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Fertigungsplanung und Produktionssteuerung – Eigenfertigung und Fremdbezug vergleichen

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Fertigungsplanung und Produktionssteuerung – Eigenfertigung und Fremdbezug vergleichen

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Einleitung

Fertigungsplanung und Produktionssteuerung – Eigenfertigung und Fremdbezug vergleichen ist ein kompakter Lernkurs für die Ausbildung. Du entscheidest an einem fiktiven Fertigungsauftrag, ob ein Bauteil selbst hergestellt oder von einem Lieferanten bezogen werden soll.

Im Mittelpunkt stehen vier Entscheidungskriterien: Kompetenzen, Kapazität, Kosten und Risiko. Du arbeitest mit kurzen Lerneinheiten, Bildern, Animationen, sicheren Tischsimulationen und begründetem Feedback.

Sicherheitsrahmen: Alle Simulationen in diesem Kurs sind Planungs-, Karten- oder Tabellensimulationen. Maschinen werden dafür nicht gestartet, Schutzvorrichtungen nicht verändert und keine realen Bearbeitungsparameter ausprobiert. Praktische Maschinenarbeit erfolgt nur nach betrieblicher Unterweisung, Betriebsanweisung und Freigabe.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

Kompetenz Du kannst ...
Fertigungsplanung einen Fertigungsauftrag in Bedarf, Termin, Kapazität und Arbeitsfolge zerlegen.
Produktionssteuerung Auftragsfreigabe, Bearbeitung, Prüfung und Rückmeldung als Regelkreis erklären.
Eigenfertigung/Fremdbezug beide Alternativen anhand der vier K vergleichen.
Kapazität einen einfachen Stundenbedarf berechnen und mit verfügbarer Kapazität vergleichen.
Kosten fixe und variable Kosten unterscheiden und eine kritische Menge bestimmen.
Risiko Termin-, Qualitäts-, Know-how- und Abhängigkeitsrisiken begründet bewerten.
Berufliche Handlung eine Make-or-Buy-Entscheidung nachvollziehbar dokumentieren.


Ausbildungsfall: Auftrag AO-4711

Du arbeitest in der fiktiven MecaForm Ausbildungs-GmbH. Ein Kunde bestellt 600 Spannwinkel SW-24. Die Teile können intern gefertigt oder komplett fremdbezogen werden.

Merkmal Fiktiver Wert
Auftragsmenge 600 Stück
Liefertermin in 15 Arbeitstagen
Interne Rüst- und Vorbereitungskosten 1.800 €
Interne variable Kosten 8,50 € je Stück
Fremdbezug: Bestell- und Prüfkosten 250 €
Fremdbezug: Preis 11,50 € je Stück
Interne Bearbeitungszeit 5 Minuten je Stück
Verfügbare Fertigungskapazität 60 Maschinenstunden
Lieferzeit des Lieferanten 6 Arbeitstage
Interne Kompetenz Fräsen, Bohren und Prüfen vorhanden

Wichtig: Alle Unternehmens-, Preis-, Zeit- und Auftragsdaten dieses Falls sind frei erfunden und dienen ausschließlich dem Lernen.


Kurz-Lerneinheit 1: Von der Planung zur Steuerung

Produktionsplanung und -steuerung verbindet das Vorausplanen mit dem laufenden Steuern eines Auftrags. Typische Schritte sind Bedarf, Material, Termin, Kapazität, Freigabe, Bearbeitung, Prüfung und Rückmeldung.

Ablauf:

Auftrag → Bedarf → Kapazität → Freigabe → Fertigung → Prüfung → Rückmeldung

Datei:CNC lathe.webm

Beobachtungsauftrag zum Video: Notiere drei Dinge, die vor einer Fertigungsfreigabe organisatorisch geklärt sein müssen. Bediene dabei keine reale Maschine.


Mini-Arbeitsauftrag 1

Ordne die Aussagen Planung oder Steuerung zu:

Aussage Deine Zuordnung
Kapazitätsbedarf für nächste Woche ermitteln ...
Fertigungsauftrag freigeben ...
Rückmeldung einer Störung auswerten ...
Materialbedarf vorab bestimmen ...


Gestufte Hilfe 1

Stufe Hilfe
1 Frage Dich: Geht es um vorher festlegen oder um laufend eingreifen?
2 Planung blickt voraus; Steuerung setzt um, überwacht und reagiert.
3 Kapazitäts- und Materialbedarf sind Planung. Freigabe und Reaktion auf Störungen gehören zur Steuerung.

Begründetes Feedback: Wenn Du nicht nur „vorher/nachher“, sondern auch Rückmeldung und Korrektur erkennst, hast Du den Regelkreis verstanden.


Kurz-Lerneinheit 2: Der 4K-Check

Eine Make-or-Buy-Entscheidung ist mehr als ein Preisvergleich.

Kriterium Leitfrage Hinweis im Fall AO-4711
Kompetenzen Können wir das Teil fachgerecht herstellen und prüfen? Fräsen, Bohren und Prüfen sind intern vorhanden.
Kapazität Haben wir genügend Zeit, Personal und Betriebsmittel? 60 Maschinenstunden stehen zur Verfügung.
Kosten Welche Alternative verursacht die relevanten Gesamtkosten? Fixe und variable Kosten müssen gemeinsam betrachtet werden.
Risiko Welche Termin-, Qualitäts-, Know-how- oder Abhängigkeitsrisiken entstehen? Lieferzeit und Abhängigkeit vom Lieferanten sind mitzudenken.

Bildauftrag: Das Bild zeigt eine CNC-Drehmaschine mit Bedienperson. Übertrage die Beobachtung nicht direkt auf Deinen Betrieb: Für reale Maschinen gelten Herstellerangaben, Betriebsanweisung, Unterweisung und betriebliche Freigaben.


Mini-Arbeitsauftrag 2

Bewerte jedes der vier K zunächst mit grün, gelb oder rot. Schreibe zu jedem Urteil genau einen Begründungssatz.


Gestufte Hilfe 2

Stufe Hilfe
1 Prüfe zuerst, ob ein Kriterium die Entscheidung vollständig blockiert.
2 Fehlende Kompetenz oder fehlende Kapazität kann einen Kostenvorteil unbrauchbar machen.
3 Im Ausgangsfall sprechen Kompetenz und Kapazität zunächst nicht gegen Eigenfertigung; Kosten und Risiken werden in den nächsten Einheiten geprüft.


Kurz-Lerneinheit 3: Kapazität prüfen

Für 600 Stück mit 5 Minuten Bearbeitungszeit je Stück gilt:

Kapazitätsbedarf = 600 × 5 Minuten = 3.000 Minuten = 50 Stunden.

Verfügbar sind 60 Stunden. Der Auftrag benötigt damit 50 Stunden und lässt rechnerisch 10 Stunden Reserve.


Basisaufgabe Kapazität

Berechne den Kapazitätsbedarf für 360 Stück bei unverändert 5 Minuten je Stück.

<details> <summary>Feedback anzeigen</summary> 360 × 5 Minuten = 1.800 Minuten = 30 Stunden. Richtig ist nicht nur die Zahl, sondern auch die Einheit. Minuten müssen für den Vergleich mit Maschinenstunden umgerechnet werden. </details>


Anwendungsaufgabe Kapazität

Ein zweiter Auftrag belegt kurzfristig 25 der 60 verfügbaren Maschinenstunden. Wie viele SW-24 können in den verbleibenden 35 Stunden maximal intern gefertigt werden?

<details> <summary>Gestufte Hilfe</summary> Hilfe 1: Wandle 35 Stunden in Minuten um.
Hilfe 2: 35 × 60 = 2.100 Minuten.
Hilfe 3: Teile 2.100 Minuten durch 5 Minuten je Stück. </details>

<details> <summary>Begründetes Feedback</summary> 2.100 ÷ 5 = 420 Stück. Für alle 600 Stück reicht die interne Kapazität dann nicht. Eine reine Eigenfertigung wäre terminlich nicht belastbar, selbst wenn sie rechnerisch preisgünstiger wäre. </details>


Kurz-Lerneinheit 4: Kosten vergleichen

Für den Ausbildungsfall gelten:

Eigenfertigung: KE = 1.800 € + 8,50 € × Menge

Fremdbezug: KF = 250 € + 11,50 € × Menge

Bei 600 Stück:

Alternative Rechnung Gesamtkosten
Eigenfertigung 1.800 € + 8,50 € × 600 6.900 €
Fremdbezug 250 € + 11,50 € × 600 7.150 €

Die Eigenfertigung ist im Ausgangsfall rechnerisch 250 € günstiger.

Videoauftrag: Notiere nach dem Video einen Grund, weshalb die kritische Menge nur ein Teil der Make-or-Buy-Entscheidung ist.


Kritische Menge

Am Schnittpunkt sind beide Kosten gleich:

1.800 + 8,50x = 250 + 11,50x

1.550 = 3x

x ≈ 516,67

Ab 517 Stück ist die Eigenfertigung nach diesen fiktiven Kostendaten günstiger.


Basisaufgabe Kosten

Nenne den Unterschied zwischen fixen und variablen Kosten am Beispiel des Falls.

<details> <summary>Begründetes Feedback</summary> Die 1.800 € Rüst- und Vorbereitungskosten fallen im Modell unabhängig von der Stückzahl an und sind deshalb fix. Die 8,50 € je Stück steigen mit der Menge und sind variabel. </details>


Anwendungsaufgabe Kosten

Berechne beide Alternativen für 400 Stück.

<details> <summary>Begründetes Feedback</summary> Eigenfertigung: 1.800 + 8,50 × 400 = 5.200 €. Fremdbezug: 250 + 11,50 × 400 = 4.850 €. Bei 400 Stück ist der Fremdbezug in diesem Modell um 350 € günstiger. Das passt zur kritischen Menge von rund 517 Stück. </details>


Kurz-Lerneinheit 5: Prüfen statt nur rechnen

Werkzeuge und Prüfmittel beeinflussen Kompetenz und Qualität.

Werkzeugauftrag: Vergleiche Messschieber und Bügelmessschraube. Entscheide, welches Prüfmittel für eine sehr enge Maßtoleranz geeigneter sein kann. Begründe Deine Wahl anhand von Auflösung, Messbereich und Prüfplan – nicht allein anhand des Bildes.


Ablaufanimation: Messen beobachten

Beobachtungsauftrag: Beschreibe die Reihenfolge ansetzen – ausrichten – ablesen – dokumentieren. Die Animation ersetzt keine betriebliche Unterweisung am realen Prüfmittel.


Kurz-Lerneinheit 6: Risiken und Abhängigkeiten

Ein Lieferant kann Spezialwissen, freie Kapazität und Skaleneffekte bieten. Fremdbezug kann aber Termin- und Abhängigkeitsrisiken erhöhen. Eigenfertigung stärkt eigenes Prozesswissen, bindet aber Kapazität und kann Investitionen erfordern.

Risiko Bei Eigenfertigung Bei Fremdbezug
Termin Maschinenstörung oder interne Überlastung verspätete Lieferung oder Transportstörung
Qualität Prozess muss intern beherrscht werden Wareneingang und Lieferantenqualität müssen abgesichert werden
Know-how Wissen bleibt eher im Betrieb Wissen kann teilweise nach außen wandern
Abhängigkeit Abhängigkeit von eigener Technik und Personal Abhängigkeit von Lieferfähigkeit und Konditionen


Sichere Fertigungssimulation 1: PPS-Board

Arbeitsauftrag SIM-01: Simuliere den Auftrag AO-4711 ausschließlich mit Papierkarten oder einer Tabelle.

Karte Inhalt Aktion
1 Kundenauftrag 600 Stück Auftrag annehmen
2 Material verfügbar Materialstatus auf „bereit“ setzen
3 Kapazität 60 h Bedarf 50 h eintragen
4 Qualitätsprüfung vorgesehen Prüfpunkt vor Rückmeldung setzen
5 Fertigungsfreigabe nur bei vollständigen Voraussetzungen freigeben
6 Ist-Rückmeldung Menge, Zeit und Abweichung dokumentieren

Sicherheitsregel: Die Simulation endet am Planungsboard. Keine reale Maschine bedienen, keine Schutztür öffnen, keine Parameter verändern.


Gestufte Hilfen zur Simulation

Stufe Hilfe
1 Beginne mit dem Liefertermin und arbeite rückwärts.
2 Prüfe Material und Kapazität vor der Freigabe.
3 Eine sinnvolle Reihenfolge ist Auftrag → Bedarf → Material/Kapazität → Freigabe → Bearbeitung → Prüfung → Rückmeldung.


Sichere Fertigungssimulation 2: Störfall

Arbeitsauftrag SIM-02: Ziehe eine der fiktiven Störkarten.

Störkarte Neue Lage
A Interne Kapazität sinkt von 60 h auf 35 h.
B Lieferant kann nur 400 Stück zum ursprünglichen Termin zusagen.
C Interne Qualitätsprüfung entdeckt vor Serienfreigabe eine Abweichung.
D Ein zweiter Eilauftrag benötigt 20 h derselben Ressource.

Entscheide danach zwischen Eigenfertigung, Fremdbezug oder Mischlösung. Begründe mit mindestens drei der vier K.

<details> <summary>Beispiel für begründetes Feedback zu Störkarte A</summary> 35 Stunden erlauben bei 5 Minuten je Stück maximal 420 intern gefertigte Teile. Eine mögliche Mischlösung wären 420 Stück intern und 180 Stück extern. Diese Lösung ist nur dann sinnvoll, wenn der Lieferant die 180 Stück rechtzeitig und in geforderter Qualität liefern kann. Kosten allein reichen daher nicht als Begründung. </details>


Entscheidungsauftrag AO-4711

Fülle die Entscheidungsmatrix aus.

Kriterium Eigenfertigung Fremdbezug Begründung
Kompetenzen ... ... ...
Kapazität ... ... ...
Kosten ... ... ...
Risiko ... ... ...
Entscheidung ...

Musterfeedback für den Ausgangsfall: Eigenfertigung ist plausibel, weil die notwendige Kompetenz vorhanden ist, 50 der 60 verfügbaren Stunden ausreichen und die fiktiven Gesamtkosten mit 6.900 € unter 7.150 € liegen. Die Entscheidung bleibt trotzdem an Risiken gebunden. Bei Kapazitätsverlust oder kritischem Terminrisiko kann eine Mischlösung besser sein.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basis

  1. Eigenfertigung: Erkläre in zwei Sätzen, was Eigenfertigung im Fall AO-4711 bedeutet.
  2. Fremdbezug: Nenne zwei Vorteile eines spezialisierten Lieferanten.
  3. Kapazität: Berechne den Bedarf für 240 Stück bei 5 Minuten je Stück.

Feedback: Gute Basisantworten verwenden die Fachbegriffe korrekt. Beim Kapazitätswert sind 20 Stunden richtig, weil 240 × 5 = 1.200 Minuten.


Anwendung

  1. Make-or-Buy-Entscheidung: Berechne Eigenfertigung und Fremdbezug für 700 Stück.
  2. Produktionssteuerung: Entwirf einen einfachen Rückmeldepunkt für Menge, Zeit und Qualität.
  3. Risikobewertung: Bewerte einen Lieferverzug von zwei Tagen in Bezug auf den Kundentermin.

Feedback: Bei 700 Stück ergeben sich 7.750 € Eigenfertigung und 8.300 € Fremdbezug. Die Kosten sprechen für Eigenfertigung; eine vollständige Entscheidung braucht trotzdem Kapazitäts- und Risikoprüfung.


Transfer

  1. Mischbezug: Entwickle eine begründete Aufteilung, wenn nur 35 interne Maschinenstunden verfügbar sind.
  2. Lieferantenrisiko: Zeige, wie ein zweiter Lieferant das Abhängigkeitsrisiko verändern kann.
  3. Fertigungstiefe: Diskutiere, was langfristig mit dem betrieblichen Know-how passieren kann, wenn immer mehr Teile fremdbezogen werden.

Feedback: Transferlösungen dürfen unterschiedlich sein. Entscheidend ist, dass Du Zielkonflikte sichtbar machst und Deine Entscheidung mit mehreren Kriterien begründest.


Fachliche Quellen und Medienrechte

Die fachlichen Kernaussagen wurden gegen öffentlich überprüfbare Quellen abgeglichen:

  1. Wikipedia: Produktionsplanung und -steuerung: Überblick über Planung, Steuerung, Auftragsfreigabe und PPS.
  2. Wikipedia: Eigenfertigung oder Fremdbezug: Make-or-Buy, Fertigungstiefe, Kosten, Abhängigkeit und Lieferfähigkeit.
  3. FertigungsMechAusbV: Planen und Organisieren der Arbeit, wirtschaftliche Bewertung sowie Qualitätssicherung als Bestandteile beruflicher Handlungsfähigkeit.
  4. Ausbildungsrahmenplan Zerspanungsmechaniker/-in: Planen des Fertigungsprozesses, technische Umsetzbarkeit, Auswahl von Maschine und Werkzeugen.
  5. BGHM: Drehmaschinen: Gefährdungen, Schutzeinrichtungen, Unterweisung und sichere Arbeitsorganisation.
  6. DGUV: Maschinen der Zerspanung – Checklisten: sicherheitstechnische Bewertung von Zerspanungsmaschinen.

Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien:

Datei Lernzweck Lizenzangabe auf Commons
CNC machine.jpg CNC-Fertigungsumgebung Public Domain
Cnc lathe.png Werkzeugmaschine und Bedienumfeld CC BY-SA 4.0
CNC lathe.webm kurzer realer Prozessablauf CC BY 3.0
Milling machine (Vertical, Manual) NT.PNG Aufbau einer Fräsmaschine CC BY 3.0
Vernier caliper.svg Messschieber freie Lizenz gemäß Commons-Dateiseite
Micrometer.svg Bügelmessschraube CC BY-SA 4.0
Using the caliper new en.gif Messablauf als Animation CC BY-SA 3.0 / GFDL
Vernier caliper applet.gif animierte Messsimulation CC BY 3.0

YouTube-Hinweis: Die zwei eingebetteten Videos wurden als erreichbare Lernvideos zum Thema Make-or-Buy geprüft. Sie werden nur eingebettet/verlinkt; ihre Inhalte werden nicht als OER kopiert oder neu lizenziert. Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern und der Plattform.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Produktionsplanung am besten? (Vorgänge, Mengen, Termine und Ressourcen vor der Ausführung festlegen) (!Nur bereits fertige Teile prüfen) (!Ausschließlich Rechnungen an Lieferanten schreiben) (!Nur Maschinen reinigen)




Was bedeutet Fremdbezug? (Ein benötigtes Teil oder eine Leistung von einem externen Anbieter beziehen) (!Jedes Teil zwingend selbst herstellen) (!Eine Maschine intern warten) (!Ausschließlich Rohstoffe lagern)




Welches der vier K fragt nach verfügbarer Maschinenzeit? (Kapazität) (!Kompetenzen) (!Kosten) (!Risiko)




Welche Kostenart bleibt im vereinfachten Modell unabhängig von der Stückzahl? (Fixkosten) (!Variable Stückkosten) (!Materialverbrauch je Teil) (!Lieferpreis je Stück)




Wie viele Maschinenstunden benötigt der Auftrag mit 600 Stück zu je 5 Minuten? (50 Stunden) (!30 Stunden) (!60 Stunden) (!300 Stunden)




Wie hoch sind die Eigenfertigungskosten für 600 Stück im Ausbildungsfall? (6900 Euro) (!7150 Euro) (!5100 Euro) (!1800 Euro)




Wie hoch sind die Fremdbezugskosten für 600 Stück im Ausbildungsfall? (7150 Euro) (!6900 Euro) (!250 Euro) (!6900 Euro ohne Bestellkosten)




Ab welcher ganzen Stückzahl ist die Eigenfertigung nach dem Kostenmodell günstiger? (517 Stück) (!400 Stück) (!500 Stück) (!600 Stück ist die erste mögliche Menge)




Welches Beispiel gehört zum Risikokriterium? (Möglicher Lieferverzug eines Zulieferers) (!Vorhandene Fräskenntnisse) (!Verfügbare Maschinenstunden) (!Variable Kosten je Stück)




Welche Lernsimulation ist in diesem Kurs vorgesehen? (Eine Karten- oder Tabellensimulation ohne reale Maschinenbedienung) (!Eine laufende CNC Maschine ohne Unterweisung testen) (!Schutzeinrichtungen zum Beobachten öffnen) (!Unbekannte Maschinenparameter ausprobieren)





Memory

Eigenfertigung Herstellung mit eigenen betrieblichen Ressourcen
Fremdbezug Beschaffung bei einem externen Anbieter
Kapazität verfügbare produktive Zeit einer Ressource
Fixkosten mengenunabhängiger Kostenblock im Modell
Variable Kosten Kostenanteil je zusätzlich gefertigtem Stück
Lieferterminrisiko Gefahr einer verspäteten Bereitstellung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kompetenzen Fachliches Können und Prozesswissen
Kapazität Verfügbare Zeit von Personal und Betriebsmitteln
Kosten Wirtschaftlicher Aufwand der Alternative
Risiko Unsicherheit bei Termin Qualität oder Abhängigkeit
Rückmeldung Ist-Daten aus der Fertigung an die Steuerung





Kreuzworträtsel

Kapazität Wie heißt die verfügbare produktive Zeit einer Ressource?
Fixkosten Wie heißen Kosten, die im vereinfachten Modell nicht mit jeder zusätzlichen Einheit steigen?
Lieferant Wer stellt beim Fremdbezug das benötigte Teil bereit?
Qualität Welches Merkmal beschreibt, ob ein Teil die geforderten Eigenschaften erfüllt?
Fertigung Wie heißt die betriebliche Herstellung von Produkten?
Risiko Wie heißt die Möglichkeit einer negativen Abweichung vom geplanten Ergebnis?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Produktionsplanung legt Mengen, Termine und Ressourcen vor der Ausführung

.
Die Produktionssteuerung gibt Aufträge frei und verarbeitet betriebliche

.
Beim Make-or-Buy-Vergleich stehen im Kurs vier Kriterien im Mittelpunkt, darunter die verfügbare

.
Die internen Rüst- und Vorbereitungskosten sind im vereinfachten Fall

.
Die Kosten je zusätzlich gefertigtem Stück werden als

Kosten betrachtet.
Für 600 Teile zu je fünf Minuten werden insgesamt

Maschinenstunden benötigt.
Im Ausgangsfall ist die Eigenfertigung mit 6.900 Euro rechnerisch

.
Trotz eines Kostenvorteils müssen auch Termin-, Qualitäts- und Abhängigkeitsrisiken

werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. 4K-Check: Erstelle eine Karte mit den vier Begriffen Kompetenzen, Kapazität, Kosten und Risiko und ergänze je eine Leitfrage.
  2. Fertigungsauftrag: Formuliere aus dem Fall AO-4711 einen kurzen Arbeitsauftrag mit Menge, Termin und Qualitätsprüfung.
  3. Werkzeugvergleich: Zeichne Messschieber und Bügelmessschraube schematisch und markiere den jeweiligen Messbereich.
  4. Prozesskette: Stelle Auftrag, Freigabe, Fertigung, Prüfung und Rückmeldung als Pfeildiagramm dar.


Standard

  1. Kapazitätsplanung: Entwickle für 300, 600 und 900 Stück eine kleine Kapazitätstabelle.
  2. Kostenvergleich: Berechne für drei frei gewählte Mengen beide Kostenfunktionen und interpretiere die Unterschiede.
  3. Interview: Befrage nach Zustimmung eine Fachkraft oder Ausbilderin bzw. einen Ausbilder, welche Kriterien bei realen Make-or-Buy-Entscheidungen wichtig sind. Dokumentiere nur freigegebene Aussagen und lade nichts ungefragt hoch.
  4. Störfallsimulation: Entwickle zwei zusätzliche Störkarten für das PPS-Board und schreibe jeweils eine passende Reaktion dazu.


Schwer

  1. Mischstrategie: Entwickle eine Kombination aus Eigenfertigung und Fremdbezug für eine Situation mit begrenzter Kapazität und begründe sie mit den vier K.
  2. Risikomatrix: Baue eine einfache Matrix aus Eintrittsmöglichkeit und Auswirkung für vier fiktive Risiken.
  3. Entscheidungsvorlage: Erstelle eine einseitige betriebliche Entscheidungsvorlage, die Kostenrechnung und qualitative Kriterien verbindet.
  4. Transferprojekt: Übertrage den 4K-Check auf ein anderes fiktives Bauteil aus Deinem Ausbildungsbereich und reflektiere, welche Kriterien sich ändern.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zielkonflikt Kosten und Kapazität: Ein Auftrag ist intern 8 Prozent günstiger, aber die benötigte Kapazität fehlt. Entwickle zwei Handlungsalternativen und begründe, welche Informationen Du vor der Entscheidung zusätzlich brauchst.
  2. Lieferantenabhängigkeit: Ein einziger Lieferant bietet den niedrigsten Preis. Erkläre, weshalb ein Unternehmen trotzdem einen zweiten Lieferanten prüfen könnte.
  3. Qualitätsabweichung: In der internen Fertigung steigt die Nacharbeitsquote. Beschreibe, wie sich dies auf Kosten, Kapazität und Risiko auswirken kann.
  4. Know-how-Schutz: Ein Bauteil enthält betrieblich wichtiges Prozesswissen. Beurteile, wie dieses Kriterium eine reine Kostenentscheidung verändern kann.
  5. Störung im PPS-Regelkreis: Eine Rückmeldung über Maschinenstillstand erreicht die Planung zu spät. Erkläre mögliche Folgen für Termin, Bestand und Auftragsfreigabe.
  6. Make-or-Buy-Transfer: Entwickle eine begründete Entscheidung für ein neues Teil, zu dem nur Kapazität und Lieferpreis bekannt sind. Zeige ausdrücklich, welche Informationen noch fehlen.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. PPS-Regelkreis: Planung, Freigabe, Durchführung, Prüfung und Rückmeldung logisch verbinden kannst.
  2. Kapazitätsrechnung: Zeitbedarf sauber in Minuten und Stunden umrechnen kannst.
  3. Kostenfunktion: fixe und variable Kosten in einer einfachen Make-or-Buy-Rechnung anwenden kannst.
  4. Kritische Menge: den Schnittpunkt zweier Kostenalternativen berechnen und interpretieren kannst.
  5. 4K-Entscheidung: Kompetenzen, Kapazität, Kosten und Risiko gemeinsam bewertest.
  6. Begründung: Deine Entscheidung mit nachvollziehbaren Fachargumenten statt nur mit einem Preis begründest.
  7. Arbeitssicherheit: Simulation und reale Maschinenarbeit klar trennst und betriebliche Sicherheitsvorgaben beachtest.




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