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Montage Demontage und Inbetriebnahme – Bauteile nach Demontage bewerten

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Montage Demontage und Inbetriebnahme – Bauteile nach Demontage bewerten

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Montage Demontage und Inbetriebnahme – Bauteile nach Demontage bewerten


Einleitung

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende in Metalltechnik, Mechatronik, Maschinen- und Anlagenbau sowie Instandhaltung. Du lernst, demontierte Bauteile fachlich begründet einer von drei Hauptentscheidungen zuzuordnen: Wiederverwendung, Nacharbeit oder Ersatz.

Der Kurs arbeitet mit kurzen Lerneinheiten, einem fiktiven Ausbildungsfall, Funktionsanimationen, Schaltbildern und sicheren Diagnose-Simulationen. Maschinenabläufe werden zuerst gedanklich oder digital simuliert. Es erfolgt keine automatische Live-Ansteuerung. Schutzeinrichtungen werden nicht umgangen. Reale Arbeiten sind nur unter geeigneter Fachaufsicht, nach Gefährdungsbeurteilung und mit betrieblicher Freigabe zulässig.

Lernidee: Nicht „sieht noch gut aus“ entscheidet, sondern der Vergleich von Befund, Zeichnung, Herstellerangaben, Funktion, Sicherheitsrelevanz und Freigabekriterien.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Demontierte Bauteile anhand dokumentierter Kriterien beurteilen.
  2. Wiederverwendung von Nacharbeit und Ersatz fachlich unterscheiden.
  3. Sichtprüfung, Maßprüfung und einfache Funktionsprüfungen sinnvoll kombinieren.
  4. Befunde mit Zeichnung, Herstellerangaben und Betriebsunterlagen vergleichen.
  5. Unsichere oder sicherheitsrelevante Fälle erkennen und zur Klärung sperren.
  6. Eine Wiederinbetriebnahme zunächst simulieren und reale Prüfungen nur im freigegebenen Rahmen vorbereiten.


Sicherheitsrahmen

Grundregel: Diagnose und Inbetriebnahme beginnen mit einem sicheren Zustand, nicht mit einem Probelauf.

Situation Sicheres Vorgehen im Kurs
Maschine oder Anlage Nur Simulation, Schaltplan, Foto, Modell oder freigegebener Ausbildungsstand.
Gespeicherte Energie Als Gefährdung erkennen und nach betrieblichem Verfahren sichern lassen.
Elektrische, hydraulische oder pneumatische Energie Keine eigenmächtige Live-Prüfung; nur nach Qualifikation, Freigabe und Fachaufsicht.
Schutzeinrichtung Nie überbrücken, manipulieren oder für Diagnosezwecke außer Funktion setzen.
Unklarer Bauteilzustand Kennzeichnen, sperren, dokumentieren und fachlich klären.
Erprobung Zuerst simuliert; real nur nach Freigabe, Unterweisung und festgelegtem Prüfablauf.

Merksatz: Ein Not-Halt oder eine andere sicherheitsbezogene Einrichtung ist kein Übungsbauteil für improvisierte Nacharbeit.


Ausbildungsfall

Du arbeitest im fiktiven Ausbildungsbetrieb Musterwerk Technik GmbH. Ein kleiner Förderantrieb wurde wegen ungewöhnlicher Geräusche außer Betrieb genommen. Nach betrieblicher Freigabe wurde die Baugruppe durch Fachpersonal demontiert. Auf dem Prüfplatz liegen:

Bauteil Befund Unterlage
Elastisches Kupplungselement Zwei sichtbare Risse, Material deutlich verhärtet Hersteller fordert rissfreien Zustand
Welle Keine Risse sichtbar, Lagersitz sauber, Messwerte innerhalb der Zeichnungsgrenze Fertigungszeichnung vorhanden
Rillenkugellager Korrosionsspuren, rauer Lauf bei manueller Prüfbewegung Herstellerunterlage zur Schadensbewertung vorhanden
Passfeder Leichter Grat an einer nicht sicherheitskritischen Kante Nacharbeit laut Arbeitsplan zulässig
Radialdichtung Dichtlippe sichtbar verschlissen Ersatzteilvorgabe vorhanden

Auftrag: Bewerte jedes Teil. Begründe die Entscheidung. Plane anschließend nur eine simulierte Wiederinbetriebnahme.


Lerneinheit 1: Funktion vor Befund

Bevor Du einen Schaden bewertest, musst Du wissen, welche Funktion das Bauteil im System erfüllt.

Bei Zahnrädern, Lagern, Kupplungen, Dichtungen und Wellen ist nicht jede sichtbare Spur automatisch ein Ausfallgrund. Entscheidend ist, ob Funktion, Maß, Werkstoffzustand und Sicherheit noch den Vorgaben entsprechen.

Frage Beispiel
Was überträgt das Teil? Drehmoment, Kraft, Bewegung oder Druck.
Was führt oder lagert es? Welle, Zahnrad oder Schlitten.
Was dichtet es ab? Schmierstoff, Luft oder Hydraulikmedium.
Ist es sicherheitsrelevant? Dann gelten strengere Freigabe- und Prüfanforderungen.
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:


Lerneinheit 2: Befund systematisch aufnehmen

Ein belastbarer Befund entsteht schrittweise.

Prüfschritt Ziel Typische Frage
Identifizieren Richtiges Bauteil und Variante bestimmen Stimmt Teilenummer oder Zeichnungsbezug?
Reinigen Oberfläche beurteilbar machen Ist die Reinigung für Werkstoff und Bauteil zulässig?
Sichtprüfen Risse, Korrosion, Verformung, Verschleiß erkennen Welche Merkmale sind auffällig?
Messen Maßhaltigkeit bewerten Liegt der Messwert innerhalb der Vorgabe?
Funktion prüfen Beweglichkeit oder Lauf beurteilen Ist eine sichere, freigegebene Prüfbewegung möglich?
Dokumentieren Entscheidung nachvollziehbar machen Welche Daten belegen die Bewertung?

Wichtig: Messwerte sind nur aussagekräftig, wenn Messmittel, Messstelle, Temperaturbedingungen und Zeichnungsbezug zum Prüfauftrag passen.


Oberfläche und Verschleiß

Eine Oberfläche kann Gebrauchsspuren zeigen und trotzdem verwendbar sein. Kritisch wird ein Befund, wenn Grenzwerte, Funktion, Festigkeit, Passung, Dichtwirkung oder Herstellerfreigaben verletzt werden.

Bei Wälzlagern werden Schäden beispielsweise nach Merkmalen wie Ermüdung, Verschleiß, Korrosion, Elektroerosion, plastischer Verformung sowie Rissbildung und Bruch klassifiziert. Eine Ursache wird nicht aus einem einzigen Symptom „erraten“, sondern aus mehreren Befunden abgeleitet.


Lerneinheit 3: Drei Hauptentscheidungen

Entscheidung Wann? Was muss dokumentiert sein?
Wiederverwendung Funktion und Zustand entsprechen den freigegebenen Kriterien Identität, Prüfergebnis, Messwerte und Freigabe
Nacharbeit Eine zugelassene Maßnahme kann den geforderten Zustand wiederherstellen Abweichung, erlaubtes Verfahren, Nachprüfung und Freigabe
Ersatz Grenzwert überschritten, Schaden unzulässig, Nacharbeit nicht erlaubt oder wirtschaftlich beziehungsweise sicherheitstechnisch ungeeignet Schadensbefund, Ersatzteilbezug und Entscheidung

Zusatzentscheidung: Sperren und klären. Wenn Unterlagen fehlen, der Zustand nicht sicher beurteilt werden kann oder ein sicherheitsrelevantes Teil betroffen ist, wird nicht geraten.


Entscheidungshilfe

Prüffrage Ja Nein
Bauteil eindeutig identifiziert? Weiter prüfen Sperren und klären
Befund vollständig dokumentiert? Mit Vorgaben vergleichen Prüfung ergänzen
Alle Freigabekriterien erfüllt? Wiederverwendung prüfen Nacharbeit oder Ersatz prüfen
Nacharbeit ausdrücklich zugelassen? Nacharbeit mit Nachprüfung Ersatz oder Klärung
Sicherheitsrelevanter Zweifel vorhanden? Sperren und Fachentscheidung Entscheidung dokumentieren


Lerneinheit 4: Beispiel Wälzlager

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Beim Lager aus dem Ausbildungsfall liegen zwei Befunde vor: Korrosionsspuren und rauer Lauf. Beides widerspricht der erwarteten schadensfreien Funktion. Im Ausbildungsfall lautet die Entscheidung deshalb Ersatz.

Begründung: Die Entscheidung beruht nicht allein auf Optik. Sichtbefund und Funktionsbefund passen zusammen und werden mit der Herstellerunterlage abgeglichen.

Das eingebettete Video des verifizierten Schaeffler-Kanals zeigt automatisierte Wälzlagerdiagnose und dient hier als Beispiel für zustandsorientierte Diagnose. Es ersetzt keine betriebliche Freigabe und keine Herstellerprüfung des konkreten Bauteils.


Lerneinheit 5: Schaltbilder lesen, nicht live schalten

Schaltbilder helfen Dir, Energie- und Signalwege zu verstehen. Im Kurs werden sie ausschließlich für Analyse und Simulation genutzt.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Simulationsfrage: Wenn ein Zylinder im Modell nicht ausfährt, welche Informationsgruppen würdest Du zuerst prüfen?

Informationsgruppe Sichere Diagnoseidee
Freigabebedingung Im Modell prüfen, ob die logische Freigabe vorliegt.
Signalweg Schaltbild verfolgen und Sollzustände vergleichen.
Energieversorgung Nur im Simulationsmodell bewerten; reale Prüfung durch befugte Personen.
Mechanik Im stillgesetzten und freigegebenen Zustand auf Blockierung oder Beschädigung prüfen lassen.

Keine Live-Ansteuerung: Aus dem Schaltbild werden im Kurs keine Schaltbefehle an reale Anlagen erzeugt.


Lerneinheit 6: Sichere Fehlerdiagnose-Simulation

Simulationslage: Nach einer virtuellen Montage zeigt der digitale Förderantrieb drei Symptome:

Symptom Denkbare Ursache Nächster sicherer Lernschritt
Erhöhte Vibration Unwucht, Fehlstellung, Lagerschaden oder lose Verbindung Hypothesen bilden und Befunde vergleichen
Ungewöhnliches Geräusch Lager, Zahnkontakt, Fremdkörper oder Montagefehler Geräusch nicht allein bewerten; weitere Daten heranziehen
Temperaturtrend steigt Reibung, Schmierung, Überlast oder Fehlstellung Simulation stoppen und Datenlage prüfen

Diagnoseregel: Erst Hypothesen bilden, dann mit Befunden bestätigen oder verwerfen. Ein einzelnes Symptom reicht selten für eine sichere Ursache.


Diagnose-Simulation: Wähle den nächsten Schritt

Situation Sichere Entscheidung Begründung
Vibration im Modell steigt stark an Simulation stoppen Weiterlaufen liefert keinen Lerngewinn und würde real ein Risiko darstellen.
Bauteilzustand unbekannt Teil im Modell als gesperrt markieren Unklarheit ist kein Freigabekriterium.
Schutzfunktion wird im Ablauf nicht erfüllt Keine virtuelle Freigabe Sicherheitsfunktionen dürfen nicht umgangen werden.
Messwert liegt außerhalb der Zeichnung Abweichung dokumentieren Erst danach Nacharbeit, Ersatz oder technische Klärung bewerten.


Lerneinheit 7: Bewertung des Ausbildungsfalls

Bauteil Entscheidung Begründung
Kupplungselement Ersatz Sichtbare Risse und Verhärtung widersprechen der geforderten Beschaffenheit.
Welle Wiederverwendung Im Fallbeispiel liegen keine Risse vor und die Messwerte erfüllen die Zeichnung.
Rillenkugellager Ersatz Korrosion und rauer Lauf sind gemeinsam ein unzulässiger Befund.
Passfeder Nacharbeit Der Arbeitsplan erlaubt die Beseitigung des leichten Grats; anschließend ist nachzuprüfen.
Radialdichtung Ersatz Die verschlissene Dichtlippe erfüllt die Dichtfunktion nicht mehr zuverlässig.

Didaktischer Hinweis: Diese Entscheidungen gelten für den beschriebenen Ausbildungsfall. In der Praxis entscheiden Zeichnung, Herstellerunterlage, betriebliche Vorgaben, Gefährdungsbeurteilung und die befugte Fachperson.


Lerneinheit 8: Wiederinbetriebnahme zuerst simulieren

Vor einer realen Erprobung wird der Ablauf im Kurs als Prüfsequenz simuliert:

Stufe Lernhandlung
Dokumente prüfen Montageunterlagen, Freigaben und Prüfnachweise vollständig?
Bauteilstatus prüfen Nur freigegebene Teile im virtuellen Aufbau?
Schutzkonzept prüfen Schutzfunktionen im Modell vollständig berücksichtigt?
Bewegungsablauf simulieren Kollisionen, falsche Reihenfolge und unplausible Zustände erkennen.
Störfall simulieren Reaktion auf fehlende Freigabe oder auffälligen Zustand prüfen.
Reale Erprobung vorbereiten Nur als Arbeitsplanung; Durchführung ausschließlich betrieblich freigegeben und beaufsichtigt.

Stop-Kriterium: Bei unklarer Freigabe, fehlender Schutzeinrichtung, auffälligem Bauteilzustand oder widersprüchlichen Unterlagen erfolgt keine Inbetriebnahme.


Gestufte Hilfen


Hilfe 1: Befund sortieren

Ordne jeden Befund einer Gruppe zu: Sicht, Maß, Funktion, Unterlage oder Sicherheit.


Hilfe 2: Vorgabe suchen

Frage bei jedem Bauteil: Welche Zeichnung, Herstellerangabe, Arbeitsanweisung oder Prüfvorgabe entscheidet über zulässig oder unzulässig?


Hilfe 3: Entscheidung begründen

Nutze den Satzanfang: „Ich entscheide mich für …, weil der Befund … im Vergleich zu … zeigt, dass …“


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basisaufgabe

Ordne die fünf Bauteile des Ausbildungsfalls den Kategorien Wiederverwendung, Nacharbeit oder Ersatz zu.

Begründetes Feedback: Eine gute Lösung nennt nicht nur die Kategorie, sondern mindestens einen konkreten Befund und die zugehörige Vorgabe. „Sieht schlecht aus“ reicht nicht.


Anwendungsaufgabe

Ein demontierter Wellenzapfen zeigt keine sichtbaren Risse. Ein Messwert liegt jedoch außerhalb der Zeichnungsgrenze. Entscheide über das weitere Vorgehen.

Begründetes Feedback: Die richtige Reaktion ist nicht automatisch „wegwerfen“ und auch nicht „weiterverwenden“. Zuerst wird die Abweichung dokumentiert und geprüft, ob eine freigegebene Nacharbeit existiert. Ohne Freigabe bleibt das Teil gesperrt.


Transferaufgabe

Eine digitale Diagnose zeigt steigende Vibration, aber alle demontierten Bauteile wirken optisch unauffällig. Entwickle eine sichere Prüfstrategie.

Begründetes Feedback: Gute Strategien kombinieren mehrere Informationsquellen, bilden Hypothesen und vermeiden Live-Versuche ohne Freigabe. Optische Unauffälligkeit widerlegt keinen Funktionsfehler.


Fachquellen und Medienrechte

Fachlich geprüft, Stand 06.10.2026:

  1. DGUV Information 209-015 – Instandhaltung an Maschinen und Anlagen, Ausgabe 2026.06: Planung, Durchführung und Nachbereitung von Instandhaltung; unter anderem Restenergien, Freigabescheine und Manipulation.
  2. TRBS 1112 – Instandhaltung: Anforderungen an sichere Instandhaltung und Erprobung.
  3. BGHM – Instandhaltung: Praxishilfen, Gefährdungsbeurteilungen und Lernangebote.
  4. SKF – Schadensanalyse bei Wälzlagern mithilfe ISO 15243: Schadensarten und Ursachen systematisch einordnen.
  5. SKF – Bearing damage and failure: strukturierte Schadens- und Ursachenanalyse.

Verwendete freie Wikimedia-Commons-Medien:

Datei Lernzweck Lizenz laut Commons-Dateiseite
BallBearing.gif Lagerfunktion GFDL / CC BY-SA
Gears animation.gif Zahneingriff Public Domain, US Government
Spur gears animation.gif Stirnradfunktion CC0
Pneumatic cylinder animation Pneumatische Bewegung GFDL / freie Lizenz laut Dateiseite
Pneumatic circuit.png Pneumatik-Schaltbild CC0
Hydraulic circuits.png Hydraulik-Schaltbilder GFDL / CC BY-SA 3.0
Vernier caliper.svg Messen GFDL / CC BY-SA 3.0 / CC BY 2.5
Micrometer.svg Feinmessen CC BY-SA 4.0
Surface roughness.svg Oberflächenbeurteilung CC0
OSP Emergency stop.svg Sicherheitsgrenze CC0
Schema Ball bearing, deep groove.svg Lageraufbau CC BY-SA / GFDL laut Dateiseite

YouTube: Das eingebettete Schaeffler-Video wird über den offiziellen YouTube-Player eingebunden. Die Rechte verbleiben beim Rechteinhaber; es wird nicht als OER ausgegeben. Verfügbarkeit und Einbettungsfreigabe können sich ändern.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Entscheidung passt zu einem Bauteil, das alle freigegebenen Kriterien erfüllt? (Wiederverwendung) (!Ersatz) (!Sperren ohne Prüfung) (!Improvisierte Nacharbeit)




Was ist bei unklarem Zustand eines sicherheitsrelevanten Bauteils richtig? (Sperren und fachlich klären) (!Trotzdem einbauen) (!Schutzeinrichtung umgehen) (!Probelauf erzwingen)




Welche Prüfung vergleicht einen Istwert mit einer Zeichnungsvorgabe? (Maßprüfung) (!Farbprüfung) (!Geräuschprobe) (!Verpackungsprüfung)




Wann ist Nacharbeit fachlich vertretbar? (Wenn ein freigegebenes Verfahren sie ausdrücklich zulässt) (!Immer bei kleinen Schäden) (!Wenn Ersatz zu teuer ist) (!Wenn keine Unterlagen vorhanden sind)




Was ist bei der Wiederinbetriebnahme im Kurs der erste Ansatz? (Simulation des Prüfablaufs) (!Automatische Live-Ansteuerung) (!Umgehen der Schutzfunktion) (!Test mit maximaler Leistung)




Warum reicht eine reine Sichtprüfung oft nicht aus? (Weil Funktion und Maß zusätzlich entscheidend sein können) (!Weil Zeichnungen nie verwendet werden) (!Weil Messwerte grundsätzlich unwichtig sind) (!Weil jedes gebrauchte Teil ersetzt wird)




Welcher Befund spricht im Ausbildungsfall gegen die Wiederverwendung des Lagers? (Korrosion und rauer Lauf) (!Saubere Kennzeichnung) (!Vorhandene Zeichnung) (!Dokumentierte Teilenummer)




Was gehört zu einer nachvollziehbaren Bauteilbewertung? (Befund Vorgabe Entscheidung und Begründung) (!Nur ein Foto) (!Nur die Ersatzteilnummer) (!Nur die Meinung der prüfenden Person)




Wie wird mit einem Messwert außerhalb der Zeichnungsgrenze umgegangen? (Abweichung dokumentieren und freigegebenes Vorgehen klären) (!Messwert ignorieren) (!Bauteil ohne Prüfung montieren) (!Messgerät passend einstellen)




Was gilt für Schutzeinrichtungen während der Diagnose? (Sie dürfen nicht umgangen werden) (!Sie werden für Fehlersuche deaktiviert) (!Sie sind nur bei Serienbetrieb nötig) (!Sie werden bei Zeitdruck überbrückt)





Memory

Wiederverwendung Bauteil erfüllt Freigabekriterien
Nacharbeit Zulässige Maßnahme stellt Sollzustand her
Ersatz Bauteil wird durch freigegebenes Teil ersetzt
Sichtprüfung Oberflächen und Schäden beurteilen
Maßprüfung Messwerte mit Zeichnung vergleichen
Dokumentation Befund und Entscheidung nachvollziehbar festhalten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Wiederverwendung Maßhaltige unbeschädigte Welle
Nacharbeit Zulässig entgratbare Passfeder
Ersatz Rissiges Kupplungselement
Sperren Unklarer sicherheitsrelevanter Zustand
Dokumentieren Abweichender Messbefund




...


Kreuzworträtsel

Lagerung Welche Funktion unterstützt eine Welle drehbar im Gehäuse?
Nacharbeit Wie heißt eine freigegebene Maßnahme zur Wiederherstellung des Sollzustands?
Messschieber Welches Handmessmittel kann Außenmaße Innenmaße und Tiefen erfassen?
Korrosion Wie heißt eine chemisch oder elektrochemisch verursachte Werkstoffschädigung?
Freigabe Was muss vor einer betrieblich erlaubten Erprobung vorliegen?
Dokumentation Wie heißt das nachvollziehbare Festhalten von Befund und Entscheidung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein demontiertes Bauteil wird zuerst eindeutig

.
Danach werden sichtbare Merkmale durch eine

erfasst.
Maße werden mit der technischen

verglichen.
Erfüllt ein Teil alle Kriterien, kann eine

möglich sein.
Eine zulässige Korrektur heißt

.
Bei unzulässigem Schaden kann ein

erforderlich sein.
Ein unklarer sicherheitsrelevanter Zustand führt zunächst zur

.
Vor einer realen Erprobung wird der Ablauf im Kurs zuerst

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bauteilkennzeichnung: Erstelle für die fünf Teile des Ausbildungsfalls je eine kurze Prüfkarte mit Bauteilname, Befund und Entscheidung.
  2. Sichtprüfung: Fotografiere an einem freigegebenen Übungsbauteil drei unterschiedliche Oberflächenmerkmale und beschreibe sie ohne vorschnell eine Ursache zu behaupten.
  3. Messmittel: Erstelle ein Bildposter, das Messschieber und Mikrometer passenden Messaufgaben zuordnet.
  4. Dokumentation: Formuliere drei gute und drei ungeeignete Befundtexte und erkläre den Unterschied.


Standard

  1. Entscheidungsmatrix: Entwickle eine Matrix für Wiederverwendung, Nacharbeit, Ersatz und Sperren.
  2. Fehlerdiagnose: Erstelle für die virtuelle Förderanlage einen Diagnosebaum mit mindestens drei Symptomen und mehreren überprüfbaren Hypothesen.
  3. Schaltplan: Markiere in einem bereitgestellten Pneumatik- oder Hydraulikschaltbild Energiequelle, Stellglied und Aktor; arbeite ausschließlich im Bild oder Simulationsmodell.
  4. Arbeitsplanung: Plane eine sichere, simulierte Wiederinbetriebnahme mit Prüfpunkten und Stop-Kriterien.


Schwer

  1. Schadensanalyse: Vergleiche zwei dokumentierte Wälzlagerschäden und begründe, welche zusätzlichen Daten für eine Ursachenanalyse fehlen.
  2. Qualitätssicherung: Entwickle ein digitales Prüfprotokoll mit Pflichtfeldern für Identität, Messwert, Grenzwert, Befund, Entscheidung und Freigabe.
  3. Instandhaltungsstrategie: Diskutiere, wann Wiederverwendung ökologisch sinnvoll ist und wann Sicherheit, Zuverlässigkeit oder Lebenszykluskosten für Ersatz sprechen.
  4. Transferprojekt: Erstelle eine kurze Lernsimulation für einen zweiten Ausbildungsfall, in der mindestens ein Teil wiederverwendet, eines nachgearbeitet, eines ersetzt und eines gesperrt wird.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Entscheidung begründen: Ein Bauteil ist optisch unauffällig, aber ein Funktionswert liegt außerhalb der Vorgabe. Erkläre, warum die Sichtprüfung allein nicht genügt und welche Entscheidungsschritte folgen.
  2. Unsicherheit bewerten: Für ein demontiertes Teil fehlt die Herstellerunterlage. Entwickle ein Vorgehen, das Zeitdruck berücksichtigt, ohne die fachliche Freigabe zu umgehen.
  3. Diagnose übertragen: Eine Anlage zeigt nach der Montage erhöhte Vibration. Formuliere drei plausible Hypothesen und nenne zu jeder Hypothese eine sichere Informationsquelle zur Prüfung.
  4. Nacharbeit abgrenzen: Erkläre an zwei Beispielen, warum eine technisch mögliche Bearbeitung nicht automatisch eine zulässige Nacharbeit ist.
  5. Inbetriebnahme planen: Entwickle eine Prüfsequenz, die von Dokumentenprüfung über Simulation bis zur betrieblich freigegebenen Erprobung führt.
  6. Nachhaltigkeit und Sicherheit: Beurteile den Zielkonflikt zwischen Wiederverwendung und Ersatz bei einem Bauteil mit unklarem Restzustand.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können:

  1. Einen Bauteilbefund präzise und nachvollziehbar zu dokumentieren.
  2. Technische Vorgaben aus Zeichnung, Herstellerunterlage und Arbeitsanweisung zu nutzen.
  3. Wiederverwendung, Nacharbeit, Ersatz und Sperren voneinander abzugrenzen.
  4. Mess- und Sichtbefunde gemeinsam zu bewerten.
  5. Sicherheitsrelevante Unsicherheit zu erkennen und eine Fachentscheidung einzufordern.
  6. Einen Diagnoseweg mit Hypothesen und Prüfnachweisen zu begründen.
  7. Eine Wiederinbetriebnahme zunächst als Simulation zu planen.
  8. Schutzfunktionen als unverzichtbare Bedingung zu behandeln.
  9. Die eigene Entscheidung fachlich zu begründen und auf einen neuen Fall zu übertragen.




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