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Schlechte Gesprächsbeiträge unterscheiden

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Schlechte Gesprächsbeiträge unterscheiden



Einleitung

Schlechte Gesprächsbeiträge unterscheiden bedeutet: Du lernst, in einem Gespräch, einer Diskussion, einer Gruppenarbeit oder einem Klassenrat zu erkennen, welche Beiträge ein Gespräch voranbringen und welche es stören, verletzen oder vom Ziel ablenken. Dabei geht es nicht darum, Menschen als „schlecht“ zu bewerten. Bewertet wird immer der Beitrag, also das, was gesagt oder geschrieben wird, wie es gesagt wird und welche Wirkung es im Gespräch hat.

Ein guter Gesprächsbeitrag ist verständlich, passend zum Thema, respektvoll, begründet und anschlussfähig. Ein schlechter Gesprächsbeitrag kann dagegen unklar, beleidigend, übertrieben, unbegründet, ablenkend, manipulativ oder verletzend sein. Besonders wichtig ist: Manchmal ist ein Beitrag nicht böse gemeint, wirkt aber trotzdem störend. Deshalb lernst Du in diesem aiMOOC, Beiträge genau zu prüfen, ihre Wirkung einzuschätzen und sie konstruktiv zu verbessern.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was ein Gesprächsbeitrag ist, woran Du hilfreiche und hinderliche Beiträge erkennst und wie Du schlechte Gesprächsbeiträge in bessere umformulieren kannst. Du übst außerdem, in Gesprächen aufmerksam zuzuhören, angemessen nachzufragen, sachlich zu widersprechen und andere ausreden zu lassen. Dadurch verbesserst Du Deine kommunikative Kompetenz, Deine Sozialkompetenz und Deine Fähigkeit, in Gruppen fair und zielorientiert zu arbeiten.


Was ist ein Gesprächsbeitrag?

Ein Gesprächsbeitrag ist alles, was Du in ein Gespräch einbringst. Das kann eine Frage, eine Antwort, eine Meinung, ein Argument, ein Beispiel, ein Einwand, eine Zusammenfassung, eine Bitte, ein Vorschlag oder auch eine Rückmeldung sein. Gesprächsbeiträge können mündlich, schriftlich oder digital erfolgen, zum Beispiel im Unterrichtsgespräch, in einem Chat, in einer Videokonferenz oder in einem Kommentarbereich.

Ein Gespräch lebt davon, dass Menschen abwechselnd sprechen, einander zuhören und aufeinander eingehen. In einem guten Gespräch wird nicht einfach nur geredet. Die Beteiligten bauen aufeinander auf, klären Missverständnisse und verfolgen ein gemeinsames Ziel. Dieses Ziel kann sein, eine Lösung zu finden, etwas zu verstehen, eine Entscheidung vorzubereiten, einen Konflikt zu klären oder Gedanken auszutauschen.

Das Sender-Empfänger-Modell macht deutlich: Eine Person sendet eine Botschaft, eine andere Person nimmt sie auf. Dazwischen können Störungen entstehen. Eine Störung kann Lärm sein, aber auch ein unklarer Satz, eine unfreundliche Formulierung, Ironie, fehlender Blickkontakt, ein Vorurteil oder eine Ablenkung. Schlechte Gesprächsbeiträge verstärken solche Störungen. Gute Gesprächsbeiträge helfen, sie zu verringern.


Gute und schlechte Gesprächsbeiträge unterscheiden

Ein Beitrag ist nicht automatisch gut, nur weil er lang ist. Er ist auch nicht automatisch schlecht, nur weil er kritisch ist. Eine Kritik kann sehr wertvoll sein, wenn sie sachlich, fair und begründet ist. Um Gesprächsbeiträge zu unterscheiden, kannst Du mehrere Kriterien nutzen.


Themenbezug

Ein guter Beitrag passt zum Thema und zum aktuellen Punkt des Gesprächs. Er hilft, die Frage weiter zu klären. Ein schlechter Beitrag springt ohne erkennbaren Zusammenhang zu einem anderen Thema, lenkt ab oder bringt persönliche Nebensachen ein, die gerade nicht weiterhelfen.

Beispiel für einen schlechten Beitrag: „Das ist doch egal, ich wollte sowieso noch erzählen, was gestern im Bus passiert ist.“

Bessere Alternative: „Ich bin mir nicht sicher, ob mein Beispiel passt. Es zeigt aber, warum die Regel in der Pause wichtig sein könnte.“


Verständlichkeit

Ein guter Gesprächsbeitrag ist so formuliert, dass andere ihn verstehen können. Er ist klar aufgebaut, nicht unnötig kompliziert und enthält bei Bedarf ein Beispiel. Ein schlechter Beitrag bleibt vage, springt zwischen Gedanken hin und her oder benutzt Wörter, die andere nicht einordnen können.

Beispiel für einen schlechten Beitrag: „Das ist halt so komisch, weil alles irgendwie anders ist.“

Bessere Alternative: „Ich finde den Vorschlag unklar, weil noch nicht gesagt wurde, wer die Aufgabe übernimmt.“


Respekt und Gesprächsklima

Ein guter Beitrag achtet die Würde der anderen. Er greift Aussagen an, nicht Personen. Ein schlechter Beitrag macht andere lächerlich, beleidigt, droht, unterstellt schlechte Absichten oder benutzt abwertende Sprache. Solche Beiträge beschädigen das Gesprächsklima und verhindern oft, dass andere sich trauen, mitzudenken.

Beispiel für einen schlechten Beitrag: „Das ist die dümmste Idee überhaupt.“

Bessere Alternative: „Ich sehe ein Problem bei der Idee: Sie könnte zu viel Zeit kosten.“


Begründung und Sachlichkeit

Ein guter Beitrag enthält Gründe, Belege, Beispiele oder nachvollziehbare Erfahrungen. Ein schlechter Beitrag behauptet nur etwas, übertreibt stark oder stellt eine Meinung als Tatsache dar. Sachlichkeit bedeutet nicht, dass Gefühle unwichtig sind. Sie bedeutet, dass Gefühle und Fakten unterscheidbar bleiben.

Beispiel für einen schlechten Beitrag: „Alle finden das schlecht.“

Bessere Alternative: „Ich kenne drei Personen, die Bedenken haben. Wir sollten prüfen, ob es noch mehr Rückmeldungen gibt.“


Anschlussfähigkeit

Ein guter Beitrag nimmt auf vorherige Aussagen Bezug. Er zeigt, dass Du zugehört hast, und ermöglicht anderen, weiterzureden. Ein schlechter Beitrag ignoriert, was vorher gesagt wurde, wiederholt nur die eigene Meinung oder blockiert jede Weiterarbeit.

Beispiel für einen schlechten Beitrag: „Egal, was ihr sagt, ich bleibe dabei.“

Bessere Alternative: „Ich verstehe Deinen Einwand. Ich bleibe zwar bei meiner Meinung, aber ich würde sie an dieser Stelle ergänzen.“


Fairer Widerspruch

Ein guter Widerspruch ist ein wichtiger Teil von Diskussionen. Er macht Unterschiede sichtbar und hilft, bessere Lösungen zu finden. Ein schlechter Widerspruch ist dagegen ein Angriff, eine Bloßstellung oder ein Versuch, andere zum Schweigen zu bringen. Fairer Widerspruch beginnt oft mit einer kurzen Anerkennung, benennt dann den Einwand und begründet ihn.

Beispiel für einen schlechten Beitrag: „Du hast überhaupt keine Ahnung.“

Bessere Alternative: „Ich sehe das anders, weil die Regel in diesem Fall nicht für alle gleich wirkt.“


Typische schlechte Gesprächsbeiträge

Schlechte Gesprächsbeiträge können sehr unterschiedlich aussehen. Häufig treten sie in Mustern auf. Wenn Du diese Muster erkennst, kannst Du schneller entscheiden, ob ein Beitrag verbessert werden sollte.

Art des schlechten Beitrags Woran Du ihn erkennst Wirkung im Gespräch Bessere Strategie
Beleidigung Eine Person wird abgewertet Andere fühlen sich angegriffen oder ziehen sich zurück Kritik an der Sache formulieren
Themenwechsel Der Beitrag passt nicht zum Gesprächsziel Das Gespräch verliert Richtung Zum aktuellen Punkt zurückführen
Unterbrechung Jemand spricht in den Satz einer anderen Person hinein Gedanken werden nicht zu Ende geführt Ausreden lassen und anschließend reagieren
Behauptung Es fehlen Gründe oder Beispiele Die Aussage bleibt schwer prüfbar Begründung, Beleg oder Beispiel ergänzen
Übertreibung Wörter wie immer, nie oder alle werden ungenau benutzt Das Gespräch wird emotionaler und ungenauer Genau sagen, was beobachtet wurde
Monolog Eine Person spricht sehr lange ohne Bezug auf andere Andere kommen kaum zu Wort Kurz fassen und Rückfragen ermöglichen
Ironie Die eigentliche Aussage bleibt unklar oder verletzend Missverständnisse entstehen Direkt und freundlich sagen, was gemeint ist
Ablenkung Nebensachen verdrängen die eigentliche Frage Die Gruppe verliert Zeit Prüfen, ob der Punkt später passt


Gesprächsbeiträge mit dem Ampelmodell prüfen

Das Ampelmodell hilft Dir, Gesprächsbeiträge schnell einzuschätzen. Es ersetzt kein genaues Nachdenken, kann aber im Unterricht, in der Gruppenarbeit oder bei der Konfliktlösung sehr nützlich sein.

  1. Grün: Der Beitrag ist hilfreich, respektvoll, verständlich und passt zum Thema.
  2. Gelb: Der Beitrag enthält einen sinnvollen Kern, ist aber unklar, zu hart formuliert oder nicht ausreichend begründet.
  3. Rot: Der Beitrag verletzt, blockiert, lenkt stark ab oder enthält unbelegte Angriffe.

Bei gelben Beiträgen lohnt sich meistens eine Nachfrage: „Wie meinst Du das genau?“ oder „Kannst Du ein Beispiel nennen?“ Bei roten Beiträgen braucht das Gespräch oft eine Grenze: „Bitte formuliere das sachlich“ oder „Wir kritisieren Ideen, nicht Personen.“


Aktives Zuhören als Gegenmittel

Aktives Zuhören bedeutet, dass Du nicht nur wartest, bis Du selbst sprechen kannst. Du versuchst wirklich zu verstehen, was die andere Person meint. Dazu gehören Blickkontakt, kurze Rückmeldungen, Nachfragen, Zusammenfassen und das Prüfen, ob Du richtig verstanden hast. Aktives Zuhören verhindert viele schlechte Gesprächsbeiträge, weil es vorschnelle Urteile, Wiederholungen und Missverständnisse reduziert.

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Gute Formulierungen für Aktives Zuhören sind zum Beispiel: „Habe ich Dich richtig verstanden, dass ...?“, „Du meinst also ...“, „Kannst Du das genauer erklären?“ oder „Welcher Punkt ist Dir dabei am wichtigsten?“ Solche Sätze zeigen Respekt und helfen dem Gespräch, genauer zu werden.


Gesprächsregeln als Orientierung

Gesprächsregeln helfen, gute Gesprächsbeiträge wahrscheinlicher zu machen. Sie sind besonders wichtig, wenn viele Personen beteiligt sind, wenn ein Thema emotional ist oder wenn eine Entscheidung getroffen werden soll.

  1. Ausreden lassen: Wer spricht, darf den Gedanken beenden.
  2. Zuhören: Wer zuhört, versucht zu verstehen, bevor er bewertet.
  3. Themenbezug: Beiträge sollen zur aktuellen Frage passen.
  4. Begründung: Meinungen werden mit Gründen, Beispielen oder Erfahrungen gestützt.
  5. Respekt: Kritik richtet sich auf Aussagen, Handlungen oder Vorschläge, nicht auf den Wert einer Person.
  6. Kurzfassen: Beiträge sollen so lang wie nötig und so kurz wie möglich sein.
  7. Nachfragen: Unklarheiten werden geklärt, bevor widersprochen wird.
  8. Ich-Botschaft: Eigene Wahrnehmungen werden als eigene Sicht formuliert.

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Konversationsmaximen: ein Denkwerkzeug

Die Konversationsmaximen nach Paul Grice beschreiben, welche Erwartungen Menschen in Gesprächen oft aneinander haben. Für das Unterscheiden schlechter Gesprächsbeiträge sind sie sehr hilfreich.

  1. Maxime der Qualität: Sage nichts, was Du für falsch hältst, und behaupte nichts ohne Grundlage.
  2. Maxime der Quantität: Sage so viel wie nötig, aber nicht unnötig viel.
  3. Maxime der Relation: Sage etwas, das zum Thema passt.
  4. Maxime der Modalität: Drücke Dich klar, geordnet und verständlich aus.

Wenn ein Gesprächsbeitrag gegen mehrere dieser Erwartungen verstößt, ist er wahrscheinlich problematisch. Ein Beitrag kann zum Beispiel respektvoll klingen, aber trotzdem schlecht sein, wenn er das Thema verfehlt oder unbelegte Behauptungen enthält. Umgekehrt kann ein kritischer Beitrag gut sein, wenn er wahrheitsorientiert, relevant, klar und fair ist.


Das Vier-Seiten-Modell als Hilfe

Das Vier-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun zeigt, dass eine Äußerung mehrere Ebenen haben kann: Sachebene, Selbstoffenbarung, Beziehungsebene und Appell. Ein Gesprächsbeitrag kann auf der Sachebene sinnvoll sein, aber auf der Beziehungsebene verletzend wirken.

Beispiel: „Du bist schon wieder zu spät.“ Auf der Sachebene geht es um eine Verspätung. Auf der Beziehungsebene kann der Satz aber wie ein Vorwurf wirken. Eine bessere Formulierung wäre: „Mir ist wichtig, dass wir pünktlich anfangen. Können wir klären, wie das nächstes Mal klappt?“ Dadurch bleibt der sachliche Kern erhalten, aber der Angriff wird reduziert.


Schlechte Beiträge verbessern

Ein schlechter Gesprächsbeitrag ist oft nicht das Ende eines Gesprächs. Viele Beiträge lassen sich verbessern, wenn Du ihren sinnvollen Kern findest. Frage Dich: Was will die Person eigentlich sagen? Fehlt eine Begründung? Ist die Formulierung verletzend? Ist der Beitrag zu allgemein? Passt er zum Thema?

Schwieriger Beitrag Problem Verbesserte Formulierung
„Das ist Quatsch.“ Abwertung ohne Begründung „Ich sehe ein Problem, weil der Vorschlag nicht erklärt, wer die Kosten trägt.“
„Immer seid ihr gegen mich.“ Übertreibung und Vorwurf „Ich habe gerade den Eindruck, dass mein Vorschlag wenig Zustimmung findet. Woran liegt das?“
„Das interessiert niemanden.“ Unbelegte Behauptung „Ich bin unsicher, ob der Punkt für unser Ziel wichtig ist. Können wir das kurz prüfen?“
„Du redest viel zu viel.“ Persönlicher Angriff „Ich wünsche mir, dass auch andere noch zu Wort kommen.“
„Keine Ahnung, macht halt.“ Gesprächsabbruch „Ich brauche noch mehr Informationen, bevor ich mich entscheiden kann.“
„Das haben wir schon immer so gemacht.“ Blockiert neue Ideen „Bisher hat diese Lösung funktioniert. Wir sollten prüfen, ob sie für die neue Situation noch passt.“


Digitale Gesprächsbeiträge

Auch in Chat, Forum, E-Mail, Messenger und Videokonferenz gibt es gute und schlechte Gesprächsbeiträge. Digital fehlen oft Stimme, Gesichtsausdruck und direkte Rückfragen. Dadurch entstehen leichter Missverständnisse. Ein kurzer Satz kann härter wirken, als er gemeint war. Emojis können helfen, ersetzen aber keine klare und respektvolle Sprache.

Ein schlechter digitaler Beitrag kann besonders problematisch sein, weil er gespeichert, weitergeleitet oder aus dem Zusammenhang gerissen werden kann. Prüfe deshalb vor dem Senden: Ist mein Beitrag respektvoll? Ist er nötig? Ist er wahr oder wenigstens klar als Meinung erkennbar? Passt er zum Thema? Würde ich denselben Satz der Person auch direkt sagen?


Merksatz

Ein guter Gesprächsbeitrag ist themenbezogen, verständlich, respektvoll, begründet und anschlussfähig. Ein schlechter Gesprächsbeitrag stört, verletzt, vernebelt oder blockiert das gemeinsame Denken.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Woran erkennst Du einen guten Gesprächsbeitrag besonders gut? (Er passt zum Thema und hilft dem Gespräch weiter) (!Er ist möglichst lang und kompliziert) (!Er wiederholt die eigene Meinung immer wieder) (!Er greift die Person statt der Aussage an)




Was ist ein typisches Merkmal eines schlechten Gesprächsbeitrags? (Er verletzt oder blockiert das Gespräch) (!Er enthält eine sachliche Begründung) (!Er nimmt Bezug auf vorherige Aussagen) (!Er formuliert eine faire Nachfrage)




Warum ist Ausredenlassen wichtig? (Weil Gedanken sonst nicht vollständig verstanden werden können) (!Weil nur eine Person im Gespräch wichtig ist) (!Weil Widerspruch grundsätzlich verboten ist) (!Weil Gespräche ohne Regeln immer besser sind)




Was ist eine bessere Alternative zu „Das ist Quatsch“? (Ich sehe ein Problem, weil ein wichtiger Grund fehlt) (!Du verstehst das sowieso nicht) (!Das ist einfach falsch und fertig) (!Niemand will Deine Idee hören)




Was bedeutet Themenbezug? (Der Beitrag passt zur aktuellen Gesprächsfrage) (!Der Beitrag wechselt absichtlich das Thema) (!Der Beitrag enthält möglichst viele Nebensachen) (!Der Beitrag ignoriert die vorherigen Aussagen)




Was hilft besonders gegen Missverständnisse? (Aktiv zuhören und nachfragen) (!Schnell unterbrechen) (!Ironisch antworten) (!Lauter sprechen als die anderen)




Was ist eine Ich Botschaft? (Eine Aussage über die eigene Wahrnehmung oder das eigene Bedürfnis) (!Eine Beleidigung in freundlichem Ton) (!Eine Behauptung über alle anderen) (!Eine Regel ohne Begründung)




Welche Aussage passt zur Maxime der Qualität? (Sage nichts, wofür Dir eine Grundlage fehlt) (!Wechsle möglichst oft das Thema) (!Sprich so unklar wie möglich) (!Rede immer länger als nötig)




Warum kann ein kritischer Beitrag trotzdem gut sein? (Weil er sachlich, begründet und respektvoll sein kann) (!Weil Kritik immer verletzend sein muss) (!Weil Kritik keine Begründung braucht) (!Weil Kritik andere zum Schweigen bringen soll)




Was solltest Du prüfen, bevor Du einen digitalen Beitrag sendest? (Ob er respektvoll, wahrheitsorientiert und themenbezogen ist) (!Ob er möglichst scharf formuliert ist) (!Ob er andere öffentlich bloßstellt) (!Ob er ohne Zusammenhang verständlich ist)





Memory

Themenbezug passt zur aktuellen Frage
Aktives Zuhören aufmerksam nachfragen
Begründung macht eine Meinung nachvollziehbar
Respekt schützt das Gesprächsklima
Ich Botschaft beschreibt die eigene Wahrnehmung
Unterbrechung stört den Gedankenfluss
Sachlichkeit trennt Fakten und Wertungen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Gesprächsbeitrag
Sachlich begründen guter Beitrag
Dazwischenreden schlechter Beitrag
Nachfrage stellen guter Beitrag
Person beleidigen schlechter Beitrag
Thema aufgreifen guter Beitrag
Unbelegt behaupten schlechter Beitrag
Zusammenfassen guter Beitrag
Ablenken schlechter Beitrag






Kreuzworträtsel

Relevanz Wie nennt man die Eigenschaft eines Beitrags, wenn er wirklich zum Thema passt?
Respekt Was sollte ein Gesprächsbeitrag gegenüber anderen Personen zeigen?
Zuhoeren Was musst Du tun, bevor Du fair und passend antwortest?
Begruendung Was macht eine Meinung nachvollziehbarer?
Nachfrage Was hilft, wenn ein Beitrag unklar ist?
Sachlichkeit Welche Haltung trennt Argumente von persönlichen Angriffen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein guter Gesprächsbeitrag passt zum

. Er ist so formuliert, dass andere ihn

können. Eine Meinung wird stärker, wenn sie eine

enthält. Wer andere ausreden lässt, zeigt

. Beim aktiven Zuhören stellst Du bei Unklarheiten eine

. Ein schlechter Beitrag kann das Gespräch durch eine

beschädigen. Übertreibungen wie immer oder nie machen Aussagen oft

. Eine Ich Botschaft beschreibt die eigene

. In digitalen Gesprächen solltest Du vor dem Senden die

Deines Beitrags prüfen. Ziel eines guten Gesprächs ist nicht das Gewinnen, sondern gemeinsames

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gesprächsbeitrag erkennen: Sammle fünf Sätze aus Alltag, Schule oder Chat und entscheide jeweils, ob sie ein Gespräch eher fördern oder stören.
  2. Gesprächsregel formulieren: Schreibe drei einfache Gesprächsregeln für eine Gruppenarbeit und erkläre jeweils in einem Satz, warum sie wichtig sind.
  3. Besser formulieren: Formuliere drei unfreundliche Sätze so um, dass sie sachlich und respektvoll werden.
  4. Zuhören üben: Führe mit einer Partnerin oder einem Partner ein kurzes Gespräch und fasse danach in zwei Sätzen zusammen, was die andere Person gesagt hat.


Standard

  1. Ampelmodell anwenden: Ordne zehn vorbereitete Gesprächsbeiträge den Farben grün, gelb oder rot zu und begründe jede Entscheidung.
  2. Diskussion beobachten: Beobachte eine Unterrichtsdiskussion oder eine Gruppensituation und notiere drei hilfreiche und drei störende Gesprächsbeiträge.
  3. Ich-Botschaft schreiben: Verwandle fünf Vorwürfe in Ich Botschaften, die ein Problem klar benennen, ohne die andere Person abzuwerten.
  4. Gesprächsprotokoll erstellen: Schreibe ein kurzes Protokoll einer Diskussion und markiere, an welchen Stellen Beiträge das Gespräch vorangebracht oder gebremst haben.


Schwer

  1. Konfliktgespräch analysieren: Untersuche einen Streitdialog aus einem Film, Buch oder eigenen Beispiel und erkläre, welche Beiträge den Konflikt verschärfen.
  2. Moderation planen: Entwickle einen Moderationsplan für eine schwierige Klassendiskussion mit Regeln, Redezeiten und Möglichkeiten zur Deeskalation.
  3. Feedbacktraining gestalten: Erstelle ein Trainingsblatt mit Beispielen für schlechte Gesprächsbeiträge und passenden besseren Alternativen.
  4. Videoprojekt umsetzen: Drehe ein kurzes Lernvideo, in dem eine schlechte Gesprächssituation gezeigt, gestoppt, erklärt und verbessert wird.



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Lernkontrolle

  1. Gesprächsanalyse: Analysiere einen Dialog mit mindestens acht Beiträgen und erkläre, welche Beiträge hilfreich, unklar oder störend sind.
  2. Transferaufgabe: Übertrage die Kriterien für gute Gesprächsbeiträge auf einen Klassenchat und entwickle fünf Regeln für digitale Kommunikation.
  3. Perspektivwechsel: Wähle einen scheinbar schlechten Beitrag und erkläre, welcher sinnvolle Kern möglicherweise dahinterstecken könnte.
  4. Umformulierung: Verbessere einen verletzenden Gesprächsbeitrag so, dass Aussageabsicht, Sachproblem und Respekt erhalten bleiben.
  5. Begründetes Urteil: Entscheide bei drei schwierigen Beispielen, ob der Beitrag gelb oder rot im Ampelmodell ist, und begründe Deine Entscheidung.
  6. Gesprächsstrategie: Entwickle eine Strategie, wie eine Moderatorin oder ein Moderator auf Unterbrechungen, Beleidigungen und Themenwechsel reagieren kann.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe auswendig kennst. Du sollst zeigen, dass Du echte Gesprächssituationen einschätzen und verbessern kannst.

  1. Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie Gesprächsbeitrag, Themenbezug, Begründung, Sachlichkeit, aktives Zuhören, Ich Botschaft und Gesprächsklima korrekt.
  2. Analysefähigkeit: Du unterscheidest hilfreiche, unklare und störende Beiträge anhand nachvollziehbarer Kriterien.
  3. Begründungskompetenz: Du erklärst Deine Einschätzung mit Bezug auf Wirkung, Gesprächsziel und Gesprächsregeln.
  4. Umformulierungskompetenz: Du kannst schlechte Gesprächsbeiträge in faire und konstruktive Alternativen umwandeln.
  5. Transfer: Du wendest die Kriterien auf Unterrichtsgespräche, Gruppenarbeit, Konflikte und digitale Kommunikation an.
  6. Reflexion: Du beschreibst, wie Dein eigenes Gesprächsverhalten andere beeinflussen kann.
  7. Produkt: Du reichst eine Dialoganalyse, ein Regelplakat, ein Lernvideo, ein Rollenspielprotokoll oder ein Portfolio ein.




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