Zwei Männer und ein Schrank - Dwaj ludzie z szafą


Zwei Männer und ein Schrank - Dwaj ludzie z szafą
Einleitung
Zwei Männer und ein Schrank (Originaltitel: Dwaj ludzie z szafą) ist ein polnischer Kurzfilm von Roman Polański aus dem Jahr 1958. Der Film dauert je nach Quelle etwa 14 bis 15 Minuten, ist in Schwarzweiß gedreht und arbeitet ohne gesprochene Dialoge. Seine Wirkung entsteht vor allem aus Körpersprache, Montage, Bildkomposition, Groteske und der jazzig geprägten Filmmusik von Krzysztof Komeda. Im Zentrum stehen zwei Männer, die mit einem großen Schrank aus dem Meer auftauchen, durch eine Stadt ziehen und immer wieder auf Ablehnung, Aggression oder Unverständnis stoßen.
Der aiMOOC hilft Dir, den Film nicht nur als ungewöhnliche Kurzfilmhandlung zu verstehen, sondern als Beispiel für Surrealismus, Symbolik, Außenseitertum, soziale Ausgrenzung und moderne Filmanalyse. Du lernst, wie ein kurzer Film mit wenigen Figuren, einem einzigen zentralen Requisit und nahezu ohne Sprache komplexe Fragen stellt: Wer gehört zu einer Gemeinschaft? Wie reagiert eine Gesellschaft auf Fremdheit? Welche Rolle spielen Dinge, Körper und Räume im Film?
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du den Inhalt von Zwei Männer und ein Schrank zusammenfassen, zentrale filmische Mittel beschreiben und eigene Deutungen begründen. Du kannst erklären, weshalb der Schrank mehr ist als ein Möbelstück, wie Musik und Rhythmus die Handlung strukturieren und warum der Film bis heute in Schule, Medienbildung, Kunstunterricht, Deutschunterricht und Filmwissenschaft sinnvoll eingesetzt werden kann. Außerdem übst Du, kurze Filmszenen genau zu beobachten, Deutungen nicht vorschnell zu verallgemeinern und zwischen Inhalt, Form und Wirkung zu unterscheiden.
Steckbrief zum Film
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Deutscher Titel | Zwei Männer und ein Schrank |
| Originaltitel | Dwaj ludzie z szafą |
| Produktionsland | Polen |
| Erscheinungsjahr | 1958 |
| Form | Kurzfilm, Schwarzweißfilm, Film ohne gesprochene Dialoge |
| Regie und Drehbuch | Roman Polański |
| Kamera | Maciej Kijowski |
| Musik | Krzysztof Komeda |
| Darsteller der beiden Männer | Jakub Goldberg und Henryk Kluba |
| Produktionsumfeld | Filmhochschule Łódź |
| Zentrale Motive | Meer, Stadt, Schrank, Spiegel, Außenseiter, Gewalt, Ablehnung |
Medienimpuls: Film ansehen und erste Eindrücke sammeln
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Beobachte beim ersten Sehen nicht nur, was geschieht, sondern auch, wie es gezeigt wird. Achte besonders auf die Körperhaltung der beiden Männer, auf die Bewegungen des Schranks, auf die Reaktionen der Menschen in der Stadt, auf die Einstellungen der Kamera und auf die Musik. Notiere nach dem ersten Sehen drei Eindrücke: eine Szene, die komisch wirkt, eine Szene, die bedrohlich wirkt, und eine Szene, die Du symbolisch deuten würdest.
Handlung
Der Film beginnt mit einem surrealen Bild: Zwei Männer tauchen aus dem Meer auf und tragen einen schweren Schrank an Land. Schon dieser Beginn bricht mit alltäglicher Logik. Man erwartet vielleicht Badegäste, Fischer oder Spaziergänger, aber nicht zwei Männer mit einem Möbelstück, das aus dem Wasser kommt. Der Schrank verbindet die beiden körperlich miteinander. Sie können ihn nur gemeinsam tragen, müssen ihre Bewegungen abstimmen und werden durch ihn zugleich sichtbar, schwerfällig und angreifbar.
In der Stadt versuchen die Männer, ihren Weg zu finden. Sie wollen mit dem Schrank in öffentliche und halböffentliche Räume eindringen: Straßen, Verkehrsmittel, Lokale, Geschäfte oder andere Orte des Alltags. Die Umgebung reagiert selten freundlich. Menschen weichen aus, weisen sie ab, beobachten sie mit Misstrauen oder begegnen ihnen aggressiv. Aus einer scheinbar komischen Situation entsteht ein Bild sozialer Kälte. Die Männer wirken friedlich und naiv, doch ihre bloße Anwesenheit stört die Ordnung der Stadt.
Am Ende kehren die beiden Männer zum Meer zurück. Der Film schließt damit kreisförmig: Was aus dem Wasser kam, verschwindet wieder im Wasser. Dieser Aufbau lässt viele Deutungen zu. Man kann den Film als Parabel über Fremdheit, als Kritik an gesellschaftlicher Intoleranz, als poetische Groteske oder als frühes Beispiel für Polańskis Interesse an eingeschlossenen, bedrohten oder ausgestoßenen Figuren verstehen.
Historischer Kontext: Polnisches Kino der 1950er Jahre
Zwei Männer und ein Schrank entstand im Umfeld der Filmhochschule Łódź, einer der wichtigsten Ausbildungsstätten des europäischen Nachkriegskinos. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich in Polen eine lebendige Filmkultur, in der junge Regisseurinnen und Regisseure nach neuen Ausdrucksformen suchten. Der Film gehört zu den frühen Arbeiten von Roman Polański und zeigt bereits Motive, die später in seinem Werk wiederkehren: räumliche Enge, gesellschaftliche Bedrohung, groteske Körperlichkeit, Unsicherheit und das Gefühl, in einer feindlichen Umgebung keinen Platz zu finden.

Der Film ist zugleich ein Beispiel für die Bedeutung von Filmhochschulen als Experimentierort. Eine kurze Etüde kann mutiger sein als ein großer Spielfilm, weil sie weniger erklären muss und stärker mit Form, Rhythmus und Bildern arbeiten kann. Gerade deshalb eignet sich der Film besonders gut, um Grundlagen der Filmästhetik zu untersuchen.
Roman Polański als junger Filmemacher
Roman Polański entwickelte in seinen frühen Kurzfilmen eine Bildsprache, die Komik, Irritation und Bedrohung verbindet. In Zwei Männer und ein Schrank ist die Erzählung einfach, aber die Wirkung vielschichtig. Die Handlung kann in wenigen Sätzen erzählt werden; die Bedeutungen entstehen jedoch durch Details: Wie schwer der Schrank wirkt, wie die Männer ihn tragen, wie Menschen auf ihn reagieren und wie die Kamera die Stadt als abweisenden Raum zeigt.

In der Filmanalyse ist es wichtig, Werk und Biografie nicht vorschnell gleichzusetzen. Der Film kann als eigenständiges Kunstwerk untersucht werden. Zugleich darf man beachten, dass frühe Werke oft Themen, Stile und Motive vorbereiten, die in späteren Filmen eines Regisseurs wiederkehren. Bei Polański sind das unter anderem Paranoia, Isolation, Macht, Gewalt und unsichere Grenzen zwischen Realität und Albtraum.
Die Figuren: Zwei Männer als Außenseiter
Die beiden Hauptfiguren besitzen kaum psychologische Hintergrundinformationen. Sie haben keine erklärende Vorgeschichte, keine gesprochenen Dialoge und keine eindeutige soziale Rolle. Gerade dadurch werden sie zu offenen Figuren. Du kannst sie als Freunde, Partner, Clowns, Fremde, Künstler, Vertriebene oder allgemein als Menschen lesen, die von einer Gemeinschaft nicht aufgenommen werden. Wichtig ist: Der Film zwingt keine einzige Deutung auf, sondern erzeugt Bedeutungsräume.
Ihre Körperarbeit erinnert an Slapstick und Stummfilmkomödie. Wie bei Charlie Chaplin oder Buster Keaton entsteht Komik aus Bewegung, Timing, Stolpern, Tragen, Ausweichen und Wiederholen. Doch die Komik kippt immer wieder ins Unheimliche. Wer zuerst über die ungewohnte Situation lacht, erkennt später, dass die Welt des Films aggressiv und ausgrenzend wirkt.
Der Schrank als Symbol
Der Schrank ist das zentrale Requisit des Films. Auf der einfachsten Ebene ist er ein schweres Möbelstück. Auf symbolischer Ebene kann er vieles bedeuten: eine Last, ein Zuhause, einen Besitz, ein Geheimnis, eine Erinnerung, eine Grenze oder eine Identität, die man nicht ablegen kann. Weil der Schrank sperrig ist, verhindert er die Anpassung an die Umgebung. Die Männer passen nicht durch Türen, stören Wege und fallen auf. Das Möbelstück macht ihr Anderssein sichtbar.
Besonders wichtig ist der Spiegel am Schrank. Ein Spiegel kann Selbsterkenntnis ermöglichen, aber auch Verunsicherung auslösen. Wer in den Spiegel blickt, sieht sich selbst und zugleich ein Bild, das abhängig vom Blickwinkel ist. In der Deutung des Films kann der Spiegel fragen: Wer erkennt sich in den Außenseitern wieder? Wer sieht im Fremden nur eine Störung? Wer schaut weg?
Meer, Stadt und Grenze
Das Meer bildet Anfang und Ende. Es wirkt wie ein anderer Raum, aus dem die Figuren kommen und in den sie zurückkehren. Die Stadt steht dagegen für gesellschaftliche Ordnung, Regeln und Ausschluss. Zwischen beiden Räumen liegt der Strand als Übergangszone. Der Weg der Männer ist deshalb nicht nur eine Bewegung durch Orte, sondern eine Bewegung zwischen Zugehörigkeit und Nichtzugehörigkeit.
In vielen Filmen sind Räume niemals neutral. Räume bestimmen, was Figuren tun können. In Zwei Männer und ein Schrank wird die Stadt zum Prüfstein: Wer darf eintreten, wer wird abgewiesen, wer gilt als normal, wer wird lächerlich gemacht? Die Kamera beobachtet diese Prozesse häufig mit nüchterner Distanz, wodurch das Groteske noch stärker wirkt.
Filmsprache: Kamera, Montage und Komposition
Die Kamera von Maciej Kijowski arbeitet mit klaren Bildideen. Der Schrank teilt das Bild, verdeckt Körper, erzeugt Linien, blockiert Wege und macht Bewegungen schwerfällig. Viele Einstellungen lassen die Figuren klein wirken, weil sie gegen größere Räume, Gruppen oder städtische Strukturen ankämpfen müssen. Die Bildkomposition zeigt nicht nur Personen, sondern auch Beziehungen: Wer steht im Zentrum? Wer drängt wen an den Rand? Wer schaut? Wer wird angeschaut?
Die Montage verbindet komische Episoden mit dunkleren Momenten. Dadurch entsteht keine einfache Komödie, sondern eine Groteske. Eine groteske Szene kann gleichzeitig lustig und beunruhigend sein. Genau diese Doppelwirkung ist für die Analyse wichtig. Frage Dich bei jeder Szene: Welche Wirkung entsteht zuerst? Welche Wirkung bleibt zurück?
Musik und Rhythmus: Krzysztof Komeda
Die Musik von Krzysztof Komeda ersetzt nicht einfach fehlende Dialoge. Sie gestaltet den Film aktiv mit. Jazzige Motive geben den Bewegungen der Figuren Rhythmus, Leichtigkeit und Ironie. Gleichzeitig kann Musik Kontraste herstellen: Eine scheinbar heitere Melodie kann eine bedrückende Situation noch deutlicher machen, weil Bild und Ton nicht vollständig dasselbe sagen.
Für die Filmanalyse kannst Du zwischen diegetischer und nichtdiegetischer Musik unterscheiden. Die Musik in diesem Film gehört vor allem zur filmischen Gestaltungsebene. Sie kommt nicht unbedingt aus einer sichtbaren Quelle im Bild, sondern begleitet die Wahrnehmung des Publikums. Dadurch lenkt sie Aufmerksamkeit, Tempo und Stimmung.
Themen: Fremdheit, Ablehnung und Gewalt
Der Film erzählt von Menschen, die nicht in eine vorhandene Ordnung passen. Dabei bleibt offen, ob die Gesellschaft die Männer wegen des Schranks ablehnt, wegen ihrer Fremdheit oder wegen der Irritation, die sie auslösen. Diese Offenheit macht den Film stark. Er lässt sich auf unterschiedliche gesellschaftliche Fragen beziehen: Ausgrenzung, Konformität, Vorurteil, Gruppendruck, Gewalt und der Umgang mit Menschen, die nicht den Erwartungen entsprechen.
Eine wichtige Aufgabe beim Deuten besteht darin, nicht jede Szene auf eine einzige Botschaft zu reduzieren. Der Film ist keine einfache Moralgeschichte. Er arbeitet mit Mehrdeutigkeit. Die beiden Männer sind nicht nur Opfer, der Schrank ist nicht nur Last, die Stadt ist nicht nur böse. Gerade die Mischung aus Komik, Poesie und Brutalität macht den Film zu einem lohnenden Gegenstand für Interpretation.
Rezeption und Bedeutung
Zwei Männer und ein Schrank wurde international wahrgenommen und brachte Roman Polański frühe Anerkennung ein. Der Film erhielt Auszeichnungen auf Festivals, unter anderem im Kontext experimenteller Kurzfilme. Seine Bedeutung liegt aber nicht nur in Preisen. Entscheidend ist, dass er mit sehr einfachen Mitteln eine starke filmische Welt erzeugt. Zwei Männer, ein Schrank, eine Stadt und Musik reichen aus, um Fragen nach Gesellschaft, Identität und Fremdheit zu stellen.
Für den Unterricht ist der Film besonders geeignet, weil er kurz ist und ohne Dialoge funktioniert. Dadurch können Lernende unterschiedlicher Sprachstände gemeinsam arbeiten. Die Analyse konzentriert sich auf Beobachtung: Bild, Bewegung, Ton, Schnitt und Raum. Wer genau hinsieht, entdeckt, dass Film nicht nur durch Handlung erzählt, sondern durch Formen des Sehens und Hörens.
Methoden der Filmanalyse
- Einstellungsgröße: Untersuche, ob eine Szene als Totale, Halbtotale, Nahaufnahme oder Detail gezeigt wird und welche Wirkung das hat.
- Kameraperspektive: Prüfe, ob die Figuren von oben, von unten oder auf Augenhöhe gezeigt werden.
- Montage: Beschreibe, wie Einstellungen aufeinander folgen und ob dadurch Komik, Spannung oder Irritation entsteht.
- Mise-en-scène: Achte auf Anordnung von Figuren, Schrank, Straßen, Türen, Wasser und Blickrichtungen im Bild.
- Filmmusik: Beschreibe, wie Tempo, Instrumente und Stimmung die Handlung kommentieren.
- Symbolanalyse: Begründe, welche Bedeutungen Meer, Schrank, Spiegel und Stadt annehmen können.
- Rezeptionsanalyse: Vergleiche, wie verschiedene Zuschauerinnen und Zuschauer dieselbe Szene unterschiedlich deuten.
Unterrichtsimpuls: Eine Szene genau untersuchen
Wähle eine kurze Szene von etwa 30 bis 60 Sekunden. Sieh sie mindestens dreimal an. Beim ersten Mal beschreibst Du nur die Handlung. Beim zweiten Mal notierst Du Bildgestaltung, Bewegungen und Musik. Beim dritten Mal formulierst Du eine Deutung. Trenne dabei streng zwischen Beobachtung und Interpretation. Eine gute Filmanalyse behauptet nicht nur, dass eine Szene Ausgrenzung zeigt, sondern erklärt, wie Kamera, Raum, Körper und Ton diese Wirkung erzeugen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wer führte bei Zwei Männer und ein Schrank Regie? (Roman Polański) (!Krzysztof Komeda) (!Maciej Kijowski) (!Jakub Goldberg)
Wie lautet der polnische Originaltitel des Films? (Dwaj ludzie z szafą) (!Nóż w wodzie) (!Dom) (!Lampa)
Aus welchem Jahr stammt Zwei Männer und ein Schrank? (1958) (!1937) (!1962) (!1978)
Welches Objekt tragen die beiden Hauptfiguren durch den Film? (Einen Schrank) (!Ein Klavier) (!Eine Tür) (!Einen Koffer)
Welche Aussage beschreibt die Erzählweise des Films am besten? (Der Film erzählt ohne gesprochene Dialoge stark über Bilder und Musik) (!Der Film besteht vor allem aus langen Dialogszenen) (!Der Film erklärt seine Symbolik durch einen Erzähler) (!Der Film ist ein farbiger Historienfilm)
Wer komponierte die Musik zu Zwei Männer und ein Schrank? (Krzysztof Komeda) (!Henryk Kluba) (!Andrzej Wajda) (!Stanisław Michalski)
Welche Stadt ist besonders mit der Handlung und dem Denkmal zum Film verbunden? (Sopot) (!Paris) (!Berlin) (!New York)
Welches Thema passt besonders gut zu einer Deutung des Films? (Ausgrenzung von Außenseitern) (!Triumph einer Sportmannschaft) (!Entdeckung eines Schatzes) (!Alltag einer Königsfamilie)
Was bedeutet Groteske im Zusammenhang mit dem Film am ehesten? (Eine Mischung aus Komik und Beunruhigung) (!Eine rein sachliche Nachricht) (!Eine naturwissenschaftliche Messung) (!Eine romantische Gesangseinlage)
Warum ist der Schrank für die Filmanalyse besonders wichtig? (Er ist Requisit und Symbol zugleich) (!Er erklärt die Handlung durch Beschriftungen) (!Er macht den Film zu einem Werbefilm) (!Er ersetzt die Kamera)
Memory
| Roman Polański | Regie und Drehbuch |
| Krzysztof Komeda | Jazzige Filmmusik |
| Maciej Kijowski | Kamera |
| Sopot | Küstenraum der Handlung |
| Schrank | Zentrales Requisit |
| Meer | Anfang und Ende |
| Stadt | Ort der Ablehnung |
| Spiegel | Blick auf sich selbst |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Meer | Übergang zwischen Welten |
| Stadt | Raum gesellschaftlicher Regeln |
| Schrank | Last und Symbol |
| Musik | Rhythmus ohne Dialog |
| Spiegel | Selbstbild und Fremdbild |
| Groteske | Komik mit Bedrohung |
Kreuzworträtsel
| Polanski | Wer führte Regie bei Zwei Männer und ein Schrank? |
| Komeda | Wer komponierte die Musik? |
| Sopot | In welcher Küstenstadt spielt der Film zu wichtigen Teilen? |
| Schrank | Welches Möbelstück tragen die beiden Männer? |
| Groteske | Welche Stilform verbindet Komik und Beunruhigung? |
| Montage | Welches filmische Mittel ordnet Einstellungen zu einer Bedeutung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Szenenbeschreibung: Wähle eine kurze Szene und beschreibe nur, was sichtbar und hörbar ist, ohne sofort zu deuten.
- Standbild: Zeichne oder fotografiere ein Standbild mit zwei Personen und einem sperrigen Gegenstand, das Fremdheit ausdrückt.
- Filmmusik: Höre eine Szene ohne Bild und notiere, welche Stimmung die Musik erzeugt.
- Wortloses Erzählen: Erzähle eine Alltagssituation ohne Dialoge als kleine Bilderfolge mit sechs Bildern.
Standard
- Symbolanalyse: Schreibe eine Deutung des Schranks und begründe sie mit mindestens drei genauen Beobachtungen aus dem Film.
- Raumanalyse: Vergleiche Meer, Strand und Stadt als Filmräume und erkläre, welche Bedeutung jeder Raum haben kann.
- Vergleich mit Slapstick: Vergleiche eine Szene aus Zwei Männer und ein Schrank mit einer Szene aus einem Stummfilm von Charlie Chaplin oder Buster Keaton.
- Filmplakat: Gestalte ein alternatives Filmplakat, das die Themen Ausgrenzung, Groteske und Fremdheit sichtbar macht.
Schwer
- Kurzfilmprojekt: Drehe in einer Gruppe einen einminütigen Film ohne Dialoge, in dem ein Gegenstand eine symbolische Bedeutung bekommt.
- Essay: Diskutiere, ob Zwei Männer und ein Schrank eher eine Komödie, eine Parabel oder ein gesellschaftskritischer Film ist.
- Sequenzanalyse: Analysiere eine Sequenz mit den Begriffen Einstellungsgröße, Kameraperspektive, Montage, Mise-en-scène und Filmmusik.
- Rezeptionsvergleich: Befrage drei Personen nach dem Ansehen des Films und vergleiche, welche Deutungen sie für den Schrank entwickeln.

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Lernkontrolle
- Transferanalyse: Erkläre an einem selbst gewählten aktuellen Beispiel, wie eine Gruppe auf Menschen reagiert, die nicht in ihre Erwartungen passen, und vergleiche dies mit dem Film.
- Deutungskonflikt: Entwickle zwei unterschiedliche Interpretationen des Schranks und bewerte, welche durch die filmischen Mittel stärker gestützt wird.
- Filmische Mittel: Zeige an einer Szene, wie Musik, Körperbewegung und Raumgestaltung zusammen eine Bedeutung erzeugen.
- Perspektivwechsel: Schreibe einen inneren Monolog einer Nebenfigur, die die beiden Männer sieht, und zeige darin Vorurteile oder Unsicherheit.
- Kreativer Transfer: Entwerfe eine moderne Version der Grundidee, in der zwei Menschen mit einem ungewöhnlichen Gegenstand durch eine Schule, Stadt oder digitale Umgebung gehen.
- Vergleichende Analyse: Vergleiche den Film mit einem anderen Werk über Außenseiter und arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung von Ausgrenzung heraus.
- Urteilskompetenz: Beurteile, ob ein Film ohne Dialoge gesellschaftliche Themen genauso stark ausdrücken kann wie ein dialogreicher Film.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu Zwei Männer und ein Schrank solltest Du zeigen, dass Du Inhalt, Form und Deutung miteinander verbinden kannst. Wichtig ist nicht nur, Fakten zu nennen, sondern Deine Aussagen mit Beobachtungen aus dem Film zu begründen.
- Inhaltsverständnis: Du kannst die Grundhandlung präzise und knapp wiedergeben.
- Fachsprache: Du verwendest passende Begriffe wie Kurzfilm, Montage, Mise-en-scène, Symbol, Groteske, Filmmusik und Außenseiter.
- Beobachtung: Du unterscheidest zwischen dem, was im Bild zu sehen ist, und Deiner Interpretation.
- Deutung: Du erklärst, welche Bedeutungen Schrank, Meer, Stadt und Spiegel haben können.
- Begründung: Du belegst jede Deutung mit konkreten Szenen, Einstellungen oder musikalischen Momenten.
- Transfer: Du verbindest das Thema Ausgrenzung mit heutigen Erfahrungen, ohne den Film zu vereinfachen.
- Gestaltung: Du kannst eine eigene kreative oder analytische Arbeit klar präsentieren.
OERs zum Thema
Weitere Medien und Rechercheimpulse
- Wikimedia Commons: Suche nach dem Dateinamen Sopot pomnik Dwaj ludzie z szafą.JPG, um das Denkmal zum Film zu betrachten.
- Filmhochschule Łódź: Informiere Dich über die Bedeutung der Schule für das polnische und europäische Kino.
- Krzysztof Komeda: Recherchiere, weshalb Jazz in der polnischen Filmkultur der 1950er Jahre wichtig war.
- Kurzfilm: Vergleiche die Form des Kurzfilms mit einem Spielfilm und erkläre, welche Verdichtung dadurch möglich wird.
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