Wie die Allianz Arena gebaut wurde

Wie die Allianz Arena gebaut wurde
Wie die Allianz Arena gebaut wurde
Einleitung
Die Allianz Arena in München ist nicht nur ein Fußballstadion, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Stadtplanung, Architektur, Bauwesen, Verkehrsplanung und politische Entscheidungen ineinandergreifen. Von der Standortsuche im Jahr 2001 bis zur offiziellen Eröffnung Ende Mai 2005 mussten Vereine, Stadt, Planungsbüros, Architekten, Ingenieure und Bauunternehmen ein Großprojekt mit einem festen Termin koordinieren: München sollte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ein modernes reines Fußballstadion erhalten.
In diesem aiMOOC erfährst Du, warum sich München für Fröttmaning entschied, wie der Entwurf von Herzog & de Meuron ausgewählt wurde, wie die Arena in rund zweieinhalb Jahren Bauzeit entstand und warum ihre Hülle aus luftgefüllten ETFE-Kissen technisch und gestalterisch außergewöhnlich ist. Dabei geht es nicht nur um einzelne Daten, sondern um die Zusammenhänge zwischen Standort, Konstruktion, Besucherströmen, Materialwahl und Architektur.

Vom Olympiastadion zum Neubau
In den 1990er-Jahren wurde in München intensiv darüber diskutiert, wie eine zeitgemäße Fußballspielstätte aussehen sollte. Zunächst stand ein Umbau des Olympiastadions im Raum. Der FC Bayern München und der TSV 1860 München verständigten sich jedoch im Januar 2001 darauf, gemeinsam einen Neubau anzustreben. Geplant war eine reine Fußballarena mit zunächst 66.000 Plätzen. Anders als im Olympiastadion sollten die Tribünen eng um das Spielfeld angeordnet sein, damit die Zuschauer näher am Spielgeschehen sitzen.
Der Neubau musste weit mehr leisten als nur genügend Sitzplätze bereitzustellen. Benötigt wurden ein tragfähiges Verkehrskonzept, große Flächen für Parken und Fußgängerströme, ein modernes Sicherheits- und Versorgungssystem sowie eine Architektur mit hohem Wiedererkennungswert. Gleichzeitig musste das Stadion rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft 2006 betriebsbereit sein.
Die Standortentscheidung für Fröttmaning
Für die Standortsuche wurden zunächst zahlreiche Flächen untersucht. Das Planungsbüro AS+P prüfte nach eigener Projektbeschreibung 23 mögliche Stadionstandorte. In der engeren öffentlichen Diskussion standen schließlich fünf Varianten: ein Gelände nördlich der Messe in Riem, Fröttmaning, Freiham, der südliche Olympiapark und das Hochschulsport-Gelände. Im Juli 2001 entschied sich die Stadt für Fröttmaning am nördlichen Stadtrand.
Für Fröttmaning sprachen mehrere miteinander verknüpfte Faktoren. Das Areal war groß genug für Stadion, Esplanade und Verkehrsanlagen. Es lag nahe an den Autobahnen A9 und A99. Außerdem existierte mit der Linie U6 bereits eine leistungsfähige ÖPNV-Achse, deren Bahnhof und Strecke für den Stadionbetrieb erweitert werden konnten. In der Regionalplanung wurde zudem hervorgehoben, dass der Standort mit angrenzenden Nutzungen besser vereinbar war als innerstädtische Alternativen, obwohl für Verkehr und Lärmschutz erhebliche Ausbaumaßnahmen notwendig blieben.
Das Projekt wurde politisch durch einen Bürgerentscheid abgesichert. Am 21. Oktober 2001 stimmten 65,8 Prozent der Abstimmenden für den Stadionneubau in Fröttmaning, 34,2 Prozent dagegen. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,5 Prozent. Damit war eine zentrale Voraussetzung geschaffen, damit Stadt und Vereine die Planung weiterführen konnten.

Stadion, Stadt und Verkehr als gemeinsames Projekt
Die Arena konnte nicht isoliert geplant werden. An Spieltagen mussten zehntausende Menschen fast gleichzeitig an- und abreisen. Deshalb wurden Stadionbau und Verkehrsinfrastruktur eng aufeinander abgestimmt. Der U-Bahnhof Fröttmaning wurde von zwei auf vier Gleise erweitert und durch zusätzliche Fußgängerverbindungen an die Esplanade angebunden. Auch Straßenanschlüsse, Brücken, Rettungswege und Verkehrslenkung im Umfeld wurden ausgebaut.
Die 543 Meter lange Esplanade erhielt eine doppelte Funktion: Sie bildet den großzügigen Fußweg vom U-Bahnhof zur Arena und überdeckt zugleich ein viergeschossiges Parkhaus mit 9.800 Stellplätzen. Gerade diese Verbindung von Landschaft, Besucherführung und Verkehr war ein wichtiger Bestandteil des Gesamtentwurfs.
Planung und Architekten
Der Architekturwettbewerb
Im August 2001 wurden acht Planungsgemeinschaften in die engere Auswahl des europaweiten Verfahrens aufgenommen. In einer weiteren Runde blieben zwei Entwürfe übrig: der Vorschlag der Schweizer Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron sowie ein Entwurf des Hamburger Büros von Gerkan, Marg und Partner. Am 8. Februar 2002 entschieden sich die Bauherren für den Entwurf von Herzog & de Meuron.
Der ausgewählte Entwurf verband drei Leitideen: Die Arena sollte als weithin sichtbarer, leuchtender Körper in einer offenen Landschaft erscheinen; der Weg der Fans sollte als bewusst inszenierte Annäherung über die Esplanade erlebt werden; und der Innenraum sollte wie ein steiler, konzentrierter „Krater“ wirken. Damit wurden äußere Erscheinung, Wegführung und Zuschauererlebnis zu Teilen eines einzigen architektonischen Konzepts.
Wer plante und baute?
Die Allianz Arena war das Ergebnis der Zusammenarbeit vieler Fachrichtungen. Bauherr war die zunächst von FC Bayern München und TSV 1860 München zu gleichen Teilen gegründete München Stadion GmbH. Den Zuschlag erhielt eine Bietergemeinschaft mit der Alpine Bau Deutschland GmbH als Generalübernehmer, der HVB Immobilien AG als Generalplaner und Herzog & de Meuron für die Architektur. Die Tragwerksplanung wurde unter anderem von Arup gemeinsam mit Sailer Stepan und Partner bearbeitet.
Diese Arbeitsteilung zeigt ein Grundprinzip großer Bauprojekte: Architekten entwickeln nicht allein „die Form“. Tragwerksplaner berechnen Lasten und Konstruktionen, Verkehrsplaner organisieren die Erschließung, Fachplaner kümmern sich unter anderem um Brandschutz, Haustechnik, Beleuchtung und Akustik, während der Generalübernehmer die praktische Umsetzung vieler Gewerke koordiniert.
Vom Entwurf zur Baugenehmigung
Am 12. Dezember 2001 gründeten FC Bayern München und TSV 1860 München die gemeinsame Stadiongesellschaft. Im Mai 2002 wurde der Bauantrag eingereicht. Die feierliche Grundsteinlegung erfolgte am 21. Oktober 2002. Die endgültige Baugenehmigung wurde am 13. Februar 2003 erteilt. Der enge Terminplan bedeutete, dass Planung, Genehmigung, Rohbau, Dachbau, Fassadenmontage, Innenausbau und Infrastruktur präzise aufeinander abgestimmt werden mussten.
Die Bauphase von 2002 bis 2005
Die Arena wurde in kurzer Zeit errichtet. Während der Rohbau wuchs, liefen parallel Arbeiten an der Esplanade, an Verkehrswegen und an technischen Anlagen. Im September 2003 wurde symbolisch der 100.000ste Kubikmeter Beton gegossen. Im November 2003 wurde der erste von zwölf großen Stahlträgern des Daches montiert. Am 26. März 2004 war der Stadionrohbau planmäßig abgeschlossen.

Vom Stahlbetonbau zur Membranhülle
Nach dem Rohbau verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend auf Dach, Fassade und Innenausbau. Am 26. Mai 2004 wurde das erste luftgefüllte Folienkissen montiert. Im Juli war der Rohbau der Esplanade mit dem darunterliegenden Parkhaus weitgehend abgeschlossen. Im September wurde der erste Sitz eingebaut, im Oktober folgte der erste offizielle Beleuchtungstest der Fassade.
Im Winter 2004/2005 liefen Ausbau und technische Montage unter hohem Zeitdruck. Am 28. Februar 2005 wurde die erste große Videotafel eingebaut. Am 8. März war mit dem letzten Folienkissen die 66.500 Quadratmeter große Dach- und Fassadenhülle geschlossen. Im April folgten Rasen, Beschilderung und letzte Ausstattungsarbeiten. Am 30. April 2005 übergab Alpine Bau die fertiggestellte Arena an die Stadiongesellschaft.

Bauablauf im Überblick
| Zeitpunkt | Meilenstein | Bedeutung |
|---|---|---|
| Herbst 2002 | Grundsteinlegung | Sichtbarer Start des Stadionbaus in Fröttmaning |
| Februar 2003 | Endgültige Baugenehmigung | Abschluss einer entscheidenden rechtlichen Voraussetzung |
| September 2003 | 100.000ster Kubikmeter Beton | Der massive Rohbau ist weit fortgeschritten |
| März 2004 | Stadionrohbau fertig | Tribünenschüssel und wesentliche Betonbauteile stehen |
| Mai 2004 | Erstes ETFE-Kissen | Beginn der charakteristischen Gebäudehülle |
| Oktober 2004 | Erster offizieller Lichttest | Architektur und Beleuchtung werden erstmals gemeinsam sichtbar |
| März 2005 | Letztes Folienkissen | Dach- und Fassadenhülle ist geschlossen |
| April 2005 | Rasen und Übergabe | Der Stadionbau geht in die Betriebsphase über |
| Mai 2005 | Testlauf und Eröffnung | Besucherströme, Einlass und Versorgung werden unter Realbedingungen erprobt |
Technische Besonderheiten
Die Hülle aus ETFE-Luftkissen
Das auffälligste Bauteil der Arena ist die gemeinsame Hülle von Dach und Fassade. Sie besteht aus 2.784 rautenförmigen, pneumatisch gestützten Kissen aus ETFE. Die Folie ist nur etwa 0,2 Millimeter dick. Dach und Fassade umfassen zusammen rund 66.500 Quadratmeter, davon etwa 38.000 Quadratmeter Dachfläche und 28.500 Quadratmeter Fassadenfläche.
ETFE ist leicht, lichtdurchlässig und für große Membrankonstruktionen geeignet. Die Kissen werden durch Ventilatoren unter einem dauerhaften Überdruck von ungefähr 350 Pascal gehalten; bei Bedarf kann der Druck erhöht werden. Viele Kissen unterscheiden sich in Größe und Form, damit sie sich an die gekrümmte Geometrie des Stadions anpassen. Im Dachbereich sind die Kissen transparent, an der sichtbaren Außenfassade überwiegend transluzent weiß.
Wie bleiben die Kissen in Form?
Die ETFE-Elemente funktionieren nicht wie massive Scheiben. Ein Luftversorgungssystem stabilisiert die mehrlagigen Folienkissen. Sensorik und Druckregelung helfen dabei, auf wechselnde Belastungen zu reagieren. Laut Betreiber kann der Betriebsdruck bei Bedarf von etwa 350 auf bis zu 800 Pascal erhöht werden. Für Schnee, Wind und Entrauchung mussten deshalb nicht nur die Folien, sondern auch Rahmen, Befestigungen und technische Steuerung als Gesamtsystem ausgelegt werden.

Tragwerk: Beton unten, Stahl oben
Die Tribünenschüssel und wesentliche Teile des Stadionkörpers bestehen aus Stahlbeton. Das Dach wird dagegen von einer leichten Stahlkonstruktion beziehungsweise einem Stahlgitterwerk getragen. Diese Kombination ist konstruktiv sinnvoll: Beton eignet sich für die massiven, steifen Tribünen- und Erschließungsbereiche; Stahl erlaubt größere Spannweiten und eine vergleichsweise leichte Dachkonstruktion.
Die Arena misst ungefähr 258 Meter in der Breite, 227 Meter in der Länge und rund 52 Meter in der Höhe. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Größe. Die drei steilen Ränge wurden so geplant, dass gute Sichtbeziehungen zum Spielfeld entstehen und die Zuschauer möglichst nah am Geschehen bleiben.

Die leuchtende Fassade
Von den 2.784 Luftkissen liegen 1.056 im beleuchtbaren Bereich der Außenfassade. Zur Eröffnung konnte die Fassade in Rot, Blau oder Weiß erscheinen. Der erste offizielle Lichttest fand am 21. Oktober 2004 statt. Die Farbe war damit nicht bloß Dekoration: Sie machte den Stadionkörper selbst zu einem weithin sichtbaren Zeichen.
Die heute mögliche Beleuchtung ist eine spätere technische Weiterentwicklung. 2014/2015 wurde die ursprüngliche Beleuchtung durch LED-Technik ersetzt. Seither können wesentlich feinere Farbverläufe und bis zu 16 Millionen Farbtöne erzeugt werden. Für die Baugeschichte ist deshalb wichtig, zwischen der ursprünglichen Dreifarben-Beleuchtung von 2005 und der später modernisierten LED-Fassade zu unterscheiden.

Esplanade, Parkhaus und Besucherströme
Die Esplanade ist technisch und städtebaulich ebenso wichtig wie die Fassade. Unter der begrünten, ansteigenden Fläche liegen vier Parkebenen mit 9.800 Stellplätzen. Oben bewegen sich die Besucher zu Fuß in Richtung Stadion. Dadurch wird ein sehr großes Verkehrsbauwerk teilweise in die Landschaft integriert.
Für den öffentlichen Verkehr wurde der U-Bahnhof Fröttmaning zwischen 2002 und 2005 grundlegend erweitert. Vier Gleise, zusätzliche Bahnsteig- und Brückenanlagen sowie Anpassungen auf der U6 sollten den schnellen Abtransport nach Spielende ermöglichen. Der Stadionbau war daher zugleich ein Infrastrukturprojekt.
Fertigstellung, Testlauf und Eröffnung
Am 30. April 2005 wurde die fertiggestellte Arena an die Stadiongesellschaft übergeben. Am 4. Mai folgte die Freigabe wichtiger Erschließungsstraßen und des erneuerten U-Bahnhofs Fröttmaning. Bevor bei der offiziellen Eröffnung 66.000 Zuschauer zugelassen wurden, fand am 19. Mai ein Testspiel der Traditionsmannschaften von FC Bayern und TSV 1860 vor rund 30.000 Menschen statt. Dabei wurden unter realen Bedingungen unter anderem Anreise, Einlass und Gastronomie getestet.
Die offizielle Eröffnung erfolgte an zwei Tagen. Am 30. Mai 2005 gewann TSV 1860 München gegen den 1. FC Nürnberg mit 3:2. Am 31. Mai besiegte der FC Bayern München die deutsche Nationalmannschaft mit 4:2. Damit war das neue Münchner Fußballstadion rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft 2006 in Betrieb.

Warum der Bau besonders war
Die Allianz Arena ist ein gutes Beispiel dafür, dass spektakuläre Architektur nur funktioniert, wenn viele Systeme gleichzeitig gelöst werden. Die Entscheidung für Fröttmaning verband Flächenbedarf und städtische Verträglichkeit mit einem ausbaufähigen Verkehrsnetz. Der Entwurf von Herzog & de Meuron machte die Gebäudehülle zum Erkennungszeichen und verband sie mit der räumlichen Dramaturgie des Ankommens. Ingenieure übersetzten diese Idee in Stahlbeton, Stahltragwerk, pneumatische ETFE-Kissen und technische Steuerung.
Auch der Terminplan war Teil der Bauaufgabe. Stadion, Esplanade, U-Bahn und Straßen mussten nahezu gleichzeitig fertig werden. Der Testlauf vor der Eröffnung zeigt, dass bei einem Großbau nicht nur die Konstruktion, sondern auch der spätere Betrieb geprüft werden muss. Erst wenn Besucherströme, Sicherheit, Versorgung und Technik gemeinsam funktionieren, ist ein Stadion tatsächlich betriebsbereit.
Quellen und Vertiefung
- Offizielle Historie der Allianz Arena: Chronologie von Standortentscheidung, Bauphase und Eröffnung
- Offizielle Zahlen und technische Daten: Maße, ETFE-Hülle, Beleuchtung und Infrastruktur
- Bauträger und Architekten: Projektbeteiligte und Grundidee
- Herzog & de Meuron: Architekturkonzept und Projektdaten
- Arup: Tragwerksplanung und konstruktives Konzept
- AS+P: Standortdiskussion und Koordination
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welcher Standort wurde 2001 für den Stadionneubau ausgewählt? (Fröttmaning) (!Freiham) (!Riem) (!Olympiapark Süd)
Wie hoch war der Anteil der Ja-Stimmen beim Bürgerentscheid 2001? (65,8 Prozent) (!34,2 Prozent) (!50,0 Prozent) (!75,0 Prozent)
Welches Architekturbüro erhielt den Zuschlag für den Stadionentwurf? (Herzog und de Meuron) (!Foster and Partners) (!Zaha Hadid Architects) (!Coop Himmelblau)
Wann erfolgte die Grundsteinlegung der Allianz Arena? (21. Oktober 2002) (!21. Oktober 2001) (!30. April 2005) (!31. Mai 2005)
Aus welchem Material bestehen die charakteristischen Luftkissen der Hülle? (ETFE) (!Betonglas) (!PVC-Hartschaum) (!Aluminiumblech)
Wie viele Luftkissen bilden Dach und Fassade der Arena? (2.784) (!1.056) (!9.800) (!66.000)
Welche Konstruktion trägt das Dach hauptsächlich? (Stahlgitterwerk) (!Mauerwerksgewölbe) (!Holzbinder) (!Erdwall)
Welche Aufgabe erfüllt die Esplanade zusätzlich zum Fußweg? (Sie überdeckt ein großes Parkhaus) (!Sie bildet das Spielfeld) (!Sie ersetzt die U-Bahn) (!Sie trägt die Videowände)
An welchen Tagen wurde die Arena offiziell eröffnet? (30. und 31. Mai 2005) (!19. und 20. Mai 2004) (!8. und 9. Juni 2006) (!30. und 31. Mai 2003)
Welche Farben konnte die Fassade zur Eröffnung hauptsächlich anzeigen? (Rot Blau und Weiß) (!Grün Gelb und Schwarz) (!Orange Violett und Türkis) (!Nur Weiß)
Memory
| Fröttmaning | Stadionstandort |
| Herzog und de Meuron | Architekturentwurf |
| ETFE | Folienkissen |
| Alpine Bau | Generalübernehmer |
| U6 | ÖPNV-Erschließung |
| Esplanade | Park- und Zugangsbereich |
| Stahlbeton | Tribünenschüssel |
| Stahlgitterwerk | Dachtragwerk |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Standortentscheidung | Fröttmaning |
| Architektenwettbewerb | Herzog und de Meuron |
| Rohbau | Stahlbetontribünen |
| Hüllenmontage | ETFE-Kissen |
| Infrastruktur | U-Bahnhof Fröttmaning |
| Eröffnung | Testspiele und Festakte |
...
Kreuzworträtsel
| Fröttmaning | In welchem Münchner Gebiet wurde die Arena gebaut? |
| Herzog | Wie lautet der Nachname eines der beiden Schweizer Hauptarchitekten? |
| Folienkissen | Wie heißen die luftgefüllten Elemente der Gebäudehülle? |
| Stahlbeton | Welcher Baustoff prägt die Tribünenschüssel? |
| Esplanade | Wie heißt der große Zugangs- und Parkbereich vor der Arena? |
| Bürgerentscheid | Welches demokratische Verfahren bestätigte das Bauprojekt? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Zeitstrahl: Gestalte einen Zeitstrahl von der Standortentscheidung bis zur Eröffnung und markiere mindestens acht Meilensteine mit kurzen Erklärungen.
- Bildanalyse: Vergleiche ein Baustellenfoto mit einem späteren Außenfoto der Arena und beschreibe, welche Bauteile bereits vorhanden sind und welche noch fehlen.
- Materialsteckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu ETFE und erkläre, warum ein leichtes, lichtdurchlässiges Material für die Stadionhülle geeignet ist.
- Standortskizze: Zeichne eine vereinfachte Karte mit Arena, U-Bahnhof, A9, A99 und Esplanade und erkläre die Bedeutung der Verkehrswege.
Standard
- Verkehrskonzept: Entwickle für ein ausverkauftes Spiel ein An- und Abreisekonzept, das U-Bahn, Fußwege, Parken und Sicherheitszonen miteinander verbindet.
- Architekturmodell: Baue ein einfaches Modell der Arena und zeige daran Tribünenschüssel, Dachtragwerk, ETFE-Hülle und Esplanade.
- Quellenkritik: Vergleiche Angaben aus der Betreiberseite, dem Architekturbüro und einem Lexikonartikel und notiere, welche Quelle für welche Information besonders geeignet ist.
- Storyboard: Erstelle ein Storyboard für ein dreiminütiges Erklärvideo über die Bauphase von Rohbau, Dach, Fassade und Eröffnung.
Schwer
- Tragwerksanalyse: Erkläre anhand einer eigenen Skizze, warum Stahlbeton für die Tribünen und Stahl für das Dach unterschiedliche konstruktive Vorteile bieten.
- Bürgerbeteiligung: Simuliere eine Stadtratssitzung mit Rollen für Vereine, Anwohner, Verkehrsplanung, Umweltschutz und Fans und begründe unterschiedliche Positionen zum Standort.
- Nachhaltiges Bauen: Untersuche, welche Umweltwirkungen ein Stadion dieser Größe verursacht, und entwickle konkrete Verbesserungen für Mobilität, Energie, Material und Flächennutzung.
- Stadionentwurf: Entwirf eine eigene Fußballarena für eine Großstadt. Begründe Standort, Kapazität, Tragwerk, Hülle, Besucherführung und Verkehrsanbindung in einem zusammenhängenden Planungskonzept.


Lernkontrolle
- Standort und Verkehr: Erkläre, warum ein großer, aber schlecht angebundener Standort für ein Stadion ungeeignet sein kann. Übertrage Deine Argumentation auf die Entscheidung für Fröttmaning.
- Architektur und Technik: Zeige am Beispiel der ETFE-Hülle, wie eine gestalterische Idee technische Anforderungen an Material, Druckluft, Befestigung und Beleuchtung erzeugt.
- Projektmanagement: Analysiere, welche Folgen es für die Eröffnung gehabt hätte, wenn der U-Bahnhof rechtzeitig fertig, das Parkhaus aber mehrere Monate verspätet gewesen wäre.
- Konstruktionsvergleich: Vergleiche ein massives Betondach mit dem tatsächlich verwendeten Stahltragwerk und begründe, welche Folgen beide Varianten für Gewicht und Spannweite hätten.
- Betriebstest: Begründe, warum der Testlauf vom 19. Mai 2005 ein notwendiger Bestandteil der Inbetriebnahme war und welche Fehler dabei entdeckt werden konnten.
- Technischer Wandel: Bewerte, warum die spätere LED-Modernisierung die Architekturidee der leuchtenden Hülle weiterentwickelt, ohne den ursprünglichen Baukörper grundlegend zu verändern.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Daten auswendig kennst, sondern Zusammenhänge erklären und auf neue Bauaufgaben übertragen kannst.
- Standortentscheidung: Du kannst die Auswahl Fröttmanings aus Flächenbedarf, Nachbarschaftsverträglichkeit und Verkehrsanbindung begründen.
- Planungsprozess: Du kannst den Weg von Standortsuche und Wettbewerb über Genehmigung und Bau bis zur Inbetriebnahme erklären.
- Projektbeteiligte: Du kannst die Aufgaben von Bauherr, Architekten, Generalplaner, Generalübernehmer und Tragwerksplanern unterscheiden.
- Baukonstruktion: Du kannst das Zusammenspiel von Stahlbeton, Stahltragwerk und ETFE-Hülle erläutern.
- Infrastruktur: Du kannst erklären, warum U-Bahn, Straßen, Esplanade und Parkhaus zum Gesamtprojekt gehören.
- Transfer: Du kannst aus der Allianz Arena Kriterien für die Planung anderer großer Sport- oder Veranstaltungsbauten ableiten.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
Die Baugeschichte der Allianz Arena verbindet Architektur, Ingenieurwesen, Politik und Stadtentwicklung. Besonders wichtig sind die Beziehungen zwischen Standortwahl, Bürgerbeteiligung, Materialtechnik, Tragwerk und Mobilität.
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