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Schichten der Sprache

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Schichten der Sprache



Einleitung

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Schichten der Sprache sind ein hilfreiches Bild im Deutschunterricht: Du stellst Dir die Sprache wie ein Haus mit mehreren Ebenen vor. Je nachdem, ob Du mit Freundinnen und Freunden sprichst, einen Schulaufsatz schreibst, eine Nachricht an die Lehrkraft formulierst oder einen Text aus einem Sachbuch liest, verwendest Du andere Wörter, andere Satzformen und manchmal auch eine andere Aussprache. In der Sprachwissenschaft spricht man oft von Sprachvarietäten, Sprachstilen oder Registern. Für Klasse 5 und 6 ist wichtig: Sprachschichten sind keine starren Schubladen. Sie gehen oft ineinander über. Keine Sprachschicht ist automatisch „besser“ als eine andere. Entscheidend ist, ob Deine Sprache zur Situation, zum Adressaten, zum Text und zur Absicht passt.

Beispiel: Du willst sagen, dass Du später kommst.

Sprachschicht Mögliche Formulierung Passt besonders gut zu
Standardsprache Ich komme heute etwas später. Schule, Brief, Bericht, offizielle Nachricht
Umgangssprache Ich komme heute ein bisschen später. Alltag, Familie, Freundeskreis
Jugendsprache Ich bin heute etwas später am Start. lockere Gruppe, wenn alle die Formulierung verstehen
Dialekt oder Regiolekt Je nach Region kann die Formulierung anders klingen. regionale Gespräche, vertraute Umgebung
Fachsprache Die Ankunft verzögert sich um wenige Minuten. genaue Mitteilung, Verkehr, Verwaltung, Bericht


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du Sprachschichten erkennen, passende Begriffe verwenden und Sprache situationsgerecht einsetzen. Du lernst, wie Standardsprache, Umgangssprache, Dialekt, Regiolekt, Jugendsprache, Fachsprache und Bildungssprache zusammenhängen. Außerdem übst Du, Formulierungen umzuschreiben, Gespräche zu untersuchen und respektvoll über verschiedene Arten des Sprechens zu sprechen.


Startauftrag zum Video

Sieh Dir das Video aufmerksam an. Notiere drei Begriffe, die erklärt werden, und schreibe zu jedem Begriff ein eigenes Beispiel. Achte besonders darauf, wann eine Formulierung eher zur Schule, eher zum Alltag oder eher zu einer bestimmten Gruppe passt.


Grundidee: Sprache passt sich an

Menschen sprechen nicht immer gleich. Du sprichst mit Deiner besten Freundin wahrscheinlich anders als mit der Schulleitung. Du schreibst in einem Chat anders als in einem Bericht. Du verwendest im Sportunterricht andere Wörter als im Biologieunterricht. Das ist kein Fehler, sondern ein Zeichen dafür, dass Sprache lebendig ist.

Eine Sprachvarietät ist eine erkennbare Art, eine Sprache zu verwenden. Sie kann mit einem Ort, einer Gruppe, einem Fachgebiet, einer Situation oder einem bestimmten Zweck zusammenhängen. Wenn Du bewusst zwischen Sprachschichten wechselst, nennt man das auch Sprachwechsel oder Registerwechsel. In Klasse 5 und 6 musst Du dafür nicht alle Fachbegriffe auswendig können. Wichtiger ist, dass Du erkennst: Wer spricht mit wem, worüber, wo und mit welcher Absicht?


Die vier Leitfragen

Leitfrage Bedeutung für Deine Sprache Beispiel
Wer spricht oder schreibt? Die Rolle der Person beeinflusst den Stil. Kind, Lehrkraft, Reporter, Ärztin
Mit wem? Der Adressat entscheidet mit, wie höflich, genau oder locker Du formulierst. Freundin, Klasse, Eltern, Schulleitung
Wozu? Die Absicht bestimmt die Wortwahl. informieren, bitten, erklären, überzeugen
Wo? Der Ort oder das Medium beeinflusst die Form. Chat, Unterricht, Vortrag, Brief


Die wichtigsten Sprachschichten


Standardsprache

Die Standardsprache ist die überregionale, geregelte Form einer Sprache. Im Deutschen wird sie oft auch Standarddeutsch genannt. Du findest sie in Schulbüchern, Nachrichten, Sachtexten, Briefen, Klassenarbeiten und vielen öffentlichen Texten. Sie folgt den Regeln der Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung besonders deutlich.

Beispiel: „Der Schüler begründet seine Meinung mit zwei Argumenten.“

Die Standardsprache hilft, dass Menschen aus verschiedenen Regionen einander gut verstehen. Sie ist im Deutschunterricht besonders wichtig, weil Du damit Textverständnis, Schreiben, Lesen und Argumentieren übst. Trotzdem heißt das nicht, dass andere Sprachformen falsch oder wertlos sind. Sie haben nur andere Aufgaben.


Umgangssprache

Die Umgangssprache ist eine lockere Alltagssprache. Sie wird häufig mündlich verwendet, zum Beispiel in der Familie, auf dem Schulhof oder im Gespräch mit Freundinnen und Freunden. Sie ist oft kürzer, persönlicher und weniger streng als die Standardsprache.

Beispiel: „Der Typ erklärt seine Meinung mit zwei Gründen.“

In der Umgangssprache werden manchmal Wörter verkürzt, Sätze abgebrochen oder Füllwörter verwendet. Das ist im Gespräch normal. In einem Aufsatz oder Bericht solltest Du aber prüfen, ob eine umgangssprachliche Formulierung zum Schreibziel passt.


Dialekt und Regiolekt

Ein Dialekt oder eine Mundart ist eine regionale Sprachform. Sie kann sich in Aussprache, Wortschatz und manchmal auch in der Grammatik von der Standardsprache unterscheiden. Ein Regiolekt ist eine regional gefärbte Umgangssprache, die näher an der Standardsprache liegt als ein starker Dialekt.

Die Karte zeigt, dass im deutschsprachigen Raum viele regionale Sprachformen vorkommen. Dialekte können Heimatgefühl, Nähe und Zusammengehörigkeit ausdrücken. Im Unterricht ist es wichtig, Dialekte wertschätzend zu betrachten. Wer Dialekt spricht, kann oft zusätzlich Standardsprache lernen und situationsgerecht wechseln.


Jugendsprache und Gruppensprache

Jugendsprache ist eine Form von Gruppensprache. Sie wird von vielen Jugendlichen genutzt, um Zugehörigkeit zu zeigen, Neues auszuprobieren oder sich von Erwachsenen abzugrenzen. Sie verändert sich schnell. Manche Wörter sind nach kurzer Zeit wieder verschwunden, andere werden Teil der allgemeinen Umgangssprache.

Beispiel: „Das war richtig stark.“ kann je nach Gruppe auch anders ausgedrückt werden.

Nicht alle Jugendlichen sprechen gleich. Deshalb ist „die Jugendsprache“ kein einheitliches Wörterbuch. Wichtig ist: Gruppensprache funktioniert nur, wenn die Gruppe die Wörter versteht. In einem offiziellen Text sollte man überlegen, ob die Wörter für alle Leserinnen und Leser verständlich sind.


Fachsprache

Eine Fachsprache ist die Sprache eines bestimmten Fachgebiets, Berufs oder Sachbereichs. Sie verwendet genaue Fachbegriffe. In der Medizin, Informatik, Biologie, Mathematik, Musik, im Sport oder in der Grammatik gibt es jeweils eigene Fachsprachen.

Beispiel: In der Grammatik heißt es nicht einfach „Tunwort“, sondern Verb. Ein „Hauptwort“ kann genauer als Nomen bezeichnet werden.

Fachsprache ist nützlich, weil sie präzise ist. Sie kann aber schwierig wirken, wenn Menschen die Fachbegriffe noch nicht kennen. Darum solltest Du Fachbegriffe erklären können.


Bildungssprache und Schulsprache

Bildungssprache ist die Sprache, die in Schule, Büchern, Aufgabenstellungen und Erklärtexten häufig vorkommt. Sie ist oft genauer und dichter als Alltagssprache. Sie verwendet Wörter wie „begründen“, „vergleichen“, „erläutern“, „beschreiben“ oder „zusammenfassen“.

Beispiel: Die Aufgabe „Vergleiche die beiden Texte“ bedeutet nicht nur, Unterschiede zu nennen. Du sollst Gemeinsamkeiten und Unterschiede geordnet darstellen.

Wer Bildungssprache versteht, kann Aufgaben besser lösen. Darum ist es wichtig, Operatoren und Arbeitsaufträge genau zu lesen.


Sprachschichten vergleichen


Derselbe Inhalt in verschiedenen Sprachschichten

Inhalt Standardsprache Umgangssprache Fachsprache
Ein Tier bewegt sich schnell. Der Hund läuft schnell über den Hof. Der Hund rennt voll schnell über den Hof. Das Tier bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit über die Fläche.
Jemand sagt seine Meinung. Ich bin der Meinung, dass die Pause länger sein sollte. Ich finde, die Pause sollte länger sein. Die Sprecherin formuliert eine begründete Position zur Pausenlänge.
Ein Text wird erklärt. Der Text handelt von Freundschaft. In dem Text geht es um Freundschaft. Das zentrale Thema des Textes ist Freundschaft.


Woran erkennst Du eine Sprachschicht?

Du kannst eine Sprachschicht an mehreren Merkmalen erkennen. Achte auf Wortwahl, Satzbau, Aussprache, Höflichkeit, Fachbegriffe, Abkürzungen und die Frage, ob die Formulierung eher locker, sachlich, regional, gruppenbezogen oder fachlich klingt.

Merkmal Frage an den Text Beispiel für Beobachtung
Wortwahl Sind die Wörter eher locker, genau, regional oder fachlich? „krass“ wirkt anders als „bemerkenswert“.
Satzbau Sind die Sätze kurz, unvollständig oder genau gebaut? „Kommst Du?“ ist anders als „Bitte teilen Sie mit, ob Sie kommen.“
Adressatenbezug Für wen ist die Formulierung gedacht? Ein Elternbrief braucht andere Sprache als ein Chat.
Wirkung Wie wirkt die Sprache auf andere? höflich, vertraut, sachlich, abgrenzend, witzig


Sprache und Respekt

Nicht alle Menschen sprechen gleich. Manche sprechen mehrere Sprachen, manche Dialekt, manche besonders bildungssprachlich, manche eher umgangssprachlich. Daraus darf man niemanden abwerten. Ein wichtiger Teil des Deutschunterrichts ist deshalb Sprachbewusstsein: Du lernst, Unterschiede zu erkennen, ohne Menschen wegen ihrer Sprache zu verspotten.

Merksatz: Gute Sprachkompetenz bedeutet nicht, immer gleich zu sprechen. Gute Sprachkompetenz bedeutet, Sprache bewusst, verständlich, respektvoll und situationsgerecht zu verwenden.


Strategien für Klasse 5 und 6


So findest Du die passende Sprachschicht

  1. Situation prüfen: Überlege, ob Du privat, schulisch, öffentlich oder fachlich sprichst oder schreibst.
  2. Adressat prüfen: Überlege, wer Deinen Text liest oder Deine Worte hört.
  3. Absicht klären: Entscheide, ob Du informieren, erzählen, bitten, erklären oder überzeugen willst.
  4. Wortwahl überarbeiten: Ersetze unpassende Wörter durch genauere oder passendere Wörter.
  5. Verständlichkeit prüfen: Frage Dich, ob jemand außerhalb Deiner Gruppe den Text versteht.


Mini-Training: Umgangssprache in Standardsprache umformen

Umgangssprachlich Standardsprache
Das Buch war mega spannend. Das Buch war sehr spannend.
Der Junge hat voll schnell reagiert. Der Junge hat sehr schnell reagiert.
Ich checke die Aufgabe nicht. Ich verstehe die Aufgabe nicht.
Die Geschichte geht um einen Hund. Die Geschichte handelt von einem Hund.
Kannst Du mir das kurz erklären? Bitte erkläre mir das kurz.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was meint das Unterrichtsmodell „Schichten der Sprache“? (Verschiedene Sprachformen je nach Situation) (!Nur laute und leise Sprache) (!Nur richtige und falsche Wörter) (!Nur alte Wörter aus Wörterbüchern)




Welche Sprachschicht passt meist gut zu einem sachlichen Schulaufsatz? (Standardsprache) (!Geheimsprache) (!Nur Dialekt) (!Unverständliche Abkürzungen)




Was ist Umgangssprache? (Lockere Sprache im Alltag) (!Eine Sprache nur für Fachleute) (!Eine ausgestorbene Sprache) (!Eine Sprache ohne Zuhörer)




Was ist ein Dialekt? (Eine regionale Sprachform) (!Eine Rechenart) (!Eine Textsorte) (!Eine Zeichensetzung)




Was ist Fachsprache? (Sprache mit genauen Begriffen eines Fachgebiets) (!Sprache ohne Bedeutung) (!Sprache nur aus Reimen) (!Sprache ohne Regeln)




Was ist Jugendsprache häufig? (Gruppensprache vieler Jugendlicher) (!Eine amtliche Urkunde) (!Eine alte Schriftart) (!Eine Wettervorhersage)




Warum passt man Sprache an? (Damit sie zur Situation und zum Gegenüber passt) (!Damit niemand etwas versteht) (!Damit alle Sätze gleich klingen) (!Damit Wörter ihre Bedeutung verlieren)




Was ist ein Adressat? (Person oder Gruppe für die gesprochen oder geschrieben wird) (!Ein besonders langes Verb) (!Ein Fehler in der Rechtschreibung) (!Ein Satzzeichen am Ende)




Welche Aussage über Sprachschichten stimmt? (Sprachschichten gehen oft fließend ineinander über) (!Sprachschichten sind immer streng getrennt) (!Nur eine Sprachschicht darf verwendet werden) (!Dialekte sind keine Sprache)




Welche Formulierung passt eher in einen sachlichen Bericht? (Der Hund lief schnell über den Hof) (!Der Hund ist voll abgegangen) (!Der Hund war mega krass unterwegs) (!Der Hund machte irgendwie so Action)





Memory

Standardsprache überregional verständliche Sprache
Umgangssprache lockere Alltagssprache
Dialekt regionale Sprachform
Fachsprache genaue Sprache eines Fachgebiets
Jugendsprache Gruppensprache vieler Jugendlicher
Bildungssprache Sprache vieler Schulaufgaben





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Sprachsituation
Standardsprache Ein sachlicher Bericht für die Schule
Umgangssprache Ein lockeres Gespräch auf dem Schulhof
Dialekt Eine regionale Mundart im vertrauten Umfeld
Fachsprache Eine genaue Erklärung im Biologieunterricht
Jugendsprache Eine gruppenbezogene Formulierung unter Jugendlichen
Bildungssprache Eine Aufgabenstellung mit Operatoren wie begründen und vergleichen






Kreuzworträtsel

Standardsprache Welche Sprachform passt meist zu offiziellen Texten und Schulaufsätzen?
Umgangssprache Welche Sprachform nutzt man häufig locker im Alltag?
Dialekt Wie heißt eine regionale Mundart mit einem Wort?
Fachsprache Wie heißt die genaue Sprache eines Fachgebiets?
Jugendsprache Wie heißt eine Gruppensprache vieler Jugendlicher?
Adressat Wie nennt man die Person oder Gruppe, für die ein Text bestimmt ist?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Wenn Du einen Bericht für die Schule schreibst, verwendest Du meist

. Mit Freundinnen und Freunden sprichst Du häufig lockerer und nutzt

. Eine regional geprägte Sprachform nennt man

. Eine Sprache mit vielen genauen Fachbegriffen nennt man

. Die Sprache einer Gruppe, zum Beispiel vieler Jugendlicher, kann ein

sein. Wichtig ist, dass Deine Sprache zur Situation und zum

passt. Zwischen den Sprachschichten gibt es fließende

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Sprachbeobachtung: Sammle fünf Sätze aus Deinem Alltag und ordne sie jeweils einer Sprachschicht zu.
  2. Wortschatz: Schreibe zehn umgangssprachliche Wörter auf und finde passende standardsprachliche Formulierungen.
  3. Dialog: Schreibe ein kurzes Gespräch auf dem Schulhof und markiere typische Merkmale der Umgangssprache.
  4. Adressat: Formuliere dieselbe Bitte einmal an einen Freund und einmal an eine Lehrkraft.


Standard

  1. Textüberarbeitung: Wandle einen lockeren Chattext in eine sachliche Nachricht an die Klassenleitung um.
  2. Sprachvergleich: Vergleiche zwei kurze Texte und erkläre, welcher Text eher standardsprachlich und welcher eher umgangssprachlich ist.
  3. Fachsprache: Erstelle ein kleines Wörterbuch mit zehn Fachbegriffen aus einem Schulfach und erkläre sie verständlich.
  4. Dialekt und Region: Frage in Deiner Familie oder Umgebung nach regionalen Wörtern und stelle sie mit standardsprachlichen Entsprechungen vor.


Schwer

  1. Sprachbewusstsein: Untersuche eine Szene aus einem Jugendbuch und erkläre, wie Sprache Figuren charakterisiert.
  2. Podcast: Produziere einen kurzen Audiobeitrag über Sprachschichten und gib Beispiele aus Schule, Alltag und Medien.
  3. Debatte: Bereite eine Diskussion zur Frage vor, ob Dialekt im Unterricht erlaubt und wertgeschätzt werden sollte.
  4. Erklärvideo: Gestalte ein eigenes Lernvideo, in dem Du Standardsprache, Umgangssprache, Dialekt und Fachsprache erklärst.



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Lernkontrolle

  1. Transfer: Schreibe dieselbe Information in drei Fassungen: als Chatnachricht, als Schulbrief und als Lexikonabschnitt. Begründe danach Deine sprachlichen Entscheidungen.
  2. Analyse: Untersuche einen Dialog aus einem Buch oder Film. Erkläre, welche Sprachschichten vorkommen und welche Wirkung sie auf Dich haben.
  3. Perspektivwechsel: Erkläre einer jüngeren Person den Unterschied zwischen Umgangssprache und Standardsprache, ohne Fachwörter vorauszusetzen.
  4. Urteil: Beurteile, wann Jugendsprache passend sein kann und wann sie Verständigungsprobleme erzeugt. Verwende eigene Beispiele.
  5. Problemlösen: Überarbeite einen sehr lockeren Text so, dass er für eine Klassenarbeit geeignet ist. Beschreibe anschließend die wichtigsten Änderungen.
  6. Sprachrespekt: Entwickle Regeln für eine Klasse, die verschiedene Sprachformen wertschätzt und trotzdem situationsgerechtes Schreiben übt.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio zum Thema Schichten der Sprache. Es enthält drei selbst gewählte Beispielsätze, eine kurze Analyse der passenden Sprachschicht und eine überarbeitete Fassung für eine andere Situation. Zusätzlich erklärst Du in fünf bis sieben Sätzen, warum situationsgerechte Sprache im Deutschunterricht, im Alltag und in öffentlichen Texten wichtig ist.

  1. Portfolio: Sammle mindestens drei Beispiele aus Schule, Alltag oder Medien und ordne sie begründet einer Sprachschicht zu.
  2. Überarbeitung: Schreibe einen umgangssprachlichen Text in Standardsprache um und markiere die wichtigsten Änderungen.
  3. Reflexion: Erkläre, wie Sprache auf Menschen wirken kann und warum respektvoller Umgang mit Dialekt, Jugendsprache und Mehrsprachigkeit wichtig ist.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel zu sprachlichen Varietäten bietet eine fachliche Vertiefung zum Thema.

Der Wikipedia-Artikel zu Dialekten vertieft die regionale Dimension von Sprache.



Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

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  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

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Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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