Winkel, Ebenheit und Rechtwinkligkeit prüfen - Schmied


Winkel, Ebenheit und Rechtwinkligkeit prüfen - Schmied
Einleitung
Beim Schmieden entsteht die Werkstückform durch plastisches Umformen. Damit ein geschmiedetes Bauteil anschließend montiert werden kann, sicher funktioniert und der technischen Zeichnung entspricht, müssen wichtige geometrische Merkmale geprüft werden. Dazu gehören besonders Winkel, Ebenheit und Rechtwinkligkeit. In der Ausbildung zum Metallbauer beziehungsweise zur Metallbauerin sind Prüfen und Messen, Qualitätsmanagement sowie das Kontrollieren und Dokumentieren von Arbeitsergebnissen grundlegende Bestandteile. In der Fachrichtung Metallgestaltung kommen das manuelle und maschinelle Herstellen von Schmiedeteilen hinzu.[1]

Nach diesem Lernkurs kannst Du geeignete Prüfmittel auswählen, ein Werkstück fachgerecht vorbereiten, Prüfungen durchführen und die Ergebnisse nachvollziehbar dokumentieren. Du lernst außerdem, warum die drei Merkmale nicht verwechselt werden dürfen: Ebenheit ist eine Formeigenschaft einer einzelnen Fläche, während Rechtwinkligkeit immer eine Richtung zu einem festgelegten Bezug beschreibt.
Lernziele
Nach der Bearbeitung des aiMOOCs kannst Du:
- Prüfen und Messen: zwischen Messen, Lehren und vergleichendem Prüfen unterscheiden.
- Prüfmittel: Haarlineal, Haarwinkel, Anschlagwinkel, Universalwinkelmesser, Fühlerlehre, Messplatte und Messuhr passend auswählen.
- Ebenheit: eine Fläche mit Lichtspaltverfahren, Fühlerlehre oder Messuhr beurteilen.
- Rechtwinkligkeit: eine Werkstückfläche zu einer Bezugsfläche prüfen.
- Winkelmessung: feste und beliebige Winkel fachgerecht kontrollieren.
- Prüfprotokoll: Sollwert, Prüfmittel, Messstellen, Ergebnis und Bewertung dokumentieren.
Fachliche Grundlagen
Prüfen, Messen und Lehren
Prüfen bedeutet, festzustellen, ob ein Werkstück eine festgelegte Forderung erfüllt. Beim Messen erhältst Du einen Zahlenwert, beispielsweise 89,8°. Beim Lehren vergleichst Du das Werkstück mit einer festgelegten Form oder einem Grenzmaß. Ein Haarwinkel verkörpert beispielsweise einen rechten Winkel. Das Ergebnis kann zunächst lauten: Lichtspalt vorhanden oder kein Lichtspalt erkennbar.
In der Praxis werden die Verfahren kombiniert. Ein Haarlineal zeigt eine Abweichung durch einen Lichtspalt. Eine Fühlerlehre kann anschließend helfen, die örtliche Spaltbreite abzuschätzen. Für eine zahlenmäßige und besser reproduzierbare Prüfung kann eine Messuhr auf einer geeigneten Messeinrichtung verwendet werden.
Winkel, Ebenheit und Rechtwinkligkeit unterscheiden
| Merkmal | Fachliche Bedeutung | Typische Prüfmittel |
|---|---|---|
| Winkel | Größe zwischen zwei Linien, Kanten oder Flächen; Angabe meist in Grad | Universalwinkelmesser, digitaler Winkelmesser, Winkelschmiege mit zusätzlicher Ableseeinrichtung |
| Ebenheit | Formtoleranz einer einzelnen Fläche; die gesamte Fläche muss innerhalb zweier paralleler Ebenen mit dem Abstand der Toleranz liegen | Haarlineal, Messplatte, Fühlerlehre, Messuhr |
| Rechtwinkligkeit | Richtungstoleranz eines Elements zu einem festgelegten Bezug; die Sollrichtung beträgt 90° | Haarwinkel, Präzisionswinkel, Messplatte, Referenzwinkel, Messuhr |
Die geometrische Tolerierung ist Bestandteil der Geometrischen Produktspezifikation. Die Regeln für Form-, Richtungs-, Orts- und Lauftoleranzen werden in DIN EN ISO 1101 beschrieben.[2]
Prüfmittel
Winkel und Winkelmesser
Ein Anschlagwinkel besitzt einen Anschlag, der sicher an einer geraden Bezugskante anliegen soll. Ein Haarwinkel besitzt fein bearbeitete Messkanten und eignet sich für das Lichtspaltverfahren. Ein Werkstattwinkel ist robust, erreicht aber nicht automatisch die Genauigkeit eines gekennzeichneten Präzisionswinkels.

Mit einem Universalwinkelmesser lassen sich auch Winkel prüfen, die von 90° abweichen. Die Messflächen müssen vollständig anliegen. Schon Zunder, ein Grat oder eine verkantete Anlage kann den angezeigten Wert verfälschen.

Eine Winkelschmiege überträgt einen Winkel. Ohne Skala liefert sie allein noch keinen Zahlenwert. Der übertragene Winkel muss deshalb an einer Zeichnung, Schablone oder einem Winkelmesser verglichen werden.
Haarlineal und Lichtspalt
Das Haarlineal ist eine Lehre mit einer sehr schmalen, genau bearbeiteten Messkante. Im Gegenlicht werden kleine Spalte zwischen Messkante und Werkstückoberfläche sichtbar. Das Verfahren ist empfindlich, aber zunächst vergleichend. Es ersetzt nicht in jedem Fall eine vollständige messtechnische Verifikation der Ebenheit.


Fühlerlehre, Messplatte und Messuhr
Eine Fühlerlehre besteht aus dünnen Blättern mit festgelegter Dicke. Das stärkste Blatt, das sich ohne Gewalt in einen Spalt einschieben lässt, beschreibt näherungsweise dessen Breite. Die Blätter dürfen nicht geknickt, verschmutzt oder mit Kraft unter die Messkante geschoben werden.

Eine Messplatte stellt eine kontrollierte ebene Bezugsfläche bereit. Auf ihr können Werkstücke, Winkel, Messständer und Höhenmessgeräte aufgebaut werden. Die Platte muss sauber sein und darf nicht als Ablage für raue, heiße oder scharfkantige Werkstücke missbraucht werden.

Mit einer Messuhr auf einem stabilen Messständer lassen sich Höhenänderungen beim Abfahren einer Fläche anzeigen. Die Differenz zwischen größtem und kleinstem Anzeigewert beschreibt die festgestellte Änderung innerhalb des gewählten Prüfaufbaus. Wie daraus ein normgerechtes Ergebnis entsteht, hängt von Zeichnung, Messstrategie, Aufspannung und betrieblicher Prüfanweisung ab.
Werkstück vorbereiten
Ein geschmiedetes Werkstück darf nicht unmittelbar aus der Schmiedehitze auf Präzisionsprüfmittel gelegt werden. Wärme verändert die Abmessungen, kann Prüfmittel schädigen und verursacht Verbrennungsgefahr. Lass das Werkstück entsprechend der Arbeitsanweisung abkühlen.
Entferne losen Zunder, Schmutz, Öl und störende Grate von den vorgesehenen Anlage- und Messstellen. Dabei darfst Du die zu prüfende Fläche nicht unkontrolliert nacharbeiten. Prüfe anschließend:
- Zeichnung: Welches Merkmal ist gefordert und welche Toleranz gilt?
- Bezug: Welche Fläche oder Kante dient als Ausgang für die Prüfung?
- Messstellen: Wo und in welchen Richtungen muss geprüft werden?
- Prüfmittelstatus: Ist das Prüfmittel sauber, unbeschädigt und für die geforderte Genauigkeit geeignet?
- Sicherheit: Ist das Werkstück standsicher und können Hände und Füße nicht eingeklemmt werden?
Bei rohen Schmiedeoberflächen können Zunder, Formschrägen, Vertiefungen und Hammerschläge vorhanden sein. Deshalb darfst Du nicht irgendeine sichtbare Fläche als Funktions- oder Bezugsfläche annehmen. Maßgebend sind Zeichnung, Arbeitsplan und betriebliche Prüfanweisung.
Winkel prüfen
Einen rechten Winkel prüfen
Lege den kurzen Schenkel des Haar- oder Anschlagwinkels vollständig an die festgelegte Bezugskante beziehungsweise Bezugsfläche. Führe den langen Schenkel vorsichtig an die zweite Fläche. Halte das Werkstück gegen eine geeignete Lichtquelle und beobachte den Spalt.

Drücke den Winkel nicht gegen das Werkstück. Durch Kraft kann ein dünnes Bauteil elastisch verformt oder ein vorhandener Fehler verdeckt werden. Prüfe bei längeren Kanten an mehreren Stellen. Bei Innen- und Außenwinkeln muss die jeweils geeignete Messfläche des Prüfmittels verwendet werden.
Zur Eigenkontrolle eines Werkstattwinkels kann die Umschlagmethode dienen: Zeichne an einer geraden Bezugskante eine Linie, schlage den Winkel um und zeichne vom gleichen Ausgangspunkt erneut. Weichen die Linien voneinander ab, ist der Winkel oder die Anlage ungeeignet. Diese Kontrolle ersetzt keine vorgeschriebene Kalibrierung.

Einen beliebigen Winkel messen
Setze den Universalwinkelmesser so an, dass beide Messflächen sauber und ohne Verkanten anliegen. Arretiere die bewegliche Schiene, ohne die Lage zu verändern, und lies den Wert senkrecht zur Skala ab. Bei digitalen Geräten sind Nullstellung, Batteriezustand und Bezugsrichtung zu beachten.
Wird am Ende einer Prüflänge eine lineare Abweichung ermittelt, kann daraus ein kleiner Winkelfehler abgeschätzt werden:
Dabei ist s die Abweichung am Ende der Prüflänge und L die wirksame Prüflänge. Beispiel: 0,5 mm Abweichung auf 200 mm entsprechen etwa 0,143°. Verwende diese Umrechnung nur, wenn Prüfaufbau und Zeichnung diese Auswertung zulassen.
Ebenheit prüfen
Lege das Haarlineal mit seiner Messkante auf die gereinigte Fläche. Prüfe nicht nur in einer Richtung, sondern längs, quer und diagonal. Bei großen Flächen sind zusätzliche parallele Prüfwege erforderlich. Kippe oder schiebe das Haarlineal nicht über raue Stellen, weil die Messkante beschädigt werden kann.
Ein sichtbarer Lichtspalt zeigt eine örtliche Abweichung. Mit einer Fühlerlehre kannst Du vorsichtig feststellen, welches Blatt in den Spalt passt. Dokumentiere Messrichtung und Messstelle. Der größte gefundene Spalt ist nur dann direkt mit einer Ebenheitstoleranz vergleichbar, wenn das festgelegte Prüfverfahren dies erlaubt.
Für eine zahlenmäßige Prüfung wird das Werkstück geeignet auf einer Messplatte gelagert. Eine Messuhr fährt die festgelegten Messpunkte oder Messbahnen ab. Die Auflage darf das Werkstück nicht verspannen. Bei dünnen oder langen Schmiedeteilen ist besonders auf Durchbiegung und kippelige Auflage zu achten.
Rechtwinkligkeit prüfen
Für die Rechtwinkligkeit brauchst Du eine Bezugsfläche. Lege diese Fläche sauber und stabil auf die Messplatte oder gegen eine festgelegte Referenz. Prüfe die zweite Fläche mit einem Präzisionswinkel. Ein Lichtspalt zeigt, an welcher Seite die Abweichung liegt.
Für eine quantitative Prüfung kann ein Referenzwinkel auf der Messplatte verwendet werden. Eine Messuhr wird an der zu prüfenden Fläche entlanggeführt. Ändert sich die Anzeige über die Prüfhöhe, liegt eine Richtungsabweichung vor. Vergleiche die ermittelte lineare Abweichung mit der in der Zeichnung oder Prüfanweisung festgelegten Toleranz.
Ebenheit und Rechtwinkligkeit können gleichzeitig auffällig sein. Eine buckelige Fläche kann am Haarwinkel wechselnde Lichtspalte erzeugen, obwohl ihre mittlere Richtung annähernd 90° beträgt. Deshalb müssen Formabweichung und Richtungsabweichung getrennt beurteilt werden.
Typische Prüf- und Messfehler
| Fehlerquelle | Auswirkung | Gegenmaßnahme |
|---|---|---|
| Zunder, Grat oder Schmutz | Prüfmittel liegt nicht korrekt an | Messstellen reinigen und sichtprüfen |
| Warmes Werkstück | Maßänderung und Gefahr für Prüfmittel | Werkstück nach Vorgabe abkühlen lassen |
| Falsche Bezugsfläche | Ergebnis beschreibt nicht die Zeichnungsforderung | Bezug in Zeichnung und Prüfplan eindeutig bestimmen |
| Zu hoher Anpressdruck | Werkstück oder Prüfmittel wird elastisch verformt | Mit geringer, gleichmäßiger Prüfkraft arbeiten |
| Zu wenige Messrichtungen | Örtliche Abweichungen bleiben unentdeckt | Fläche längs, quer, diagonal und an mehreren Stellen prüfen |
| Beschädigtes Prüfmittel | Systematisch falsche Ergebnisse | Sicht- und Funktionskontrolle sowie Prüfmittelüberwachung beachten |
| Fehlende Dokumentation | Ergebnis ist nicht nachvollziehbar | Prüfmittel, Messstellen, Werte und Bewertung protokollieren |
Prüfergebnis dokumentieren
Ein Prüfprotokoll sollte mindestens Werkstückbezeichnung, Zeichnungsstand, geprüftes Merkmal, Sollwert oder Toleranz, Bezugsfläche, Prüfmittelbezeichnung, Prüfmittelnummer, Messstellen, Einzelwerte, größtes Ergebnis, Bewertung, Datum und Namen der prüfenden Person enthalten.
Das Ergebnis lautet nicht automatisch gut, nur weil kein deutlicher Lichtspalt sichtbar ist. Entscheidend ist der Vergleich mit der geforderten Toleranz. Bei einem Grenzfall wiederholst Du die Prüfung, kontrollierst den Aufbau und informierst die zuständige Fachkraft. Nacharbeit darf erst erfolgen, wenn Fehlerart, zulässiges Verfahren und verbleibendes Aufmaß geklärt sind.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aussage beschreibt Ebenheit fachlich richtig? (Ebenheit ist eine Formtoleranz einer einzelnen Fläche) (!Ebenheit ist immer ein Winkel von 90 Grad) (!Ebenheit beschreibt nur den Abstand zweier Bohrungen) (!Ebenheit benötigt grundsätzlich drei Bezugsflächen)
Was ist für die Prüfung der Rechtwinkligkeit unverzichtbar? (Ein festgelegter Bezug) (!Eine Schmiedetemperatur) (!Eine Werkstoffhärte) (!Eine Oberflächenbeschichtung)
Welches Prüfmittel eignet sich besonders für das Lichtspaltverfahren an einer Fläche? (Ein Haarlineal) (!Ein Körner) (!Eine Schmiedezange) (!Ein Gewindebohrer)
Wozu dient eine Fühlerlehre bei der Ebenheitsprüfung? (Zum Abschätzen einer vorhandenen Spaltbreite) (!Zum Härten der Werkstückoberfläche) (!Zum Messen der Werkstücktemperatur) (!Zum Anreißen eines Kreises)
Warum darf ein heißes Schmiedeteil nicht auf eine Präzisionsmessplatte gelegt werden? (Es gefährdet die Sicherheit und kann das Prüfergebnis sowie das Prüfmittel beeinträchtigen) (!Es wird dadurch automatisch magnetisch) (!Es verliert sofort seine gesamte Festigkeit) (!Es kann dann nicht mehr geschmiedet werden)
Welche Prüfung liefert direkt einen Winkelwert in Grad? (Die Prüfung mit einem Universalwinkelmesser) (!Die Sichtprüfung mit einem Haarlineal) (!Die Klangprobe mit einem Hammer) (!Die Prüfung mit einer Fühlerlehre)
Wie wird eine Fläche mit dem Haarlineal sinnvoll geprüft? (In mehreren Richtungen und an mehreren Stellen) (!Nur an einer beliebigen Ecke) (!Nur auf der Zunderschicht) (!Mit möglichst großem Anpressdruck)
Welche Folge kann ein Grat an der Bezugsfläche haben? (Das Prüfmittel liegt falsch an und das Ergebnis wird verfälscht) (!Die Messplatte wird automatisch kalibriert) (!Der Winkel wird immer exakt 90 Grad) (!Die Ebenheit verbessert sich)
Was zeigt die Differenz aus größtem und kleinstem Messuhrwert beim Abfahren zunächst an? (Die im gewählten Aufbau festgestellte Höhenänderung) (!Die chemische Zusammensetzung des Stahls) (!Die Schmiedetemperatur) (!Die Oberflächenfarbe)
Welche Angabe gehört in ein fachgerechtes Prüfprotokoll? (Das verwendete Prüfmittel und die festgelegten Messstellen) (!Die private Telefonnummer des Prüfers) (!Die Farbe der Werkstattwand) (!Die Anzahl aller Hämmer im Betrieb)
Memory
| Ebenheit | Formtoleranz ohne Bezug |
| Rechtwinkligkeit | Richtungstoleranz mit Bezug |
| Haarlineal | Lichtspaltprüfung an Flächen |
| Haarwinkel | Prüfung eines rechten Winkels |
| Fühlerlehre | Abschätzung einer Spaltbreite |
| Messplatte | Ebene Referenz für Prüfaufbauten |
| Universalwinkelmesser | Zahlenwert eines Winkels |
| Messuhr | Anzeige von Höhenänderungen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Prüfaufgabe |
|---|---|
| Haarwinkel | Rechten Winkel vergleichend prüfen |
| Universalwinkelmesser | Beliebigen Winkel zahlenmäßig bestimmen |
| Haarlineal | Ebenheit mit Lichtspalt beurteilen |
| Fühlerlehre | Spaltbreite näherungsweise feststellen |
| Messuhr | Höhenänderung beim Abfahren anzeigen |
| Messplatte | Ebene Grundlage für den Prüfaufbau bereitstellen |
Kreuzworträtsel
| Haarlineal | Welche Lehre besitzt eine schmale Messkante zur Ebenheitsprüfung? |
| Messplatte | Welche ebene Grundlage wird für genaue Prüfaufbauten verwendet? |
| Fühlerlehre | Welches Prüfmittel besteht aus Blättern unterschiedlicher Dicke? |
| Lichtspalt | Was wird zwischen Prüfmittel und fehlerhafter Fläche im Gegenlicht sichtbar? |
| Bezugsfläche | Welche Fläche bestimmt die Ausgangslage einer Rechtwinkligkeitsprüfung? |
| Messuhr | Welches Anzeigegerät erfasst kleine Änderungen beim Abfahren? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Prüfmittel-Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu Haarlineal, Haarwinkel, Fühlerlehre und Universalwinkelmesser mit Einsatzgebiet und einer typischen Fehlerquelle.
- Werkstückanalyse: Fotografiere oder skizziere ein ungefährliches Übungswerkstück und markiere mögliche Bezugs-, Anlage- und Messflächen.
- Lichtspaltversuch: Prüfe unter Aufsicht drei unterschiedliche Metallflächen mit einem Haarlineal und beschreibe die beobachteten Lichtspalte.
- Prüfprotokoll-Vorlage: Entwirf eine übersichtliche Vorlage für eine einfache Winkel- oder Ebenheitsprüfung.
Standard
- Prüfplan: Erstelle für einen geschmiedeten Winkelhaken einen Prüfplan mit Merkmalen, Bezügen, Prüfmitteln, Messstellen und Reihenfolge.
- Messvergleich: Vergleiche die Ebenheitsprüfung mit Haarlineal und Messuhr und erkläre Unterschiede bei Aussagekraft, Aufwand und Fehlerquellen.
- Winkelabweichung: Miss unter Anleitung eine lineare Abweichung über eine bekannte Prüflänge und berechne den zugehörigen Winkelfehler.
- Fehlerbild-Dokumentation: Stelle in Bildern oder Skizzen dar, wie Zunder, Grat, Kippeln und zu hoher Anpressdruck ein Ergebnis verfälschen.
Schwer
- Messunsicherheit: Untersuche, welche Einflüsse die Wiederholbarkeit einer Messuhrprüfung an einem langen Schmiedeteil verändern.
- Prüfvorrichtung: Entwickle eine sichere Vorrichtung, mit der ein wiederkehrendes Schmiedeteil stets gleich auf einer Messplatte positioniert werden kann.
- Qualitätsanalyse: Werte eine Serie von mindestens fünf Übungswerkstücken aus und leite aus den Prüfergebnissen mögliche Ursachen im Schmiedeprozess ab.
- Fachgespräch: Produziere ein kurzes Lehrvideo, in dem Du die getrennte Prüfung von Ebenheit und Rechtwinkligkeit fachlich begründest und demonstrierst.


Lernkontrolle
- Prüfstrategie entwickeln: Ein geschmiedeter Wandhaken besitzt eine Anlagefläche und einen senkrechten Schenkel. Entwickle eine vollständige Prüfstrategie und begründe die Reihenfolge.
- Prüfmittel auswählen: Für eine grobe Schmiedefläche, eine geschliffene Anlagefläche und einen Winkel von 72° stehen verschiedene Prüfmittel bereit. Ordne geeignete Prüfmittel zu und begründe Grenzen der Verfahren.
- Fehlerursache beurteilen: Bei wiederholten Rechtwinkligkeitsprüfungen entstehen unterschiedliche Ergebnisse. Analysiere mögliche Ursachen im Werkstück, Prüfmittel, Aufbau und Verhalten der prüfenden Person.
- Ebenheit und Rechtwinkligkeit trennen: Ein Bauteil zeigt am Haarwinkel oben und unten unterschiedliche Lichtspalte. Entwickle Prüfungen, mit denen Du Form- und Richtungsabweichung getrennt untersuchst.
- Nacharbeit entscheiden: Ein Werkstück liegt knapp außerhalb der Toleranz. Erläutere, welche Informationen vor einer Nacharbeit geprüft werden müssen und welche Risiken eine unkontrollierte Korrektur hat.
- Prüfprotokoll bewerten: Beurteile ein unvollständiges Prüfprotokoll und ergänze alle Angaben, die für Rückverfolgbarkeit und eine fachliche Entscheidung fehlen.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis sind folgende Leistungen wichtig:
- Fachbegriffe: Winkel, Ebenheit, Rechtwinkligkeit, Formtoleranz, Richtungstoleranz, Bezug und Toleranzzone richtig verwenden.
- Prüfmittelauswahl: das Prüfmittel passend zu Merkmal, Oberfläche und geforderter Genauigkeit auswählen.
- Praktische Durchführung: Werkstück und Prüfmittel vorbereiten, sicher aufbauen und ohne unzulässige Kraft prüfen.
- Auswertung: Beobachtungen und Messwerte mit Zeichnung oder Prüfanweisung vergleichen.
- Dokumentation: Bezugsfläche, Messstellen, Prüfmittel, Ergebnisse und Bewertung nachvollziehbar festhalten.
- Reflexion: mögliche Messfehler erkennen und geeignete Wiederholungs- oder Korrekturmaßnahmen begründen.
- Fachgespräch: Vorgehen, Grenzen des Prüfverfahrens und Entscheidung fachsprachlich erläutern.
OERs zum Thema
Quellen und Normhinweise
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs



aiMOOC Projekte


THE MONKEY DANCE





|
LernweltNOAH fragen