Wege des Buddhismus - Weltreligionen verstehen - aiMOOC


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Wege des Buddhismus / Weltreligionen verstehen
Einleitung
Der Buddhismus gehört zu den großen Weltreligionen und ist zugleich eine vielfältige religiöse, philosophische und ethische Tradition. Er entstand im nördlichen Indien aus den Lehren von Siddhartha Gautama, der später als Buddha bezeichnet wurde. Das Wort Buddha bedeutet „der Erwachte“. Im Zentrum des Buddhismus steht nicht die Verehrung eines allmächtigen Schöpfergottes, sondern die Einsicht in die Ursachen von Leiden, die Möglichkeit innerer Befreiung und ein Weg der Übung, der zu mehr Achtsamkeit, Mitgefühl und Weisheit führen soll.
Der Buddhismus ist heute besonders in Südasien, Südostasien, Ostasien und zunehmend auch in Europa, Nordamerika und anderen Weltregionen verbreitet. Dabei gibt es nicht „den einen“ Buddhismus in einer einheitlichen Form. Vielmehr haben sich verschiedene Wege, Schulen und kulturelle Ausprägungen entwickelt, zum Beispiel Theravada, Mahayana und Vajrayana. Diese Wege unterscheiden sich in Texten, Ritualen, Bildern, Sprachen, Klosterformen und Alltagspraktiken, teilen aber zentrale Grundgedanken wie die Vier Edlen Wahrheiten, den Achtfachen Pfad, Karma, Wiedergeburt, Nirwana und die Bedeutung von Meditation.
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Das Video „Wege des Buddhismus / Weltreligionen verstehen“ eignet sich als Einstieg in den Themenbereich Weltreligionen, Glaube, Ethik und interreligiöser Dialog. Es hilft Dir, buddhistische Vorstellungen nicht nur als Faktenwissen zu betrachten, sondern als Lebens- und Deutungswege, die Menschen seit vielen Jahrhunderten prägen.

Das Dharmachakra, das „Rad der Lehre“, ist eines der wichtigsten Symbole des Buddhismus. Es erinnert an den Dharma, also die Lehre des Buddha, und häufig auch an den Achtfachen Pfad. Die Speichen des Rades können als Hinweis darauf verstanden werden, dass buddhistische Praxis viele Bereiche des Lebens umfasst: Denken, Reden, Handeln, Arbeiten, Üben und Verstehen.
Grundidee des Buddhismus
Der Buddha als Lehrer
Siddhartha Gautama lebte nach traditioneller Überlieferung im 5. oder 4. Jahrhundert vor Christus. Er wurde in eine wohlhabende Familie hineingeboren, verließ aber sein bisheriges Leben, nachdem er mit Krankheit, Alter und Tod konfrontiert wurde. Diese Erfahrungen führten ihn zu der Frage, warum Menschen leiden und ob es einen Weg aus diesem Leiden gibt. Nach Jahren der Suche, Askese und Meditation erlangte er nach buddhistischer Überlieferung das Erwachen.
Im Buddhismus ist der Buddha kein Schöpfergott. Er gilt als Mensch, der eine tiefe Einsicht in die Wirklichkeit gewonnen hat. Deshalb wird er verehrt, aber seine Bedeutung liegt vor allem darin, dass er einen Weg zeigt. Du kannst den Buddha daher als Lehrer verstehen, der nicht blinden Glauben fordert, sondern zur eigenen Prüfung, Erfahrung und Übung anregt.
Die Vier Edlen Wahrheiten
Ein Kern der buddhistischen Lehre sind die Vier Edlen Wahrheiten. Sie beschreiben eine Art Diagnose und Therapie des menschlichen Lebens.
- Leiden: Leben ist von Unzufriedenheit, Vergänglichkeit, Schmerz und Unsicherheit geprägt.
- Entstehung des Leidens: Leiden entsteht durch Gier, Hass, Verblendung und Anhaften.
- Aufhebung des Leidens: Leiden kann überwunden werden, wenn seine Ursachen überwunden werden.
- Weg zur Aufhebung des Leidens: Der Weg dorthin ist der Achtfache Pfad.
Diese Wahrheiten bedeuten nicht, dass das Leben nur negativ gesehen wird. Vielmehr soll realistisch erkannt werden, dass alles Vergängliche nicht dauerhaft festgehalten werden kann. Wer an Besitz, Anerkennung, Vorstellungen oder einem starren Bild vom eigenen Ich festhält, erzeugt aus buddhistischer Sicht neues Leiden.
Der Achtfache Pfad
Der Achtfache Pfad beschreibt Haltungen und Übungen, die zu Befreiung führen sollen. Er ist kein starrer Stufenplan, sondern ein zusammenhängender Übungsweg. Die acht Glieder sind rechte Ansicht, rechte Absicht, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit und rechte Sammlung.
Für den Alltag bedeutet das: Buddhistische Ethik betrifft nicht nur Gebete oder Rituale, sondern auch Sprache, Beruf, Konsum, Umgang mit Konflikten und innere Haltung. Wenn Du zum Beispiel bewusst darauf achtest, ob Deine Worte verletzen oder helfen, übst Du bereits einen Aspekt des Pfades.
Wichtige Begriffe
Dharma
Der Begriff Dharma bezeichnet im Buddhismus die Lehre des Buddha, aber auch die Wahrheit über die Wirklichkeit. Wer dem Dharma folgt, versucht die Dinge so zu sehen, wie sie sind: vergänglich, voneinander abhängig und nicht dauerhaft kontrollierbar. Dharma ist deshalb nicht nur Theorie, sondern eine Praxis des Sehens, Denkens und Handelns.
Karma
Karma bedeutet Handlung oder Wirken. Im Buddhismus meint Karma vor allem, dass absichtsvolle Handlungen Folgen haben. Diese Folgen betreffen nicht nur äußere Ereignisse, sondern auch die Entwicklung des eigenen Charakters. Wer Hass, Gier und Unachtsamkeit einübt, verstärkt entsprechende Muster. Wer Mitgefühl, Klarheit und Geduld übt, verändert ebenfalls seine innere Haltung.
Karma ist nicht mit einem einfachen Schicksalsglauben zu verwechseln. Es bedeutet nicht, dass jedes Leid eine direkte Strafe für frühere Taten sei. Vielmehr betont der Buddhismus Verantwortung: Handlungen, Worte und Gedanken prägen die Welt und das eigene Bewusstsein.
Samsara und Nirwana
Samsara bezeichnet den Kreislauf von Werden, Vergehen und Wiedergeburt. Dieser Kreislauf ist durch Unwissenheit, Anhaften und Leiden geprägt. Nirwana bedeutet die Befreiung aus diesem Kreislauf. Es ist kein gewöhnlicher Ort, sondern ein Zustand des Erlöschens von Gier, Hass und Verblendung.
Für viele Buddhistinnen und Buddhisten ist Nirwana das höchste Ziel. Zugleich spielt im Alltag oft auch die schrittweise Entwicklung von Mitgefühl, Gelassenheit und ethischem Handeln eine wichtige Rolle.
Anatta und Vergänglichkeit
Eine besondere Lehre des Buddhismus ist Anatta, die Lehre vom Nicht-Selbst. Sie besagt, dass es kein unveränderliches, ewiges Ich gibt. Was Menschen als „Ich“ erleben, besteht aus Körper, Gefühlen, Wahrnehmungen, geistigen Formungen und Bewusstsein. Diese Bestandteile verändern sich ständig.
Eng damit verbunden ist Anicca, die Vergänglichkeit. Alles Entstandene verändert sich. Diese Einsicht kann zunächst verunsichern, soll aber auch befreien: Wer versteht, dass Gefühle, Probleme und Rollen nicht dauerhaft festgelegt sind, kann offener und weniger verkrampft leben.
Wege und Schulen des Buddhismus
Theravada
Theravada bedeutet „Lehre der Ältesten“. Diese Richtung ist besonders in Sri Lanka, Thailand, Myanmar, Laos und Kambodscha verbreitet. Sie stützt sich stark auf den Pali-Kanon, eine der ältesten erhaltenen Textsammlungen des Buddhismus. Im Theravada spielt das Ideal des Arhat eine wichtige Rolle: ein Mensch, der durch Einsicht und Übung Befreiung erlangt.
Theravada betont Meditation, Mönchsregeln, persönliche Einsicht und die Bewahrung früher Lehrtraditionen. Laien unterstützen häufig Klöster, sammeln Verdienste durch gute Taten und orientieren ihr Leben an ethischen Grundsätzen.
Mahayana
Mahayana bedeutet „Großes Fahrzeug“. Diese Richtung verbreitete sich vor allem in China, Korea, Japan und Vietnam. Im Mahayana steht das Ideal des Bodhisattva im Zentrum. Ein Bodhisattva strebt Erleuchtung nicht nur für sich selbst an, sondern aus Mitgefühl für alle fühlenden Wesen.
Mahayana-Traditionen betonen Mitgefühl, Weisheit und die Einsicht in Leerheit. Zur Vielfalt des Mahayana gehören zum Beispiel Zen, Buddhismus des Reinen Landes und verschiedene philosophische Schulen.
Vajrayana
Vajrayana bedeutet „Diamantfahrzeug“ oder „Donnerkeilfahrzeug“. Es ist besonders mit dem tibetischen Buddhismus verbunden, findet sich aber auch in anderen Regionen. Vajrayana nutzt besondere Rituale, Mantras, Visualisierungen, Mandalas und Lehrer-Schüler-Beziehungen.
Im Vajrayana ist der Lama oder spirituelle Lehrer sehr wichtig. Ziel ist eine tiefgreifende Transformation des Bewusstseins. Diese Form des Buddhismus wird im Westen oft mit dem Dalai Lama, Klöstern, Gebetsfahnen und Mandalas verbunden, ist aber innerlich sehr komplex.
Buddhistische Ethik
Die Fünf Silas
Für viele Buddhistinnen und Buddhisten bilden die Fünf Silas grundlegende ethische Übungsregeln. Sie lauten vereinfacht: nicht töten, nicht stehlen, kein sexuelles Fehlverhalten, nicht lügen und keine berauschenden Mittel verwenden, die zu Unachtsamkeit führen. Diese Regeln sind weniger als göttliche Gebote zu verstehen, sondern als Trainingsregeln für ein achtsames Leben.
Die ethische Grundfrage lautet: Verringert mein Handeln Leid oder vergrößert es Leid? Dadurch wird buddhistische Ethik sehr praxisnah. Sie betrifft Ernährung, Konsum, Streitkultur, Umweltschutz, Mediennutzung und Verantwortung gegenüber anderen Lebewesen.
Mitgefühl und Achtsamkeit
Mitgefühl ist ein Schlüsselbegriff des Buddhismus. Es bedeutet, das Leiden anderer wahrzunehmen und den Wunsch zu entwickeln, es zu verringern. Mitgefühl ist nicht bloß Mitleid, sondern eine aktive Haltung. Es kann in Familie, Schule, Beruf, Politik und Gesellschaft wirksam werden.
Achtsamkeit bedeutet, gegenwärtige Erfahrungen bewusst wahrzunehmen, ohne sie sofort zu bewerten. In buddhistischen Traditionen ist Achtsamkeit Teil eines umfassenden Weges der Befreiung. In modernen Gesellschaften wird Achtsamkeit manchmal auch unabhängig von Religion praktiziert, etwa in Medizin, Psychologie oder Stressbewältigung. Dabei ist es wichtig, ihre buddhistischen Wurzeln nicht zu vergessen.
Buddhismus im interreligiösen Lernen
Weltreligionen vergleichen
Wenn Du Weltreligionen vergleichst, solltest Du nicht nur nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden fragen, sondern auch nach dem jeweiligen Selbstverständnis. Im Christentum, Islam und Judentum steht der Glaube an Gott im Zentrum. Der Buddhismus ist dagegen in vielen Formen nicht-theistisch. Trotzdem beantwortet er ähnliche Grundfragen: Was ist Leid? Wie soll man leben? Was geschieht mit dem Menschen? Wie kann Frieden entstehen?
Ein fairer Vergleich vermeidet Vorurteile. Der Buddhismus ist nicht einfach „nur Meditation“ oder „nur Philosophie“. Ebenso wenig sind andere Religionen nur Gebote oder Glaubenssätze. Jede Religion hat Texte, Rituale, Gemeinschaften, ethische Ideale, geschichtliche Entwicklungen und innere Vielfalt.
Dialog statt Klischee
Interreligiöser Dialog bedeutet, andere Religionen nicht vorschnell zu bewerten, sondern zuzuhören, Fragen zu stellen und eigene Perspektiven zu reflektieren. Beim Buddhismus können Klischees entstehen: Manche stellen ihn als vollkommen friedlich, exotisch oder problemlos dar. Andere missverstehen Begriffe wie Karma oder Wiedergeburt.
Ein verantwortlicher Dialog fragt: Wie leben Buddhistinnen und Buddhisten tatsächlich? Welche Unterschiede gibt es zwischen Ländern und Traditionen? Welche ethischen Impulse können für gemeinsame Herausforderungen wichtig sein, etwa Frieden, Gewaltfreiheit, Umweltverantwortung und soziale Gerechtigkeit?
Buddhismus im Alltag
Rituale und Praxis
Buddhistische Praxis kann sehr unterschiedlich aussehen. Dazu gehören Meditation, Rezitationen, Verbeugungen, Opfergaben, Tempelbesuche, Feste, Pilgerreisen, Studium heiliger Texte und ethisches Handeln im Alltag. In Klöstern gelten oft genaue Regeln. Für Laien stehen häufig Verdienste, Familienrituale, Feste und moralische Orientierung im Vordergrund.
Bekannte buddhistische Feste sind zum Beispiel Vesakh, das an Geburt, Erwachen und Tod des Buddha erinnert. In verschiedenen Ländern wird Vesakh mit Lichtern, Prozessionen, Tempelbesuchen und guten Taten gefeiert.
Buddhismus und moderne Gesellschaft
In modernen Gesellschaften begegnet Dir Buddhismus in sehr unterschiedlichen Formen: als Religion von Migrantinnen und Migranten, als Klostertradition, als Meditationspraxis, als philosophische Inspiration, als Friedensethik oder als Teil von Popkultur. Dabei entstehen Chancen und Probleme. Einerseits können buddhistische Ideen zu Achtsamkeit, Mitgefühl und Gewaltfreiheit beitragen. Andererseits kann es zu Vereinfachungen kommen, wenn komplexe Traditionen nur als Wellness-Angebot verstanden werden.
Gerade deshalb ist es wichtig, den Buddhismus historisch, kulturell und religiös ernst zu nehmen. Wer Weltreligionen verstehen will, sollte nicht nur Symbole kennen, sondern auch Menschen, Lebenswege, Texte, Konflikte und Fragen wahrnehmen.
Zusammenfassung
Der Buddhismus ist eine vielfältige Weltreligion, die auf die Lehre des Buddha zurückgeht. Im Zentrum stehen die Einsicht in Leiden, seine Ursachen und die Möglichkeit der Befreiung. Der Achtfache Pfad verbindet Weisheit, Ethik und Meditation. Wichtige Begriffe sind Dharma, Karma, Samsara, Nirwana, Anatta, Anicca, Mitgefühl und Achtsamkeit. Die wichtigsten großen Wege sind Theravada, Mahayana und Vajrayana. Im interreligiösen Lernen hilft der Buddhismus, über Grundfragen des Lebens, Verantwortung, Frieden und Dialog nachzudenken.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet Buddha wörtlich? (Der Erwachte) (!Der König) (!Der Priester) (!Der Schöpfer)
Welche Aussage beschreibt den Buddhismus besonders treffend? (Eine vielfältige Lehr- und Religionsgemeinschaft mit Wegen zur Befreiung vom Leiden) (!Eine Religion mit einem einzigen weltweiten Oberhaupt) (!Eine Religion, die nur aus Tempelarchitektur besteht) (!Eine Tradition ohne ethische Regeln)
Was beschreiben die Vier Edlen Wahrheiten? (Leiden, seine Ursache, seine Aufhebung und den Weg dorthin) (!Vier heilige Städte des Buddhismus) (!Vier Götter des buddhistischen Himmels) (!Vier Jahreszeiten im Klosterleben)
Welcher Begriff bezeichnet die Lehre des Buddha? (Dharma) (!Samsara) (!Vesakh) (!Lama)
Was bedeutet Karma im buddhistischen Sinn vor allem? (Absichtsvolles Handeln und seine Folgen) (!Ein unveränderliches Schicksal ohne Verantwortung) (!Ein buddhistisches Gebäude) (!Ein Fest zur Wintersonnenwende)
Was ist Samsara? (Der Kreislauf von Werden, Vergehen und Wiedergeburt) (!Ein buddhistisches Musikinstrument) (!Eine einzelne Tempelregel) (!Ein Name für den Pali-Kanon)
Welches Ziel bezeichnet Nirwana? (Befreiung vom Kreislauf des Leidens) (!Politische Herrschaft über ein Land) (!Besitz von möglichst vielen Gütern) (!Geburt in einer Königsfamilie)
Welche Richtung ist besonders mit dem Bodhisattva-Ideal verbunden? (Mahayana) (!Theravada als einzige Form) (!Judentum) (!Shintoismus allein)
Welche Praxis ist in vielen buddhistischen Traditionen wichtig? (Meditation) (!Tieropfer als Hauptpflicht) (!Kriegerische Eroberung) (!Glaube an einen Schöpfergott als Zentrum)
Was ist ein Ziel interreligiösen Lernens? (Andere Religionen differenziert verstehen und respektvoll in Dialog treten) (!Alle Religionen gleichmachen) (!Nur Vorurteile bestätigen) (!Religiöse Vielfalt ignorieren)
Memory
| Buddha | Erwachter |
| Dharma | Lehre |
| Karma | Handlung |
| Nirwana | Befreiung |
| Samsara | Kreislauf |
| Bodhisattva | Mitgefühl |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Vier Edle Wahrheiten | Grunddiagnose des Leidens |
| Achtfacher Pfad | Übungsweg zur Befreiung |
| Fünf Silas | Ethische Trainingsregeln |
| Theravada | Lehre der Ältesten |
| Vajrayana | Diamantfahrzeug |
Kreuzworträtsel
| Buddha | Wie nennt man Siddhartha Gautama nach seinem Erwachen? |
| Dharma | Wie heißt die Lehre des Buddha? |
| Karma | Welcher Begriff meint absichtsvolles Handeln und seine Folgen? |
| Nirwana | Wie heißt das Ziel der Befreiung vom Leiden? |
| Samsara | Wie heißt der Kreislauf von Werden und Wiedergeburt? |
| Vesakh | Wie heißt ein wichtiges buddhistisches Fest? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Buddha-Steckbrief: Gestalte einen übersichtlichen Steckbrief zu Siddhartha Gautama mit Lebensstationen, wichtigen Begriffen und einer kurzen Erklärung, warum er Buddha genannt wird.
- Symbol erklären: Zeichne oder beschreibe das Dharmachakra und erkläre, warum das Rad gut zur buddhistischen Lehre passt.
- Begriffe sammeln: Erstelle ein kleines Glossar mit zehn Begriffen zum Buddhismus, zum Beispiel Dharma, Karma, Nirwana, Samsara und Meditation.
- Achtsamkeit im Alltag: Beobachte einen Tag lang eine Alltagssituation bewusst und schreibe auf, was Achtsamkeit in dieser Situation verändern könnte.
Standard
- Vier Edle Wahrheiten anwenden: Erkläre die Vier Edle Wahrheiten an einem heutigen Beispiel, etwa Prüfungsstress, Streit, Konsumdruck oder Social Media.
- Buddhistische Ethik vergleichen: Vergleiche die Fünf Silas mit ethischen Regeln aus einer anderen Religion oder mit Schulregeln.
- Wege des Buddhismus: Erstelle eine Vergleichstabelle zu Theravada, Mahayana und Vajrayana mit Verbreitung, Zielvorstellungen und typischen Formen der Praxis.
- Interreligiöser Dialog: Formuliere fünf respektvolle Fragen, die Du einer Buddhistin oder einem Buddhisten in einem Dialog stellen würdest.
Schwer
- Karma kritisch erklären: Schreibe einen kurzen Essay darüber, warum Karma nicht einfach mit „Strafe“ oder „Schicksal“ gleichgesetzt werden sollte.
- Buddhismus im Westen: Untersuche, wie Achtsamkeit heute in Schule, Medizin oder Arbeitswelt genutzt wird, und diskutiere Chancen und mögliche Vereinfachungen.
- Religion ohne Schöpfergott: Erkläre, warum der Buddhismus trotz fehlender zentraler Schöpfergott-Vorstellung als Religion verstanden werden kann.
- Friedensethik und Realität: Recherchiere ein Beispiel, in dem Buddhismus mit Frieden verbunden wird, und ein Beispiel, in dem buddhistische Gesellschaften vor Konflikten stehen. Beurteile, warum Religionen nie nur idealisiert betrachtet werden sollten.

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Lernkontrolle
- Transfer Vier Edle Wahrheiten: Wende die Vier Edlen Wahrheiten auf eine selbst gewählte Alltagssituation an und erkläre, welche Veränderung der Achtfache Pfad nahelegen könnte.
- Vergleich Weltreligionen: Vergleiche den Buddhismus mit einer anderen Weltreligion. Achte darauf, nicht nur Unterschiede bei Gottesvorstellungen zu nennen, sondern auch Ethik, Rituale und Menschenbild einzubeziehen.
- Karma und Verantwortung: Beurteile, wie die Vorstellung von Karma das Handeln eines Menschen beeinflussen kann. Nenne Chancen und mögliche Missverständnisse.
- Mitgefühl praktisch: Entwickle ein kleines Projekt für Schule oder Gemeinde, das buddhistische Ideen von Mitgefühl und Achtsamkeit aufgreift, ohne eine Religion zu vereinnahmen.
- Interreligiöse Kompetenz: Analysiere ein Klischee über den Buddhismus und erkläre, wie man es durch Wissen, Begegnung und Dialog korrigieren kann.
- Traditionen unterscheiden: Erkläre an einem Beispiel, warum es problematisch ist, vom Buddhismus zu sprechen, als gäbe es weltweit nur eine einheitliche Form.
- Ethik im Alltag: Diskutiere, wie rechte Rede aus dem Achtfachen Pfad für Kommunikation in sozialen Medien bedeutsam sein könnte.
OERs zum Thema
Links
Lernnachweis
Erstelle ein Portfolio zum Thema Wege des Buddhismus / Weltreligionen verstehen. Dein Portfolio soll zeigen, dass Du zentrale buddhistische Begriffe erklären, verschiedene Wege des Buddhismus unterscheiden und die Bedeutung des Buddhismus für interreligiöses Lernen reflektieren kannst. Bearbeite dazu die folgenden Teile:
- Begriffswissen anwenden: Erkläre mindestens acht zentrale Begriffe des Buddhismus in eigenen Worten und verwende sie in sinnvollen Beispielsätzen.
- Zusammenhänge darstellen: Gestalte eine Mindmap, die Vier Edle Wahrheiten, Achtfacher Pfad, Karma, Samsara und Nirwana miteinander verbindet.
- Vergleich schreiben: Vergleiche den Buddhismus mit einer anderen Weltreligion und achte auf Gemeinsamkeiten, Unterschiede und mögliche Missverständnisse.
- Reflexion verfassen: Schreibe eine persönliche Reflexion darüber, was interreligiöser Dialog beim Thema Buddhismus bedeutet.
- Transfer leisten: Entwickle eine konkrete Idee, wie Achtsamkeit, Mitgefühl oder rechte Rede in Deiner Schule oder Lerngruppe praktisch umgesetzt werden könnten.
Bewertungskriterien
- Fachliche Richtigkeit: Zentrale Begriffe und Zusammenhänge werden sachlich korrekt erklärt.
- Differenzierung: Verschiedene buddhistische Traditionen werden nicht vermischt, sondern erkennbar unterschieden.
- Transferleistung: Die Inhalte werden auf heutige Situationen und interreligiöse Fragen angewendet.
- Reflexion: Eigene Gedanken werden begründet und respektvoll formuliert.
- Gestaltung: Das Portfolio ist übersichtlich, verständlich und sorgfältig ausgearbeitet.
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