachricht datensparsam dokumentieren IT-Sicherheit
Eskalieren Zahlungsdienstleister / Bank und interne Betrugsstelle einschalten; ggf. Datenschutzbeauftragte Fachverantwortliche
Entscheiden Freigabe oder weitere Sperre dokumentieren; sachliche Kundeninformation freigeben Autorisierte Leitung

Trainingsregel, nicht Gesetz: Erster interner Hinweis im Übungsbetrieb innerhalb von zehn Minuten. Externe Meldungen prüft die zuständige Stelle. Datenschutz: Eine meldepflichtige Verletzung personenbezogener Daten ist grundsätzlich unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden nach Bekanntwerden der Aufsichtsbehörde zu melden, außer sie führt voraussichtlich nicht zu einem Risiko für Rechte und Freiheiten. Nicht jede Phishing-Nachricht löst diese Meldung aus.

Gestufte Hilfe zum Vorfall:

  1. Hilfe 1 – erkennen: Markiere Absender, Zeitdruck, Zahlungsstatus und VoP-Warnung.
  2. Hilfe 2 – ordnen: Unterscheide Verdacht, gesicherte Feststellung und notwendige Freigabe.
  3. Hilfe 3 – entscheiden: Stoppen → unabhängig prüfen → datensparsam sichern → intern melden → autorisiert entscheiden.

Feedback: Richtig eskalierst Du ohne eigenmächtige Kontenänderung und ohne vorschnelle Schuldzuweisung. Der vorläufige Stopp ist verhältnismäßig, weil eine freigegebene Überweisung oft nicht rückholbar ist.


Lernminute 6: Checkout und Pflichten 2026 (8 Minuten)

Was prüfst Du? Rechtsgrundlage / Bedeutung
Wesentliche Produkteigenschaften, Unternehmeridentität, Kontakt und Widerrufsinformation Art. 246a § 1 EGBGB; für Verbraucher-Fernabsatz
Gesamtpreis inklusive USt sowie anfallende Versandkosten §§ 3, 6 Preisangabenverordnung
Akzeptierte Zahlungsmittel und eindeutiger Bestellabschluss § 312j BGB; z. B. „zahlungspflichtig bestellen“
Auffindbare elektronische Widerrufsfunktion bei betroffenen Online-Verbraucherverträgen Seit 19.06.2026: § 356a BGB; „Vertrag widerrufen“ und danach „Widerruf bestätigen“
Anbieterangaben des digitalen Dienstes § 5 Digitale-Dienste-Gesetz; je nach Rechtsform und Tätigkeit
Produktidentifikation, Herstellerkontakt, ggf. verantwortliche EU-Person und Sicherheitsinformationen Art. 19 EU-Verordnung 2023/988; anwendungsabhängig

Steuer-Modell: Beide Test-Ladegeräte werden als in Deutschland regulär mit 19 % Umsatzsteuer besteuerte Waren angenommen. Daher entsprechen 59,50 € brutto modellhaft 50,00 € netto und 9,50 € USt. Der ermäßigte Satz von 7 % gilt nur für bestimmte Umsätze; aus einer Produktbezeichnung allein folgt kein Steuersatz.

Merksatz: Gute digitale Produktinformationen helfen nicht nur beim Kaufvergleich. Sie erleichtern auch die Prüfung von Rechnung, Zahlung und Reklamation.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist bei starker Kundenauthentifizierung grundsätzlich kennzeichnend? (Zwei unabhängige Faktoren aus unterschiedlichen Kategorien) (!Zwei verschiedene Passwörter als einzige Faktoren) (!Ein öffentliches Profilbild) (!Ein besonders langer Benutzername)




Was bedeutet ein Hinweis auf fehlende Übereinstimmung bei der Empfängerprüfung? (Name und IBAN passen beim Abgleich nicht zusammen) (!Die Ware wurde bereits versendet) (!Die Bank garantiert einen Betrugsfall) (!Die Zahlung wurde erfolgreich rückgebucht)




Was tust Du bei einer per E-Mail gemeldeten Änderung der Empfängerbankdaten zuerst? (Auszahlung stoppen und über einen bekannten Kanal rückfragen) (!Neue Bankdaten direkt übernehmen) (!Bestellung ohne Prüfung löschen) (!TAN zur Bestätigung verschicken)




Welche Frist gilt grundsätzlich für die Erstattung einer autorisierten SEPA-Basislastschrift ohne Begründung? (Acht Wochen ab Belastung) (!Zwei Tage ab Bestellung) (!Ein Jahr ab Warenversand) (!Keine Rückgabemöglichkeit)




Was ist ein typisches Warnzeichen für Phishing? (Druck zur Herausgabe vertraulicher Zahlungsmerkmale) (!Ein normaler Beleg im Zahlungsportal) (!Ein offen angegebener Endpreis) (!Ein regulärer Produktvergleich)




Wie gehst Du mit einer auffälligen bereits autorisierten Kartenzahlung um? (Versand risikobasiert anhalten und Prüfung dokumentieren) (!Sofortige Auszahlung selbst erzwingen) (!Jede Prüfung ohne Nachweis überspringen) (!Den Kunden nach seiner PIN fragen)




Was gilt für Kartenprüfnummern nach Autorisierung nach PCI DSS? (Sie dürfen nicht gespeichert werden) (!Sie müssen dauerhaft archiviert werden) (!Sie gehören in die Kundennotizen) (!Sie werden im offenen Chat abgelegt)




Warum ist Artikel B im Testshop noch nicht veröffentlichungsreif? (Erforderliche Herstellerkontaktangaben fehlen) (!Der Preis ist höher als bei Artikel A) (!Er hat eine höhere Wattzahl) (!Er verwendet einen USB-C-Anschluss)




Welche Beschriftung erfüllt bei einem zahlungspflichtigen Verbraucherkauf typischerweise die Buttonpflicht? (zahlungspflichtig bestellen) (!weiter) (!abschließen) (!zum Warenkorb)




Wann muss die gesetzlich vorgeschriebene elektronische Widerrufsfunktion bei betroffenen Verträgen zugänglich sein? (Während des Laufs der Widerrufsfrist) (!Nur am Tag der Bestellung) (!Nur während der Geschäftszeiten) (!Erst nach einer Beschwerde)





Memory

Kartenzahlung Chargeback-Prüfung
Basislastschrift Achtwöchiges Erstattungsrecht
Echtzeitüberweisung Sekundenschnelle Ausführung
Empfängerprüfung Namens-IBAN-Abgleich
Phishing Täuschende Datennachricht
Vier-Augen-Prinzip Unabhängige Zweitfreigabe
Tokenisierung Ersatz sensibler Kartenwerte





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Vorgang im fiktiven Betrieb
Produktdaten-Team Fehlender Herstellerkontakt im Angebot
Buchhaltung Verdächtige neue Empfängerbankdaten
IT-Sicherheit Verdächtige Zugriffe und Protokollsicherung
Kundenservice Sachliche Rückfrage zur Lieferadresse
Autorisierte Leitung Dokumentierte Freigabe nach der Prüfung





Kreuzworträtsel

Phishing Wie heißt die Täuschung durch gefälschte Nachrichten zum Abgreifen vertraulicher Daten?
Chargeback Wie nennt man das kartenbasierte Rückbelastungsverfahren?
Lastschrift Welche Zahlungsart nutzt ein erteiltes Mandat zum Einzug?
Freigabe Wie heißt die autorisierte Entscheidung nach einer Risikoprüfung?
Tokenisierung Wie heißt das Ersetzen sensibler Zahlungswerte durch Ersatzkennzeichen?
Impressum Wie heißt der Bereich mit gesetzlichen Anbieterinformationen?





LearningApps

Dies ist eine Suchansicht für bestehende LearningApps, keine Zusage, dass eine bestimmte App verfügbar ist.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der vollständige Preis einschließlich der ausgewiesenen Versandkosten heißt

.
Eine normale SEPA-Basislastschrift kann grundsätzlich binnen acht

ohne Begründung erstattet werden.
Ein Abgleich von Empfängername und IBAN heißt

.
Eine besonders schnelle Euro-Überweisung ist die

.
Gefälschte Nachrichten zum Abgreifen vertraulicher Daten heißen

.
Zwei unabhängige Sicherheitsmerkmale dienen der

.
Die unabhängige zweite Freigabe nennt man

.
Nach einem Verdacht wird der Versand zunächst

.
Eine ungewöhnliche Zahlungsaufforderung wird intern

.
Kartenprüfnummern dürfen nach Autorisierung nicht

werden.
Die eindeutige Schaltfläche für den Online-Widerruf ist die

.
Eine meldepflichtige Datenschutzverletzung ist möglichst binnen 72

an die Aufsichtsbehörde zu melden.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Warenkorb: Zeichne den fiktiven Checkout für Artikel A mit 64,40 € Gesamtpreis und kennzeichne die Versandkosten.
  2. Produktvergleich: Gestalte zwei Produktkarten mit Leistung, Preis und offenen Datenfeldern; markiere die Lücke bei B.
  3. Phishing: Unterstreiche im Support-Chat vier Warnsignale und begründe jedes in einem Satz.
  4. Zwei-Faktor-Authentisierung: Nimm einen einminütigen Lerndialog mit erfundenen Rollen auf; erkläre zwei verschiedene Faktoren.

Feedback Leicht: Überzeugend ist Deine Lösung, wenn sie konkrete Felder oder Signale zeigt, statt nur „unsicher“ zu behaupten.


Standard

  1. Zahlungsarten: Erstelle eine Entscheidungsübersicht für Karte, Basislastschrift, Echtzeitüberweisung und Wallet mit je einem Vorteil und einem Restrisiko.
  2. Reklamation: Spiele ein datensparsames Kundengespräch zu TR-214 und dokumentiere nur fallrelevante Angaben.
  3. Risikomanagement: Fertige eine Checkliste an, nach der bei Lieferadressänderungen eine manuelle Prüfung ausgelöst wird.
  4. Vier-Augen-Prinzip: Simuliere ein Buchhaltungs-Rollenspiel zur geänderten Bankverbindung mit unabhängiger Rückfrage.

Feedback Standard: Gut ist eine Entscheidung, wenn Handlung, Zuständigkeit und Begründung zusammenpassen und keine sensiblen Daten unnötig erhoben werden.


Schwer

  1. Betrugserkennung: Entwirf einen Entscheidungsbaum für den Verdacht auf Kartenbetrug mit Stopp, Prüfung und dokumentierter Freigabe.
  2. Datenschutz-Grundverordnung: Beurteile, unter welchen zusätzlichen Umständen ein Betrugsfall auch eine Datenschutzmeldung auslösen könnte.
  3. Produktsicherheit: Prüfe eine fiktive Produktdetailseite auf Art.-19-Angaben und formuliere Verbesserungen ohne erfundene Pflichtdaten.
  4. Compliance: Produziere eine dreiminütige Schulung als Film oder Audio, die Checkout-Pflichten, Schutzmaßnahmen und Eskalation verbindet.

Feedback Schwer: Starke Lösungen unterscheiden Rechtspflicht, betriebliche Modellregel und ungesicherten Verdacht; sie zeigen auch Nebenwirkungen einer vorschnellen Sperre oder Freigabe.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Kaufentscheidung: Artikel B kostet mehr und hat höhere Leistung. Begründe, weshalb die Veröffentlichung trotzdem ausgesetzt werden muss, und bestimme den zuständigen nächsten Schritt.
  2. Zahlungsverkehr: Ein Kunde meldet eine betrügerisch veranlasste Echtzeitüberweisung. Erkläre, warum ein Name-IBAN-Treffer und starke Authentifizierung keine vollständige Sicherheit bieten.
  3. Rückabwicklung: Vergleiche für einen fiktiven Streitfall die Handlungsmöglichkeiten bei Basislastschrift, Kartenzahlung und autorisierter Echtzeitüberweisung. Begründe Unterschiede ohne eine Rückzahlung zu garantieren.
  4. Interne Kontrolle: Eine Kollegin möchte den Versand trotz ungeklärter Adressabweichung freigeben. Formuliere eine verhältnismäßige Gegenentscheidung samt Dokumentation.
  5. Datenschutz: Entwirf für einen vermuteten Abfluss von Kundendaten den internen Informationsweg und begründe, weshalb die 72-Stunden-Frist nicht auf jede Phishing-Mail zutrifft.
  6. Kundenkommunikation: Führe ein zweiminütiges Deeskalationsgespräch. Erkläre dem fiktiven Kunden, was geprüft wird, ohne Betrug bereits als bewiesen darzustellen.

Bewertungsfeedback: Volle Leistung liegt vor, wenn Du Fakten, rechtliche Grenzen, Restrisiken, Rolle und konkrete Handlung nachvollziehbar verknüpfst. Teilweise Leistung: richtige Maßnahme ohne tragfähige Begründung. Nicht ausreichend: sensible Daten anfordern oder Verdacht ungeprüft als Tatsache behaupten.


Lernnachweis

  1. Fallakte: Fiktive Vorgangskennung TR-214, Anlass, bestätigte Fakten und ausdrücklich offene Fragen.
  2. Kaufmännischer Vergleich: Zwei Produktangebote mit Gesamtpreis, Umsatzsteuer-Modellannahme und fehlenden Pflichtdaten.
  3. Zahlungsentscheidung: Vergleich von mindestens drei Zahlverfahren mit Rückabwicklung und Restrisiko.
  4. Sicherheitsprozess: Entscheidung „anhalten, unabhängig prüfen, dokumentiert eskalieren“ mit Zuständigkeiten.
  5. Transferprodukt: Rollenspiel, Prozessgrafik oder selbst verfasstes Gesprächsskript mit begründetem Feedback.
  6. Selbstreflexion: Welche Information müsste vor einer Freigabe zusätzlich verifiziert werden?

Nachweiskriterium: Keine echten personenbezogenen Daten, Kontodaten oder Zugangscodes; Rechtsaussagen von internen Übungsregeln trennen.


OERs zum Thema

Wikipedia zum Vertiefen: Die folgenden Enzyklopädieartikel sind frei zugänglich; Aussagen zu geltendem Recht anhand der Primärquellen gegenprüfen.

Verifizierte Rechts- und Fachquellen (abgerufen 11.10.2026):

  1. Deutsche Bundesbank: FAQ zu Echtzeitüberweisungen und Empfängerüberprüfung.
  2. Deutsche Bundesbank: SEPA-Grundlagen und Rückgaben.
  3. BGB § 312j: Online-Bestellung und BGB § 356a: Widerrufsfunktion.
  4. Preisangabenverordnung § 6 und EGBGB Art. 246a § 1.
  5. EU-Produktsicherheitsverordnung, Art. 19 und DDG § 5.
  6. BMF: Umsatzsteuersätze und DSGVO, Art. 33.
  7. PCI SSC: Umgang mit Kartenprüfnummern sowie Verbraucherzentrale: Rückholwege.

Medienrechte geprüft: Die eingebundenen Commons-Dateien „Shopping cart icon.svg“ (Jbarta), „Basic credit card.svg“ (j4p4n), „Example phishing SMS.svg“ (Belbury), „Padlock.svg“ (AJ Ashton) und „Flowchart - User authentication.svg“ (Nata831) sind jeweils auf Commons als CC0 ausgewiesen. Bildnachweis Warenkorb · Bildnachweis Karte · Bildnachweis SMS · Bildnachweis Schutzsymbol · Bildnachweis Schema.

Videos: Die drei direkt eingebetteten Veröffentlichungen stammen nachweislich vom BSI (2019, 2020) und von Stiftung Warentest (2025). Nur verlinkt/eingebettet; eine freie Lizenz zur Bearbeitung oder Neuveröffentlichung ist nicht belegt. Bei fehlender Einbettungsfreigabe über den Originallink auf YouTube öffnen.


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