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Verbraucherrechte kennenlernen AES - aiMOOC

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Verbraucherrechte kennenlernen AES - aiMOOC




Verbraucherrechte kennenlernen (AES)


Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du zentrale Verbraucherrechte kennen. Das Thema gehört in Alltagskultur, Ernährung und Soziales (AES), weil Du im Alltag ständig Entscheidungen als Verbraucherin oder Verbraucher triffst: Du kaufst Lebensmittel, Kleidung oder Technik, bestellst online, schließt Verträge ab, vergleichst Preise, prüfst Werbung und musst manchmal reklamieren. Wer seine Rechte kennt, kann bewusster, sicherer und nachhaltiger handeln.

Verbraucherrechte schützen Menschen, wenn sie Waren oder Dienstleistungen für private Zwecke kaufen oder nutzen. Sie helfen Dir, faire Informationen zu bekommen, mangelhafte Produkte zu reklamieren, unfaire Vertragsbedingungen zu erkennen und bei bestimmten Verträgen einen Widerruf zu erklären. Gleichzeitig gehören zu verantwortungsvollem Konsum auch Pflichten: Du solltest Verträge lesen, Belege aufbewahren, Fristen beachten und respektvoll mit Händlerinnen und Händlern kommunizieren.


Warum Verbraucherrechte wichtig sind

Verbraucherschutz soll dafür sorgen, dass Käuferinnen und Käufer nicht schutzlos gegenüber Unternehmen sind. Unternehmen wissen oft mehr über Produkte, Preise, Verträge, technische Bedingungen oder rechtliche Details. Diese Wissensunterschiede können zu Nachteilen führen. Deshalb gibt es Regeln zu Informationspflicht, Gewährleistung, Widerrufsrecht, AGB, Datenschutz, Produktsicherheit und Werbung.

Im AES-Unterricht ist das Thema besonders wichtig, weil Konsumentscheidungen nicht nur rechtliche, sondern auch soziale, ökologische und wirtschaftliche Folgen haben. Ein günstiges Produkt kann langfristig teuer werden, wenn es schnell kaputtgeht. Ein Onlinekauf kann bequem sein, aber Rücksendungen verursachen Transportwege. Eine App kann kostenlos wirken, aber persönliche Daten sammeln. Verbraucherrechte helfen Dir, solche Situationen zu beurteilen.


Verbraucherinnen und Verbraucher im Rechtssinn

Im deutschen Bürgerlichen Gesetzbuch ist ein Verbraucher eine natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Einfach gesagt: Wenn Du privat etwas kaufst, bist Du in der Regel Verbraucherin oder Verbraucher. Das Gegenstück ist das Unternehmen, das Waren oder Dienstleistungen anbietet.

Beispiel: Kaufst Du privat Kopfhörer für Dein Smartphone, handelst Du als Verbraucher. Kauft eine Fotografin dieselben Kopfhörer für ihr Studio, kann der Kauf beruflich geprägt sein. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil viele Verbraucherrechte nur gelten, wenn ein Geschäft zwischen einem Unternehmen und einer Privatperson abgeschlossen wird.


Kaufvertrag: Wie ein Vertrag entsteht

Ein Kaufvertrag entsteht meist durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen: Angebot und Annahme. Im Alltag passiert das oft sehr schnell. Du legst ein Produkt an die Kasse, der Preis wird verlangt, Du bezahlst, und damit ist ein Vertrag geschlossen. Auch online entsteht ein Vertrag, wenn Du eine Bestellung verbindlich abschickst und der Anbieter die Bestellung annimmt.

Wichtig ist: Ein Vertrag muss nicht immer schriftlich sein. Auch mündliche Absprachen oder Handlungen können rechtlich wirksam sein. Trotzdem ist ein Nachweis hilfreich. Deshalb solltest Du Kassenbons, Rechnungen, Bestellbestätigungen, E-Mails und Screenshots aufbewahren, wenn ein Kauf später problematisch werden könnte.


Gewährleistung: Rechte bei mangelhafter Ware

Gewährleistung bedeutet: Wenn eine gekaufte Sache mangelhaft ist, hast Du gesetzliche Rechte gegenüber der Verkäuferin oder dem Verkäufer. Ein Mangel liegt zum Beispiel vor, wenn ein Produkt nicht funktioniert, eine zugesicherte Eigenschaft fehlt, es beschädigt ist oder nicht zur üblichen Verwendung geeignet ist.

Bei einem Mangel ist der erste Schritt meistens die Nacherfüllung. Das bedeutet: Das Unternehmen darf den Fehler beheben oder Ersatz liefern. Erst wenn die Nacherfüllung scheitert, verweigert wird oder unzumutbar ist, kommen weitere Rechte in Betracht, zum Beispiel Minderung des Preises, Rücktritt vom Vertrag oder unter bestimmten Voraussetzungen Schadensersatz.

Besonders wichtig: Gewährleistung ist nicht dasselbe wie Garantie. Die Gewährleistung ist gesetzlich geregelt. Eine Garantie ist dagegen meist eine freiwillige zusätzliche Zusage, zum Beispiel durch Hersteller oder Händler. Wenn ein Unternehmen sagt: „Das ist nur ein Garantiefall“, solltest Du trotzdem prüfen, ob Deine gesetzlichen Gewährleistungsrechte gegenüber dem Verkaufsgeschäft bestehen.


Garantie: freiwillige Zusatzleistung

Eine Garantie kann hilfreich sein, aber sie ersetzt nicht die Gewährleistung. Garantien können unterschiedliche Bedingungen haben: Sie können zeitlich begrenzt sein, nur bestimmte Teile betreffen oder bestimmte Nachweise verlangen. Deshalb solltest Du Garantiebedingungen genau lesen.

Beispiel: Ein Hersteller verspricht drei Jahre Garantie auf einen Mixer. Wenn der Mixer nach einem Jahr kaputtgeht, kann die Garantie helfen. Gleichzeitig können weiterhin gesetzliche Rechte aus der Gewährleistung bestehen. Entscheidend ist, was genau passiert ist, wann der Mangel auftrat und gegen wen Du Deine Rechte geltend machst.


Widerrufsrecht beim Onlinekauf

Das Widerrufsrecht ist besonders wichtig bei Fernabsatzverträgen, also zum Beispiel beim Onlinekauf, bei Bestellungen per Telefon oder Katalog. In vielen Fällen kannst Du einen solchen Vertrag innerhalb einer bestimmten Frist widerrufen, ohne einen Grund angeben zu müssen. Hintergrund ist, dass Du die Ware vor Vertragsschluss nicht so prüfen kannst wie im Laden.

Beim Widerruf erklärst Du eindeutig, dass Du am Vertrag nicht festhalten möchtest. Es genügt nicht immer, die Ware kommentarlos zurückzuschicken. Nutze am besten eine klare schriftliche Erklärung, zum Beispiel per E-Mail oder über ein Widerrufsformular. Bewahre einen Nachweis auf.

Nicht jeder Vertrag kann widerrufen werden. Ausnahmen gibt es zum Beispiel bei schnell verderblichen Waren, individuell angefertigten Produkten oder entsiegelten Hygieneartikeln. Deshalb ist es wichtig, die Widerrufsbelehrung zu lesen.


Umtausch im Laden: Kulanz statt automatisches Recht

Viele glauben, dass man ein fehlerfreies Produkt im Geschäft immer zurückgeben kann. Das stimmt so nicht. Wenn die Ware in Ordnung ist und Du sie nur nicht mehr möchtest, gibt es beim Kauf im Laden grundsätzlich kein automatisches Rückgaberecht. Viele Geschäfte bieten aber freiwillig einen Umtausch oder Gutschein an. Das nennt man Kulanz.

Anders ist es bei mangelhafter Ware. Dann geht es nicht um freiwillige Kulanz, sondern um gesetzliche Rechte. Deshalb solltest Du unterscheiden: Ist das Produkt fehlerhaft oder gefällt es Dir nur nicht mehr? Diese Unterscheidung entscheidet darüber, welche Rechte Du hast.


Allgemeine Geschäftsbedingungen: Das Kleingedruckte verstehen

Allgemeine Geschäftsbedingungen sind vorformulierte Vertragsbedingungen. Sie stehen oft in Online-Shops, auf Bestellformularen, in Apps, Fitnessstudioverträgen oder Lieferdiensten. AGB können Regeln zu Zahlungsweise, Lieferung, Rücksendung, Haftung oder Vertragslaufzeit enthalten.

AGB dürfen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht unangemessen benachteiligen. Trotzdem solltest Du sie nicht einfach ignorieren. Besonders wichtig sind Regelungen zu Kündigungsfristen, Zusatzkosten, automatischer Vertragsverlängerung, Datenverarbeitung und Rücksendekosten. Wenn eine Klausel unklar oder unfair wirkt, kann eine Beratung durch die Verbraucherzentrale sinnvoll sein.


Werbung, Preisangaben und Verkaufsstrategien

Werbung will Aufmerksamkeit erzeugen und Kaufentscheidungen beeinflussen. Dabei sind manche Aussagen sachlich, andere emotional oder übertrieben. Verbraucherrechte verlangen, dass Werbung nicht irreführend sein darf. Preisangaben müssen nachvollziehbar sein, und Zusatzkosten dürfen nicht versteckt werden.

Im Alltag begegnen Dir viele Verkaufsstrategien: zeitlich begrenzte Angebote, Rabattcodes, Influencer-Marketing, Produktplatzierungen, Kundenbewertungen, Vergleichsportale oder personalisierte Werbung. Als kritische Verbraucherin oder kritischer Verbraucher prüfst Du daher: Wer spricht? Was wird versprochen? Welche Informationen fehlen? Welche Interessen stehen dahinter?


Digitale Verbraucherrechte: Daten, Apps und Abos

Viele Verbraucherfragen entstehen heute digital. Beim Online-Shopping, bei Apps, Streamingdiensten oder Spielen bezahlst Du nicht immer nur mit Geld, sondern manchmal auch mit Daten, Aufmerksamkeit oder langfristigen Vertragsbindungen. Datenschutz und Verbraucherschutz hängen deshalb eng zusammen.

Achte auf klare Preisangaben, Kündigungsmöglichkeiten, In-App-Käufe, automatische Verlängerungen und die Verarbeitung personenbezogener Daten. Besonders bei kostenlosen Angeboten solltest Du fragen: Womit finanziert sich der Dienst? Welche Daten werden gesammelt? Wie kann ich kündigen? Gibt es versteckte Kosten?


Nachhaltiger Konsum und Verbraucherrechte

Nachhaltiger Konsum bedeutet, Kaufentscheidungen so zu treffen, dass Umwelt, Menschenrechte, Gesundheit und eigene finanzielle Möglichkeiten berücksichtigt werden. Verbraucherrechte unterstützen nachhaltigen Konsum, weil sie Transparenz und faire Bedingungen fördern. Wer Produkte vergleichen, Mängel reklamieren und irreführende Werbung erkennen kann, handelt selbstbestimmter.

Im AES-Unterricht kannst Du Verbraucherrechte mit Themen wie Ernährung, Textilien, Haushalt, Finanzbildung, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Medienkompetenz verbinden. Ein gutes Ziel ist nicht, möglichst viel zu kaufen, sondern passend, informiert und verantwortungsbewusst zu entscheiden.


Reklamation: So gehst Du vor

Wenn ein Produkt mangelhaft ist, solltest Du ruhig und strukturiert vorgehen. Beschreibe den Mangel genau, lege den Kaufnachweis vor und fordere eine angemessene Lösung. Wichtig ist, dass Du zwischen Reklamation, Umtausch, Garantie und Widerruf unterscheidest.

  1. Kaufnachweis: Bewahre Kassenbon, Rechnung, Bestellbestätigung oder Kontoauszug auf.
  2. Mangelbeschreibung: Notiere, was nicht funktioniert, seit wann der Fehler besteht und wie er sich zeigt.
  3. Beweissicherung: Mache Fotos, Screenshots oder kurze Videos, wenn sie den Mangel zeigen.
  4. Kontaktaufnahme: Wende Dich zuerst an die Verkäuferin oder den Verkäufer.
  5. Fristen: Reagiere zügig und dokumentiere Deine Kommunikation.


Verbraucherberatung und Hilfe

Wenn Du nicht weiterkommst, kannst Du Hilfe suchen. Wichtige Anlaufstellen sind Verbraucherzentralen, Beratungsstellen, Schlichtungsstellen oder rechtliche Beratung. In der Schule kannst Du außerdem Lehrkräfte, Schulsozialarbeit oder Erziehungsberechtigte einbeziehen, wenn es um problematische Verträge, Kostenfallen oder unseriöse Angebote geht.

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Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet Gewährleistung? (Gesetzliche Rechte bei mangelhafter Ware) (!Freiwilliger Preisnachlass ohne Grund) (!Automatische Rückgabe jeder Ware im Laden) (!Werbung für besonders günstige Produkte)




Was ist eine Garantie? (Eine freiwillige zusätzliche Zusage) (!Ein gesetzliches Recht auf jeden Umtausch) (!Ein Verbot von Onlinekäufen) (!Ein Ersatz für alle Verbraucherrechte)




Wann ist ein Widerrufsrecht besonders wichtig? (Bei vielen Onlinekäufen) (!Bei jedem Kauf im Ladengeschäft) (!Nur beim Kauf von Lebensmitteln) (!Nur bei Barzahlung)




Was ist beim Kauf im Laden mit fehlerfreier Ware grundsätzlich richtig? (Es gibt meist kein automatisches Rückgaberecht) (!Man darf immer ohne Grund zurückgeben) (!Das Geschäft muss immer Bargeld erstatten) (!Der Kaufvertrag ist nie verbindlich)




Was sind Allgemeine Geschäftsbedingungen? (Vorformulierte Vertragsbedingungen) (!Persönliche Notizen der Käuferin) (!Staatliche Preislisten) (!Werbeplakate im Schaufenster)




Was solltest Du bei einer Reklamation zuerst tun? (Den Mangel genau beschreiben und den Kauf nachweisen) (!Die Ware sofort wegwerfen) (!Nur eine schlechte Bewertung schreiben) (!Den Vertrag immer ignorieren)




Was ist ein Verbraucher im rechtlichen Sinn? (Eine natürliche Person, die überwiegend privat handelt) (!Jedes Unternehmen) (!Nur eine Person mit Kundenkarte) (!Nur jemand, der online einkauft)




Was bedeutet Kulanz? (Freiwilliges Entgegenkommen eines Unternehmens) (!Gesetzliche Pflicht zur Rückgabe jeder Ware) (!Automatischer Widerruf im Supermarkt) (!Verbot von Rabattaktionen)




Warum sind Preisangaben wichtig? (Sie sollen Kosten transparent machen) (!Sie ersetzen den Kaufvertrag) (!Sie verhindern jede Reklamation) (!Sie machen AGB überflüssig)




Was gehört zu verantwortungsvollem Konsum? (Informationen prüfen und Folgen des Kaufs bedenken) (!Immer das billigste Produkt kaufen) (!Werbung ungeprüft glauben) (!Belege sofort entsorgen)





Memory

Gewährleistung Gesetzliche Rechte bei Mängeln
Garantie Freiwillige Zusatzleistung
Widerruf Rücknahme einer Vertragserklärung
AGB Vorformulierte Vertragsbedingungen
Kulanz Freiwilliges Entgegenkommen
Reklamation Beanstandung wegen eines Mangels





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kassenbon aufbewahren Kauf nachweisen
Mangel beschreiben Problem erklären
Verkäufer kontaktieren Reklamation starten
Nacherfüllung verlangen Reparatur oder Ersatz ermöglichen
Schriftverkehr sichern Beweise dokumentieren





Kreuzworträtsel

Vertrag Wie nennt man eine rechtlich verbindliche Vereinbarung?
Widerruf Wie heißt die Erklärung, mit der man sich bei bestimmten Verträgen lösen kann?
Garantie Wie heißt eine freiwillige Zusatzleistung des Herstellers oder Händlers?
Mangel Wie nennt man einen Fehler an einer gekauften Sache?
Kulanz Wie heißt freiwilliges Entgegenkommen eines Unternehmens?
Werbung Was versucht Kaufentscheidungen zu beeinflussen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Verbraucherrechte schützen Menschen, wenn sie Waren oder Dienstleistungen für

Zwecke kaufen. Ein Kaufvertrag entsteht durch Angebot und

. Wenn eine Ware fehlerhaft ist, spricht man von einem

. Bei mangelhafter Ware haben Käuferinnen und Käufer gesetzliche Rechte aus der

. Eine Garantie ist dagegen meist eine

Zusatzleistung. Beim Onlinekauf kann in vielen Fällen ein

möglich sein. Beim Kauf im Laden ist die Rückgabe fehlerfreier Ware häufig nur aus

möglich. Allgemeine Geschäftsbedingungen enthalten vorformulierte

. Wer reklamiert, sollte den Kauf durch einen

nachweisen. Verantwortungsvolles Konsumverhalten verbindet Rechte, Pflichten und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Kassenbon-Check: Suche zu Hause oder in der Familie einen Kassenbon und markiere Datum, Produkt, Preis und Händlername. Erkläre, warum dieser Beleg bei einer Reklamation wichtig sein kann.
  2. Begriffe erklären: Erstelle ein kleines Glossar mit den Begriffen Gewährleistung, Garantie, Widerruf, Kulanz und Reklamation. Schreibe jeden Begriff in eigenen Worten.
  3. Werbung untersuchen: Wähle eine Werbeanzeige aus und untersuche, welche Versprechen gemacht werden. Notiere, welche Informationen fehlen könnten.
  4. Rollenspiel Reklamation: Spielt zu zweit ein Gespräch im Geschäft nach. Eine Person reklamiert ein defektes Produkt, die andere reagiert als Verkäuferin oder Verkäufer.


Standard

  1. Online-Shop prüfen: Untersuche einen seriösen Online-Shop und finde Informationen zu Impressum, Rücksendung, Widerruf, Versandkosten und Kontaktmöglichkeiten.
  2. AGB-Fundstück: Suche eine kurze AGB-Klausel aus einem Vertrag oder Onlineangebot. Formuliere sie in Alltagssprache um und bewerte, ob sie verständlich ist.
  3. Garantie oder Gewährleistung: Entwickle drei Alltagssituationen und entscheide jeweils, ob eher Gewährleistung, Garantie, Widerruf oder Kulanz eine Rolle spielt.
  4. Nachhaltiger Kaufvergleich: Vergleiche zwei ähnliche Produkte nicht nur nach Preis, sondern auch nach Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Verpackung und Herkunft.


Schwer

  1. Verbraucherfall analysieren: Schreibe eine Fallanalyse zu einem defekten Produkt. Beschreibe Vertrag, Problem, mögliche Rechte, sinnvolle Beweise und eine faire Lösung.
  2. Erklärvideo planen: Entwickle ein Storyboard für ein kurzes Erklärvideo zum Thema Verbraucherrechte. Baue mindestens drei typische Irrtümer ein und kläre sie auf.
  3. Interview zur Verbraucherberatung: Bereite Fragen für ein Interview mit einer Beratungsstelle, einem Händler oder einer Verbraucherzentrale vor. Werte die Antworten kritisch aus.
  4. Schulprojekt Konsumkompetenz: Plane eine Aktion für Deine Schule, die Mitschülerinnen und Mitschüler über Reklamation, Onlinekauf und Kostenfallen informiert.



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Lernkontrolle

  1. Fallentscheidung: Eine Schülerin kauft im Laden einen Rucksack. Nach zwei Tagen reißt ein Träger. Erkläre, welche Rechte sie haben könnte und warum es nicht nur um Kulanz geht.
  2. Onlinekauf bewerten: Ein Schüler bestellt Kopfhörer online, öffnet das Paket und stellt fest, dass ihm die Farbe nicht gefällt. Vergleiche diese Situation mit einem Kauf im Ladengeschäft.
  3. Garantie und Gewährleistung vergleichen: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, warum Garantie und Gewährleistung nicht dasselbe sind.
  4. AGB kritisch prüfen: Beurteile, warum lange Vertragsbedingungen für Verbraucherinnen und Verbraucher problematisch sein können und welche Informationen besonders wichtig sind.
  5. Nachhaltigkeit übertragen: Zeige an einem Beispiel, wie Verbraucherrechte und nachhaltiger Konsum zusammenhängen können.
  6. Werbung reflektieren: Analysiere eine Werbeaussage und erkläre, welche rechtlichen und ethischen Fragen dabei entstehen können.
  7. Handlungsplan entwickeln: Entwirf einen Schritt-für-Schritt-Plan für den Fall, dass ein neu gekauftes Gerät nach kurzer Zeit nicht mehr funktioniert.




OERs zum Thema



Links


Zusammenfassung

Verbraucherrechte helfen Dir, im Alltag sicher und selbstbestimmt zu handeln. Du lernst, wie ein Kaufvertrag entsteht, was bei mangelhafter Ware gilt, wie sich Gewährleistung und Garantie unterscheiden und wann ein Widerrufsrecht wichtig sein kann. Außerdem erkennst Du, warum AGB, Werbung, Datenschutz und Nachhaltigkeit für Konsumentscheidungen bedeutsam sind. Im AES-Unterricht verbindest Du rechtliches Wissen mit praktischer Alltagskompetenz.


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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