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Kreislaufwirtschaft Reparatur und Wiederaufbereitung – Materialpässe und Produktdaten einordnen

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Kreislaufwirtschaft Reparatur und Wiederaufbereitung – Materialpässe und Produktdaten einordnen

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Kreislaufwirtschaft Reparatur und Wiederaufbereitung – Materialpässe und Produktdaten einordnen


Einleitung

Zielgruppe: Ausbildung in Technik, Handel, Logistik und Kreislaufwirtschaft. Dauer: etwa 75–90 Minuten in sechs kurzen Lerneinheiten. Leitfrage: Welches konkrete Produkt liegt vor, woraus besteht es laut belastbaren Nachweisen und was ändert eine Reparatur?

Du kannst danach: Modell, Charge und Einzelstück unterscheiden; Materialdaten mit Quellen verknüpfen; Unsicherheiten markieren; einen Teiletausch nachvollziehbar dokumentieren; Materialpass und digitalen Produktpass rechtlich einordnen.

Datenschutz und Praxis: Der Ausbildungsfall ist vollständig erfunden. Bearbeite ihn ohne Anmeldung, Foto-Upload, echte Kundendaten oder externe KI-Dienste. Externe Videos und Demonstratoren sind freiwillig; ihr Aufruf kann Daten an den jeweiligen Anbieter übertragen. Für reale Arbeiten gelten die betriebliche Unterweisung und Herstellerhinweise.

Bildimpuls: Wo bleiben Bauteile möglichst lange nutzbar? Die Grafik ist französisch beschriftet.

Historischer EU-Parlamentsfilm (2015): Unterscheide das weiterhin gültige Kreislaufprinzip von mittlerweile veränderten Rechtsregeln.


Lerneinheit 1: Reparieren, aufarbeiten, wiederverwenden

Merksatz: Reparatur stellt eine benötigte Funktion wieder her. Refurbishment bringt ein gebrauchtes Produkt während seiner erwarteten Lebensdauer wieder in einen nutzbaren Zustand. Remanufacturing ist ein industrieller Prozess, der ein Produkt hinsichtlich Qualität und Leistung in einen neuwertigen Zustand bringt. Recycling gewinnt dagegen Rohstoffe zurück. Die Unterscheidung orientiert sich an ISO 59004:2024.

Beobachte: Welche Information brauchen Reparierende vor dem Austausch eines Bauteils?

Mini-Auftrag (Basis): Ordne „Rolle tauschen“, „industriell neuwertig aufbauen“ und „Metall einschmelzen“ den drei passenden Wegen zu.

Feedback zu Lerneinheit 1 anzeigen

Rolle tauschen = Reparatur, weil die ursprüngliche Funktion wiederhergestellt wird. Industriell neuwertig aufbauen = Remanufacturing, weil der definierte neuwertige Zustand entscheidend ist. Einschmelzen = Recycling, weil das Material statt des Bauteils zurückgewonnen wird.


Lerneinheit 2: Identität ist nicht Materialinhalt

Produktidentität beantwortet „Welches?“. Materialinhalt beantwortet „Woraus?“ Beide müssen auf denselben Geltungsbereich bezogen sein: Produktmodell, Charge oder einzelnes Exemplar.

Datei:Steelcase Think office chair.jpg

Symbolfoto eines echten Bürostuhls, nicht des fiktiven Fallprodukts.

Datenfeld Aussage Grenze
Modell „SIT-4“ Produktvariante Nicht ein bestimmter Stuhl
Charge „CH-24-B“ Gemeinsame Herstellungsgruppe Nicht jedes einzelne Reparaturereignis
Seriennummer „S4-26-041“ Einzelner Fallstuhl Noch keine Materialliste
Ersatzteil „K-55“ + Los „L26-07“ Bauteiltyp und Lieferlos Noch kein Beleg für einen eingebauten Zustand
Datei:Barcode diagram.svg

Ein Code transportiert Identifikationsdaten; seine Striche beweisen keine Materialzusammensetzung.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Ein QR-Code kann zu einem Datensatz führen, macht dessen Inhalt aber nicht automatisch richtig.

Mini-Auftrag (Basis): Zwei identische SIT-4-Stühle tragen die Seriennummern S4-26-041 und S4-26-042. Darf der Reparatureintrag eines Stuhls ungeprüft dem anderen zugeordnet werden?

Feedback zu Lerneinheit 2 anzeigen

Nein. Ein Modell ist gemeinsam, ein Reparatureintrag betrifft das konkrete Exemplar. Die Seriennummer verhindert die falsche Zuordnung.


Lerneinheit 3: Ausbildungsfall – Rollen am Bürostuhl

Fiktiver Werkstattauftrag: Am Bürostuhl SIT-4, Seriennummer S4-26-041, Charge CH-24-B, klemmt ein Rollensatz. Ein geeigneter Ersatzsatz K-55 aus Los L26-07 wird nach betrieblicher Prüfung eingebaut. Keine eigenständige Reparatur an sicherheitskritischen Teilen ohne Freigabe.

Fallakte Gesicherter Eintrag Einordnung
Sichtprüfung am Stuhl Schild S4-26-041; Charge CH-24-B Identität beobachtet
Stückliste zur Charge CH-24-B Fußkreuz: Stahl Dokumentierter Materialhinweis für diese Charge
Neues Modellblatt Revision 2026 Fußkreuz: Aluminium Widerspricht der älteren, passenden Chargenstückliste
Lieferantenerklärung K-55 / Los L26-07 Rollenmaterial: PA6 Dokumentierter Ersatzteilinhalt, Los zuordnen
Ausgebauter Rollensatz Masse 0,31 kg; Polymer unbekannt Masse gemessen, Material offen
Neuer Rollensatz Masse 0,35 kg Masse laut Fallmessung
Ganzer Stuhl vor Reparatur Masse 12,40 kg Masse laut Fallmessung
Werbung „vollständig recycelt“ Unbelegte Werbeaussage

Rechenprüfung: 12,40 kg − 0,31 kg + 0,35 kg = 12,44 kg erwartete Masse. Das ist eine rechnerische Erwartung, keine Nachher-Messung. PA6 ist für den passenden Ersatzsatz dokumentiert; eine mengenmäßige Gesamt-Materialbilanz des Stuhls liegt nicht vor.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Kennzeichnung für Eisen/Stahl als Symbolbeispiel: Ein Symbol ersetzt keinen chargenbezogenen Werkstoffnachweis.

Mini-Auftrag (Anwendung): Welche Angabe zum Fußkreuz würdest Du vorläufig dokumentieren: Stahl, Aluminium oder „unbekannt“? Begründe mit Geltungsbereich und Gegenprüfung.

Feedback zu Lerneinheit 3 anzeigen

„Stahl gemäß Stückliste zur Charge CH-24-B; physisch nicht unabhängig verifiziert“ ist eine begründete vorläufige Angabe. Das neuere Modellblatt gilt nicht nachweislich für die alte Charge. Bei Umbauten oder Zweifeln ist eine weitere Prüfung erforderlich; eine absolute Materialgewissheit wäre übertrieben.


Lerneinheit 4: Materialpass und Produktdaten prüfen

Ein Materialpass sammelt Materialinformationen für spätere Instandhaltung, Demontage, Wiederverwendung und Verwertung; sein Aufbau hängt vom Anwendungsfall ab. Ein digitaler Produktpass (DPP) im Sinne der EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781 ist ein rechtlich geregelter digital zugänglicher Datensatz. Welche Pflichtfelder und ob das Modell, die Charge oder das Exemplar maßgeblich sind, hängt vom jeweiligen produktgruppenspezifischen Rechtsakt ab. Ein selbst erstelltes Werkstattblatt ist nicht automatisch ein gesetzlicher DPP.

Prüfkette: Identität → Bauteil → Materialaussage → Beleg → Geltungsbereich → Version und Datum → Vertrauensgrad → Änderungshistorie.

Prüfstufe Beispiel aus dem Fall Was dokumentierst Du?
Belegt PA6 laut Lieferantendokument für K-55 / L26-07 Aussage, Quelle, Los, Datum
Indirekt belegt Stahl laut Stückliste CH-24-B Chargenbezug und Prüfvorbehalt
Offen Kunststoff des alten Rollensatzes „Nicht bekannt“, keine Schätzung als Fakt
Widersprüchlich Neues Modellblatt nennt Aluminium Konflikt und Klärungsbedarf
Unbelegt Werbung „vollständig recycelt“ Nicht als Materialeigenschaft übernehmen

Aktueller Rechtsstand (Oktober 2026): Die EU hat das DPP-Register am 20. Juli 2026 gestartet. Die Pflichten werden produktgruppenspezifisch eingeführt; für bestimmte Batterien ist der 18. Februar 2027 vorgesehen. Daraus folgt keine pauschale DPP-Pflicht für jeden alten Bürostuhl. Auch die EU-Reparaturrichtlinie (EU) 2024/1799 gilt hinsichtlich der Herstellerreparaturpflicht nicht unterschiedslos für sämtliche Produkte.

Verifizierter interaktiver Demonstrator: GS1 Germany – DPP Demo zeigt beispielhafte Produktpässe. Nur ansehen; nichts einreichen. Untersuche die Verknüpfung zwischen Kennung, Materialinformation und Akteursrolle. Das ist ein Branchen-Demonstrator, kein amtlicher Rechtsnachweis.

GS1 Germany (2026): Einstiegsüberblick zum DPP. Kritischer Auftrag: Welche Aussagen sind Erläuterung, welche werbliche Kursinformation?

Mini-Auftrag (Anwendung): Suche im Demonstrator ein Feld zur Identifizierung und ein Feld zu Materialien. Beschreibe danach in einem Satz, was das Demo nicht beweist: die wahre Materialzusammensetzung unseres fiktiven Stuhls.

Feedback zu Lerneinheit 4 anzeigen

Richtig ist die Trennung von technischer Zugänglichkeit und Nachweisqualität. Auch ein gut gestalteter DPP-Demonstrator prüft nicht den tatsächlichen Materialzustand eines beliebigen Werkstattprodukts.


Lerneinheit 5: Teiletausch lückenlos dokumentieren

Werkstattprotokoll – Muster:

Feld Beispielwert
Objektkennung S4-26-041
Tätigkeit Rollensatz getauscht; Funktion nach betrieblichem Verfahren geprüft
Ausgebaut Rollensatz, 0,31 kg; Kunststoff unbekannt
Eingebaut K-55 / L26-07, 0,35 kg; PA6 laut Lieferantenerklärung
Auswirkung Erwartete Masse 12,44 kg; Nachmessung ausstehend
Belege Sichtprüfung, Chargenstückliste, Lieferantenerklärung, Prüfprotokoll
Datenstand Fallrevision 2, Datum der Bearbeitung und prüfende Rolle eintragen
Offene Punkte Werkstoff des Altteils; Konflikt Stahl/Aluminium; Recyclingbehauptung

Für die Praxis: Altes und neues Bauteil nicht vermischen. Das Reparaturereignis ergänzt die Lebenslaufdaten des gleichen Stuhls. Dokumentiere auch ein negatives Prüfergebnis und gib unklare Angaben nicht als Gewissheit weiter.

Mini-Auftrag (Anwendung): Formuliere einen Protokollsatz, der den Einbau beschreibt und zugleich die Unsicherheit zum Altteil bewahrt.

Begründetes Musterfeedback öffnen

Beispiel: „Am Stuhl S4-26-041 wurde der alte Rollensatz mit unbekannter Polymerart entfernt und der Rollensatz K-55 aus Los L26-07 eingebaut; PA6 ist laut zugehöriger Lieferantenerklärung angegeben.“ Gut, weil Exemplar, Änderung, Quellenbezug und offene Materialfrage getrennt bleiben.


Lerneinheit 6: Quellen und Medien kritisch vergleichen

Quelle Gut geeignet für Grenze / Kontrollfrage
EU-Verordnung 2024/1781 Verbindlicher Rechtsrahmen für ESPR und DPP Welche Produktregel gilt tatsächlich?
EU-Kommission, DPP-Portal Aktueller Einführungsstand und Rollen Wird ein Zeitplan als geltende Pflicht missverstanden?
GS1 Germany Standards, Identifizierung und Demonstrator Brancheninteresse; Aussagen an EU-Quellen gegenprüfen
ISO 59004:2024 Begriffe und Kreislaufprinzipien Normhinweise sind keine gesetzliche DPP-Pflicht
Werbung „vollständig recycelt“ aus der Fallakte Anlass zur Rückfrage Bezugsmenge, Beleg und Definition fehlen

Quellenurteil: Ein offizieller Rechtsakt entscheidet über Pflichten. Eine Norm hilft bei Begriffen. Ein Demonstrator zeigt eine mögliche Umsetzung. Ein Lieferantendokument belegt höchstens seinen beschriebenen Geltungsbereich. Werbung benötigt unabhängige Nachweise.

Privates Anleitungsvideo (2025) als kritisches Prüfobjekt, nicht als freigegebene Reparaturanweisung: Stimmen Bauteilaufnahme, Ersatzteil und Herstellerhinweis des konkreten Produkts überein? Werbliche Produkthinweise beachten.

Ellen MacArthur Foundation: Grundidee des Kreislaufmodells, älteres Erklärvideo. Keine Quelle für heutige EU-Einführungsfristen.

Mini-Auftrag (Transfer): Eine Verkaufsseite schreibt „DPP-ready – deshalb 100 % recyclingfähig“. Welche zwei Aussagen müssen unabhängig voneinander belegt werden?

Begründetes Musterfeedback öffnen

Erstens muss die behauptete technische bzw. rechtliche DPP-Konformität anhand der konkret geltenden Anforderungen geprüft werden. Zweitens verlangt die Angabe „100 % recyclingfähig“ eine definierte Bilanzgrenze und belastbare Daten zu Materialien und tatsächlichen Verwertungswegen. Die eine Behauptung beweist die andere nicht.


Gestufte Hilfen für den Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Startfrage

Prüfe zuerst: Bezieht sich die Angabe auf das Modell SIT-4, die Charge CH-24-B, die Seriennummer S4-26-041 oder auf das Ersatzteillos L26-07?

Hilfe 2 – Prüfgerüst

Schreibe für jede Materialaussage: Bauteil – behaupteter Stoff – Quelle – zugeordnete Kennung – Datum – Konflikt – Status.

Hilfe 3 – Entscheidungsregel

Nur eine nachweislich passende Quelle als belegte Aussage übernehmen. Bei Konflikten die Quelle mit engerem zutreffendem Geltungsbereich bevorzugen, aber verbleibende Unsicherheit sichtbar halten. Nicht belegte Stoffe als offen markieren.


Interaktives Entscheidungsmodell: Welche Aussage wird freigegeben?

Wähle vor dem Öffnen eine Entscheidung pro Zeile. Die Rückmeldungen beziehen sich ausschließlich auf die erfundene Fallakte.

Prüffrage Wahl A Wahl B Wahl C
Material des Altrollensatzes PA6 eintragen Unbekannt markieren Aluminium annehmen
Material des Fußkreuzes Modellblatt ohne Einschränkung übernehmen Alle Angaben löschen Stahl laut passender Chargenliste mit Vorbehalt
Masse nach Reparatur 12,44 kg als gemessen melden 12,44 kg als Prognose melden 12,40 kg unverändert melden
Entscheidungsfeedback anzeigen

Altrollensatz: B. Ohne Stoffnachweis darf PA6 des Neuteils nicht auf das Altteil übertragen werden. Fußkreuz: C. Der engere Chargenbezug ist vorzuziehen; ein Umbau bleibt als Unsicherheit möglich. Masse: B. Die Bilanz ist rechnerisch richtig, eine neue Waagenmessung fehlt noch.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Kennung identifiziert im Fall ein einzelnes Stuhlexemplar? (Seriennummer S4-26-041) (!Modell SIT-4) (!Material PA6) (!Masse 12,40 kg)




Welche Aussage darfst Du zum ausgebauten Rollensatz treffen? (Der Kunststoff ist nicht belegt) (!Er besteht sicher aus PA6) (!Er besteht sicher aus Aluminium) (!Er ist nachweislich vollständig recycelt)




Welche Quelle hat den passendsten Geltungsbereich für das ursprüngliche Fußkreuz? (Die Stückliste der Charge CH-24-B) (!Ein neuer allgemeiner Modellprospekt) (!Eine werbliche Produktbewertung) (!Ein QR-Code ohne Datensatz)




Was stellt eine Reparatur grundsätzlich wieder her? (Die für den Zweck benötigte Funktion) (!Zwingend einen neuwertigen industriellen Zustand) (!Immer den ursprünglichen Rohstoff) (!Automatisch eine neue Seriennummer)




Welche Information sollte mit einer Materialangabe verbunden sein? (Ein nachvollziehbarer Beleg mit Geltungsbereich) (!Nur ein farbiges Symbol) (!Eine beliebige URL) (!Ein Werbeslogan)




Was bedeutet die berechnete Masse von 12,44 kg? (Eine noch zu überprüfende Erwartung) (!Eine bereits ausgeführte Nachmessung) (!Eine gemessene Stahlmasse) (!Eine garantierte Materialbilanz)




Was beweist ein lesbarer QR-Code? (Dass ein maschinenlesbarer Zugang möglich ist) (!Dass jede Materialangabe richtig ist) (!Dass alle Teile recycelbar sind) (!Dass ein amtlicher Produktpass vorliegt)




Wann ist ein gesetzlicher digitaler Produktpass vorgeschrieben? (Wenn der einschlägige Rechtsakt dies für die Produktgruppe verlangt) (!Für jeden gebrauchten Bürostuhl seit 2024) (!Schon durch einen gedruckten Barcode) (!Immer nach jedem Rollenwechsel)




Welche Quelle ist für verbindliche EU-Pflichten ausschlaggebend? (Der einschlägige EU-Rechtsakt) (!Ein Werbevideo des Anbieters) (!Eine unveröffentlichte Meinung) (!Eine allgemeine Herstellerreklame)




Wie wird eine ersetzte Komponente dokumentiert? (Als Ausbau und Einbau mit Kennungen und Quellen) (!Durch Löschen der früheren Angaben) (!Durch Übertragen der Daten eines anderen Stuhls) (!Ausschließlich mit der Produktfarbe)





Memory

Modellnummer Kennung einer Produktvariante
Seriennummer Kennung eines einzelnen Exemplars
Chargennummer Kennung einer Herstellungsgruppe
Materialnachweis Quellenbeleg zu einer Stoffangabe
Reparaturereignis Dokumentierter Ausbau und Einbau
Datenrevision Nachvollziehbare Änderung einer Datenfassung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Einzelstückkennung Seriennummer
Gruppenkennung Charge
Stoffinformation Materialzusammensetzung
Herkunftsaussage Quellenbeleg
Änderungsnachweis Reparaturprotokoll





Kreuzworträtsel

Seriennummer Welche Kennung unterscheidet einzelne Exemplare desselben Modells?
Charge Wie heißt eine zusammengehörige Herstellungsgruppe?
Modell Wie heißt die Bezeichnung einer Produktvariante?
Nachweis Wie heißt ein überprüfbarer Beleg für eine Materialangabe?
Reparatur Welcher Vorgang stellt die benötigte Produktfunktion wieder her?
Revision Wie heißt die gekennzeichnete Fassung eines überarbeiteten Datensatzes?





LearningApps

Dies ist nur eine Suche nach fremden Übungen; die Treffer sind nicht fachlich vorgeprüft. Alle Pflichtaufgaben stehen direkt auf dieser Seite.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Produktvariante wird durch die

bezeichnet.
Ein konkretes Exemplar kann durch eine

unterschieden werden.
Eine gemeinsame Herstellungsgruppe nennt man

.
Ein Materialpass dokumentiert den

eines Produkts oder Bauteils.
Ein digitaler Produktpass kann durch einen

erreichbar sein.
Ein aufgedruckter Code ist allein kein

.
Die im Fall passende Stückliste bezeichnet das Fußkreuz als

.
Das Material des ausgebauten Rollensatzes bleibt

.
Die Erklärung zum Ersatzrollensatz nennt den Kunststoff

.
Die rechnerisch erwartete neue Stuhlmasse beträgt

Kilogramm.
Ein Teilewechsel gehört in das

.
Welche DPP-Pflichten gelten, bestimmt der jeweilige

.




Offene Aufgaben


Leicht – Basis

  1. Produktidentifikation: Zeichne ein fiktives Typenschild mit Modell, Charge und Seriennummer. Erkläre die drei Ebenen.
  2. Kreislaufwirtschaft: Erstelle drei Bildkarten zu Reparatur, Wiederaufbereitung und Recycling mit je einem Praxisbeispiel.
  3. Werkstoff: Markiere in der Fallakte belegte, indirekt belegte und offene Materialangaben in drei Farben.
  4. Quellenkritik: Formuliere zwei Nachfragen an den Werbetext „vollständig recycelt“.


Standard – Anwendung

  1. Materialpass: Fertige ein Materialpass-Muster mit Bauteil, Material, Quelle, Charge, Datum und Vertrauensstatus an.
  2. Reparaturdokumentation: Erstelle das Vorher-Nachher-Protokoll des Rollentauschs einschließlich offener Punkte.
  3. Massenbilanz: Berechne die erwartete neue Masse und plane eine unabhängige Nachmessung.
  4. Digitaler Produktpass: Untersuche freiwillig den GS1-Demonstrator und vergleiche zwei sichtbare Datenfelder mit der Fallakte; ohne Eingaben oder Uploads.


Schwer – Transfer

  1. Datenqualität: Entscheide, wie Du den Stahl-Aluminium-Widerspruch klären würdest, und begründe eine Reihenfolge von Nachweisen.
  2. Wiederaufbereitung: Entwirf einen Prüfablauf für zehn gebrauchte SIT-4-Stühle mit verschiedenen Seriennummern und Reparaturhistorien.
  3. Nachhaltigkeitsbewertung: Entwickle Kriterien, wann Weiterverwendung, Reparatur oder Recycling sachgerechter sein kann, ohne unbelegte Umweltvorteile zu behaupten.
  4. Informationsmanagement: Schreibe eine kurze betriebliche Regel für Versionskontrolle, Belegablage, Zugriffsrechte und Kennzeichnung unbekannter Materialien.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Begründetes Feedback für Basis, Anwendung und Transfer

Niveau Gelungener Nachweis Warum richtig? Nächster Schritt
Basis Modell, Charge und Exemplar sauber getrennt Verhindert falsche Zuordnung Belege ergänzen
Anwendung K-55 / L26-07 dokumentiert; PA6 nur auf das Neuteil bezogen; 12,44 kg als Prognose Trennt Identität, Stoffaussage und Messstatus Nachmessung und Prüfprotokoll
Transfer Widerspruch markiert, chargenspezifischen Beleg priorisiert und Prüfung vorgesehen Vermeidet Scheinsicherheit durch pauschale Stammdaten Freigaberegel für weitere Stühle entwickeln

Wenn Deine Lösung abweicht: Sie kann trotzdem fachlich gut sein, sofern jede Annahme, der zutreffende Geltungsbereich und die verbleibende Unsicherheit klar erkennbar sind.


Lernkontrolle

  1. Identifikation: Ein Reparaturbetrieb hat 30 gleiche Bürostühle. Begründe, weshalb eine einzige Modellnummer für die Bauteilhistorie nicht genügt.
  2. Materialbewertung: Entscheide, ob ein neu datiertes Modellblatt oder eine passende ältere Chargenstückliste mehr Gewicht hat. Nenne mindestens einen Gegenfall.
  3. Dokumentation: Erkläre die Risiken, wenn der unbekannte Altrollen-Kunststoff aus dem PA6-Nachweis der neuen Rollen ergänzt wird.
  4. Massenbilanz: Interpretiere 12,44 kg als berechneten Wert und entwirf einen Prüfschritt, falls die Waage 12,61 kg anzeigt.
  5. Recht und Normung: Prüfe die Behauptung, jeder reparierte Bürostuhl brauche seit 2024 einen EU-DPP. Zeige Deinen Prüfweg.
  6. Quellenvergleich: Vergleiche EU-Recht, ISO-Begriffe und GS1-Demonstrator hinsichtlich Autorität, Nutzen und Grenzen.
  7. Wiederverwendung: Entwirf eine verständliche Übergabeinformation für eine zweite Werkstatt, ohne nicht belegte Materialien als Fakten zu kennzeichnen.


Lernnachweis

Abgabe ohne externe Dienste: eine lokal erstellte Fallakte (eine bis zwei Seiten) mit fiktivem Objektbezug S4-26-041, Materialtabelle samt Quellen und Unsicherheiten, dokumentiertem Austausch K-55 / L26-07, korrekter Massenerwartung, kurzem Quellenvergleich und begründeter Entscheidung zur Weiternutzung.

Bewertungsmaßstab: 30 % richtige Zuordnung von Modell, Charge, Exemplar und Ersatzteil; 30 % überprüfbare Materialbelege samt Unsicherheiten; 20 % nachvollziehbare Reparatur- und Versionshistorie; 20 % begründeter Transfer und Quellenkritik. Bestanden bei mindestens 60 % und ohne erfundene Materialbelege. Keine Fotos realer Kundendaten, Uploads oder externen KI-Zugriffe erforderlich.




OERs zum Thema

Fachliche Primärquellen und geprüfte Lernressourcen (Abruf und Einordnung: Oktober 2026):

  1. EUR-Lex: Verordnung (EU) 2024/1781, besonders Artikel 9 und 10 zu DPP-Daten, Identifikatoren und Datenzugriff.
  2. Europäische Kommission: Digital Product Passport, aktuelle Einführung und Produktgruppen.
  3. Europäische Kommission, 20.07.2026: DPP-Register gestartet.
  4. EUR-Lex: Reparaturrichtlinie (EU) 2024/1799, konsolidierte Fassung, Anwendungsbereich beachten.
  5. ISO 59004:2024, Begriffe und Prinzipien; Normvolltext ist nicht frei lizenziert.
  6. Bundesumweltministerium: Was ist ein digitaler Produktpass?.
  7. GS1 Germany: DPP und Demonstrator, Umsetzungsperspektive eines Standardisierungsanbieters.
  8. CIRPASS-2: Fachvideos, EU-gefördertes Projekt; einzelne Inhalte eigenständig prüfen.

Mediennachweise und Nutzungsrechte: Diese Angaben beziehen sich auf die jeweiligen Commons-Dateiseiten, nicht auf andere ähnlich benannte Bilder.

  1. Grafik Kreislaufwirtschaft, Cdang, CC BY-SA 4.0.
  2. Foto Repair Café Trier, RaMa2016, CC BY-SA 4.0.
  3. Symbolfoto Bürostuhl, Amakuha, CC BY-SA 4.0.
  4. Barcode-Diagramm, Gringer, Public Domain.
  5. QR-Struktur, deutsche Übertragung Tom Knox, CC BY-SA 3.0 / GFDL, siehe Dateiseite.
  6. Materialsymbol Stahl, Moebius1, als einfache Symbolgrafik gemeinfrei eingeordnet; Dateiseite beachten.
  7. Europäisches Parlament: Repair, re-use and recycle!, 2015; eingebettetes Fremdvideo.
  8. GS1 Germany: Der Digitale Produktpass kompakt, 2026; eingebettetes Fremdvideo mit Kurswerbung.
  9. SimpleTick: Bürostuhlrollen wechseln, 2025; werbliches Fremdvideo, keine Herstellerfreigabe.
  10. Ellen MacArthur Foundation: Re-Thinking Progress, älteres Erklärvideo.

Rechtehinweis: Commons-Lizenzen erlauben Verwendung unter den dort genannten Bedingungen; bei CC BY-SA insbesondere Urheber, Lizenz und Änderungen nennen. YouTube-Einbettung ist keine freie Nachnutzungslizenz. Videos weder herunterladen noch neu hochladen. Externe Medien sind optional; die Fallaufgaben funktionieren ohne sie.



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