Spiele entwickeln mit KI - Zukunftswerkstatt Schule - aiMOOC


Spiele entwickeln mit KI - Zukunftswerkstatt Schule - aiMOOC
Einleitung
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Spiele entwickeln mit KI / Zukunftswerkstatt Schule verbindet KI, Making, Medienbildung, Programmierung, Kreativität und Zukunftskompetenzen. In diesem aiMOOC lernst Du, wie aus einer ersten Spielidee ein spielbarer Prototyp entsteht und wie generative KI dabei als Werkzeug für Ideen, Texte, Regeln, Bilder, Code, Tests und Reflexion genutzt werden kann. Entscheidend ist: Die KI ist kein Ersatz für Deine Verantwortung. Sie unterstützt Dich, aber Du triffst die Entscheidungen, prüfst Ergebnisse kritisch und gestaltest ein Spiel, das fair, sicher, verständlich und sinnvoll ist.

Eine Zukunftswerkstatt ist ein Lernraum, in dem Du Probleme entdeckst, Visionen entwickelst und konkrete Lösungen baust. Beim Entwickeln von Spielen kannst Du besonders gut erfahren, wie Informatik, Design, Erzählen, Mathematik, Kunst, Musik, Teamarbeit und Ethik zusammenwirken. Ein Spiel ist nicht nur Unterhaltung. Es besteht aus Regeln, Zielen, Rückmeldungen, Entscheidungen, Herausforderungen und einer Gestaltung, die Menschen zum Handeln einlädt. Mit KI-Tools lassen sich viele Schritte schneller ausprobieren, doch gute Spiele entstehen erst durch klare Absichten, Tests mit echten Menschen und bewusste Überarbeitung.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie KI in einem kreativen Projekt zur Spieleentwicklung eingesetzt werden kann. Du kannst eine Spielmechanik entwerfen, ein einfaches Spielkonzept dokumentieren, passende Prompts formulieren, einen Prototyp bauen, Rückmeldungen auswerten und Dein Spiel verbessern. Außerdem lernst Du, Chancen und Risiken von KI beim Gestalten von Medien einzuschätzen. Dazu gehören Urheberrecht, Datenschutz, Bias, Barrierefreiheit, Transparenz und die Frage, welche Entscheidungen Menschen nicht an Maschinen abgeben sollten.
Zukunftswerkstatt Schule
Eine schulische Zukunftswerkstatt fragt nicht nur: „Was müssen wir lernen?“, sondern auch: „Welche Zukunft wollen wir gestalten?“ Das Thema Spiele entwickeln mit KI eignet sich dafür besonders, weil Lernende dabei aktiv entwerfen, bauen, testen und präsentieren. Ein Spiel kann ein Lernspiel, ein Serious Game, ein Quiz, ein Simulationsspiel, ein Adventure, ein Jump ’n’ Run, ein Escape Game oder ein digitales Brettspiel sein. Wichtig ist nicht, dass das Spiel technisch perfekt aussieht. Wichtig ist, dass es eine klare Idee hat, spielbar ist, auf Rückmeldungen reagiert und einen nachvollziehbaren Entwicklungsprozess zeigt.
Warum Spiele im Unterricht entwickeln?
Spiele machen Regeln sichtbar. Wer ein Spiel baut, muss genau beschreiben, was passieren soll, wenn eine Person eine Entscheidung trifft. Dadurch werden Algorithmen, Bedingungen, Schleifen, Variablen und Zustände verständlich. Gleichzeitig fördern Spiele Kreativität, Problemlösen, Kommunikation, Medienkompetenz und Frustrationstoleranz. Fehler werden nicht nur als Störung gesehen, sondern als Teil des Debuggings. Ein misslungener Test ist eine Informationsquelle: Er zeigt, was noch unklar, unfair, langweilig oder technisch fehlerhaft ist.
Die Rolle von KI in der Zukunftswerkstatt
KI kann in der Zukunftswerkstatt verschiedene Rollen übernehmen. Sie kann als Ideengeberin Fragen stellen, als Schreibpartnerin Dialoge entwerfen, als Tutor Programmierfehler erklären, als Testerin mögliche Schwachstellen benennen oder als Assistentin eine Projektbeschreibung strukturieren. Dabei bleibt die menschliche Kontrolle zentral. Du solltest KI-Ergebnisse nie ungeprüft übernehmen, sondern sie vergleichen, anpassen, begründen und mit Deinen eigenen Zielen verbinden.

Grundbegriffe der Spieleentwicklung
Spielidee
Die Spielidee beschreibt, worum es im Spiel geht. Sie beantwortet Fragen wie: Wer spielt? Was ist das Ziel? Was macht das Spiel spannend? Welche Entscheidungen sind wichtig? Welche Welt, Geschichte oder Aufgabe motiviert die Spielenden? Eine gute Spielidee ist kurz erklärbar und lässt sich früh testen. Beispiel: „Du steuerst eine Drohne durch eine Zukunftsschule und sammelst nachhaltige Energiepunkte, ohne Datenschutz-Regeln zu verletzen.“
Spielmechanik
Die Spielmechanik ist der Kern des Spiels. Sie legt fest, welche Handlungen möglich sind und welche Folgen sie haben. Springen, Sammeln, Tauschen, Bauen, Raten, Verhandeln, Ausweichen oder Kombinieren können Spielmechaniken sein. KI kann helfen, Varianten vorzuschlagen, aber die Frage nach Fairness, Lernwirkung und Spaß musst Du selbst prüfen.
Regeln und Feedback
Regeln bestimmen, was erlaubt ist. Feedback zeigt den Spielenden, was ihre Handlungen bewirken. Punkte, Geräusche, Animationen, Texte, Farben, Levelwechsel oder Fortschrittsanzeigen können Feedback geben. Ohne klares Feedback fühlen sich Spiele beliebig an. Ein gutes Spiel erklärt nicht alles in langen Texten, sondern lässt die Spielenden durch Handeln verstehen, was funktioniert.
Prototyp und Iteration
Ein Prototyp ist eine frühe, vereinfachte Version eines Spiels. Er muss nicht schön sein, sondern testbar. Iteration bedeutet, dass Du Dein Spiel wiederholt überarbeitest: bauen, testen, auswerten, verbessern. KI kann in jeder Runde helfen, aber sie ersetzt keine echten Testpersonen. Menschen merken schnell, ob ein Spiel zu leicht, zu schwer, unverständlich oder unfair ist.
Von der Idee zum KI-gestützten Spiel
Phase 1: Thema und Problem finden
In einer Zukunftswerkstatt beginnt ein Projekt oft mit einer Frage aus der Lebenswelt: Wie sieht die Schule der Zukunft aus? Wie können Lernräume gerechter werden? Wie lernen Menschen mit Maschinen zusammen? Wie schützen wir Daten? Wie kann Technik kreativ, nachhaltig und sozial eingesetzt werden? Aus solchen Fragen entstehen Spielthemen. Ein Spiel kann zum Beispiel zeigen, wie ein Makerspace organisiert wird, wie ein Schulhof klimaresilient geplant wird oder wie ein KI-Assistent verantwortungsvoll genutzt werden kann.
Phase 2: Spielkonzept entwickeln
Das Spielkonzept hält die wichtigsten Entscheidungen fest: Zielgruppe, Thema, Spielziel, Regeln, Steuerung, Figuren, Level, Siegbedingungen, Verlustbedingungen, Lernziel und technische Umsetzung. Ein KI-Chat kann beim Strukturieren helfen. Ein guter Prompt lautet nicht einfach „Mach mir ein Spiel“, sondern beschreibt Rahmenbedingungen: Alter der Lernenden, Zeit, Werkzeug, Lernziel, gewünschte Spielmechanik und Grenzen.
Phase 3: Prototyp bauen
Für den ersten Prototyp reichen einfache Mittel. Du kannst ein Brettspiel auf Papier bauen, ein Scratch-Projekt erstellen, mit Blockly arbeiten, eine kleine Web-App programmieren oder eine Szene in einer Game Engine anlegen. Ziel ist nicht sofort ein fertiges Spiel, sondern eine spielbare Frage: Macht diese Mechanik Spaß? Verstehen andere die Aufgabe? Gibt es eine Entscheidung, die wirklich interessant ist?

Phase 4: Testen und verbessern
Beim Testen beobachtest Du, was Spielende tatsächlich tun. Du erklärst möglichst wenig und notierst, wo sie hängen bleiben, lachen, nachfragen, frustriert sind oder kreative Lösungen finden. KI kann helfen, Testfragen zu formulieren oder Rückmeldungen zu sortieren. Die Bewertung bleibt aber Deine Aufgabe: Welche Kritik ist wichtig? Welche Änderung verbessert das Spiel? Welche Idee passt nicht zum Ziel?
Phase 5: Präsentieren und reflektieren
Am Ende präsentierst Du nicht nur das Spiel, sondern auch den Entwicklungsprozess. Dazu gehören Deine Ausgangsfrage, wichtige Entscheidungen, verwendete KI-Hilfen, Quellen, Tests, Überarbeitungen und offene Probleme. Eine gute Präsentation zeigt, was Du gelernt hast, welche Fehler aufgetreten sind und warum Dein Spiel ein sinnvoller Beitrag zur Zukunftswerkstatt Schule ist.
KI-Werkzeuge sinnvoll einsetzen
KI für Ideen und Story
Generative KI kann aus Stichworten Geschichten, Figuren, Missionen, Dialoge oder Levelideen entwerfen. Das ist besonders hilfreich, wenn ein Team feststeckt. Du solltest jedoch mehrere Varianten vergleichen und bewusst auswählen. Wenn alle Teams denselben allgemeinen Prompt verwenden, entstehen oft ähnliche Ergebnisse. Gute Spielideen werden genauer, wenn Du eigene Erfahrungen, konkrete Orte, Lernziele und ungewöhnliche Einschränkungen einbeziehst.
KI für Regeln und Balancing
Balancing bedeutet, dass Schwierigkeit, Belohnung und Risiko passend abgestimmt sind. Ein Spiel ist langweilig, wenn jede Entscheidung offensichtlich ist. Es ist frustrierend, wenn Erfolg nur vom Zufall abhängt. KI kann Beispielregeln, Punktesysteme oder Schwierigkeitskurven vorschlagen. Danach musst Du testen, ob diese Regeln wirklich funktionieren.
KI für Programmierung und Debugging
Bei der Programmierung kann KI helfen, Code zu erklären, Fehlermeldungen zu verstehen oder alternative Lösungen vorzuschlagen. Besonders wichtig ist dabei, dass Du den Code nicht blind kopierst. Du solltest jede Zeile erklären können, die Du verwendest. In blockbasierten Umgebungen wie Scratch oder Blockly geht es weniger um komplizierte Syntax, sondern um logisches Denken: Ereignisse, Bedingungen, Schleifen, Variablen und Nachrichten.

KI für Mediengestaltung
Für Figuren, Hintergründe, Geräusche, Musik, Texte oder Icons kann KI Ideen liefern. In der Schule ist dabei eine sorgfältige Quellen- und Rechteprüfung wichtig. Nicht jedes KI-generierte Bild ist automatisch frei nutzbar. Du solltest dokumentieren, welche Werkzeuge und Prompts verwendet wurden, welche Inhalte Du selbst erstellt hast und welche Materialien aus freien Quellen stammen. Für offene Bildungsprojekte sind Creative-Commons-Lizenzen und OER besonders wichtig.
KI für Dokumentation
Ein Spielprojekt braucht Dokumentation. Dazu gehören Projektplan, Aufgabenverteilung, Quellenliste, Testprotokoll, Reflexion und Anleitung. KI kann Texte ordnen, Formulierungen vereinfachen oder eine Checkliste erstellen. Sie sollte aber nicht Deine eigene Reflexion ersetzen. Gerade die Begründung, warum Du Dich für eine Lösung entschieden hast, ist ein zentraler Lernnachweis.
Prompting für Spielentwicklung
Was ist ein guter Prompt?
Ein Prompt ist eine Eingabe an ein KI-System. Ein guter Prompt beschreibt Ziel, Rolle, Kontext, Format, Kriterien und Grenzen. Für Spieleentwicklung sollte ein Prompt zum Beispiel enthalten: Alter der Zielgruppe, Fachbezug, Spieltyp, technische Plattform, Zeitrahmen, gewünschte Schwierigkeit, ethische Anforderungen und Form der Ausgabe. Je genauer der Prompt ist, desto besser kannst Du das Ergebnis prüfen.
Beispiel für einen starken Prompt
Beispiel: „Du bist Game-Design-Coach für eine 8. Klasse. Entwickle drei unterschiedliche Ideen für ein kurzes Scratch-Spiel zum Thema Datenschutz in der Schule. Jede Idee soll eine Spielmechanik, ein Lernziel, eine mögliche Figur, eine Regel, ein Feedbacksystem und eine faire Gewinnbedingung enthalten. Vermeide Gewalt, Werbung und personenbezogene Daten. Schreibe knapp und verständlich.“
Prompts kritisch verbessern
Nach der ersten Antwort solltest Du weiterfragen. Bitte die KI zum Beispiel, Schwächen zu nennen, die Idee für jüngere Lernende zu vereinfachen, eine barriereärmere Variante vorzuschlagen oder eine Testfrage zu formulieren. Gute KI-Nutzung ist ein Dialog. Du verbesserst nicht nur das Ergebnis, sondern auch Dein Verständnis für das Problem.
Ethische und rechtliche Fragen
Datenschutz
Datenschutz ist wichtig, wenn Lernende mit KI-Tools arbeiten. Personenbezogene Daten wie vollständige Namen, Adressen, private Fotos, Gesundheitsdaten oder vertrauliche Informationen gehören nicht in Prompts. Für Schulprojekte sollten möglichst datensparsame Werkzeuge, schulische Vorgaben und klare Absprachen genutzt werden. Wenn ein Spiel Daten sammelt, muss erklärt werden, welche Daten warum gebraucht werden.
Urheberrecht und Quellen
Beim Erstellen von Spielen entstehen Texte, Bilder, Musik, Code und Ideen. Du musst klären, was selbst erstellt, was übernommen und was unter einer freien Lizenz nutzbar ist. Urheberrecht schützt kreative Werke. Creative-Commons-Lizenzen können Nutzung erlauben, verlangen aber oft Namensnennung oder Weitergabe unter gleichen Bedingungen. In einem Projektportfolio solltest Du Quellen, Lizenzen und eigene Beiträge transparent dokumentieren.
Bias und Fairness
Bias bedeutet Verzerrung. KI-Systeme können Vorurteile, stereotype Darstellungen oder einseitige Perspektiven reproduzieren. Das ist bei Spielen besonders wichtig, weil Figuren, Regeln und Belohnungen Werte vermitteln. Prüfe, ob Dein Spiel Menschen fair darstellt, ob Rollenklischees verstärkt werden und ob unterschiedliche Spielende Zugang finden. Eine Zukunftswerkstatt sollte Technik nicht nur feiern, sondern kritisch und verantwortlich gestalten.
Barrierefreiheit
Barrierefreiheit bedeutet, dass möglichst viele Menschen ein Spiel nutzen können. Achte auf lesbare Schrift, verständliche Sprache, ausreichende Kontraste, alternative Bedienmöglichkeiten, klare Rückmeldungen und sinnvolle Schwierigkeitsstufen. KI kann Vorschläge für barriereärmere Gestaltung machen, aber echte Rückmeldungen von Spielenden sind besonders wertvoll.
Projektstruktur für die Schule
Rollen im Team
Ein Spielprojekt gelingt besser, wenn Rollen geklärt sind. Mögliche Rollen sind Game Designer, Programmierung, Grafik, Sound, Story, Testleitung, Dokumentation und Präsentation. In kleinen Teams können Personen mehrere Rollen übernehmen. Wichtig ist, dass alle Lernenden aktiv gestalten und nicht nur eine Person die Technik kontrolliert.
Zeitplan für ein Kurzprojekt
Ein kurzes Projekt kann in fünf Schritten aufgebaut werden: Ideenwerkstatt, Konzept, Prototyp, Test, Präsentation. Für längere Projekte können zusätzliche Meilensteine ergänzt werden, etwa Recherche, Storyboard, Leveldesign, Nutzertest, Überarbeitung, Ausstellung und Reflexion. Ein sichtbares Kanban-Board hilft, Aufgaben in „zu tun“, „in Arbeit“ und „fertig“ zu ordnen.
Bewertungsraster
Eine faire Bewertung sollte nicht nur das fertige Spiel betrachten. Wichtig sind auch Idee, Lernziel, Spielbarkeit, technische Umsetzung, Kreativität, Teamarbeit, Testauswertung, Dokumentation, verantwortliche KI-Nutzung und Reflexion. Ein einfaches Raster kann vier Stufen verwenden: begonnen, grundlegend erfüllt, überzeugend umgesetzt, besonders reflektiert. So wird sichtbar, dass ein kleiner, gut getesteter Prototyp wertvoller sein kann als ein großes, unfertiges Projekt.
Beispielprojekt: KI-Schulhof der Zukunft
Ein Team entwickelt ein Spiel, in dem Spielende einen Schulhof der Zukunft gestalten. Sie wählen zwischen Bäumen, Solarpanels, Bewegungszonen, Ruhebereichen, Sensoren und Lernstationen. Jede Entscheidung beeinflusst Klima, Kosten, Datenschutz, Spaß und Gemeinschaft. KI hilft beim Entwerfen von Ereigniskarten, beim Formulieren von Erklärtexten und beim Erstellen eines Testplans. Das Team prüft alle Vorschläge, baut einen Papierprototyp, testet ihn mit Mitschülerinnen und Mitschülern und überarbeitet die Regeln. Am Ende entsteht ein Spiel, das zeigt: Zukunftsgestaltung ist ein Abwägen zwischen Wünschen, Ressourcen und Verantwortung.
Mini-Methoden für die Zukunftswerkstatt
Kritikphase
In der Kritikphase sammelt Ihr Probleme: Was stört an Schule, Technik, Medien oder Lernen? Beispiele sind Ablenkung, ungerechte Zugänge, fehlende Mitbestimmung, Datenschutzrisiken oder langweilige Lernformen. Wichtig ist, Kritik nicht sofort zu bewerten. Erst wird gesammelt, dann sortiert.
Fantasiephase
In der Fantasiephase sind ungewöhnliche Ideen erlaubt. KI kann helfen, Perspektiven zu wechseln: Wie würde eine Schule aussehen, die von Lernenden entworfen wird? Wie sähe ein Spiel aus, das Zusammenarbeit statt Wettbewerb belohnt? Wie könnte Technik leise, nachhaltig und hilfreich werden?
Umsetzungsphase
In der Umsetzungsphase werden Ideen konkret. Ihr entscheidet, welche Spielmechanik, welches Material, welches Tool und welcher Zeitplan realistisch sind. Danach entsteht ein Prototyp. Die wichtigste Frage lautet: Was können wir so bauen, dass andere es testen können?
Qualität eines KI-Spielprojekts
Ein gutes KI-Spielprojekt ist nicht daran zu erkennen, dass möglichst viel KI verwendet wurde. Qualität entsteht, wenn KI sinnvoll, transparent und kritisch eingesetzt wird. Ein starkes Projekt zeigt eine eigene Idee, eine klare Spielmechanik, gute Tests, nachvollziehbare Überarbeitung und reflektierte Mediennutzung. Du solltest erklären können, welche Beiträge von Menschen stammen, welche Vorschläge von KI kamen, was verändert wurde und warum.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aussage beschreibt die Rolle von KI in einem Spielprojekt am besten? (KI unterstützt Ideen, Tests und Umsetzung, aber Menschen entscheiden und prüfen) (!KI ersetzt alle menschlichen Entscheidungen im Projekt) (!KI garantiert automatisch ein fertiges gutes Spiel) (!KI darf nur für Bilder und niemals für Texte genutzt werden)
Was ist ein Prototyp in der Spieleentwicklung? (Eine frühe testbare Version des Spiels) (!Eine endgültige Verkaufsversion des Spiels) (!Ein rein theoretischer Text ohne Spielhandlung) (!Eine Liste aller fertigen Grafiken)
Was gehört zu einer guten Spielmechanik? (Eine klare Handlung mit nachvollziehbaren Folgen) (!Eine möglichst lange Quellenliste) (!Ein zufälliges Bild ohne Regeln) (!Eine Präsentation ohne spielbare Entscheidung)
Warum sind Tests mit echten Spielenden wichtig? (Sie zeigen, ob Regeln verständlich und Spielabläufe fair sind) (!Sie machen jede Dokumentation überflüssig) (!Sie ersetzen alle technischen Entscheidungen) (!Sie verhindern, dass ein Spiel überarbeitet werden muss)
Was sollte ein guter Prompt für ein KI-Tool enthalten? (Ziel, Kontext, Kriterien und Grenzen) (!Nur ein einzelnes beliebiges Wort) (!Private Daten der ganzen Klasse) (!Möglichst unklare Anweisungen)
Was bedeutet Iteration im Projekt? (Wiederholtes Testen und Verbessern) (!Das Löschen aller Zwischenergebnisse) (!Das Kopieren fremder Spiele ohne Änderung) (!Das Spielen ohne Regeln)
Welche Aussage zu Urheberrecht und KI-Medien ist richtig? (Quellen, Lizenzen und eigene Beiträge müssen transparent dokumentiert werden) (!KI-Bilder sind immer automatisch gemeinfrei) (!Quellen sind bei Schulprojekten nie wichtig) (!Fremde Musik darf immer frei verwendet werden)
Was meint Bias bei KI-Systemen? (Eine mögliche Verzerrung in Ergebnissen oder Darstellungen) (!Eine Spielfigur mit besonders vielen Punkten) (!Eine sichere Methode gegen Datenschutzprobleme) (!Eine Programmiersprache für Brettspiele)
Was ist Balancing in einem Spiel? (Die Abstimmung von Schwierigkeit, Risiko und Belohnung) (!Das Zeichnen einer einzigen Figur) (!Das Löschen aller Rückmeldungen) (!Das Vermeiden jeder Entscheidung)
Welche Frage passt besonders gut zur Reflexion eines KI-Spielprojekts? (Welche KI-Vorschläge haben wir übernommen, verändert oder verworfen und warum) (!Wie können wir alle Fehler in der Präsentation verstecken) (!Wie vermeiden wir Rückmeldungen von anderen) (!Wie lassen wir die KI allein das ganze Projekt bewerten)
Memory
| Spielmechanik | Handlung mit Regelwirkung |
| Prompt | Auftrag an ein KI-System |
| Prototyp | frühe testbare Version |
| Feedback | Rückmeldung auf eine Handlung |
| Iteration | Verbesserung nach einem Test |
| Bias | verzerrte Darstellung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Ideenwerkstatt | Spielthema und Problem finden |
| Konzeptphase | Regeln und Zielgruppe festlegen |
| Prototyping | erste spielbare Version bauen |
| Testphase | Rückmeldungen von Spielenden sammeln |
| Iteration | Spiel gezielt überarbeiten |
Kreuzworträtsel
| Prototyp | Wie heißt eine frühe testbare Version eines Spiels? |
| Prompt | Wie heißt eine Eingabe an ein KI-System? |
| Feedback | Wie heißt eine Rückmeldung auf eine Spielhandlung? |
| Iteration | Wie heißt das wiederholte Verbessern nach Tests? |
| Algorithmus | Wie heißt eine genaue Schrittfolge zur Lösung eines Problems? |
| Storyboard | Wie heißt eine bildhafte Planung von Szenen oder Abläufen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Spielidee: Entwickle eine kurze Idee für ein Spiel zur Schule der Zukunft. Beschreibe Zielgruppe, Ziel, Spielfigur und wichtigste Regel in fünf bis acht Sätzen.
- Papierprototyp: Baue eine analoge Testversion Deines Spiels mit Papier, Karten, Würfeln oder Spielfiguren. Lass mindestens zwei Personen eine Runde spielen und notiere Beobachtungen.
- Prompt-Sammlung: Formuliere fünf Prompts, mit denen eine KI Dir bei Spielidee, Figuren, Regeln, Dialogen und Testfragen helfen könnte. Markiere, welcher Prompt am besten funktioniert hat.
- Feedbackrunde: Erstelle einen kurzen Fragebogen für Testpersonen. Frage nach Verständlichkeit, Schwierigkeit, Spaß, Fairness und Verbesserungsvorschlägen.
Standard
- Scratch-Spiel: Entwickle einen spielbaren digitalen Prototyp mit mindestens einer Figur, einem Ziel, einer Regel, einer Rückmeldung und einer Gewinnbedingung.
- KI-Dialog: Schreibe mit Hilfe einer KI drei Dialoge für Figuren in Deinem Spiel. Überarbeite sie so, dass sie zu Zielgruppe, Ton und Lernziel passen.
- Asset-Check: Sammle oder erstelle fünf Medienbausteine für Dein Spiel. Dokumentiere bei jedem Baustein, ob er selbst erstellt, KI-gestützt erstellt oder aus einer freien Quelle übernommen wurde.
- Barrierefreiheit: Prüfe Dein Spiel auf Lesbarkeit, Kontrast, Verständlichkeit und Bedienbarkeit. Erstelle danach eine barriereärmere Version einer Szene oder Spielregel.
Schwer
- Game Design Document: Verfasse ein vollständiges Konzeptdokument mit Spielziel, Zielgruppe, Regeln, Mechaniken, Levelstruktur, KI-Nutzung, Quellen, Testplan und Bewertungskriterien.
- Ethik-Analyse: Untersuche Dein Spiel auf Datenschutz, Bias, Rollenbilder, Belohnungslogik und mögliche Manipulation. Formuliere konkrete Verbesserungen.
- Lernspiel: Entwickle ein Spiel, das ein fachliches Thema erklärt, ohne nur ein Quiz zu sein. Zeige, wie die Spielmechanik selbst zum Lernen beiträgt.
- Ausstellung: Plane eine Zukunftswerkstatt-Ausstellung mit Spielstation, Projektplakat, Testmöglichkeit, QR-Code zur Dokumentation und kurzer Präsentation für Besucherinnen und Besucher.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe: Wähle ein reales Problem Deiner Schule und erkläre, welche Spielmechanik geeignet wäre, um dieses Problem erfahrbar zu machen.
- Reflexionsaufgabe: Vergleiche zwei KI-Vorschläge für dasselbe Spielkonzept. Begründe, welcher Vorschlag besser zum Lernziel passt und welche Teile Du verändern würdest.
- Entscheidungsaufgabe: Ein Team möchte alle Grafiken, Dialoge und Regeln ungeprüft von KI übernehmen. Erkläre Chancen, Risiken und sinnvolle Regeln für verantwortliches Arbeiten.
- Analyseaufgabe: Beobachte ein bekanntes Spiel und beschreibe, wie Regeln, Feedback, Schwierigkeit und Belohnungen zusammenwirken. Übertrage eine Erkenntnis auf Dein eigenes Projekt.
- Projektaufgabe: Entwickle einen Testplan für einen Prototyp. Lege fest, welche Fragen Du klären willst, welche Daten Du sammelst und wie Du aus Rückmeldungen konkrete Verbesserungen ableitest.
- Ethikaufgabe: Entwirf eine Checkliste, mit der ein Spielprojekt vor der Veröffentlichung auf Datenschutz, Urheberrecht, Fairness und Barrierefreiheit geprüft werden kann.
Lernnachweis
Der Lernnachweis besteht aus einem spielbaren Prototyp, einer kurzen Präsentation und einem Portfolio. Im Portfolio dokumentierst Du Deine Ausgangsfrage, Dein Spielkonzept, Deine Prompts, verwendete Quellen und Lizenzen, Testergebnisse, Überarbeitungen und eine persönliche Reflexion. Besonders wichtig ist, dass Du erklären kannst, welche Entscheidungen Du selbst getroffen hast und welche Rolle KI im Prozess gespielt hat.
OERs zum Thema
Links
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