Wiederholung und Veränderung in Musik erkennen - Musik analysieren


Wiederholung und Veränderung in Musik erkennen - Musik analysieren
Einleitung
Wiederholung und Veränderung gehören zu den wichtigsten Mitteln, mit denen Musik verständlich, spannend und erinnerbar wird. Wenn Du ein Lied, einen Beat, ein Motiv, ein Thema oder eine Basslinie wiedererkennst, bemerkst Du meistens ein Muster: Etwas kehrt zurück. Wenn es nicht ganz gleich zurückkehrt, sondern anders klingt, entsteht eine Variation. Genau an dieser Stelle beginnt Musikanalyse: Du hörst nicht nur, dass etwas wiederkommt, sondern beschreibst, wie es wiederkommt und warum diese Veränderung musikalisch wirkt.
In diesem aiMOOC lernst Du, Wiederholung, Variation, Sequenz, Ostinato, Kontrast, Motivische Arbeit, Augmentation, Diminution, Umkehrung, Krebs, Transposition, Formanalyse und Höranalyse sicher zu erkennen. Du arbeitest mit Notenbildern, Hörbeispielen, kurzen Kompositionsübungen und Analyseaufgaben. Das Ziel ist, dass Du Musik genauer beschreiben, sinnvoll gliedern und selbst kleine musikalische Veränderungen gestalten kannst.
Grundidee: Wiederkehr macht Musik verständlich
Musik verläuft in der Zeit. Anders als ein Bild ist ein Musikstück nicht auf einmal vollständig sichtbar. Deshalb braucht Dein Gehör Orientierungspunkte. Wiederkehrende Rhythmen, Melodien, Harmonien, Klangfarben oder Dynamikverläufe helfen Dir, Zusammenhänge zu erkennen. Eine wiederholte Figur kann wie ein musikalisches Signal wirken: Du hörst etwas Bekanntes wieder und kannst es im Verlauf des Stücks einordnen.
Eine exakte Wiederholung liegt vor, wenn ein musikalischer Abschnitt unverändert zurückkehrt. Eine veränderte Wiederholung liegt vor, wenn ein Abschnitt wiedererkennbar bleibt, aber einzelne Eigenschaften verändert werden. Diese Veränderungen können klein sein, zum Beispiel eine andere Lautstärke, oder sehr deutlich, zum Beispiel eine neue Tonart, ein anderes Tempo oder eine völlig andere Begleitung.

In diesem Beispiel erscheint dieselbe kurze Gestalt zweimal. Du kannst sie als A A beschreiben. In einer Formanalyse bedeutet das: Ein Baustein wird unverändert wiederholt.
Exakte Wiederholung
Bei der exakten Wiederholung bleiben Tonhöhe, Rhythmus, Metrum, Tempo, Dynamik, Artikulation und meistens auch die Instrumentation gleich. In der Praxis können kleine Aufführungsunterschiede entstehen, aber der musikalische Gedanke ist derselbe. Exakte Wiederholungen findest Du häufig in Liedform, Popmusik, Tanzmusik, Kinderlied, Marsch, Rondo und Minimal Music.

Wenn Du eine exakte Wiederholung analysierst, kannst Du fragen: Wird dadurch etwas eingeprägt? Entsteht Stabilität? Unterstützt die Wiederholung einen Refrain? Soll das Publikum mitsingen, tanzen oder ein Motiv wiedererkennen?
Wiederholung als Formprinzip
Musikalische Form entsteht häufig aus dem Wechsel von bekannten und neuen Abschnitten. Du kannst Abschnitte mit Buchstaben markieren: A steht für den ersten Abschnitt, B für einen neuen Abschnitt, A′ für einen veränderten A-Abschnitt. Ein Ablauf wie A A B A wirkt anders als A B C D. Im ersten Fall geben Wiederholungen Halt, im zweiten Fall entsteht eher ständige Neuheit.
![X:1
M:4/4
L:1/4
K:C
C D E G|C2 z2|C D E G|C2 z2|F E D C|G2 z2|C D E G|C2 z2|]](/images/lilypond/h/w/hwcaz0aam4nuybfu7uu7560au06icyq/hwcaz0aa.png)
Dieses Beispiel lässt sich als A A B A hören: Zwei gleiche Anfangsteile, ein abweichender Mittelteil und eine Rückkehr zum Anfang. Solche Buchstabenmodelle sind in der Musikanalyse hilfreich, weil sie komplexe Abläufe übersichtlich machen.
Veränderung: Was kann an Musik variiert werden?
Eine Variation ist eine veränderte Wiederkehr eines musikalischen Gedankens. Damit eine Variation funktioniert, muss genug gleich bleiben, damit Du den Ursprung wiedererkennst. Gleichzeitig muss genug verändert werden, damit die Musik nicht bloß wiederholt wirkt. Dieses Verhältnis von Ähnlichkeit und Unterschied ist der Kern vieler musikalischer Formen.
Melodische Veränderung
Bei der melodischen Veränderung bleibt oft der Rhythmus erhalten, während die Tonhöhen verändert werden. Die Melodie kann höher oder tiefer gesetzt werden, einzelne Intervalle können größer oder kleiner werden, oder die Richtung der Bewegung kann umgekehrt werden. Eine einfache Veränderung ist die Transposition: Das Motiv wird auf einer anderen Tonstufe wiederholt.

Hier hörst Du ein Motiv, das stufenweise höher beginnt. Eine solche versetzte Wiederholung nennt man häufig Sequenz. Sie erzeugt Bewegung, Steigerung und Erwartung.
Rhythmische Veränderung
Bei der rhythmischen Veränderung bleiben wichtige Tonhöhen oder die melodische Richtung wiedererkennbar, aber die Dauer der Töne verändert sich. Der musikalische Gedanke kann gedehnt, verkürzt, synkopiert oder mit Pausen unterbrochen werden. Dadurch verändert sich der Charakter deutlich: Eine ruhige Melodie kann lebhafter wirken, ein einfacher Gedanke kann tänzerisch werden.

Die erste Zeile wirkt eher schlicht, die zweite lebhafter. Du kannst in Deiner Analyse beschreiben, dass die Tonhöhenidee erhalten bleibt, aber der Rhythmus verdichtet wird.
Harmonische Veränderung
Bei der harmonischen Veränderung kann dieselbe Melodie über anderen Akkorden stehen. Dadurch verändert sich die Wirkung stark: Eine Melodie kann heller, dunkler, spannungsvoller oder ruhiger erscheinen. In Popmusik, Jazz, Filmmusik und Klassik ist diese Technik sehr häufig. Die Melodie bleibt ein Wiedererkennungsmerkmal, während die Begleitung eine neue Stimmung erzeugt.

Im Notenbild bleibt die obere Stimme ähnlich, während die Begleitung andere harmonische Stationen andeutet. Bei einer Höranalyse kannst Du auf den Unterschied zwischen gleicher Melodie und veränderter Begleitung achten.
Klangliche Veränderung
Eine Wiederholung kann auch durch Klangfarbe, Instrumentation, Register und Dynamik verändert werden. Dasselbe Motiv klingt anders, wenn es von einer Flöte, einer Trompete, einer Violine, einer E-Gitarre oder einem Synthesizer gespielt wird. Ein Wechsel von leise zu laut, von tief zu hoch oder von einzeln zu vielstimmig kann eine Wiederholung dramatisch steigern.

Auch ohne viele neue Töne kann eine Veränderung entstehen: Das zweite Auftreten wirkt durch die neue Lautstärke stärker.
Wichtige Analysebegriffe
Motiv
Ein Motiv ist eine kurze, charakteristische musikalische Gestalt. Es kann rhythmisch, melodisch oder harmonisch besonders auffällig sein. Oft reicht ein Motiv aus wenigen Tönen, um ein ganzes Stück zu prägen. Berühmt ist das kurze Anfangsmotiv aus Beethovens 5. Sinfonie.

Achte darauf, dass ein Motiv nicht unbedingt eine vollständige Melodie ist. Es ist eher ein prägnanter Keim, aus dem größere musikalische Zusammenhänge entstehen können.
Thema
Ein Thema ist meist länger und abgeschlossener als ein Motiv. Es kann aus mehreren Motiven bestehen und oft als Grundlage für Variationen, Durchführungen oder Improvisation dienen. In einem Variationssatz wird ein Thema zuerst vorgestellt und dann mehrfach verändert.

Dieses einfache Thema ist gut geeignet, um Variationstechniken zu üben: Du kannst Rhythmus, Lage, Begleitung, Dynamik oder Tongeschlecht verändern und trotzdem die Grundgestalt wiedererkennen.
Sequenz
Eine Sequenz ist die Wiederholung eines Motivs oder einer Figur auf einer anderen Tonhöhe. Eine Sequenz kann aufwärts oder abwärts führen. Sie erzeugt oft den Eindruck von Entwicklung, Steigerung oder Fortspinnung.

In der Analyse kannst Du notieren: gleiches rhythmisches Modell, ähnliche melodische Richtung, neue Tonstufe.
Ostinato
Ein Ostinato ist ein hartnäckig wiederholtes Muster. Es kann in der Basslinie, im Rhythmus, in der Melodie oder in einer Begleitfigur liegen. Ostinati findest Du in Barockmusik, Rockmusik, Hip-Hop, Techno, Filmmusik und vielen außereuropäischen Musiktraditionen.

Hier wiederholt die tiefe Stimme ein Muster. Die obere Stimme kann sich verändern, während das Ostinato Stabilität gibt.
Kontrast
Ein Kontrast ist ein deutlicher Gegensatz zu vorherigem Material. Er kann durch andere Tonart, anderes Tempo, andere Lautstärke, andere Besetzung, andere Artikulation oder anderes rhythmisches Verhalten entstehen. Kontrast ist nicht das Gegenteil von Zusammenhang: Ein Stück braucht oft beides, Wiedererkennung und Überraschung.

Der Wechsel von Dur-Nähe zu Moll-Färbung und von ruhigeren Vierteln zu bewegten Achteln erzeugt einen deutlichen Charakterwechsel.
Techniken der Veränderung
Augmentation und Diminution
Augmentation bedeutet Vergrößerung der Notenwerte. Ein Motiv wird zeitlich gedehnt. Diminution bedeutet Verkleinerung der Notenwerte. Ein Motiv wird zeitlich verdichtet.

Die erste Gestalt steht in Vierteln, danach erscheint sie gedehnt in Halben und verdichtet in Achteln. Beim Hören kannst Du fragen: Wirkt die Musik ruhiger, schneller, dringlicher oder feierlicher?
Umkehrung
Bei der Umkehrung wird die Richtung der Intervalle gespiegelt. Wenn ein Motiv zunächst nach oben geht, kann seine Umkehrung nach unten gehen. Die genaue Intervallgröße kann streng beibehalten oder an die Tonart angepasst werden.

In der Analyse beschreibst Du nicht nur, dass das Motiv anders klingt, sondern auch, welches Prinzip dahintersteht: Die Bewegungsrichtung wurde umgedreht.
Krebs
Beim Krebs wird die Reihenfolge der Töne rückwärts gespielt. Diese Technik ist besonders in Kontrapunkt, Fuge, Zwölftontechnik und experimenteller Komposition interessant. In der Schule ist sie gut geeignet, um bewusst über musikalische Reihenfolge nachzudenken.

Wenn Du den Krebs hörst, erkennst Du vielleicht den Ursprung, aber der Verlauf fühlt sich anders an. Genau diese Spannung macht die Technik analytisch spannend.
Ornamentierung und Ausschmückung
Bei der Ornamentik wird eine Melodie mit zusätzlichen Tönen ausgeschmückt. Der Grundverlauf bleibt oft erhalten, aber der Weg zwischen den Haupttönen wird bewegter. Besonders in Barockmusik, Klassik, Jazz und Popgesang spielt Ausschmückung eine große Rolle.

In der Analyse kannst Du zwischen Strukturtönen und Verzierungstönen unterscheiden. Strukturtöne tragen die Grundgestalt, Verzierungstöne gestalten den Weg.
Analyseweg: Wie erkennst Du Wiederholung und Veränderung?
Eine gute Musikanalyse verbindet Hören, Notenlesen, Beschreiben und Deuten. Du kannst in vier Schritten arbeiten: Zuerst hörst Du global und markierst auffällige Wiederkehr. Danach vergleichst Du die Abschnitte genauer. Anschließend benennst Du die Veränderung mit Fachbegriffen. Zum Schluss deutest Du die Wirkung im Zusammenhang des Stücks.
- Höranalyse: Höre zuerst ohne Noten und markiere Stellen, die Dir bekannt vorkommen.
- Formanalyse: Benenne Abschnitte mit Buchstaben wie A, A′, B oder C.
- Motivanalyse: Suche nach kleinen Bausteinen, die wiederkehren.
- Vergleich: Prüfe Melodie, Rhythmus, Harmonie, Klangfarbe, Dynamik und Lage.
- Deutung: Formuliere, welche Wirkung die Wiederholung oder Veränderung hat.
Analysebeispiel mit Buchstabenmodell

Dieser Verlauf kann als A A B A beschrieben werden. Der erste Abschnitt erscheint, wird wiederholt, dann folgt ein kontrastierender Abschnitt, danach kehrt der Anfang zurück. In Deiner Analyse könntest Du schreiben: Die Rückkehr von A stabilisiert die Form und macht den Schluss verständlich.
Analysebeispiel A und A′

Hier ist der zweite Abschnitt keine exakte Wiederholung. Er nutzt ähnliche Tonhöhen und dieselbe Richtung, verändert aber den Rhythmus. Deshalb passt die Bezeichnung A A′. Der Strich zeigt: Die Herkunft ist erkennbar, aber etwas wurde verändert.
Beispiele aus bekannten Werken
Beethoven: Motivische Arbeit
Ludwig van Beethoven nutzt in seiner 5. Sinfonie ein kurzes Motiv, das vielfach wiederkehrt und verändert wird. Besonders spannend ist, dass aus sehr wenig Material eine große musikalische Spannung entstehen kann. Das zeigt: Ein Motiv muss nicht lang sein, um ein ganzes Werk zu prägen.
Bei der Analyse eines solchen Werks kannst Du untersuchen, wo das Motiv genau wiederholt wird, wo es sequenziert wird, wo es in anderen Stimmen erscheint und wie Dynamik oder Instrumentation die Wirkung verändern.
Mozart: Thema und Variation
Wolfgang Amadeus Mozart zeigt in den Variationen über „Ah, vous dirai-je, Maman“, wie aus einem einfachen Thema viele verschiedene musikalische Erscheinungen entstehen können. Die Grundgestalt bleibt erkennbar, aber Rhythmus, Satztechnik, Bewegungsdichte und Ausdruck verändern sich.
Wenn Du ein Thema mit Variationen analysierst, achte darauf, welche Merkmale erhalten bleiben: die Länge, die harmonische Grundstruktur, markante Melodietöne, die Phrasenstruktur oder der Schluss. Danach beschreibst Du, wodurch jede Variation eine eigene Farbe bekommt.
Pop, Rock und elektronische Musik
In Popmusik, Rockmusik, Hip-Hop und elektronischer Musik ist Wiederholung besonders wichtig. Ein Loop, ein Riff, ein Beat, ein Sample oder eine Bassfigur kann ein Stück tragen. Veränderung entsteht oft durch neue Klangschichten, Filter, Breaks, andere Drums, Verdichtung, Ausdünnung oder den Wechsel zwischen Strophe und Refrain.
Auch ein Drum-Pattern kann analysiert werden: Was bleibt konstant? Wo wird ein Schlag ergänzt? Wo entsteht ein Break? Solche Fragen helfen Dir, auch Musik ohne klassische Melodie präzise zu untersuchen.
Hör- und Notierstrategien
Hören mit Markierungen
Beim ersten Hören solltest Du noch nicht jedes Detail benennen wollen. Markiere zunächst nur: kommt wieder, kommt verändert wieder, ist neu oder bildet Kontrast. Danach kannst Du genauer vergleichen. Hilfreich sind Tabellen mit Spalten für Melodie, Rhythmus, Harmonie, Dynamik, Instrumentation und Wirkung.
Singen und Klatschen
Viele Wiederholungen erkennst Du leichter, wenn Du das Motiv singst oder den Rhythmus klatschst. Wenn Du die Gestalt körperlich nachvollziehst, spürst Du Veränderungen oft schneller. Klatsche zum Beispiel erst ein Motiv und dann seine Diminution. Singe ein Motiv und danach seine Sequenz.

Dieses Beispiel eignet sich zum Klatschen und Singen: Erst Motiv, dann Sequenz, dann verdichtete Fassung.
Analyseformulierung trainieren
Eine gute Analyse braucht klare Sprache. Statt „Das klingt irgendwie ähnlich“ kannst Du schreiben: „Der zweite Abschnitt ist eine veränderte Wiederholung des Anfangsmotivs. Der Rhythmus wird verdichtet, während die melodische Richtung erhalten bleibt.“ Solche Sätze verbinden Beobachtung und Fachbegriff.
Medien zur Vertiefung
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Nutze die Videos als Ergänzung: Pausiere nach kurzen Abschnitten und notiere, welche Beispiele Wiederholung, Variation, Sequenz oder Kontrast zeigen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt eine Variation in der Musik am besten? (Eine wiedererkennbare Veränderung eines musikalischen Gedankens) (!Eine vollständige Pause im Musikstück) (!Eine zufällige Aneinanderreihung von Tönen) (!Eine Spielanweisung ausschließlich für Schlagzeug)
Was ist eine exakte Wiederholung? (Ein musikalischer Abschnitt kehrt unverändert zurück) (!Ein Motiv wird rückwärts gespielt) (!Eine Melodie wird in eine andere Tonart gesetzt) (!Eine Begleitung ersetzt die Hauptstimme)
Was bedeutet Sequenz? (Ein Motiv wird auf einer anderen Tonhöhe wiederholt) (!Ein Stück endet ohne Schlussakkord) (!Eine Melodie wird immer langsamer) (!Ein Rhythmus wird vollständig gelöscht)
Welche Veränderung betrifft vor allem die Dauer der Töne? (Rhythmische Veränderung) (!Harmonische Veränderung) (!Klangliche Veränderung) (!Textliche Veränderung)
Was ist ein Ostinato? (Ein hartnäckig wiederholtes musikalisches Muster) (!Ein einmaliger Schlussklang) (!Ein besonders hoher Einzelton) (!Ein Wechsel von Dur zu Moll ohne Wiederholung)
Was bedeutet Augmentation? (Vergrößerung der Notenwerte) (!Verkleinerung der Notenwerte) (!Umkehrung der Bewegungsrichtung) (!Rückwärtsführung einer Tonfolge)
Was bedeutet Diminution? (Verkleinerung der Notenwerte) (!Vergrößerung der Notenwerte) (!Wechsel des Instruments) (!Wiederholung ohne Veränderung)
Was geschieht bei einer Umkehrung? (Die Bewegungsrichtung der Intervalle wird gespiegelt) (!Alle Töne werden lauter) (!Das Tempo wird halbiert) (!Die Begleitung wird entfernt)
Welche Buchstabenbezeichnung passt zu einer veränderten Wiederholung von A? (A-Strich) (!B) (!Z) (!Pause)
Wozu dienen Wiederholungen häufig in Musikstücken? (Sie geben Orientierung und machen Zusammenhänge hörbar) (!Sie verhindern jede Formbildung) (!Sie löschen das Thema aus dem Gedächtnis) (!Sie ersetzen grundsätzlich alle Kontraste)
Memory
| Motiv | Kurze prägnante musikalische Gestalt |
| Variation | Veränderte Wiederkehr |
| Sequenz | Versetzte Wiederholung |
| Ostinato | Hartnäckig wiederholtes Muster |
| Augmentation | Gedehnte Notenwerte |
| Diminution | Verkürzte Notenwerte |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Unveränderte Rückkehr | Wiederholung |
| Gleicher Gedanke anders gestaltet | Variation |
| Muster auf neuer Tonhöhe | Sequenz |
| Dauerhaft wiederholtes Muster | Ostinato |
| Deutlicher Gegensatz | Kontrast |
| Vergrößerte Notenwerte | Augmentation |
| Verkleinerte Notenwerte | Diminution |
Kreuzworträtsel
| Motiv | Wie heißt eine kurze prägnante musikalische Gestalt? |
| Variation | Wie heißt eine veränderte Wiederkehr eines musikalischen Gedankens? |
| Sequenz | Wie heißt eine Wiederholung auf anderer Tonhöhe? |
| Ostinato | Wie heißt ein hartnäckig wiederholtes Muster? |
| Kontrast | Wie heißt ein deutlicher musikalischer Gegensatz? |
| Umkehrung | Wie heißt die Spiegelung der Bewegungsrichtung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Motiv erkennen: Höre ein kurzes Lied Deiner Wahl und notiere eine Stelle, die mindestens zweimal wiederkehrt. Beschreibe, ob sie gleich oder verändert zurückkommt.
- Rhythmus klatschen: Erfinde ein zweitaktiges Rhythmusmotiv, klatsche es zweimal gleich und danach einmal verändert. Notiere die Veränderung in Worten.
- Melodie vergleichen: Singe eine einfache Melodie und verändere nur den letzten Ton. Erkläre, ob die Melodie noch wiedererkennbar ist.
- Formbuchstaben: Wähle ein Kinderlied oder Popsong-Refrain und beschrifte die Abschnitte mit A, A′, B oder C.
Standard
- Hörprotokoll: Erstelle zu einem Musikstück ein Hörprotokoll mit den Spalten Zeit, Abschnitt, Wiederholung, Veränderung und Wirkung.
- Variation komponieren: Schreibe ein viertaktiges Thema und entwickle zwei Variationen: eine rhythmische und eine melodische.
- Ostinato gestalten: Erfinde ein Bass-Ostinato und lege darüber eine Melodie, die sich bei jeder Wiederholung leicht verändert.
- Musikvergleich: Vergleiche einen klassischen Variationssatz mit einem Popsong-Loop. Beschreibe Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Wiederholung.
Schwer
- Motivanalyse: Analysiere ein längeres Musikstück und zeige, wie ein Motiv durch Sequenz, Umkehrung, Augmentation oder Diminution verarbeitet wird.
- Arrangement: Gestalte ein kurzes Arrangement, in dem dasselbe Thema nacheinander in drei verschiedenen Klangfarben erscheint.
- Deutung: Erkläre schriftlich, wie Wiederholung und Veränderung die Spannungskurve eines Musikstücks beeinflussen.
- Präsentation: Erstelle eine multimediale Präsentation mit Notenbeispielen, Hörbeispielen und eigener Analyse zu Wiederholung und Veränderung.


Lernkontrolle
- Transferanalyse: Du erhältst ein unbekanntes Musikstück. Beschreibe, welche Abschnitte wiederkehren, welche verändert werden und welche Wirkung dadurch entsteht.
- Vergleichsaufgabe: Vergleiche zwei Versionen desselben Themas und erkläre, welche musikalischen Parameter verändert wurden.
- Kompositionsaufgabe: Entwickle aus einem vorgegebenen Motiv eine kurze Form mit A, A′, B und A. Begründe Deine Entscheidungen.
- Hörargumentation: Begründe anhand konkreter Höreindrücke, ob eine Stelle eher Wiederholung, Variation oder Kontrast ist.
- Formdeutung: Erkläre, warum ein Komponist oder eine Produzentin Wiederholungen einsetzen könnte, obwohl das Material bereits bekannt ist.
- Anwendungsaufgabe: Übertrage das Prinzip der veränderten Wiederholung auf ein eigenes Musikbeispiel aus Pop, Klassik, Jazz, Filmmusik oder elektronischer Musik.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe auswendig kennst, sondern sie an Musik anwenden kannst. Du solltest ein kurzes Musikstück hörend und lesend untersuchen, Abschnitte mit Buchstaben gliedern, wiederkehrende Motive markieren, Veränderungen benennen und ihre Wirkung deuten. Ein überzeugender Lernnachweis enthält ein Hörprotokoll, eine begründete Formskizze, mindestens ein eigenes Noten- oder Klangbeispiel, eine fachsprachlich klare Analyse und eine kurze Reflexion darüber, wie Wiederholung und Veränderung das musikalische Erleben steuern.
OERs zum Thema
Links
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THE MONKEY DANCE





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