Shinto Practice Over Dogma Buddhismus World Religions - aiMOOC


Shinto Practice Over Dogma Buddhismus World Religions - aiMOOC
Einleitung
Der Shintō ist eine in Japan entstandene religiöse Tradition, die häufig weniger über feste Dogmen als über Ritual, Praxis, Ort, Reinheit und Beziehungen zu den Kami verstanden wird. Der Titel Shinto: Practice Over Dogma / Buddhism - World Religions verweist darauf, dass religiöse Traditionen nicht nur als Systeme von Glaubenssätzen betrachtet werden können. Gerade im Shintō zeigt sich Religion besonders stark im Tun: im Besuch eines Schreins, im Durchschreiten eines Torii, in der rituellen Reinigung, im stillen Gebet, in Festen, in Opfergaben, in jahreszeitlichen Übergängen und in der Achtung vor Natur, Ahnen und Gemeinschaft.
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Der Buddhismus ist eine weitere bedeutende Weltreligion, die in Japan seit dem 6. Jahrhundert eine große Rolle spielt. Während der Buddhismus aus dem indischen Kulturraum stammt und sich um Themen wie Leiden, Vergänglichkeit, Karma, Wiedergeburt, Mitgefühl und den Weg zur Erleuchtung dreht, ist der Shintō eng mit japanischen Orten, Mythen, Festen und Schreinen verbunden. Beide Traditionen existierten in Japan über lange Zeit nicht einfach getrennt nebeneinander, sondern beeinflussten sich gegenseitig. Viele Menschen in Japan nahmen und nehmen an shintōistischen und buddhistischen Praktiken teil, ohne dies als Widerspruch zu empfinden. Dadurch wird deutlich: Religion ist nicht überall vor allem eine Frage exklusiver Zugehörigkeit oder festgelegter Lehrsätze, sondern kann auch als Netz von Praktiken, Deutungen und Lebensformen verstanden werden.

Grundidee: Praxis vor Dogma
Was bedeutet „Practice Over Dogma“?
Die Formulierung Practice Over Dogma bedeutet, dass in einer religiösen Tradition das konkrete Handeln wichtiger sein kann als ein verbindliches Glaubensbekenntnis. Ein Dogma ist eine verbindliche Lehrmeinung, die in manchen Religionen eine zentrale Rolle spielt. Im Shintō gibt es zwar Mythen, Erzählungen, Symbole und ethische Vorstellungen, aber kein einheitliches heiliges Buch, keine allgemein verbindliche systematische Theologie und kein für alle Gläubigen verpflichtendes Glaubensbekenntnis im Sinne vieler westlicher Religionsverständnisse.
Stattdessen stehen Rituale im Mittelpunkt. Wer einen Schrein besucht, wäscht sich an einem Chōzuya, verbeugt sich, klatscht in die Hände, betet oder hängt ein Ema mit einem Wunsch auf. Diese Handlungen sind nicht bloß äußerliche Formen. Sie schaffen eine Beziehung zwischen Menschen, Ort, Gemeinschaft, Vorfahren, Natur und Kami. Im Unterricht über Weltreligionen ist dieser Gedanke wichtig, weil er zeigt, dass Religion nicht nur durch Texte und Lehren verstanden werden kann. Religion zeigt sich auch in Gebäuden, Körperhaltungen, Kalendern, Festen, Essensregeln, Pilgerwegen, Musik, Kleidung, Bildern, Gerüchen und sozialen Beziehungen.

Shintō als Weg der Kami
Das Wort Shintō bedeutet häufig übersetzt „Weg der Kami“. Kami sind nicht einfach „Götter“ im westlichen Sinn. Sie können Naturkräfte, außergewöhnliche Orte, Ahnen, Schutzwesen, mythische Gestalten oder besondere Erscheinungen des Heiligen sein. Ein alter Baum, ein Berg, ein Wasserfall, eine Quelle, ein Felsen oder ein verehrter Vorfahr kann mit einem Kami verbunden sein. Diese Offenheit unterscheidet Shintō von streng systematisierten Glaubensformen.
Im Shintō geht es oft darum, Harmonie mit Kami, Natur und Gemeinschaft zu bewahren. Dabei spielt Reinheit eine große Rolle. Reinheit bedeutet nicht nur körperliche Sauberkeit, sondern auch rituelle Ordnung. Verunreinigung, im Japanischen häufig mit Kegare verbunden, kann durch Tod, Krankheit, Gewalt, Unglück oder Grenzsituationen entstehen. Durch Reinigungsrituale wie Misogi oder Waschungen am Schrein wird symbolisch ein neuer Zustand hergestellt. Das Ziel ist nicht moralische Verurteilung, sondern Wiederherstellung von Ordnung und Balance.
Buddhismus als Weg der Befreiung
Der Buddhismus geht auf Siddhartha Gautama, den historischen Buddha, zurück. Zentrale Themen sind die Vier Edle Wahrheiten, der Edle Achtfache Pfad, Achtsamkeit, Meditation, Mitgefühl und die Einsicht in Vergänglichkeit. Der Buddhismus fragt danach, warum Lebewesen leiden und wie Befreiung aus leidvollen Bindungen möglich ist.

Das Dharmachakra, das Rad der Lehre, ist ein wichtiges Symbol des Buddhismus. Es erinnert an den Weg der Übung und Einsicht. Auch im Buddhismus ist Praxis entscheidend: Meditation, ethisches Handeln, rechte Rede, rechte Achtsamkeit und Mitgefühl sind nicht nur theoretische Begriffe, sondern sollen im Alltag geübt werden. Darin gibt es eine Verbindung zum Thema dieses aiMOOCs: Sowohl Shintō als auch Buddhismus zeigen, dass Religion als gelebte Praxis verstanden werden kann.
Shintō genauer verstehen
Schreine und heilige Orte
Ein Shintō-Schrein ist ein Ort, an dem Kami verehrt werden. Viele Schreine besitzen ein Torii, das den Übergang vom Alltagsraum in einen heiligen Bereich markiert. Der Weg zum Schrein, der Sandō, führt die Besucherinnen und Besucher oft durch eine bewusst gestaltete Umgebung. Am Chōzuya reinigen sie Hände und Mund. Im Haiden, der Gebetshalle, wird gebetet. Im Honden befindet sich der heilige Gegenstand oder Bereich, der mit dem Kami verbunden ist und meist nicht öffentlich zugänglich ist.
Ein Schrein ist dadurch nicht nur ein Gebäude, sondern ein ritueller Raum. Die Architektur, der Weg, die Körperbewegung, die Stille, das Wasser und die Natur wirken zusammen. Für Lernende ist wichtig: Man versteht Shintō nicht allein, indem man Definitionen auswendig lernt. Man muss fragen, was Menschen an einem solchen Ort tun, fühlen, erwarten und deuten.
Rituale im Alltag
Viele shintōistische Praktiken sind mit Alltag, Übergängen und Gemeinschaft verbunden. Dazu gehören Neujahrsbesuche am Schrein, Segnungen für Kinder, Gebete für Prüfungserfolg, Schutzrituale, Hochzeiten, lokale Feste und Dankrituale. Matsuri sind Feste, bei denen Kami verehrt und oft symbolisch durch die Gemeinschaft getragen werden. Dabei verbinden sich religiöse Bedeutung, Musik, Tanz, Essen, Kleidung, Nachbarschaft und lokale Identität.

Ema sind kleine Holztafeln, auf die Menschen Wünsche, Bitten oder Dank schreiben. Sie zeigen, dass Religion auch sehr persönliche Hoffnungen berühren kann: Gesundheit, Ausbildung, Familie, Liebe, Sicherheit oder Erfolg. Gleichzeitig hängen viele Ema sichtbar nebeneinander am Schrein. Persönliche Anliegen werden dadurch Teil eines gemeinsamen religiösen Ortes.
Mythen und Erzählungen
Obwohl Shintō oft als praxisorientiert beschrieben wird, gibt es wichtige Mythen. Besonders bekannt sind Erzählungen aus dem Kojiki und dem Nihon Shoki. Darin erscheinen Kami wie Amaterasu, die Sonnengöttin, Susanoo und Izanagi und Izanami. Diese Erzählungen erklären nicht im modernen naturwissenschaftlichen Sinn die Welt, sondern deuten Herkunft, Ordnung, Herrschaft, Natur und Gemeinschaft.
Für die Analyse ist entscheidend: Mythen sind nicht einfach „falsche Geschichten“. Sie können Weltbilder ausdrücken, Identität stiften, politische Ordnungen begründen und rituelle Handlungen erklären. Im Vergleich mit anderen Weltreligionen kannst Du untersuchen, wie Mythen, Rituale und Institutionen zusammenwirken.
Buddhismus genauer verstehen
Vier Edle Wahrheiten
Die Vier Edle Wahrheiten beschreiben einen Grundgedanken des Buddhismus. Erstens ist menschliches Leben von Dukkha, also Leidhaftigkeit, Unzufriedenheit oder Unvollkommenheit, geprägt. Zweitens hat dieses Leiden Ursachen, etwa Gier, Hass, Unwissenheit und Anhaftung. Drittens ist Befreiung möglich. Viertens führt ein Übungsweg dorthin, der Edle Achtfache Pfad.
Diese Lehre ist nicht nur Theorie. Sie fordert dazu auf, Wahrnehmung, Denken, Sprache, Handeln und Lebensweise zu verändern. Wer Buddhismus nur als „Glauben an Wiedergeburt“ beschreibt, verfehlt einen wichtigen Kern: Buddhismus ist auch ein Schulungsweg des Geistes und des Handelns.
Ethik und Mitgefühl
Im Buddhismus spielt Ethik eine zentrale Rolle. Mitgefühl, Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit und achtsames Handeln sind wichtige Leitideen. In verschiedenen buddhistischen Traditionen gibt es unterschiedliche Regeln und Auslegungen. Für Laien gelten häufig grundlegende ethische Selbstverpflichtungen, etwa nicht zu töten, nicht zu stehlen, nicht zu lügen und verantwortungsvoll mit Begehren und Bewusstsein umzugehen.
Der Vergleich mit Shintō zeigt: Beide Traditionen enthalten ethische Dimensionen, aber sie formulieren diese unterschiedlich. Der Shintō betont häufig Reinheit, Harmonie, Dankbarkeit und die Beziehung zu Kami und Gemeinschaft. Der Buddhismus betont Einsicht, Mitgefühl, Nicht-Anhaften und Befreiung vom Leiden.
Meditation und Achtsamkeit
Meditation ist in vielen buddhistischen Traditionen eine zentrale Praxis. Sie kann der Sammlung, Einsicht, Mitgefühlsübung oder Achtsamkeit dienen. In der modernen Welt wird Achtsamkeit oft auch außerhalb religiöser Kontexte genutzt, etwa in Schule, Psychologie oder Gesundheitsbildung. Dabei ist wichtig, den religiösen Ursprung nicht zu vereinfachen oder kulturell zu entleeren.

Shintō und Buddhismus in Japan
Begegnung und Vermischung
Als der Buddhismus nach Japan kam, traf er nicht auf ein religiös leeres Land. Es gab bereits lokale Kami-Verehrung, Rituale, Ahnenkult und Naturverehrung. Über Jahrhunderte entwickelten sich Formen des Zusammenlebens und der Vermischung. Kami konnten als Schutzwesen buddhistischer Tempel verstanden werden, während Buddhas und Bodhisattvas in Beziehung zu Kami gesetzt wurden. Dieses Zusammenspiel wird oft mit Shinbutsu-Shūgō bezeichnet.
Die Geschichte zeigt, dass Religionen nicht immer klar abgegrenzte Systeme sind. Sie verändern sich durch Begegnung, Übersetzung, Politik, Macht, Migration, Bildung und Alltagspraxis. In Japan konnten Menschen zu einem Schrein gehen, buddhistische Bestattungsrituale nutzen, Ahnen verehren und an lokalen Festen teilnehmen, ohne ihre Identität in ein einziges westlich verstandenes Religionsschema pressen zu müssen.
Trennung in der Moderne
In der Meiji-Zeit wurde Shintō politisch neu geordnet und teilweise vom Buddhismus getrennt. Der moderne Staat nutzte Shintō-Elemente auch zur nationalen Identitätsbildung. Dadurch wurde Religion mit Politik, Nation und Bildung verbunden. Diese Geschichte ist sensibel, weil sie zeigt, dass religiöse Symbole nicht nur spirituell, sondern auch politisch verwendet werden können.
Für den Unterricht ist deshalb wichtig, zwischen gelebten religiösen Praktiken, staatlicher Religionspolitik, Nationalismus und individueller Spiritualität zu unterscheiden. Keine Religion sollte auf eine einzige historische Phase reduziert werden.
Weltreligionen vergleichend betrachten
Vielfalt religiöser Formen
Der Vergleich von Shintō und Buddhismus hilft, Weltreligionen differenziert zu betrachten. Manche Religionen besitzen starke Lehrsysteme, heilige Schriften und Institutionen. Andere betonen stärker Rituale, Orte, Ahnen, Natur oder Gemeinschaft. Oft gibt es beides: Lehre und Praxis, Text und Körper, Glaube und Handeln.
Du solltest beim Vergleich von Religionen mehrere Fragen stellen: Welche Texte sind wichtig? Welche Rituale gibt es? Welche Räume gelten als heilig? Welche Menschen haben religiöse Autorität? Welche ethischen Vorstellungen werden vermittelt? Wie verändert sich die Religion in der Gegenwart? Wie sprechen Anhängerinnen und Anhänger selbst über ihre Praxis?
Respektvolles interreligiöses Lernen
Interreligiöses Lernen bedeutet nicht, alle Religionen gleichzumachen. Es bedeutet, Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufmerksam, sachlich und respektvoll zu untersuchen. Dabei solltest Du Stereotype vermeiden. Shintō ist nicht einfach „Naturreligion“, Buddhismus ist nicht einfach „Meditation“, Christentum ist nicht einfach „Kirche“, Islam ist nicht einfach „Regeln“ und Hinduismus ist nicht einfach „viele Götter“. Jede Tradition ist vielfältig, geschichtlich gewachsen und wird von Menschen unterschiedlich gelebt.
Respekt bedeutet auch, religiöse Orte, Bilder und Praktiken nicht bloß als exotisch zu betrachten. Ein Torii, eine Buddha-Statue, ein Gebet, ein Reinigungsritual oder ein Fest sind nicht nur interessante Objekte, sondern Teil gelebter Bedeutungen.
Gegenwartsfragen
Religion und Alltag in Japan heute
In der Gegenwart beschreiben sich viele Menschen in Japan nicht unbedingt als streng religiös, nehmen aber dennoch an religiösen Praktiken teil. Schreinbesuche zu Neujahr, Glücksbringer, Segnungen, Feste, buddhistische Bestattungen oder Gedenkrituale können Teil des Lebens sein. Dies zeigt, dass die Frage „Bist Du religiös?“ in verschiedenen Kulturen unterschiedlich verstanden werden kann.
Ein westliches Verständnis von Religion als exklusiver Mitgliedschaft kann hier zu Missverständnissen führen. Besser ist es, nach konkreten Praktiken, Anlässen und Bedeutungen zu fragen.
Religion, Tourismus und kulturelle Aneignung
Viele Schreine und Tempel sind heute auch touristische Orte. Besucherinnen und Besucher fotografieren Torii, kaufen Glücksbringer oder besuchen berühmte Tempel. Das kann Bildung und Begegnung ermöglichen, aber auch zu oberflächlicher Vermarktung führen. Verantwortungsvolles Reisen bedeutet, religiöse Regeln zu beachten, respektvoll zu fotografieren, nicht in abgesperrte Bereiche zu gehen und Rituale nicht lächerlich zu machen.
Ökologie und Naturbezug
Shintō wird häufig mit Naturbezug verbunden, weil Berge, Bäume, Quellen und Landschaften mit Kami verknüpft sein können. Daraus lassen sich ökologische Fragen entwickeln: Fördert die Achtung vor heiligen Orten den Naturschutz? Wo besteht die Gefahr romantischer Vereinfachung? Wie können Religionen zu Umweltethik beitragen? Auch buddhistische Vorstellungen von Verbundenheit, Mitgefühl und Nicht-Schädigung können in Umweltfragen eine Rolle spielen.
Zentrale Begriffe
- Shintō: Japanische religiöse Tradition, die stark durch Kami-Verehrung, Rituale, Reinheit, Schreine und Feste geprägt ist.
- Kami: Heilige Mächte, Wesen, Naturkräfte, Ahnen oder besondere Erscheinungen, die im Shintō verehrt werden können.
- Torii: Schrein-Tor, das den Übergang in einen heiligen Bereich markiert.
- Ritual: Wiederholte symbolische Handlung, die religiöse Bedeutung ausdrückt und Gemeinschaft schafft.
- Reinheit: Im Shintō ein ritueller Zustand von Ordnung und Harmonie.
- Buddhismus: Religion und Übungsweg, der auf Buddha zurückgeht und Befreiung vom Leiden anstrebt.
- Dharma: Im Buddhismus die Lehre, die Wirklichkeit und der Weg der Praxis.
- Meditation: Geistige Übung zur Sammlung, Einsicht, Achtsamkeit oder Mitgefühlsentwicklung.
- Shinbutsu-Shūgō: Historische Verbindung und Vermischung von Kami-Verehrung und Buddhismus in Japan.
- Interreligiöses Lernen: Respektvolle Auseinandersetzung mit unterschiedlichen religiösen Traditionen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet die Formulierung „Practice Over Dogma“ im Zusammenhang mit Shintō am besten? (Dass religiöse Praxis wichtiger sein kann als ein festes Glaubensbekenntnis) (!Dass Shintō keine Rituale kennt) (!Dass Buddhismus und Shintō identisch sind) (!Dass Dogmen im Shintō wichtiger sind als Handlungen)
Was ist ein Torii? (Ein Tor am Eingang eines Shintō-Schreins) (!Ein buddhistischer Mönch) (!Ein heiliger Text des Buddhismus) (!Eine Form der Meditation)
Wie heißen die verehrten heiligen Mächte oder Wesen im Shintō häufig? (Kami) (!Sutras) (!Nirvana) (!Sangha)
Welche Handlung gehört typischerweise zum Besuch eines Shintō-Schreins? (Rituelle Reinigung von Händen und Mund) (!Lesen der Vier Edlen Wahrheiten am Eingang) (!Fasten während des gesamten Besuchs) (!Ablegen eines buddhistischen Mönchsgelübdes)
Wofür steht das Dharmachakra im Buddhismus besonders? (Für die Lehre und den Weg Buddhas) (!Für den Eingang eines Schreins) (!Für japanische Ahnenverehrung) (!Für ein shintōistisches Reinigungsbecken)
Welche Aussage beschreibt den Buddhismus angemessen? (Er ist ein Weg der Übung, Einsicht und Befreiung vom Leiden) (!Er kennt keine ethischen Vorstellungen) (!Er entstand ursprünglich in Japan als Schreinkult) (!Er besteht ausschließlich aus Naturverehrung)
Was sind Ema im Shintō? (Holztafeln mit Wünschen oder Gebeten) (!Räder der buddhistischen Lehre) (!Heilige Mönchsgewänder) (!Stufen zur Erleuchtung)
Was bezeichnet Shinbutsu-Shūgō? (Die historische Verbindung von Kami-Verehrung und Buddhismus in Japan) (!Die vollständige Ablehnung aller Rituale) (!Die Gründung des Buddhismus in Indien) (!Eine moderne Sportart an Schreinen)
Warum ist der Vergleich von Shintō und Buddhismus für Weltreligionen hilfreich? (Er zeigt unterschiedliche Formen von Religion als Praxis, Lehre und Lebensweise) (!Er beweist, dass alle Religionen gleich sind) (!Er zeigt, dass Religion nur aus Gebäuden besteht) (!Er macht ethische Fragen überflüssig)
Welche Haltung ist beim interreligiösen Lernen besonders wichtig? (Respektvolle und sachliche Auseinandersetzung mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten) (!Schnelles Bewerten fremder Rituale als falsch) (!Verzicht auf genaue Begriffe) (!Reduktion jeder Religion auf ein einziges Symbol)
Memory
| Torii | Übergang zum heiligen Bereich |
| Kami | Verehrte heilige Macht |
| Ema | Holztafel mit Wunsch |
| Dharma | Buddhistische Lehre |
| Meditation | Geistige Übung |
| Matsuri | Religiöses Fest |
| Chōzuya | Ort der Reinigung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Torii | Eingang zum Shintō-Schrein |
| Chōzuya | Rituelle Reinigung |
| Kami | Verehrte Macht im Shintō |
| Dharmachakra | Symbol buddhistischer Lehre |
| Meditation | Übung von Sammlung und Achtsamkeit |
| Matsuri | Festliche Gemeinschaftspraxis |
Kreuzworträtsel
| Torii | Wie heißt das Tor, das im Shintō den Übergang in einen heiligen Bereich markiert? |
| Kami | Wie heißen die verehrten heiligen Mächte im Shintō? |
| Dharma | Wie heißt im Buddhismus die Lehre oder Ordnung des Weges? |
| Ritual | Wie nennt man eine wiederholte symbolische religiöse Handlung? |
| Ema | Wie heißen die Holztafeln mit Wünschen am Schrein? |
| Buddha | Wie wird Siddhartha Gautama als Erwachter genannt? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffskarte Shintō: Erstelle eine Begriffskarte mit zehn zentralen Begriffen zum Shintō und erkläre jeden Begriff in einem eigenen Satz.
- Schreinbesuch beschreiben: Beschreibe in Ich-Form, wie ein respektvoller Besuch an einem Shintō-Schrein ablaufen könnte.
- Symbolvergleich: Vergleiche ein Torii und ein Dharmachakra: Was zeigen sie über Shintō und Buddhismus?
- Ritual im Alltag: Finde ein nichtreligiöses Alltagsritual und erkläre, warum Rituale Menschen Orientierung geben können.
Standard
- Praxis und Dogma: Schreibe einen kurzen Essay zur Frage, ob Religion eher durch Glaubenssätze oder durch Praxis verstanden werden sollte.
- Ema gestalten: Entwirf eine respektvolle Ema-Holztafel auf Papier und erkläre, welche Hoffnung oder Bitte sie ausdrückt.
- Vergleich Shintō Buddhismus: Erstelle eine Tabelle mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Shintō und Buddhismus.
- Interview Religion im Alltag: Führe ein kurzes Interview mit einer Person über Rituale im Alltag und werte die Antworten aus.
Schwer
- Interreligiöse Analyse: Analysiere, welche Chancen und Grenzen der Begriff „Weltreligion“ beim Vergleich von Shintō und Buddhismus hat.
- Religion und Staat: Recherchiere zur Meiji-Zeit und erkläre, wie religiöse Symbole politisch genutzt werden können.
- Ökologie und Religion: Entwickle ein Projekt, das Naturachtung im Shintō mit heutigen Fragen des Umweltschutzes verbindet.
- Medienkritik Weltreligionen: Untersuche ein Video, einen Schulbuchtext oder eine Webseite darauf, ob Shintō und Buddhismus differenziert dargestellt werden.

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Lernkontrolle
- Transfer Praxis und Dogma: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum eine Religion nicht nur über Glaubenssätze verstanden werden kann.
- Analyse heiliger Ort: Beschreibe, wie Architektur, Körperbewegung und Symbolik an einem Schrein zusammenwirken.
- Vergleichende Religionsdeutung: Vergleiche Shintō und Buddhismus hinsichtlich Ziel, Praxis, Menschenbild und Gemeinschaft.
- Gegenwartsbezug Religion: Beurteile, warum Menschen religiöse Rituale nutzen können, auch wenn sie sich selbst nicht als streng religiös bezeichnen.
- Ethik und Alltag: Entwickle eine Alltagssituation, in der buddhistisches Mitgefühl und shintōistische Harmonie unterschiedliche, aber vereinbare Handlungsimpulse geben.
- Kritik an Stereotypen: Formuliere drei verbreitete Vereinfachungen über Shintō oder Buddhismus und korrigiere sie sachlich.
OERs zum Thema
Medien und Quellenhinweise
- Wikimedia Commons: Freie Bilder zu Shintō, Shintō-Schrein, Ema, Rituelle Reinheit und Buddhismus können zur Vertiefung genutzt werden.
- Wikipedia: Überblicksartikel zu Shintō, Buddhismus, Kami, Torii, Vier Edle Wahrheiten und Edler Achtfacher Pfad bieten grundlegende Informationen.
- YouTube: Das eingebundene Video Shinto: Practice Over Dogma / Buddhism - World Religions eignet sich als Impuls für die Frage, wie Religion als Praxis verstanden werden kann.
Links
Lernnachweis
Bearbeite zum Abschluss eine eigene Lernaufgabe: Erstelle ein Lernprodukt mit dem Titel Religion als Praxis verstehen. Dein Lernprodukt soll zeigen, dass Du Shintō und Buddhismus nicht nur als Begriffe, sondern als gelebte religiöse Traditionen verstanden hast. Wähle eine Form: Erklärvideo, Plakat, Podcast, Essay, digitale Präsentation oder Portfolio. Dein Produkt muss mindestens einen Vergleich, ein Beispiel für ein Ritual, eine ethische Frage und eine Reflexion über respektvolles interreligiöses Lernen enthalten.
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