Unangenehme Inhalte erkennen und Erwachsene informieren - Grundschule


Unangenehme Inhalte erkennen und Erwachsene informieren - Grundschule
Einleitung
Unangenehme Inhalte erkennen und Erwachsene informieren ist wichtig. Das Internet ist spannend. Du kannst dort lernen, spielen, suchen, schreiben und Videos schauen. Manchmal tauchen aber Dinge auf, die nicht gut für Kinder sind.
Dann gilt:
Stopp. Wegschauen. Hilfe holen.
Du bist nicht schuld, wenn plötzlich etwas Unangenehmes erscheint. Du darfst immer eine erwachsene Person informieren.

Darum geht es in diesem aiMOOC
In diesem Kurs lernst Du:
- Was das Internet ist: Du verstehst, dass viele Menschen dort Inhalte zeigen.
- Wie Du gute und schlechte Inhalte erkennst: Du achtest auf Dein Gefühl.
- Was Du tun kannst: Du lernst die einfache Stopp-Regel.
- Wem Du Bescheid sagen kannst: Du suchst Hilfe bei vertrauten Menschen.
- Wie Du mit gemeinen Nachrichten umgehst: Du antwortest nicht gemein zurück.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du:
- unangenehme Inhalte erkennen
- Nein sagen
- nicht weiterklicken
- eine erwachsene Person informieren
- Hilfe holen, ohne Dich zu schämen
Was sind unangenehme Inhalte?
Unangenehme Inhalte sind Dinge im Internet, die Dir ein schlechtes Gefühl machen.
Das können sein:
- gruselige Bilder: Ein Bild macht Dir Angst.
- gewalttätige Videos: Jemand wird verletzt.
- gemeine Wörter: Jemand wird beschimpft.
- Mobbing im Chat: Kinder lachen über ein anderes Kind.
- falsche Nachrichten: Etwas klingt wahr, ist aber erfunden.
- komische Werbung: Ein Gewinn soll Dich zum Klicken bringen.
- Fragen nach privaten Sachen: Jemand fragt nach Adresse, Schule oder Fotos.
- Kettenbriefe: Eine Nachricht macht Druck oder Angst.

Dein Bauchgefühl hilft Dir
Dein Körper kann warnen.
Vielleicht merkst Du:
- Dein Bauch fühlt sich komisch an.
- Dein Herz klopft schneller.
- Du willst wegschauen.
- Du willst nicht weitermachen.
- Du denkst: Das ist nicht gut.
Dann ist Dein Gefühl wichtig.
Höre auf Dein Gefühl.
Beispiele aus dem Alltag
Beispiel 1: Video
Du schaust ein lustiges Tiervideo. Danach startet plötzlich ein gruseliges Video.
Was tust Du?
Stopp. Nicht weiterschauen. Erwachsene holen.
Beispiel 2: Chat
Eine fremde Person schreibt: „Verrate mir, wo Du wohnst.“
Was tust Du?
Nicht antworten. Blockieren lassen. Erwachsene holen.
Beispiel 3: Klassenchat
Jemand schickt ein gemeines Bild von einem Kind.
Was tust Du?
Nicht lachen. Nicht weiterleiten. Erwachsene informieren.
Beispiel 4: Spiel
Im Spiel verspricht jemand Dir Punkte, wenn Du ein Foto schickst.
Was tust Du?
Nein. Kein Foto schicken. Hilfe holen.
Die Stopp-Regel
Merke Dir drei Schritte:
- Stopp: Klicke nicht weiter.
- Weg: Lege das Gerät kurz weg oder drehe den Bildschirm um.
- Hilfe: Sage es einer erwachsenen Person.

So kannst Du es sagen
Du musst keine langen Sätze sagen.
Du kannst sagen:
Ich habe etwas gesehen. Es war unangenehm. Bitte hilf mir.
Oder:
Da schreibt mir jemand komisch. Ich brauche Hilfe.
Oder:
Im Chat ist etwas Gemeines. Bitte schau mit mir.
Diese Erwachsenen können helfen
Du kannst zu einer Person gehen, der Du vertraust.
Das kann sein:
- Mama, Papa oder andere Elternteile
- Oma oder Opa
- Lehrerin oder Lehrer
- Schulsozialarbeiterin oder Schulsozialarbeiter
- Erzieherin oder Erzieher
- eine andere vertraute erwachsene Person
Wichtig:
Du darfst Hilfe holen. Auch wenn jemand sagt: „Sag es niemandem.“
Was Du nicht tun solltest
- Nicht weiterleiten: Schicke unangenehme Bilder oder Nachrichten nicht an andere.
- Nicht zurückschimpfen: Das kann alles schlimmer machen.
- Nicht allein behalten: Hole Hilfe.
- Nicht weiterklicken: Mehr Klicken kann zu noch mehr schlechten Inhalten führen.
- Kein Treffen mit Fremden: Triff niemanden aus dem Internet ohne Deine Eltern.
Ampel für Internet-Inhalte
Stell Dir eine Ampel vor.
Grün bedeutet: Das ist wahrscheinlich okay.
Beispiel: Eine Kinderseite erklärt Tiere.
Gelb bedeutet: Ich bin unsicher.
Beispiel: Ein Link sieht komisch aus.
Rot bedeutet: Stopp.
Beispiel: Ein Bild macht Angst. Eine fremde Person fragt nach privaten Sachen.
Kleine Übung: Ampel im Kopf
Lies die Sätze. Sage leise: Grün, Gelb oder Rot.
- Ein Kinderlexikon erklärt den Regenbogen.
- Eine Werbung sagt: „Du hast gewonnen! Klicke sofort!“
- Eine fremde Person fragt nach Deiner Adresse.
- Eine Freundin schickt ein Foto von ihrem Hund.
- Ein Video macht Dir Angst.
Persönliche Daten bleiben privat
Persönliche Daten sind Dinge über Dich.
Zum Beispiel:
- Dein voller Name
- Deine Adresse
- Deine Telefonnummer
- Deine Schule
- Dein Passwort
- Fotos von Dir
- Fotos von Deinem Zuhause
- Infos, wann Du allein bist
Diese Daten sind wie ein Haustürschlüssel.
Du gibst Deinen Haustürschlüssel nicht fremden Menschen.
Du gibst auch Deine Daten nicht fremden Menschen.
Passwort-Regel
Ein Passwort ist geheim.
Sage Dein Passwort nicht weiter.
Auch nicht an Freunde.
Auch nicht in einem Spiel.
Auch nicht an eine Person, die Geschenke verspricht.
Passwörter teilst Du nur mit Deinen Eltern oder Erziehungsberechtigten.
Fremde Menschen im Internet
Im Internet sieht man oft nicht, wer wirklich schreibt.
Jemand kann sagen:
Ich bin auch ein Kind.
Aber das muss nicht stimmen.
Deshalb gilt:
- Schreibe nicht mit fremden Menschen über private Sachen.
- Schicke keine Fotos von Dir.
- Schicke keine Fotos von Deinem Körper.
- Teile nicht Deine Adresse.
- Teile nicht Deine Schule.
- Triff Dich nicht allein mit Menschen aus dem Internet.
Warnzeichen im Chat
Sei vorsichtig, wenn jemand:
- ein Geheimnis will
- Druck macht
- Geschenke verspricht
- nach Fotos fragt
- nach Deiner Adresse fragt
- sagt: „Sag es niemandem“
- Dich traurig, ängstlich oder komisch fühlen lässt
Dann gilt:
Stopp. Chat schließen. Erwachsene informieren.
Gemeine Nachrichten und Cybermobbing
Cybermobbing bedeutet:
Jemand wird im Internet geärgert, beleidigt oder ausgelacht.
Das kann in einem Chat passieren.
Das kann in einem Spiel passieren.
Das kann in einem Klassenchat passieren.
Cybermobbing tut weh.
Auch Wörter können weh tun.
{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=KSlWCCcM6MA |500|center}}
Was hilft bei Cybermobbing?
- Nicht zurückbeleidigen: Das macht es oft schlimmer.
- Nicht mitmachen: Lachen und Weiterleiten verletzen auch.
- Hilfe holen: Eine erwachsene Person kann helfen.
- Beweise sichern lassen: Eine erwachsene Person kann schauen, ob ein Screenshot gebraucht wird.
- Melden und blockieren: Eine erwachsene Person kann Dir dabei helfen.
Gute Seiten für Kinder
Es gibt Seiten, die extra für Kinder gemacht sind.
Dort kannst Du sicherer suchen und lernen.
- Kindersuchmaschinen: Sie zeigen eher passende Inhalte für Kinder.
- Kinderlexika: Sie erklären Dinge einfach.
- Kinderseiten: Sie achten stärker auf Kinder.
- Internet-ABC: Dort gibt es viele Lernangebote zum Internet.
- fragFINN: Dort kannst Du kindgerechter suchen.
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Video: Das Internet verstehen
Schau das Video nur mit Erlaubnis Deiner Lehrkraft oder Deiner Eltern.
Achte beim Schauen auf diese Frage:
Was kann im Internet nützlich sein? Was kann schwierig sein?
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Hör-Aufgabe
Höre die Wörter.
Sage danach einen Sicherheitssatz.
Satz: Im Internet passe ich gut auf.
Satz: Sicherheit bedeutet: Ich hole Hilfe, wenn etwas komisch ist.
Mini-Aufgaben für zwischendurch
Aufgabe 1: Stopp-Satz sprechen
Sage dreimal:
Stopp. Ich klicke nicht weiter. Ich hole Hilfe.
Aufgabe 2: Hilfekarte malen
Male eine kleine Karte.
Schreibe darauf:
Ich darf Hilfe holen.
Lege die Karte neben Dein Tablet oder Deinen Computer.
Aufgabe 3: Vertrauenspersonen sammeln
Schreibe drei Erwachsene auf, die Dir helfen können.
Zum Beispiel:
- Person zu Hause
- Person in der Schule
- Person in der Familie
Aufgabe 4: Nicht weiterleiten üben
Stell Dir vor, jemand schickt ein gemeines Bild.
Sage:
Ich leite das nicht weiter. Ich hole Hilfe.
Hilfe bekommen
Manchmal fällt Reden schwer.
Dann kann eine Hilfsstelle helfen.
In Deutschland gibt es das Kinder- und Jugendtelefon:
Nummer gegen Kummer: 116 111
Der Anruf ist kostenlos.
Du musst Deinen Namen nicht sagen.
Du kannst auch erst mit einer erwachsenen Vertrauensperson darüber sprechen.
Gute Hilfe-Seiten
Merksätze
- Mein Gefühl ist wichtig.
- Ich muss unangenehme Dinge nicht allein aushalten.
- Ich klicke nicht weiter.
- Ich leite nichts Gemeines weiter.
- Ich hole eine erwachsene Person.
- Ich bin nicht schuld.

Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was solltest Du tun, wenn Dir ein Bild im Internet Angst macht? (Erwachsene informieren) (!Weiterklicken) (!Das Bild an Freunde schicken) (!Allein bleiben)
Was bedeutet die Stopp-Regel? (Stopp, wegschauen, Hilfe holen) (!Schnell weiterklicken) (!Alles geheim halten) (!Fremden antworten)
Welche Information ist privat? (Deine Adresse) (!Der Name eines Tieres) (!Die Farbe einer Banane) (!Das Wetter)
Was machst Du mit einer gemeinen Nachricht über ein anderes Kind? (Nicht weiterleiten) (!An alle schicken) (!Darüber lachen) (!Selbst gemein antworten)
Wer kann Dir bei unangenehmen Inhalten helfen? (Eine vertraute erwachsene Person) (!Eine fremde Person im Chat) (!Ein unbekannter Spieler) (!Eine Werbung)
Was ist ein Warnzeichen im Chat? (Jemand sagt, Du sollst alles geheim halten) (!Jemand schreibt Guten Morgen) (!Jemand fragt nach Deinem Lieblingsbuch) (!Jemand sendet ein Tierbild)
Was darfst Du tun, wenn Du unsicher bist? (Hilfe holen) (!Dich schämen) (!Allein weitermachen) (!Das Gerät verstecken)
Was ist Cybermobbing? (Gemeines Verhalten im Internet) (!Ein Suchspiel) (!Ein Malprogramm) (!Eine Tierseite)
Was solltest Du mit Deinem Passwort machen? (Geheim halten) (!In den Klassenchat schreiben) (!Fremden geben) (!Auf eine Werbeseite schreiben)
Welche Seite ist eher für Kinder gedacht? (Eine Kindersuchmaschine) (!Eine fremde Gewinnseite) (!Ein unbekannter Chat) (!Eine Schreckseite)
Memory
| Stopp | Nicht weiterklicken |
| Hilfe | Erwachsene informieren |
| Passwort | Geheim halten |
| Chat | Vorsichtig sein |
| Screenshot | Erwachsene fragen |
| Cybermobbing | Nicht mitmachen |
| Bauchgefühl | Ernst nehmen |
| Kindersuchmaschine | Sicherer suchen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Grün | Kinderseite |
| Gelb | Unsicherer Link |
| Rot | Angstbild |
| Hilfe | Erwachsene Person |
| Privat | Adresse |
...
Kreuzworträtsel
| Stopp | Was sagst Du, wenn Dir etwas im Internet komisch vorkommt? |
| Hilfe | Was holst Du, wenn Du nicht weiterweißt? |
| Passwort | Was muss geheim bleiben? |
| Melden | Was kann man mit schlechten Inhalten auf vielen Plattformen tun? |
| Privat | Wie nennt man Dinge, die nicht alle wissen dürfen? |
| Vertrauen | Was brauchst Du zu einer erwachsenen Hilfsperson? |
LearningApps
Lückentext
Wahr oder falsch?
| Satz | Richtiges Wort |
|---|---|
| Ich darf Hilfe holen, wenn ich Angst habe. | Wahr |
| Ich soll mein Passwort im Chat teilen. | Falsch |
| Ich leite gemeine Bilder nicht weiter. | Wahr |
| Eine fremde Person darf meine Adresse wissen. | Falsch |
| Mein Bauchgefühl ist wichtig. | Wahr |
Zuordnungsübung: Wer hilft?
| Situation | Hilfe |
|---|---|
| Gruseliges Video | Eltern oder Lehrkraft |
| Gemeiner Klassenchat | Lehrkraft |
| Fremde Person fragt nach Adresse | Eltern |
| Du willst anonym reden | Nummer gegen Kummer |
| Unklare Kinderseite | Erwachsene fragen |
Offene Aufgaben
Leicht
- Stopp-Schild gestalten: Male ein Stopp-Schild für Deinen Lernplatz. Schreibe darauf: Ich hole Hilfe.
- Hilfesatz üben: Schreibe einen kurzen Satz, mit dem Du Erwachsene um Hilfe bittest.
- Internet-Ampel malen: Male eine Ampel mit Grün, Gelb und Rot. Schreibe zu jeder Farbe ein Beispiel.
- Bauchgefühl beschreiben: Male ein Gesicht, das zeigt, wie sich Unsicherheit anfühlen kann.
Standard
- Rollenspiel durchführen: Spielt zu zweit eine Szene. Ein Kind sieht etwas Unangenehmes. Das andere Kind spielt eine erwachsene Hilfsperson.
- Klassenplakat erstellen: Gestaltet ein Plakat mit der Stopp-Regel.
- Sicherheits-Checkliste schreiben: Schreibe fünf Regeln für das sichere Surfen.
- Erwachsene befragen: Frage eine erwachsene Person: Was machst Du, wenn im Internet etwas komisch ist?
Schwer
- Eigenes Erklärvideo planen: Plane ein kurzes Video für jüngere Kinder. Thema: Stopp. Hilfe holen.
- Comic zeichnen: Zeichne eine Geschichte über ein Kind, das im Internet mutig Hilfe holt.
- Klassenrat vorbereiten: Bereite drei Fragen für ein Gespräch über Klassenchats vor.
- Familienregel entwerfen: Entwirf mit einer erwachsenen Person drei Regeln für Euer Zuhause.


Lernkontrolle
- Situation erklären: Du siehst ein Video, das Dir Angst macht. Erkläre genau, was Du in drei Schritten tust.
- Neue Situation lösen: In einem Spiel fragt jemand nach Deinem Wohnort. Erkläre, warum das nicht okay ist und wen Du informierst.
- Regel begründen: Erkläre, warum man gemeine Bilder nicht weiterleiten soll.
- Ampel übertragen: Vergleiche die Internet-Ampel mit einer echten Straßenampel. Was ist ähnlich?
- Hilfenetz zeichnen: Zeichne ein Netz aus mindestens drei erwachsenen Personen, die Dir helfen können.
- Gespräch planen: Schreibe auf, wie Du einer Lehrkraft von einem unangenehmen Klassenchat erzählen würdest.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis ist wichtig:
- Du kennst die Stopp-Regel.
- Du erkennst Beispiele für unangenehme Inhalte.
- Du kannst erklären, warum persönliche Daten privat sind.
- Du kannst mindestens drei Hilfspersonen nennen.
- Du weißt, dass Du nicht schuld bist, wenn plötzlich etwas Unangenehmes erscheint.
- Du kannst in einer neuen Situation erklären, was Du tun würdest.
- Du zeigst in einer Aufgabe, dass Du nichts Gemeines weiterleitest.
- Du kannst einen kurzen Hilfesatz sprechen oder schreiben.
OERs zum Thema
Links
Zusammenfassung
- Unangenehme Inhalte können Angst machen, verwirren oder traurig machen.
- Dein Bauchgefühl ist wichtig.
- Die Stopp-Regel hilft: Stopp, wegschauen, Hilfe holen.
- Erwachsene können helfen und schützen.
- Private Daten bleiben geheim.
- Gemeine Inhalte werden nicht weitergeleitet.
- Hilfe holen ist mutig.
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