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Suizidprävention und Soziale Medien - Suizid verstehen

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Suizidprävention und Soziale Medien - Suizid verstehen



Suizidprävention & Soziale Medien / Suizid verstehen

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Einleitung

Suizidprävention bedeutet, Menschen in Krisen so zu unterstützen, dass sie wieder Sicherheit, Verbindung, Hoffnung und professionelle Hilfe finden können. In diesem aiMOOC lernst Du, wie suizidale Gedanken entstehen können, warum psychische Gesundheit ein gesellschaftliches Thema ist und welche Rolle soziale Medien bei Risiko und Schutz spielen. Das Ziel ist nicht, Angst zu machen, sondern Orientierung zu geben: Du sollst Warnsignale besser einordnen, verantwortungsvoll kommunizieren und wissen, wie Hilfe organisiert werden kann.

Wichtiger Hinweis: Dieser aiMOOC ersetzt keine Therapie, keine ärztliche Beratung und keine Krisenintervention. Wenn Du selbst akut gefährdet bist oder jemand in unmittelbarer Gefahr ist, rufe in Deutschland den Notruf 112, wende Dich an die nächste Notaufnahme oder bleibe nicht allein. Die TelefonSeelsorge ist in Deutschland rund um die Uhr erreichbar unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123. Für junge Menschen bis 25 Jahre gibt es zusätzlich Online-Hilfe wie U25 Online-Suizidprävention. Hilfe zu holen ist ein Zeichen von Stärke.

In sozialen Medien begegnen Menschen Themen wie Depression, Einsamkeit, Mobbing, Cybermobbing, Trauer, Angst, Sucht, Identität, Diskriminierung und Leistungsdruck. Gleichzeitig können Plattformen Orte von Austausch, Solidarität und schneller Hilfe sein. Entscheidend ist, ob Inhalte sicher, respektvoll und hilfeorientiert gestaltet werden. Dieser Kurs zeigt Dir, wie Du digitale Räume so mitgestalten kannst, dass sie nicht verletzen, sondern schützen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was mit Suizidprävention, Suizidalität und Krisenintervention gemeint ist. Du kannst Chancen und Risiken von sozialen Medien für die psychische Gesundheit benennen. Du lernst, warum sichere Kommunikation, Hilfehinweise und verantwortliche Medienkompetenz wichtig sind. Du kannst einschätzen, wann Du erwachsene Vertrauenspersonen, Fachstellen oder den Notruf einschalten solltest. Außerdem entwickelst Du eigene Ideen für eine präventive Medienkampagne, die Hoffnung, Unterstützung und Respekt stärkt.


Grundbegriffe: Suizid verstehen


Suizid, Suizidalität und Krise

Ein Suizid ist der Tod eines Menschen durch eine selbst herbeigeführte Handlung. Im präventiven Kontext wird bevorzugt sachlich von Suizid gesprochen, weil moralisch aufgeladene oder verurteilende Begriffe Betroffene zusätzlich beschämen können. Suizidalität umfasst ein Spektrum: belastende Todeswünsche, Gedanken an Suizid, innere Bilder, konkrete Absichten oder akute Gefährdung. Nicht jede belastende Aussage bedeutet eine unmittelbare Gefahr, aber jede Äußerung von Hoffnungslosigkeit, Abschied oder Selbstgefährdung verdient Aufmerksamkeit.

Eine Krise entsteht, wenn Belastungen stärker wirken als die aktuell verfügbaren Bewältigungsmöglichkeiten. In einer Krise kann das Denken enger werden: Menschen sehen scheinbar keine Alternative mehr, obwohl es tatsächlich Hilfewege gibt. Darum ist Suizidprävention so wichtig: Sie öffnet wieder Handlungsspielräume, schafft Verbindung und vermittelt professionelle Unterstützung. Suizidalität ist meist nicht auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen, zum Beispiel psychische Erkrankungen, soziale Isolation, Konflikte, Verluste, Gewalt, Diskriminierung, finanzielle Sorgen, körperliche Erkrankungen oder belastende Online-Erfahrungen.


Risikofaktoren und Schutzfaktoren

Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass eine Krise gefährlicher wird. Dazu gehören zum Beispiel anhaltende depressive Symptome, starke Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit, Sucht, traumatische Erfahrungen, Mobbing, Beziehungskonflikte, Schul- oder Arbeitsdruck, fehlende Unterstützung und der Zugang zu gefährlichen Situationen. Risikofaktoren sind keine Schuldzuweisungen. Sie zeigen, wo Unterstützung nötig ist.

Schutzfaktoren senken Risiken und stärken Handlungsfähigkeit. Dazu zählen verlässliche Beziehungen, sichere Gesprächsräume, professionelle Behandlung, soziale Teilhabe, ein persönlicher Notfallplan, Medienkompetenz, körperliche Grundversorgung, Schlaf, Bewegung, sinnvolle Tagesstruktur und das Wissen, wo Hilfe erreichbar ist. Auch Sprache ist ein Schutzfaktor: Wer respektvoll, nicht wertend und hoffnungsorientiert spricht, kann Hemmschwellen senken.


Warnsignale ernst nehmen

Warnsignale sind Hinweise, keine Diagnose. Sie können sichtbar werden, wenn jemand über Ausweglosigkeit spricht, sich stark zurückzieht, sich verabschiedet, wertvolle Dinge verschenkt, riskanter handelt, starke Stimmungsschwankungen zeigt, plötzlich sehr ruhig wirkt, nachdem es vorher sehr angespannt war, oder in sozialen Medien belastende Botschaften postet. Besonders ernst zu nehmen sind direkte Aussagen wie „Ich kann nicht mehr“ oder „Ohne mich wäre es besser“. Entscheidend ist: Du musst nicht herausfinden, ob die Person „es wirklich so meint“. Du musst Hilfe aktivieren.

Ein verbreiteter Irrtum ist, man dürfe Suizidgedanken nicht direkt ansprechen. Tatsächlich kann ein ruhiges, direktes und respektvolles Fragen entlasten, weil Betroffene merken, dass sie nicht allein sind. Eine hilfreiche Frage kann lauten: „Denkst Du daran, Dir etwas anzutun?“ Danach geht es nicht um Diskussion, Bewertung oder schnelle Ratschläge, sondern um Zuhören, Sicherheit und Hilfe.


Soziale Medien: Risiko und Chance


Warum soziale Medien wichtig sind

Soziale Medien sind für viele Menschen ein zentraler Ort der Kommunikation. Dort werden Gefühle geteilt, Zugehörigkeit gesucht, Konflikte ausgetragen, Informationen gefunden und Unterstützung organisiert. Gerade für Jugendliche und junge Erwachsene können digitale Räume sehr bedeutsam sein, weil sie schnell erreichbar sind und scheinbar anonyme Kommunikation ermöglichen. Wer sich im direkten Gespräch schämt oder Angst hat, kann online manchmal leichter erste Worte finden.

Gleichzeitig können Plattformen Krisen verstärken. Algorithmen können belastende Inhalte wiederholt anzeigen, wenn Nutzerinnen und Nutzer darauf reagieren. Cybermobbing, Hasskommentare, Ausgrenzung, Vergleichsdruck, Schlafmangel, Desinformation oder romantisierende Darstellungen von Leid können die psychische Gesundheit belasten. Suizidprävention in sozialen Medien bedeutet deshalb: Inhalte sicher gestalten, Kommentare moderieren, Hilfe sichtbar machen und riskante Dynamiken unterbrechen.


Werther-Effekt und Papageno-Effekt

Der Werther-Effekt beschreibt die Gefahr, dass bestimmte Darstellungen von Suizid Nachahmung begünstigen können. Besonders problematisch sind sensationsorientierte Überschriften, vereinfachte Erklärungen, Schuldzuweisungen, detaillierte Darstellungen, romantisierende Sprache oder die Darstellung von Suizid als scheinbare Lösung. Solche Inhalte können für Menschen in akuten Krisen gefährlich sein.

Der Papageno-Effekt beschreibt den möglichen Schutz durch Geschichten, in denen Menschen Krisen bewältigen, Hilfe annehmen und neue Perspektiven finden. Medien können also schaden oder helfen. Gute Präventionskommunikation zeigt nicht die Krise als Endpunkt, sondern Wege aus der Krise: Gespräch, Unterstützung, professionelle Hilfe, Zeitgewinn, soziale Verbindung und Hoffnung.


Sichere Kommunikation online

Sichere Kommunikation bedeutet, Verantwortung für Sprache und Wirkung zu übernehmen. Wenn Du über Suizidprävention postest, solltest Du keine Details zu konkreten Handlungen nennen, keine dramatischen Bilder verwenden, keine Schuldigen suchen und keine einfachen Erklärungen anbieten. Besser sind sachliche Informationen, Hilfeangebote, ermutigende Botschaften und Hinweise darauf, dass Krisen veränderbar sind.

In Kommentaren ist besondere Vorsicht wichtig. Menschen in Krisen brauchen keine Debatte über Schuld, Mut, Religion, Moral oder Aufmerksamkeit. Sie brauchen Schutz, Zuhören und Hilfe. Wenn Du einen gefährlichen Beitrag siehst, reagiere nicht mit Spott, Druck oder öffentlicher Bloßstellung. Nutze Meldefunktionen, kontaktiere eine Vertrauensperson, frage direkt und unterstützend nach und hole professionelle Hilfe, wenn Gefahr besteht.


Hilfe leisten: Was Du konkret tun kannst


Gespräch in einer Krise

Wenn Du den Eindruck hast, dass jemand suizidale Gedanken haben könnte, sind fünf Schritte hilfreich: wahrnehmen, ansprechen, zuhören, Sicherheit organisieren und Hilfe einbinden. Wahrnehmen bedeutet, Veränderungen ernst zu nehmen. Ansprechen bedeutet, klar und ruhig zu fragen. Zuhören bedeutet, nicht sofort zu bewerten oder zu belehren. Sicherheit organisieren bedeutet, die Person nicht allein zu lassen, wenn akute Gefahr besteht. Hilfe einbinden bedeutet, Erwachsene, Beratungsstellen, Krisendienste, ärztliche Hilfe oder den Notruf zu kontaktieren.

Du musst kein perfektes Gespräch führen. Wichtiger ist, ehrlich, ruhig und zugewandt zu bleiben. Sätze wie „Ich bin froh, dass Du es sagst“, „Du musst damit nicht allein bleiben“ oder „Wir holen jetzt gemeinsam Hilfe“ können entlasten. Versprich aber nicht, ein gefährliches Geheimnis für Dich zu behalten. Sicherheit geht vor Vertraulichkeit.


Digitale Erste Hilfe

Digitale Erste Hilfe bedeutet, online aufmerksam und verantwortungsvoll zu handeln. Wenn Du einen bedrohlichen Post, eine Abschiedsnachricht oder Hinweise auf akute Selbstgefährdung siehst, solltest Du die Person direkt kontaktieren, eine vertraute erwachsene Person informieren, Plattform-Meldefunktionen nutzen und bei unmittelbarer Gefahr den Notruf einschalten. Bei Cybermobbing kann es sinnvoll sein, Beweise zu sichern, die betroffene Person nicht allein zu lassen, Täterinnen und Täter zu blockieren und Schule, Eltern, Jugendhilfe oder Beratungsstellen einzubeziehen.

Teile problematische Inhalte nicht weiter. Auch gut gemeintes Weiterleiten kann schaden, weil es Reichweite erzeugt. Besser ist es, Hilfeinformationen zu teilen, private Unterstützung anzubieten und professionelle Stellen einzubinden. In Gruppen solltest Du eine klare Netiquette fördern: keine Beschämung, keine Gewaltfantasien, keine Mutproben, keine Gerüchte, keine Veröffentlichung persönlicher Krisen ohne Zustimmung.


Hilfeangebote kennen

Für Deutschland gilt: Bei akuter Gefahr ist der Notruf 112 zuständig. Die TelefonSeelsorge bietet rund um die Uhr anonyme und kostenlose Hilfe unter 0800 1110111, 0800 1110222 und 116 123. Außerdem gibt es Chat- und Mailangebote. Für junge Menschen bietet U25 Deutschland eine vertrauliche Onlineberatung. In vielen Städten und Regionen gibt es zusätzlich Krisendienste, sozialpsychiatrische Dienste, psychiatrische Ambulanzen, Schulsozialarbeit, Beratungsstellen und psychotherapeutische Angebote.

Für Lernende ist wichtig: Du bist nicht verantwortlich, eine Krise allein zu lösen. Du bist verantwortlich, Hilfe nicht aufzuschieben, wenn Gefahr besteht. Hilfe holen kann ein Leben schützen.


Gesellschaftliche Perspektive


Suizidprävention als gemeinsame Aufgabe

Suizidprävention ist nicht nur Aufgabe von Medizin oder Psychotherapie. Schulen, Familien, Freundeskreise, Vereine, Medien, Plattformanbieter, Politik und Gesellschaft tragen Verantwortung. Gute Prävention beginnt lange vor der akuten Krise: Sie stärkt Resilienz, Zugehörigkeit, Konfliktfähigkeit, Medienkompetenz, Zugang zu Behandlung und eine Kultur, in der über psychische Belastungen gesprochen werden darf.

Stigmatisierung ist ein Risiko. Wenn Menschen Angst haben, als „schwach“, „verrückt“ oder „aufmerksamkeitsheischend“ zu gelten, suchen sie später Hilfe. Deshalb ist eine respektvolle Sprache zentral. Psychische Erkrankungen sind behandelbar, Krisen können vorübergehen und Menschen können lernen, mit Belastungen anders umzugehen. Prävention bedeutet, diese Möglichkeiten sichtbar zu machen.


Schule, Ausbildung und Studium

In Schule, Ausbildung und Studium können junge Menschen lernen, Krisen wahrzunehmen, digitale Kommunikation zu reflektieren und Hilfewege zu kennen. Unterricht über Suizidprävention muss sicher gestaltet werden: keine Details zu Handlungen, keine schockierenden Medien, keine Rollenspiele mit gefährlichen Szenen, keine Bewertung persönlicher Erfahrungen. Stattdessen sollten Schutzfaktoren, Gesprächskompetenz, Hilfeangebote, Medienanalyse und ethische Fragen im Zentrum stehen.

Eine gute Lerngruppe vereinbart vorab Regeln: Niemand muss persönliche Erfahrungen teilen. Wer belastet ist, darf eine Pause machen. Lehrkräfte nennen Hilfsangebote. Aufgaben konzentrieren sich auf Prävention, nicht auf sensationelle Einzelfälle. So wird Medienbildung zu einer Form von Gesundheitsschutz.


Ethik, Datenschutz und künstliche Intelligenz

Plattformen und Forschung arbeiten teilweise daran, riskante Beiträge automatisiert zu erkennen. Dabei entstehen Chancen und Konflikte. Eine frühzeitige Erkennung kann helfen, Unterstützung anzubieten. Gleichzeitig müssen Datenschutz, Privatsphäre, Fehlalarme, Diskriminierung, Transparenz und menschliche Kontrolle beachtet werden. Nicht jede traurige Aussage ist eine akute Gefahr, aber jede akute Gefahr braucht schnelle Hilfe.

Eine ethische Lösung verbindet Technik mit Verantwortung. Künstliche Intelligenz darf menschliche Zuwendung nicht ersetzen. Sie kann höchstens Hinweise liefern, damit geschulte Menschen angemessen reagieren. Entscheidend bleiben Respekt, Vertraulichkeit, Fachlichkeit und der Zugang zu realer Hilfe.


Leitlinien für eigene Medienbeiträge

Wenn Du eine Kampagne, ein Video, ein Plakat oder einen Post zur Suizidprävention erstellst, prüfe die Wirkung vor der Veröffentlichung. Eine sichere Kampagne zeigt Hilfewege, vermeidet Schuldzuweisungen, nutzt klare Sprache und betont, dass Menschen Krisen überstehen können. Sie nennt Hilfsangebote sichtbar und richtet sich nicht nur an Betroffene, sondern auch an Freundinnen, Freunde, Familien, Lehrkräfte und Communitys.

Gute Beiträge beantworten Fragen wie: Was kann ich tun, wenn ich mir Sorgen mache? Wo bekomme ich Hilfe? Wie kann ich jemanden ansprechen? Welche Inhalte sollte ich nicht teilen? Wie kann eine Gruppe respektvoll reagieren? Je konkreter Hilfewege beschrieben werden, desto nützlicher ist Präventionskommunikation.


Fachbegriffe

  1. Suizidprävention: Maßnahmen, die suizidale Krisen verhindern, Risiken verringern und Hilfe zugänglich machen.
  2. Suizidalität: Gedanken, Gefühle, Absichten oder Verhaltensweisen, die mit dem Wunsch nach dem eigenen Tod verbunden sein können.
  3. Krisenintervention: Kurzfristige, gezielte Hilfe in einer akuten psychischen oder sozialen Notlage.
  4. Psychische Gesundheit: Zustand und Prozess, in dem Menschen fühlen, denken, Beziehungen gestalten und Belastungen bewältigen können.
  5. Werther-Effekt: Risiko, dass bestimmte mediale Darstellungen von Suizid Nachahmung begünstigen.
  6. Papageno-Effekt: Schutzwirkung von Darstellungen, die Bewältigung, Hilfe und Auswege aus Krisen zeigen.
  7. Cybermobbing: Wiederholtes Verletzen, Bloßstellen oder Bedrohen über digitale Medien.
  8. Medienkompetenz: Fähigkeit, Medien kritisch, sicher, verantwortungsvoll und kreativ zu nutzen.
  9. Algorithmus: Regel- oder Rechensystem, das auf Plattformen mitentscheidet, welche Inhalte angezeigt werden.
  10. Netiquette: Regeln für respektvolle Kommunikation in digitalen Räumen.


Quellen und Hilfsangebote

  1. TelefonSeelsorge: TelefonSeelsorge Deutschland
  2. Telefonberatung: TelefonSeelsorge Telefon
  3. Onlineberatung: TelefonSeelsorge Chat
  4. U25 Deutschland: U25 Online-Suizidprävention
  5. Nationales Suizidpräventionsprogramm: NaSPro
  6. Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: DGS
  7. Weltgesundheitsorganisation: WHO: Preventing suicide: a resource for media professionals
  8. Weltgesundheitsorganisation: WHO-Factsheet Suicide


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet Suizidprävention? (Hilfe, Schutz und Unterstützung in suizidalen Krisen stärken) (!Eine Krise ignorieren, bis sie von selbst endet) (!Suizidgedanken öffentlich diskutieren, um Aufmerksamkeit zu erzeugen) (!Betroffene zu schnellen Entscheidungen drängen)




Welche Nummer ist in Deutschland bei akuter Lebensgefahr richtig? (112) (!116 117 als einzige Möglichkeit bei unmittelbarer Gefahr) (!Eine zufällige Nummer aus sozialen Medien) (!Die Nummer einer Plattform-Hotline im Ausland)




Was ist bei Verdacht auf Suizidgedanken hilfreich? (Ruhig und direkt nachfragen) (!Das Thema niemals ansprechen) (!Die Person beschämen) (!Öffentlich Druck machen)




Was beschreibt der Papageno-Effekt? (Hilfreiche Darstellungen von Bewältigung und Hilfe) (!Sensationsberichte über Krisen) (!Das automatische Löschen aller traurigen Beiträge) (!Die vollständige Vermeidung jeder Medienbildung)




Was kann der Werther-Effekt bedeuten? (Bestimmte mediale Darstellungen können Nachahmung begünstigen) (!Jede Berichterstattung schützt automatisch) (!Soziale Medien haben nie Einfluss auf Krisen) (!Nur gedruckte Bücher können wirken)




Welche Aussage ist für soziale Medien besonders sicher? (Hilfeangebote sichtbar nennen) (!Problematische Inhalte weiterverbreiten) (!Krisen romantisieren) (!Schuldige öffentlich markieren)




Was solltest Du tun, wenn jemand akut gefährdet wirkt? (Hilfe holen und die Person nicht allein lassen) (!Abwarten und nichts sagen) (!Nur ein Emoji schicken) (!Die Situation als Drama abtun)




Warum ist Cybermobbing ein Risiko für psychische Gesundheit? (Es kann Isolation, Angst und Hoffnungslosigkeit verstärken) (!Es stärkt immer das Selbstbewusstsein) (!Es ist grundsätzlich harmlos) (!Es betrifft nur Erwachsene)




Was gehört zu Medienkompetenz im Bereich Suizidprävention? (Inhalte kritisch prüfen und verantwortungsvoll reagieren) (!Jeden Krisenpost kommentarlos teilen) (!Keine Hilfsangebote kennen) (!Nur auf Likes achten)




Was ist kein guter Umgang mit einer vertraulichen Krisenmitteilung? (Bei Gefahr Hilfe einbinden, auch wenn es schwerfällt) (!Zuhören) (!Ernst nehmen) (!Unterstützend bleiben)





Memory

Suizidprävention Hilfe sichtbar machen
Papageno-Effekt Wege aus der Krise zeigen
Werther-Effekt Riskante Medienwirkung vermeiden
Cybermobbing Digitale Verletzung stoppen
TelefonSeelsorge Rund um die Uhr sprechen
Medienkompetenz Verantwortlich posten
Notruf Akute Gefahr melden
Schutzfaktor Stabilität stärken





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Warnsignal wahrnehmen Veränderung ernst nehmen
Direkt fragen Suizidgedanken ansprechbar machen
Zuhören Gefühle nicht bewerten
Hilfe einbinden Vertrauensperson oder Fachstelle kontaktieren
Akute Gefahr Notruf oder Notaufnahme






Kreuzworträtsel

Praevention Wie nennt man Maßnahmen, die Risiken verringern und Krisen vorbeugen?
Hoffnung Welches Gefühl wird durch sichere Geschichten des Gelingens gestärkt?
Ansprechen Was ist wichtig, wenn Du ernsthafte Suizidgedanken bei jemandem vermutest?
Vertrauen Welche Grundlage braucht ein gutes Hilfegespräch?
Algorithmus Was kann problematische Inhalte in sozialen Medien verstärken?
Netiquette Welche Regelkultur hilft bei respektvoller Online-Kommunikation?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Suizidprävention will Menschen in Krisen schützen und ihnen Wege zu

eröffnen. Eine suizidale Krise kann entstehen, wenn Belastungen größer wirken als die eigenen

. In sozialen Medien können unterstützende Beiträge Hoffnung stärken, während sensationelle Inhalte ein

darstellen können. Der Papageno-Effekt beschreibt die Schutzwirkung von Geschichten über

. Der Werther-Effekt beschreibt eine mögliche gefährliche Wirkung bestimmter

. Wenn Du Dir Sorgen um jemanden machst, solltest Du ruhig und direkt

. Bei akuter Gefahr ist in Deutschland der

wichtig. Die TelefonSeelsorge bietet anonyme Gespräche unter anderem über die Nummer

an. Gute Medienkompetenz bedeutet, Inhalte kritisch zu prüfen und verantwortungsvoll zu

. Niemand muss eine schwere Krise allein

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hilfekarte: Erstelle eine kleine Hilfekarte mit mindestens fünf seriösen Anlaufstellen für Menschen in Krisen und formuliere sie so, dass sie im Klassenraum oder in einer Jugendgruppe genutzt werden kann.
  2. Warnsignale: Sammle mögliche Warnsignale für psychische Krisen und ordne sie danach, ob sie eher im direkten Gespräch, im Verhalten oder in sozialen Medien sichtbar werden können.
  3. Netiquette: Entwirf fünf Regeln für eine respektvolle Klassenchat-Netiquette, die Schutz, Privatsphäre und Hilfeholen stärkt.
  4. Hoffnungssatz: Schreibe zehn kurze, nicht kitschige Hoffnungssätze, die Menschen in Krisen zeigen, dass Hilfe möglich ist.


Standard

  1. Medienanalyse: Analysiere einen fiktiven Social-Media-Beitrag zum Thema Krise und überarbeite ihn so, dass er sicherer, respektvoller und hilfeorientierter wird.
  2. Präventionsplakat: Gestalte ein Plakat oder eine digitale Story zur Suizidprävention, die keine schockierenden Bilder nutzt und Hilfsangebote sichtbar nennt.
  3. Gesprächsleitfaden: Entwickle einen Gesprächsleitfaden mit Formulierungen, die beim Ansprechen von Suizidgedanken helfen können, ohne Druck auszuüben.
  4. Community-Regeln: Erarbeite Moderationsregeln für eine Online-Gruppe, damit belastende Inhalte ernst genommen, aber nicht gefährlich verbreitet werden.


Schwer

  1. Kampagnenkonzept: Entwickle ein vollständiges Konzept für eine schulische Präventionskampagne mit Zielgruppe, Botschaft, Medienformat, Hilfsangeboten und Sicherheitsregeln.
  2. Ethik-Debatte: Führe eine strukturierte Debatte zur Frage, wie Plattformen zwischen Datenschutz und Krisenschutz abwägen sollten.
  3. Interviewprojekt: Bereite ein Interview mit einer Fachperson aus Beratung, Schulsozialarbeit oder Psychologie vor und werte aus, welche Handlungsempfehlungen für Jugendliche besonders wichtig sind.
  4. Forschungsfrage: Untersuche, wie der Papageno-Effekt in Medienbeiträgen genutzt werden kann, und erstelle daraus einen kurzen Kriterienkatalog für sichere Berichterstattung.



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Lernkontrolle

  1. Fallanalyse: Analysiere einen fiktiven Fall, in dem eine Person belastende Andeutungen im Klassenchat schreibt, und entwickle einen sicheren Handlungsplan mit mindestens vier Schritten.
  2. Transferaufgabe: Übertrage die Regeln sicherer Suizidpräventionskommunikation auf ein anderes Thema psychischer Gesundheit, zum Beispiel Essstörungen, Angst oder Sucht.
  3. Kampagnenkritik: Beurteile eine erfundene Präventionskampagne danach, ob sie Hoffnung stärkt, Hilfsangebote nennt, keine riskanten Details enthält und respektvoll formuliert ist.
  4. Ethikaufgabe: Begründe, welche Chancen und Grenzen automatische Risikoerkennung in sozialen Medien haben kann.
  5. Perspektivwechsel: Formuliere aus Sicht einer Freundin, eines Lehrers und einer Plattformmoderatorin jeweils eine verantwortungsvolle Reaktion auf einen Krisenpost.
  6. Schutzkonzept: Entwerfe ein Schutzkonzept für eine Lerngruppe, die ein Medienprojekt zur Suizidprävention durchführen möchte.


Lernnachweis

Erstelle als Lernnachweis ein Portfolio mit drei Bestandteilen: eine sachliche Zusammenfassung des Themas, ein eigenes sicheres Medienprodukt zur Suizidprävention und eine Reflexion darüber, wie Du in einer digitalen Krisensituation Hilfe organisieren würdest. Das Portfolio darf keine gefährlichen Details enthalten. Es soll zeigen, dass Du Zusammenhänge verstehst, Verantwortung in sozialen Medien übernehmen kannst und konkrete Hilfewege kennst.




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Bayern

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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
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  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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