Montage Demontage und Inbetriebnahme – Demontagen schadensarm vorbereiten
Montage Demontage und Inbetriebnahme – Demontagen schadensarm vorbereiten
Kurzbeschreibung: In diesem Ausbildungskurs lernst Du, eine Demontage so vorzubereiten, dass Menschen geschützt, Bauteile geschont und Anschlüsse eindeutig zugeordnet bleiben. Im Mittelpunkt stehen Energiezustand, Markierung und Reihenfolge.
Zielgruppe: Auszubildende in Metalltechnik, Mechatronik, Instandhaltung und verwandten Berufen.
Sicherheitsrahmen: Maschinenabläufe werden zuerst simuliert. Es gibt keine automatische Live-Ansteuerung und keine Anleitung zum Umgehen von Schutzeinrichtungen. Reale Arbeiten erfolgen nur nach betrieblicher Freigabe, auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung und Herstellerunterlagen sowie unter geeigneter Fachaufsicht.

Einleitung
Schadensarm bedeutet: Vor dem Lösen eines Bauteils kennst Du den sicheren Energiezustand, erhältst die Zuordnung aller Schnittstellen und dokumentierst eine geeignete Reihenfolge. So sinkt das Risiko für Personen, Leitungen, Steckverbinder, Dichtflächen, Gewinde, Sensoren und Bauteile.
Für den Kurs nutzt Du die Lernmerkhilfe E–M–R: Energie – Markierung – Reihenfolge. Diese Merkhilfe ist kein Normbegriff, sondern eine didaktische Struktur für die Vorbereitung.
Lernziele
- Energiezustand: Du erkennst Energiequellen und mögliche Restenergien in einem Ausbildungsfall.
- Kennzeichnung: Du entwickelst eine eindeutige, reversible Markierung für Leitungen, Stecker und Bauteile.
- Demontagereihenfolge: Du begründest eine Reihenfolge mit Herstellerunterlagen, Zugänglichkeit, Lasten und Bauteilschutz.
- Fehlersuche: Du diagnostizierst Abweichungen zuerst in einer sicheren Simulation.
- Arbeitssicherheit: Du weißt, wann eine reale Arbeit gestoppt und fachlich freigegeben werden muss.
Kursfahrplan: kurze Lerneinheiten
| Lerneinheit | Richtzeit | Kernfrage | Medium |
|---|---|---|---|
| Energiezustand | 6 min | Welche Energie kann noch wirksam sein? | Funktionsanimation |
| Markierung | 5 min | Wie bleibt jede Schnittstelle eindeutig? | Foto und Markierplan |
| Reihenfolge | 6 min | Was muss vor welchem Schritt gesichert oder dokumentiert sein? | Demontagefoto und Werkzeugbild |
| Schaltbild und Diagnose | 8 min | Passt die Beobachtung zum Plan? | Schaltbild und Simulation |
| Freigabe | 4 min | Darf der reale Arbeitsauftrag beginnen? | Stop-/Go-Check |
Konkreter Ausbildungsfall: Pneumatikmodul P-17
Der Fall ist fiktiv und dient nur der Simulation. Ein pneumatischer Ausschieber soll für eine Sichtprüfung vorbereitet werden. Das Lernmodell besitzt eine 24-V-Steuerung, eine Druckluftversorgung, einen doppeltwirkenden Zylinder, einen Ventilblock, Sensoren und lösbare Leitungen.
| Beobachtung | Bedeutung für die Vorbereitung |
|---|---|
| 24-V-Steuerung vorhanden | Elektrischen Energiezustand nach betrieblichem Verfahren klären und sichern. |
| Druckluftversorgung vorhanden | Druckenergie und mögliche Restenergie berücksichtigen. |
| Zylinder kann sich bewegen | Bewegungsraum und gespeicherte mechanische Energie beachten. |
| Leitungen A und B sowie Stecker X1 und X2 | Vor dem Trennen eindeutig markieren und dokumentieren. |
| Ventilblock mit mehreren Befestigungen | Reihenfolge aus Herstellerunterlagen und Arbeitsfreigabe ableiten. |
Stopp-Regel: Ist der Energiezustand nicht eindeutig, fehlt die Freigabe oder ist eine Markierung widersprüchlich, wird nicht demontiert.
Lerneinheit 1: Energiezustand
Ein ausgeschaltetes Bedienteil bedeutet nicht automatisch, dass alle Energiequellen sicher getrennt oder gespeicherte Energien beseitigt sind. Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt bei Instandhaltung Schutz vor gefährlichen Energien; gespeicherte Energien müssen berücksichtigt und nach dem festgelegten Verfahren beseitigt oder sicher beherrscht werden.

Beobachte die Animation: Der Zylinder macht sichtbar, warum Druckenergie eine Bewegung auslösen kann. In der Praxis sagt eine Animation nichts über den realen sicheren Zustand einer Anlage aus.
| Energieform | Im Ausbildungsfall prüfen | Typische sichere Denkfrage |
|---|---|---|
| Elektrisch | Steuer- und Versorgungskreise | Welche Quelle versorgt welche Funktion? |
| Pneumatisch | Versorgung und Restdruck | Kann nach dem Trennen noch Druck gespeichert sein? |
| Mechanisch | bewegliche oder vorgespannte Teile | Kann ein Teil nachgeben, rollen, fallen oder sich bewegen? |
| Thermisch | erwärmte Teile | Ist eine gefährliche Temperatur möglich? |
| Lageenergie | angehobene oder gestützte Teile | Kann sich eine Last durch Schwerkraft bewegen? |
Simulation A: Energiezustand beurteilen
Nur Simulation – keine Live-Ansteuerung.
| Virtuelle Anzeige | Deine Entscheidung | Begründetes Feedback |
|---|---|---|
| Hauptschalter virtuell AUS, Druckanzeige 2,8 bar | STOPP | Die elektrische Abschaltung beantwortet die Frage nach gespeicherter Druckenergie nicht. Vor einer Demontage muss der Druckzustand nach dem freigegebenen Verfahren geklärt werden. |
| Druckanzeige 0 bar, aber eine angehobene Achse ist nur durch den Antrieb gehalten | STOPP | Lageenergie kann unabhängig vom Druckzustand wirksam bleiben. Eine Last darf nicht allein aus einer Anzeige als sicher bewertet werden. |
| Energiequellen im Simulationsmodell getrennt, Restenergien als beseitigt bestätigt, Freigabe liegt vor | GO zur nächsten Planungsstufe | Erst jetzt geht es um Markierung und Reihenfolge. GO bedeutet hier nicht automatisch reale Arbeitsfreigabe. |
Lerneinheit 2: Markierung
Vor dem Trennen muss die spätere Zuordnung erhalten bleiben. Gute Markierungen sind eindeutig, lesbar, beständig für die Arbeitsdauer und dokumentiert. Fotos können ergänzen, ersetzen aber nicht automatisch Schaltplan, Stückliste oder Arbeitsanweisung.
| Schnittstelle | Beispiel im Lernfall | Dokumentation |
|---|---|---|
| Pneumatikleitung | A ↔ Anschluss A | Markierung an Leitung und Gegenstelle |
| Pneumatikleitung | B ↔ Anschluss B | Markierung an Leitung und Gegenstelle |
| Steckverbinder | X1 ↔ X1 | Kennzeichen plus Fotoübersicht |
| Steckverbinder | X2 ↔ X2 | Kennzeichen plus Fotoübersicht |
| Befestigung | S1 bis S4 | Lage im Demontageplan |
Merke: Farbe allein ist als Zuordnung oft zu wenig. Entscheidend ist eine eindeutige Kennzeichnung, die zur Dokumentation passt.
Mini-Aufgabe: Markierplan
Aufgabe: Im Simulationsbild sind zwei gleichfarbige Schläuche vorhanden. Plane eine eindeutige Kennzeichnung, ohne die Schläuche zu beschädigen.
Begründetes Feedback: Sinnvoll ist eine eindeutige Kennung an Leitung und Gegenstelle plus dokumentierte Zuordnung. Nur „links/rechts“ ist schwach, weil sich die Lage beim Ausbau ändern kann.
Lerneinheit 3: Reihenfolge
Eine schadensarme Reihenfolge folgt nicht dem Motto „einfach rückwärts montieren“. Herstellerangaben, Gefährdungsbeurteilung, Lasten, Zugänglichkeit und Bauteilschutz bestimmen den Ablauf.


| Planungsfrage | Warum sie Schäden vermeidet |
|---|---|
| Ist der Ausgangszustand dokumentiert? | Lage, Einbaurichtung und Anschlüsse bleiben nachvollziehbar. |
| Sind bewegliche oder belastete Teile sicher beherrscht? | Unkontrollierte Bewegungen und Verformungen werden vermieden. |
| Sind Anschlüsse markiert? | Verwechslungen bei späterer Montage werden reduziert. |
| Sind geeignete Werkzeuge festgelegt? | Beschädigungen an Schrauben, Dichtflächen und Bauteilen werden weniger wahrscheinlich. |
| Ist eine Ablage für Kleinteile vorgesehen? | Teileverlust und Vermischung werden vermieden. |
Lerneinheit 4: Schaltbilder lesen statt raten
Schaltbilder helfen Dir, Funktionen und Schnittstellen zu verstehen. Sie ersetzen aber keine Feststellung des realen sicheren Zustands.


Simulationsfolge: Plan lesen → Bauteilkennzeichen zuordnen → erwartete Funktion formulieren → virtuelle Beobachtung vergleichen → Abweichung begründen. Erst danach darf im Betrieb ein freigegebener realer Diagnoseauftrag folgen.
Sichere Fehlerdiagnose-Simulationen
| Fall | Virtuelle Beobachtung | Sichere Diagnoseentscheidung | Begründetes Feedback |
|---|---|---|---|
| A | Der Zylinder bewegt sich im Modell nicht; Druckquelle im Modell ist deaktiviert. | Zuerst Energiezustand und Simulationsparameter prüfen. | Ein fehlender Hub beweist keinen mechanischen Defekt. Ohne gesicherte Energieversorgung ist die Funktionserwartung falsch. |
| B | Leitung A und B sind in der Dokumentation vertauscht. | Markierung korrigieren, bevor die Demontagereihenfolge freigegeben wird. | Eine falsche Zuordnung kann bei der Montage zu Fehlfunktionen führen. Dokumentation muss vor dem Trennen widerspruchsfrei sein. |
| C | Ein Schutzsignal ist im Modell nicht erfüllt. | Fehlerursache im Modell suchen; Schutzfunktion nicht überbrücken. | Das Umgehen von Schutzeinrichtungen würde die Diagnose unsicher machen und ist kein zulässiger Lernweg. |
| D | Virtuelle Druckanzeige bleibt nach dem Abschalten über 0 bar. | STOPP und Restenergie im freigegebenen Verfahren klären. | Gespeicherte Energie bleibt eine Gefährdungsquelle. Demontage ist deshalb nicht die nächste Handlung. |
Lerneinheit 5: Freigabe und reale Arbeit
Reale Arbeit beginnt nicht automatisch nach einer bestandenen Simulation. Erforderlich sind betriebliche Freigabe, geeignete Fachaufsicht, passende Qualifikation, Herstellerunterlagen und die im Betrieb festgelegten Schutzmaßnahmen.
| Stop-/Go-Frage | GO nur wenn … |
|---|---|
| Energiezustand eindeutig? | alle relevanten Energieformen und Restenergien nach betrieblichem Verfahren geklärt sind. |
| Markierung eindeutig? | jede zu trennende Schnittstelle eindeutig zugeordnet und dokumentiert ist. |
| Reihenfolge freigegeben? | Herstellerangaben und betriebliche Arbeitsanweisung berücksichtigt sind. |
| Schutzmaßnahmen wirksam? | keine Schutzeinrichtung umgangen oder unwirksam gemacht wird. |
| Fachaufsicht und Freigabe vorhanden? | Zuständigkeit und reale Arbeitsfreigabe eindeutig sind. |
Gestufte Hilfen
Problem: Im Simulationsfall ist der Hauptschalter AUS, aber die Druckanzeige zeigt 1,9 bar. Darf der Ventilblock demontiert werden?
- Hilfe 1: Trenne gedanklich „Schaltzustand“ und „Energiezustand“.
- Hilfe 2: Frage, ob Druck als gespeicherte Energie noch eine Bewegung oder einen Austritt verursachen kann.
- Hilfe 3: Die sichere Entscheidung lautet STOPP. Die Restenergie muss im freigegebenen Verfahren geklärt und als sicher bestätigt werden, bevor eine Demontage vorbereitet wird.
Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback
Basis
| Aufgabe | Begründetes Feedback |
|---|---|
| Ordne im Ausbildungsfall die Energieformen elektrisch, pneumatisch und mechanisch den Bauteilen zu. | Richtig ist nicht nur die Energiequelle, sondern auch die mögliche Wirkung. So erkennst Du, warum „AUS“ allein keine vollständige Zustandsbeschreibung ist. |
| Entwirf eine Kennzeichnung für A, B, X1 und X2. | Eine gute Lösung ist eindeutig und an beiden Seiten der Schnittstelle nachvollziehbar. Das verhindert Verwechslungen nach dem Ausbau. |
Anwendung
| Aufgabe | Begründetes Feedback |
|---|---|
| Die Simulation zeigt 0 bar, aber eine Achse kann absinken. Entscheide und begründe. | STOPP ist richtig, weil Lageenergie unabhängig vom Druck vorhanden sein kann. Sichere Demontage betrachtet alle Energieformen. |
| Zwei Fotos widersprechen dem Schaltplan. Was ist der nächste sinnvolle Schritt? | Nicht trennen. Widerspruch dokumentieren und mit freigegebenen Unterlagen bzw. Fachaufsicht klären. Raten würde die spätere Montage unsicher machen. |
Transfer
| Aufgabe | Begründetes Feedback |
|---|---|
| Übertrage E–M–R auf eine Baugruppe mit Elektromotor, Feder und heißem Gehäuse. | Eine starke Lösung ergänzt elektrische, mechanisch gespeicherte und thermische Energie und passt Markierung sowie Reihenfolge an die neue Gefährdung an. |
| Bewerte den Vorschlag: „Für die Fehlersuche überbrücken wir kurz den Schutzschalter.“ | Ablehnen. Diagnose darf eine Schutzfunktion nicht umgehen. Nutze Simulation, sichere Mess- und Diagnoseverfahren sowie freigegebene Arbeitsweisen. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was muss vor einer schadensarmen Demontage zuerst eindeutig geklärt sein? (Der sichere Energiezustand) (!Die Farbe des Werkzeugs) (!Die spätere Verpackung) (!Die Pausenzeit)
Was bedeutet eine Druckanzeige über 0 bar nach dem Abschalten in der Simulation? (Restenergie muss geklärt werden) (!Der Ventilblock darf sofort gelöst werden) (!Die Markierung ist unnötig) (!Die Maschine ist automatisch sicher)
Wozu dient eine eindeutige Markierung vor dem Trennen? (Sie erhält die Zuordnung von Schnittstellen) (!Sie erhöht den Betriebsdruck) (!Sie ersetzt die Gefährdungsbeurteilung) (!Sie macht Herstellerunterlagen überflüssig)
Worauf stützt sich eine geeignete Demontagereihenfolge? (Auf Herstellerangaben und die freigegebene Arbeitsplanung) (!Auf Zufall) (!Auf die Reihenfolge der Werkzeugkiste) (!Auf die schnellste erreichbare Schraube)
Was ist bei widersprüchlichen Markierungen richtig? (Arbeit stoppen und Zuordnung klären) (!Eine Markierung zufällig wählen) (!Alle Kennzeichnungen entfernen) (!Die Leitungen trotzdem trennen)
Welche Diagnoseform hat im Kurs Vorrang vor realer Maschinenansteuerung? (Die Simulation) (!Die automatische Live-Ansteuerung) (!Das Überbrücken eines Schutzsignals) (!Der Versuch ohne Dokumentation)
Wie ist mit Schutzeinrichtungen bei der Fehlerdiagnose umzugehen? (Sie dürfen nicht umgangen werden) (!Sie werden grundsätzlich entfernt) (!Sie werden nur bei Zeitdruck überbrückt) (!Sie sind für die Demontage bedeutungslos)
Wann darf eine reale Demontagearbeit beginnen? (Nach geeigneter Fachaufsicht und betrieblicher Freigabe) (!Nach einer bestandenen Simulation allein) (!Sobald ein Werkzeug bereitliegt) (!Sobald ein Foto gemacht wurde)
Warum reicht ein Schaltbild allein nicht als Nachweis für einen sicheren Zustand? (Es zeigt die geplante Funktion und nicht automatisch den realen Energiezustand) (!Es enthält immer falsche Symbole) (!Es gilt nur für Verpackungen) (!Es ersetzt keine Bauteilnummer)
Was ist ein zentrales Ziel der schadensarmen Vorbereitung? (Bauteile und Zuordnungen nachvollziehbar erhalten) (!Bauteile möglichst schnell lösen) (!Markierungen nach der Demontage erfinden) (!Schutzabdeckungen dauerhaft entfernen)
Memory
| Energiezustand | Wirksame Energie und Restenergie klären |
| Markierung | Schnittstellen eindeutig zuordnen |
| Reihenfolge | Freigegebenen Ablauf dokumentieren |
| Schaltbild | Funktion und Kennzeichen vergleichen |
| Restenergie | Gespeicherte Energie nach Abschaltung |
| Fachaufsicht | Reale Arbeit geeignet begleiten |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Vorbereitungsschritt |
|---|---|
| Energiezustand | Gefährliche und gespeicherte Energie beurteilen |
| Kennzeichnung | Leitung und Gegenstelle eindeutig zuordnen |
| Dokumentation | Ausgangszustand nachvollziehbar festhalten |
| Reihenfolge | Freigegebenen Ablauf vor dem Trennen planen |
| Freigabe | Reale Arbeit betrieblich zulassen |
Kreuzworträtsel
| Restenergie | Wie heißt gespeicherte Energie, die nach dem Abschalten noch wirksam sein kann? |
| Markierung | Was erhält die eindeutige Zuordnung von Leitungen und Anschlüssen? |
| Reihenfolge | Was legt fest, welcher Arbeitsschritt vor dem nächsten kommt? |
| Freigabe | Was muss betrieblich vor einer realen Arbeit vorliegen? |
| Schaltplan | Welche Darstellung zeigt funktionale Verbindungen und Kennzeichen? |
| Aufsicht | Welche Begleitung ist für reale Ausbildungsarbeiten geeignet? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Energie-Matrix: Erstelle für den fiktiven Ausbildungsfall eine Tabelle mit Energiequelle, möglicher Restenergie und sicherer Prüfentscheidung.
- Markierplan: Entwirf Kennzeichnungen für zwei Leitungen, zwei Stecker und vier Befestigungen.
- Fotodokumentation: Plane drei Fotos, die vor einer Demontage die spätere Zuordnung unterstützen, ohne reale Bauteile zu lösen.
- Schaltbild lesen: Markiere in einem vorgegebenen Pneumatikplan Energiequelle, Ventil und Zylinder und erkläre ihre Funktion in drei Sätzen.
Standard
- Diagnosesimulation: Baue in einer geeigneten Lernsimulation einen Fall mit Restdruck-Anzeige auf und formuliere eine sichere STOPP-Entscheidung.
- Reihenfolge planen: Erstelle für den Ausbildungsfall eine Demontage-Vorbereitung in fünf Schritten, ohne reale Arbeit auszuführen.
- Dokumentationsprüfung: Vergleiche zwei fiktive Markierpläne und begründe, welcher Plan Verwechslungen besser verhindert.
- Werkzeugauswahl: Stelle eine Liste geeigneter Werkzeuge für eine schadensarme Vorbereitung zusammen und begründe, welche Beschädigungen dadurch vermieden werden sollen.
Schwer
- Transferfall: Übertrage E–M–R auf eine Anlage mit elektrischer, pneumatischer und thermischer Energie und begründe zusätzliche Stopppunkte.
- Fehlerbaum: Entwickle für „Zylinder bewegt sich im Simulationsmodell nicht“ einen sicheren Diagnosebaum ohne Schutzumgehung und ohne Live-Ansteuerung.
- Unterweisung: Gestalte ein dreiminütiges Lernvideo oder Poster für Auszubildende zum Thema Restenergie, Markierung und Reihenfolge.
- Betriebliche Freigabe: Entwirf einen Muster-Check für Fachaufsicht, Dokumentation und Freigabe. Prüfe ihn anschließend mit einer Lehrkraft oder ausbildenden Fachperson, bevor er in einem realen Kontext genutzt wird.


Lernkontrolle
- Fallanalyse Energiezustand: Ein Antrieb ist ausgeschaltet, ein Druckspeicher ist laut Anzeige nicht entlastet. Begründe die sichere Entscheidung und nenne die fehlende Information.
- Fehlerhafte Kennzeichnung: Zwei Leitungen tragen dasselbe Kennzeichen. Entwickle eine Korrektur, die auch nach dem Ausbau eindeutig bleibt.
- Reihenfolge bewerten: Beurteile einen Plan, der Befestigungen löst, bevor eine mögliche Lastbewegung geklärt ist. Erkläre den Zusammenhang zwischen Reihenfolge und Gefährdung.
- Schaltbild und Realität: Erkläre an einem Beispiel, warum eine korrekte Zeichnung nicht beweist, dass die reale Anlage energiefrei ist.
- Diagnosestrategie: Entwickle eine sichere Strategie für eine virtuelle Störung, ohne Schutzfunktionen zu umgehen. Begründe die Reihenfolge Deiner Prüfschritte.
- Transfer: Übertrage die Prinzipien auf eine Baugruppe mit Federkraft und heißer Oberfläche und leite zusätzliche Sicherungsfragen ab.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du Zusammenhänge sicher anwenden kannst:
- Du identifizierst Energieformen und begründest den Umgang mit Restenergie.
- Du erstellst eine eindeutige Markierung für Leitungen, Stecker und Bauteile.
- Du leitest eine schadensarme Reihenfolge aus Dokumentation und Gefährdung ab.
- Du nutzt Schaltbilder zur Funktionsanalyse, ohne sie mit einem Zustandsnachweis zu verwechseln.
- Du führst eine Fehlerdiagnose zunächst als Simulation durch und lehnt Schutzumgehungen ab.
- Du formulierst klare Stopppunkte sowie Voraussetzungen für Fachaufsicht und betriebliche Freigabe.
OERs zum Thema
Geprüfte Fachquellen
- Betriebssicherheitsverordnung § 8: Schutzmaßnahmen bei Gefährdungen durch Energien, Ingangsetzen und Stillsetzen.
- Betriebssicherheitsverordnung § 10: Instandhaltung auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung, Herstellerangaben, qualifizierte Beschäftigte, Umgang mit gefährlichen und gespeicherten Energien sowie Arbeitsfreigaben.
- Betriebssicherheitsverordnung § 14: Prüfungen von Arbeitsmitteln, deren Sicherheit von Montagebedingungen abhängt.
- DGUV Information 209-015 „Instandhaltung an Maschinen und Anlagen“, Ausgabe 2026.06: Planung, Durchführung und Nachbereitung von Instandhaltungsarbeiten einschließlich Restenergien und Freigaben.
- FBHM-127 „Sichere Störungsbeseitigung an Maschinen und Anlagen“: sichere Diagnose, Restenergien und vorbereitete Arbeitsmittel.
- DGUV Information 209-070 „Sicherheit bei der Hydraulik-Instandhaltung“: Grundprinzipien zum Abbau von Druckenergie und zur Sicherung angehobener Lasten; für diesen Kurs als Transferquelle genutzt.
- Festo Didactic Stationshandbuch: Ausbildungsarbeiten nur unter Aufsicht; Verbindungen spannungslos herstellen oder abbauen; Druckluft erst nach gesicherten Verbindungen einschalten.
Medien- und Rechtecheck
Stand: 6. Oktober 2026. Die folgenden Wikimedia-Commons-Dateien wurden auf vorhandene Dateiseite und Lizenzangabe geprüft:
| Medium | Lizenz laut Commons-Dateiseite | Einsatz im Kurs |
|---|---|---|
| Lockout tagout hasp.svg | CC BY-SA 4.0 | Wartungssicherung visualisieren |
| Pneumatic circuit.png | CC0 1.0 | Pneumatik-Schaltbild |
| Pneumatic cylinder animation | CC BY 3.0 oder GFDL | Funktionsanimation |
| Cable marking1.JPG | CC BY-SA 3.0 | Kennzeichnung |
| ExplodedView.jpg | CC BY-SA 4.0 | Demontagedokumentation |
| Torque wrench 20-220 Nm.jpg | CC BY-SA 4.0 | geeignetes Werkzeug |
| Motorschutzschalter 2-polig Schaltzeichen | CC0 1.0 | elektrisches Schaltzeichen |
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