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Staatsgalerie Stuttgart - Baden-Württemberg

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Staatsgalerie Stuttgart - Baden-Württemberg




Einleitung

Die Staatsgalerie Stuttgart ist ein Kunstmuseum des Landes Baden-Württemberg und ein besonders ergiebiger Lernort für den Kunstunterricht. Ihre Geschichte beginnt mit dem 1843 eröffneten Königlichen Museum der bildenden Künste. Heute verbindet der Museumskomplex unterschiedliche Vorstellungen davon, wie Kunst gesammelt, gezeigt und betrachtet werden kann. Die Sammlung führt durch rund 700 Jahre Kunstgeschichte – vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart. Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 13 ist die Staatsgalerie deshalb nicht nur ein Ort zum „Anschauen“, sondern ein Raum zum genauen Beobachten, Fragenstellen, Vergleichen, Diskutieren und eigenen Gestalten.

Ein Museumsbesuch verändert die Bildanalyse: Vor dem Original kannst Du Größe, Material, Oberfläche, Rahmung, Licht, Abstand und räumliche Wirkung anders erfahren als auf einem Bildschirm oder im Schulbuch. Gleichzeitig fordert ein Museum dazu heraus, die eigene Wahrnehmung zu überprüfen. Was siehst Du tatsächlich? Was vermutest Du? Welche Deutung lässt sich am Werk belegen? Genau diese Trennung zwischen Beobachtung, Analyse und Interpretation ist eine zentrale Kompetenz im Fach Kunst.

Dieser aiMOOC eignet sich zur Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung eines Besuchs. Er ist so angelegt, dass Lernende der Klassen 7 bis 9 mit klaren Beobachtungsaufträgen arbeiten können, während Lernende der Klassen 10 bis 13 stärker kunsthistorische Kontexte, Rezeptionsfragen, Provenienzforschung, Architektur und eigene Urteile einbeziehen.


Die Staatsgalerie als Kunst- und Lernort


Geschichte und Architektur

Die Alte Staatsgalerie wurde nach Plänen von Gottlob Georg von Barth errichtet und 1843 eröffnet. Ihr klassizistischer Charakter steht für eine Museumsarchitektur des 19. Jahrhunderts, in der Ordnung, Symmetrie und Repräsentation eine wichtige Rolle spielen. Schon dadurch wird das Gebäude selbst zu einer Quelle: Du kannst untersuchen, welches Bild von Kunst und Öffentlichkeit durch Treppen, Fassaden, Raumfolgen und Blickachsen vermittelt wird.

1984 wurde die Neue Staatsgalerie eröffnet. Der Entwurf stammt von James Stirling, Michael Wilford und ihrem Büro. Der Bau gilt als ein bedeutendes Beispiel der Postmoderne. Klassische Architekturformen werden aufgegriffen, verändert und mit modernen Materialien, kräftigen Farben und technischen Elementen kombiniert. Besonders auffällig sind die Rotunde, die steinernen Fassaden, farbige Geländer und Fensterrahmen sowie Wege, die das Gebäude mit der Stadt verbinden.

Für eine Architekturanalyse kannst Du fragen: Welche Formen wiederholen sich? Wo entstehen Kontraste zwischen Stein, Glas und Metall? Wie wird Bewegung gelenkt? Welche historischen Formen werden zitiert? Und wie verändert sich Deine Wahrnehmung, wenn Du das Gebäude nicht nur frontal ansiehst, sondern durchschreitest?

Die Architektur macht deutlich: Ein Museum ist niemals nur eine neutrale Hülle. Räume beeinflussen, wie lange wir vor einem Werk stehen, aus welcher Distanz wir es sehen, mit welchen anderen Werken wir es vergleichen und welche Atmosphäre dabei entsteht.


Die Sammlung als Zeitreise und Vergleichsraum

Die Staatsgalerie verbindet Malerei, Skulptur, Graphik, Installation und weitere künstlerische Medien. Besonders bedeutend sind unter anderem Bestände der alten Meister, des 19. Jahrhunderts, der Klassischen Moderne und der Kunst nach 1945. Zu den bekannten Schwerpunkten gehören Werke von Hans Memling, Rembrandt van Rijn, Claude Monet, Oskar Schlemmer, Henri Matisse, Pablo Picasso, Max Beckmann und Joseph Beuys.

Für das Lernen ist jedoch nicht entscheidend, möglichst viele berühmte Namen zu sammeln. Spannender ist es, gezielte Vergleiche anzulegen: Wie verändert sich die Darstellung des Menschen? Welche Rolle spielt Farbe in verschiedenen Epochen? Wie werden Raum und Bewegung konstruiert? Wann erzählt ein Bild eine Geschichte, wann richtet es die Aufmerksamkeit stärker auf Material, Form oder Wahrnehmung?

Da Sammlungspräsentationen wechseln und einzelne Werke zeitweise nicht ausgestellt sein können, solltest Du vor einem realen Besuch die aktuellen Hinweise der Staatsgalerie und die digitale Sammlung prüfen.


Kunstwerke systematisch analysieren


Eine Methode in sechs Schritten

Eine gute Werkanalyse entwickelt sich vom Sichtbaren zum begründeten Urteil. Die folgenden sechs Schritte lassen sich auf Gemälde, Skulpturen, Installationen und – angepasst – auch auf Architektur übertragen.

  1. Wahrnehmen: Nimm Dir zunächst Zeit. Notiere erste Eindrücke, ohne sofort zu erklären.
  2. Beschreiben: Benenne Motiv, Figuren, Gegenstände, Farben, Formen, Materialien, Format und auffällige Details möglichst sachlich.
  3. Analysieren: Untersuche Komposition, Raum, Perspektive, Licht, Farbe, Linie, Oberfläche, Größenverhältnisse, Bewegung und Blickführung.
  4. Deuten: Formuliere eine Aussage über mögliche Bedeutungen und belege sie mit konkreten Beobachtungen.
  5. Kontextualisieren: Beziehe Entstehungszeit, künstlerische Position, Funktion, Auftrag, historische Bedingungen oder spätere Rezeptionsgeschichte ein.
  6. Urteilen: Entwickle ein eigenes, nachvollziehbar begründetes Urteil. Ein persönlicher Eindruck zählt, wenn Du erklärst, wie er durch das Werk entsteht.

Für Klassen 7 bis 9 kann eine Analyse mit wenigen gut gewählten Kategorien beginnen. In den Klassen 10 bis 13 sollte stärker zwischen formaler Analyse, Ikonografie, historischer Einordnung, gesellschaftlichem Kontext und eigener Bewertung unterschieden werden.


Beispiel 1: Rembrandt – Paulus im Gefängnis

Rembrandts Paulus im Gefängnis von 1627 gehört zur Sammlung der Staatsgalerie. Das Werk eignet sich besonders, um Licht, Körperhaltung, Blickführung und psychologische Wirkung zu untersuchen. Statt nur zu fragen, „Was stellt das Bild dar?“, kannst Du beobachten, welche Bereiche hervorgehoben werden, wie Hell und Dunkel gegeneinander arbeiten und wie die Haltung der Figur Konzentration oder innere Spannung vermittelt.

Eine starke Analyse vermeidet vorschnelle Aussagen wie „Paulus ist traurig“. Präziser wäre: Welche Körperhaltung, Gesichtszüge, Lichtzonen und Gegenstände lassen eine bestimmte Stimmung plausibel erscheinen? So wird aus einer Behauptung eine begründete Interpretation.


Beispiel 2: Hans Memling – Bathseba im Bade

Hans Memlings Bathseba im Bade entstand um 1485. Das Gemälde bietet zahlreiche Ansatzpunkte für eine genaue Untersuchung von Raum, Körperdarstellung, Stofflichkeit, Gegenständen und Blickbeziehungen. Gerade bei historischen Bildern ist es wichtig, moderne spontane Bewertungen zunächst von der Beschreibung zu trennen und anschließend zu fragen, welche religiösen, gesellschaftlichen und bildkulturellen Vorstellungen der Entstehungszeit eine Rolle spielen.

Du kannst außerdem untersuchen, wie ein Bild den Blick des Publikums lenkt und welche Position Betrachterinnen und Betrachter dabei einnehmen. Für ältere Lerngruppen lässt sich daraus eine Diskussion über Körperbilder, Gender, Macht des Blicks und historische Sehgewohnheiten entwickeln.


Beispiel 3: Claude Monet – Felder im Frühling

Claude Monets Felder im Frühling von 1887 eignet sich für eine Analyse von Licht, Farbe und malerischer Oberfläche. Statt einzelne Gegenstände nur zu benennen, solltest Du untersuchen, wie Farbflecken, Kontraste und Pinselspuren gemeinsam einen Landschaftseindruck erzeugen. Bei einem Original wird besonders deutlich, dass ein Gemälde zugleich Bildmotiv und bemalte Oberfläche ist.

Für einen Vergleich kannst Du fragen: Wie verändert sich die Wirkung aus der Nähe und aus mehreren Metern Entfernung? Welche Farben nimmst Du zuerst wahr? Wo entsteht Tiefe, obwohl die Leinwand flach ist? So verbindet sich Impressionismus mit konkreter Wahrnehmung.


Beispiel 4: Oskar Schlemmer – Das Triadische Ballett

Oskar Schlemmer wurde 1888 in Stuttgart geboren. Seine Figuren zum Triadischen Ballett aus den frühen 1920er-Jahren gehören zu den herausragenden Beständen der Staatsgalerie. Das Werk verbindet bildende Kunst, Bühne, Kostüm, Körper, Bewegung, Farbe und Raum. Es eignet sich deshalb besonders für fächerübergreifendes Lernen zwischen Bauhaus, Tanz, Theater, Design und Kunst.

Achte auf geometrische Grundformen und darauf, wie Kostüme natürliche Körperbewegungen verändern. Eine spannende Leitfrage lautet: Wird der Mensch durch das Kostüm freier, fremder oder stärker zu einer konstruierten Figur? Du kannst diese Frage durch eigene Bewegungsversuche mit Papierformen oder einfachen tragbaren Konstruktionen untersuchen.


Beispiel 5: Edward Burne-Jones – der Perseus-Zyklus

Der Perseus-Zyklus von Edward Burne-Jones ist besonders geeignet, um serielles Erzählen zu untersuchen. Mehrere Bilder greifen Stationen des Perseus-Mythos auf. Im Museum kannst Du vergleichen, wie sich Figuren, Farben, Räume und Spannungsmomente von Bild zu Bild verändern. Eine Serie fordert Dich dazu auf, nicht nur ein Einzelwerk, sondern Beziehungen zwischen mehreren Bildern zu analysieren.

Für Klassen 7 bis 9 bietet sich eine Bildfolge mit kurzen Szenentiteln an. In den Klassen 10 bis 13 kann zusätzlich untersucht werden, wie ein antiker Mythos im 19. Jahrhundert neu inszeniert wird und wie sich Erzählung, Symbolik und Stil gegenseitig beeinflussen.


Das Museum als Lernort nutzen


Vor dem Besuch

Ein gelungener Museumsbesuch beginnt nicht mit einem langen Referat über Kunstgeschichte, sondern mit einer klaren Frage. Eine Klasse kann beispielsweise in Expertengruppen zu Farbe, Raum, Menschendarstellung, Material oder Bewegung arbeiten. Jede Gruppe entwickelt vorab zwei Beobachtungsfragen und wählt im Museum passende Werke aus.

Der digitale Mediaguide der Staatsgalerie kann zur Vorbereitung und Nachbereitung genutzt werden. Er enthält Rundgänge, Audioangebote und teilweise vereinfachte Navigation oder Texte zum Mitlesen. Dadurch lässt sich ein Museumsbesuch auch mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen vorbereiten.


Im Museum: langsam sehen statt schnell sammeln

Im Museum lohnt sich Slow Looking: Bleibe mehrere Minuten vor einem ausgewählten Werk, bevor Du die Objektbeschriftung liest. Notiere zunächst, was Du selbst entdecken kannst. Tausche Dich dann mit einer Partnerin oder einem Partner aus. Erst danach nutzt Ihr Titel, Datierung und weitere Informationen, um Eure Hypothesen zu überprüfen.

Ein sinnvolles Museumsprotokoll enthält deshalb nicht nur Fakten. Es dokumentiert Beobachtungen, Skizzen, offene Fragen, Veränderungen der eigenen Deutung und räumliche Eindrücke. Fotografiere nur dort, wo es erlaubt ist, und respektiere Abstände, Wege sowie Hinweise des Museums. Berühre Kunstwerke nicht, sofern eine Arbeit nicht ausdrücklich zur Interaktion vorgesehen ist.

Das Video kann als Anlass dienen, über ungeschriebene und geschriebene Regeln des Museums zu diskutieren: Wer entscheidet, wie man sich vor Kunst verhält? Welche Regeln schützen Werke, welche prägen soziale Erwartungen? Und wie kann ein Museum offen wirken, ohne den Schutz der Sammlung aufzugeben?


Nach dem Besuch

Die Nachbereitung sollte mehr sein als eine Sammlung von Arbeitsblättern. Besonders ergiebig ist ein Produkt, in dem Wahrnehmung und Analyse sichtbar werden: ein Audioguide, eine Mini-Ausstellung, ein Vergleichsplakat, ein kurzes Erklärvideo, eine zeichnerische Raumstudie oder eine kuratierte digitale Galerie.

Für ältere Schülerinnen und Schüler bietet sich zusätzlich die Frage an, wie ein Museum Wissen erzeugt. Objekttexte, Hängung, Licht, Raumfolge und Auswahl sind Entscheidungen. Sie können bestimmte Deutungen erleichtern und andere in den Hintergrund rücken. Damit wird Kuration selbst zum Gegenstand der Analyse.


Vertiefung: Museum, Gesellschaft und Verantwortung


Provenienz und Sammlungsgeschichte

Kunstwerke haben nicht nur eine Entstehungsgeschichte, sondern auch eine Besitz- und Sammlungsgeschichte. Provenienzforschung untersucht, wem Werke zu unterschiedlichen Zeiten gehörten, wie sie den Besitzer wechselten und ob Erwerbungen rechtmäßig waren. Besonders für die Zeit des Nationalsozialismus, für verfolgungsbedingt entzogene Kulturgüter und für koloniale Kontexte ist diese Arbeit von großer Bedeutung.

Für den Unterricht bedeutet das: Ein Museum kann nicht nur danach befragt werden, was es zeigt, sondern auch danach, wie Werke in die Sammlung gelangten und welche Verantwortung daraus entsteht.


Original, Reproduktion und digitales Bild

Ein digitales Bild ist für Recherche und Vorbereitung sehr nützlich, ersetzt aber das Original nicht vollständig. Bildschirmgröße, Farbdarstellung, Ausschnitt und Auflösung verändern die Wahrnehmung. Umgekehrt erlaubt die digitale Ansicht oft eine starke Vergrößerung und einen direkten Vergleich mehrerer Werke.

Die beste Lernstrategie verbindet daher beides: Nutze digitale Medien, um Fragen vorzubereiten, und prüfe diese anschließend vor dem Original. Danach kannst Du digitale Werkzeuge einsetzen, um Beobachtungen zu dokumentieren, zu vergleichen und zu präsentieren. Beachte dabei stets Urheberrecht und Nutzungsrechte.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum ist das Original im Museum für eine Kunstwerkanalyse besonders wichtig? (Weil Größe Material Oberfläche und Raumwirkung direkt erfahrbar werden) (!Weil digitale Bilder grundsätzlich keine Informationen zeigen) (!Weil im Museum jede Deutung automatisch richtig ist) (!Weil Kunstwerke nur ohne Vorwissen betrachtet werden dürfen)




Welcher Schritt sollte einer begründeten Deutung vorausgehen? (Eine genaue Beschreibung und Analyse) (!Eine Bewertung nach persönlichem Geschmack) (!Das Auswendiglernen des Museumstextes) (!Eine möglichst schnelle Epochenzuordnung)




Wofür ist die Neue Staatsgalerie ein wichtiges Beispiel? (Postmoderne Architektur) (!Romanische Kirchenarchitektur) (!Barocke Schlossarchitektur) (!Gotische Kathedralarchitektur)




Welche Frage gehört besonders zur formalen Bildanalyse? (Wie lenken Farbe Licht und Komposition den Blick) (!Wie teuer ist das Kunstwerk heute) (!Wie viele Personen besuchen das Museum jährlich) (!Welche Note erhält eine persönliche Meinung)




Wodurch wird eine Interpretation überzeugend? (Durch Belege aus konkreten Beobachtungen am Werk) (!Durch möglichst viele Fremdwörter) (!Durch Zustimmung der gesamten Lerngruppe) (!Durch die Länge des Textes)




Was verbindet das Triadische Ballett besonders? (Körper Bewegung Kostüm Farbe und Raum) (!Nur Landschaft und Zentralperspektive) (!Nur Fotografie und Architektur) (!Nur Schrift und Typografie)




Warum eignet sich ein Bilderzyklus für vergleichendes Lernen? (Weil Veränderungen und Beziehungen zwischen mehreren Bildern untersucht werden können) (!Weil alle Bilder eines Zyklus identisch gestaltet sind) (!Weil nur die Reihenfolge der Jahreszahlen wichtig ist) (!Weil Einzelbeobachtungen dadurch unnötig werden)




Was bedeutet Slow Looking im Museum? (Ein Werk über längere Zeit aufmerksam zu beobachten) (!Alle Räume möglichst schnell zu durchlaufen) (!Nur die Beschriftungen abzuschreiben) (!Ausschließlich Videos über Kunst anzusehen)




Womit beschäftigt sich Provenienzforschung? (Mit der Besitz und Sammlungsgeschichte von Kunstwerken) (!Mit der Herstellung von Museumsbeleuchtung) (!Mit der Berechnung von Perspektivlinien) (!Mit der Reinigung von Fußböden im Museum)




Warum ist Museumsarchitektur für den Kunstunterricht relevant? (Weil Räume Wege und Blickachsen die Wahrnehmung von Kunst beeinflussen) (!Weil Architektur keinen Einfluss auf Ausstellungen hat) (!Weil nur die Außenfassade eines Museums analysiert werden kann) (!Weil jedes Kunstmuseum gleich aufgebaut ist)





Memory

Komposition Anordnung der Bildelemente
Provenienz Besitzgeschichte eines Kunstwerks
Postmoderne Stilkontext des Stirling-Baus
Slow Looking Langsame aufmerksame Betrachtung
Schlemmer Triadisches Ballett
Monet Felder im Frühling
Rembrandt Paulus im Gefängnis
Kuration Auswahl und Präsentation von Werken





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Farbe Wirkung von Kontrasten und Farbbeziehungen
Komposition Ordnung und Gewichtung der Bildelemente
Raum Tiefe Perspektive und Verhältnis zum Betrachtenden
Material Stofflichkeit Oberfläche und Technik
Kontext Historische gesellschaftliche und künstlerische Bezüge




...


Kreuzworträtsel

Postmoderne Zu welcher Architekturrichtung wird die Neue Staatsgalerie häufig gezählt?
Komposition Wie heißt die Anordnung und Gewichtung von Bildelementen?
Schlemmer Welcher Künstler schuf das Triadische Ballett?
Provenienz Wie heißt die erforschte Herkunfts- und Besitzgeschichte eines Kunstwerks?
Travertin Welcher Naturstein prägt Teile der Neuen Staatsgalerie?
Original Wie nennt man das tatsächliche Kunstwerk im Gegensatz zu seiner Reproduktion?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Staatsgalerie Stuttgart ist ein bedeutender Lernort für das Fach

. Die Alte Staatsgalerie wurde im Jahr

eröffnet. Die Neue Staatsgalerie gilt als wichtiges Beispiel der

. Eine Kunstwerkanalyse beginnt mit genauem

. Aussagen über Bedeutung sollten durch sichtbare Merkmale am

belegt werden. Die Anordnung der Bildelemente nennt man

. Beim Slow Looking wird ein Kunstwerk besonders

betrachtet. Oskar Schlemmers Triadisches Ballett verbindet Kunst mit Körper und

. Die Erforschung der Besitzgeschichte eines Kunstwerks heißt

. Ein Museumsraum beeinflusst durch Wege und Blickachsen die

. Digitale Abbildungen können das Lernen unterstützen, ersetzen die Erfahrung des

aber nicht vollständig.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildbeschreibung: Wähle ein Werk aus dem aiMOOC und schreibe zehn Sätze, die nur beschreiben, was sichtbar ist. Vermeide Deutungen.
  2. Farbe: Erstelle zu Monets „Felder im Frühling“ eine kleine Farbskala und notiere, welche Farbbeziehungen Dir besonders auffallen.
  3. Architektur: Zeichne aus einer Fotografie der Neuen Staatsgalerie drei auffällige Formen ab und markiere, wo sich gerade, runde oder schräge Elemente begegnen.
  4. Museum: Formuliere fünf Regeln für einen respektvollen Museumsbesuch und begründe jeweils, wem oder was die Regel dient.


Standard

  1. Bildanalyse: Analysiere „Paulus im Gefängnis“ mit den Schritten Beschreibung, Analyse und Deutung. Belege jede Deutung mit mindestens zwei Beobachtungen.
  2. Kunstvermittlung: Produziere einen Audioguide von höchstens drei Minuten zu einem Werk der Staatsgalerie. Beginne mit einer Beobachtungsfrage statt mit Lebensdaten.
  3. Oskar Schlemmer: Entwirf aus Papier oder Karton eine tragbare geometrische Form und dokumentiere, wie sie Deine Bewegungsmöglichkeiten verändert.
  4. Kuration: Plane eine Mini-Ausstellung mit drei Werken unter einem selbst gewählten Thema. Begründe Reihenfolge, Nachbarschaften und einen passenden Ausstellungstitel.


Schwer

  1. Provenienzforschung: Recherchiere zu einem Werk der Staatsgalerie seine Besitz- oder Erwerbungsgeschichte und kennzeichne klar, welche Angaben belegt und welche noch offen sind.
  2. Museumsarchitektur: Vergleiche Alte und Neue Staatsgalerie hinsichtlich Material, Form, Wegführung und Vorstellung von Öffentlichkeit. Entwickle daraus eine begründete These.
  3. Rezeptionsästhetik: Beobachte bei einem Museumsbesuch, wie unterschiedliche Personen Abstand, Dauer und Blickrichtung vor einem Werk wählen. Werte Deine Beobachtungen anonym und ohne Fotos von Personen aus.
  4. Kunstkritik: Verfasse eine Rezension darüber, ob die Präsentation eines ausgewählten Werks seine Wirkung unterstützt. Beziehe Raum, Licht, Nachbarschaft und Beschriftung ein.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Bildanalyse: Du siehst ein Dir unbekanntes Werk ohne Titel. Entwickle eine Reihenfolge von fünf Untersuchungsschritten und begründe, warum diese Reihenfolge voreilige Deutungen verhindert.
  2. Vergleich Original und Reproduktion: Erkläre an einem konkreten Beispiel, welche Erkenntnisse eine digitale Abbildung ermöglicht und welche Beobachtungen erst vor dem Original zuverlässig möglich werden.
  3. Museumskonzept: Entwirf für eine Schulklasse einen 45-minütigen Museumsrundgang mit nur drei Stationen. Begründe die Auswahl so, dass ein erkennbarer Lernfortschritt entsteht.
  4. Architektur und Wahrnehmung: Zeige anhand der Neuen Staatsgalerie, wie Architektur das Verhalten und Sehen von Besucherinnen und Besuchern beeinflussen kann.
  5. Deutung und Beleg: Formuliere zu einem Werk zwei unterschiedliche Deutungshypothesen. Prüfe anschließend, welche Beobachtungen jeweils dafür und dagegen sprechen.
  6. Verantwortung von Museen: Nimm begründet Stellung dazu, warum Herkunft, Besitzgeschichte und Präsentationsweise eines Kunstwerks Teil einer kunstwissenschaftlichen Auseinandersetzung sein sollten.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fakten reproduzierst, sondern Deine Wahrnehmung nachvollziehbar in Analyse und Urteil überführst.

  1. Du kannst Beobachtung, Beschreibung, Analyse, Deutung und Bewertung voneinander unterscheiden.
  2. Du kannst Farbe, Form, Komposition, Raum, Licht, Material und Blickführung an einem konkreten Werk untersuchen.
  3. Du kannst Deutungen mit sichtbaren Merkmalen begründen und alternative Deutungen prüfen.
  4. Du kannst mindestens zwei Werke oder zwei Präsentationsformen nach selbst gewählten Kriterien vergleichen.
  5. Du kannst erklären, wie Museumsarchitektur, Hängung, Beschriftung und räumliche Situation die Wahrnehmung beeinflussen.
  6. Du kannst den Unterschied zwischen Original und Reproduktion reflektieren.
  7. Du kannst bei Recherche und Präsentation Quellen, Urheberrecht und offene Wissensfragen transparent behandeln.
  8. Du kannst ein eigenes Produkt wie Analyse, Audioguide, Ausstellungskonzept, Skizzenserie oder Erklärvideo fachlich begründet gestalten.




OERs zum Thema


Digitale Vertiefung

Für die Vorbereitung eines realen Besuchs sind die Staatsgalerie, ihre digitale Sammlung und der Mediaguide besonders sinnvoll. Der Mediaguide kann auch außerhalb des Museums genutzt werden und bietet unter anderem Werkbeschreibungen, Audiobeiträge und barriereärmere Zugänge. Nutze aktuelle Museumsinformationen, um vor dem Besuch zu prüfen, welche Werke tatsächlich gezeigt werden.


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