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Wegbeschreibungen schreiben - aiMOOC

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Wegbeschreibungen schreiben - aiMOOC



Einleitung

Wegbeschreibungen schreiben bedeutet, einen Weg so zu erklären, dass eine andere Person ihn zuverlässig findet. Eine gute Wegbeschreibung ist klar, geordnet, vollständig und adressatenbezogen. Du beschreibst nicht einfach alles, was Du auf einer Karte, auf einem Stadtplan oder in Deiner Umgebung siehst, sondern wählst die Informationen aus, die für den Weg wichtig sind. Dazu gehören ein Startpunkt, ein Ziel, wichtige Orientierungspunkte, Richtungsangaben, passende Präpositionen, genaue Verben und eine sinnvolle Reihenfolge.

Eine schriftliche Wegbeschreibung wird häufig im Deutschunterricht geübt, weil Du dabei viele sprachliche Fähigkeiten miteinander verbindest: genaues Beobachten, sachliches Schreiben, sinnvolles Strukturieren, verständliche Formulierungen und die Perspektive der Lesenden. Gleichzeitig ist das Thema alltagsnah: Du kannst eine Wegbeschreibung für den Schulweg, den Weg zur Bibliothek, zum Bahnhof, zum Sportplatz, zu einem Treffpunkt oder durch ein Gebäude verfassen.

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Was ist eine Wegbeschreibung?

Eine Wegbeschreibung ist ein Sachtext, der einer Person erklärt, wie sie von einem Ausgangspunkt zu einem Ziel gelangt. Sie kann mündlich oder schriftlich erfolgen. In diesem aiMOOC lernst Du vor allem, wie Du eine schriftliche Wegbeschreibung formulierst. Dabei geht es nicht darum, besonders spannend oder ausgeschmückt zu erzählen. Eine Wegbeschreibung soll vor allem nützlich sein. Sie muss den Weg so erklären, dass die lesende Person ihn Schritt für Schritt nachvollziehen kann.

Eine gute Wegbeschreibung beantwortet mehrere wichtige Fragen: Wo beginnt der Weg? Wohin soll die Person gehen? Welche Straße, welcher Gang oder welcher Wegabschnitt kommt zuerst? Wo muss man abbiegen? Welche auffälligen Orte helfen bei der Orientierung? Welche Gefahrenstellen oder Besonderheiten gibt es? Wann ist das Ziel erreicht?


Unterschied zwischen Wegbeschreibung und Erzählung

Eine Erzählung will unterhalten, Spannung erzeugen oder ein Erlebnis darstellen. Eine Wegbeschreibung dagegen will informieren. Sie verwendet deshalb meist eine sachliche Sprache. Gefühle, unnötige Details und lange Ausschmückungen sind meistens nicht hilfreich. Statt „Dann kommst Du an einem wunderschönen kleinen Laden vorbei, der mich immer an Ferien erinnert“ schreibst Du besser: „Gehe am kleinen Lebensmittelgeschäft vorbei und biege danach rechts in die Bahnhofstraße ein.“


Situationen, in denen Wegbeschreibungen wichtig sind

Wegbeschreibungen werden in vielen Alltagssituationen gebraucht. Du brauchst sie, wenn Du jemandem den Weg zu Deiner Schule erklärst, eine neue Mitschülerin zum Sekretariat führst, einer Besucherin den Weg zur Sporthalle beschreibst oder einem Freund erklärst, wie er mit dem Fahrrad zu Dir kommt. Auch digitale Navigationssysteme arbeiten mit Wegbeschreibungen, indem sie Richtungen, Entfernungen und Orientierungspunkte miteinander verbinden.


Die wichtigsten Bestandteile einer Wegbeschreibung

Eine gelungene Wegbeschreibung besteht aus mehreren Bausteinen. Wenn Du diese Bausteine kennst, kannst Du Deinen Text besser planen und überprüfen.


Startpunkt und Ziel

Der Startpunkt ist der Ort, an dem der Weg beginnt. Das Ziel ist der Ort, an dem die Person ankommen soll. Beide Punkte müssen eindeutig sein. Unklare Angaben wie „von da“ oder „dort hinten“ helfen in einer schriftlichen Wegbeschreibung meistens nicht. Besser ist: „Du startest am Haupteingang der Schule“ oder „Der Weg beginnt an der Bushaltestelle Rathaus.“


Richtungsangaben

Richtungsangaben sagen, wohin sich die Person bewegen soll. Typische Formulierungen sind geradeaus gehen, links abbiegen, rechts abbiegen, die Straße überqueren, dem Weg folgen, an der Kreuzung wenden oder bis zur Ampel gehen. Besonders wichtig ist, dass die Richtung aus der Perspektive der gehenden Person beschrieben wird. Was für Dich auf einem Plan links aussieht, kann für die Person auf dem Weg anders wirken, wenn die Perspektive nicht eindeutig ist.


Orientierungspunkte

Orientierungspunkte sind auffällige Stellen, an denen sich die lesende Person orientieren kann. Dazu gehören zum Beispiel eine Ampel, eine Kreuzung, ein Zebrastreifen, ein Gebäude, ein Geschäft, ein Denkmal, ein Spielplatz, ein Brunnen, ein Eingang, ein Schild oder eine Bushaltestelle. Gute Orientierungspunkte sind sichtbar, eindeutig und nicht leicht zu verwechseln. „Der dritte Baum links“ ist oft ungenau, „die große Kirche auf der rechten Seite“ ist meist hilfreicher.


Entfernungsangaben

Entfernungsangaben machen eine Wegbeschreibung genauer. Du kannst ungefähre Angaben verwenden, zum Beispiel „nach etwa 100 Metern“, „nach zwei Straßen“ oder „bis zur nächsten Kreuzung“. Bei kurzen Wegen in Gebäuden sind auch Angaben wie „bis zum Ende des Flurs“, „nach der zweiten Tür“ oder „eine Treppe hinauf“ hilfreich. Entfernungsangaben müssen nicht immer mathematisch exakt sein, aber sie sollten zur Orientierung beitragen.


Reihenfolge der Schritte

Eine Wegbeschreibung folgt der tatsächlichen Reihenfolge des Weges. Du beginnst am Startpunkt und beschreibst dann Schritt für Schritt den Weg bis zum Ziel. Ein häufiger Fehler ist, zu früh Informationen über das Ziel zu nennen oder zwischen verschiedenen Wegabschnitten hin und her zu springen. Die lesende Person sollte Deinen Text wie eine Anleitung nutzen können.


Sprache einer guten Wegbeschreibung

Die Sprache entscheidet darüber, ob eine Wegbeschreibung verständlich ist. Sie soll klar, sachlich und genau sein. Gleichzeitig soll sie nicht zu kompliziert werden. Besonders wichtig sind passende Verben, Präpositionen, Konnektoren und Satzanfänge.


Geeignete Verben

Für Wegbeschreibungen brauchst Du genaue Verben. Sie zeigen, was die Person tun soll. Häufige Verben sind gehen, laufen, fahren, folgen, abbiegen, überqueren, passieren, erreichen, einbiegen, weitergehen, hinaufgehen und hinuntergehen. Je genauer das Verb ist, desto besser versteht man den Weg. „Bewege Dich weiter“ ist weniger genau als „Gehe geradeaus bis zur Ampel.“


Wichtige Präpositionen

Präpositionen helfen, Orte und Beziehungen genau zu beschreiben. Typische Präpositionen für Wegbeschreibungen sind an, auf, in, neben, vor, hinter, zwischen, gegenüber, entlang, über und durch. Beispiele sind: „Gehe an der Bibliothek vorbei“, „Biege in die Schulstraße ein“, „Überquere die Straße am Zebrastreifen“ oder „Gehe durch den Innenhof.“


Satzanfänge und Konnektoren

Konnektoren verbinden die einzelnen Schritte. Typische Wörter sind zuerst, danach, anschließend, nun, dann, als Nächstes, schließlich und zum Schluss. Sie machen die Reihenfolge sichtbar. Du solltest sie gezielt verwenden, aber nicht jeden Satz mit „dann“ beginnen. Abwechslung macht den Text verständlicher und angenehmer zu lesen.


Höfliche Du-Form und Imperativ

Viele Wegbeschreibungen verwenden die direkte Anrede: „Gehe zuerst geradeaus.“ Das nennt man Imperativ. Du kannst auch höflicher formulieren: „Du gehst zuerst geradeaus“ oder „Am besten gehst Du zuerst geradeaus.“ Im Unterricht ist meist wichtig, dass Du eine Form einheitlich verwendest. Mische nicht ständig zwischen „Du gehst“, „man geht“ und „gehen Sie“.


Aufbau einer schriftlichen Wegbeschreibung

Eine gute Wegbeschreibung hat einen klaren Textaufbau. Sie beginnt mit einer kurzen Einleitung, beschreibt den Weg im Hauptteil und endet mit dem Erreichen des Ziels.


Einleitung

In der Einleitung nennst Du den Startpunkt und das Ziel. Du kannst außerdem angeben, ob der Weg zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Auto oder innerhalb eines Gebäudes zurückgelegt wird. Beispiel: „Du startest am Haupteingang der Schule und gehst zu Fuß zur Stadtbibliothek.“


Hauptteil

Im Hauptteil beschreibst Du den Weg Schritt für Schritt. Jeder neue Wegabschnitt sollte logisch an den vorherigen anschließen. Du verwendest genaue Richtungsangaben, Orientierungspunkte und Entfernungsangaben. Achte darauf, dass Du keine wichtigen Abbiegungen oder Übergänge auslässt.


Schluss

Im Schluss machst Du deutlich, dass das Ziel erreicht ist. Beispiel: „Nach etwa 50 Metern siehst Du links den Eingang der Stadtbibliothek. Dort bist Du am Ziel.“ Der Schluss hilft der lesenden Person, sicher zu wissen, dass sie angekommen ist.


Planung: Vom Plan zum Text

Bevor Du schreibst, solltest Du den Weg genau planen. Eine Wegbeschreibung wird besser, wenn Du nicht sofort losschreibst. Du kannst zunächst eine Skizze, einen Stadtplan oder eine Karte verwenden. Markiere Start und Ziel. Danach notierst Du die wichtigsten Stationen. Aus diesen Stationen entwickelst Du Deinen Text.


Schritt 1: Weg genau ansehen

Betrachte zuerst den Weg. Welche Straßen, Kreuzungen, Gebäude oder besonderen Punkte sind wichtig? Gibt es Stellen, an denen man leicht falsch abbiegen könnte? Genau diese Stellen müssen im Text besonders klar beschrieben werden.


Schritt 2: Stichpunkte sammeln

Sammle kurze Stichpunkte in der richtigen Reihenfolge. Beispiel: Haupteingang Schule, links zur Ampel, Straße überqueren, geradeaus durch Park, am Brunnen rechts, Bibliothek links. Diese Stichpunkte sind noch kein fertiger Text. Sie helfen Dir aber, nichts Wichtiges zu vergessen.


Schritt 3: Ganze Sätze formulieren

Aus den Stichpunkten formulierst Du ganze Sätze. Dabei ergänzt Du Verben, Präpositionen und Konnektoren. Aus „Park, Brunnen rechts“ wird zum Beispiel: „Gehe durch den Park bis zum Brunnen. Biege dort rechts auf den breiten Kiesweg ab.“


Schritt 4: Text überprüfen

Lies Deine Wegbeschreibung noch einmal aus der Sicht einer Person, die den Weg nicht kennt. Sind Start und Ziel klar? Sind alle Abbiegungen genannt? Gibt es zu viele oder zu wenige Details? Sind die Richtungen eindeutig? Sind die Sätze verständlich?


Beispiel einer guten Wegbeschreibung

Aufgabe: Beschreibe den Weg vom Haupteingang der Schule zur Stadtbibliothek.

Beispieltext: Du startest am Haupteingang der Schule. Gehe zuerst geradeaus über den Schulhof bis zum großen Schultor. Biege dort links auf die Schillerstraße ab und folge dem Gehweg bis zur Ampel. Überquere die Straße an der Ampel und gehe anschließend weiter geradeaus. Nach etwa 100 Metern erreichst Du den Stadtpark. Gehe durch den Park bis zum Brunnen in der Mitte. Am Brunnen biegst Du rechts ab und folgst dem breiten Weg bis zum Parkausgang. Direkt gegenüber siehst Du ein rotes Gebäude mit großen Fenstern. Das ist die Stadtbibliothek. Überquere vorsichtig die Straße am Zebrastreifen. Der Eingang befindet sich auf der linken Seite des Gebäudes. Dort bist Du am Ziel.


Warum ist dieses Beispiel gelungen?

Der Beispieltext nennt einen klaren Startpunkt und ein klares Ziel. Er beschreibt den Weg in der richtigen Reihenfolge. Er verwendet Orientierungspunkte wie Schultor, Ampel, Stadtpark, Brunnen, Parkausgang und rotes Gebäude. Außerdem enthält er Richtungsangaben wie links, geradeaus, rechts und gegenüber. Die Sätze sind sachlich und verständlich.


Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest

Beim Schreiben von Wegbeschreibungen passieren typische Fehler. Wenn Du sie kennst, kannst Du Deinen Text gezielt verbessern.


Unklare Richtungen

Ein häufiger Fehler sind unklare Angaben wie „dort“, „hier“, „da drüben“ oder „weiter nach vorne“. Solche Wörter funktionieren vielleicht, wenn man gleichzeitig auf etwas zeigen kann. In einer schriftlichen Wegbeschreibung fehlen aber Gesten. Schreibe deshalb genauer: „Biege an der Ampel rechts ab“ oder „Gehe bis zum Ende des Flurs.“


Fehlende Orientierungspunkte

Wenn Du nur schreibst „Gehe lange geradeaus und dann rechts“, weiß die lesende Person oft nicht, wann sie abbiegen soll. Orientierungspunkte machen den Weg sicherer. Schreibe zum Beispiel: „Gehe geradeaus bis zur Bäckerei. Biege direkt hinter der Bäckerei rechts ab.“


Zu viele unwichtige Details

Auch zu viele Details können verwirren. Nicht jede Bank, jedes Fenster oder jedes geparkte Auto ist wichtig. Gute Details helfen bei der Orientierung. Unwichtige Details lenken ab. Wähle deshalb nur die Punkte aus, die für den Weg wirklich nützlich sind.


Falsche Reihenfolge

Eine Wegbeschreibung muss dem tatsächlichen Weg folgen. Wenn Du zuerst das Ziel beschreibst, dann zur ersten Kreuzung zurückspringst und anschließend wieder einen anderen Wegabschnitt erklärst, wird der Text unübersichtlich. Schreibe Schritt für Schritt vom Start bis zum Ziel.


Perspektivfehler

Beim Schreiben von einer Karte kann es passieren, dass Du links und rechts aus der Kartenperspektive verwechselst. Prüfe deshalb: Welche Richtung ist für die Person richtig, die sich tatsächlich vom Startpunkt aus bewegt? Eine gute Strategie ist, den Weg gedanklich abzugehen.


Checkliste für Deine Wegbeschreibung

  1. Startpunkt: Hast Du deutlich geschrieben, wo der Weg beginnt?
  2. Ziel: Hast Du klar genannt, wohin die Person gelangen soll?
  3. Reihenfolge: Beschreibst Du alle Schritte in der richtigen Reihenfolge?
  4. Richtungsangabe: Sind links, rechts, geradeaus, gegenüber und ähnliche Angaben eindeutig?
  5. Orientierungspunkt: Nennst Du auffällige Punkte, an denen man sich orientieren kann?
  6. Entfernung: Gibt es passende Angaben wie „bis zur Ampel“, „nach etwa 100 Metern“ oder „nach der zweiten Tür“?
  7. Sprache: Sind die Sätze sachlich, klar und nicht zu lang?
  8. Adressatenbezug: Versteht die Person den Weg auch dann, wenn sie die Umgebung nicht kennt?
  9. Vollständigkeit: Fehlt keine wichtige Abbiegung und kein entscheidender Übergang?
  10. Überarbeitung: Hast Du Deinen Text am Ende noch einmal geprüft?


Wegbeschreibungen in Gebäuden

Nicht alle Wegbeschreibungen führen durch eine Stadt. Manchmal beschreibst Du einen Weg in einem Gebäude, zum Beispiel zur Aula, zum Sekretariat, zur Turnhalle oder zu einem Klassenraum. Dann sind andere Orientierungspunkte wichtig: Türen, Treppen, Flure, Etagen, Aufzüge, Schilder oder Raumnummern.

Beispiel: Du startest am Haupteingang. Gehe geradeaus bis zur Glastür und biege danach links in den langen Flur ein. Folge dem Flur bis zur zweiten Treppe. Gehe eine Etage nach oben. Oben biegst Du rechts ab. Der Musikraum ist die dritte Tür auf der linken Seite.


Wegbeschreibungen für verschiedene Verkehrsmittel

Eine Wegbeschreibung verändert sich, je nachdem, ob jemand zu Fuß geht, mit dem Fahrrad fährt, mit dem Auto unterwegs ist oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt. Für Fußwege sind Zebrastreifen, Gehwege und kurze Abkürzungen wichtig. Für Fahrradwege sind Radwege, sichere Kreuzungen und Abstellplätze wichtig. Für Autofahrten sind Einbahnstraßen, Parkmöglichkeiten und größere Straßen wichtiger. Für Bus und Bahn brauchst Du Haltestellen, Linien, Umstiege und Fahrtrichtung.


Zu Fuß

Bei einer Wegbeschreibung zu Fuß kannst Du kleine Wege, Fußgängerzonen, Durchgänge und Abkürzungen verwenden. Du solltest aber auch auf sichere Übergänge achten. Formulierungen wie „Überquere die Straße an der Ampel“ oder „Nutze den Zebrastreifen vor der Schule“ sind hilfreich.


Mit dem Fahrrad

Bei einer Fahrrad-Wegbeschreibung solltest Du Radwege, Kreuzungen und sichere Abstellmöglichkeiten nennen. Wichtig ist auch, ob man das Fahrrad an einer Stelle schieben muss. Beispiel: „Folge dem Radweg entlang des Flusses. Vor der Fußgängerzone steigst Du ab und schiebst Dein Fahrrad bis zum Marktplatz.“


Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Bei öffentlichen Verkehrsmitteln sind die Haltestelle, die Linie, die Fahrtrichtung und der Ausstieg wichtig. Beispiel: „Steige an der Haltestelle Rathaus in die Buslinie 4 Richtung Bahnhof. Fahre drei Stationen bis Stadtpark. Von dort gehst Du geradeaus bis zur Bibliothek.“


Barrierearme Wegbeschreibungen

Eine besonders gute Wegbeschreibung kann auch darauf achten, ob der Weg für möglichst viele Menschen nutzbar ist. Das nennt man Barrierefreiheit. Eine barrierearme Beschreibung nennt zum Beispiel Aufzüge statt Treppen, breite Wege statt schmaler Durchgänge, abgesenkte Bordsteine, gut sichtbare Schilder und sichere Übergänge. Das ist wichtig für Menschen mit Rollstuhl, Kinderwagen, Sehbeeinträchtigung oder schweren Taschen.


Digitale Wegbeschreibungen und Karten

Digitale Karten und Navigationssysteme können beim Planen helfen. Trotzdem musst Du beim Schreiben selbst entscheiden, welche Informationen für Deine Zielgruppe wichtig sind. Ein Navigationssystem sagt oft „in 80 Metern rechts abbiegen“. Für einen menschlichen Text kann zusätzlich ein Orientierungspunkt hilfreich sein: „Biege nach etwa 80 Metern rechts ab, direkt hinter der Apotheke.“


Wortschatz für Wegbeschreibungen

  1. Richtung: links, rechts, geradeaus, gegenüber, zurück, weiter, hinauf, hinunter
  2. Ort: vor, hinter, neben, zwischen, an, auf, in, gegenüber, entlang
  3. Handlung: gehen, folgen, abbiegen, überqueren, passieren, erreichen, einbiegen, verlassen
  4. Reihenfolge: zuerst, danach, anschließend, nun, als Nächstes, schließlich, zum Schluss
  5. Orientierung: Kreuzung, Ampel, Zebrastreifen, Eingang, Ausgang, Haltestelle, Schild, Gebäude


Formulierungshilfen

  1. Einleitung: Du startest am ... und möchtest zum ... gelangen.
  2. Erster Schritt: Gehe zuerst ... bis ...
  3. Richtung: Biege an ... links oder rechts ab.
  4. Orientierungspunkt: Auf der rechten Seite siehst Du ...
  5. Übergang: Überquere die Straße an ...
  6. Entfernung: Nach etwa ... Metern erreichst Du ...
  7. Gebäude: Gehe durch ... und nimm die Treppe in den ... Stock.
  8. Schluss: Dort befindet sich der Eingang. Nun bist Du am Ziel.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das wichtigste Ziel einer schriftlichen Wegbeschreibung? (Sie soll den Weg verständlich und zuverlässig erklären) (!Sie soll möglichst spannend erzählen) (!Sie soll möglichst viele Gefühle beschreiben) (!Sie soll vor allem lustige Details enthalten)




Welche Angabe gehört unbedingt in eine Wegbeschreibung? (Startpunkt und Ziel) (!Lieblingsfarbe der gehenden Person) (!Wetterbericht der letzten Woche) (!Name der Autorin oder des Autors)




Welche Formulierung ist für eine Wegbeschreibung besonders genau? (Biege an der Ampel rechts ab) (!Geh irgendwann da rüber) (!Lauf ein bisschen weiter) (!Dort hinten ist es irgendwo)




Warum sind Orientierungspunkte wichtig? (Sie helfen der lesenden Person, den richtigen Weg zu erkennen) (!Sie machen den Text automatisch länger) (!Sie ersetzen alle Richtungsangaben) (!Sie sind nur für Erzählungen wichtig)




Welche Reihenfolge ist für eine Wegbeschreibung sinnvoll? (Vom Startpunkt Schritt für Schritt bis zum Ziel) (!Vom Ziel rückwärts zum Startpunkt ohne Erklärung) (!Zuerst alle Gebäude, dann alle Straßen) (!In zufälliger Reihenfolge)




Welche Wortart ist für Angaben wie vor, hinter, neben und durch besonders wichtig? (Präposition) (!Artikel) (!Interjektion) (!Numeral)




Welche Aussage zu links und rechts ist richtig? (Links und rechts müssen aus der Perspektive der gehenden Person stimmen) (!Links und rechts sind in jeder Perspektive immer gleich) (!Links und rechts braucht man nie) (!Links und rechts dürfen beliebig vertauscht werden)




Welche Formulierung passt gut zu einem Schluss? (Der Eingang befindet sich links. Dort bist Du am Ziel) (!Ich fand den Weg sehr langweilig) (!Vielleicht kommst Du irgendwo an) (!Am Anfang war die Straße schön)




Was ist ein typischer Fehler in einer Wegbeschreibung? (Wichtige Abbiegungen werden ausgelassen) (!Der Startpunkt wird genannt) (!Der Weg wird in Schritten erklärt) (!Orientierungspunkte werden verwendet)




Welche Aussage beschreibt eine barrierearme Wegbeschreibung am besten? (Sie nennt gut nutzbare Wege, Aufzüge und sichere Übergänge) (!Sie beschreibt nur Treppen) (!Sie verzichtet auf alle Orientierungspunkte) (!Sie ist absichtlich ungenau)





Memory

Startpunkt Ort, an dem der Weg beginnt
Ziel Ort, an dem man ankommen soll
Orientierungspunkt Auffällige Stelle zur besseren Orientierung
Richtungsangabe Hinweis wie links, rechts oder geradeaus
Entfernungsangabe Hinweis wie nach etwa 100 Metern
Konnektor Wort zur Verbindung der Schritte





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Gehe geradeaus Bewegung ohne Richtungswechsel
Biege links ab Richtungswechsel nach links
Überquere die Straße Wechsel auf die andere Straßenseite
Folge dem Weg Weitergehen auf derselben Route
Du bist am Ziel Abschluss der Wegbeschreibung






Kreuzworträtsel

Startpunkt Wie nennt man den Ort, an dem ein Weg beginnt?
Ziel Wie nennt man den Ort, an dem man ankommen soll?
Ampel Welcher Orientierungspunkt regelt oft den Verkehr an einer Straße?
Kreuzung Wie nennt man eine Stelle, an der sich Straßen treffen?
Richtung Welcher Begriff passt zu links, rechts und geradeaus?
Präposition Welche Wortart beschreibt Beziehungen wie vor, hinter und neben?




LearningApps

Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine gute Wegbeschreibung nennt zuerst den

und das

. Danach beschreibst Du den Weg in der richtigen

. Besonders wichtig sind genaue

, damit die lesende Person weiß, wohin sie gehen soll. Auffällige Stellen wie eine Ampel, ein Brunnen oder ein Bahnhof heißen

. Wörter wie zuerst, danach und schließlich nennt man

, weil sie die einzelnen Schritte verbinden. Eine gute Wegbeschreibung ist sachlich, klar und

. Am Ende sollte deutlich werden, dass die Person am

angekommen ist.




Offene Aufgaben

Leicht

  1. Schulweg: Schreibe eine kurze Wegbeschreibung von Deinem Zuhause bis zur Schule oder von einer Bushaltestelle bis zum Schulgebäude.
  2. Klassenzimmer: Beschreibe den Weg vom Haupteingang Deiner Schule bis zu Deinem Klassenraum.
  3. Wortschatz: Sammle zehn Wörter, die man für Wegbeschreibungen braucht, und bilde zu jedem Wort einen Beispielsatz.
  4. Orientierungspunkt: Fotografiere oder zeichne drei Orientierungspunkte in Deiner Umgebung und erkläre, warum sie für eine Wegbeschreibung hilfreich sind.

Standard

  1. Stadtplan: Wähle auf einem Stadtplan einen Startpunkt und ein Ziel aus und schreibe eine vollständige Wegbeschreibung.
  2. Partnerarbeit: Tausche Deine Wegbeschreibung mit einer anderen Person und prüfe, ob sie den Weg nur mithilfe Deines Textes nachvollziehen kann.
  3. Gebäudeplan: Erstelle eine Wegbeschreibung innerhalb der Schule, zum Beispiel vom Sekretariat zur Sporthalle oder zur Aula.
  4. Überarbeitung: Verbessere eine absichtlich ungenaue Wegbeschreibung, indem Du Orientierungspunkte, Richtungen und Entfernungen ergänzt.

Schwer

  1. Barrierefreiheit: Schreibe eine barrierearme Wegbeschreibung, die Treppen vermeidet und sichere Übergänge nennt.
  2. Vergleich: Vergleiche eine digitale Navigationsanweisung mit einer selbst geschriebenen Wegbeschreibung und erkläre die Unterschiede.
  3. Erklärvideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo, in dem Du die Merkmale einer guten Wegbeschreibung an einem Beispiel zeigst.
  4. Mehrperspektivität: Schreibe zwei Wegbeschreibungen zum gleichen Ziel, eine für eine Person zu Fuß und eine für eine Person mit dem Fahrrad.



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Lernkontrolle

  1. Transfer: Erkläre, warum eine Wegbeschreibung für eine ortsfremde Person genauer sein muss als für eine Person, die den Ort bereits kennt.
  2. Analyse: Untersuche eine Wegbeschreibung aus einem Navigationssystem und bewerte, welche Informationen für einen menschlichen Leser fehlen könnten.
  3. Überarbeitung: Überarbeite einen unklaren Text so, dass daraus eine verständliche Wegbeschreibung mit Startpunkt, Ziel, Orientierungspunkten und Richtungsangaben wird.
  4. Perspektive: Beschreibe, wie sich eine Wegbeschreibung verändert, wenn sie nicht aus der Kartenperspektive, sondern aus der Gehperspektive geschrieben wird.
  5. Anwendung: Plane eine Wegbeschreibung für eine neue Schülerin oder einen neuen Schüler, die oder der vom Eingang zum richtigen Raum finden muss, ohne jemanden zu fragen.
  6. Begründung: Begründe, warum zu viele Details eine Wegbeschreibung verschlechtern können, obwohl sie auf den ersten Blick genauer wirkt.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du eine eigene schriftliche Wegbeschreibung zu einem realen oder erfundenen Weg. Dein Text soll einen klaren Startpunkt, ein eindeutiges Ziel, mindestens fünf sinnvolle Wegschritte, passende Orientierungspunkte, genaue Richtungsangaben und einen erkennbaren Schluss enthalten. Ergänze anschließend eine kurze Selbstprüfung: Welche Stelle Deines Textes ist besonders klar? Welche Stelle könnte eine fremde Person noch missverstehen? Wie hast Du Deinen Text verbessert?


Bewertungskriterien

  1. Vollständigkeit: Startpunkt, Ziel und alle wichtigen Wegschritte sind vorhanden.
  2. Genauigkeit: Richtungen, Orientierungspunkte und Entfernungen sind verständlich und passen zusammen.
  3. Textaufbau: Die Beschreibung folgt einer klaren Reihenfolge vom Start bis zum Ziel.
  4. Sprache: Die Sätze sind sachlich, eindeutig und gut lesbar.
  5. Adressatenbezug: Die Beschreibung ist für eine Person verständlich, die den Weg noch nicht kennt.
  6. Überarbeitung: Der Text wurde geprüft und gezielt verbessert.


OERs zum Thema



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Zusammenfassung

Eine gute Wegbeschreibung hilft einer Person, sicher von einem Startpunkt zu einem Ziel zu gelangen. Dafür brauchst Du eine klare Reihenfolge, genaue Richtungsangaben, passende Orientierungspunkte und eine sachliche Sprache. Du solltest den Weg Schritt für Schritt beschreiben und dabei die Perspektive der gehenden Person beachten. Besonders hilfreiche Wegbeschreibungen sind adressatenbezogen, vollständig und bei Bedarf barrierearm. Wenn Du Deinen Text am Ende überprüfst, kannst Du unklare Stellen verbessern und sicherstellen, dass die lesende Person den Weg wirklich findet.

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  4. Lump: #Trump #Manipulation
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  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
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