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Textilien und Kleidung bewusst auswählen AES - aiMOOC

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Textilien und Kleidung bewusst auswählen AES - aiMOOC



Einleitung

Textilien und Kleidung bewusst auswählen ist ein zentrales Thema im Fach AES, weil Kleidung jeden Tag genutzt, gekauft, gepflegt, repariert und irgendwann weitergegeben oder entsorgt wird. Du lernst in diesem aiMOOC, wie Du Kleidung nicht nur nach Preis, Marke oder Aussehen beurteilst, sondern nach Nachhaltigkeit, Qualität, Material, Passform, Funktion, Pflege, Arbeitsbedingungen und Umweltwirkung. Ziel ist, dass Du Kaufentscheidungen begründen kannst und Deinen eigenen Kleiderkonsum kritisch reflektierst.

Kleidung ist mehr als ein modisches Produkt. Sie schützt vor Kälte, Hitze, Nässe und Verletzungen, drückt Zugehörigkeit und Persönlichkeit aus und ist Teil von Kultur, Wirtschaft und globalen Lieferketten. Gleichzeitig verursacht die Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Textilien erhebliche Umweltbelastungen. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass der Kauf von Textilien und Bekleidung in Deutschland pro Person für rund 135 kg CO2e pro Jahr verantwortlich ist. Außerdem entstehen Belastungen durch Wasserverbrauch, Chemikalien, Pestizide, Mikroplastik und kurze Nutzungszeiten.<ref>{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Kleidung bewusst und nachhaltig konsumieren}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Umweltbundesamt}} Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref>

Die Europäische Kommission beschreibt Textilien als Alltagsprodukte, deren Umweltwirkung über den ganzen Produktlebenszyklus betrachtet werden muss. Die EU-Strategie für nachhaltige und kreislauffähige Textilien verfolgt unter anderem das Ziel, dass Textilien langlebiger, reparierbarer, recyclingfähiger und schadstoffärmer werden.<ref>{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Sustainable and Circular Textiles Strategy}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=European Commission}} Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref> Für Dich als Verbraucher oder Verbraucherin bedeutet das: Die nachhaltigste Entscheidung entsteht oft nicht erst an der Kasse, sondern schon vorher durch die Frage, ob Du ein Kleidungsstück wirklich brauchst, ob Du es lange tragen wirst und wie Du es pflegen kannst.

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Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum bewusster Kleidungskonsum im Fach AES wichtig ist. Du kannst verschiedene Textilfasern unterscheiden, ihre Vor- und Nachteile bewerten und typische Textilsiegel kritisch einordnen. Du kannst einen begründeten Einkaufsplan erstellen, die Qualität eines Kleidungsstücks überprüfen, Pflegehinweise deuten, Alternativen zum Neukauf nennen und ein eigenes nachhaltiges Handlungskonzept für Deinen Kleiderschrank entwickeln.


AES-Bezug: Warum gehört Kleidung in den Unterricht?

Im Fach AES geht es darum, alltägliche Entscheidungen selbstständig, verantwortungsvoll und reflektiert zu treffen. Kleidung ist dafür besonders geeignet, weil sie persönliche Bedürfnisse, soziale Erwartungen, wirtschaftliche Möglichkeiten und globale Folgen verbindet. Du entscheidest beim Kauf eines Pullovers nicht nur über Farbe und Größe. Du entscheidest auch über Ressourcenverbrauch, Arbeitsbedingungen, Transportwege, Nutzungsdauer, Abfallvermeidung und Deinen Umgang mit Trends.

Bewusst auswählen bedeutet nicht, dass Du nie wieder neue Kleidung kaufen darfst. Es bedeutet, dass Du Deine Entscheidung begründen kannst. Eine bewusste Entscheidung berücksichtigt Bedarf, Funktion, Qualität, Preis, Reparierbarkeit, Material, Pflegeaufwand, Siegel, Herstellungsbedingungen und Alternativen wie Secondhand, Kleidertausch, Leihen, Reparatur oder Upcycling.


Grundbegriffe: Textilien, Kleidung und Mode

Textilien sind Produkte aus Fasern, Garnen oder textilen Flächen. Dazu gehören nicht nur Kleidung, sondern auch Bettwäsche, Handtücher, Teppiche, Taschen, Vorhänge, Polstermöbelbezüge, Schutzkleidung und technische Textilien. Kleidung bezeichnet Textilien und Gegenstände, die Menschen am Körper tragen. Dazu zählen Oberbekleidung, Unterwäsche, Schuhe, Kopfbedeckungen und Schutzkleidung.

Mode beschreibt wechselnde Gestaltungsweisen von Kleidung. Mode kann kreativ sein, Identität ausdrücken und Freude machen. Problematisch wird Mode, wenn sie zu sehr kurzen Konsumzyklen führt. Fast Fashion bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem neue Trends schnell und preisgünstig in großen Mengen auf den Markt gebracht werden. Dadurch kann der Eindruck entstehen, ständig neue Kleidung zu brauchen. Slow Fashion setzt dagegen auf Langlebigkeit, Qualität, faire Bedingungen, Reparatur, zeitloses Design und bewussten Konsum.


Der Lebensweg eines Kleidungsstücks

Der Produktlebenszyklus eines Kleidungsstücks beginnt nicht im Geschäft, sondern bei den Rohstoffen. Am Beispiel eines T-Shirts lassen sich typische Stationen erkennen: Anbau oder Herstellung der Faser, Spinnen des Garns, Weben oder Stricken des Stoffes, Färben, Ausrüsten, Zuschneiden, Nähen, Transport, Verkauf, Nutzung, Waschen, Reparieren, Weitergeben, Recycling oder Entsorgung. Jede Station verbraucht Energie, Wasser, Fläche, Chemikalien, Arbeitszeit und Transportleistung.

Das Umweltbundesamt nennt als besonders umweltbelastende Prozessstufen der Textilherstellung den Anbau beziehungsweise die Produktion der Rohfasern sowie die Textilveredlung. Bei der Veredlung werden Textilien zum Beispiel gebleicht, gefärbt, bedruckt oder wasserabweisend ausgerüstet. Dabei können Chemikalien, Energie und Wasser in großen Mengen eingesetzt werden.<ref>{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Textilindustrie}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Umweltbundesamt}} Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref>


Rohstoffe und Fasern

Textilien bestehen aus Naturfasern, Chemiefasern oder Mischungen. Naturfasern stammen von Pflanzen oder Tieren. Beispiele sind Baumwolle, Leinen, Hanf, Wolle und Seide. Chemiefasern werden industriell hergestellt. Dazu gehören synthetische Fasern wie Polyester, Polyamid, Acrylfaser und Elastan sowie zellulosebasierte Regeneratfasern wie Viskose, Lyocell und Modal.

Baumwolle ist angenehm, saugfähig und hautfreundlich, benötigt aber beim Anbau je nach Region große Wassermengen und kann bei konventionellem Anbau mit Pestiziden verbunden sein. Wolle wärmt gut, ist elastisch und geruchsarm, wirft aber Fragen nach Tierwohl und Pflege auf. Polyester ist reißfest, leicht, formstabil und schnell trocknend, basiert jedoch meist auf fossilen Rohstoffen und kann beim Waschen Mikrofasern freisetzen. Mischgewebe können praktisch sein, erschweren aber teilweise das Recycling, weil verschiedene Fasern getrennt werden müssten.


Herstellung und Veredelung

Nach der Rohstoffgewinnung werden Fasern zu Garnen versponnen. Aus Garnen entstehen durch Weben, Stricken, Wirken oder andere Verfahren textile Flächen. Danach folgt häufig die Textilveredlung. Sie entscheidet über Farbe, Griff, Glanz, Knitterverhalten, Wasserabweisung, Flammschutz oder Elastizität. Gerade diese Schritte sind für Verbraucherinnen und Verbraucher oft unsichtbar, aber für Umwelt und Gesundheit wichtig.

Ein Kleidungsstück kann auf seinem Weg viele Länder durchlaufen. Baumwolle kann in einem Land angebaut, in einem zweiten Land gesponnen, in einem dritten Land gefärbt, in einem vierten Land genäht und in einem fünften Land verkauft werden. Deshalb ist Transparenz in Lieferketten wichtig. Siegel, Lieferkettenberichte und gesetzliche Vorgaben können helfen, aber sie ersetzen nicht das kritische Nachfragen.


Nutzung, Pflege und Ende der Nutzung

Die Nutzungsphase ist entscheidend. Ein Kleidungsstück, das lange getragen, richtig gepflegt und repariert wird, verteilt seine Umweltbelastung auf viele Nutzungstage. Das Umweltbundesamt empfiehlt unter anderem, Kleidung möglichst lange zu tragen, Secondhand zu kaufen oder zu tauschen, Kleidung für besondere Anlässe zu mieten, Defekte reparieren zu lassen und nicht genutzte Kleidung weiterzugeben oder richtig zu entsorgen.<ref>{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Kleidung bewusst und nachhaltig konsumieren}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Umweltbundesamt}} Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref>


Kriterien für bewusste Kaufentscheidungen

Eine bewusste Kaufentscheidung beginnt mit einer ehrlichen Bedarfsfrage. Brauchst Du das Kleidungsstück wirklich? Passt es zu mindestens drei Teilen, die Du bereits besitzt? Kannst Du es bei mehreren Gelegenheiten tragen? Ist es bequem genug, damit Du es oft nutzt? Entspricht es Deinem Stil auch noch, wenn der aktuelle Trend vorbei ist? Diese Fragen sind wichtig, weil ungetragene Kleidung die schlechteste Bilanz hat: Ressourcen wurden verbraucht, ohne dass ein echter Nutzen entsteht.


Bedarf und Funktion

Kleidung soll zu einer konkreten Situation passen. Für den Schulalltag brauchst Du andere Eigenschaften als für Sport, Bewerbungsgespräch, Regenwetter, Gartenarbeit oder festliche Anlässe. Ein Funktionsshirt kann beim Sport sinnvoll sein, ist aber nicht automatisch nachhaltiger als ein Baumwollshirt, wenn Du es selten trägst. Eine Jacke für Regen braucht andere Eigenschaften als ein Pullover für den Innenraum.

Prüfe deshalb zuerst die Funktion: Soll das Kleidungsstück wärmen, kühlen, schützen, dehnbar sein, schnell trocknen, atmungsaktiv sein, robust sein oder gut kombinierbar sein? Erst danach solltest Du über Farbe, Marke und Trend entscheiden.


Qualität erkennen

Qualität ist nicht immer am Preis erkennbar. Du kannst aber viele Merkmale selbst prüfen: Nähte sollten gerade, fest und ohne lose Fäden sein. Knöpfe, Reißverschlüsse und Druckknöpfe sollten stabil wirken. Der Stoff sollte nicht schon beim Anfassen ausleiern oder durchsichtig werden, wenn das nicht beabsichtigt ist. Muster sollten an Nähten möglichst passend aufeinandertreffen. Ein gutes Kleidungsstück hat oft Ersatzknöpfe, klare Pflegehinweise und eine Verarbeitung, die Reparaturen ermöglicht.

Eine einfache AES-Prüfung lautet: Ziehe leicht an einer Naht, prüfe den Reißverschluss, betrachte das Material gegen Licht, lies das Etikett und überlege, wie oft Du das Kleidungsstück realistisch tragen wirst. Qualität bedeutet nicht Luxus, sondern Passung zwischen Bedarf, Verarbeitung, Langlebigkeit und Nutzung.


Passform und Wohlbefinden

Ein nachhaltiges Kleidungsstück ist nur dann nachhaltig, wenn Du es wirklich trägst. Schlechte Passform führt dazu, dass Kleidung im Schrank bleibt. Prüfe daher Bewegungsfreiheit, Sitz, Länge, Materialgefühl, Kratzen, Schwitzen, Transparenz und Kombinierbarkeit. Achte auch darauf, ob Du das Kleidungsstück im Alltag wirklich pflegen kannst. Ein empfindliches Teil, das nur chemisch gereinigt werden darf, passt vielleicht nicht zu Deinem Alltag.


Preis und Kosten pro Nutzung

Der Kaufpreis sagt wenig über die tatsächlichen Kosten aus. Wichtiger sind die Kosten pro Nutzung. Ein Pullover für 60 Euro, den Du 60-mal trägst, kostet pro Nutzung 1 Euro. Ein Trendteil für 15 Euro, das Du nur dreimal trägst, kostet pro Nutzung 5 Euro. Bewusst auswählen bedeutet deshalb, nicht nur billig zu kaufen, sondern langfristig zu denken.


Nachhaltigkeit: Ökologische, soziale und ökonomische Perspektive

Nachhaltigkeit umfasst mehrere Perspektiven. Ökologisch geht es um Klima, Wasser, Boden, Chemikalien, Artenvielfalt, Mikroplastik und Abfall. Sozial geht es um sichere Arbeitsplätze, angemessene Löhne, Arbeitszeiten, Gesundheitsschutz, Gewerkschaftsfreiheit und das Verbot von Kinderarbeit. Ökonomisch geht es um faire Preise, langlebige Produkte, regionale Dienstleistungen wie Schneidereien und verantwortliche Unternehmen.

In der Textilbranche sind diese Perspektiven miteinander verbunden. Sehr niedrige Preise können auf günstige Massenproduktion, hohen Preisdruck und kurze Nutzungszeiten hinweisen. Ein hoher Preis garantiert allerdings nicht automatisch gute Bedingungen. Deshalb brauchst Du Informationen, Vergleichsmöglichkeiten und kritische Fragen.


Umweltwirkungen von Textilien

Zu den wichtigsten Umweltwirkungen zählen Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch, Flächenverbrauch, Energiebedarf, Chemikalieneinsatz, Pestizide im Faseranbau, Abwasserbelastung, Mikroplastik durch synthetische Fasern und Abfall durch aussortierte Kleidung. Das Umweltbundesamt schätzt, dass durch Kleidung in Deutschland jährlich 80 bis 400 Tonnen Mikropartikel freigesetzt werden können, unter anderem durch den Abrieb chemischer Fasern beim Waschen.<ref>{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Kleidung bewusst und nachhaltig konsumieren}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Umweltbundesamt}} Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref>

Die EU weist darauf hin, dass der Textilkonsum in der EU zu den Konsumbereichen mit hoher Umwelt- und Klimawirkung gehört und dass bisher nur ein sehr kleiner Anteil des Materials in Kleidung wieder zu neuer Kleidung recycelt wird.<ref>{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Sustainable and Circular Textiles Strategy}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=European Commission}} Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref> Deshalb sind längere Nutzung, Reparatur, Wiederverwendung und kreislauffähiges Design wichtige Ziele.


Soziale Verantwortung

Viele Kleidungsstücke werden in globalen Lieferketten produziert. Arbeitsbedingungen können je nach Land, Betrieb, Auftraggeber und Kontrollsystem sehr unterschiedlich sein. Probleme können niedrige Löhne, lange Arbeitszeiten, unsichere Gebäude, fehlender Arbeitsschutz, Zeitdruck, Diskriminierung und fehlende Mitbestimmung sein. Soziale Verantwortung bedeutet, dass Unternehmen ihre Lieferketten kennen, Risiken prüfen, Beschwerden ermöglichen und Verbesserungen nachweisen müssen.

Für Dich heißt das: Frage nicht nur "Was kostet das?", sondern auch "Warum kostet es so wenig?", "Wer hat es hergestellt?", "Welche Informationen stellt das Unternehmen bereit?" und "Gibt es glaubwürdige Siegel oder transparente Nachweise?".


Kreislaufwirtschaft statt Wegwerfmode

Kreislaufwirtschaft bedeutet, Produkte, Materialien und Ressourcen möglichst lange im Kreislauf zu halten. Bei Kleidung heißt das: langlebig entwerfen, reparierbar herstellen, Ersatzteile ermöglichen, sortenreine Materialien bevorzugen, Wiederverwendung erleichtern, Recycling verbessern und Abfall vermeiden. Trotzdem ist Recycling nicht die erste Lösung. Noch besser sind Vermeidung von Fehlkäufen, lange Nutzung, Reparatur und Weitergabe.


Textilsiegel verstehen

Textilsiegel können beim Einkauf helfen, wenn sie glaubwürdig, unabhängig geprüft und verständlich sind. Siegel unterscheiden sich stark: Manche prüfen vor allem Schadstoffe im Endprodukt, andere prüfen ökologische Rohstoffe, soziale Arbeitsbedingungen, Chemikalienmanagement, Unternehmensverantwortung oder die gesamte Produktionskette. Kein Siegel beantwortet alle Fragen vollständig. Du solltest deshalb wissen, wofür ein Siegel steht und wofür nicht.

Die Verbraucherzentrale erklärt, dass der Grüne Knopf ein staatliches Siegel für nachhaltige Textilien ist und unternehmerische Sorgfaltspflichten sowie Anforderungen an nachhaltige Produktionsprozesse verbindet. Außerdem beschreibt sie Siegel wie GOTS, OEKO-TEX MADE IN GREEN, IVN BEST und bluesign mit unterschiedlichen Schwerpunkten.<ref>{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Faire Kleidung: Das bedeuten die Siegel}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Verbraucherzentrale}} Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref> Die offizielle Seite des Grünen Knopfs betont, dass Unternehmen Verantwortung für Menschenrechte und Umweltstandards in ihren Lieferketten nachweisen müssen.<ref>{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Grüner Knopf}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Grüner Knopf}} Ehemals im <templatestyles src="Vorlage:IconExternal/styles.css" />Original;{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref>


Häufige Siegel und ihre Bedeutung

  1. GOTS: Der Global Organic Textile Standard bezieht sich auf ökologische Naturfasern und Anforderungen an Verarbeitung sowie Sozialkriterien.
  2. Grüner Knopf: Das staatliche deutsche Siegel verbindet Produktanforderungen mit unternehmerischer Sorgfaltspflicht.
  3. Fairtrade Cotton: Der Schwerpunkt liegt auf faireren Bedingungen im Baumwollanbau.
  4. OEKO-TEX MADE IN GREEN: Dieses Siegel betrachtet Schadstoffprüfung, Produktionsbedingungen und Rückverfolgbarkeit.
  5. bluesign: Der Schwerpunkt liegt auf Chemikalienmanagement, Umwelt- und Arbeitsschutz in der Produktionskette.
  6. IVN BEST: Dieses Siegel stellt besonders hohe Anforderungen an Naturtextilien.


Greenwashing erkennen

Greenwashing bedeutet, dass ein Produkt umweltfreundlicher oder fairer dargestellt wird, als es tatsächlich nachgewiesen ist. Typische Warnzeichen sind unklare Begriffe wie "conscious", "eco", "green" oder "natural" ohne konkrete Nachweise. Auch grüne Farben, Blätterbilder oder Werbeslogans ersetzen keine unabhängige Prüfung. Achte auf überprüfbare Angaben: Welches Siegel? Welche Kriterien? Welche Produktionsstufen? Welche Kontrolle? Welche Beschwerdemöglichkeiten? Welche Reparatur- oder Rücknahmemöglichkeiten?


Bewusst einkaufen: Die AES-Checkliste

Die folgende Checkliste hilft Dir, eine Kaufentscheidung zu begründen. Sie eignet sich für den Unterricht, für ein Einkaufsprojekt oder für eine Reflexion Deines Kleiderschranks.

  1. Bedarf: Brauche ich das Kleidungsstück wirklich oder möchte ich nur einen kurzfristigen Trend bedienen?
  2. Kombinierbarkeit: Passt es zu mehreren Kleidungsstücken, die ich bereits habe?
  3. Nutzungsdauer: Werde ich es mindestens dreißigmal tragen?
  4. Passform: Sitzt es bequem und ermöglicht es Bewegung?
  5. Material: Passt die Faser zur Funktion und Pflege?
  6. Qualität: Sind Nähte, Stoff, Reißverschluss, Knöpfe und Verarbeitung stabil?
  7. Pflege: Kann ich es einfach, energiesparend und materialschonend pflegen?
  8. Reparierbarkeit: Kann ich kleine Schäden selbst beheben oder beheben lassen?
  9. Siegel: Gibt es glaubwürdige Umwelt- oder Sozialstandards?
  10. Alternative: Gibt es das Produkt gebraucht, geliehen, getauscht oder repariert?


Alternativen zum Neukauf

Secondhand, Kleidertausch, Leihen, Reparieren und Upcycling sind wichtige Alternativen zum Neukauf. Sie sparen Ressourcen, verlängern die Nutzungsdauer und können günstiger sein. Beim Secondhand-Kauf solltest Du trotzdem auf Zustand, Geruch, Flecken, Mottenlöcher, Reißverschlüsse und Passform achten. Beim Kleidertausch ist Fairness wichtig: Bringe nur saubere, tragbare Kleidung mit. Beim Leihen ist es sinnvoll, besondere Kleidung für einmalige Anlässe zu wählen, zum Beispiel festliche Kleidung oder Kostüme.

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Reparatur und Pflege

Reparieren ist ein praktischer Beitrag zur Nachhaltigkeit. Ein fehlender Knopf, ein kleines Loch, ein loser Saum oder ein kaputter Reißverschluss müssen nicht automatisch das Ende eines Kleidungsstücks bedeuten. In AES kannst Du grundlegende Techniken wie Knopf annähen, Saum reparieren, Loch stopfen, Flicken aufnähen und einfache Änderungen erlernen.

Pflege beeinflusst die Nutzungsdauer stark. Wasche Kleidung so oft wie nötig, aber so selten wie möglich. Sortiere nach Farbe und Material, beachte Pflegeetiketten, nutze niedrige Temperaturen, fülle die Waschmaschine sinnvoll, vermeide unnötiges Trocknen im Wäschetrockner und lüfte Kleidung, wenn sie nicht wirklich verschmutzt ist. Bei synthetischen Fasern können Waschbeutel oder spezielle Filter helfen, Faserabrieb zu reduzieren, ersetzen aber nicht die Grundregel: weniger und schonender waschen.


Materialkunde für den Alltag


Baumwolle

Baumwolle ist saugfähig, atmungsaktiv und angenehm auf der Haut. Sie eignet sich für T-Shirts, Unterwäsche, Hemden, Bettwäsche und Handtücher. Nachteile können hoher Wasserbedarf, Pestizide im konventionellen Anbau und Einlaufen beim Waschen sein. Bio-Baumwolle kann Umweltbelastungen durch Pestizide reduzieren, benötigt aber ebenfalls Fläche und Wasser. Achte bei Baumwolle auf Qualität, Pflege und lange Nutzung.


Leinen und Hanf

Leinen und Hanf stammen aus Pflanzenfasern. Sie sind robust, atmungsaktiv und können besonders für Sommerkleidung geeignet sein. Leinen knittert stark, was viele als natürliche Eigenschaft akzeptieren. Hanf ist widerstandsfähig und wird oft mit anderen Fasern gemischt, um Tragekomfort und Formstabilität zu verbessern.


Wolle

Wolle wärmt gut, nimmt Gerüche langsam an und kann Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich sofort nass anzufühlen. Sie eignet sich für Pullover, Socken, Mäntel und Funktionsunterwäsche. Wolle benötigt schonende Pflege und wirft Fragen nach Tierwohl auf. Achte auf Herkunft, Pflegehinweise und langlebige Verarbeitung.


Polyester, Polyamid und Elastan

Polyester, Polyamid und Elastan sind synthetische Fasern. Sie sind leicht, reißfest, elastisch oder schnelltrocknend und werden häufig in Sportkleidung, Outdoorbekleidung und Mischgeweben verwendet. Nachteile sind die fossile Rohstoffbasis, mögliche Mikroplastikfreisetzung beim Waschen und teilweise erschwertes Recycling. Elastan erhöht Dehnbarkeit, kann aber die Wiederverwertung von Mischgeweben erschweren.


Viskose, Lyocell und Modal

Viskose, Lyocell und Modal werden aus Zellulose hergestellt, oft aus Holz. Sie fühlen sich weich an und können gut fallen. Entscheidend ist, ob die Rohstoffe aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft stammen und wie Chemikalien im Herstellungsprozess geführt werden. Lyocell wird häufig mit einem vergleichsweise geschlossenen Lösungsmittelkreislauf beworben. Trotzdem solltest Du auch hier auf Siegel, Pflege und lange Nutzung achten.


Praxisprojekt: Dein nachhaltiger Kleiderschrank

Ein geeignetes AES-Projekt ist die Kleiderschrankanalyse. Du untersuchst nicht, ob Du "zu viel" oder "zu wenig" besitzt, sondern ob Deine Kleidung zu Deinen Bedürfnissen passt. Zähle, welche Kleidungsstücke Du häufig, selten oder nie trägst. Prüfe, welche Teile repariert, getauscht, verkauft, gespendet oder umgestaltet werden können. Erstelle daraus einen persönlichen Aktionsplan.

Ein zweites Praxisprojekt ist die Qualitätsprüfung im Geschäft oder zu Hause. Vergleiche zwei ähnliche Kleidungsstücke anhand von Materialetikett, Nähten, Knöpfen, Reißverschluss, Pflegeetikett, Preis, Siegeln und erwarteter Nutzungsdauer. Begründe, welches Kleidungsstück die bessere Wahl wäre und warum.


Fallbeispiel: Das günstige T-Shirt

Stell Dir vor, Du findest ein T-Shirt für 5 Euro. Es sieht gut aus und passt zum aktuellen Trend. Eine bewusste AES-Analyse stellt nun Fragen: Wie oft wirst Du es tragen? Ist der Stoff stabil? Sind die Nähte sauber? Gibt es Informationen zu Material, Herkunft und Siegeln? Kannst Du es mit vorhandener Kleidung kombinieren? Brauchst Du es wirklich? Gibt es eine Secondhand-Alternative? Was passiert, wenn es nach wenigen Wäschen ausleiert?

Vielleicht kaufst Du es trotzdem, weil Du es brauchst und lange tragen wirst. Vielleicht entscheidest Du Dich dagegen, weil es nur ein Impulskauf wäre. Wichtig ist nicht ein moralisches Urteil, sondern eine begründete Entscheidung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet bewusstes Auswählen von Kleidung im Fach AES vor allem? (Eine Kaufentscheidung nach Bedarf, Qualität, Nachhaltigkeit und Nutzung begründen) (!Immer die billigste Kleidung kaufen) (!Nur bekannte Marken auswählen) (!Jeden Trend sofort mitmachen)




Welche Aussage beschreibt Fast Fashion am besten? (Schnell wechselnde Mode in großen Mengen zu niedrigen Preisen) (!Kleidung, die besonders lange getragen wird) (!Handgemachte Kleidung aus der Region) (!Kleidung, die nur geliehen wird)




Welche Frage hilft vor einem Kleidungskauf besonders gegen Fehlkäufe? (Werde ich dieses Kleidungsstück oft und lange tragen) (!Ist die Verpackung besonders bunt) (!Ist das Kleidungsstück gerade überall ausverkauft) (!Hat der Shop besonders laute Musik)




Welche Faser gehört zu den Naturfasern? (Baumwolle) (!Polyester) (!Elastan) (!Polyamid)




Welche Eigenschaft kann ein Nachteil von Polyester sein? (Beim Waschen können Mikrofasern freigesetzt werden) (!Polyester wächst auf Feldern) (!Polyester muss immer gebügelt werden) (!Polyester ist eine Tierfaser)




Was ist ein sinnvoller Beitrag zur längeren Nutzung von Kleidung? (Kleine Schäden reparieren) (!Kleidung nach einmaligem Tragen wegwerfen) (!Pflegeetiketten ignorieren) (!Jedes Jahr den gesamten Kleiderschrank ersetzen)




Was prüfst Du bei der Qualitätskontrolle eines Kleidungsstücks besonders? (Nähte, Stoff, Knöpfe, Reißverschluss und Verarbeitung) (!Nur die Farbe der Einkaufstüte) (!Nur die Anzahl der Werbeplakate) (!Nur die Musik im Geschäft)




Welche Alternative zum Neukauf kann Ressourcen sparen? (Secondhand kaufen oder Kleidung tauschen) (!Ungetragene Kleidung im Schrank lagern) (!Mehrere Größen zur Auswahl bestellen und zurücksenden) (!Kleidung ohne Bedarf kaufen)




Wofür können Textilsiegel hilfreich sein? (Sie geben Hinweise auf Umwelt- und Sozialstandards) (!Sie garantieren automatisch perfekten Geschmack) (!Sie ersetzen jede eigene Prüfung der Qualität) (!Sie zeigen immer den niedrigsten Preis)




Was bedeutet Greenwashing? (Ein Produkt wird nachhaltiger dargestellt, als es nachweislich ist) (!Ein Kleidungsstück wird grün gefärbt) (!Ein Pullover wird in kaltem Wasser gewaschen) (!Ein Etikett wird aus Stoff hergestellt)





Memory

Baumwolle Pflanzliche Naturfaser
Polyester Synthetische Chemiefaser
Grüner Knopf Staatliches Textilsiegel
Secondhand Bereits genutzte Kleidung
Reparatur Verlängerung der Nutzungsdauer
Pflegeetikett Hinweise zum Waschen und Trocknen
Fast Fashion Schnell wechselnde Massenmode
Upcycling Aufwertung alter Materialien





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Rohstoffgewinnung Beginn des Produktlebenszyklus
Textilveredlung Färben, Bedrucken oder Ausrüsten
Verkauf Kleidung erreicht die Kundschaft
Nutzung Tragen, Waschen, Pflegen und Reparieren
Weitergabe Tauschen, Spenden, Verkaufen oder Recyceln




...


Kreuzworträtsel

Baumwolle Welche pflanzliche Naturfaser wird häufig für T-Shirts verwendet?
Polyester Welche synthetische Faser ist leicht, reißfest und schnelltrocknend?
Secondhand Wie nennt man Kleidung, die bereits genutzt wurde und erneut verkauft oder getragen wird?
Reparatur Was verlängert die Nutzungsdauer eines Kleidungsstücks bei kleinen Schäden?
Siegel Was kann Hinweise auf Umwelt- und Sozialstandards geben?
Upcycling Wie nennt man die kreative Aufwertung alter Kleidung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Bewusstes Auswählen von Kleidung beginnt mit der Frage nach dem tatsächlichen

. Ein Kleidungsstück sollte gut passen, zur eigenen Lebenssituation passen und möglichst lange

werden. Wichtige Qualitätsmerkmale sind stabile

, ein belastbarer Stoff und funktionierende Verschlüsse. Naturfasern wie

stammen von Pflanzen oder Tieren, während Fasern wie Polyester industriell hergestellt werden. Kurze Modezyklen werden oft mit dem Begriff

beschrieben. Eine nachhaltige Alternative zum Neukauf ist

. Textilsiegel können Hinweise auf Umwelt- und

geben, müssen aber kritisch geprüft werden. Kleine Schäden sollten möglichst durch

behoben werden. Wer Kleidung richtig pflegt, verlängert ihre

. Am Ende der Nutzung ist Weitergeben häufig besser als sofortige

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Kleiderschrank-Check: Wähle fünf Kleidungsstücke aus Deinem Schrank aus und notiere Material, Pflegehinweise, Zustand und geschätzte Nutzungshäufigkeit.
  2. Qualitätsprüfung: Untersuche ein T-Shirt oder einen Pullover auf Nähte, Stoffdicke, Knöpfe, Reißverschluss, Etikett und Verarbeitung. Halte Deine Beobachtungen mit Fotos oder Skizzen fest.
  3. Pflegeetikett: Suche drei Pflegeetiketten und erkläre in eigenen Worten, was die Symbole für Waschen, Trocknen und Bügeln bedeuten.
  4. Kombinierbarkeit: Stelle aus einem Kleidungsstück drei verschiedene Outfits zusammen und bewerte, ob das Teil vielseitig genug ist.


Standard

  1. Kaufentscheidung: Vergleiche zwei ähnliche Kleidungsstücke anhand von Preis, Material, Siegel, Verarbeitung, Pflege und erwarteter Nutzungsdauer. Begründe Deine Wahl.
  2. Textilsiegel-Recherche: Recherchiere ein Textilsiegel und erstelle ein Infoblatt mit Ziel, Kriterien, Kontrollform und Grenzen des Siegels.
  3. Secondhand-Projekt: Besuche einen Secondhandladen, Flohmarkt oder eine Onlineplattform und analysiere, welche Chancen und Grenzen Secondhand-Kleidung bietet.
  4. Reparaturanleitung: Erstelle eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Annähen eines Knopfes, Stopfen eines Lochs oder Reparieren eines Saums.


Schwer

  1. Lieferkettenanalyse: Erstelle eine mögliche Lieferkette für ein T-Shirt vom Rohstoff bis zum Verkauf und markiere Umwelt- und Sozialrisiken.
  2. Greenwashing-Analyse: Untersuche eine Werbeanzeige oder Produktseite für Kleidung und prüfe, welche Nachhaltigkeitsaussagen belegt, unklar oder irreführend sind.
  3. Kleidertausch organisieren: Plane eine Kleidertauschaktion für Deine Klasse mit Regeln, Ablauf, Qualitätskriterien und Reflexionsbogen.
  4. Nachhaltigkeitskonzept: Entwickle ein persönliches Konzept für die nächsten sechs Monate, mit dem Du Fehlkäufe reduzierst, Kleidung länger nutzt und Alternativen zum Neukauf einsetzt.



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Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse: Eine Person bestellt regelmäßig Kleidung online, schickt viel zurück und trägt viele Teile nur einmal. Erkläre ökologische, soziale und ökonomische Folgen und entwickle drei Verbesserungsstrategien.
  2. Materialentscheidung: Für eine Klassenfahrt wird eine wetterfeste Jacke gesucht. Vergleiche Baumwolle, Wolle, Polyester und Mischgewebe in Bezug auf Funktion, Pflege, Umweltwirkung und Nutzungsdauer.
  3. Siegelbewertung: Ein Kleidungsstück trägt ein bekanntes Siegel, ist aber schlecht verarbeitet. Beurteile, ob es trotzdem eine gute Kaufentscheidung sein kann.
  4. Kosten-pro-Nutzung: Vergleiche ein günstiges Trendteil und ein teureres langlebiges Kleidungsstück. Erkläre, warum der niedrigere Preis nicht automatisch die günstigere Entscheidung ist.
  5. Kreislaufwirtschaft: Beschreibe, warum Recycling allein das Problem von Fast Fashion nicht löst. Beziehe Reparatur, Wiederverwendung, Design und Konsumverhalten ein.
  6. Transferaufgabe: Übertrage die AES-Checkliste für Kleidung auf ein anderes Alltagsprodukt, zum Beispiel Schuhe, Rucksack oder Bettwäsche. Erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.


Lernnachweis

Erstelle ein Portfolio mit dem Titel Mein bewusster Kleiderkonsum. Das Portfolio enthält eine Kleiderschrankanalyse, eine Qualitätsprüfung, eine Materialbewertung, eine Siegelrecherche, eine Reflexion zu Fast Fashion und einen persönlichen Handlungsplan. Bewertet werden nicht teure Produkte oder perfekte Ergebnisse, sondern nachvollziehbare Begründungen, fachliche Begriffe, kritisches Denken und realistische Verbesserungen im Alltag.

  1. Portfolio: Dokumentiere mindestens fünf eigene Beobachtungen zu Kleidung, Material, Pflege oder Kaufverhalten.
  2. Reflexion: Erkläre, welche Gewohnheit Du konkret verändern möchtest und warum.
  3. Handlungsplan: Formuliere drei überprüfbare Ziele für die nächsten sechs Monate.
  4. Nachweis: Zeige an einem Beispiel, wie Du eine Kaufentscheidung begründet hast.
  5. Präsentation: Stelle Deine wichtigste Erkenntnis der Klasse vor und verbinde sie mit einem AES-Fachbegriff.




OERs zum Thema



Quellen und weiterführende Informationen

<references />


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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
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  17. Arbeitsheft
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