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Stilmittel erkennen und deuten - aiMOOC

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Stilmittel erkennen und deuten - aiMOOC




Stilmittel erkennen und deuten

Datei:Rhetorical Triangle.jpg


Einleitung

Stilmittel erkennen und deuten gehört zu den zentralen Fähigkeiten der Textanalyse, Gedichtanalyse, Redeanalyse, Sachtextanalyse und Literaturinterpretation. Stilmittel, auch rhetorische Stilmittel, rhetorische Figuren oder sprachliche Mittel genannt, sind besondere Formen des sprachlichen Ausdrucks. Sie können Texte anschaulicher, eindringlicher, rhythmischer, emotionaler, spannender, ironischer oder überzeugender machen. In literarischen Texten helfen sie, Stimmungen, Figuren, Konflikte und Motive zu gestalten. In Reden, Werbung, Politik und Medien dienen sie häufig dazu, Aufmerksamkeit zu erzeugen, Aussagen einprägsam zu machen oder ein Publikum zu beeinflussen.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du Stilmittel sicher erkennst, korrekt benennst und überzeugend deutest. Besonders wichtig ist dabei: Ein Stilmittel ist nie nur ein Fundstück im Text. Entscheidend ist seine Funktion im Zusammenhang. Du sollst also nicht nur schreiben: „Hier liegt eine Metapher vor“, sondern erklären, was diese Metapher im Text bewirkt, wie sie zur Aussage passt und warum die Autorin oder der Autor sie an dieser Stelle verwendet haben könnte.


Was sind Stilmittel?

Stilmittel sind sprachliche Gestaltungsmittel, die von einer schlichten, alltäglichen Ausdrucksweise abweichen oder diese gezielt verdichten. Sie können auf verschiedenen Ebenen wirken: auf der Ebene des Klangs, der Wortwahl, des Satzbaus, der Bedeutung, der Bildlichkeit oder der gedanklichen Struktur. Ein Text kann dadurch einprägsamer, anschaulicher oder überzeugender werden.

Ein einfaches Beispiel zeigt den Unterschied:

  1. Sachliche Aussage: Die Nacht ist dunkel.
  2. Gestaltete Aussage: Die Nacht legt ihren schwarzen Mantel über die Stadt.

Die zweite Aussage enthält eine Personifikation und eine Metapher. Die Nacht handelt wie ein Mensch und wird zugleich bildhaft als Mantel dargestellt. Dadurch entsteht eine ruhigere, geheimnisvollere und anschaulichere Wirkung. Genau dieses Zusammenspiel aus sprachlicher Form, Bedeutung und Wirkung steht im Mittelpunkt der Deutung.


Warum werden Stilmittel verwendet?

Rhetorische Stilmittel erfüllen unterschiedliche Funktionen. Sie können Gedanken ordnen, Gefühle ausdrücken, Bilder im Kopf erzeugen, Spannung aufbauen, Kritik verschärfen oder einen Text musikalischer klingen lassen. In der klassischen Rhetorik sind Stilmittel Teil der Kunst, wirkungsvoll zu sprechen und zu überzeugen. Bereits in der Antike wurden sprachliche Mittel systematisch beschrieben, etwa im Zusammenhang mit Aristoteles, Cicero und Quintilian.

Datei:Aristotle Altemps Inv8575.jpg

Beim Deuten solltest Du immer fragen: Welche Wirkung entsteht für die Leserinnen, Leser oder Zuhörenden? Eine Anapher kann Eindringlichkeit erzeugen. Eine Alliteration kann einen Satz klangvoll und merkfähig machen. Eine Hyperbel kann Übertreibung, Komik oder Dramatik erzeugen. Eine Ironie kann Kritik indirekt ausdrücken. Eine Metapher kann einen abstrakten Gedanken sichtbar machen.


Der Unterschied zwischen Erkennen und Deuten

Beim Erkennen suchst Du nach sprachlichen Auffälligkeiten. Du markierst Wörter, Satzanfänge, Wiederholungen, Klangmuster, Gegensätze, Vergleiche oder ungewöhnliche Bilder. Danach ordnest Du diese Auffälligkeiten einem passenden Stilmittel zu.

Beim Deuten erklärst Du die Bedeutung und Wirkung. Du untersuchst, wie das Stilmittel mit dem Thema, der Aussage, der Stimmung, der Figur, der Situation oder der Argumentation zusammenhängt. Eine gute Deutung beantwortet drei Fragen:

  1. Beleg: Wo steht das Stilmittel im Text?
  2. Benennung: Wie heißt das Stilmittel?
  3. Deutung: Welche Wirkung hat es im Zusammenhang?

Eine gelungene Analyse verbindet diese drei Schritte in einem Satz: Die Metapher „ein Meer aus Stimmen“ verdeutlicht die unüberschaubare Menge der Menschen und lässt die Szene überwältigend wirken.


Wichtige Stilmittel und ihre Wirkung


Bildhafte Stilmittel

Bildhafte Stilmittel machen abstrakte Gedanken anschaulich. Sie erzeugen Vorstellungen, Vergleiche oder Sinneseindrücke.

  1. Metapher: Eine bildhafte Übertragung ohne Vergleichswort, zum Beispiel „ein Berg von Problemen“. Wirkung: Ein abstrakter Sachverhalt wird anschaulich, verdichtet oder emotionalisiert.
  2. Vergleich: Zwei Bereiche werden mit „wie“ oder „als“ verbunden, zum Beispiel „stark wie ein Löwe“. Wirkung: Eine Eigenschaft wird verdeutlicht und leichter vorstellbar.
  3. Personifikation: Dinge, Tiere oder abstrakte Begriffe handeln wie Menschen, zum Beispiel „der Wind flüstert“. Wirkung: Die Darstellung wirkt lebendig und anschaulich.
  4. Symbol: Ein konkretes Zeichen steht für eine umfassendere Bedeutung, zum Beispiel die Taube für Frieden. Wirkung: Komplexe Bedeutungen werden verdichtet.
  5. Allegorie: Ein ausgeführtes Bild steht systematisch für einen abstrakten Zusammenhang, zum Beispiel Justitia als Sinnbild der Gerechtigkeit. Wirkung: Eine Idee wird in einer Figur oder Szene veranschaulicht.


Klangliche Stilmittel

Klangliche Stilmittel wirken über Laute, Rhythmus und Wiederholungen. Sie sind besonders häufig in Lyrik, Werbesprache und Reden.

  1. Alliteration: Mehrere Wörter beginnen mit demselben Laut, zum Beispiel „Milch macht müde Männer munter“. Wirkung: Die Formulierung klingt einprägsam und rhythmisch.
  2. Assonanz: Gleiche oder ähnliche Vokale werden wiederholt, zum Beispiel „in stiller, milder Nacht“. Wirkung: Der Klang kann eine Stimmung verstärken.
  3. Onomatopoesie: Lautmalerei, zum Beispiel „klirren“, „rauschen“ oder „zischen“. Wirkung: Geräusche werden sprachlich nachgeahmt.
  4. Reim: Gleiche oder ähnliche Endklänge verbinden Verse. Wirkung: Der Text wirkt geordnet, musikalisch oder merkfähig.


Wiederholungsfiguren

Wiederholungen lenken Aufmerksamkeit auf zentrale Aussagen. Sie können Dringlichkeit, Nachdruck oder Rhythmus erzeugen.

  1. Anapher: Wiederholung am Satz- oder Versanfang, zum Beispiel „Ich sehe die Stadt. Ich sehe die Straßen. Ich sehe die Menschen.“ Wirkung: Eine Aussage wird betont und rhythmisiert.
  2. Epipher: Wiederholung am Satz- oder Versende. Wirkung: Ein Gedanke bleibt besonders stark im Gedächtnis.
  3. Parallelismus: Mehrere Sätze oder Satzteile sind gleich gebaut. Wirkung: Der Text wirkt geordnet, einprägsam und überzeugend.
  4. Repetitio: Allgemeine Wiederholung eines Wortes oder Ausdrucks. Wirkung: Ein Begriff erhält besondere Bedeutung.


Gegensätze und Steigerungen

Gegensätze und Steigerungen strukturieren Gedanken und erhöhen Spannung.

  1. Antithese: Gegenüberstellung gegensätzlicher Begriffe oder Gedanken, zum Beispiel „arm und reich“. Wirkung: Ein Konflikt oder Unterschied wird verdeutlicht.
  2. Oxymoron: Verbindung widersprüchlicher Begriffe, zum Beispiel „bittersüß“ oder „beredtes Schweigen“. Wirkung: Ein innerer Widerspruch wird zugespitzt.
  3. Paradoxon: Scheinbar widersprüchliche Aussage mit tieferem Sinn, zum Beispiel „Weniger ist mehr“. Wirkung: Der Text regt zum Nachdenken an.
  4. Klimax: Steigerung, zum Beispiel „Ich kam, sah und siegte“. Wirkung: Spannung und Intensität nehmen zu.
  5. Antiklimax: Abfallende Steigerung. Wirkung: Häufig entsteht Ernüchterung, Komik oder Ironie.


Übertreibung, Abschwächung und indirekte Aussage

Einige Stilmittel verändern die Stärke einer Aussage.

  1. Hyperbel: Starke Übertreibung, zum Beispiel „Ich habe Dir das schon tausendmal gesagt“. Wirkung: Gefühle oder Bewertungen werden verstärkt.
  2. Litotes: Hervorhebung durch Verneinung des Gegenteils, zum Beispiel „nicht schlecht“. Wirkung: Die Aussage wirkt indirekt, zurückhaltend oder ironisch.
  3. Euphemismus: Beschönigende Umschreibung, zum Beispiel „entschlafen“ für sterben. Wirkung: Etwas Belastendes wird abgeschwächt.
  4. Ironie: Das Gemeinte ist das Gegenteil des Gesagten, zum Beispiel „Das hast Du ja großartig gemacht“ nach einem Fehler. Wirkung: Kritik wird indirekt, spöttisch oder humorvoll ausgedrückt.
  5. Sarkasmus: Scharfe, verletzende Form der Ironie. Wirkung: Kritik wird besonders hart oder aggressiv formuliert.


Satzbau und Auslassung

Auch der Satzbau kann ein Stilmittel sein. Er beeinflusst Tempo, Spannung und Verständlichkeit.

  1. Ellipse: Auslassung von Satzteilen, zum Beispiel „Ende gut, alles gut“. Wirkung: Die Aussage wirkt knapp, schnell oder verdichtet.
  2. Inversion: Ungewöhnliche Umstellung der normalen Wortfolge. Wirkung: Einzelne Wörter werden hervorgehoben.
  3. Chiasmus: Überkreuzstellung von Satzgliedern, zum Beispiel „Die Kunst ist lang, und kurz ist unser Leben“. Wirkung: Gegensätze oder Zusammenhänge werden kunstvoll betont.
  4. Asyndeton: Reihung ohne Bindewörter, zum Beispiel „Ich kam, sah, siegte“. Wirkung: Die Aussage wirkt schnell, dicht und entschlossen.
  5. Polysyndeton: Reihung mit vielen Bindewörtern. Wirkung: Die Aussage wirkt ausführlich, schwer, feierlich oder verlangsamend.


Methode: Stilmittel Schritt für Schritt erkennen

Um Stilmittel zuverlässig zu erkennen, kannst Du nach einem festen Verfahren arbeiten.

  1. Textüberblick: Lies den Text zuerst ganz und kläre Thema, Situation, Sprecherin oder Sprecher, Adressaten und Grundstimmung.
  2. Markierung: Unterstreiche auffällige Wörter, Wiederholungen, Gegensätze, Bilder, Klangmuster und besondere Satzstellungen.
  3. Zuordnung: Benenne das Stilmittel möglichst genau. Prüfe dabei, ob Deine Benennung wirklich passt.
  4. Beleg: Zitiere kurz und genau. Ein einzelnes Wort oder ein kurzer Ausdruck reicht oft.
  5. Kontext: Erkläre, worauf sich das Stilmittel im Text bezieht.
  6. Wirkung: Beschreibe, welche Vorstellung, Stimmung, Bewertung oder Überzeugung dadurch entsteht.
  7. Deutung: Verbinde die Wirkung mit der Gesamtaussage des Textes.

Eine Analyse wird besonders überzeugend, wenn Du nicht nur einzelne Stilmittel aufzählst, sondern zeigst, wie mehrere sprachliche Mittel zusammenwirken. Wenn zum Beispiel eine Rede viele Anaphern, Parallelismen und Klimaxe enthält, kann das auf eine besonders eindringliche, mobilisierende und überzeugende Wirkung hinweisen.


Formulierungshilfen für die Deutung

Für eine schriftliche Analyse helfen präzise Formulierungen. Vermeide ungenaue Sätze wie „Das Stilmittel macht den Text schöner“. Schreibe stattdessen konkret, welche Wirkung entsteht.

  1. Benennen: „Die Formulierung enthält eine Metapher.“
  2. Belegen: „Dies zeigt sich in dem Ausdruck „Scherben der Erinnerung“.“
  3. Erklären: „Die Erinnerung erscheint dadurch als zerbrochen und schmerzhaft.“
  4. Deuten: „So wird die innere Verletzung der Figur sprachlich verdichtet.“
  5. Einordnen: „Das passt zur melancholischen Grundstimmung des Gedichts.“

Mögliche Satzanfänge sind:

  1. Das Stilmittel hebt hervor, dass ...
  2. Die Wiederholung verstärkt den Eindruck von ...
  3. Die Metapher veranschaulicht ...
  4. Die Antithese macht den Gegensatz zwischen ... und ... sichtbar.
  5. Die Hyperbel steigert die Wirkung, indem ...
  6. Die rhetorische Frage bindet die Lesenden ein und lenkt sie auf ...
  7. Die Personifikation lässt ... lebendig erscheinen.
  8. Der Parallelismus ordnet die Gedanken und macht die Aussage einprägsam.
  9. Im Zusammenhang mit dem Thema zeigt das Stilmittel, dass ...
  10. Dadurch wirkt die Aussage ...


Häufige Fehler beim Deuten

Viele Lernende erkennen Stilmittel, verlieren aber Punkte, weil die Deutung zu allgemein bleibt. Achte deshalb auf diese Fehler:

  1. Aufzählung statt Analyse: Schreibe nicht nur mehrere Stilmittel hintereinander auf, sondern erkläre ihre Funktion.
  2. Standardwirkung ohne Kontext: Eine Metapher ist nicht immer „anschaulich“; frage, was genau anschaulich wird.
  3. Falsche Benennung: Nicht jede bildhafte Formulierung ist automatisch eine Metapher. Ein Vergleich enthält meist ein Vergleichswort.
  4. Überdeutung: Behaupte nur, was Du am Text belegen kannst.
  5. Zitatfehler: Zitiere kurz, genau und passend.
  6. Trennung von Inhalt und Form: Zeige, wie sprachliche Gestaltung und Aussage zusammenhängen.


Stilmittel in verschiedenen Textsorten

In Gedichten sind Stilmittel oft besonders dicht. Klang, Rhythmus, Bildlichkeit und Satzbau tragen zur Stimmung und Aussage bei. In Kurzgeschichten helfen Stilmittel, Figuren, Konflikte und Atmosphäre zu gestalten. In Reden unterstützen sie Überzeugung, Emotionalisierung und Struktur. In Werbung machen sie Aussagen kurz, auffällig und einprägsam. In journalistischen Texten können Stilmittel zuspitzen, kommentieren oder Aufmerksamkeit wecken.

Für jede Textsorte gilt: Die Deutung muss zur Kommunikationssituation passen. Eine rhetorische Frage in einer politischen Rede kann das Publikum aktivieren. Dieselbe Form in einem inneren Monolog kann Unsicherheit, Selbstzweifel oder Nachdenklichkeit ausdrücken.


Beispielanalyse

Beispielsatz: Die Stadt schläft unter einem bleiernen Himmel.

In diesem Satz lassen sich mehrere Stilmittel erkennen. Die Personifikation „Die Stadt schläft“ stellt die Stadt wie ein Lebewesen dar. Dadurch wirkt sie ruhig, passiv oder erschöpft. Die Metapher „bleierner Himmel“ verbindet den Himmel mit dem schweren Metall Blei. Dadurch entsteht der Eindruck von Schwere, Dunkelheit und Bedrückung. Zusammengenommen erzeugen beide Stilmittel eine düstere, lastende Atmosphäre. Eine passende Deutung könnte lauten:

Die Personifikation „Die Stadt schläft“ und die Metapher „bleierner Himmel“ lassen die Umgebung unbeweglich und bedrückt erscheinen. Dadurch entsteht eine schwere Atmosphäre, die auf eine innere Belastung der Figur oder eine bedrohliche Situation vorbereiten kann.


Video: Rhetorische Mittel erkennen

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Video: Rhetorische Stilmittel einfach erklärt

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Merksatz

Stilmittel erkennst Du an sprachlichen Auffälligkeiten. Du deutest sie, indem Du ihre Wirkung im Textzusammenhang erklärst. Eine gute Analyse verbindet immer Beleg, Benennung und Funktion.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist beim Deuten eines Stilmittels besonders wichtig? (Die Wirkung im Textzusammenhang zu erklären) (!Nur den Fachbegriff auswendig zu nennen) (!Möglichst viele Stilmittel ohne Belege aufzuzählen) (!Die persönliche Meinung ohne Textbezug zu formulieren)




Welches Stilmittel liegt vor, wenn ein unbelebter Gegenstand menschlich handelt? (Personifikation) (!Hyperbel) (!Ellipse) (!Assonanz)




Welches Stilmittel enthält meistens ein Vergleichswort wie wie oder als? (Vergleich) (!Metapher) (!Ironie) (!Chiasmus)




Was ist eine Anapher? (Die Wiederholung am Anfang von Sätzen oder Versen) (!Die Wiederholung am Ende von Sätzen oder Versen) (!Die Verbindung widersprüchlicher Begriffe) (!Die Auslassung eines Satzteils)




Welche Wirkung kann eine Hyperbel häufig haben? (Sie verstärkt eine Aussage durch Übertreibung) (!Sie schwächt eine Aussage durch Verneinung ab) (!Sie ordnet Satzglieder über Kreuz) (!Sie ersetzt ein Wort durch ein Geräusch)




Was ist ein Oxymoron? (Die Verbindung widersprüchlicher Begriffe) (!Eine beschönigende Umschreibung) (!Eine Frage ohne Fragezeichen) (!Eine klangliche Wiederholung gleicher Anfangslaute)




Welche Aussage beschreibt eine Metapher am besten? (Eine bildhafte Übertragung ohne Vergleichswort) (!Eine wörtliche Sachinformation ohne Bild) (!Eine Reihung mit vielen Bindewörtern) (!Eine Frage zur Informationsgewinnung)




Was leistet eine rhetorische Frage meistens? (Sie lenkt die Aufmerksamkeit und erwartet keine echte Antwort) (!Sie dient ausschließlich dazu, unbekannte Fakten zu erfragen) (!Sie ist immer ein Zeichen für Unsicherheit) (!Sie ersetzt grundsätzlich jedes Argument)




Welches Stilmittel liegt in Milch macht müde Männer munter vor? (Alliteration) (!Euphemismus) (!Paradoxon) (!Litotes)




Welche Reihenfolge ist für eine Analyse besonders sinnvoll? (Beleg nennen, Stilmittel benennen, Wirkung deuten) (!Wirkung behaupten, Fachbegriff vermeiden, Zitat weglassen) (!Autor bewerten, Inhalt ignorieren, Stilmittel zählen) (!Text abschreiben, Meinung ergänzen, Schluss weglassen)





Memory

Metapher Bildhafte Übertragung
Anapher Wiederholung am Satzanfang
Hyperbel Starke Übertreibung
Antithese Gegenüberstellung von Gegensätzen
Personifikation Vermenschlichung
Ellipse Auslassung von Satzteilen
Alliteration Gleicher Anfangslaut





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Metapher Sprachbild ohne Vergleichswort
Anapher Wiederholung am Anfang
Oxymoron Widersprüchliche Begriffskombination
Euphemismus Beschönigende Umschreibung
Klimax Steigernde Reihenfolge
Rhetorische Frage Frage ohne echte Antworterwartung






Kreuzworträtsel

Metapher Wie heißt eine bildhafte Übertragung ohne Vergleichswort?
Anapher Wie heißt die Wiederholung am Anfang von Sätzen oder Versen?
Hyperbel Wie heißt eine starke sprachliche Übertreibung?
Klimax Wie heißt eine sprachliche Steigerung?
Ironie Wie heißt ein Stilmittel, bei dem oft das Gegenteil des Gesagten gemeint ist?
Ellipse Wie heißt die Auslassung von Satzteilen?





LearningApps

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Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Stilmittel ist ein sprachliches

. Beim Erkennen suchst Du nach auffälligen Formen der

. Beim Deuten erklärst Du die

im Textzusammenhang. Eine Metapher ist eine bildhafte

. Eine Personifikation lässt Dinge oder Begriffe wie

handeln. Eine Anapher wiederholt Wörter am

von Sätzen oder Versen. Eine Hyperbel verstärkt eine Aussage durch

. Eine Antithese stellt gegensätzliche Gedanken einander

. Eine gute Analyse verbindet Beleg, Benennung und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Stilmittel-Sammlung: Sammle zehn Beispiele für Stilmittel aus Werbung, Songs, Reden, Gedichten oder Alltagsgesprächen und notiere jeweils den Fachbegriff.
  2. Metapher erkennen: Suche in einem Gedicht drei bildhafte Ausdrücke und erkläre mit eigenen Worten, welches Bild im Kopf entsteht.
  3. Anapher gestalten: Schreibe fünf Sätze, die alle mit demselben Wort beginnen, und beschreibe anschließend die Wirkung.
  4. Alliteration finden: Erstelle eine Liste mit zehn Alliterationen und prüfe, welche besonders einprägsam klingen.


Standard

  1. Textanalyse üben: Analysiere einen kurzen literarischen Textauszug und erkläre mindestens fünf Stilmittel mit Beleg und Wirkung.
  2. Werbesprache untersuchen: Wähle eine Werbeanzeige oder einen Werbeslogan und untersuche, wie Stilmittel Aufmerksamkeit erzeugen.
  3. Redeanalyse: Analysiere einen Ausschnitt aus einer politischen Rede und erkläre, wie Wiederholungen oder rhetorische Fragen wirken.
  4. Gedichtwerkstatt: Schreibe ein eigenes Gedicht mit mindestens sechs Stilmitteln und markiere sie anschließend im Text.


Schwer

  1. Vergleichende Stilmittelanalyse: Vergleiche zwei Gedichte zu einem ähnlichen Thema und untersuche, wie unterschiedliche Stilmittel verschiedene Stimmungen erzeugen.
  2. Manipulation durch Sprache: Untersuche einen Kommentar, eine Rede oder einen Social-Media-Beitrag darauf, wie Sprache Meinungen beeinflussen kann.
  3. Interpretationsaufsatz: Verfasse eine vollständige Interpretation zu einem Gedicht und integriere die Deutung der Stilmittel in Deine Gesamtdeutung.
  4. Erklärvideo erstellen: Produziere ein kurzes Lernvideo, in dem Du fünf Stilmittel erklärst, Beispiele gibst und ihre Wirkung deutest.



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Lernkontrolle

  1. Deutung im Kontext: Erkläre an einem selbst gewählten Textbeispiel, warum ein Stilmittel je nach Textzusammenhang unterschiedliche Wirkungen haben kann.
  2. Form und Inhalt: Zeige an einem Gedicht, wie sprachliche Gestaltung und Thema zusammenhängen.
  3. Argumentierende Sprache: Untersuche, wie rhetorische Fragen, Wiederholungen und Gegensätze in einer Rede zur Überzeugung beitragen.
  4. Stilmittel und Figurendarstellung: Erkläre, wie Metaphern, Vergleiche oder Personifikationen eine literarische Figur charakterisieren können.
  5. Kritische Medienanalyse: Analysiere einen Werbeslogan oder eine Überschrift und beurteile, ob das verwendete Stilmittel eher informiert, emotionalisiert oder manipuliert.
  6. Transferaufgabe: Überarbeite einen sachlichen Absatz so, dass er mithilfe von Stilmitteln spannender wirkt, und reflektiere anschließend, wie sich die Wirkung verändert.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis verfasst Du eine kurze Textanalyse zu einem selbst gewählten literarischen oder rhetorischen Textauszug. Deine Analyse soll einen klaren Einleitungssatz, eine kurze Einordnung des Inhalts und eine sprachliche Untersuchung enthalten. Benenne mindestens sechs Stilmittel, belege sie mit kurzen Zitaten und erkläre ihre Wirkung im Zusammenhang. Achte darauf, nicht nur Fachbegriffe zu sammeln, sondern zu zeigen, wie die Stilmittel zur Gesamtaussage beitragen. Abschließend formulierst Du ein Fazit, in dem Du erklärst, welche sprachliche Wirkung den Text besonders prägt.


OERs zum Thema

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Links


Zusammenfassung

Stilmittel sind sprachliche Gestaltungsmittel, die Texte wirkungsvoller machen. Beim Erkennen achtest Du auf auffällige Wörter, Bilder, Wiederholungen, Gegensätze, Klangmuster und Satzstrukturen. Beim Deuten erklärst Du die Wirkung im konkreten Textzusammenhang. Besonders wichtig ist die Verbindung aus Beleg, Fachbegriff und Funktion. Eine überzeugende Analyse zeigt, wie Sprache Inhalt, Stimmung, Aussage und Wirkung eines Textes prägt.


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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

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  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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