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Stiftskirche Herrenberg

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Stiftskirche Herrenberg



Einleitung

Die Stiftskirche Herrenberg heißt offiziell Evangelische Stiftskirche Sankt Marien und ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Herrenberg in Baden-Württemberg. Sie liegt am Schlossberg über der Altstadt und prägt mit ihrem mächtigen Westturm, dem roten Dach, dem gotischen Kirchenraum und der barocken Zwiebelhaube das Stadtbild. Wegen ihrer erhöhten Lage wird sie auch Glucke vom Gäu genannt: Wie eine Henne über ihren Küken sitzt die Kirche über den Häusern der Stadt.

Dieser aiMOOC führt Dich in die Geschichte, Architektur, Kunstwerke, Klangkultur und Denkmalpflege der Stiftskirche ein. Du lernst, wie ein mittelalterlicher Kirchenbau entsteht, wie sich religiöse und politische Veränderungen in einem Bauwerk spiegeln und warum ein historisches Gebäude nicht nur aus Steinen besteht, sondern auch aus Erinnerungen, Symbolen, Handwerk, Musik und gesellschaftlicher Verantwortung.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du die Stiftskirche Herrenberg als bedeutendes Bauwerk der regionalen Kirchengeschichte, Kunstgeschichte und Architekturgeschichte beschreiben. Du kannst wichtige Stationen ihrer Geschichte benennen, zentrale Fachbegriffe wie Hallenkirche, Chorherrenstift, Netzgewölbe, Kanzel, Chorgestühl, Epitaph und Glockenmuseum erklären und die Bedeutung der Kirche für Herrenberg, das Gäu und die Evangelische Landeskirche in Württemberg einordnen. Außerdem lernst Du, Bauwerke als historische Quellen zu lesen: Du fragst nach Entstehungszeit, Funktion, Auftraggebern, verwendeten Materialien, Bildprogrammen, Klangräumen und nach den Spuren späterer Umbauten.


Orientierung: Was ist die Stiftskirche Herrenberg?

Die Stiftskirche Herrenberg ist eine große evangelische Stadtkirche mit mittelalterlichen Wurzeln. Sie entstand aus einer der Maria geweihten Kirche und erhielt ihren heutigen Namen durch ein Chorherrenstift, das im 15. Jahrhundert an der Kirche eingerichtet wurde. Seit der Reformation wird sie als evangelische Pfarrkirche genutzt. Besonders auffällig sind der starke Westbau, der hohe Turm mit der Zwiebelhaube, der helle Innenraum, das spätgotische Netzgewölbe, der Taufstein von 1472, die reich geschmückte Kanzel von 1502 bis 1504, das geschnitzte Chorgestühl von 1517 und das Glockenmuseum Stiftskirche Herrenberg im Turm.

Merkmal Beschreibung
Ort Herrenberg im Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg
Kirchenname Evangelische Stiftskirche Sankt Marien
Bedeutung Wahrzeichen der Stadt und „Glucke vom Gäu“
Baustil Vor allem Gotik, mit späteren barocken und neugotischen Veränderungen
Nutzung Evangelische Pfarrkirche, Kulturdenkmal und Lernort
Besonderheit Glockenmuseum mit zahlreichen läutbaren Bronzeglocken


Geschichte


Anfänge im Mittelalter

Die Stiftskirche ist eng mit der Stadtgeschichte Herrenbergs verbunden. Die Stadtgründer, die Pfalzgrafen von Tübingen, gelten als frühe Bauherren. Bereits im 13. Jahrhundert wird eine Kirche in Herrenberg urkundlich erwähnt. Die Kirche war der Jungfrau Maria geweiht. Damit gehörte sie in eine mittelalterliche Frömmigkeitswelt, in der Marienverehrung, Altar, Messe, Heilige und Wallfahrt wichtige Rollen spielten.

Archäologische Untersuchungen während der großen Sanierung von 1971 bis 1982 zeigten, dass es einen Vorgängerbau gab. Fundamente und Mauerreste deuten darauf hin, dass sich der Kirchenbau im Lauf der Zeit veränderte. Für historische Bauwerke ist das typisch: Sie entstehen selten in einem einzigen Schritt. Stattdessen werden sie erweitert, umgebaut, gesichert, ergänzt oder an neue religiöse und gesellschaftliche Bedürfnisse angepasst.


Vom Kirchenbau zur Stiftskirche

Im Jahr 1439 richteten die württembergischen Grafen an der Herrenberger Marienkirche ein Chorherrenstift ein. Daher trägt die Kirche bis heute den Namen Stiftskirche. Ein Chorherrenstift war eine Gemeinschaft von Geistlichen, die an einer Kirche beteten, Gottesdienste feierten, Besitz verwalteten und oft Bildung, Musik und Schriftkultur pflegten. Im späten Mittelalter wurde die Kirche besonders reich ausgestattet. Dazu gehörten neue Altäre, der Taufstein, eine Kanzel, das Chorgestühl, Glasfenster und der berühmte Herrenberger Altar.


Reformation und evangelische Nutzung

Mit der Einführung der Reformation in Württemberg veränderte sich die Stiftskirche grundlegend. Die Kirche wurde evangelisch genutzt, und viele Gegenstände, die nicht mehr zur neuen Lehre passten, wurden entfernt oder zerstört. Das betraf unter anderem Altäre, liturgisches Gerät, Glasmalereien und das Sakramentshäuschen. Gleichzeitig blieb manches erhalten, weil es ausgelagert, umgedeutet oder später wieder genutzt wurde. So zeigt die Stiftskirche bis heute Spuren verschiedener religiöser Deutungen: mittelalterlich-katholische Ausstattung, reformatorische Umbrüche, evangelische Predigtkultur und moderne Denkmalpflege.


Der „wandernde Berg“ und die Sicherung des Bauwerks

Eine besondere Herausforderung der Stiftskirche ist ihr Baugrund. Der Schlossberg besteht aus geologisch schwierigen Schichten, die sich langsam bewegen können. Dieser sogenannte „wandernde Berg“ beeinflusste über Jahrhunderte die Statik des Gebäudes. Deshalb mussten immer wieder Sicherungen, Umbauten und Restaurierungen vorgenommen werden. Im 18. Jahrhundert wurden die ursprünglichen Turmspitzen abgetragen und durch den Fachwerkaufbau mit barocker Zwiebelhaube ersetzt. Im 19. Jahrhundert folgten neugotische Veränderungen. Die große Restaurierung von 1971 bis 1982 stabilisierte das Bauwerk umfassend und stellte zugleich wichtige historische Raumwirkungen wieder her.


Architektur


Die Hallenkirche

Die Stiftskirche ist als Hallenkirche besonders interessant. In einer Hallenkirche sind die Schiffe annähernd gleich hoch, sodass ein weiter, hallenartiger Raum entsteht. Das unterscheidet sie von einer Basilika, bei der das Mittelschiff deutlich höher ist und eigene Fenster besitzt. In Herrenberg erzeugt die Hallenform ein Gefühl von Weite, Sammlung und gemeinsamer Ausrichtung. Der Raum eignet sich für Predigt, Musik, Prozessionen, gemeinsames Singen und liturgische Handlungen.


Gotik, Netzgewölbe und Licht

Die Gotik ist an der Stiftskirche besonders durch spitzbogige Formen, Maßwerk, Strebepfeiler, Gewölbe und die vertikale Wirkung sichtbar. Das spätgotische Netzgewölbe überspannt den Innenraum wie ein steinernes Gewebe. Gewölberippen leiten das Gewicht auf Pfeiler und Wände ab, zugleich gliedern sie den Raum optisch. Die Schlusssteine und ornamentalen Formen zeigen, dass Baukunst im Mittelalter nicht nur technisch, sondern auch symbolisch verstanden wurde: Ordnung, Höhe, Licht und Maß galten als Hinweise auf göttliche Ordnung.


Turm, Zwiebelhaube und Stadtbild

Der Turm der Stiftskirche ist besonders wuchtig. Seine heutige Erscheinung ist das Ergebnis mehrerer Bauphasen. Der mittelalterliche Unterbau wirkt massiv und wehrhaft, die barocke Zwiebelhaube gibt dem Turm eine unverwechselbare Silhouette. Von weitem erkennt man die Kirche an genau dieser Kombination: gotischer Baukörper, kräftiger Turm und geschwungene Haube. Dadurch wurde die Stiftskirche zu einem Orientierungspunkt im Stadtraum. Sie ist nicht nur ein religiöses Gebäude, sondern auch ein Zeichen städtischer Identität.


Portale, Fialen und Skulpturenschmuck

An den Portalen, Fialen und Konsolen finden sich Schmuckformen, Figuren und Blattmasken. Solche Details sind für die Bauplastik des Mittelalters wichtig. Sie zeigen Tiere, Pflanzen, menschliche Gesichter oder symbolische Motive. Manche Figuren sind leicht zu deuten, andere bleiben rätselhaft. Gerade das macht historische Architektur spannend: Sie fordert uns dazu auf, genau hinzusehen, Hypothesen zu bilden und verschiedene Deutungen zu vergleichen. Ein Portal ist nicht nur ein Eingang, sondern eine Schwelle zwischen Alltag und Sakralraum.


Ausstattung und Kunstwerke


Taufstein von 1472

Der Taufstein von 1472 gehört zu den ältesten erhaltenen Ausstattungsstücken der Stiftskirche. Er besitzt eine achteckige Form und erinnert an einen Kelch oder eine Brunnenschale. Die Taufe ist im Christentum ein zentrales Zeichen für Aufnahme, Neubeginn und Zugehörigkeit zur Gemeinde. In einer mittelalterlichen Stadtkirche war der Taufstein deshalb nicht nur ein Kunstwerk, sondern ein Ort, an dem Lebensgeschichten der Menschen mit der Geschichte der Stadt verbunden wurden.


Kanzel von Hanselmann

Die steinerne Kanzel wurde Anfang des 16. Jahrhunderts vom Herrenberger Steinmetzen Hanselmann geschaffen. In der evangelischen Kirche erhielt die Predigt eine besonders große Bedeutung. Deshalb ist die Kanzel ein Schlüsselobjekt: Von hier aus wird biblischer Text ausgelegt, Lehre vermittelt und die Gemeinde angesprochen. Ihre Reliefs zeigen unter anderem die lateinischen Kirchenväter und Maria mit dem Jesuskind. So verbindet die Kanzel mittelalterliche Bildtradition mit späterer evangelischer Predigtkultur.


Chorgestühl von 1517

Das Chorgestühl wurde 1517 vollendet und mit Heinrich Schickhardt dem Älteren verbunden. Es besteht aus geschnitztem Eichenholz und war für die Chorherren bestimmt. Sein Bildprogramm stellt Personen und Ereignisse des Alten und Neuen Testaments in Beziehung. Diese Art der Deutung nennt man Typologie: Ein Ereignis des Alten Testaments wird als Vorbild oder Vorausdeutung eines Ereignisses des Neuen Testaments verstanden. Das Chorgestühl ist deshalb nicht nur Sitzmöbel, sondern ein geschnitztes theologisches Lehrbuch.


Herrenberger Altar von Jerg Ratgeb

Der berühmte Herrenberger Altar wurde von Jerg Ratgeb geschaffen und gehörte ursprünglich zur Ausstattung der Stiftskirche. Die erhaltenen Tafeln befinden sich heute in der Staatsgalerie Stuttgart. Der Altar ist ein bedeutendes Werk der spätgotischen Malerei im deutschen Südwesten. Er zeigt, wie eng Kunst, Frömmigkeit, Auftraggeber, liturgische Praxis und städtische Repräsentation miteinander verbunden waren. In der Stiftskirche erinnert heute ein Modell an den früheren Hochaltar.


Epitaphien als Gedächtniskultur

In der Stiftskirche befinden sich zahlreiche Epitaphien, also Gedenktafeln für Verstorbene. Sie stammen vor allem aus der Herrenberger Oberschicht des 16. bis 18. Jahrhunderts. Epitaphien erzählen nicht nur von Tod und Erinnerung, sondern auch von sozialem Rang, Familienbewusstsein, Frömmigkeit und künstlerischem Geschmack. Sie sind Quellen für Sozialgeschichte, Familiengeschichte, Kunstgeschichte und Konfessionsgeschichte.


Glocken, Klang und Museum


Das Glockenmuseum im Turm

Im Turm der Stiftskirche befindet sich das Glockenmuseum Stiftskirche Herrenberg. Es macht die Geschichte der Glocken hörbar und sichtbar. Besonders ist, dass viele Glocken nicht nur ausgestellt werden, sondern auch läutbar sind. Dadurch verbindet das Museum Objektgeschichte, Klanggeschichte, Handwerk, Technik und religiöse Praxis. Eine Glocke ist nämlich nicht nur ein Metallgegenstand. Sie ruft zum Gottesdienst, markiert Zeit, begleitet Trauer und Freude, warnt, erinnert und prägt den Klang einer Stadt.

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Glockenguss und Klangkultur

Eine Bronzeglocke entsteht aus einem aufwendigen Zusammenspiel von Materialkunde, Formbau, Guss, Verzierung, Stimmung und Aufhängung. Ihre Tonhöhe hängt von Durchmesser, Wandstärke, Profil und Legierung ab. Im Glockenmuseum können Lernende untersuchen, wie sich historische Glocken voneinander unterscheiden und warum Klang ein wichtiger Teil des kulturellen Erbes ist. Mit dem Carillon und verschiedenen Geläuten wird die Stiftskirche außerdem zu einem musikalischen Lernort.

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Die Stiftskirche als Lernort

Die Stiftskirche ist ein idealer Lernort für verschiedene Fächer. In Geschichte fragst Du nach Herrschaft, Stadtentwicklung, Reformation und Erinnerungskultur. In Kunst untersuchst Du Architektur, Bildprogramme, Skulpturen und Malerei. In Religion betrachtest Du Taufe, Predigt, Liturgie, Reformation und Kirchenraum. In Musik kannst Du Glockenklang, Orgel, Raumakustik und Carillon kennenlernen. In Geographie und Gemeinschaftskunde geht es um Stadtraum, Denkmalschutz, Tourismus, Bürgerengagement und die Frage, wie eine Gesellschaft mit ihrem kulturellen Erbe umgeht.


Fachbegriffe

Begriff Erklärung
Hallenkirche Kirchenbau, bei dem die Schiffe annähernd gleich hoch sind und ein weiter Innenraum entsteht
Chorherrenstift Gemeinschaft von Geistlichen an einer Kirche, die Gottesdienst, Gebet, Bildung und Verwaltung verband
Netzgewölbe spätgotische Gewölbeform, bei der Rippen ein netzartiges Muster bilden
Kanzel erhöhter Ort für die Predigt
Chorgestühl geschnitzte Sitzanlage im Chorraum, besonders für Geistliche oder Chorherren
Epitaph Gedenktafel für Verstorbene
Glockenmuseum Museum, das Glocken als Klang-, Technik- und Kulturobjekte zeigt
Denkmalpflege Schutz, Erforschung und Erhaltung historischer Bauwerke und Objekte


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welcher Stadt steht die Stiftskirche? (Herrenberg) (!Heidelberg) (!Tübingen) (!Stuttgart)




Warum wird die Stiftskirche auch Glucke vom Gäu genannt? (Weil sie hoch über den Häusern der Stadt thront) (!Weil dort früher Hühner gezüchtet wurden) (!Weil sie als Bauernhof gebaut wurde) (!Weil ihr Turm wie ein Ei geformt ist)




Welche Baustile prägen die Stiftskirche besonders? (Gotik und Barock) (!Romanik und Klassizismus) (!Jugendstil und Moderne) (!Renaissance und Bauhaus)




Wodurch erklärt sich der Name Stiftskirche? (Durch ein Chorherrenstift an der Kirche) (!Durch eine Schule für Schreibstifte) (!Durch einen nahegelegenen Steinbruch) (!Durch eine Fabrik im Turm)




Welcher Patronin war die Kirche geweiht? (Maria) (!Barbara) (!Katharina) (!Elisabeth)




Aus welchem Jahr stammt der Taufstein der Stiftskirche? (1472) (!1200) (!1534) (!1749)




Wer schuf Anfang des 16. Jahrhunderts die Kanzel? (Hanselmann) (!Jerg Ratgeb) (!Ulrich von Württemberg) (!Friedrich Schiller)




Womit ist Heinrich Schickhardt der Ältere besonders verbunden? (Mit dem Chorgestühl) (!Mit der Zwiebelhaube) (!Mit dem Stadtbrand) (!Mit der Eisenbahn)




Wer malte den Herrenberger Altar? (Jerg Ratgeb) (!Albrecht Dürer) (!Lucas Cranach der Jüngere) (!Hans Holbein der Jüngere)




Was macht das Glockenmuseum in der Stiftskirche besonders? (Es zeigt zahlreiche läutbare Glocken im Turm) (!Es zeigt nur gemalte Glocken) (!Es befindet sich in einem ehemaligen Bahnhof) (!Es sammelt ausschließlich Kirchturmuhren)





Memory

Glucke vom Gäu Spitzname der Stiftskirche
Hallenkirche weiter Kirchenraum mit ähnlich hohen Schiffen
Netzgewölbe spätgotische Deckenform
Chorgestühl geschnitzte Sitzanlage im Chor
Glockenmuseum Sammlung läutbarer Glocken
Epitaph Gedenktafel für Verstorbene





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Marienkirche mittelalterlicher Ursprung
Chorherrenstift Namensgebung als Stiftskirche
Reformation evangelische Pfarrkirche
Zwiebelhaube barocke Turmerneuerung
Restaurierung Sicherung des Bauwerks
Glockenmuseum Klanggeschichte im Turm





Kreuzworträtsel

Herrenberg In welcher Stadt steht die Stiftskirche?
Maria Welcher Patronin war die Kirche geweiht?
Gotik Welcher Baustil prägt den mittelalterlichen Kern?
Barock Welcher Stil prägt die Zwiebelhaube?
Kanzel Von welchem erhöhten Ort aus wird gepredigt?
Schickhardt Welcher Meistername ist mit dem Chorgestühl verbunden?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Stiftskirche Herrenberg steht am

und prägt das Stadtbild weithin. Wegen ihrer erhöhten Lage wird sie auch

vom Gäu genannt. Die mittelalterliche Kirche war der Gottesmutter

geweiht. Im 15. Jahrhundert entstand an der Kirche ein

. Seit der

wird die Kirche evangelisch genutzt. Der Innenraum lässt sich als

beschreiben. Das spätgotische

prägt die Raumwirkung. Der Taufstein stammt aus dem Jahr

. Die Kanzel wurde vom Steinmetzen

gefertigt. Das Chorgestühl ist mit dem Namen

verbunden. Der Herrenberger Altar wurde von Jerg

geschaffen. Im Turm befindet sich heute das

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildbeschreibung: Betrachte ein Foto der Stiftskirche und beschreibe Turm, Dach, Fenster, Lage und Wirkung auf die Altstadt in einem kurzen Text.
  2. Skizze: Zeichne die Stiftskirche stark vereinfacht und beschrifte mindestens fünf Bauteile wie Turm, Chor, Langhaus, Portal und Dach.
  3. Begriffskarte: Erstelle eine kleine Begriffskarte zu den Wörtern Hallenkirche, Gotik, Barock, Kanzel, Chorgestühl und Glocke.
  4. Klangprotokoll: Höre ein Glockenvideo zur Stiftskirche und notiere, welche Stimmung, Lautstärke und Klangfarben Du wahrnimmst.


Standard

  1. Zeitleiste: Erstelle eine Zeitleiste zur Stiftskirche von der mittelalterlichen Marienkirche über das Chorherrenstift und die Reformation bis zur modernen Restaurierung.
  2. Architekturvergleich: Vergleiche die Stiftskirche mit einer anderen Kirche Deiner Region und untersuche Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Turm, Raumform und Ausstattung.
  3. Quellenanalyse: Vergleiche Informationen aus einem Wikipedia-Artikel, einer kirchlichen Webseite und Wikimedia-Commons-Bildern und erkläre, welche Quelle wofür besonders geeignet ist.
  4. Interview: Entwickle zehn Fragen für ein Interview mit einer Person, die eine Kirchenführung, Denkmalpflege oder musikalische Arbeit an der Stiftskirche kennt.


Schwer

  1. Denkmalpflege-Konzept: Entwirf ein Konzept, wie die Stiftskirche für kommende Generationen erhalten und zugleich als Lernort zugänglich bleiben kann.
  2. Kunsthistorische Deutung: Wähle ein Detail aus Kanzel, Chorgestühl, Epitaph oder Altar und deute es im Zusammenhang von Bild, Religion und Zeitgeschichte.
  3. Klangkultur-Projekt: Entwickle ein Projekt, das Glockenklang, Stadtgeschichte und persönliche Erinnerungen von Menschen aus Herrenberg verbindet.
  4. Digitaler Rundgang: Plane einen digitalen Rundgang mit Stationen zu Lage, Geschichte, Architektur, Ausstattung, Glocken und Denkmalpflege.



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Lernkontrolle

  1. Stadtbild und Identität: Erkläre, warum die Lage der Stiftskirche am Schlossberg mehr ist als eine geografische Information.
  2. Reformation und Raum: Zeige an zwei Beispielen, wie sich religiöse Veränderungen auf die Ausstattung und Nutzung einer Kirche auswirken können.
  3. Denkmalpflege: Beurteile, warum Restaurierungen historische Spuren zugleich bewahren und verändern können.
  4. Klang als Kulturerbe: Erkläre, weshalb Glocken nicht nur technische Objekte, sondern auch soziale und religiöse Zeichen sind.
  5. Kunst und Auftraggeber: Beschreibe, wie ein Chorgestühl oder Altar etwas über Macht, Bildung und Frömmigkeit seiner Entstehungszeit verraten kann.
  6. Transfer: Entwickle einen kurzen Führungsimpuls für jüngere Schülerinnen und Schüler, der die Stiftskirche verständlich und spannend erklärt.




Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis zur Stiftskirche Herrenberg solltest Du zeigen, dass Du historische Fakten nicht nur wiedergibst, sondern in Zusammenhänge einordnest. Wichtig sind:

  1. Sachwissen: Du benennst zentrale Daten, Personen, Bauteile und Kunstwerke korrekt.
  2. Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie Hallenkirche, Chorherrenstift, Netzgewölbe, Kanzel, Chorgestühl, Epitaph und Denkmalpflege sinnvoll.
  3. Bildanalyse: Du beschreibst ein Bau- oder Kunstdetail genau und deutest seine Funktion.
  4. Historisches Denken: Du erklärst Veränderungen durch Reformation, Umbauten, Restaurierungen und Nutzungsgeschichte.
  5. Quellenarbeit: Du nutzt Bilder, Texte und Medien kritisch und unterscheidest Beschreibung, Deutung und Bewertung.
  6. Eigenes Produkt: Du erstellst eine Zeitleiste, Präsentation, Skizze, Audiodatei, Führung oder digitale Lernstation.
  7. Reflexion: Du formulierst, warum die Stiftskirche für Gegenwart und Zukunft als Kulturerbe bedeutsam ist.




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