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Stop-Motion im Unterricht - Deutsch Kunst Medienbildung Klasse 5-6

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Stop-Motion im Unterricht - Deutsch Kunst Medienbildung Klasse 5-6




Einleitung

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Stop-Motion im Unterricht verbindet Deutschunterricht, Kunstunterricht und Medienbildung zu einem kreativen Lernprojekt für die Klassen 5–6. Du erzählst eine kurze Geschichte nicht nur mit Worten, sondern auch mit Bildern, Figuren, Geräuschen, Musik, Licht und Schnitt. Dabei lernst Du, wie aus vielen einzelnen Fotos ein bewegter Kurzfilm entsteht. Gleichzeitig übst Du, eine Erzählung zu planen, ein Storyboard zu zeichnen, eine Szene bildnerisch zu gestalten, digitale Werkzeuge sinnvoll zu nutzen und das eigene Medienprodukt kritisch zu reflektieren.

Bei der Stop-Motion-Technik werden Gegenstände, Figuren, Zeichnungen oder Personen zwischen einzelnen Fotos jeweils nur ein kleines Stück verändert. Werden die Fotos schnell hintereinander abgespielt, entsteht die Illusion von Bewegung. Für den Unterricht ist diese Technik besonders geeignet, weil sie mit einfachen Mitteln funktioniert: Papier, Knete, Bauklötze, Stifte, Schere, Kamera oder Tablet und eine ruhige Arbeitsfläche reichen häufig aus. Entscheidend sind nicht teure Geräte, sondern eine gute Idee, sorgfältige Planung, Teamarbeit und Ausdauer.

Das Thema passt besonders gut zu Deutsch, Kunst und Medienbildung, weil es mehrere Kompetenzbereiche verbindet: Im Deutschunterricht entwickelst Du Figuren, Konflikte, Dialoge, Erzählperspektiven und kurze Texte. Im Kunstunterricht gestaltest Du Kulissen, Farben, Formen, Figuren, Bildausschnitte und Perspektiven. In der Medienbildung lernst Du, wie Bilder wirken, wie ein Film geplant und veröffentlicht werden kann, welche Rolle Urheberrecht und Datenschutz spielen und wie man Medienprodukte fair bewertet.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Stop-Motion ist und warum die Technik aus vielen Einzelbildern besteht. Du kannst eine kurze Geschichte in eine filmische Form übertragen, ein Storyboard entwickeln, einfache Figuren und Kulissen gestalten, passende Kameraeinstellungen wählen und ein eigenes Medienprodukt reflektieren. Außerdem kannst Du benennen, warum Urheberrecht, Creative Commons, Persönlichkeitsrecht und respektvolle Teamarbeit bei einem Filmprojekt wichtig sind.

  1. Fachwissen: Du beschreibst die Grundidee der Stop-Motion-Technik und unterscheidest sie von einer normalen Videoaufnahme.
  2. Deutschkompetenz: Du entwickelst eine kurze Handlung, passende Figuren, einen Konflikt und einen klaren Schluss.
  3. Kunstkompetenz: Du gestaltest Figuren, Kulissen, Farben, Bildaufbau und Perspektive bewusst.
  4. Medienkompetenz: Du nutzt digitale Werkzeuge für Aufnahme, Schnitt, Ton, Präsentation und Reflexion.
  5. Sozialkompetenz: Du arbeitest in einer Gruppe mit klaren Rollen, Absprachen und konstruktivem Feedback.
  6. Reflexionskompetenz: Du beurteilst, ob Bild, Ton, Text und Gestaltung zur Aussage Deines Films passen.


Grundwissen: Was ist Stop-Motion?

Stop-Motion bedeutet wörtlich, dass eine Bewegung immer wieder angehalten und in einzelnen Bildern aufgenommen wird. Zwischen zwei Fotos wird eine Figur, ein Gegenstand oder ein Papierstück minimal verschoben. Wenn die Bilder anschließend schnell hintereinander gezeigt werden, verbindet Dein Auge die Einzelbilder zu einer scheinbar flüssigen Bewegung. Je kleiner die Veränderungen zwischen den Fotos sind und je mehr Bilder pro Sekunde abgespielt werden, desto ruhiger wirkt die Bewegung.

In professionellen Filmen werden oft sehr viele Bilder pro Sekunde verwendet. Im Unterricht ist eine einfache Lösung sinnvoll: Du planst kurze Szenen, arbeitest mit klaren Bewegungen und achtest darauf, dass Kamera und Licht möglichst stabil bleiben. Ein Film von nur 20 bis 60 Sekunden kann bereits viel erzählen, wenn Idee, Bildgestaltung und Rhythmus gut zusammenpassen.


Typische Formen von Stop-Motion

Es gibt verschiedene Formen von Stop-Motion, die Du im Unterricht ausprobieren kannst. Bei einem Legetrickfilm bewegst Du ausgeschnittene Papierfiguren oder Formen auf einer Fläche. Bei einem Brickfilm nutzt Du Bauklötze oder Spielfiguren. Bei Claymation arbeitest Du mit Knete oder Modelliermasse. Bei Objektanimation werden Alltagsgegenstände lebendig. Bei Pixilation werden Menschen fotografiert, die zwischen den Bildern kleine Bewegungen machen. Für die Klassen 5–6 sind Legetrickfilm, Objektanimation und Brickfilm besonders gut geeignet, weil sie übersichtlich, schnell verständlich und mit wenig Material umsetzbar sind.

  1. Legetrickfilm: Papierfiguren, Sprechblasen, Formen oder Schrift bewegen sich auf einem Hintergrund.
  2. Objektanimation: Stifte, Radiergummis, Bücher, Blätter oder andere Gegenstände werden zu Figuren.
  3. Brickfilm: Bauklötze und Spielfiguren erzählen eine kurze Szene.
  4. Claymation: Figuren aus Knete verändern Form, Mimik oder Haltung.
  5. Pixilation: Personen werden einzelbildweise fotografiert und wirken dadurch ungewöhnlich bewegt.


Stop-Motion im Fach Deutsch

Im Deutschunterricht kann Stop-Motion helfen, Texte besser zu verstehen und selbst Geschichten zu gestalten. Du kannst ein Märchen, eine Fabel, eine Sage, ein Gedicht oder eine eigene Kurzgeschichte in eine Filmszene übertragen. Dabei musst Du entscheiden, welche Teile des Textes wirklich wichtig sind. Nicht jede Beschreibung passt in einen kurzen Film. Du brauchst eine klare Ausgangssituation, eine Veränderung und einen Schluss.

Für eine gute Stop-Motion-Geschichte sind drei Fragen wichtig: Wer handelt? Was ist das Problem? Wie verändert sich die Situation? Diese Fragen helfen Dir, aus einer Idee eine verständliche Handlung zu machen. Ein sehr kurzer Film kann zum Beispiel zeigen, wie eine Figur ein Hindernis überwindet, wie ein Gegenstand plötzlich lebendig wird oder wie ein Streit durch ein Missverständnis entsteht.


Drehbuch, Storyboard und Sprechertext

Ein Drehbuch beschreibt, was passiert, wer spricht und welche Geräusche oder Texte verwendet werden. Ein Storyboard zerlegt die Geschichte in einzelne Bilder. Es sieht aus wie ein Comic: In jedem Feld zeichnest Du eine wichtige Szene. Darunter notierst Du, was im Bild passiert, welche Einstellung gewählt wird und ob Ton, Musik oder Text gebraucht werden.

Der Sprechertext sollte kurz und verständlich sein. Er erklärt nicht alles, was man ohnehin im Bild sieht, sondern ergänzt wichtige Informationen. Ein guter Sprechertext kann Stimmung erzeugen, eine Figur vorstellen oder einen inneren Gedanken deutlich machen. Dialoge sollten knapp bleiben, damit der Film nicht nur vorgelesen wirkt. Besonders spannend wird ein Stop-Motion-Film, wenn Bild und Sprache zusammenarbeiten.


Stop-Motion im Fach Kunst

Im Kunstunterricht geht es bei Stop-Motion um Gestaltung. Du entscheidest, wie Figuren aussehen, welche Farben die Stimmung bestimmen, wie eine Kulisse aufgebaut ist und aus welcher Perspektive die Kamera auf die Szene blickt. Ein einfacher Hintergrund kann bereits viel bewirken: Dunkle Farben können Spannung erzeugen, helle Farben wirken freundlich, schräge Linien können Unruhe zeigen und symmetrische Formen wirken geordnet.

Die Komposition eines Bildes ist wichtig. Wenn die Hauptfigur zu klein ist oder am Rand verschwindet, verstehen die Zuschauenden vielleicht nicht, worauf sie achten sollen. Deshalb sollte jedes Bild eine klare Bildidee haben. Achte auf Vordergrund, Hintergrund, Blickrichtung und Bewegung. Besonders hilfreich ist es, vor dem Dreh Testfotos zu machen und zu prüfen, ob die Szene verständlich wirkt.


Material, Figuren und Kulissen

Du kannst mit sehr einfachen Materialien arbeiten. Papierfiguren lassen sich schnell schneiden, kleben und bewegen. Knete eignet sich für Figuren, die ihre Form verändern sollen. Bauklötze und kleine Gegenstände sind stabil und lassen sich gut verschieben. Wichtig ist, dass die Figuren nicht zu klein sind, damit die Kamera sie gut erkennen kann. Kulissen sollten stabil stehen, damit sie beim Bewegen der Figuren nicht verrutschen.

  1. Papier: geeignet für Legetrickfilm, Sprechblasen, Symbole, Hintergründe und Schrift.
  2. Knete: geeignet für Figuren, Mimik, Verwandlungen und plastische Formen.
  3. Alltagsgegenstände: geeignet für kreative Objektanimation und humorvolle Ideen.
  4. Bauklötze: geeignet für stabile Figuren, Räume und einfache Bewegungen.
  5. Licht: wichtig für Stimmung, Sichtbarkeit und gleichmäßige Bildqualität.


Stop-Motion und Medienbildung

Medienbildung bedeutet nicht nur, ein Gerät bedienen zu können. Du lernst auch, Medien bewusst zu gestalten, kritisch zu betrachten und verantwortungsvoll zu veröffentlichen. Bei einem Stop-Motion-Projekt planst Du ein digitales Produkt, produzierst Bilder und Ton, arbeitest mit anderen zusammen, wählst eine Präsentationsform und reflektierst die Wirkung Deines Films.

Besonders wichtig sind Urheberrecht und Datenschutz. Verwende keine fremde Musik, keine fremden Bilder und keine fremden Figuren, wenn Du nicht weißt, ob Du sie nutzen darfst. Nutze lieber eigene Geräusche, selbst gemalte Bilder, selbst gebaute Figuren oder frei lizenzierte Medien. Wenn Personen erkennbar gefilmt oder fotografiert werden, braucht ihr klare Absprachen und gegebenenfalls eine Einwilligung. In der Schule gilt: Sicherheit, Respekt und Fairness stehen vor Veröffentlichung.


Medienkompetenz nach Kompetenzbereichen

Ein Stop-Motion-Projekt passt zu mehreren Bereichen der Medienkompetenz. Du suchst Informationen und Beispiele, verarbeitest Ideen in einem eigenen Produkt, kommunizierst in der Gruppe, produzierst und präsentierst einen Film, schützt persönliche Daten und reflektierst die Wirkung von Bildern. Dadurch entsteht ein Lernprojekt, das Kreativität und kritisches Denken verbindet.

  1. Produzieren und Präsentieren: Du entwickelst, filmst, schneidest und zeigst ein eigenes Medienprodukt.
  2. Kommunizieren und Kooperieren: Du arbeitest in Rollen, gibst Rückmeldungen und löst Konflikte im Team.
  3. Analysieren und Reflektieren: Du untersuchst, wie Bilder, Musik, Geräusche und Schnitt wirken.
  4. Schützen und sicher Agieren: Du beachtest Datenschutz, Urheberrecht und respektvollen Umgang.
  5. Problemlösen und Handeln: Du findest Lösungen, wenn Figuren kippen, Licht schwankt oder Szenen unklar sind.


Projektablauf für den Unterricht

Ein Stop-Motion-Projekt gelingt besser, wenn es in überschaubare Phasen eingeteilt wird. Jede Phase hat ein klares Ziel. In Klasse 5–6 sollten die Filme kurz bleiben, damit genug Zeit für Planung, Aufnahme, Schnitt und Reflexion bleibt. Ein guter Unterrichtsablauf kann über mehrere Stunden verteilt werden.

  1. Ideenfindung: Ihr sammelt Themen, Figuren, Orte und mögliche Konflikte.
  2. Textplanung: Ihr schreibt eine kurze Handlung mit Anfang, Problem und Schluss.
  3. Storyboard: Ihr plant die wichtigsten Bilder, Kameraeinstellungen und Bewegungen.
  4. Materialgestaltung: Ihr baut Figuren, Kulissen, Requisiten und Hintergründe.
  5. Probeaufnahme: Ihr testet Licht, Kamera, Bildausschnitt und Bewegungen.
  6. Aufnahme: Ihr fotografiert die Szene Bild für Bild und verändert die Figuren langsam.
  7. Schnitt: Ihr ordnet Bilder, legt Tempo fest und ergänzt Titel oder Übergänge.
  8. Ton: Ihr nehmt Geräusche, Sprechertext oder selbst erzeugte Klänge auf.
  9. Präsentation: Ihr zeigt den Film und erklärt Eure Gestaltungsentscheidungen.
  10. Reflexion: Ihr besprecht Wirkung, Schwierigkeiten und Verbesserungsmöglichkeiten.


Rollen in der Gruppenarbeit

In einer Gruppe sollte jede Person eine Aufgabe haben. Rollen helfen, Streit zu vermeiden und Verantwortung zu klären. Die Rollen können gewechselt werden, damit alle verschiedene Tätigkeiten kennenlernen. Wichtig ist, dass die Gruppe regelmäßig kurze Absprachen trifft und Entscheidungen gemeinsam begründet.

  1. Regie: achtet auf Handlung, Verständlichkeit, Zeitplan und Zusammenarbeit.
  2. Kamera: achtet auf Bildausschnitt, Schärfe, Licht und stabile Aufnahme.
  3. Animation: bewegt Figuren oder Objekte vorsichtig und gleichmäßig.
  4. Ausstattung: gestaltet Kulissen, Figuren, Requisiten und Materialordnung.
  5. Ton: plant Geräusche, Sprechertext, Musik und Lautstärke.
  6. Dokumentation: hält Entscheidungen, Probleme und Lösungen fest.


Gestaltungstipps für gelungene Stop-Motion-Filme

Ein gelungener Stop-Motion-Film entsteht durch viele kleine Entscheidungen. Die Kamera sollte möglichst ruhig stehen. Ein Stativ, Bücherstapel oder eine feste Halterung helfen dabei. Die Figuren sollten zwischen den Fotos nur wenig bewegt werden. Große Sprünge wirken ruckelig, kleine Schritte wirken flüssiger. Das Licht sollte gleich bleiben, damit die Bilder nicht flackern. Hände, Schatten und herumliegende Materialien sollten nicht versehentlich ins Bild geraten.

Auch die Erzählung sollte einfach und klar sein. Für einen ersten Film genügt oft eine Szene: Ein Papierdrache findet einen Schatz, ein Stift schreibt von allein, ein Radiergummi flieht vor einem Lineal, eine Märchenfigur betritt eine neue Welt oder ein Gegenstand verwandelt sich. Achte darauf, dass die Zuschauenden das Ziel der Figur erkennen. Ohne klares Ziel wirkt die Handlung zufällig.


Filmanalyse: Wie wirkt ein Stop-Motion-Film?

Bei der Filmanalyse beschreibst Du nicht nur, was zu sehen ist, sondern auch, wie es wirkt. Eine Nahaufnahme kann Gefühle zeigen. Eine Totale zeigt den Raum. Eine Vogelperspektive kann eine Figur klein wirken lassen. Eine Froschperspektive kann eine Figur stark oder bedrohlich erscheinen lassen. Schnelle Bildfolgen erzeugen Tempo, langsame Bewegungen wirken ruhiger. Musik und Geräusche können Spannung, Humor oder Traurigkeit verstärken.

Für eine faire Analyse kannst Du diese Fragen nutzen: Ist die Handlung verständlich? Passen Figuren und Kulisse zum Thema? Ist die Kamera stabil? Sind Bewegungen nachvollziehbar? Unterstützt der Ton die Aussage? Wird mit fremden Medien verantwortungsvoll umgegangen? Was ist besonders gelungen und was könnte beim nächsten Mal verbessert werden?


Unterrichtsideen für Deutsch, Kunst und Medienbildung

Stop-Motion ist vielseitig einsetzbar. In Deutsch kann eine Szene aus einem Märchen, einer Fabel oder einer eigenen Geschichte filmisch umgesetzt werden. In Kunst kann eine Verwandlung, ein Farbkontrast oder eine Materialcollage animiert werden. In Medienbildung kann ein kurzer Erklärfilm entstehen, der zeigt, wie man sichere Passwörter nutzt, Quellen prüft oder respektvoll kommentiert.

  1. Märchenfilm: Eine Schlüsselszene aus einem bekannten Märchen wird als kurzer Legetrick umgesetzt.
  2. Fabel: Zwei Tierfiguren zeigen eine Lehre, die am Ende als Satz eingeblendet wird.
  3. Gedicht: Bilder, Farben und Bewegungen machen die Stimmung eines Gedichts sichtbar.
  4. Werbung: Ein Fantasieprodukt wird beworben und anschließend kritisch analysiert.
  5. Erklärfilm: Ein Medienbildungsthema wird mit Symbolen und einfachen Bewegungen erklärt.
  6. Verwandlung: Ein Gegenstand verändert sich schrittweise in etwas Neues.
  7. Perspektivwechsel: Eine Geschichte wird aus Sicht eines Gegenstands erzählt.


Bewertung und Feedback

Ein Stop-Motion-Film sollte nicht nur danach bewertet werden, ob er technisch perfekt ist. Wichtig sind Idee, Planung, Gestaltung, Verständlichkeit, Zusammenarbeit und Reflexion. Gerade in Klasse 5–6 ist es sinnvoll, den Prozess zu bewerten: Wie gut wurde geplant? Wurden Aufgaben verteilt? Wurden Probleme gelöst? Wurde auf Urheberrecht und Datenschutz geachtet? Wurde Feedback genutzt?

Gutes Feedback ist konkret, freundlich und hilfreich. Statt „Der Film ist schlecht“ kannst Du sagen: „Die Figur ist spannend, aber in der zweiten Szene ist die Bewegung schwer zu erkennen. Vielleicht hilft ein größerer Bildausschnitt.“ So wird Feedback zu einer Unterstützung und nicht zu einer Abwertung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das Grundprinzip von Stop-Motion? (Objekte werden zwischen einzelnen Fotos geringfügig bewegt) (!Eine Kamera filmt ohne Unterbrechung eine Theateraufführung) (!Ein Computer erzeugt automatisch alle Figuren) (!Ein fertiger Film wird nur schneller abgespielt)




Warum sollte die Kamera bei Stop-Motion möglichst stabil stehen? (Damit die Einzelbilder ruhig zusammenpassen) (!Damit der Film automatisch vertont wird) (!Damit weniger Figuren gebraucht werden) (!Damit kein Storyboard nötig ist)




Welche Aufgabe hat ein Storyboard? (Es plant wichtige Bilder und Szenen vor der Aufnahme) (!Es löscht misslungene Tonspuren automatisch) (!Es ersetzt die Zusammenarbeit in der Gruppe) (!Es macht aus jedem Film eine Dokumentation)




Welche Fachkompetenz aus Deutsch wird bei einem Stop-Motion-Projekt besonders geübt? (Eine Handlung mit Figuren, Konflikt und Schluss entwickeln) (!Mathematische Gleichungen mit Variablen lösen) (!Sportliche Bewegungsabläufe trainieren) (!Chemische Stoffe im Labor untersuchen)




Was gehört besonders zum Kunstunterricht bei Stop-Motion? (Figuren, Kulissen, Farben und Bildaufbau gestalten) (!Nur die Dateigröße des Films berechnen) (!Ausschließlich Rechtschreibung korrigieren) (!Den Film ohne Bilder beschreiben)




Warum ist Urheberrecht bei einem Stop-Motion-Film wichtig? (Fremde Bilder und Musik dürfen nicht beliebig verwendet werden) (!Alle eigenen Zeichnungen müssen verboten werden) (!Ein Film darf nie in der Schule gezeigt werden) (!Urheberrecht betrifft nur gedruckte Bücher)




Was ist ein Legetrickfilm? (Ein Film mit ausgeschnittenen Figuren oder Formen auf einer Fläche) (!Ein Film, der nur aus echten Sportaufnahmen besteht) (!Ein Film ohne einzelne Bilder) (!Ein Film, der ausschließlich im Freien gedreht wird)




Was bewirkt eine Nahaufnahme häufig? (Sie lenkt den Blick auf Details oder Gefühle) (!Sie macht automatisch jede Bewegung unsichtbar) (!Sie ersetzt die Tonaufnahme vollständig) (!Sie verhindert jede Bildgestaltung)




Was ist konstruktives Feedback? (Eine konkrete, freundliche und hilfreiche Rückmeldung) (!Eine kurze Beleidigung ohne Begründung) (!Ein Lob ohne Bezug zum Film) (!Eine Bewertung ohne Verbesserungsidee)




Welche Rollenaufteilung kann bei Stop-Motion sinnvoll sein? (Regie, Kamera, Animation, Ausstattung, Ton und Dokumentation) (!Torwart, Stürmer, Schiedsrichter und Trainer) (!Bäcker, Koch, Kellner und Verkäufer) (!Pilot, Kapitän, Lokführer und Mechaniker)





Memory

Storyboard Planung der Szenen
Einzelbild Foto im Bewegungsablauf
Kulisse Gestalteter Hintergrund
Legetrick Papierfiguren auf Fläche
Perspektive Blickwinkel der Kamera
Urheberrecht Schutz fremder Werke





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Idee Worum soll es im Film gehen?
Storyboard Welche Bilder und Szenen werden geplant?
Aufnahme Welche Einzelbilder werden fotografiert?
Schnitt Wie werden Bilder, Tempo und Übergänge geordnet?
Reflexion Was ist gelungen und was wird verbessert?






Kreuzworträtsel

Storyboard Wie nennt man die gezeichnete Planung eines Films?
Einzelbild Wie heißt ein einzelnes Foto in der Stop-Motion-Reihe?
Kulisse Wie nennt man den gestalteten Hintergrund einer Szene?
Requisite Wie heißt ein Gegenstand, der in einer Szene verwendet wird?
Perspektive Wie nennt man den Blickwinkel der Kamera?
Schnitt Wie nennt man das Ordnen und Zusammenfügen von Filmbildern?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Bei

entsteht Bewegung aus vielen einzelnen Fotos. Vor dem Dreh hilft ein

, die Handlung und die wichtigsten Bilder zu planen. Für eine verständliche Filmszene braucht die Hauptfigur ein klares

. Im Kunstunterricht achtest Du besonders auf Farbe, Material und

. Bei Musik, Bildern und Figuren musst Du das

beachten. Nach der Präsentation hilft konkretes

, den nächsten Film zu verbessern.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ideenskizze: Erfinde eine Stop-Motion-Idee mit einer Hauptfigur, einem Ort und einem kleinen Problem.
  2. Storyboard: Zeichne sechs Bilder für eine kurze Szene und schreibe unter jedes Bild einen Satz.
  3. Materialsammlung: Suche drei Alltagsgegenstände, die zu Figuren werden könnten, und erkläre ihre mögliche Rolle.
  4. Geräusche: Erzeuge mit Papier, Stiften, Händen oder Gegenständen drei Geräusche für eine Filmszene.


Standard

  1. Legetrickfilm: Gestalte einen kurzen Legetrickfilm zu einem Märchen, einer Fabel oder einer eigenen Geschichte.
  2. Figurengestaltung: Entwirf eine Figur mit Gesicht, Körperhaltung und zwei passenden Requisiten.
  3. Filmanalyse: Untersuche einen Stop-Motion-Film nach Handlung, Bildgestaltung, Bewegung, Ton und Wirkung.
  4. Feedbackrunde: Entwickle drei hilfreiche Feedbacksätze für eine andere Gruppe und begründe Deine Hinweise.


Schwer

  1. Erklärfilm: Produziere einen Stop-Motion-Erklärfilm zu einem Thema der Medienbildung, zum Beispiel Datenschutz oder Urheberrecht.
  2. Perspektivwechsel: Erzähle eine Geschichte aus Sicht eines Gegenstands und setze die Perspektive bewusst filmisch um.
  3. Gedichtverfilmung: Wähle ein Gedicht und übersetze Stimmung, Bilder und Rhythmus in eine Stop-Motion-Sequenz.
  4. Projektreflexion: Schreibe einen Bericht über Planung, Rollenverteilung, Probleme, Lösungen und Lernergebnisse Deiner Gruppe.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Erkläre, wie Du aus einer Fabel einen Stop-Motion-Film machen würdest, ohne die Lehre der Fabel zu verlieren.
  2. Problemlösen: Eine Gruppe hat wackelige Bilder, wechselndes Licht und eine unklare Handlung. Entwickle drei konkrete Verbesserungsschritte.
  3. Medienkritik: Vergleiche eine normale Videoaufnahme mit Stop-Motion und erkläre, wann welche Form besser geeignet ist.
  4. Gestaltungsanalyse: Beschreibe, wie Farbe, Perspektive und Ton die Stimmung einer Stop-Motion-Szene verändern können.
  5. Urheberrecht: Entscheide, welche Materialien eine Gruppe sicher verwenden kann, und begründe Deine Entscheidung.
  6. Teamarbeit: Entwirf eine faire Rollenverteilung für eine Vierergruppe und erkläre, wie Konflikte gelöst werden können.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du allein oder in einer kleinen Gruppe einen kurzen Stop-Motion-Film und gibst zusätzlich eine kurze schriftliche Reflexion ab. Bewertet werden nicht nur das Endprodukt, sondern auch Planung, Gestaltung, Zusammenarbeit und bewusster Umgang mit Medien.

Bereich Woran man die Leistung erkennt
Planung Die Idee ist verständlich, das Storyboard ist vollständig und die Handlung hat Anfang, Problem und Schluss.
Gestaltung Figuren, Kulissen, Farben, Perspektive und Bildausschnitt passen zur Aussage des Films.
Technik Kamera, Licht, Bewegung, Schnitt und Ton unterstützen die Verständlichkeit.
Medienbildung Urheberrecht, Datenschutz und verantwortliche Veröffentlichung werden beachtet.
Reflexion Stärken, Schwierigkeiten und Verbesserungen werden konkret beschrieben.
Teamarbeit Aufgaben sind fair verteilt, Absprachen werden eingehalten und Feedback wird genutzt.




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