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Rohrinstallation Armaturen und Montage – Montagefehler an Rohrmodellen erkennen

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Rohrinstallation Armaturen und Montage – Montagefehler an Rohrmodellen erkennen

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Rohrinstallation Armaturen und Montage – Montagefehler an Rohrmodellen erkennen

Zielgruppe: Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK)

Lernzeit: ca. 60 Minuten

Lernform: Digitale Diagnose, Gebäudemodell und druckloses Rohrmodell

Lernziel: Du erkennst Rohrspannungen, ungeeignete Verbindungen und unzugängliche Armaturen. Du bewertest Gefahren und begründest fachgerechte Lösungen.


Einleitung

Drei Fehler. Ein Gebäudemodell. Deine Diagnose.

Eine neue Trinkwasserinstallation soll abgenommen werden. Am Modell fallen drei mögliche Montagefehler auf. Welche sind gefährlich? Was muss geändert werden?

Bildauftrag: Verfolge auf dem Baustellenfoto drei Leitungsabschnitte. Suche Befestigungen, Richtungsänderungen und mögliche Wartungsstellen. Das Foto ist ein Anschauungsbeispiel und kein Nachweis tatsächlicher Montagefehler.

Deine Mission: Finden – Bewerten – Begründen – Verbessern.


Sicherheitsstopp: Gespeicherte Energie

Achtung: Auch eine abgeschaltete Anlage kann gefährlich sein!

Gespeicherte Druckenergie: In abgesperrten Rohrabschnitten, Armaturen und Speichern kann weiterhin Druck vorhanden sein. Beim unkontrollierten Öffnen können Medien oder Bauteile schlagartig austreten.

Gespeicherte Bewegungs- und Verformungsenergie: Elastisch verformte Rohre, unter Spannung stehende Halterungen und bewegliche Teile können beim Lösen plötzlich ausschlagen. Auch nach dem Entleeren kann mechanische Energie verbleiben.

Verbindliche Kursregel: Du arbeitest ausschließlich mit einer Simulation oder einem nachweislich drucklosen, nicht mechanisch vorgespannten Übungsmodell. Fehler werden durch Markierungen, Zeichnungen oder digitale Modelle dargestellt. Keine Druckbeaufschlagung, kein absichtliches Vorspannen und kein Lösen verspannter Teile.

Reale Arbeiten an druckführenden Anlagen und sämtliche Druck- und Dichtheitsprüfungen dürfen nur nach Gefährdungsbeurteilung, fachlicher Freigabe und unter geeigneter fachlicher Aufsicht erfolgen. Zuständige Fachkräfte müssen Energiequellen sichern, Restenergien beherrschen und den sicheren Zustand feststellen. Das Schließen eines Ventils allein ist kein Nachweis der Drucklosigkeit.

Bildauftrag: Was zeigt ein Manometer? Welche Gefährdungen kann es allein nicht ausschließen?


Lerneinheit 1: Das Gebäudemodell lesen

Dauer: 5 Minuten

Ein Anlagenschema zeigt den Verlauf und die Funktion von Leitungen. Ein Gebäudemodell ergänzt die räumliche Lage.

Merke: Das dargestellte Versorgungssystem zeigt den Weg des Wassers bis zum Gebäude. Im Gebäude müssen Leitungsführung, Verbindungen und Armaturen zusätzlich beurteilt werden.


Unser Ausbildungsfall: Das zweigeschossige Werkstattgebäude

Fiktives, nicht maßstäbliches Diagnosemodell:

OBERGESCHOSS – Waschraum
             |
Steigleitung +---- [C] ---- Waschtisch
             |    Armatur hinter
             |    fester Verkleidung
             |
ERDGESCHOSS – Werkstatt
             |
             +---- [A] ---- [B]
                   Rohr      Verbindung
                   verspannt nicht freigegeben
             |
KELLER – Hausanschluss
             |
    Hauptabsperrung
             |
         Wasserzähler

A – Spannung: Ein zu kurzes Rohrstück wird nur durch Verbiegen in seine Einbaulage gebracht.

B – Falsche Verbindung: Ein Pressfitting stammt aus einem anderen Rohrsystem. Für diese Kombination liegt keine Herstellerfreigabe vor.

C – Unzugängliche Armatur: Eine notwendige Absperrarmatur liegt hinter einer fest montierten Verkleidung.

Auftrag: Markiere A, B und C in einer Skizze. Ordne jedem Fehler eine mögliche Folge zu.


Lerneinheit 2: Spannung erkennen

Dauer: 6 Minuten

Eine Rohrleitung soll nicht durch Zwang in einen Verbinder hineingebogen werden. Sonst können unerwünschte Kräfte auf Fittings und Armaturen wirken.

Diagnose A: Das Rohr erreicht die Verbindung nur, wenn es seitlich ausgelenkt wird. Eine zusätzliche starre Befestigung würde die erzwungene Lage festhalten.

Fachgerechte Entscheidung: Leitungsmaße, Rohrführung, Befestigungen und vorgesehene Bewegungsmöglichkeiten überprüfen. Die spannungsarme beziehungsweise nach Systemvorgabe spannungsfreie Einbaulage planen.

Nicht am verspannten Rohr ziehen oder Schellen lösen! Arbeite ausschließlich mit der Zeichnung oder einem sicheren Ersatzmodell.

Mini-Auftrag: Zeichne die Rohrführung so um, dass keine erzwungene Biegung notwendig ist.


Lerneinheit 3: Falsche Verbindungen finden

Dauer: 8 Minuten

Ein Fitting muss zum Rohr, zum Medium, zum Einsatzbereich und zum freigegebenen Verbindungssystem passen.

Bildauftrag: Erkenne Muffe, Bogen, T-Stück und Reduzierstück.

Achtung: Das zweite Bild zeigt gelötete Kupferverbindungen. Löt- und Pressverbindungen sind unterschiedliche Verbindungsverfahren.


Zwei überprüfbare Montagevideos

Video 1: Kupfer-Pressverbindungen – Viega Profipress

Video 2: Geberit FlowFit – Installation

Beobachtungsauftrag: Achte auf Rohrvorbereitung, Einstecktiefe, Verbindungskontrolle und die jeweils passenden Werkzeuge.

Diagnose B: Eine Verbindungsstelle besteht aus Bauteilen unterschiedlicher Systeme. Die notwendige Freigabe fehlt.

Fachgerechte Entscheidung: Verbindung nicht akzeptieren. Herstellerunterlagen, Dimensionen, Werkstoffe, Einsatzbereich und ausdrücklich freigegebene Übergänge prüfen lassen.

Einige Hersteller erlauben bestimmte systemübergreifende Kombinationen. Daraus folgt jedoch keine allgemeine Austauschbarkeit.

Wichtig: Ein Montagevideo ersetzt keine aktuelle Montageanleitung. Keine praktischen Press- oder Druckarbeiten ohne entsprechende betriebliche Freigabe und Aufsicht.


Lerneinheit 4: Armaturen müssen erreichbar bleiben

Dauer: 5 Minuten

Armaturen steuern, regeln, sichern oder unterbrechen Stoffströme.

Diagnose C: Die Absperrarmatur befindet sich hinter einer fest eingebauten Verkleidung. Sie kann im Notfall nicht unmittelbar erreicht werden.

Fachgerechte Entscheidung: Eine geeignete, dauerhaft zugängliche Einbaustelle vorsehen. Bedienung, Inspektion und erforderliche Wartung müssen möglich sein.

Mini-Auftrag: Zeichne im Gebäudemodell einen geeigneten Zugang und kennzeichne den Bedienbereich.


Lerneinheit 5: Restenergie und Freigabe

Dauer: 7 Minuten

Gedankliche Simulation:

Versorgung -- [Absperrung ZU] -- [Abschnitt X] -- [Ventil ZU]
                                  |
                              Restdruck?
                              Rohrspannung?

Situation: Beide Ventile sind geschlossen. Jemand möchte eine Rohrverbindung im Abschnitt X lösen.

Entscheidende Frage: Sind damit Druckenergie und mechanische Verformungsenergie sicher beseitigt?

Nein. Der abgeschlossene Abschnitt kann Restdruck enthalten. Ein verspanntes Rohr kann sich beim Lösen bewegen. Auch Temperatur und Stoffeigenschaften können zusätzliche Gefährdungen verursachen.

Sicherheitsentscheidung: Arbeit stoppen, Verantwortliche informieren und fachgerechte Sicherung und Freigabe verlangen. Im Kurs wird ausschließlich am digitalen oder sicheren drucklosen Modell diagnostiziert.

Praxisregel: Keine eigenen Öffnungs-, Entspannungs- oder Prüfversuche an realen Anlagen.


Lerneinheit 6: Hygiene und Diagnose verbinden

Dauer: 6 Minuten

Auch die Trinkwasserhygiene gehört zur Montagequalität.

Hygienefall: Im Gebäudemodell endet eine zusätzliche Leitung an einer selten genutzten Entnahmestelle. Wasser wird dort kaum ausgetauscht.

Risiko: Stagnation kann die Trinkwasserbeschaffenheit nachteilig beeinflussen und mikrobielles Wachstum begünstigen.

Lösungsidee: Nutzung und Leitungsführung prüfen; unnötige Leitungsabschnitte vermeiden und einen bestimmungsgemäßen Wasserwechsel sicherstellen. Konkrete Änderungen sind fachlich zu planen.

Zusatzfall Energie: Eine ungünstige Leitungsführung im Warmwassersystem kann Wärmeverluste erhöhen. Vergleiche im digitalen Schema eine unnötig lange und eine kurze, bedarfsgerechte Leitungsführung. Beurteile zugleich Dämmung, Hygiene und Wartungszugang.

Merksatz: Eine gute Installation ist sicher, systemgerecht, hygienisch, wartbar und energieeffizient.


Diagnosewerkstatt: Drei Fälle lösen

Fall Befund am Modell Deine Entscheidung
A – Rohrspannung Rohrstück nur unter Zwang passend Alternative Rohrführung skizzieren
B – Verbindung Systemkompatibilität nicht nachgewiesen Herstellerfreigabe und korrektes System verlangen
C – Armatur Absperrung nicht frei erreichbar Zugänglichen Einbauort planen


Gestufte Hilfen

Nutze immer nur so viel Hilfe, wie Du benötigst.

Stufe A – Spannung B – Verbindung C – Armatur
Hilfe 1: Sehen Wo ändert das Rohr seine Lage? Welche Kennzeichnungen unterscheiden sich? Ist der Bediengriff erreichbar?
Hilfe 2: Prüfen Wo wirken Zwangskräfte? Gibt es eine dokumentierte Systemfreigabe? Wäre die Absperrung im Notfall bedienbar?
Hilfe 3: Lösen Leitungsmaße und Führung korrigieren Nur freigegebene Verbindung planen Zugang oder Armaturenposition ändern


Begründetes Feedback zum Ausbildungsfall

Fall Fachliche Rückmeldung
A Richtig ist eine korrigierte Rohrführung. Ein erzwungener Einbau kann Verbindungen und Befestigungen zusätzlich belasten. Eine weitere Schelle beseitigt die Ursache nicht.
B Richtig ist die Prüfung der Herstellerfreigabe. Eine ähnlich aussehende Verbindung oder passende Nennweite beweist keine Systemverträglichkeit.
C Richtig ist die Planung freier Zugänglichkeit. Eine funktionierende, aber unerreichbare Absperrung kann im Störfall zu spät bedient werden.
Energie Richtig ist der Sicherheitsstopp. Geschlossene Ventile allein beweisen weder Drucklosigkeit noch die Beseitigung gespeicherter Verformungsenergie.
Hygiene Richtig ist die Betrachtung des Wasseraustauschs. Eine selten durchströmte Leitung kann hygienische Risiken verursachen, auch wenn sie mechanisch korrekt verbunden ist.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Beantworte alle zehn Fragen. Lies anschließend das begründete Feedback.

1. Was ist vor einer Tätigkeit an einem möglicherweise druckführenden Rohrabschnitt erforderlich? (Fachliche Sicherung und Freigabe) (!Nur den Haupthahn schließen) (!Die Verbindung vorsichtig lockern) (!Das Rohr mit der Hand festhalten)




2. Kann in einem abgesperrten Rohrabschnitt noch Druck gespeichert sein? (Ja, Restdruck kann eingeschlossen sein) (!Nein, geschlossene Ventile beseitigen Druck immer) (!Nur wenn ein Rohr sichtbar undicht ist) (!Nur bei offenen Rohrenden)




3. Woran erkennst Du eine unerwünschte Rohrspannung? (Das Rohr erreicht seine Einbaulage nur unter Zwang) (!Das Rohr besitzt einen Richtungsbogen) (!Die Leitung hat eine Dämmung) (!Der Fitting besteht aus Metall)




4. Welche Folge kann das Lösen eines mechanisch verspannten Rohrstücks haben? (Plötzliches Ausschlagen durch gespeicherte Verformungsenergie) (!Automatische Beseitigung aller Gefahren) (!Unmittelbare Verbesserung der Wasserhygiene) (!Garantierte Entlastung ohne Bauteilbewegung)




5. Was ist entscheidend für die Auswahl eines Pressfittings? (Systemfreigabe und passende Anwendungsbedingungen) (!Nur eine ähnliche äußere Form) (!Nur ein gleicher Farbton) (!Nur ein möglichst niedriger Preis)




6. Wie wird die vorgesehene Einstecktiefe einer Pressverbindung kontrolliert? (Nach den Vorgaben des jeweiligen Herstellers) (!Ausschließlich durch Schätzen) (!Immer nur anhand der Rohrfarbe) (!Durch zusätzliche Rohrspannung)




7. Warum muss eine wichtige Absperrarmatur frei erreichbar sein? (Damit sie im Bedarfsfall schnell bedient werden kann) (!Damit der Wasserverbrauch steigt) (!Damit die Leitung länger wird) (!Damit das Rohr mehr Befestigungen erhält)




8. Wie untersuchst Du Montagefehler in diesem Kurs sicher? (An einer Simulation oder einem sicheren drucklosen Modell) (!Durch eigenständiges Lösen druckführender Verbindungen) (!Durch eine Druckprüfung ohne Aufsicht) (!Durch absichtliches Vorspannen eines Rohres)




9. Welches Problem kann bei selten genutzten Trinkwasserleitungen entstehen? (Stagnation mit hygienischen Risiken) (!Automatische Verbesserung der Trinkwassergüte) (!Garantierte Beseitigung von Mikroorganismen) (!Vollständige Vermeidung von Wärmeverlusten)




10. Wann dürfen reale Druck- und Dichtheitsprüfungen durchgeführt werden? (Nur fachlich freigegeben und geeignet beaufsichtigt) (!Immer nach eigenem Ermessen) (!Sobald ein Rohr montiert aussieht) (!Ohne Gefährdungsbeurteilung bei kleinen Anlagen)





Feedback zu den Quizfragen

Frage Begründung
1 Die Freigabe setzt die Bewertung und Beherrschung der Gefahren voraus. Ein geschlossenes Ventil genügt nicht.
2 Zwischen Absperrungen kann Druck gespeichert bleiben.
3 Erzwungene Rohrlagen erzeugen zusätzliche Beanspruchungen.
4 Elastische Verformung kann beim Lösen schlagartig zurückgehen.
5 Verbindungen sind für definierte Systeme und Anwendungen freigegeben.
6 Die Montageanleitung legt die notwendigen Kontrollen fest.
7 Eine blockierte Absperrung behindert Bedienung und Notfallmaßnahmen.
8 Ein ungefährliches Modell ermöglicht Diagnose ohne Druck- oder Bewegungsrisiko.
9 Fehlender Wasseraustausch kann die hygienische Qualität beeinträchtigen.
10 Druckprüfungen können gespeicherte Energie aufbauen und benötigen fachliche Schutzmaßnahmen.


Memory

Finde die zusammengehörigen Fachbegriffe.

Rohrspannung Erzwungene Einbaulage
Systemkompatibilität Herstellerfreigabe
Einstecktiefe Markierte Rohrposition
Absperrarmatur Durchflussunterbrechung
Restenergie Gefahr trotz Abschaltung
Stagnation Fehlender Wasserwechsel





Drag and Drop

Ordne Bauteil und Funktion zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Rohrschelle Rohrbefestigung
Pressfitting Rohrverbindung
Manometer Druckanzeige
Absperrventil Durchflussunterbrechung
Rückflussverhinderer Rückstromsicherung





Kreuzworträtsel

ARMATUR Wie heißt ein Bauteil zum Steuern oder Absperren eines Stoffstroms?
FITTING Wie heißt ein Bauteil zum Verbinden von Rohren?
ROHRSCHELLE Wie heißt eine typische Rohrbefestigung?
MANOMETER Welches Messgerät zeigt einen Druck an?
STAGNATION Wie heißt das länger andauernde Stehen von Wasser in einer Leitung?
RESTDRUCK Wie heißt der nach dem Absperren möglicherweise verbleibende Druck?





LearningApps

Weitere Zuordnungs- und Diagnoseübungen suchen:


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Rohrleitung soll ohne unzulässigen

in ihre vorgesehene Lage passen.
Eine typische Befestigung für Rohrleitungen ist die

.
Ein Rohrverbinder wird allgemein als

bezeichnet.
Bei einer Pressverbindung ist die vorgeschriebene

zu beachten.
Die Eignung einer Systemkombination muss durch die

nachgewiesen sein.
Eine wichtige

muss im Bedarfsfall erreichbar sein.
Auch nach dem Absperren kann ein Rohrabschnitt noch

enthalten.
Ein verformtes Rohr kann mechanische

speichern.
Fehlender Wasserwechsel begünstigt die

.
Ein Manometer zeigt den

an.
Vor realen Arbeiten ist eine fachliche

erforderlich.
Reale Druckprüfungen benötigen eine fachliche

.




Offene Aufgaben

Arbeite ausschließlich am drucklosen, nicht vorgespannten Modell oder digital.


Leicht – Basisaufgaben

  1. Rohrleitung: Markiere im Gebäudeschema den Leitungsweg vom Hausanschluss zum Waschtisch.
  2. Fitting: Erstelle eine Bildkarte mit Muffe, Bogen, T-Stück und Reduzierstück.
  3. Armatur: Kennzeichne im Modell den Fehler C und zeichne einen erreichbaren Zugang.
  4. Arbeitssicherheit: Gestalte ein Warnschild zu gespeicherter Druck- und Verformungsenergie.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Rohrspannung: Zeichne für Fall A eine alternative Rohrführung und begründe die Änderung.
  2. Pressverbindung: Erstelle eine Checkliste zur Kontrolle von Systemfreigabe, Dimension, Einstecktiefe und Werkzeug.
  3. Anlagenschema: Übertrage das Gebäudemodell in eine übersichtliche Installationsskizze und kennzeichne A, B und C.
  4. Trinkwasserhygiene: Entwickle für eine selten genutzte Entnahmestelle ein hygienisch geeignetes Nutzungskonzept auf Grundlage fachlicher Informationen.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Fehlerdiagnose: Erstelle ein kurzes Lernvideo, in dem Du die drei Montagefehler an einer digitalen Zeichnung erklärst.
  2. Gebäudetechnik: Vergleiche zwei Leitungsführungen hinsichtlich Materialbedarf, Wärmeverlusten, Hygiene und Wartungszugang.
  3. Gefährdungsbeurteilung: Entwerfe einen Freigabe- und Sicherheitsfragenkatalog für eine reale Instandhaltungsmaßnahme, ohne sie praktisch auszuführen.
  4. Qualitätssicherung: Führe ein Interview mit einer SHK-Fachkraft über Montagefehler und übertrage die Ergebnisse in eine bebilderte Prüfliste.


Feedback zu Basis, Anwendung und Transfer

Niveau Kriterien für gute Lösungen Begründetes Feedback
Basis Bauteile und Fehler richtig benannt Genaue Beobachtung verhindert, dass Ursachen und Folgen verwechselt werden.
Anwendung Geeignete Korrektur mit Hersteller- oder Fachbezug Eine Lösung ist erst überzeugend, wenn ihre technische Eignung begründet wird.
Transfer Mehrere Anforderungen gegeneinander abgewogen Montagequalität umfasst neben Dichtheit auch Sicherheit, Hygiene, Energieeffizienz und Wartbarkeit.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Begründe Deine Entscheidungen. Reines Auswendiglernen genügt nicht.

  1. Rohrspannung: Erkläre, warum eine zusätzliche starre Befestigung eine bereits verspannte Rohrleitung nicht automatisch verbessert.
  2. Verbindungstechnik: Vergleiche zwei äußerlich ähnliche Pressverbinder und erläutere, weshalb Du ohne Herstellerfreigabe keine Austauschbarkeit annehmen darfst.
  3. Arbeitssicherheit: Begründe anhand einer geschlossenen Rohrstrecke, warum ein abgesperrtes System nicht automatisch frei von gespeicherter Energie ist.
  4. Trinkwasserhygiene: Entwickle einen Verbesserungsvorschlag für einen selten durchströmten Leitungsabschnitt und benenne mögliche Zielkonflikte.
  5. Wartung: Erkläre, warum eine verdeckte Absperrarmatur trotz möglicherweise einwandfreier Funktion einen Planungsfehler darstellen kann.
  6. Energieeffizienz: Bewerte, wann eine kürzere Leitungsführung Vorteile bietet und welche anderen Anforderungen weiterhin erfüllt werden müssen.


Lernnachweis

Dein Lernnachweis besteht aus einer digitalen oder schriftlichen Diagnosemappe.

  1. Ein Gebäudeschema mit den markierten Fehlerstellen A, B und C.
  2. Eine kurze Fehlerbeschreibung mit Ursache und möglicher Folge zu jeder Fehlerstelle.
  3. Mindestens eine fachlich begründete Korrekturzeichnung.
  4. Eine Erklärung zu gespeicherter Druckenergie und gespeicherter mechanischer Bewegungs- beziehungsweise Verformungsenergie.
  5. Eine dokumentierte Sicherheitsentscheidung mit Hinweis auf fachliche Freigabe und Aufsicht.
  6. Eine Betrachtung der Zugänglichkeit, Hygiene und Wartbarkeit.
  7. Eine begründete Rückmeldung zu einem zusätzlichen Transferfall.
  8. Mindestens zwei überprüfbare Fachquellen und korrekt ausgewiesene Bildquellen.

Bewertung: Fehlererkennung, fachliche Begründung, Sicherheit, Lösungsqualität und Nachvollziehbarkeit.




OERs zum Thema

Weiterführende Wikipedia-Artikel:

Weitere Artikel: Rohrleitungsbau, Trinkwasserinstallation, Rohrleitung, Arbeitssicherheit und Trinkwasserhygiene.


Fachliche Quellen

Die Lerninhalte orientieren sich an folgenden überprüfbaren Quellen. Für reale Ausführungen gelten die jeweils aktuellen technischen Regeln, Herstelleranleitungen und betrieblichen Freigaben.

  1. DGUV Information 209-015 – Instandhaltung an Maschinen und Anlagen: Abschnitt zum Öffnen von Rohrleitungen, Druckgefährdungen und mechanischen Verspannungen. DGUV-Fachinformation
  2. Trinkwasserverordnung, § 13 und § 14: Planung nach anerkannten Regeln der Technik und Anforderungen an Werkstoffe. § 13 und § 14
  3. DVGW – Trinkwasser-Installation: Zugänglichkeit, Reinigung und Wartung von Armaturen sowie Fachbetriebsanforderungen. DVGW-Fachinformation
  4. DVGW – Wiederinbetriebnahme: Hygienische Risiken längerer Stagnation. DVGW-Hinweise
  5. Viega – Profipress: Montagefolge und Systemanforderungen als konkretes Herstellerbeispiel. Herstellerinformation
  6. Geberit – FlowFit: Systemzugehörigkeit, Pressindikatoren und ausdrücklich zugelassene Kombinationen. Herstellerinformation

Einordnung: Die genannten Herstellerinformationen zeigen konkrete Systeme. Sie ersetzen keine für das tatsächlich verwendete Produkt erforderliche Montageanleitung. Normen wie DIN EN 806, DIN 1988 und DIN EN 1717 sind je nach Anwendungsfall zusätzlich zu berücksichtigen.


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Wikimedia Commons: Die nachfolgenden Dateien wurden mit ihren jeweiligen Lizenzinformationen auf Commons geprüft. Lizenzpflichtige Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen sind zu beachten.

  1. Gebäudeinstallation: Kai Kemmann, CC BY-SA 4.0. Commons-Dateiseite
  2. Wasserversorgungsschema: Z22, CC BY-SA 4.0; weitere zugrunde liegende Medien und Lizenzen auf der Dateiseite. Commons-Dateiseite
  3. Kupferwasserrohre: Santeri Viinamäki, CC BY-SA 4.0. Commons-Dateiseite
  4. Rohrhalterung: Mcapdevila, CC BY-SA 4.0. Commons-Dateiseite
  5. Kupferfittings: Torsten Bätge, CC BY-SA 3.0. Commons-Dateiseite
  6. Gelötete Kupferverbindungen: Borsi112, CC BY-SA 3.0. Commons-Dateiseite
  7. Manometer: ADwarf, gemeinfrei nach Freigabe des Urhebers. Commons-Dateiseite
  8. Kugelhahn-Symbol: Snipre, gemeinfrei nach Freigabe des Urhebers. Commons-Dateiseite
  9. Handventil-Symbol: Snipre, gemeinfrei nach Freigabe des Urhebers. Commons-Dateiseite

YouTube-Videos: Viega Deutschland und Geberit sind die angegebenen Anbieter der eingebetteten Montagevideos. Die Rechte an den Videos bleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Die Einbettung bedeutet nicht, dass diese Videos unter einer freien OER-Lizenz stehen. Eine Weiterverbreitung oder Bearbeitung erfordert eine entsprechende Nutzungserlaubnis.

Eigene Kursmaterialien: Das fiktive Gebäudeschema, die Diagnosefälle, Tabellen und Aufgaben wurden für diesen Lernkurs erstellt. Die gezeigten Commons-Fotos sind Referenzbilder und dokumentieren keine nachgewiesenen Montagefehler.


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