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Lüftung Raumluft und Klimatisierung – Filter nach Funktion einordnen

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Lüftung Raumluft und Klimatisierung – Filter nach Funktion einordnen

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Einleitung

Lüftung Raumluft und Klimatisierung – Filter nach Funktion einordnen

Zielgruppe: Ausbildung in der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik sowie Technischen Gebäudeausrüstung.

Lernzeit: ca. 60–90 Minuten

Kurzbeschreibung: Partikel erkennen, Luftfilter nach Funktion einordnen, Druckverlust verstehen und Wartungsentscheidungen begründen.

Dein Lernziel: Du kannst anhand eines Anlagenschemas und von Messwerten geeignete Filterfunktionen unterscheiden, Energieauswirkungen abschätzen und fachgerechte Prüfschritte vorschlagen.

Bild: Schematische Darstellung eines Raumlufttechnikgeräts mit Filterabteil, Register und Ventilator. Quelle: Wikimedia Commons, P199, gemeinfrei.

Wichtig: Alle Praxisfälle enthalten fiktive Übungswerte. Sie ersetzen keine fachliche Anlagenbeurteilung. Reale Eingriffe, Filterwechsel und Messungen an geöffneten Anlagen erfolgen ausschließlich unter fachlicher Aufsicht und nach geltenden Sicherheits- und Hygienevorgaben. Lernaufgaben erteilen keine Freigabe für Anlagenbetrieb, Raumluft- oder Trinkwasserhygiene.


Lernpfad

Lerneinheit Thema Dauer
1 Luftwege und Gebäudemodell 10 Minuten
2 Filter nach Funktion 15 Minuten
3 Druckverlust und Energie 10 Minuten
4 Wartung und Hygiene 10 Minuten
5 Ausbildungsfall und Diagnose 20 Minuten


Lerneinheit 1: Luftwege verstehen


Ein RLT-Gerät im Gebäude

Eine raumlufttechnische Anlage (RLT-Anlage) transportiert Luft, filtert Partikel und kann die Luft erwärmen, kühlen, be- oder entfeuchten.

Vereinfachtes Anlagenschema:

Außenluft → Vorfilter → Feinfilter → Wärmerückgewinnung / Register → Ventilator → Zuluft

Separater Abluftweg:

Raumabluft → Abluftfilter, falls vorgesehen → Wärmerückgewinnung → Fortluft

Die Reihenfolge der Bauteile variiert je nach Anlagenkonzept. Zu- und Abluft sind getrennt zu betrachten.

Schema eines Wärmeübertragers. Quelle: Wikimedia Commons, Jlfd, CC0.


Gebäudemodell: Berufsschule

Gebäudebereich Versorgung Filterfunktion
Dach / Technikzentrale Außenluftansaugung und RLT-Gerät Schutz der nachgeschalteten Komponenten
Obergeschoss Zuluft zu Klassenräumen Verringerung der Partikelbelastung in der Zuluft
Erdgeschoss Zuluft zu Unterrichtsräumen Verringerung der Partikelbelastung in der Zuluft
Nebenräume Abluftführung Abtransport belasteter Luft

Mini-Aufgabe: Zeichne zwei Stockwerke und markiere Außenluft, Zuluft, Abluft, Fortluft und beide Filterstufen mit unterschiedlichen Farben.

Feedback: Die Unterscheidung ist richtig, wenn Außenluft in die Anlage eintritt, Zuluft in den Raum gelangt, Abluft den Raum verlässt und Fortluft ins Freie abgegeben wird. Die Bezeichnungen sind nicht austauschbar.


Video: Grundlagen einer Lüftungsanlage

Lüftungsanlagen – Nützliches Wissen zur Wohnraumlüftung. Das Video ergänzt das Gebäudemodell; Anforderungen an größere Schul-RLT-Anlagen sind gesondert zu beurteilen.

Beobachtungsauftrag: Finde im Video die Luftwege und die Wärmerückgewinnung.


Lerneinheit 2: Filter nach Funktion einordnen


Was sind Partikel?

Partikel sind kleine feste oder flüssige Bestandteile der Luft. Dazu zählen Staub, Pollen und Aerosoltröpfchen.

Größenvergleich von Partikeln und Haar. Quelle: U.S. Environmental Protection Agency, gemeinfrei.

Fraktion Bedeutung
PM10 Partikel mit aerodynamischem Durchmesser bis 10 µm
PM2,5 Partikel mit aerodynamischem Durchmesser bis 2,5 µm
PM1 Partikel mit aerodynamischem Durchmesser bis 1 µm

Merke: Kleinere PM-Fraktionen sind in den größeren enthalten. Die Filterklassifizierung nach ISO 16890 bezieht sich auf die Abscheideeffizienz gegenüber den jeweiligen Partikelfraktionen.


Filterklassen nach DIN EN ISO 16890

Filtergruppe Typische Funktion Einordnung
ISO Coarse Grobe Verschmutzungen zurückhalten Schutz von Anlagenkomponenten
ISO ePM10 Partikel der PM10-Fraktion abscheiden Partikelfilterung
ISO ePM2,5 Kleinere Feinstaubfraktion abscheiden Weitergehende Partikelfilterung
ISO ePM1 Feine Partikelfraktion abscheiden Anspruchsvollere Zuluftfiltration

Beispiel: ISO ePM1 60 % bezeichnet einen nach ISO 16890 ermittelten und klassifizierten Abscheidegrad für die PM1-Fraktion.

Wichtig: Dieser Wert bedeutet nicht, dass exakt 60 % jeder einzelnen Partikelgröße zurückgehalten werden. Er ist auch keine Garantie für eine bestimmte Raumluftqualität.

Die ehemalige Filterklassifizierung nach EN 779 mit G-, M- und F-Klassen wurde für die allgemeine Raumlufttechnik durch ISO 16890 abgelöst. Alte Bezeichnungen lassen sich nicht ohne Weiteres eindeutig umrechnen.

Normquelle: ISO 16890-1:2016, International Organization for Standardization. Eine zweite Ausgabe befindet sich im Normungsverfahren; vor praktischer Anwendung ist der aktuelle Normstand zu prüfen.


Filterbauformen erkennen

Beispiel eines wiederverwendbaren Luftfilters. Quelle: Wikimedia Commons, Wikideas1, CC0. Nicht jedes Filtermedium ist waschbar.

Bauform Typische Eigenschaft
Filtermatte Einfache Filterfläche
Faltenfilter Vergrößerte wirksame Filterfläche
Taschenfilter Große Filterfläche durch mehrere Taschen
Kompaktfilter Hohe Filterfläche in kompakter Bauweise

Achtung: Die Bauform allein bestimmt keine Filterklasse. Maßgeblich ist der nachgewiesene Abscheidegrad bei den vorgesehenen Betriebsbedingungen.


Besondere Filterfunktionen

HEPA-Filter, schematische Illustration. Quelle: BruceBlaus, CC BY-SA 4.0.

Filtertyp Funktion Wichtige Grenze
EPA / HEPA / ULPA Hochleistungs-Partikelfiltration Separate Klassifizierung nach DIN EN 1822
Aktivkohlefilter Adsorption bestimmter gasförmiger Stoffe und Gerüche Keine allgemeine Garantie für die Entfernung aller Schadgase
Abluftfilter Schutz von Komponenten oder Emissionsminderung Abhängig von Nutzung und Anlagenplanung

Praxisregel: Ein Aktivkohlefilter ersetzt keinen erforderlichen Partikelfilter. Auch HEPA-Filter dürfen nicht ohne technische Auslegung als universeller Ersatz eingebaut werden.

Wirkmechanismen der Faserfiltration: Diffusion, Trägheit und Abfangen. Quelle: LadyofHats / Rotkäppchen, gemeinfrei.

Normquelle: DIN EN 1822-1:2019-10.


Lerneinheit 3: Druckverlust und Energie


Was ist Druckverlust?

Luft muss beim Durchströmen eines Filters einen Strömungswiderstand überwinden. Der Druckunterschied zwischen Ein- und Austrittsseite heißt Druckverlust.

Formel:

Δp = p vor dem Filter − p nach dem Filter

Einheit: Pascal (Pa)

Beobachtung Mögliche Bedeutung
Druckverlust steigt bei gleichem Luftvolumenstrom Zunehmende Filterbeladung oder anderer Strömungswiderstand
Druckverlust ist unerwartet niedrig Niedriger Luftvolumenstrom, Messfehler, fehlendes Filterelement oder Undichtigkeit möglich
Druckverlust nähert sich dem zulässigen Endwert Geplante Wartung und fachliche Bewertung erforderlich

Merke: Druckverlust allein beweist weder eine hygienische noch eine ordnungsgemäße Funktion. Für den Vergleich müssen Luftvolumenstrom und Betriebsbedingungen berücksichtigt werden.


Energiebedarf berechnen

Bei näherungsweise konstantem Volumenstrom und Ventilatorwirkungsgrad gilt für den dem Filterdruckverlust zugeordneten Strombedarf:

E = (V̇ × Δp × t) / (1000 × η)

V̇ = Luftvolumenstrom in m³/s

Δp = Druckverlust in Pa

t = Betriebszeit in Stunden

η = angenommener Ventilatorwirkungsgrad

E = elektrische Energie in kWh

Rechenbeispiel:

Größe Wert
Volumenstrom 3.600 m³/h = 1 m³/s
Zusätzlicher Filterdruckverlust 110 Pa
Betriebszeit 4.000 h
Angenommener Wirkungsgrad 0,50

E = (1 × 110 × 4.000) / (1000 × 0,50)

Ergebnis: 880 kWh zusätzlicher rechnerischer Energiebedarf.

Dies ist ein vereinfachter Vergleichswert, kein gemessener Verbrauch. Bei veränderlicher Ventilatordrehzahl, wechselndem Volumenstrom und Wirkungsgrad kann der tatsächliche Unterschied abweichen.

Fachquelle: Eurovent Recommendation 4/24: Energy Consumption Evaluation of Air Filters.


Lerneinheit 4: Wartung und Hygiene

Lüftungszentrale eines Bürogebäudes. Quelle: BentaxGermany, CC BY-SA 3.0.


Filterzustand richtig beurteilen

Eine Wartung berücksichtigt mehr als die Anzeige eines Differenzdrucksensors.

Prüfkriterium Warum wichtig?
Filterklasse und Abmessungen Passend zur Planung und Filteraufnahme
Druckverlust und Luftvolumenstrom Strömungswiderstand und Betriebszustand
Dichtungen und Rahmen Vermeidung von ungefilterter Bypassluft
Feuchte, Verschmutzung und Beschädigungen Erkennen möglicher Hygiene- und Funktionsprobleme
Wartungsdokumentation Nachvollziehbarkeit von Prüfung und Austausch

Sichere Vorgehensweise im Ausbildungsbetrieb:

  1. Arbeitsvorbereitung: Anlagenunterlagen, Wartungsvorgaben und Gefährdungsbeurteilung prüfen.
  2. Messprotokoll: Vorhandene Betriebsdaten und Messwerte vergleichen.
  3. Fehlerdiagnose: Abweichungen dokumentieren und verantwortliche Fachkraft informieren.
  4. Arbeitssicherheit: Nur nach Freigabe, Sicherung gegen Wiedereinschalten und fachlicher Anleitung tätig werden.
  5. Qualitätssicherung: Ergebnisse dokumentieren und eine fachliche Prüfung veranlassen.

Keine eigenmächtigen Eingriffe: Filter dürfen nicht beliebig gereinigt, ausgeblasen, gewaschen, überbrückt oder durch andere Klassen ersetzt werden. Herstellerangaben, Hygieneanforderungen und Arbeitsschutz sind einzuhalten.


Video: Filterwechsel beobachten

WESCO: Filterwechsel einer Lüftungsanlage – Schritt-für-Schritt-Anleitung. Das Video zeigt ein gerätespezifisches Beispiel, keine allgemeine Wartungsfreigabe.

Beobachtungsfragen: Welche Filterposition ist erkennbar? Welche Angaben müsstest Du vor einem tatsächlichen Austausch zusätzlich prüfen?


Hygiene und Zuständigkeiten

Die VDI 6022 beschreibt Hygieneanforderungen an raumlufttechnische Anlagen und Geräte. Auffälligkeiten wie Durchfeuchtung, Verschmutzung oder mikrobiologischer Verdacht sind fachlich zu bewerten.

VDI 6022 Blatt 1 – offizielle Richtlinieninformation

Grenze dieses Kurses: Die Beispiele ermöglichen keine Gesundheits- oder Hygienefreigabe. Anlagenbetrieb, Feuchteprobleme und wasserführende Befeuchtungssysteme benötigen die jeweils zuständige fachliche Prüfung. Die Beurteilung der Trinkwasserhygiene gehört nicht zu diesem Lernkurs.


Lerneinheit 5: Konkreter Ausbildungsfall


Fallakte: RLT-Anlage einer Berufsschule

Auftrag: In der Schule werden steigende Filterdruckverluste gemeldet. Du sollst die vorhandenen Werte auswerten und eine fachlich begründete Empfehlung vorbereiten.

Anlage: Zentrale RLT-Anlage für Klassenräume, mit Außenluftfilterung und Wärmerückgewinnung.

Fiktive Mess- und Planungsdaten:

Größe Filter F1 Filter F2
Funktion Vorfilter Feinfilter
Klasse ISO Coarse 60 % ISO ePM1 60 %
Früherer Druckverlust 50 Pa 120 Pa
Aktueller Druckverlust 75 Pa 230 Pa
Vorgesehener Enddruckverlust 150 Pa 250 Pa

Weitere Daten: Volumenstrom 3.600 m³/h, Betriebszeit 4.000 h pro Jahr, angenommener Wirkungsgrad 0,50. Die Vergleichsmessungen wurden bei gleichem Volumenstrom vorgenommen. Die Enddruckverluste sind ausschließlich fiktive Vorgaben dieses Übungsfalls.


Diagnosefall A: Energie und Wartung

Dein Auftrag: Welcher Filter benötigt vorrangig fachliche Aufmerksamkeit? Berechne den zusätzlichen rechnerischen Energiebedarf durch den gestiegenen Druckverlust dieses Filters.

Entscheidung:

Möglichkeit Bewertung
F1 sofort ohne Prüfung ausbauen Nicht begründet
F2 kontrollieren und Wartung fachlich planen Begründete Vorgehensweise
Filter umgehen, um Energie zu sparen Nicht zulässig
Anlage allein anhand des Druckverlusts freigeben Nicht ausreichend


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Orientierung: Vergleiche bei F1 und F2 den aktuellen Druckverlust mit dem jeweiligen Enddruckverlust.

Hilfe 2 – Vorgehen: Ermittle zunächst die Differenz zwischen aktuellem und früherem Druckverlust bei F2. Wandle 3.600 m³/h in m³/s um.

Hilfe 3 – Rechnung: Setze 110 Pa, 1 m³/s, 4.000 h und 0,50 in die Energieformel ein.


Musterlösung mit begründetem Feedback

Filter F2 hat mit 230 Pa seinen vorgesehenen Enddruckverlust von 250 Pa nahezu erreicht. Er muss daher vorrangig überprüft und seine Wartung geplant werden.

Zusätzlicher Druckverlust:

230 Pa − 120 Pa = 110 Pa

Zusätzliche rechnerische Energie:

(1 × 110 × 4.000) / (1000 × 0,50) = 880 kWh

Feedback: Die Wahl von F2 ist begründet, weil der Abstand zum vorgesehenen Enddruckverlust nur 20 Pa beträgt. Der Endwert ist noch nicht überschritten. Deshalb folgt aus diesen Daten allein weder ein zwingender sofortiger Austausch noch eine Betriebsfreigabe.


Diagnosefall B: Hygiene

Neue Beobachtung: Im Filterbereich sind Feuchtespuren sichtbar. Eine Ursache ist nicht geklärt.

Aufgabe: Entscheide, ob die Anlage nach einem normalen Filterwechsel ohne weitere Prüfung freigegeben werden darf.

Hilfen:

  1. Leicht: Denke an die Bedeutung von Feuchtigkeit für Filter und Anlagenbauteile.
  2. Standard: Unterscheide Filtertausch von Ursachenklärung.
  3. Schwer: Formuliere einen Melde- und Prüfauftrag für die zuständige Fachkraft.

Feedback: Eine gewöhnliche Filterwartung beseitigt nicht automatisch die Feuchteursache. Die Auffälligkeit muss dokumentiert und fachlich nach den einschlägigen Hygiene- und Betriebsvorgaben beurteilt werden. Eine Freigabe darfst Du aus der Lernaufgabe nicht ableiten.


Diagnosefall C: Unerwartet geringer Druckverlust

Neue Beobachtung: Nach einer Wartungsmaßnahme wird an F2 nur noch ein Druckverlust von 15 Pa statt eines erwarteten Werts um 90 Pa angezeigt. Gleichzeitig wird Staub hinter dem Filter festgestellt.

Aufgabe: Nenne mindestens drei mögliche Ursachen und geeignete Prüfschritte.

Hilfen:

  1. Leicht: Ein niedriger Wert bedeutet nicht immer einen sauberen Filter.
  2. Standard: Denke an Luftvolumenstrom, Messanschlüsse und Filterrahmen.
  3. Schwer: Entwirf eine Prüfreihenfolge ohne unzulässige Eingriffe.

Feedback: Denkbar sind ein geringer Volumenstrom, fehlerhafte Druckmessung, ungeeigneter oder fehlender Filter oder eine Undichtigkeit am Rahmen. Nur ein systematischer Abgleich mit den Anlagendaten kann die Ursachen eingrenzen. Ein sehr niedriger Druckverlust ist kein Beweis für korrekte Filtration.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Größe beschreibt den Strömungswiderstand eines Filters im Betrieb? (Druckverlust) (!Raumtemperatur) (!Beleuchtungsstärke) (!Schallfrequenz)




Welche Filtergruppe gehört zur allgemeinen Partikelfiltration nach ISO 16890? (ISO ePM1) (!HEPA H14 nach EN 1822) (!Aktivkohleadsorber) (!Wasserenthärter)




Welche Aufgabe hat ein Vorfilter typischerweise? (Grobe Partikel zurückhalten und nachgeschaltete Komponenten schützen) (!Die Raumtemperatur messen) (!Den Ventilator elektrisch abschalten) (!Die Zuluft befeuchten)




Was bedeutet die Angabe ISO ePM1 60 Prozent? (Klassifizierte Abscheideeffizienz für die PM1 Fraktion) (!Abscheidung sämtlicher Schadgase) (!Vollständige Entfernung aller Partikel) (!Zulässiger Druckverlust von sechzig Pascal)




Was kann bei zunehmender Filterbeladung und gleichem Volumenstrom steigen? (Der Druckverlust) (!Die Filterabmessung) (!Die Zahl der Luftkanäle) (!Die Raumfläche)




Welcher Filtertyp dient vor allem der Adsorption bestimmter gasförmiger Stoffe? (Aktivkohlefilter) (!Grobstaubmatte) (!Wärmeübertrager) (!Schalldämpfer)




Was ist bei ungewöhnlich niedrigem Filterdruckverlust richtig? (Volumenstrom und mögliche Messfehler oder Undichtigkeiten prüfen) (!Immer einwandfreie Filtration annehmen) (!Sämtliche Filterstufen entfernen) (!Die Hygiene automatisch freigeben)




Welche Norm behandelt die Klassifizierung von EPA und HEPA Schwebstofffiltern? (DIN EN 1822) (!DIN EN ISO 16890 allein) (!DIN EN 12831) (!DIN EN ISO 9001)




Welche Maßnahme ist bei einem feuchten Filterbereich richtig? (Auffälligkeit melden und fachlich beurteilen lassen) (!Ohne Prüfung weiterbetreiben) (!Feuchte durch höheren Ventilatordruck verdecken) (!Die Hygiene selbst freigeben)




Welche Aussage zum Energiebedarf ist im vereinfachten Modell richtig? (Ein größerer Druckverlust erhöht bei gleichem Volumenstrom und Wirkungsgrad den Energiebedarf) (!Der Energiebedarf ist immer unabhängig vom Druckverlust) (!Ein dichter Filter erzeugt elektrische Energie) (!Der Druckverlust bestimmt allein die Raumluftqualität)




Begründetes Quizfeedback: Entscheidend sind die jeweilige Filterfunktion, die Trennung von Normklassifizierung und Betriebszustand sowie die Grenzen der Messwerte. Falsche Antworten verwechseln meist Filtration mit Temperaturregelung, Gasadsorption oder Hygienefreigabe.


Memory

Ordne die Begriffe ihren Funktionen zu.

ISO Coarse Grobpartikel abscheiden
ISO ePM1 Feine Partikelfraktion filtern
Aktivkohle Bestimmte Gase adsorbieren
Differenzdruck Druckdifferenz über ein Bauteil
Vorfilter Nachgeschaltete Filter entlasten
Enddruckverlust Vorgegebene Grenze für Wartungsbewertung
Filterdichtung Bypassströmung verhindern




Feedback: Eine richtige Zuordnung beschreibt die technische Funktion. Filterbauform, Filterklasse und Wartungszustand sind unterschiedliche Merkmale.


Drag and Drop

Ordne den Begriffen die passende Funktion zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion
Außenluft Luft aus der Umgebung vor der Behandlung
Zuluft Aufbereitete Luft auf dem Weg in den Raum
Abluft Luft auf dem Weg aus dem Raum
Fortluft Luft nach außen am Ende des Abluftweges
Feinfilter Abscheidung kleinerer Partikel im Luftstrom




Feedback: Die Bezeichnungen legen die Position im Luftweg fest. Daraus ergibt sich, welche Filterstufe welche Aufgabe erfüllt.


Kreuzworträtsel

Vorfilter Welcher Filter dient häufig als erste Stufe zur Rückhaltung grober Verschmutzungen?
Manometer Wie heißt ein Gerät zur Druckmessung?
Dichtung Welches Bauteil soll ungefilterte Nebenströmungen am Filterrahmen verhindern?
Ventilator Welches Bauteil fördert die Luft durch das Kanalsystem?
Aktivkohle Welches Adsorptionsmaterial kann bestimmte gasförmige Stoffe zurückhalten?
Wartung Wie nennt man planmäßige Maßnahmen zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit?





LearningApps

Die Suche zeigt gegebenenfalls bereits vorhandene Lernmodule. Deren fachliche Qualität ist vor Verwendung gesondert zu prüfen.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine raumlufttechnische Anlage transportiert und behandelt die

.
Die Luft aus der Umgebung nennt man

.
Die behandelte Luft, die in den Raum gelangt, heißt

.
Staub und Aerosoltröpfchen sind Beispiele für

.
Die Filtergruppe für grobe Partikel heißt ISO

.
Die Filtergruppe ISO ePM1 gehört zur

.
Bestimmte gasförmige Stoffe können an

adsorbiert werden.
Der Druckunterschied über dem Filter heißt

.
Seine physikalische Einheit ist

.
Ein zunehmender Filterwiderstand kann den Energiebedarf des

erhöhen.
Die technische Funktion der Filteraufnahme hängt auch von einer intakten

ab.
Regelmäßige Prüfungen gehören zur

.
Hygienische Auffälligkeiten benötigen eine fachliche

.




Offene Aufgaben


Leicht – Basisaufgaben

  1. Luftfilter: Erstelle vier Lernkarten zu ISO Coarse, ISO ePM10, ISO ePM2,5 und ISO ePM1. Beschreibe jeweils die Filterfunktion.
  2. Lüftungsanlage: Zeichne ein vereinfachtes Anlagenschema mit Außenluft, Vorfilter, Feinfilter, Ventilator und Zuluft.
  3. Feinstaub: Gestalte ein Plakat, das die Größenfraktionen PM10, PM2,5 und PM1 vergleicht.
  4. Wartung: Formuliere fünf Fragen, die Du vor einem beaufsichtigten Filterwechsel mit der Fachkraft klären würdest.

Feedback zu Basisaufgaben: Gute Ergebnisse verwenden korrekte Fachbegriffe, unterscheiden die drei PM-Fraktionen und vermeiden die Gleichsetzung von Filterklasse und Bauform.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Differenzdruck: Werte die Messwerte von F1 und F2 aus dem Ausbildungsfall aus. Erstelle ein Diagramm mit früherem, aktuellem und vorgesehenem Enddruckverlust.
  2. Energieeffizienz: Berechne die zusätzliche theoretische Filterenergie für 2.000, 4.000 und 6.000 Betriebsstunden und begründe den Zusammenhang.
  3. Fehlerdiagnose: Erstelle einen Entscheidungsbaum für den Befund „ungewöhnlich niedriger Druckverlust und Staub hinter dem Filter“.
  4. Technische Dokumentation: Verfasse ein Wartungsprotokoll mit Anlagendaten, Beobachtungen, offenen Prüfpunkten und Zuständigkeit.

Feedback zu Anwendungsaufgaben: Richtige Lösungen trennen Messwert und Ursache. Die Energieberechnung muss ihre Annahmen nennen. Empfehlungen dürfen nicht allein aus einem einzigen Messwert abgeleitet werden.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Gebäudetechnik: Entwickle ein Filterkonzept für ein Schulgebäude in einer Umgebung mit hoher Außenluft-Partikelbelastung. Begründe geeignete Funktionen und die notwendigen Auslegungsprüfungen.
  2. Energieverbrauch: Vergleiche zwei gedachte Filterprodukte mit gleicher ISO-ePM-Klasse, aber unterschiedlichem Druckverlust. Berücksichtige Energiebedarf, Standzeit und Herstellerdaten.
  3. Hygiene: Erstelle ein Schulungsvideo oder eine bebilderte Arbeitsanweisung, wie Feuchte- und Filterauffälligkeiten sicher dokumentiert und an Fachkräfte gemeldet werden.
  4. Instandhaltung: Entwickle für ein fiktives Gebäude ein Wartungskonzept mit Messwerttrend, Freigabezuständigkeiten, Eskalationswegen und nachvollziehbarer Dokumentation.

Feedback zu Transferaufgaben: Eine fundierte Lösung begründet den Zielkonflikt zwischen Partikelabscheidung, Druckverlust, Energieaufwand und Betriebssicherheit. Eine hohe Filterklasse allein reicht als Auswahlbegründung nicht aus.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite die folgenden Aufgaben mit technischen Begründungen. Reine Begriffsnennungen genügen nicht.

  1. Filtertechnik: Ein Betrieb möchte einen ISO-ePM1-Filter durch einen gröberen Filter ersetzen, um Strom zu sparen. Bewerte die Folgen und nenne fehlende Entscheidungsgrundlagen.
  2. Druckverlust: Ein Filter weist eine stark gestiegene Druckdifferenz auf. Erkläre, warum der Wert ohne Angaben zum Volumenstrom nur eingeschränkt vergleichbar ist.
  3. Energieeffizienz: Begründe, weshalb zwei Filter mit derselben Filterklasse unterschiedliche Betriebskosten verursachen können.
  4. Hygienemanagement: Nach einem Filterwechsel werden Feuchtigkeit und eine beschädigte Dichtung entdeckt. Entwickle eine sichere Vorgehensweise einschließlich Dokumentation und Zuständigkeiten.
  5. Fehleranalyse: Eine RLT-Anlage meldet wenig Druckverlust, aber verstärkten Staubeintrag. Entwirf eine Prüfhypothese mit drei Ursachen und geeigneten Überprüfungsschritten.
  6. Gebäudebetrieb: Ein Schulträger möchte die Wartungsintervalle verlängern. Entwickle Kriterien für eine fachlich belastbare Entscheidung und grenze die Verantwortung der Auszubildenden ab.

Bewertungsmaßstab: Eine überzeugende Antwort enthält eine nachvollziehbare Beobachtung, eine technische Erklärung, geeignete Daten oder Normbezüge und einen zulässigen nächsten Prüfschritt.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis reichst Du eine kurze technische Dokumentation ein.

Bestandteil Nachweiskriterium
Beschriftetes Anlagenschema Luftwege und Filterpositionen richtig
Filterübersicht Mindestens vier Filterfunktionen begründet eingeordnet
Messwertauswertung F1 und F2 fachlich verglichen
Energierechnung Rechenweg, Einheit, Ergebnis und Annahmen korrekt
Diagnoseprotokoll Mögliche Ursachen und Prüfschritte nachvollziehbar
Sicherheitsbewertung Aufsicht, Fachprüfung und Grenzen einer Freigabe beachtet

Erfolgreicher Lernnachweis: Du kannst eine begründete Empfehlung an eine zuständige Fachkraft formulieren. Eine reale Inbetriebnahme, Wartungsfreigabe oder Hygieneunbedenklichkeit wird dadurch nicht bescheinigt.




OERs zum Thema


Wikipedia: Luftfilter


Weitere offene Lernmaterialien

Lüftungsanlage – Wikipedia

Partikelfilterklassen – Wikipedia

Kontrollierte Wohnraumlüftung – Wikipedia

Wikimedia Commons – Air filters

Hinweis: Wikipedia und Wikimedia Commons sind offene Bildungsressourcen mit jeweils zu prüfenden Lizenzen und Versionsständen.


Fachquellen und Normenprüfung

  1. ISO 16890-1:2016: Klassifizierung allgemeiner Partikelluftfilter. Eine Überarbeitung ist im Verfahren; aktuelle Fassung vor Praxisanwendung prüfen.
  2. DIN EN 1822-1:2019-10: Klassifizierung von EPA-, HEPA- und ULPA-Filtern.
  3. VDI 6022 Blatt 1: Hygieneanforderungen an RLT-Anlagen.
  4. Eurovent Recommendation 4/24: Bewertung des energiebezogenen Filterdruckverlusts.
  5. ISO/FDIS 16890-1: Informationen zum laufenden Überarbeitungsverfahren, keine bereits veröffentlichte Ersatznorm.

Stand der Recherche: Oktober 2026. Für den realen Anlagenbetrieb sind zusätzlich die geltenden Normfassungen, projektspezifischen Anforderungen, Herstellerunterlagen sowie die zuständigen Fachkräfte maßgeblich.


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Die folgenden Wikimedia-Commons-Dateien wurden anhand ihrer Beschreibungs- und Lizenzseiten recherchiert. Bilddarstellungen wurden nicht verändert.

Medium Urheber / Lizenz
Air handling unit.JPG P199 – gemeinfrei
Heat exchanger.svg Jlfd – CC0 1.0
PM and a human hair.jpg U.S. EPA – gemeinfrei
HVAC air filter.webp Wikideas1 – CC0 1.0
HEPA Filter.png BruceBlaus – CC BY-SA 4.0
HEPA Filter diagram de.svg LadyofHats / Rotkäppchen – gemeinfrei
Lueftungszentrale.jpg BentaxGermany – CC BY-SA 3.0

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