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Fertigungsplanung und Produktionssteuerung – Materialbedarf aus Stücklisten ableiten

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Fertigungsplanung und Produktionssteuerung – Materialbedarf aus Stücklisten ableiten

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Einleitung

Fertigungsplanung und Produktionssteuerung – Materialbedarf aus Stücklisten ableiten zeigt Dir, wie Du aus einer Stückliste die benötigten Materialmengen für einen Fertigungsauftrag bestimmst. Im Mittelpunkt stehen Mengen, Ausschussannahmen und Varianten.

Du arbeitest mit einem fiktiven Ausbildungsauftrag für den Montagehalter MH-20. Alle Daten sind erfunden. Die Rechenwege orientieren sich an überprüfbaren Grundlagen der Produktionsplanung und -steuerung und der Materialbedarfsplanung.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Stücklisten lesen und auflösen.
  2. Bruttobedarf aus Auftragsmengen ableiten.
  3. Ausschuss als geplanten Zuschlag korrekt berücksichtigen.
  4. Varianten getrennt und gemeinsam planen.
  5. Nettobedarf aus Planbedarf und Bestand bestimmen.
  6. Rechenwege prüfen und Planungsfehler begründet erklären.


Lerneinheit 1: Stückliste verstehen

Eine Stückliste beschreibt, welche Komponenten und welche Mengen für ein Produkt oder eine Baugruppe benötigt werden. In der Materialbedarfsplanung wird der Bedarf eines Endprodukts schrittweise in Bedarfe für Baugruppen, Einzelteile und Materialien aufgelöst.

Merksatz: Auftragsmenge × Stücklistenmenge = Grundbedarf einer Komponente.

Beispiel: Für 10 Halter werden pro Halter 2 Winkel benötigt.

10 × 2 = 20 Winkel


Lerneinheit 2: Ausbildungsfall MH-20

Fiktiver Arbeitsauftrag A-MH20-01

Fertige planerisch:

  1. 40 Stück Variante S – Standard.
  2. 20 Stück Variante R – rüttelfest.
  3. Gesamtmenge: 60 Stück.

Die Simulation bleibt bewusst sicher: Du planst mit Karten, Tabellen oder Bauteilmarken. Es werden keine Maschinen gestartet, keine Werkstücke gespannt und keine Zerspanungsarbeiten ausgeführt.

Komponente Menge je MH-20 Variante Plan-Ausschuss
Grundplatte G100 1 S und R 2 %
Winkel W20 2 S und R 5 %
Schraube M6×16 4 S und R 1 %
Mutter M6 4 nur S 1 %
Sicherungsmutter M6 4 nur R 1 %
Kennzeichnung S 1 nur S 0 %
Kennzeichnung R 1 nur R 0 %


Lerneinheit 3: Gemeinsame und variantenspezifische Teile

Gemeinsame Komponenten werden mit der Gesamtmenge 60 gerechnet. Variantenspezifische Komponenten werden nur mit der Menge ihrer Variante gerechnet.

Gemeinsam:

  1. Grundplatte: 60 × 1 = 60.
  2. Winkel: 60 × 2 = 120.
  3. Schrauben: 60 × 4 = 240.

Nur Variante S:

  1. Muttern: 40 × 4 = 160.
  2. Kennzeichnung S: 40 × 1 = 40.

Nur Variante R:

  1. Sicherungsmuttern: 20 × 4 = 80.
  2. Kennzeichnung R: 20 × 1 = 20.

Typischer Fehler: Eine Variantenkomponente mit der gesamten Auftragsmenge 60 zu multiplizieren. Dadurch entsteht Überbedarf.


Lerneinheit 4: Ausschussannahmen

Ausschuss ist Material, das die Qualitätsanforderungen nicht erfüllt und nicht als Gutteil verwendet wird. In realen PPS- oder ERP-Systemen können unter anderem Baugruppen-, Komponenten- und Vorgangsausschuss unterschiedlich wirken.

Für diesen Ausbildungsfall gilt bewusst nur eine einfache Regel:

Planbedarf = Grundbedarf × (1 + Ausschusszuschlag)

Bei Stückteilen wird am Ende auf die nächste ganze Einheit aufgerundet.

Beispiel Winkel:

120 × 1,05 = 126 Winkel

Beispiel Schrauben:

240 × 1,01 = 242,4 → 243 Schrauben

Wichtig: Ausschussannahmen dürfen nicht stillschweigend verändert werden. Im Betrieb muss klar sein, ob ein Zuschlag, eine Ausbeute oder ein anderes Verfahren verwendet wird.


Lerneinheit 5: Planbedarf des Auftrags

Komponente Grundbedarf Ausschuss Planbedarf
Grundplatte G100 60 2 % 62
Winkel W20 120 5 % 126
Schraube M6×16 240 1 % 243
Mutter M6 160 1 % 162
Sicherungsmutter M6 80 1 % 81
Kennzeichnung S 40 0 % 40
Kennzeichnung R 20 0 % 20

Kontrollfrage: Warum bleiben Kennzeichnung S und Kennzeichnung R getrennt? Weil sie nur für ihre jeweilige Variante gelten.


Lerneinheit 6: Vom Planbedarf zum Nettobedarf

Erst nach dem Planbedarf wird geprüft, was bereits verfügbar ist.

Nettobedarf = Planbedarf − verfügbarer Bestand

Für den Fall gelten diese fiktiven Bestände:

Komponente Planbedarf Bestand Nettobedarf
Grundplatte G100 62 10 52
Winkel W20 126 20 106
Schraube M6×16 243 100 143
Mutter M6 162 50 112
Sicherungsmutter M6 81 25 56
Kennzeichnung S 40 10 30
Kennzeichnung R 20 10 10

Praxisregel: Bestellung oder Fertigungsauftrag können zusätzlich durch Losgrößen, Verpackungseinheiten, Sicherheitsbestände oder Termine verändert werden.


Lerneinheit 7: Ablauf sehen

Beobachte in der kurzen Animation, wie Material über Stationen zu einem Produktfluss wird. Übertrage danach den Gedanken auf die Planung: Material muss mengenmäßig und rechtzeitig an der richtigen Stelle verfügbar sein.

Datei:Assembly line.webm

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Arbeitsauftrag zum Video: Notiere drei Eingaben, die eine Materialbedarfsplanung benötigt. Prüfe anschließend, ob Stückliste, Produktionsmenge und Bestandsdaten in Deiner Antwort vorkommen.


Lerneinheit 8: Werkzeuge erkennen – Planung bleibt sicher

Werkzeuge und Maschinen gehören zur realen Fertigung. In diesem Kurs dienen die Bilder nur der Einordnung. Die Materialbedarfsrechnung selbst erfordert keine Bedienung von Maschinen.

Sicherheitsregel: Praktische Maschinenarbeiten dürfen nur im Rahmen betrieblicher Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und geltender Betriebsregeln durchgeführt werden. Die hier vorgeschlagene Simulation arbeitet ausschließlich mit Papier, Karten oder digitalen Tabellen.


Sichere Fertigungssimulation

Material: Produktkarten, Komponentenkarten, Taschen als Lagerplätze, Taschenrechner oder Tabellenblatt.

Rollen: Arbeitsvorbereitung, Lager, Montageplanung, Qualitätssicherung.

Ablauf:

  1. Die Arbeitsvorbereitung gibt 40 Aufträge S und 20 Aufträge R frei.
  2. Das Lager stellt die vorhandenen Bestände als Karten bereit.
  3. Die Montageplanung löst die Stückliste auf.
  4. Die Qualitätssicherung meldet die vorgegebenen Ausschusszuschläge.
  5. Das Team berechnet Planbedarf und Nettobedarf.
  6. Danach wird ein Störfall eingespielt: Der Ausschuss für Winkel steigt von 5 % auf 8 %.
  7. Das Team berechnet nur die betroffenen Positionen neu und begründet die Änderung.

Simulationsergebnis bei 8 % Winkel-Ausschuss:

120 × 1,08 = 129,6 → 130 Winkel

Der Planbedarf steigt damit von 126 auf 130 Winkel. Bei unverändertem Bestand 20 steigt der Nettobedarf von 106 auf 110 Winkel.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Sortieren: Markiere zuerst alle Komponenten als „gemeinsam“, „nur S“ oder „nur R“.

Hilfe 2 – Formel: Rechne zuerst Grundbedarf = Auftragsmenge × Stücklistenmenge. Wende danach den Ausschusszuschlag an.

Hilfe 3 – Kontrollbeispiel: Für Winkel gilt 60 × 2 = 120 und anschließend 120 × 1,05 = 126.


Basisaufgabe

Ein Kleinauftrag umfasst 8 Stück S und 2 Stück R. Ausschuss wird noch nicht berücksichtigt.

Berechne:

  1. Grundplatten.
  2. Winkel.
  3. Schrauben.
  4. Muttern M6.
  5. Sicherungsmuttern M6.

Begründetes Feedback: Richtig sind 10 Grundplatten, 20 Winkel, 40 Schrauben, 32 Muttern und 8 Sicherungsmuttern. Wenn Du für beide Mutternarten mit 10 Produkten gerechnet hast, hast Du den Variantenfilter übergangen. Gemeinsame Teile nutzen die Gesamtmenge, Variantenkomponenten nur ihre Variantenmenge.


Anwendungsaufgabe

Berechne den vollständigen Planbedarf für den Auftrag mit 40 S und 20 R unter den vorgegebenen Ausschusszuschlägen.

Begründetes Feedback: 62 Grundplatten, 126 Winkel, 243 Schrauben, 162 Muttern M6, 81 Sicherungsmuttern, 40 Kennzeichnungen S und 20 Kennzeichnungen R. Bei Stückteilen wird erst nach der Prozentrechnung aufgerundet. Zu frühes Runden kann den Bedarf unnötig erhöhen.


Transferaufgabe

Die Variantenverteilung ändert sich auf 30 S und 30 R. Gleichzeitig steigt der Winkel-Ausschuss auf 8 %.

Erkläre:

  1. Welche gemeinsamen Komponenten sich trotz Variantenwechsel nicht ändern.
  2. Welche variantenspezifischen Mengen sich ändern.
  3. Warum der Winkelbedarf trotzdem steigt.

Begründetes Feedback: Gesamtmenge bleibt 60, daher bleiben Grundplatten und Schrauben bei unveränderten Ausschusswerten gleich. Winkel bleiben im Grundbedarf ebenfalls bei 120, steigen aber durch 8 % Ausschuss auf 130. Muttern M6 und Sicherungsmuttern haben nun jeweils 30 × 4 = 120 Grundbedarf und bei 1 % Ausschuss jeweils 122 Stück Planbedarf. Die Veränderung entsteht also aus zwei verschiedenen Ursachen: Variantenmix und geänderte Ausschussannahme.


Quellen- und Medienprüfung

Fachquellen, geprüft am 5. Oktober 2026:

  1. Wikipedia: Stückliste – Aufbau, Verwendung und Stücklistenauflösung.
  2. Wikipedia: Produktionsplanung und -steuerung – Materialbedarfsplanung und Sekundärbedarf.
  3. SAP Help: Kalkulation von Ausschuss – geplante Ausschussarten und Wirkung auf Bedarfe.
  4. SAP Learning: Arbeitsplan – Ausschuss – Baugruppen-, Komponenten- und Vorgangsausschuss.
  5. IHK Region Stuttgart: Bereitstellungsunterlagen – Bedeutung vollständiger Material-, Werkzeug- und Hilfsmittelbereitstellung in Ausbildung und Prüfung.

Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien:

  1. Bill of Materials.jpg – NathanMinnick58, CC BY-SA 4.0.
  2. 3D model and drafting.png – Зограф, unter anderem CC BY-SA 4.0.
  3. MillingCutterSlotEndMillBallnose.jpg – Glenn McKechnie, CC BY-SA 2.0.
  4. Caliper.png – Dape13, CC BY-SA 4.0.
  5. TOOL ROOM LATHE.png – Mayurimk.mech, CC BY-SA 3.0.
  6. Assembly line.webm – Automotive garage, CC BY 4.0.
  7. Assembly line of the Convair CV-240.jpg – Swissair, CC BY-SA 4.0.

YouTube: Das eingebettete Video Material requirement planning (MRP) wurde als tatsächlich vorhandenes Video geprüft. Es wird nur über den YouTube-Player eingebettet und nicht als Datei übernommen. Eine offene Lizenz wurde hier nicht vorausgesetzt; die Rechte am Video verbleiben beim jeweiligen Rechteinhaber.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Angabe liefert eine Stückliste für die Materialbedarfsplanung? (Komponenten und benötigte Mengen) (!Nur Maschinenlaufzeiten) (!Nur Verkaufspreise) (!Nur Personalzeiten)




Wie wird der Grundbedarf einer Komponente im einfachen Fall berechnet? (Auftragsmenge mal Stücklistenmenge) (!Bestand mal Ausschuss) (!Auftragsmenge minus Stücklistenmenge) (!Stücklistenmenge geteilt durch Bestand)




Welche Auftragsmenge wird für gemeinsame Komponenten bei 40 S und 20 R verwendet? (60 Stück) (!40 Stück) (!20 Stück) (!80 Stück)




Welche Menge wird für eine Komponente verwendet, die nur in Variante R vorkommt? (Nur die Menge der Variante R) (!Immer die Gesamtauftragsmenge) (!Nur der Lagerbestand) (!Immer die Menge der Variante S)




Was bedeutet ein geplanter Komponentenausschuss? (Der Komponentenbedarf wird planmäßig erhöht) (!Der Lagerbestand wird automatisch größer) (!Die Stückliste wird gelöscht) (!Die Auftragsmenge wird immer halbiert)




Was ergibt 120 Stück Grundbedarf mit 5 Prozent Ausschusszuschlag? (126 Stück) (!120 Stück) (!125 Stück) (!132 Stück)




Warum wird bei Stückteilen am Ende aufgerundet? (Weil keine Bruchteile eines Stückteils bereitgestellt werden können) (!Weil Ausschuss immer zehn Prozent beträgt) (!Weil Varianten immer paarweise gefertigt werden) (!Weil Lagerbestände ignoriert werden)




Was ist der Nettobedarf in diesem Kurs? (Planbedarf minus verfügbarer Bestand) (!Planbedarf plus verfügbarer Bestand) (!Ausschuss minus Auftragsmenge) (!Stücklistenmenge minus Variante)




Welche Änderung betrifft bei gleichem Gesamtauftrag nur Variantenkomponenten? (Eine andere Verteilung zwischen S und R) (!Eine höhere Gesamtstückzahl) (!Ein höherer Ausschuss aller gemeinsamen Teile) (!Ein geringerer Gesamtbestand aller Teile)




Welcher Schritt sollte vor der Ausschussrechnung erfolgen? (Grundbedarf aus Auftragsmenge und Stückliste bestimmen) (!Maschine starten) (!Bestellmenge zufällig runden) (!Variante ignorieren)





Memory

Stückliste Komponenten und Mengen
Bruttobedarf Bedarf vor Bestandsabzug
Nettobedarf Bedarf nach Bestandsabzug
Ausschuss Geplanter nicht nutzbarer Materialanteil
Variante Unterschiedliche Produktausführung
Grundbedarf Auftragsmenge mal Stücklistenmenge





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Stücklistenauflösung Komponenten aus dem Produktbedarf ableiten
Variantenfilter Nur passende Ausführung berücksichtigen
Ausschusszuschlag Planmenge wegen erwarteter Verluste erhöhen
Bestandsabzug Vom Planbedarf verfügbare Menge abziehen
Nettobedarf Noch zu beschaffende oder zu fertigende Menge






Kreuzworträtsel

Stückliste Welche Liste enthält Komponenten und Mengen eines Produkts?
Bruttobedarf Wie heißt der Bedarf vor dem Abzug verfügbarer Bestände?
Ausschuss Wie heißt Material, das die Qualitätsanforderungen nicht erfüllt?
Variante Wie heißt eine unterschiedliche Ausführung desselben Produkts?
Nettobedarf Wie heißt der verbleibende Bedarf nach Bestandsabzug?
Arbeitsplan Welches Dokument beschreibt die Abfolge von Fertigungsvorgängen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine

enthält Komponenten und ihre Mengen. Der Bedarf eines Endprodukts wird in der Materialbedarfsplanung in

aufgelöst. Zuerst berechnest Du den

aus Auftragsmenge und Stücklistenmenge. Variantenspezifische Teile werden nur mit der Menge der passenden

gerechnet. Erwartete Verluste können über einen geplanten

berücksichtigt werden. In diesem Kurs wird der Grundbedarf dafür mit einem prozentualen

erhöht. Nach dem Abzug verfügbarer Bestände erhältst Du den

. Bei Stückteilen wird eine rechnerische Teilmenge am Ende auf die nächste ganze Einheit

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Stückliste analysieren: Markiere in der MH-20-Stückliste gemeinsame und variantenspezifische Komponenten.
  2. Grundbedarf berechnen: Berechne für 15 Stück Variante S den Bedarf ohne Ausschuss.
  3. Varianten vergleichen: Erstelle eine kleine Tabelle mit den Unterschieden zwischen S und R.
  4. Materialfluss visualisieren: Zeichne den Weg vom Kundenauftrag über Stückliste und Materialbedarf bis zur Bereitstellung.


Standard

  1. Ausschuss berechnen: Verändere den Winkel-Ausschuss auf 3 %, 5 % und 8 % und vergleiche die Planmengen.
  2. Nettobedarf bestimmen: Lege eigene fiktive Lagerbestände fest und berechne den Nettobedarf.
  3. Arbeitsauftrag prüfen: Suche drei typische Planungsfehler in einer selbst erstellten fehlerhaften Bedarfstabelle.
  4. Fertigungssimulation: Simuliere mit Karten die Rollen Arbeitsvorbereitung, Lager, Montageplanung und Qualitätssicherung.


Schwer

  1. Variantenmix optimieren: Untersuche, wie sich 50 S und 10 R gegenüber 30 S und 30 R auf variantenspezifische Materialien auswirken.
  2. Losgröße berücksichtigen: Nimm an, Schrauben werden nur in Packungen zu 50 Stück beschafft. Leite aus dem Nettobedarf eine Bestellmenge ab und begründe die Überdeckung.
  3. Planungsregel formulieren: Entwickle eine eindeutige betriebliche Regel, wann gerundet wird und wie Ausschuss dokumentiert werden muss.
  4. Transferprojekt Produktionssteuerung: Erstelle für ein fiktives Produkt mit mindestens zwei Varianten eine eigene Stückliste, Planbedarfsrechnung, Störfallkarte und begründete Rückmeldung.




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Lernkontrolle

  1. Fehleranalyse Variantenplanung: In einer Bedarfsliste wurden alle Variantenkomponenten mit der Gesamtauftragsmenge gerechnet. Erkläre die Folge für Bestand, Kosten und Bereitstellung.
  2. Ausschuss bewerten: Ein Betrieb erhöht den Ausschusszuschlag vorsorglich stark. Diskutiere, warum das Engpässe reduzieren, aber gleichzeitig Bestände und Kapitalbindung erhöhen kann.
  3. Planänderung übertragen: Die Gesamtmenge bleibt gleich, der Variantenmix ändert sich. Begründe, welche Bedarfe neu gerechnet werden müssen und welche unverändert bleiben können.
  4. Bestandswirkung erklären: Zwei Betriebe haben denselben Planbedarf, aber unterschiedliche Lagerbestände. Erkläre, warum ihr Nettobedarf verschieden ist.
  5. Datenqualität beurteilen: Beschreibe die Auswirkungen einer veralteten Stückliste auf Beschaffung, Fertigung und Qualität.
  6. Störfall entscheiden: Ein Ausschusswert steigt kurzfristig. Entwickle eine sinnvolle Reihenfolge von Prüfung, Neuberechnung, Freigabe und Materialbereitstellung.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du:

  1. eine Stückliste strukturiert lesen kannst.
  2. Grund-, Plan- und Nettobedarf unterscheiden kannst.
  3. Varianten korrekt trennst.
  4. Ausschussannahmen transparent dokumentierst.
  5. Rundungsregeln nachvollziehbar anwendest.
  6. Rechenwege kontrollierst.
  7. Änderungen im Variantenmix oder Ausschuss auf betroffene Materialien überträgst.
  8. Planungsentscheidungen fachlich begründest.




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