Unfallberichte schreiben - aiMOOC


Unfallberichte schreiben - aiMOOC
Einleitung
Unfallberichte schreiben bedeutet, ein unerwartetes Ereignis so zu beschreiben, dass andere Personen den Unfall, den Ablauf, die Beteiligten, den Ort, die Zeit, die Ursache und die Folgen nachvollziehen können. Ein guter Unfallbericht ist sachlich, genau, chronologisch und vollständig. Er enthält keine Ausschmückungen, keine Gefühle, keine Vermutungen und keine unnötigen Details. Im Deutschunterricht lernst Du dabei, Informationen auszuwählen, zu ordnen und in einer klaren Textsorte zu formulieren.
Ein Unfallbericht wird häufig in der Schule geübt, hat aber auch im Alltag Bedeutung: Nach einem Verkehrsunfall, einem Sportunfall, einem Arbeitsunfall oder einem Unfall auf dem Schulhof müssen Personen oft schriftlich festhalten, was passiert ist. Dabei geht es nicht darum, spannend zu erzählen, sondern zuverlässig zu informieren. Deshalb unterscheidet sich der Bericht deutlich von einer Erzählung.
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Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was ein Unfallbericht ist, welche W-Fragen beantwortet werden müssen, wie ein Unfallbericht aufgebaut ist und welche sprachlichen Merkmale ihn auszeichnen. Du lernst außerdem, aus Stichworten einen vollständigen Bericht zu formulieren, unnötige oder wertende Angaben zu vermeiden und einen eigenen Text mit einer Checkliste zu überarbeiten.
Was ist ein Unfallbericht?
Ein Unfallbericht ist eine sachliche Darstellung eines Unfalls. Er informiert über ein Ereignis, das plötzlich passiert ist und bei dem ein Sachschaden, ein Personenschaden oder eine gefährliche Situation entstanden sein kann. Der Bericht soll so geschrieben sein, dass auch eine Person, die nicht dabei war, den Ablauf verstehen kann.
Der Unfallbericht beantwortet die wichtigsten W-Fragen. Dazu gehören: Wer war beteiligt? Was ist geschehen? Wann geschah es? Wo geschah es? Wie geschah es? Warum geschah es vermutlich? Welche Folgen hatte der Unfall? Woher stammen die Informationen? Diese Fragen helfen Dir, keine wichtigen Informationen zu vergessen.
Ein Unfallbericht ist keine Erzählung, keine Reportage und kein Kommentar. Er soll nicht unterhalten, Spannung aufbauen oder eine Meinung vertreten. Seine Hauptaufgabe ist die zuverlässige Information. Deshalb schreibst Du neutral und überprüfbar.
Unterschied zwischen Erzählung und Unfallbericht
Eine Erzählung kann spannend, gefühlvoll und ausgeschmückt sein. Sie arbeitet oft mit wörtlicher Rede, inneren Gedanken, Spannungskurven und anschaulichen Beschreibungen. Ein Unfallbericht dagegen ist knapp, sachlich und klar. Er verzichtet auf Ausrufe wie „Plötzlich war alles schrecklich!“ oder Bewertungen wie „Der Fahrer war total rücksichtslos!“. Solche Formulierungen passen nicht in einen sachlichen Bericht.
Statt „Ich war völlig erschrocken, als der Radfahrer wie ein Verrückter um die Ecke raste“ schreibst Du: „Der Radfahrer bog mit hoher Geschwindigkeit aus der Seitenstraße ein.“ Der Unterschied ist wichtig: Der erste Satz enthält Gefühl und Bewertung, der zweite Satz beschreibt beobachtbares Verhalten.
Die W-Fragen
Die W-Fragen bilden das Grundgerüst eines Unfallberichts. Sie helfen Dir beim Sammeln, Ordnen und Prüfen Deiner Informationen.
- Wer: Wer war am Unfall beteiligt? Nenne Personen sachlich, zum Beispiel „eine Schülerin“, „ein Autofahrer“, „zwei Radfahrer“ oder „ein Zeuge“.
- Was: Was ist passiert? Beschreibe das Unfallereignis kurz und genau.
- Wann: Wann geschah der Unfall? Nenne Datum und Uhrzeit möglichst genau.
- Wo: Wo ereignete sich der Unfall? Nenne Straße, Kreuzung, Schulhofbereich, Sporthalle oder einen anderen genauen Ort.
- Wie: Wie lief der Unfall ab? Beschreibe die Reihenfolge der Ereignisse.
- Warum: Warum geschah der Unfall vermutlich? Nenne nur erkennbare oder gesicherte Ursachen, keine unbelegten Vorwürfe.
- Welche Folgen: Welche Schäden, Verletzungen oder Maßnahmen gab es?
- Quelle: Woher stammen die Informationen? Hast Du den Unfall selbst beobachtet oder nutzt Du Zeugenaussagen?
Beispiel für geordnete W-Fragen
Ein ungeordneter Notizzettel könnte so aussehen: „Dienstag, Schulhof, Tom, Ball, nasser Boden, Sturz, Knie verletzt, Pause, Lehrerin gerufen.“ Daraus entsteht erst ein guter Unfallbericht, wenn Du die Informationen den W-Fragen zuordnest: Wer? Tom, ein Schüler der Klasse 6b. Was? Er stürzte beim Ballspielen. Wann? Am Dienstag in der zweiten Pause. Wo? Auf dem Schulhof. Wie? Er rutschte auf dem nassen Boden aus. Warum? Der Boden war nach Regen noch glatt. Folgen? Tom verletzte sich am Knie, eine Lehrerin wurde gerufen.
Aufbau eines Unfallberichts
Ein Unfallbericht besteht meistens aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese Dreiteilung hilft Dir, übersichtlich zu schreiben.
Einleitung
In der Einleitung nennst Du die wichtigsten Grundinformationen. Dazu gehören meist Zeit, Ort, Beteiligte und die Art des Unfalls. Die Einleitung sollte kurz sein und nicht schon alle Einzelheiten erklären.
Beispiel: Am Montag, dem 12. Mai, ereignete sich gegen 7:45 Uhr an der Kreuzung Lindenstraße und Schulweg ein Verkehrsunfall zwischen einem Radfahrer und einem Pkw.
Hauptteil
Im Hauptteil beschreibst Du den Ablauf des Unfalls in der richtigen zeitlichen Reihenfolge. Du erklärst, was zuerst geschah, was danach passierte und wie es zum Unfall kam. Dabei verwendest Du passende Zeitangaben wie „zunächst“, „danach“, „anschließend“, „kurz darauf“ oder „schließlich“.
Im Hauptteil ist besondere Genauigkeit wichtig. Beschreibe nur, was beobachtet, ausgesagt oder sicher festgestellt wurde. Wenn eine Ursache nicht sicher ist, formulierst Du vorsichtig: „Vermutlich rutschte der Roller auf dem nassen Laub weg.“ Noch besser ist es, die Beobachtung zu beschreiben: „Auf dem Gehweg lag nasses Laub.“
Schluss
Im Schluss nennst Du die Folgen des Unfalls. Dazu gehören mögliche Verletzungen, Sachschäden, Hilfsmaßnahmen, eine Benachrichtigung der Eltern, der Einsatz eines Rettungswagens oder die Aufnahme durch die Polizei. Auch hier bleibst Du sachlich.
Beispiel: Der Radfahrer verletzte sich leicht am Arm. Eine Zeugin verständigte den Rettungsdienst. Am Pkw entstand ein Kratzer an der rechten Tür.
Sprache und Stil
Ein Unfallbericht wird in einer sachlichen Standardsprache geschrieben. Du verwendest klare Sätze, vermeidest Umgangssprache und ordnest die Informationen logisch. Besonders wichtig sind Präteritum, Sachlichkeit, Genauigkeit und Chronologie.
Zeitform: Präteritum
Ein Unfallbericht beschreibt ein vergangenes Ereignis. Deshalb schreibst Du überwiegend im Präteritum. Typische Formen sind „fuhr“, „lief“, „stürzte“, „rutschte“, „bremste“, „prallte“, „verletzte sich“ oder „verständigte“.
Nicht passend: Der Junge fährt mit dem Fahrrad über den Hof und fällt hin. Passend: Der Junge fuhr mit dem Fahrrad über den Hof und fiel hin.
Das Perfekt kann in mündlichen Berichten vorkommen, ist im schriftlichen Schulbericht aber meistens weniger passend. Statt „Er ist gestürzt“ schreibst Du „Er stürzte“.
Sachlichkeit statt Bewertung
Sachlich schreiben bedeutet, beobachtbare Tatsachen zu beschreiben. Du vermeidest Übertreibungen, Schuldzuweisungen und Gefühle. Ein Unfallbericht ist kein Ort für Vermutungen wie „Er wollte bestimmt angeben“ oder Bewertungen wie „Sie war unvorsichtig“. Wenn eine Beobachtung wichtig ist, formulierst Du sie neutral: „Sie blickte nach links und betrat danach die Fahrbahn.“
Wertend: Der Autofahrer raste viel zu schnell. Sachlich: Der Autofahrer fuhr nach Aussage eines Zeugen mit hoher Geschwindigkeit.
Gefühlsbetont: Alle hatten furchtbare Angst. Sachlich: Mehrere Schülerinnen und Schüler blieben nach dem Sturz stehen und riefen eine Lehrkraft.
Genauigkeit und Kürze
Ein Unfallbericht soll vollständig sein, aber nicht unnötig lang. Unwichtige Nebensachen lässt Du weg. Die Farbe einer Jacke ist nur wichtig, wenn sie zur Erkennung einer Person oder zum Ablauf beiträgt. Die Musik, die jemand hörte, ist nur wichtig, wenn sie mit dem Unfall zusammenhängt, zum Beispiel weil eine Person dadurch Warnrufe nicht hörte.
Genauigkeit bedeutet auch, Orts- und Zeitangaben möglichst konkret zu formulieren. „Irgendwann morgens“ ist ungenau. Besser ist: „gegen 7:50 Uhr“. „Auf der Straße“ ist ebenfalls ungenau. Besser ist: „auf dem Radweg vor der Bushaltestelle an der Lindenstraße“.
Vom Stichwort zum fertigen Unfallbericht
Beim Schreiben eines Unfallberichts gehst Du schrittweise vor. Zuerst sammelst Du Informationen, dann ordnest Du sie nach W-Fragen, danach planst Du den Aufbau und formulierst den Text. Zum Schluss überarbeitest Du Sprache, Zeitform und Vollständigkeit.
- Informationen sammeln: Notiere alle wichtigen Angaben zum Unfall.
- W-Fragen ordnen: Sortiere Deine Notizen nach Wer, Was, Wann, Wo, Wie, Warum und Folgen.
- Chronologie herstellen: Bringe den Ablauf in die richtige Reihenfolge.
- Bericht formulieren: Schreibe Einleitung, Hauptteil und Schluss.
- Text überarbeiten: Prüfe Sachlichkeit, Präteritum, Vollständigkeit und klare Formulierungen.
Beispiel: Notizen
Situation: Schulhofunfall in der Pause Notizen: Mittwoch, 10:15 Uhr, Schulhof, Klasse 6a, Schülerin Mia, rannte zum Basketballkorb, Boden nass, rutschte aus, fiel auf rechten Arm, Mitschüler Ben holte Lehrerin, Arm schmerzte, Sekretariat rief Eltern an.
Beispiel: Fertiger Unfallbericht
Am Mittwoch ereignete sich gegen 10:15 Uhr auf dem Schulhof ein Unfall mit einer Schülerin der Klasse 6a. Die Schülerin Mia lief während der großen Pause zum Basketballkorb. Der Boden war nach dem Regen noch nass. Kurz vor dem Basketballkorb rutschte sie aus und fiel auf ihren rechten Arm. Ihr Mitschüler Ben informierte sofort eine Lehrerin. Mia klagte über Schmerzen im Arm. Anschließend wurde sie ins Sekretariat gebracht, wo ihre Eltern benachrichtigt wurden.
Auswertung des Beispiels
Der Beispielbericht beantwortet die wichtigsten W-Fragen. Er nennt die Beteiligte, den Ort, die Zeit, den Ablauf und die Folgen. Er verwendet das Präteritum und verzichtet auf Gefühle oder Schuldzuweisungen. Formulierungen wie „Mia war sehr ungeschickt“ oder „Ben war ein Held“ fehlen zu Recht, weil sie nicht sachlich wären.
Unfallbericht bei Verkehrsunfällen
Bei einem Verkehrsunfall ist besondere Genauigkeit wichtig, weil Ort, Richtung, Beteiligte und Folgen eine große Rolle spielen. Du beschreibst zum Beispiel, aus welcher Richtung ein Fahrrad kam, ob ein Auto abbog, wo eine Person die Straße überquerte und welche Schäden sichtbar waren.
Ein Verkehrsunfallbericht sollte keine Schuld festlegen, wenn Du dafür keine sichere Grundlage hast. Statt „Der Autofahrer war schuld“ schreibst Du: „Der Pkw stieß beim Abbiegen mit dem Fahrrad zusammen.“ Die Klärung der Schuld ist nicht Aufgabe des schulischen Unfallberichts, sondern kann später durch Polizei, Versicherung oder Gericht erfolgen.
Unfallbericht in Schule, Sport und Betrieb
Unfallberichte gibt es nicht nur im Straßenverkehr. Auch im Schulalltag, im Sport, in der Ausbildung und im Betrieb können sie wichtig sein. In der Schule kann ein Bericht erklären, wie ein Unfall auf dem Schulhof oder in der Sporthalle geschah. In einer Ausbildung kann ein Bericht dokumentieren, wie es zu einer Verletzung an einem Arbeitsplatz kam. In allen Fällen gelten dieselben Grundsätze: sachlich, vollständig, chronologisch und überprüfbar.
Bei Schul- und Sportunfällen ist es oft wichtig, die Aufsicht, den genauen Ort und die Tätigkeit zu nennen. Beispiel: „Während des Aufwärmens in der Sporthalle sprang ein Schüler von der Bank und knickte mit dem rechten Fuß um.“ Diese Formulierung ist genauer als „Im Sport ist etwas passiert“.
Typische Fehler und bessere Lösungen
Viele Fehler entstehen, weil ein Unfallbericht wie eine spannende Erzählung geschrieben wird. Andere Fehler entstehen durch fehlende Informationen oder falsche Zeitformen. Die folgenden Beispiele helfen Dir beim Überarbeiten.
- Gefühlssprache: Statt „Alle waren total geschockt“ schreibe „Mehrere Personen blieben stehen und riefen Hilfe“.
- Umgangssprache: Statt „Der Rollerfahrer hat sich hingelegt“ schreibe „Der Rollerfahrer stürzte“.
- Gegenwartsform: Statt „Der Junge läuft los und fällt hin“ schreibe „Der Junge lief los und fiel hin“.
- Unklare Ursache: Statt „Wegen seiner Dummheit passierte der Unfall“ schreibe „Der Schüler achtete nicht auf den nassen Boden“.
- Fehlende Chronologie: Ordne die Ereignisse so, dass der Ablauf von Anfang bis Ende verständlich ist.
- Unvollständige Angaben: Ergänze Ort, Zeit, Beteiligte und Folgen, wenn sie fehlen.
Formulierungshilfen
Hilfreiche Formulierungen erleichtern Dir den Einstieg. Du solltest sie aber immer an den konkreten Fall anpassen.
- Einleitung: Am ... ereignete sich gegen ... Uhr in ... ein Unfall.
- Ablauf: Zunächst ... Danach ... Anschließend ... Schließlich ...
- Ort: Der Unfall geschah auf ... in der Nähe von ...
- Beteiligte: Beteiligt waren ...
- Ursache: Nach bisherigen Angaben ... Vermutlich ... Aufgrund von ...
- Folgen: Dabei wurde ... beschädigt. Eine Person verletzte sich ... Der Rettungsdienst wurde verständigt.
- Quelle: Nach Aussage einer Zeugin ... Laut Beobachtung ...
Checkliste für Deinen Unfallbericht
Mit dieser Checkliste kannst Du Deinen Text prüfen, bevor Du ihn abgibst.
- Vollständigkeit: Sind alle wichtigen W-Fragen beantwortet?
- Sachlichkeit: Habe ich Gefühle, Übertreibungen und Schuldzuweisungen vermieden?
- Chronologie: Ist die Reihenfolge der Ereignisse klar?
- Präteritum: Steht der Bericht überwiegend in der Vergangenheitsform?
- Genauigkeit: Sind Ort, Zeit, Beteiligte und Folgen genau genug beschrieben?
- Sprache: Sind die Sätze verständlich, neutral und ohne Umgangssprache?
- Schluss: Werden Verletzungen, Schäden oder Hilfsmaßnahmen genannt?
Mini-Schreibtraining
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Lies die folgenden Stichworte und formuliere daraus einen kurzen Unfallbericht: Freitag, 13:20 Uhr, Fahrradständer vor der Schule, Schüler Noah, wollte Fahrrad abschließen, anderer Schüler fuhr mit Roller zu nah vorbei, Lenker berührte Noahs Arm, Noah verlor Gleichgewicht, Fahrrad fiel um, kleine Schürfwunde, Hausmeister holte Pflaster, Klassenlehrerin informierte Eltern.
Achte darauf, dass Du nicht erzählst, wie Noah sich fühlte, sondern was geschah. Verwende passende Zeitangaben und schreibe im Präteritum.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das wichtigste Ziel eines Unfallberichts? (Einen Unfall sachlich und nachvollziehbar darstellen) (!Den Unfall möglichst spannend erzählen) (!Die Schuld einer Person endgültig beweisen) (!Die Gefühle der Beteiligten ausführlich beschreiben)
Welche Zeitform wird in einem schriftlichen Unfallbericht meistens verwendet? (Präteritum) (!Futur) (!Imperativ) (!Konjunktiv ohne Vergangenheitsbezug)
Welche Angabe gehört in die Einleitung eines Unfallberichts? (Ort und Zeit des Unfalls) (!Eine persönliche Meinung zum Verhalten der Beteiligten) (!Eine Spannung erzeugende Überschrift) (!Ein ausführlicher Dialog zwischen Zeugen)
Welche Formulierung ist für einen Unfallbericht am sachlichsten? (Der Radfahrer stürzte auf dem nassen Weg) (!Der Radfahrer war schrecklich ungeschickt) (!Der Radfahrer flog dramatisch durch die Luft) (!Alle fanden den Unfall furchtbar)
Welche W-Frage klärt die beteiligten Personen? (Wer) (!Wann) (!Wo) (!Warum)
Was gehört in den Schluss eines Unfallberichts? (Folgen und Hilfsmaßnahmen) (!Eine erfundene Pointe) (!Eine persönliche Bewertung) (!Eine wörtliche Rede ohne Bedeutung)
Warum ist die chronologische Reihenfolge wichtig? (Damit der Ablauf verständlich bleibt) (!Damit der Bericht länger wirkt) (!Damit Gefühle stärker betont werden) (!Damit unwichtige Einzelheiten zuerst stehen)
Welche Aussage ist beim Schreiben eines Unfallberichts richtig? (Nur gesicherte oder erkennbare Informationen werden verwendet) (!Man darf Ursachen frei erfinden) (!Man soll möglichst viele Vermutungen einbauen) (!Man schreibt absichtlich ungenau)
Welche Formulierung vermeidet eine Schuldzuweisung? (Der Pkw stieß beim Abbiegen mit dem Fahrrad zusammen) (!Der Autofahrer war eindeutig schuld) (!Der Fahrer war unverantwortlich) (!Der Radfahrer hat alles falsch gemacht)
Welche Frage beantwortet die Unfallfolge? (Welche Schäden oder Verletzungen gab es) (!Welche Musik lief während des Unfalls) (!Welche Lieblingsfarbe hatte die beteiligte Person) (!Welche Note bekommt der Bericht)
Memory
| W-Fragen | Grundinformationen sammeln |
| Präteritum | Vergangenes Ereignis beschreiben |
| Sachlichkeit | Ohne Gefühle und Bewertungen schreiben |
| Chronologie | Ablauf in richtiger Reihenfolge darstellen |
| Schluss | Folgen und Hilfsmaßnahmen nennen |
| Zeuge | Beobachtete Informationen liefern |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Wer | Beteiligte Personen |
| Wann | Zeitpunkt des Unfalls |
| Wo | Unfallort |
| Wie | Ablauf des Geschehens |
| Welche Folgen | Schäden und Verletzungen |
Kreuzworträtsel
| Praeteritum | Welche Zeitform verwendest Du meistens im Unfallbericht? |
| Unfallort | Welche Angabe beschreibt, wo der Unfall geschah? |
| Sachlichkeit | Welches Stilmerkmal vermeidet Gefühle und Bewertungen? |
| Chronologie | Wie nennt man die zeitlich richtige Reihenfolge? |
| Zeuge | Wie nennt man eine Person, die den Unfall beobachtet hat? |
| Quelle | Was zeigt, woher eine Information stammt? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- W-Fragen: Sammle zu einem erfundenen Schulhofunfall alle W-Fragen und schreibe die Antworten in einer übersichtlichen Tabelle auf.
- Sachlichkeit: Formuliere fünf gefühlsbetonte Sätze so um, dass sie in einen Unfallbericht passen.
- Präteritum: Schreibe zehn Verben, die in Unfallberichten häufig vorkommen, im Präteritum auf.
- Checkliste: Erstelle eine kleine Merkkarte mit den wichtigsten Punkten für einen guten Unfallbericht.
Standard
- Unfallbericht: Schreibe aus folgenden Stichworten einen vollständigen Unfallbericht: Montag, 8:05 Uhr, Bushaltestelle, glatter Gehweg, Schülerin rutscht aus, Tasche fällt, Knie verletzt, Mitschüler hilft, Sekretariat informiert.
- Textüberarbeitung: Überarbeite einen absichtlich fehlerhaften Unfallbericht und markiere alle Änderungen.
- Chronologie: Ordne ungeordnete Ereignissätze zu einem sinnvollen Unfallablauf und verbinde sie mit passenden Zeitangaben.
- Perspektive: Schreibe denselben Unfall einmal als spannende Erzählung und einmal als sachlichen Unfallbericht. Vergleiche anschließend die Unterschiede.
Schwer
- Zeugenaussage: Führe ein kurzes Interview mit einer Person über einen harmlosen Alltagsunfall und verwandle die Aussagen in einen sachlichen Unfallbericht.
- Unfallanalyse: Untersuche drei Beispielberichte und bewerte sie mit einer selbst entwickelten Checkliste.
- Schreibkonferenz: Tausche Deinen Unfallbericht mit einer anderen Person, gib sachliches Feedback und überarbeite Deinen Text anschließend.
- Transfer: Entwickle ein digitales Lernplakat oder ein kurzes Erklärvideo zum Thema „Unfallberichte schreiben“ und achte auf Beispiele für gute und schlechte Formulierungen.

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Lernkontrolle
- Anwendung: Du erhältst eine Sammlung aus Zeugenaussagen, Bildern und Stichworten. Wähle die relevanten Informationen aus und schreibe daraus einen vollständigen Unfallbericht.
- Begründung: Erkläre an drei Beispielsätzen, warum sie für einen Unfallbericht geeignet oder ungeeignet sind.
- Überarbeitung: Verbessere einen Bericht, der Umgangssprache, falsche Zeitformen, Schuldzuweisungen und fehlende W-Fragen enthält.
- Vergleich: Vergleiche eine Erzählung und einen Unfallbericht zum gleichen Ereignis und beschreibe die Unterschiede in Aufbau, Sprache und Ziel.
- Transfer: Erstelle eine Checkliste für eine jüngere Klasse und begründe, warum jeder Punkt beim Schreiben eines Unfallberichts wichtig ist.
- Reflexion: Beschreibe, warum sachliche Sprache bei Unfallberichten fairer ist als bewertende Sprache.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis verfasst Du einen eigenen Unfallbericht zu einem vorgegebenen Szenario. Der Text soll eine klare Einleitung, einen chronologisch geordneten Hauptteil und einen Schluss mit Folgen oder Maßnahmen enthalten. Zusätzlich markierst Du im Text die Antworten auf die wichtigsten W-Fragen und erklärst in einem kurzen Kommentar, wie Du Sachlichkeit und Genauigkeit sichergestellt hast.
Bewertungskriterien: Der Bericht beantwortet die W-Fragen, verwendet das Präteritum, bleibt sachlich, ordnet den Ablauf verständlich, enthält keine unbegründeten Schuldzuweisungen und nennt am Ende die Folgen des Unfalls.
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Zusammenfassung
Ein guter Unfallbericht informiert sachlich über ein vergangenes Ereignis. Er beantwortet die wichtigsten W-Fragen, beschreibt den Ablauf in chronologischer Reihenfolge und verwendet überwiegend das Präteritum. In der Einleitung stehen grundlegende Informationen wie Ort, Zeit und Beteiligte. Im Hauptteil wird der Unfallhergang genau dargestellt. Im Schluss werden Folgen, Schäden, Verletzungen oder Hilfsmaßnahmen genannt. Entscheidend ist, dass Du keine Gefühle, Übertreibungen oder unbegründeten Schuldzuweisungen einbaust.
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