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Steinbruch und Transport am Ulmer Münster

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Steinbruch und Transport am Ulmer Münster




Einleitung

Steinbruch und Transport am Ulmer Münster zeigt Dir, wie eng Geologie, Architektur, Handwerk, Stadtgeschichte, Transportgeschichte und Denkmalpflege zusammenhängen. Das Ulmer Münster ist nicht nur wegen seines hohen Turms bekannt, sondern auch als jahrhundertelange Baustelle der Bürgerinnen und Bürger von Ulm. Jeder sichtbare Werkstein, jede Fuge, jedes Steinmetzzeichen und jeder ausgetauschte Block erzählt etwas darüber, woher das Material kam, wie es gewonnen wurde, wie schwer der Transport war und warum die Münsterbauhütte bis heute gebraucht wird.

Du lernst in diesem aiMOOC, warum ein mittelalterlicher Großbau nicht mit einem einzigen „Stein aus einem Steinbruch“ erklärt werden kann. Für das Münster wurden über die Jahrhunderte verschiedene Materialien genutzt: Sandstein, Kalkstein, Backstein, Mörtel und in späteren Bau- und Restaurierungsphasen weitere geeignete Naturwerksteine. Besonders wichtig ist dabei die Frage: Wie findet man einen Stein, der stabil, bearbeitbar, farblich passend und dauerhaft genug ist, um an einem historischen Bauwerk eingesetzt zu werden?


Lernziele

  1. Materialkunde: Du unterscheidest Sandstein, Kalkstein und Backstein am Beispiel des Ulmer Münsters.
  2. Steinbruch: Du erklärst, wie Rohblöcke aus einer Gesteinsschicht gewonnen und vorbereitet wurden.
  3. Transportgeschichte: Du beschreibst typische mittelalterliche Transportwege über Land und, wo möglich, über Wasserwege.
  4. Bauhütte: Du verstehst, welche Aufgaben die Ulmer Münsterbauhütte früher und heute erfüllt.
  5. Denkmalpflege: Du beurteilst, warum Ersatzsteine nicht nur ähnlich aussehen, sondern auch ähnliche Materialeigenschaften besitzen müssen.
  6. Historisches Denken: Du erkennst, dass historische Bauprozesse oft nur aus Spuren, Quellen, Materialanalysen und Vergleichen rekonstruiert werden können.


Das Ulmer Münster als Bauprojekt


Eine Bürgerkirche mit langer Bauzeit

Das Ulmer Münster wurde am 30. Juni 1377 begonnen. Es war als neue Pfarrkirche innerhalb der Stadtmauer geplant, weil die alte Pfarrkirche außerhalb der Stadt lag und in Kriegs- oder Belagerungszeiten schwer erreichbar war. Anders als ein Dom war das Münster kein Sitz eines Bischofs, sondern eine große Kirche der Stadtgemeinde. Finanziert wurde der mittelalterliche Bau wesentlich durch die Ulmer Bürgerschaft. Dadurch ist das Münster ein besonders anschauliches Beispiel für Stadtgeschichte und Bürgerstolz im Spätmittelalter.

Der Bau dauerte nicht ununterbrochen. Nach einer langen mittelalterlichen Bauphase kam es 1543 zum Baustillstand. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Bautätigkeit wieder aufgenommen. Am 31. Mai 1890 wurde das Münster mit dem Aufsetzen der Kreuzblume auf dem Hauptturm vollendet. Damit ist das Ulmer Münster ein Lernbeispiel dafür, wie sich Mittelalter, Historismus, Neugotik und moderne Denkmalpflege in einem einzigen Bauwerk überlagern.


Warum Steinbruch und Transport so wichtig sind

Bei einem Bauwerk wie dem Ulmer Münster besteht die eigentliche Leistung nicht nur im Entwurf. Ein Großteil der Arbeit lag in der Beschaffung, Vorbereitung, Bewegung und Verarbeitung schwerer Materialien. Ein einzelner Kubikmeter Sandstein kann je nach Dichte mehr als zwei Tonnen wiegen. Schon deshalb musste man genau überlegen, welcher Stein an welcher Stelle gebraucht wurde, wie groß ein Block sein durfte und ob er im Steinbruch bereits grob vorbearbeitet werden sollte.

Für die mittelalterliche Baustelle bedeutete das: Steinmetze, Fuhrleute, Zimmerleute, Schmiede, Maurer und Baumeister mussten zusammenarbeiten. Der Weg eines Steins führte nicht einfach „vom Berg zur Kirche“, sondern durch eine ganze Logistikkette.


Materialien am Ulmer Münster


Kein Bau aus nur einem Stein

Das Ulmer Münster wirkt auf viele Menschen wie ein reiner Werksteinbau. Tatsächlich ist es materialgeschichtlich komplexer. Sichtbare Kanten, Maßwerke, Portale, Skulpturen und viele Turmteile bestehen aus Sandstein oder anderen Naturwerksteinen. Gleichzeitig bestehen große Teile der Außenmauern aus Backstein. Dieser Materialmix hatte technische, wirtschaftliche und bauphysikalische Gründe.

  1. Sandstein: Er eignet sich gut für feinere Steinmetzarbeiten, Maßwerk, Fialen, Wasserspeier und Profilierungen.
  2. Backstein: Er konnte in großen Mengen hergestellt und für Mauerflächen genutzt werden.
  3. Kalkstein: Er wurde in bestimmten Bereichen und Reparaturzusammenhängen genutzt, besonders dort, wo lokale Vorkommen geeignet waren.
  4. Mörtel: Er verband die Steine, glich Unebenheiten aus und beeinflusste die Dauerhaftigkeit des Mauerwerks.
  5. Putz und Quadermalerei: Teile des heute sichtbaren Ziegelmauerwerks waren ursprünglich möglicherweise verputzt oder mit einer Steinquaderwirkung bemalt.
Datei:Strebewerk Ulmer Muenster Richtung Westturm.jpg


Historische Herkunft der Steine

Die Herkunft der Steine lässt sich nicht für jeden einzelnen Block sicher bestimmen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Manche historischen Steinbrüche sind verfüllt, überbaut oder nicht mehr sichtbar. Alte Rechnungen sind nur teilweise erhalten. Außerdem wurden bei einem über 500 Jahre geprägten Bauwerk auch später Steine ausgetauscht, ergänzt oder repariert.

Für das mittelalterliche Münster werden Sandsteine aus verschiedenen Regionen genannt, darunter Steinbrüche bei Isny. In der Denkmalpflege spielen außerdem Donzdorfer Sandstein, Eisensandstein, Lauchheimer Eisensandstein, Stubensandstein und regionale Kalksteine eine Rolle, weil man für beschädigte Werkstücke möglichst passendes Ersatzmaterial finden muss. Das bedeutet: Die Geschichte des Münsters ist auch eine Geschichte der Gesteinsprovenienz, also der Frage, woher ein bestimmter Stein stammt.


Warum die richtige Steinsorte entscheidend ist

Ein Ersatzstein darf nicht nur ungefähr dieselbe Farbe haben. Er muss auch zur Belastung, zur Feuchteaufnahme, zur Porosität, zur Körnung, zur chemischen Zusammensetzung und zur Verwitterung des historischen Mauerwerks passen. Ein unpassender Stein kann schneller zerfallen oder angrenzende historische Steine schädigen. Darum untersucht die moderne Denkmalpflege Gesteine mit Methoden der Petrographie, Geologie, Bauforschung und Restaurierung.


Arbeit im Steinbruch


Vom Fels zum Rohblock

Ein Steinbruch ist ein Ort, an dem Gestein systematisch abgebaut wird. Für den Bau eines gotischen Großbauwerks suchte man nicht irgendeinen Stein, sondern möglichst gleichmäßige, ausreichend mächtige und gut bearbeitbare Gesteinslagen. Eine geeignete Sandsteinbank musste groß genug sein, damit daraus Werkstücke für Fenstergewände, Rippen, Gesimse oder Maßwerke gewonnen werden konnten.

Der typische Ablauf lässt sich vereinfacht so beschreiben:

  1. Erkundung: Geeignete Gesteinslagen wurden gesucht und geprüft.
  2. Abraum: Erde, lockeres Gestein und unbrauchbare Schichten wurden entfernt.
  3. Rohblock: Der gewünschte Block wurde entlang natürlicher Schichten, Klüfte oder angelegter Spaltlinien gelöst.
  4. Keiltechnik: Mit Eisenkeilen, Schlägeln und vorbereiteten Spaltlöchern konnten Blöcke kontrolliert getrennt werden.
  5. Grobzurichtung: Der Stein wurde im Bruch grob behauen, damit unnötiges Gewicht nicht transportiert werden musste.
  6. Qualitätsprüfung: Risse, Einschlüsse und ungeeignete Schichten mussten erkannt werden, bevor der Stein zur Baustelle kam.
Datei:Steinmetzzeichen 2.jpg


Werkzeuge und Können

Die Arbeit im Steinbruch erforderte viel Erfahrung. Ein falscher Schlag konnte einen Block unbrauchbar machen. Steinmetze und Steinhauer mussten erkennen, in welcher Richtung ein Stein leichter spaltet, wie eine Lagerfuge verläuft und wo der Block später belastet werden darf. Dieses Wissen war nicht nur theoretisch, sondern wurde über Lehre, Werkstatt und praktische Erfahrung weitergegeben.

Zu den wichtigen Werkzeugen gehörten Schlägel, Meißel, Spitzeisen, Zahneisen, Keil, Brecheisen, Lot, Winkelmaß und Schablone. In der modernen Restaurierung kommen zusätzlich Maschinen, Hebetechnik, Bohrgeräte, Dokumentationspläne und Materialanalysen hinzu.


Transport zur Baustelle


Die Logistik hinter dem Bauwerk

Der Transport war oft einer der schwierigsten und teuersten Teile des Bauprozesses. Große Steine mussten vom Bruch zur nächsten Straße, zum nächsten Umschlagplatz oder direkt zur Baustelle gebracht werden. Dabei war entscheidend, ob ein Steinbruch nahe an Ulm lag, ob ein Fluss nutzbar war und wie belastbar die Wege waren.


Transport über Land

Für den Landtransport wurden schwere Fuhrwerke, Ochsen- oder Pferdegespanne, Schlitten, Rollen, Hebel und Winden genutzt. Straßen waren im Mittelalter häufig uneben, bei Regen schlammig und im Winter schwer befahrbar. Deshalb war es sinnvoll, Steine bereits im Steinbruch so weit vorzubereiten, dass weniger Gewicht bewegt werden musste. Gleichzeitig durfte man sie nicht zu fein ausarbeiten, weil empfindliche Profile beim Transport beschädigt werden konnten.


Transport über Wasserwege

Wasserwege waren für schwere Güter oft günstiger als schlechte Landwege. Ulm liegt an der Donau und an der Blau, also an einem wichtigen Verkehrsraum. Dennoch bedeutet das nicht, dass alle Steine des Münsters per Schiff kamen. Ob Wassertransport möglich war, hing von der Lage des Steinbruchs, der Flussrichtung, dem Wasserstand, den Umschlagplätzen und der Art des Materials ab. Für den Unterricht ist deshalb wichtig: Historische Logistik ist immer eine Kombination aus Karte, Quelle, Gelände und technischer Möglichkeit.


Die letzte Strecke am Münsterplatz

Am Bauplatz mussten die Steine gelagert, sortiert, nachbearbeitet und schließlich an ihren Einbauort gebracht werden. Dazu waren Gerüste, Winden, Flaschenzüge, Hebebäume und Baukräne nötig. Je höher der Einbauort lag, desto wichtiger wurden genaue Planung und Sicherheit. Ein falsch markierter oder beschädigter Stein konnte Zeit, Geld und Material kosten.


Die Münsterbauhütte


Werkstatt, Organisation und Wissensspeicher

Die Ulmer Münsterbauhütte entstand mit dem Bau des Münsters. Eine Bauhütte war mehr als eine Werkstatt. Sie war ein Ort der Planung, Ausbildung, Materialprüfung, Steinbearbeitung, Lagerung und Organisation. Hier wurden Werkstücke nach Rissen, Schablonen und Maßvorgaben hergestellt. Die Bauhütte verband praktische Arbeit mit mathematischem, geometrischem und konstruktivem Wissen.

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Steinmetzzeichen als Spuren der Arbeit

An vielen mittelalterlichen Bauwerken finden sich Steinmetzzeichen. Sie können Hinweise darauf geben, welcher Steinmetz ein Werkstück bearbeitet hat, wie Arbeiten organisiert waren oder welche Bauteile zusammengehören. Sie sind keine modernen Unterschriften im heutigen Sinn, aber wichtige Spuren der Bauorganisation. Am Ulmer Münster wurden zahlreiche solcher Zeichen dokumentiert. Für die Bauforschung sind sie wertvoll, weil sie helfen können, Bauabschnitte und Arbeitsprozesse zu verstehen.


Bauhütte heute: Restaurierung statt Neubau

Auch nach der Vollendung 1890 blieb das Münster eine Baustelle. Wind, Regen, Frost, Luftschadstoffe, Salze, biologische Besiedlung und statische Belastungen greifen die Steine an. Die heutige Münsterbauhütte ersetzt schadhafte Werkstücke, schließt Fugen, dokumentiert Schäden, prüft Ersatzmaterial und bewahrt historische Handwerkstechniken. Sie verbindet Tradition mit moderner Denkmaltechnik.

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Steinbruch heute: Ersatzmaterial für die Denkmalpflege


Warum neue Steine für ein altes Bauwerk gebraucht werden

Ein historisches Bauwerk soll möglichst viel Originalsubstanz behalten. Trotzdem müssen einzelne Werkstücke ersetzt werden, wenn sie tief geschädigt sind und ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Dann beginnt die Suche nach passendem Ersatzstein. Dabei werden Farbe, Körnung, Festigkeit, Wasseraufnahme, Frostbeständigkeit, Salzverhalten und Bearbeitbarkeit geprüft.

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Historische Brüche und neue Abbaustellen

Viele alte Steinbrüche sind heute nicht mehr zugänglich. Manche liegen im Wald, sind verfüllt, geschützt oder geologisch nicht mehr wirtschaftlich nutzbar. Deshalb werden manchmal neue Abbaustellen untersucht oder bereits bekannte Vorkommen neu bewertet. Bei solchen Entscheidungen arbeiten Denkmalpflege, Geologie, Münsterbauhütte, Natursteinbetrieb und Behörden zusammen. Das Ziel ist nicht möglichst billiger Stein, sondern langfristig verträgliches Material für ein einzigartiges Kulturdenkmal.


Fachbegriffe

  1. Steinbruch: Ort, an dem Naturstein aus dem Fels gewonnen wird.
  2. Rohblock: Grob gelöster Steinblock, der später bearbeitet wird.
  3. Werkstein: Stein, der gezielt für ein Bauwerk geformt und eingesetzt wird.
  4. Sandsteinbank: Zusammenhängende Lage von Sandstein im Gestein.
  5. Gesteinsprovenienz: Herkunft eines Gesteins aus einem bestimmten Gebiet oder Steinbruch.
  6. Steinmetzzeichen: Zeichen auf einem Werkstück, das mit Arbeitsorganisation und Steinmetzhandwerk zusammenhängen kann.
  7. Bauhütte: Werkstatt- und Organisationsform für Bau und Erhalt großer Bauwerke.
  8. Schadenskartierung: Planmäßige Erfassung von Schäden an einem Bauwerk.
  9. Materialverträglichkeit: Eignung eines neuen Materials im Zusammenspiel mit historischer Substanz.
  10. Denkmalpflege: Schutz, Erforschung, Erhaltung und Vermittlung von Kulturdenkmalen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum ist das Thema Steinbruch für das Ulmer Münster wichtig? (Weil die Herkunft und Qualität der Steine den Bau und die Restaurierung beeinflussen) (!Weil das Münster vollständig aus Beton gegossen wurde) (!Weil alle Steine aus einem einzigen modernen Baumarkt stammen) (!Weil Steinbrüche nur für Straßenbau wichtig sind)




Welches Material prägt viele sichtbare Werksteinteile und Steinmetzarbeiten am Ulmer Münster? (Sandstein) (!Kunststoff) (!Glasfaser) (!Gipskarton)




Warum wurden manche Steine im Steinbruch grob vorbearbeitet? (Um unnötiges Gewicht beim Transport zu vermeiden) (!Um sie absichtlich zerbrechlicher zu machen) (!Um den Transport zu verlängern) (!Um sie später nicht mehr prüfen zu müssen)




Welche Aufgabe hatte eine Bauhütte? (Sie organisierte Planung, Steinbearbeitung, Ausbildung und Bauausführung) (!Sie war ein Lager für Lebensmittel) (!Sie war ein mittelalterliches Gefängnis) (!Sie diente nur als Wohnhaus des Bürgermeisters)




Was ist ein Rohblock? (Ein aus dem Steinbruch gelöster, noch nicht fertig bearbeiteter Steinblock) (!Ein fertiges Kirchenfenster) (!Ein gebrannter Ziegel) (!Ein Holzgerüst)




Warum ist Materialverträglichkeit bei Restaurierungen wichtig? (Weil Ersatzsteine zur historischen Substanz und zur Belastung passen müssen) (!Weil alle neuen Steine möglichst bunt sein sollen) (!Weil alte Steine grundsätzlich entfernt werden müssen) (!Weil die Farbe allein ausreicht)




Welche Aussage zum Transport schwerer Steine ist richtig? (Transportwege mussten nach Gewicht, Entfernung, Gelände und Wasserwegen geplant werden) (!Steine konnten ohne Hilfsmittel beliebig weit getragen werden) (!Wasserwege waren immer und überall nutzbar) (!Der Transport spielte bei mittelalterlichen Bauten keine Rolle)




Was kann ein Steinmetzzeichen der Forschung zeigen? (Hinweise auf Arbeitsorganisation und bearbeitete Werkstücke) (!Die genaue Uhrzeit des Einbaus) (!Den heutigen Eintrittspreis) (!Die Farbe des ursprünglichen Himmels)




Warum lässt sich die Herkunft jedes einzelnen Steins nicht immer sicher bestimmen? (Weil Quellen fehlen, Steinbrüche verschwunden sind und später Reparaturen erfolgten) (!Weil Steine keine Materialeigenschaften besitzen) (!Weil das Münster nie restauriert wurde) (!Weil es im Mittelalter keine Steine gab)




Welche moderne Arbeit gehört zur Denkmalpflege am Münster? (Schäden dokumentieren, Ersatzmaterial prüfen und Werkstücke restaurieren) (!Historische Steine wahllos übermalen) (!Alle Fugen mit Plastik füllen) (!Das Gebäude regelmäßig abbauen)





Memory

Steinbruch Gewinnung des Rohblocks
Sandsteinbank Zusammenhängende Gesteinsschicht
Fuhrwerk Transport über Land
Bauhütte Werkstatt der Steinmetze
Steinmetzzeichen Individuelle Arbeitsmarke
Schablone Vorlage für Maß und Form
Mörtel Verbindung zwischen Steinen
Schadenskartierung Plan der verwitterten Bauteile





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Steinbruch Gestein gewinnen
Rohblock Schwerer Ausgangsstein
Fuhrwerk Landtransport
Bauhütte Feine Bearbeitung
Winde Lasten heben
Fuge Steine verbinden






Kreuzworträtsel

Sandstein Welches Gestein prägt viele sichtbare Werksteinteile am Ulmer Münster?
Donzdorf Welcher Ortsname steht für einen historischen Eisensandstein aus der Ostalb?
Fuhrwerk Welches Transportmittel nutzte man für schwere Lasten über Land?
Bauhuette Wie heißt die Werkstattorganisation der Steinmetze ohne Umlaut geschrieben?
Schablone Welche Vorlage überträgt Maße und Formen auf den Stein?
Muenster Wie nennt man die große Bürgerkirche in Ulm ohne Umlaut geschrieben?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Ulmer Münster wurde im Jahr

begonnen. Es entstand als Kirche der

. Viele Kanten und Turmteile bestehen aus

. Große Teile der Außenmauern enthalten auch

. Im Steinbruch wurden Rohblöcke mit Werkzeugen und Keilen aus der

gelöst. Für den Landtransport nutzte man schwere

. In der Bauhütte bearbeiteten Steinmetze die Blöcke nach

. Bei Restaurierungen ist die

entscheidend.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Materialspuren: Suche ein Foto des Ulmer Münsters und markiere Stellen, an denen Du unterschiedliche Materialien vermutest. Begründe Deine Beobachtung mit Farbe, Struktur und Form.
  2. Steinbruch-Skizze: Zeichne einen einfachen Steinbruch mit Gesteinsschicht, Rohblock, Werkzeugen und Transportweg.
  3. Transporttagebuch: Schreibe aus der Sicht eines mittelalterlichen Fuhrmanns einen Tagebucheintrag über den Weg eines schweren Steins nach Ulm.
  4. Fachwortkarten: Erstelle Lernkarten zu zehn Begriffen aus diesem aiMOOC, jeweils mit Definition und Beispiel.


Standard

  1. Materialvergleich: Vergleiche Sandstein, Kalkstein und Backstein in einer Tabelle nach Herkunft, Bearbeitbarkeit, Verwendung und Verwitterung.
  2. Routenplanung: Plane auf einer Karte eine mögliche Transportstrecke von einem historischen Steinbruchgebiet nach Ulm. Erkläre, welche Abschnitte über Land und welche über Wasser denkbar wären.
  3. Bauhütten-Interview: Entwickle zehn Interviewfragen an eine Steinmetzin oder einen Denkmalpfleger zur heutigen Arbeit am Münster.
  4. Schadenskartierung: Untersuche ein Foto eines verwitterten Steins und entwirf eine einfache Legende für Risse, Abplatzungen, Verschmutzung und intakte Bereiche.


Schwer

  1. Historische Rekonstruktion: Beurteile, warum die Herkunft einzelner Steine schwer zu beweisen ist. Nutze dabei die Begriffe Quelle, Materialanalyse, Reparatur und verlorener Steinbruch.
  2. Logistikkonzept: Entwickle ein mittelalterliches Transportkonzept für drei unterschiedlich große Werksteine. Berücksichtige Gewicht, Wegzustand, Wetter, Umschlagplatz und Risiko.
  3. Denkmalpflege-Gutachten: Schreibe ein kurzes Gutachten, welcher Ersatzstein geeignet wäre. Nenne Kriterien wie Farbe, Porosität, Festigkeit, Wasseraufnahme und Bearbeitbarkeit.
  4. Ausstellungskonzept: Plane eine kleine Ausstellung zum Thema „Vom Steinbruch zum Münsterturm“ mit fünf Stationen, passenden Objekten, Medien und Mitmachaufgaben.



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Lernkontrolle

  1. Ursache und Wirkung: Erkläre, wie die Wahl eines bestimmten Steins die Bauform, die Transportkosten und die spätere Verwitterung beeinflussen kann.
  2. Transfer Denkmalpflege: Übertrage das Problem des passenden Ersatzsteins auf ein anderes historisches Gebäude Deiner Region. Welche Informationen müsstest Du sammeln?
  3. Logistikentscheidung: Entscheide für einen schweren Steinblock, ob Landtransport oder Wassertransport günstiger wäre. Begründe mit mindestens vier Kriterien.
  4. Quellenkritik: Erkläre, warum eine einzelne historische Aussage zur Steinherkunft nicht ausreicht, um die Herkunft aller Steine am Münster zu beweisen.
  5. Handwerk und Wissenschaft: Zeige an einem Beispiel, wie traditionelles Steinmetzhandwerk und moderne Materialanalyse zusammenarbeiten.
  6. Nachhaltigkeit: Diskutiere, ob es nachhaltiger ist, Originalsteine möglichst lange zu erhalten oder schadhafte Steine frühzeitig zu ersetzen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Steinbruch und Transport am Ulmer Münster ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten aufzählst, sondern Zusammenhänge erklärst.

  1. Du kannst die wichtigsten Materialien am Münster unterscheiden.
  2. Du kannst den Weg eines Steins vom Steinbruch bis zum Einbau beschreiben.
  3. Du kannst erklären, warum Transport und Vorbearbeitung wirtschaftlich wichtig waren.
  4. Du kannst die Rolle der Münsterbauhütte früher und heute darstellen.
  5. Du kannst begründen, warum Denkmalpflege passende Ersatzmaterialien braucht.
  6. Du kannst mit Unsicherheiten der historischen Forschung umgehen und vorsichtige Aussagen formulieren.
  7. Du kannst eine eigene Skizze, Karte, Tabelle oder ein kurzes Gutachten zum Thema erstellen.




Ausgewählte Quellen und Weiterarbeit

  1. Münsterbauhütte Ulm: Geschichte der Ulmer Münsterbauhütte
  2. Wikipedia: Ulmer Münster
  3. LGRBwissen: Eisensandstein und Donzdorfer Sandstein
  4. LGRBwissen: Stubensandstein
  5. Wikimedia Commons: Medien zum Ulmer Münster


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