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Wasserschutz am Bodensee - Baden-Württemberg

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Wasserschutz am Bodensee - Baden-Württemberg




Wasserschutz am Bodensee - Baden-Württemberg


Einleitung

Der Bodensee ist viel mehr als ein großer See im Süden Deutschlands. Er ist Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen, Erholungsraum für Menschen, Wirtschaftsraum und eine besonders wichtige Quelle für Trinkwasser. Für Baden-Württemberg ist sein Schutz deshalb eine zentrale Aufgabe. Gleichzeitig kann der Bodensee nicht von einem Land allein geschützt werden: Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen direkt am See, und auch das Fürstentum Liechtenstein gehört über das Einzugsgebiet zu wichtigen Partnern der internationalen Zusammenarbeit.

Wenn Du am Bodensee stehst, siehst Du zunächst Wasser, Ufer, Schiffe und vielleicht Berge. Aus biologischer Sicht steckt dahinter jedoch ein komplexes Ökosystem. Wasserqualität, Nährstoffe, Sauerstoff, Temperatur, Plankton, Fische, Muscheln, Uferpflanzen und menschliche Nutzungen beeinflussen sich gegenseitig. Wasserschutz bedeutet deshalb nicht nur, Trinkwasser sauber zu halten. Es bedeutet auch, Lebensräume zu erhalten, Schadstoffe zu vermeiden, Abwasser zu reinigen, Veränderungen durch den Klimawandel zu beobachten und zwischen verschiedenen Staaten gemeinsame Regeln und Ziele abzustimmen.

Die Satellitenaufnahme zeigt, dass der Bodensee Teil eines großen Landschafts- und Flusssystems ist. Wasser, Stoffe und Lebewesen halten sich nicht an Staatsgrenzen. Genau deshalb ist grenzüberschreitender Gewässerschutz so wichtig.


Der Bodensee als Trinkwasserquelle

Die Bodensee-Wasserversorgung versorgt rund vier Millionen Menschen in etwa 320 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg mit Trinkwasser. Das Rohwasser wird bei Sipplingen in etwa 60 Metern Tiefe aus dem Überlinger See entnommen. Dort ist das Wasser ganzjährig kühl und weist vergleichsweise gleichmäßige Eigenschaften auf. Anschließend wird es im Wasserwerk auf dem Sipplinger Berg aufbereitet und über ein weit verzweigtes Leitungsnetz verteilt.

Datei:D-BW-Sipplingen - Bodensee.JPG

Dass Wasser aus einem See zu sicherem Trinkwasser wird, ist kein einzelner Arbeitsschritt. Das Wasser wird technisch behandelt, kontrolliert und ständig überwacht. Dabei gilt ein wichtiges Prinzip: Je besser der See selbst geschützt ist, desto günstiger sind die Voraussetzungen für die Trinkwassergewinnung. Vorsorgender Gewässerschutz beginnt also lange bevor Wasser aus dem Hahn kommt.

Das Video „Way of the water“ der Bodensee-Wasserversorgung zeigt den Weg des Wassers von der Entnahme im See über die Aufbereitung bis zur Verteilung.


Vom Rohwasser zum Trinkwasser

Rohwasser ist Wasser, das einer natürlichen Quelle entnommen wird, bevor es für die Trinkwasserversorgung aufbereitet wurde. Trinkwasser muss hohe hygienische und chemische Anforderungen erfüllen. Im Wasserwerk werden deshalb unerwünschte Bestandteile entfernt beziehungsweise reduziert und die Qualität wird kontrolliert.

Für die Biologie ist interessant, dass auch mikroskopisch kleine Organismen eine Rolle spielen. Phytoplankton, Zooplankton, Bakterien und andere Mikroorganismen gehören natürlicherweise zum See. Nicht jeder Organismus ist schädlich. Entscheidend ist, dass das ökologische Gleichgewicht erhalten bleibt und Krankheitserreger oder problematische Stoffe nicht in gesundheitsgefährdenden Mengen auftreten.

Der Jubiläumsfilm zur Bodensee-Wasserversorgung verbindet technische Entwicklung, Versorgungssicherheit und die Geschichte der Trinkwassernutzung.


Ökologie: Der See als vernetzter Lebensraum

Ein See besteht nicht nur aus einer Wasserfläche. Es gibt unterschiedliche Lebensräume: die Uferzone, das freie Wasser, tiefere Wasserschichten und den Seegrund. In jeder Zone leben Organismen, die an bestimmte Licht-, Temperatur-, Sauerstoff- und Nahrungsbedingungen angepasst sind.

Produzenten wie Algen betreiben Fotosynthese und bilden organische Stoffe. Sie werden von Konsumenten gefressen, zum Beispiel von kleinen Krebstieren des Zooplanktons. Diese wiederum dienen Fischen als Nahrung. Zersetzer bauen abgestorbenes Material ab. So entstehen Nahrungsnetze und Stoffkreisläufe.

Naturnahe Ufer mit Röhricht sind ökologisch wertvoll. Sie bieten Schutz-, Laich- und Nahrungsräume, können Wellen abbremsen und tragen zur Strukturvielfalt bei. Werden Ufer stark verbaut oder häufig gestört, gehen solche Funktionen teilweise verloren.


Nährstoffe und die Geschichte des Gewässerschutzes

Besonders wichtig für die Entwicklung des Bodensees war der Umgang mit Nährstoffen. Gelangen zu viele Phosphor- und Stickstoffverbindungen in einen See, kann dies zu einer starken Produktion von Algen führen. Beim Abbau großer Mengen organischen Materials wird Sauerstoff verbraucht. Eine übermäßige Nährstoffanreicherung heißt Eutrophierung.

In den 1960er- und 1970er-Jahren war die Belastung des Bodensees mit Nähr- und Schadstoffen deutlich höher als heute. Der starke Ausbau der Abwasserreinigung und abgestimmte Schutzmaßnahmen rund um den See verringerten die Einträge erheblich. Diese Entwicklung gilt als bedeutender Erfolg der internationalen Gewässerschutzpolitik. Heute ist die Wasserqualität sehr gut, trotzdem bleibt dauerhafte Überwachung notwendig.


Abwasserreinigung als Schutzmaßnahme

Abwasser aus Haushalten, Gewerbe und Industrie darf nicht ungereinigt in Seen und Flüsse gelangen. In Kläranlagen werden feste Stoffe, organische Belastungen und ein großer Teil der Nährstoffe entfernt. Moderne Verfahren können zusätzlich bestimmte Spurenstoffe reduzieren. Trotzdem ist die beste Strategie, problematische Stoffe möglichst gar nicht erst ins Abwasser gelangen zu lassen.

Für Deinen Alltag bedeutet das zum Beispiel: Medikamente gehören nicht in Toilette oder Waschbecken, Farben und Lösungsmittel müssen fachgerecht entsorgt werden, und Reinigungsmittel sollten sparsam verwendet werden. Wasserschutz beginnt daher auch zu Hause und in der Schule.


Internationale Zusammenarbeit am Bodensee

Der Bodensee verbindet mehrere Staaten. Deutschland, Österreich und die Schweiz arbeiten deshalb seit Jahrzehnten beim Gewässerschutz zusammen. Eine zentrale Rolle spielt die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB), die 1959 gegründet wurde. An ihrer Arbeit sind die Anrainerstaaten und das Fürstentum Liechtenstein beteiligt.

Die IGKB koordiniert Beobachtung, Forschung und gemeinsame Schutzstrategien. Fachleute vergleichen Messdaten, untersuchen Veränderungen im Ökosystem und entwickeln Empfehlungen. Dieses Vorgehen ist besonders wichtig, weil eine Belastung in einem Zufluss oder an einem Uferabschnitt Auswirkungen auf andere Teile des Sees haben kann.

Internationale Zusammenarbeit ist damit ein Beispiel dafür, wie Umweltprobleme politisch und naturwissenschaftlich gemeinsam bearbeitet werden. Messdaten allein schützen noch keinen See. Sie müssen ausgewertet, zwischen Institutionen ausgetauscht und in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden.


Monitoring: Wie erkennt man Veränderungen?

Unter Monitoring versteht man die systematische und wiederholte Beobachtung eines Systems. Am Bodensee werden unter anderem Temperatur, Sauerstoff, Nährstoffe, Plankton, Schadstoffe und biologische Veränderungen untersucht. Langjährige Messreihen sind besonders wertvoll, weil sie Trends sichtbar machen.

Ein einzelner Messwert sagt oft wenig aus. Wenn Forschende jedoch Daten aus vielen Jahren vergleichen, können sie erkennen, ob sich beispielsweise die Wassertemperatur erhöht, die Sauerstoffversorgung in tiefen Schichten verändert oder eine neue Art ausbreitet. Biologisches Wissen, Chemie, Physik und Statistik greifen dabei ineinander.


Klimawandel und Durchmischung

Der Klimawandel beeinflusst auch große Seen. Wärmeres Oberflächenwasser kann länger über kälterem Tiefenwasser liegen. Dadurch kann sich die vollständige winterliche Durchmischung des Sees verändern. Diese Durchmischung ist wichtig, weil sauerstoffreiches Wasser in tiefere Bereiche gelangt und Nährstoffe im See verteilt werden.

Für den Bodensee beobachten Fachleute deshalb besonders die Entwicklung von Temperatur und Sauerstoff. Eine schlechtere Durchmischung bedeutet nicht automatisch, dass das Trinkwasser akut unsicher wird. Sie kann aber langfristig ökologische Prozesse verändern und ist deshalb ein wichtiger Gegenstand der Forschung und Vorsorge.


Gebietsfremde Arten: Beispiel Quaggamuschel

Eine besondere Herausforderung ist die Quagga-Muschel. Sie stammt ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum und hat sich in vielen europäischen Gewässern ausgebreitet. Im Bodensee kann sie in großen Mengen auftreten. Als Filtrierer entnimmt sie dem Wasser Plankton und verändert dadurch Nahrungsbeziehungen. Außerdem besiedelt sie technische Anlagen und Rohrleitungen und verursacht dort zusätzlichen Wartungsaufwand.

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Die Quaggamuschel zeigt, dass Wasserschutz nicht nur mit Schadstoffen zu tun hat. Auch eingeschleppte Arten können ein Ökosystem tiefgreifend verändern. Biologinnen und Biologen untersuchen deshalb, wie sich Nahrungsnetze, Fischbestände und Stoffkreisläufe entwickeln.

Der Beitrag des Bayerischen Rundfunks erklärt, wie die Quaggamuschel das Ökosystem und technische Einrichtungen am Bodensee beeinflusst.


Artenvielfalt und Nahrungsnetze

Der Bodensee beherbergt viele Fischarten, wirbellose Tiere, Mikroorganismen und Wasserpflanzen. Veränderungen an einer Art können weitere Arten beeinflussen. Wenn beispielsweise ein Filtrierer große Mengen Plankton aus dem freien Wasser entfernt, verändert sich das Nahrungsangebot für andere Organismen. Dadurch kann eine Veränderung auf mehreren Ebenen des Nahrungsnetzes weiterwirken.

Datei:Coregonus gutturosus.jpg

Das Beispiel der Bodensee-Felchen und anderer Fischarten verdeutlicht, dass die ökologische Qualität eines Sees nicht nur an der Klarheit des Wassers gemessen werden kann. Entscheidend ist auch, ob die Lebensgemeinschaften funktionieren und typische Arten geeignete Lebensräume und Nahrung finden.


Nutzung und Schutz in Balance

Am Bodensee treffen viele Interessen aufeinander: Trinkwasserversorgung, Naturschutz, Fischerei, Landwirtschaft, Tourismus, Schifffahrt, Siedlungen und Freizeit. Wasserschutz muss diese Nutzungen berücksichtigen, ohne die ökologischen Grundlagen des Sees zu gefährden.

Ein sinnvoller Schutz folgt deshalb dem Vorsorgeprinzip. Schäden sollen möglichst vermieden werden, bevor sie entstehen. Dazu gehören gute Abwasserreinigung, naturnahe Ufer, Kontrolle von Schadstoffen, nachhaltige Flächennutzung, Forschung und gemeinsame Regeln. Auch der bewusste Umgang mit Wasser gehört dazu, obwohl die Menge des entnommenen Trinkwassers nur ein Teil der gesamten Wasserbilanz des Bodensees ist.

Das Video „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“ zeigt, warum Infrastruktur, Vorsorge und langfristige Planung für die Trinkwasserversorgung wichtig sind.


Was Du selbst zum Wasserschutz beitragen kannst

Wasserschutz beginnt bei alltäglichen Entscheidungen. Du kannst Medikamente und Chemikalien korrekt entsorgen, Reinigungsmittel sparsam einsetzen, Abfälle nicht in Gewässer werfen und Dich über naturnahe Ufer informieren. Bei Exkursionen solltest Du empfindliche Röhrichtzonen und Schutzgebiete respektieren. In Schule und Familie kannst Du außerdem erklären, warum sauberes Trinkwasser von einem gesunden Ökosystem abhängt.

Besonders wichtig ist, zwischen Wassersparen und Gewässerschutz zu unterscheiden. Wassersparen kann Ressourcen und Energie schonen. Gewässerschutz umfasst jedoch zusätzlich die Vermeidung von Schadstoffen, den Erhalt von Lebensräumen und die ökologische Funktionsfähigkeit des gesamten Gewässers.


Merksätze

  1. Trinkwasser: Der Bodensee ist eine bedeutende Trinkwasserquelle für Baden-Württemberg; die Bodensee-Wasserversorgung versorgt rund vier Millionen Menschen.
  2. Ökosystem: Gute Wasserqualität hängt mit Nährstoffkreisläufen, Sauerstoff, Temperatur, Artenvielfalt und intakten Lebensräumen zusammen.
  3. Eutrophierung: Zu hohe Nährstoffeinträge können Algenwachstum verstärken und den Sauerstoffhaushalt belasten.
  4. Internationale Zusammenarbeit: Gewässerschutz am Bodensee funktioniert nur grenzüberschreitend.
  5. Monitoring: Langjährige Messreihen helfen, Veränderungen durch Klimawandel, Schadstoffe und gebietsfremde Arten zu erkennen.
  6. Vorsorgeprinzip: Es ist wirksamer, Belastungen zu verhindern, als entstandene Schäden später zu reparieren.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum ist internationaler Gewässerschutz am Bodensee besonders wichtig? (Weil Wasser und Stoffströme Staatsgrenzen überschreiten) (!Weil der Bodensee nur zu Baden-Württemberg gehört) (!Weil jeder Staat einen vollständig getrennten Teil des Sees besitzt) (!Weil Gewässerschutz ausschließlich die Schifffahrt betrifft)




Wo wird das Rohwasser der Bodensee-Wasserversorgung entnommen? (In etwa 60 Metern Tiefe bei Sipplingen) (!Direkt aus dem Rheinfall) (!Nur aus Grundwasserbrunnen in Stuttgart) (!Aus Meerwasser an der Nordsee)




Was bedeutet Eutrophierung? (Übermäßige Anreicherung eines Gewässers mit Nährstoffen) (!Vollständiges Austrocknen eines Sees) (!Mechanische Reinigung von Trinkwasserleitungen) (!Abkühlung eines Sees unter den Gefrierpunkt)




Welche Maßnahme verbesserte die Wasserqualität des Bodensees besonders stark? (Ausbau der Abwasserreinigung) (!Verzicht auf jede wissenschaftliche Messung) (!Einleitung ungeklärter Abwässer) (!Entfernung aller Uferpflanzen)




Welche Aufgabe hat die IGKB? (Grenzüberschreitenden Gewässerschutz zu koordinieren) (!Den gesamten Bodensee touristisch zu vermarkten) (!Nur den Fischfang in Baden-Württemberg zu organisieren) (!Trinkwasserflaschen im Einzelhandel zu verkaufen)




Warum sind langjährige Messreihen wichtig? (Sie machen ökologische Trends und Veränderungen sichtbar) (!Sie ersetzen jede biologische Untersuchung) (!Sie verhindern automatisch jede Verschmutzung) (!Sie zeigen nur den Wasserstand eines einzigen Tages)




Welche ökologische Funktion hat Röhricht am Ufer? (Es bietet Lebensraum und Schutz für viele Organismen) (!Es macht jede Kläranlage überflüssig) (!Es erhöht absichtlich den Schadstoffeintrag) (!Es verhindert jede Form von Verdunstung)




Warum wird die Quaggamuschel am Bodensee intensiv beobachtet? (Sie kann Nahrungsnetze und technische Anlagen beeinflussen) (!Sie ist die einzige heimische Fischart des Sees) (!Sie erzeugt Trinkwasser durch Fotosynthese) (!Sie verhindert vollständig die Erwärmung des Sees)




Was kann eine schwächere Durchmischung des Sees beeinflussen? (Die Sauerstoffversorgung tiefer Wasserschichten) (!Die Länge eines Kalenderjahres) (!Die Staatsgrenzen rund um den See) (!Die chemische Zusammensetzung der Luft weltweit)




Was beschreibt das Vorsorgeprinzip im Gewässerschutz am besten? (Belastungen möglichst verhindern bevor Schäden entstehen) (!Erst handeln wenn ein Ökosystem vollständig zerstört ist) (!Messdaten grundsätzlich ignorieren) (!Nur sichtbaren Müll aus dem Wasser entfernen)





Memory

Eutrophierung Zu hoher Nährstoffeintrag
IGKB Internationale Gewässerschutzkommission
Sipplingen Trinkwasserentnahme
Röhricht Uferlebensraum
Monitoring Langzeitbeobachtung
Quaggamuschel Gebietsfremde Art
Kläranlage Abwasserreinigung
Durchmischung Sauerstofftransport in die Tiefe





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Rohwasser Wasser vor der Trinkwasseraufbereitung
Trinkwasser Für den menschlichen Gebrauch geeignetes Wasser
Phytoplankton Fotosynthetisch aktive Kleinstlebewesen
Zooplankton Tierische Kleinstlebewesen im Wasser
Vorsorge Belastungen möglichst vor ihrer Entstehung vermeiden





Kreuzworträtsel

Sipplingen An welchem Ort wird Wasser für die Bodensee-Wasserversorgung entnommen?
Plankton Wie heißen schwebende Kleinstlebewesen im Wasser zusammenfassend?
Roehricht Welcher Uferlebensraum bietet vielen Tieren Schutz?
Monitoring Wie heißt die systematische Langzeitbeobachtung eines Gewässers?
Phosphor Welches Element ist als Nährstoff für die Entwicklung eines Sees besonders bedeutsam?
Quaggamuschel Welche gebietsfremde Muschelart verändert das Ökosystem des Bodensees?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Bodensee ist für Baden-Württemberg eine wichtige Quelle für

. Das Rohwasser wird bei

in großer Tiefe entnommen. Eine übermäßige Anreicherung mit Nährstoffen heißt

. Durch den Ausbau der

wurde die Belastung des Sees stark reduziert. Die internationale Zusammenarbeit im Gewässerschutz wird unter anderem durch die

koordiniert. Langjährige Messungen bezeichnet man als

. Naturnahe Ufer mit

sind wertvolle Lebensräume. Der Klimawandel kann die natürliche

des Sees verändern. Die gebietsfremde

beeinflusst Nahrungsnetze und technische Anlagen. Ein wichtiger Grundsatz des Gewässerschutzes ist die

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Wasserweg: Zeichne den Weg eines Wassertropfens vom Bodensee über die Aufbereitung bis zu einem Wasserhahn in Baden-Württemberg und beschrifte mindestens fünf Stationen.
  2. Uferlebensraum: Erstelle ein Bild oder eine Fotocollage zu einem naturnahen Bodenseeufer und markiere drei Strukturen, die Tieren oder Pflanzen helfen.
  3. Wasserschutz im Alltag: Sammle fünf konkrete Handlungen, mit denen Du zu Hause oder in der Schule Gewässer vor Schadstoffen schützen kannst.
  4. Nahrungsnetz: Entwirf ein einfaches Nahrungsnetz aus Phytoplankton, Zooplankton, Muschel und Fisch und erkläre zwei Pfeile.


Standard

  1. Messdaten: Entwickle einen Plan für eine schulische Gewässeruntersuchung mit mindestens vier Messgrößen und begründe, warum Du sie auswählst.
  2. Quaggamuschel: Erstelle ein Erklärplakat oder Kurzvideo darüber, warum eine gebietsfremde Muschelart sowohl ökologische als auch technische Folgen haben kann.
  3. Internationale Zusammenarbeit: Simuliere mit einer Gruppe eine Sitzung der Anrainerstaaten. Jede Gruppe vertritt ein Land und formuliert gemeinsame Regeln zum Gewässerschutz.
  4. Kläranlage: Recherchiere den Weg des Abwassers in Deiner Gemeinde und vergleiche ihn mit den Anforderungen des Gewässerschutzes am Bodensee.


Schwer

  1. Klimawandel und See: Erstelle ein Ursache-Wirkungs-Diagramm zu steigender Wassertemperatur, Durchmischung, Sauerstoff und Folgen für Organismen.
  2. Nutzungskonflikt: Entwickle ein Konzept für einen Bodenseeuferabschnitt, das Naturschutz, Freizeitnutzung und Hochwasservorsorge miteinander verbindet.
  3. Spurenstoffe: Plane eine Informationskampagne für Jugendliche zum richtigen Umgang mit Medikamenten, Reinigungsmitteln und anderen problematischen Stoffen.
  4. Gewässerschutzkonferenz: Organisiere eine schulische Konferenz, bei der Teams aus Biologie, Politik, Landwirtschaft, Wasserversorgung und Tourismus ein gemeinsames Schutzprogramm aushandeln.




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Lernkontrolle

  1. Ursache und Wirkung: Erkläre, wie ein erhöhter Nährstoffeintrag über mehrere biologische Schritte den Sauerstoffhaushalt eines Sees beeinflussen kann.
  2. Systemdenken: Begründe, warum sehr klares Wasser allein noch kein vollständiger Beweis für ein ökologisch gesundes Gewässer ist.
  3. Grenzüberschreitender Schutz: Entwickle ein Beispiel, bei dem eine Belastung in einem Zufluss eines Landes Auswirkungen auf ein anderes Land haben könnte, und leite daraus eine gemeinsame Maßnahme ab.
  4. Klimawandel: Erkläre, warum eine Veränderung der Durchmischung für Organismen in tiefen Wasserschichten wichtig sein kann, auch wenn das Trinkwasser weiterhin sicher aufbereitet wird.
  5. Invasive Arten: Analysiere, wie sich eine starke Zunahme filtrierender Muscheln indirekt auf Fische auswirken könnte.
  6. Vorsorgeprinzip: Vergleiche zwei Strategien: Schadstoffe nachträglich technisch entfernen oder ihren Eintrag von Anfang an verhindern. Bewerte Vor- und Nachteile.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Zusammenhänge erklären und nicht nur Begriffe nennen kannst. Du solltest zeigen können, wie Trinkwassergewinnung und Gewässerschutz zusammenhängen, warum Nährstoffeinträge ein Ökosystem verändern, welche Bedeutung naturnahe Ufer haben und weshalb internationale Zusammenarbeit am Bodensee notwendig ist. Außerdem solltest Du Veränderungen durch Klimawandel und gebietsfremde Arten an einem Ursache-Wirkungs-Beispiel erläutern können. Ein guter Lernnachweis verbindet biologische Fachbegriffe mit konkreten Schutzmaßnahmen und kann unterschiedliche Interessen rund um den Bodensee abwägen.




OERs zum Thema


Quellen und Vertiefung

  1. Bodensee-Wasserversorgung: Zahlen, Daten und Informationen zum Weg des Wassers: https://www.bodensee-wasserversorgung.de/
  2. Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee: Informationen zu Ökosystem, Monitoring und internationaler Zusammenarbeit: https://www.igkb.org/
  3. Umweltministerium Baden-Württemberg: Informationen zu Wasserversorgung, Gewässerökologie und Wasserrahmenrichtlinie: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/wasser
  4. Wikimedia Commons: Die eingebundenen Bilder stammen aus dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons.


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