Stäbe verdrehen, biegen, einrollen und kröpfen - Schmied

Stäbe verdrehen, biegen, einrollen und kröpfen - Schmied
Stäbe verdrehen, biegen, einrollen und kröpfen - Schmied

Einleitung
Das handwerkliche Schmieden gehört zum Umformen. Beim Schmieden wird ein metallisches Werkstück durch Druckkräfte zwischen Werkzeugen geformt. Beim manuellen Freiformschmieden entstehen Form und Maß durch das gezielte Erwärmen, Halten, Führen und Schlagen des Werkstücks. Die vier Arbeitsweisen Verdrehen, Biegen, Einrollen und Kröpfen werden im Metallbau, in der Kunstschmiede, bei Beschlägen, Griffen, Gittern, Haken und Übungsstücken häufig miteinander kombiniert.
Dieser aiMOOC richtet sich an Lernende in der beruflichen Ausbildung. Er unterstützt die Vorbereitung und Auswertung von Werkstattübungen, ersetzt aber keine Unterweisung. Praktische Arbeiten dürfen nur nach Arbeitsauftrag, Gefährdungsbeurteilung und Einweisung sowie unter Aufsicht einer fachkundigen Person durchgeführt werden.

Lernziele
Nach der Bearbeitung kannst Du die vier Verfahren fachlich unterscheiden, geeignete Werkzeuge auswählen, einen Arbeitsablauf planen, typische Fehler erkennen und die Qualität eines Werkstücks beurteilen. Du kannst außerdem erklären, warum Werkstoff, Erwärmung, Biegeradius, Spannlänge, Torsionswinkel, Werkzeugführung und Arbeitsschutz das Ergebnis beeinflussen.
Fachliche Einordnung
Schmieden ist Druckumformen. Beim manuellen Freiformschmieden enthalten Hammer und Amboss die vollständige Endform nicht; die Geometrie entsteht durch viele gezielte Arbeitsschritte. Biegen gehört zum Biegeumformen. Verdrehen beziehungsweise Tordieren ist eine Form des Schubumformens. Einrollen ist ein fortlaufendes Biegen zu einer Öse, Schnecke oder Volute. Kröpfen erzeugt durch mindestens zwei gegensinnige Biegungen einen kurzen Versatz am Stab.
| Verfahren | Kennzeichnende Beanspruchung | Typisches Ergebnis | Wichtige Prüfmerkmale |
|---|---|---|---|
| Verdrehen | Torsion und Schubbeanspruchung | Schraubenförmiger Verlauf von Kanten oder Profilen | Gleichmäßige Steigung, gerader Stab, saubere Übergänge |
| Biegen | Biegemoment; außen Zug, innen Druck | Winkel, Bogen oder Radius | Winkel, Radius, Ebene, Maßhaltigkeit |
| Einrollen | Fortlaufendes Biegen mit kleiner werdendem Radius | Öse, Schnecke oder Volute | Rundlauf, Volutenauge, gleichmäßiger Abstand, ebene Lage |
| Kröpfen | Zwei oder mehr gegensinnige Biegungen | Versatz bei meist parallelen Stabachsen | Versatzmaß, Parallelität, Winkel, Symmetrie |
Arbeitsschutz und Arbeitsvorbereitung
Beim Schmieden treten Gefährdungen durch heiße Werkstücke, Zunder, Funken, Schlagwerkzeuge, Quetschstellen, Lärm, Rauch und Stolperstellen auf. Auch ein nicht mehr glühendes Werkstück kann noch schwere Verbrennungen verursachen. Deshalb gilt: Ein abgelegtes warmes Werkstück wird gekennzeichnet oder an einem festgelegten Ort abgelegt. Zange und Werkstück müssen zusammenpassen; die Hände bleiben außerhalb des Schlag- und Quetschbereichs.

- Persönliche Schutzausrüstung: Trage die im Betrieb festgelegte Schutzbrille, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe und geeignete, eng anliegende Arbeitskleidung; zusätzliche Schutzausrüstung richtet sich nach Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung.
- Werkzeugprüfung: Prüfe Hammerstiel, Hammerkopf, Zange, Spannvorrichtung, Amboss und Hilfswerkzeuge vor Arbeitsbeginn auf festen Sitz, Risse und Beschädigungen.
- Arbeitsplatzorganisation: Halte Laufwege frei, entferne brennbare Stoffe und lege heiße Werkstücke nur an gekennzeichneten Stellen ab.
- Unterweisung: Benutze Maschinenhammer, Presse, Schleifmaschine oder Gasfeuer nur nach besonderer Einweisung und Arbeitsauftrag.
- Kommunikation: Bei Teamarbeit führt eine Person das Werkstück und gibt eindeutige Kommandos; Unbeteiligte halten Abstand.
Werkstück und Arbeitsplan
Vor dem Erwärmen liest Du die Zeichnung oder Skizze, bestimmst Ausgangsquerschnitt, Fertigmaße, Bearbeitungsreihenfolge und Prüfschritte. Markiere die Umformzone mit Kreide, Körnung oder Anschlag nur so, dass keine schädliche Kerbe entsteht. Lege außerdem fest, welche Bereiche gerade bleiben müssen. Bei einer Verdrehung sind das zum Beispiel die Übergangszonen und die wirksame Spannlänge.
Werkstoff und Erwärmung
Die zulässige Schmiedetemperatur hängt vom Werkstoff ab. Obere und untere Schmiedetemperatur sind deshalb dem Arbeitsauftrag, dem Werkstoffdatenblatt oder den Vorgaben der Ausbilderin beziehungsweise des Ausbilders zu entnehmen. Glühfarben können eine Orientierung geben, werden aber durch Umgebungslicht, Zunder und Oberflächenzustand beeinflusst und ersetzen keine fachgerechte Temperaturbeurteilung.
Erwärme die Umformzone möglichst gleichmäßig. Eine zu kurze Warmzone führt beim Verdrehen zu abrupten Übergängen und beim Biegen zu Knicken. Eine unnötig lange Warmzone macht benachbarte Bereiche unkontrolliert weich. Überhitzen begünstigt starken Zunder, Entkohlung und Werkstoffschädigung; Umformen unterhalb der geeigneten Temperatur erhöht Kraftbedarf und Rissgefahr.

Werkzeuge und Hilfsmittel
| Werkzeug oder Hilfsmittel | Aufgabe | Fachlicher Hinweis |
|---|---|---|
| Schmiedehammer | Schlagen, Richten und Nachformen | Hammermasse und Bahn müssen zur Werkstückgröße und Arbeit passen. |
| Amboss | Gegenlage sowie Biegen über Bahn, Kante und Horn | Die scharfe Ambosskante darf empfindliche Werkstückbereiche nicht ungewollt einkerben. |
| Schmiedezange | Sicheres Halten und Führen | Maulform und Querschnitt müssen zum Werkstück passen. |
| Schraubstock oder Spannvorrichtung | Festhalten beim Verdrehen | Werkstück fluchtend und ohne schädliche Quetschung einspannen. |
| Drehschlüssel oder geeignete Zange | Einleiten des Torsionsmoments | Der Angriff muss rechtwinklig und kontrolliert erfolgen. |
| Biegegabel, Biegedorn oder Biegeplatte | Führen definierter Radien und Winkel | Dornmaß und Abstand bestimmen die Geometrie. |
| Lehre, Winkel und Maßstab | Prüfen von Radius, Winkel, Versatz und Parallelität | Möglichst zwischen den Wärmegängen prüfen, solange Korrekturen möglich sind. |
| Drahtbürste | Entfernen losen Zunders | Nur mit sicherer Werkstückauflage und passender Schutzbrille verwenden. |

Stäbe verdrehen
Beim Verdrehen oder Tordieren wird ein festgelegter Stababschnitt um seine Längsachse gedreht. Besonders sichtbar ist die Torsion an Vierkant- oder Flachstäben, weil deren Kanten eine Schraubenlinie bilden. Die Form wird durch Querschnitt, Spannlänge, Temperaturverteilung, Drehrichtung und Drehwinkel bestimmt.
Arbeitsfolge beim Verdrehen
- Anzeichnen: Begrenze die wirksame Spannlänge und markiere die gewünschte Drehrichtung.
- Erwärmen: Erwärme nur den zu verdrehenden Abschnitt gleichmäßig und schütze die geraden Endbereiche vor unnötiger Erwärmung.
- Einspannen: Spanne den Stab fluchtend, sodass die Stabachse nicht seitlich versetzt wird.
- Tordieren: Drehe mit geeignetem Drehschlüssel oder einer passenden Zange langsam und ohne ruckartige Bewegung.
- Kontrollieren: Prüfe Windungszahl, Steigung, Übergänge und Geradheit aus mehreren Blickrichtungen.
- Richten: Korrigiere eine entstandene Krümmung nur im geeigneten Temperaturbereich und mit kleinen, gezielten Schlägen.
Eine gleichmäßige Torsion entsteht nur, wenn die Temperatur über die Spannlänge annähernd gleich ist. Ist die Mitte heißer als die Randbereiche, konzentriert sich die Verdrehung dort. Wird ein Ende schräg eingespannt, entsteht zusätzlich eine unerwünschte Biegung. Bei mehreren gleichen Werkstücken helfen Anschläge, Markierungen und eine festgelegte Zahl von Teilumdrehungen.
Typische Fehler beim Verdrehen
| Fehlerbild | Mögliche Ursache | Korrektur oder Vorbeugung |
|---|---|---|
| Ungleichmäßige Steigung | Ungleichmäßige Erwärmung oder ruckartiges Drehen | Temperatur ausgleichen und gleichmäßig tordieren |
| Verdrehung außerhalb der Markierung | Warmzone zu lang oder Einspannung ungenau | Erwärmungs- und Spannlänge begrenzen |
| Stab ist krumm | Werkstück nicht fluchtend oder Drehwerkzeug schräg geführt | Achsen ausrichten und während des Drehens kontrollieren |
| Risse an Kanten | Zu niedrige Temperatur, Kerben oder zu großer Drehwinkel | Werkstoffvorgaben beachten und Oberfläche vorab prüfen |
Stäbe biegen
Beim Biegen wird die Stabachse in einen Winkel oder Bogen überführt. Auf der Außenseite der Biegung wird der Werkstoff gedehnt, auf der Innenseite gestaucht. Dazwischen liegt eine Zone mit geringer Längenänderung, die häufig als neutrale Faser beschrieben wird. Kleine Biegeradien erhöhen Dehnung und Querschnittsverformung. Deshalb müssen Radius, Werkstoff, Querschnitt und Temperatur zusammenpassen.
Arbeitsfolge beim Biegen
- Biegestelle: Markiere die Lage des Bogens oder Winkels und berücksichtige die durch die Biegung veränderte Projektion des Stabs.
- Erwärmungszone: Erwärme den Bereich gleichmäßig, der tatsächlich gebogen werden soll.
- Vorbiegen: Leite den Bogen über Ambosskante, Horn, Dorn oder Biegegabel ein, ohne einen unerwünschten Knick zu schlagen.
- Fertigbiegen: Arbeite schrittweise bis an Lehre, Schablone oder Winkel.
- Richten: Prüfe, ob das Werkstück in einer Ebene liegt und ob angrenzende Stababschnitte gerade geblieben sind.
Bei scharfen Ecken kann ein reines Umbiegen den Außenbereich stark ausdünnen. Je nach Zeichnung kann deshalb ein geeigneter Radius, ein vorheriges Stauchen oder eine andere Arbeitsfolge notwendig sein. Die Entscheidung trifft die fachkundige Person anhand von Werkstoff, Belastung und Gestaltung.
Stäbe einrollen
Einrollen bedeutet, ein Stabende fortlaufend zu einer Öse, Schnecke oder Volute zu biegen. Für eine harmonische Schnecke wird das Ende häufig zuvor verjüngt und sauber gerundet. Die Einrollung beginnt am dünnen Ende. Danach wird der Bogen abschnittsweise vergrößert. Das Zentrum heißt bei einer Volute Volutenauge.

Arbeitsfolge beim Einrollen
- Ende vorbereiten: Forme eine gleichmäßige Spitze oder ein gerundetes Ende ohne scharfe Kerbe.
- Erste Krümmung: Biege die Spitze über eine kleine Kante oder einen geeigneten Dorn zu einem engen Anfangsbogen.
- Volutenauge: Schließe den Anfang kontrolliert, ohne das Material zu quetschen oder übereinanderzuschieben.
- Schnecke aufbauen: Rolle den folgenden Abschnitt schrittweise über Horn, Dorn oder Biegegabel weiter.
- Ebene prüfen: Lege die Schnecke auf eine ebene Fläche oder halte sie an eine Schablone, um Verwindung zu erkennen.
- Abstände prüfen: Kontrolliere einen gleichmäßigen Verlauf zwischen den Windungen und einen harmonischen Übergang zum geraden Stab.
Ein häufiger Fehler ist ein polygonaler Verlauf mit einzelnen Knicken. Er entsteht, wenn nur an wenigen Punkten gebogen wird. Viele kleine Korrekturen erzeugen dagegen eine fließende Kurve. Eine zweite typische Abweichung ist eine aus der Ebene gedrehte Schnecke. Sie wird frühzeitig erkannt, wenn das Werkstück regelmäßig auf einer ebenen Prüfplatte oder Schablone kontrolliert wird.
Stäbe kröpfen
Beim Kröpfen entsteht ein Versatz. Dazu werden zwei gegensinnige Biegungen so angeordnet, dass die Stababschnitte vor und nach der Kröpfung meist parallel verlaufen, aber nicht mehr auf derselben Achse liegen. Kröpfungen werden beispielsweise benötigt, wenn ein Griff Abstand zu einer Fläche erhalten, ein Beschlag eine Kante überbrücken oder ein Bauteil fluchtend an ein anderes anschließen soll.
Arbeitsfolge beim Kröpfen
- Versatz festlegen: Bestimme Versatzmaß, Länge der Kröpfzone und Lage der beiden Biegungen aus Zeichnung oder Lehre.
- Markieren: Kennzeichne beide Biegelinien eindeutig.
- Erste Biegung: Stelle den ersten Winkel über Kante, Dorn oder Biegegabel her.
- Gegenbiegung: Erzeuge die zweite Biegung in Gegenrichtung und halte dabei den vorgesehenen Abstand ein.
- Parallelität: Prüfe die äußeren Stababschnitte mit Richtkante, Winkel oder Lehre.
- Versatzmaß: Miss den rechtwinkligen Abstand der parallelen Achsen beziehungsweise Flächen.
Eine saubere Kröpfung ist kein zufälliges S. Beide Biegungen müssen sich auf das geforderte Versatzmaß beziehen. Zu dicht gesetzte Biegelinien können scharfe Knicke und Querschnittsverformungen verursachen; zu weit gesetzte Biegungen verlängern die Kröpfzone und verändern die Anschlussmaße.
Kombinierte Übungsarbeit
Eine geeignete Ausbildungsaufgabe ist ein Musterstab oder ein kleiner Wandhaken, an dem alle vier Verfahren sichtbar werden. Eine mögliche Reihenfolge lautet: Stabende verjüngen, Schnecke einrollen, geraden Abschnitt tordieren, Hakenbogen biegen und Befestigungsbereich kröpfen. Die tatsächliche Reihenfolge hängt jedoch von Zeichnung, Spannmöglichkeiten und der Gefahr ab, bereits fertige Bereiche beim nächsten Wärmen zu verformen.

Arbeitsplanung für eine Kombinationsaufgabe
| Planungsschritt | Leitfrage |
|---|---|
| Zeichnung auswerten | Welche Maße, Radien, Winkel, Torsionslängen und Versätze sind gefordert? |
| Reihenfolge bestimmen | Welcher Schritt verändert Länge oder Zugänglichkeit für die folgenden Schritte? |
| Erwärmungszonen festlegen | Welche fertigen Bereiche müssen vor erneutem Erwärmen geschützt werden? |
| Werkzeuge bereitstellen | Welche Zange, Lehre, Biegegabel und Spannvorrichtung werden benötigt? |
| Zwischenprüfungen planen | Nach welchem Schritt werden Geradheit, Ebene, Winkel und Versatz geprüft? |
| Endprüfung festlegen | Welche Toleranzen, Oberflächen und Sicherheitsanforderungen gelten? |
Qualitätsprüfung
Die Qualitätsprüfung beginnt nicht erst am fertigen Werkstück. Prüfe nach jedem Wärmgang, solange eine Korrektur noch ohne unnötiges Nacherwärmen möglich ist.
- Maßprüfung: Länge, Winkel, Radius, Versatz und Abstände mit geeigneten Prüfmitteln kontrollieren.
- Formprüfung: Geradheit, Parallelität, Ebenheit, Symmetrie und gleichmäßige Torsionssteigung beurteilen.
- Oberflächenprüfung: Risse, tiefe Kerben, Falten, starke Zundernarben und ungewollte Hammerschläge suchen.
- Funktionsprüfung: Das Werkstück muss zum vorgesehenen Gegenstück passen und seine Aufgabe sicher erfüllen.
- Dokumentation: Abweichungen, Ursachen und Korrekturen im Arbeitsbericht festhalten.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welcher Hauptgruppe der Fertigungsverfahren ist das Schmieden zugeordnet? (Druckumformen) (!Trennen) (!Beschichten) (!Urformen)
Welche Beanspruchung kennzeichnet das Verdrehen eines Stabs? (Torsion) (!Reiner Zug) (!Reine Flächenpressung) (!Spanende Scherung)
Was fördert eine gleichmäßige Verdrehung über die festgelegte Spannlänge? (Eine gleichmäßige Erwärmung) (!Eine möglichst lange Kaltzone in der Mitte) (!Ein schräg angesetzter Drehschlüssel) (!Eine lose Einspannung)
Welche Spannungen treten beim Biegen typischerweise an Außen- und Innenseite auf? (Außen Zug und innen Druck) (!Außen Druck und innen Zug) (!Beidseitig nur Schub) (!Beidseitig keine Spannung)
Wo beginnt das Einrollen einer geschmiedeten Schnecke zweckmäßig? (Am vorbereiteten dünnen Stabende) (!In der Mitte des kalten Stabs) (!Am dicksten Querschnitt ohne Vorform) (!An einer zufälligen Stelle)
Was beschreibt eine Kröpfung am besten? (Einen Versatz durch gegensinnige Biegungen) (!Eine vollständige Trennung des Stabs) (!Eine reine Querschnittsvergrößerung) (!Eine Oberflächenbeschichtung)
Welches Prüfmerkmal ist für eine saubere Torsion besonders wichtig? (Eine gleichmäßige Steigung) (!Eine beliebige Drehrichtung) (!Ein stark gekrümmter Stab) (!Eine unmarkierte Spannlänge)
Wozu dient eine Biegelehre? (Zum Prüfen einer vorgegebenen Kontur) (!Zum Erwärmen des Werkstücks) (!Zum Entfernen von Zunder) (!Zum Härten unbekannter Stähle)
Wie ist ein abgelegtes heißes Werkstück zu behandeln? (Es wird gekennzeichnet oder am festgelegten Heißplatz abgelegt) (!Es wird unmarkiert auf den Laufweg gelegt) (!Es wird mit bloßer Hand geprüft) (!Es wird zwischen brennbaren Stoffen abgelegt)
Woraus wird die geeignete Schmiedetemperatur abgeleitet? (Aus Werkstoffvorgabe und Arbeitsanweisung) (!Nur aus der Raumbeleuchtung) (!Aus einer für alle Stähle gleichen Zahl) (!Nur aus der Hammermasse)
Memory
| Verdrehen | Torsion |
| Biegen | Biegemoment |
| Einrollen | Schnecke |
| Kröpfen | Versatz |
| Schmiedezange | Sicheres Halten |
| Biegelehre | Konturprüfung |
| Volutenauge | Zentrum der Einrollung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Torsion | Verdrehen |
| Biegeumformen | Biegen |
| Schnecke | Einrollen |
| Versatz | Kröpfen |
| Lehre | Qualitätsprüfung |
Kreuzworträtsel
| Torsion | Welche Beanspruchung entsteht beim Verdrehen? |
| Amboss | Welche feste Unterlage nutzt der Schmied zum Formen? |
| Volute | Wie heißt eine schneckenförmige Zierform? |
| Kröpfung | Wie heißt ein kurzer Versatz an einem Bauteil? |
| Zange | Welches Werkzeug hält das heiße Werkstück? |
| Lehre | Welches Hilfsmittel prüft eine vorgegebene Kontur? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Fachwortkarten: Erstelle Karten zu Torsion, Biegemoment, Volute, Versatz, Spannlänge und Parallelität; ergänze jeweils eine Skizze und ein Werkstattbeispiel.
- Bildanalyse Schmiede: Untersuche ein Foto eines geschmiedeten Gitters und markiere vermutete Verdrehungen, Biegungen, Einrollungen und Kröpfungen; kennzeichne Unsicherheiten ausdrücklich.
- Gefährdungscheck: Erstelle für einen vorbereiteten Schmiedearbeitsplatz eine Checkliste mit mindestens acht Prüfpunkten vor Arbeitsbeginn.
- Verfahrensvergleich: Zeichne denselben Stab vor und nach jedem der vier Verfahren und beschreibe, welche Achse, Kontur oder Lage sich ändert.
Standard
- Arbeitsplan Musterstab: Plane einen Musterstab mit einer Verdrehung, einem Bogen und einer kleinen Schnecke; lege Reihenfolge, Werkzeuge, Zwischenprüfungen und Schutzmaßnahmen fest.
- Biegelehre entwickeln: Entwirf aus Karton oder dünnem Blech eine Prüflehre für einen vorgegebenen Bogen und begründe, welche Maße damit kontrolliert werden.
- Torsionsprobe: Fertige unter Aufsicht zwei gleich lange Torsionsproben mit unterschiedlicher Spannlänge und vergleiche Steigung, Übergänge und Geradheit.
- Kröpfprobe: Stelle unter Aufsicht eine Kröpfung nach Zeichnung her und dokumentiere Versatz, Parallelität, Fehlerbild und Korrekturschritte.
Schwer
- Kombinationsbauteil: Entwirf und fertige unter Aufsicht einen Wandhaken oder Griff, in dem mindestens drei der vier Verfahren funktionsgerecht kombiniert sind.
- Fehleranalyse: Erzeuge nicht absichtlich, sondern untersuche vorhandene Ausschussteile oder Demonstrationsproben und leite aus jedem Fehler eine wahrscheinliche Ursache sowie eine Vorbeugung ab.
- Prozessoptimierung: Vergleiche zwei mögliche Arbeitsfolgen für dasselbe Bauteil und entscheide anhand von Zugänglichkeit, Wärmeeinfluss, Maßhaltigkeit, Energiebedarf und Unfallrisiko.
- Erklärvideo Werkstatt: Produziere mit Freigabe des Betriebs ein kurzes Lehrvideo, das einen Arbeitsgang, zwei Qualitätsprüfungen und drei Schutzmaßnahmen fachsprachlich korrekt erklärt.


Lernkontrolle
- Arbeitsfolge begründen: Für einen Wandhaken mit Schnecke, Torsion und Kröpfung sind zwei unterschiedliche Arbeitsfolgen vorgegeben. Wähle eine aus und begründe Deine Entscheidung hinsichtlich Spannmöglichkeit, Wärmeeinfluss und Zwischenprüfung.
- Fehlerdiagnose Torsion: Eine Verdrehung ist in der Mitte eng und an den Enden weit. Erkläre die wahrscheinlichste Ursache und beschreibe eine fachgerechte Vorbeugung.
- Transfer Biegeradius: Ein Bauteil soll statt aus Rundstahl aus Flachstahl gefertigt werden. Erläutere, welche Auswirkungen die Orientierung des Flachstahls auf Biegekraft, Querschnittsverformung und Rissgefahr haben kann.
- Kröpfung prüfen: Entwickle einen Prüfplan, mit dem Versatzmaß, Parallelität, Länge der Kröpfzone und Ebenheit nachvollziehbar kontrolliert werden.
- Einrollung bewerten: Vergleiche eine runde, gleichmäßig verlaufende Schnecke mit einer aus einzelnen Knicken bestehenden Form und leite unterschiedliche Ursachen aus der Werkzeugführung ab.
- Arbeitsschutz übertragen: Plane die sichere Durchführung derselben Übung einmal am Handamboss und einmal am Maschinenhammer; arbeite die zusätzlichen Gefährdungen und organisatorischen Maßnahmen heraus.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe nennst, sondern Planung, Ausführung, Prüfung und Reflexion miteinander verbindest.
- Fachkompetenz: Du unterscheidest Verdrehen, Biegen, Einrollen und Kröpfen mit passenden Fachbegriffen.
- Planungskompetenz: Du leitest Arbeitsfolge, Erwärmungszonen, Werkzeuge und Prüfmittel aus einer Zeichnung ab.
- Sicherheitskompetenz: Du beachtest Betriebsanweisung, persönliche Schutzausrüstung, sichere Werkzeugführung und gekennzeichnete Heißablage.
- Handlungskompetenz: Du führst die Verfahren unter Aufsicht kontrolliert und maßbezogen aus.
- Qualitätskompetenz: Du prüfst Steigung, Radius, Winkel, Ebene, Versatz, Parallelität und Oberfläche.
- Reflexionskompetenz: Du erkennst Abweichungen, begründest Ursachen und schlägst geeignete Korrekturen oder Vorbeugungen vor.
- Dokumentation: Du legst Arbeitsplan, Messwerte, Fotos oder Skizzen und eine kurze Auswertung vor.
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