Zum Inhalt springen

Scham und Schuld - Ethik

Aus MOOCsWiki Staging

Scham und Schuld - Ethik



Einleitung

Scham und Schuld gehören zu den moralischen Emotionen. Sie können anzeigen, dass Beziehungen, Regeln, persönliche Werte oder die eigene Würde berührt sind. Sie können Orientierung geben, aber auch belasten oder als Machtmittel missbraucht werden.

Eine hilfreiche Faustregel lautet: Scham richtet sich eher auf die eigene Person – „Mit mir stimmt etwas nicht.“ Schuld richtet sich eher auf eine Handlung – „Ich habe etwas Falsches getan.“ Im wirklichen Leben überschneiden sich beide Gefühle.

Beobachtungsauftrag: Suche im Emotionsrad Gefühle, die Scham oder Schuld begleiten können. Begründe zwei Verbindungen.

Medienauftrag: Notiere, welche Aufgaben Gefühle allgemein erfüllen können.

Wichtiger Schutzgedanke: Wer beleidigt, bloßgestellt, gemobbt oder verletzt wird, trägt nicht die Verantwortung für das Verhalten der angreifenden Person. Hole Dir Unterstützung bei einer vertrauten erwachsenen Person, der Schulsozialarbeit oder einer Beratungsstelle.


Lernziele

Du lernst,

  1. Scham, Schuldgefühl, Reue und Verantwortung zu unterscheiden.
  2. moralische Schuld von einem bloßen Schuldgefühl abzugrenzen.
  3. Verantwortung fair und situationsbezogen zu prüfen.
  4. Beschämung, öffentliche Bloßstellung und Victim Blaming ethisch zu beurteilen.
  5. Wege zu Entschuldigung, Wiedergutmachung, Vergebung und Veränderung zu entwickeln.


Grundbegriffe


Scham

Scham entsteht häufig, wenn Du Dich als ganze Person negativ gesehen, entwertet oder bloßgestellt fühlst. Sie kann mit Erröten, Rückzug, Schweigen, Erstarren oder dem Wunsch verbunden sein, unsichtbar zu werden.

Scham kann eine Grenzfunktion haben: Sie schützt Intimität und macht auf verletzte Zugehörigkeit, Anerkennung oder persönliche Werte aufmerksam. Wird ein Mensch jedoch absichtlich beschämt, kann das seine Würde verletzen.

Bildimpuls: Welche Körperhaltung deutet auf Rückzug hin? Welche Deutungen bleiben offen?

Denkfrage: Wann hilft Peinlichkeit beim sozialen Lernen, und wann wird sie zur unnötigen Selbstabwertung?


Schuld und Schuldgefühl

Moralische Schuld bezeichnet einen begründbaren Vorwurf wegen einer Handlung oder Unterlassung. Ein Schuldgefühl ist dagegen ein inneres Erleben. Beides kann auseinanderfallen:

Situation Bedeutung
Schuld mit Schuldgefühl Eine Person erkennt einen verursachten Schaden und empfindet Reue.
Schuld ohne Schuldgefühl Eine Person hat verantwortlich falsch gehandelt, erkennt es aber nicht an.
Schuldgefühl ohne Schuld Eine Person fühlt sich verantwortlich, obwohl sie den Schaden nicht verursacht oder nicht verhindern konnte.

Medienauftrag: Prüfe nach dem Video die Aussage: „Jedes Schuldgefühl beweist Schuld.“


Scham und Schuld im Vergleich

Leitfrage Scham Schuld
Worauf richtet sich das Gefühl? Eher auf die eigene Person oder das soziale Ansehen Eher auf eine Handlung oder Unterlassung
Typischer innerer Satz „Ich bin falsch.“ „Ich habe falsch gehandelt.“
Häufiger Impuls Verbergen, Flucht oder Abwehr Erklären, bereuen oder wiedergutmachen
Mögliche hilfreiche Seite Schutz von Grenzen und Sensibilität für Anerkennung Übernahme von Verantwortung und Verhaltensänderung
Mögliche Gefahr Selbstentwertung und Fremdbeschämung Grübeln, falsche Selbstanklage oder Manipulation

Die Tabelle zeigt Tendenzen, keine starren Gesetze. Menschen erleben Gefühle unterschiedlich.


Verantwortung fair prüfen

Nicht jeder Schaden macht eine Person automatisch moralisch schuldig. Eine faire Beurteilung fragt nach mehreren Bedingungen.

Prüffrage Bedeutung
Was ist geschehen? Handlung, Unterlassung und Folgen werden möglichst genau beschrieben.
Welche Norm war betroffen? Rechte, Pflichten, Versprechen oder berechtigte Interessen werden benannt.
Was wusste die Person? Wissen, Irrtum und Vorhersehbarkeit beeinflussen den Vorwurf.
Welche Möglichkeiten bestanden? Zwang, Alter, Abhängigkeit, Zeitdruck und echte Alternativen werden berücksichtigt.
Welche Absicht lag vor? Absicht, Leichtsinn, Fahrlässigkeit und Versehen sind zu unterscheiden.
Was kann jetzt getan werden? Verantwortung zeigt sich auch in Aufklärung, Wiedergutmachung und Veränderung.

Merksatz: Verantwortung darf weder vorschnell abgeschoben noch pauschal zugeschrieben werden.


Fallbeispiele

Fall Ethische Kernfrage
Eine private Nachricht wird ohne Erlaubnis weitergeleitet. Wer verletzt die Privatsphäre, und wer wird zu Unrecht beschämt?
Du vergisst ein wichtiges Versprechen. Welche Verantwortung trägst Du, und wie kannst Du Vertrauen reparieren?
Ein Ball zerbricht versehentlich ein Fenster. Welche Rolle spielen Absicht, Sorgfalt und Wiedergutmachung?
Eine Gruppe lacht eine Person wegen ihrer Kleidung aus. Wie verteilen sich Verantwortung von Handelnden, Mitlachenden und Zuschauenden?
Eine Person wird nach einer Gewalterfahrung gefragt, warum sie nicht anders gehandelt habe. Warum verschiebt diese Frage Verantwortung auf das Opfer?


Beschämung, Macht und Öffentlichkeit

Beschämung ist nicht dasselbe wie Scham. Beschämung ist eine Handlung: Eine Person wird herabgesetzt, vorgeführt oder sozial ausgeschlossen. In Schule und digitalen Räumen verstärken Publikum, Wiederholbarkeit und dauerhafte Speicherung die Wirkung.

Eine ethische Prüfung öffentlicher Kritik fragt:

  1. Ist die Kritik sachlich und nachprüfbar?
  2. Wird die Würde der betroffenen Person gewahrt?
  3. Ist die Öffentlichkeit notwendig und verhältnismäßig?
  4. Gibt es eine Möglichkeit zur Erklärung, Korrektur und Wiedergutmachung?
  5. Werden besonders verletzliche Menschen geschützt?

Diskussionsfrage: Wo liegt die Grenze zwischen berechtigter Kritik und öffentlicher Demütigung?


Victim Blaming

Victim Blaming bedeutet, dass Betroffenen eines Übergriffs, von Gewalt oder Mobbing eine Mitschuld zugeschrieben wird. Dadurch wird die Verantwortung der handelnden Person verdeckt. Kleidung, Verhalten, Unsicherheit oder fehlende Gegenwehr rechtfertigen keinen Übergriff.

Prüfsatz: Frage zuerst, wer eine Grenze verletzt hat und wer tatsächlich Handlungsmacht besaß.


Konstruktiver Umgang mit Schuld

Schuld kann nicht ungeschehen gemacht werden. Verantwortung kann aber die Zukunft verändern.

Eine glaubwürdige Entschuldigung enthält möglichst:

  1. eine klare Benennung der eigenen Handlung,
  2. die Anerkennung der Folgen für andere,
  3. Verantwortung ohne Ausreden,
  4. ein Angebot zur Wiedergutmachung,
  5. eine erkennbare Verhaltensänderung,
  6. Respekt vor den Grenzen der betroffenen Person.

Eine Entschuldigung erzwingt weder Vergebung noch sofortige Versöhnung. Die betroffene Person darf Zeit, Abstand und Schutz verlangen.


Wiedergutmachung, Vergebung und Versöhnung

Wiedergutmachung versucht, einen Schaden auszugleichen. Vergebung kann bedeuten, auf Vergeltung zu verzichten; sie ist freiwillig. Versöhnung stellt eine Beziehung neu her und setzt Sicherheit, Einsicht und Veränderung voraus.

Bildfrage: Welche Gesten könnten Annahme, Reue oder Macht ausdrücken? Welche Deutung ist nicht allein aus dem Bild beweisbar?

Vertiefung: Beurteile die Aussage: „Vergeben ist immer eine moralische Pflicht.“


Ethische Perspektiven

Perspektive Leitfrage
Pflichtethik Welche Pflicht, welches Recht oder welche Grenze wurde verletzt?
Konsequentialismus Welche Folgen entstanden, und wie lassen sich weitere Schäden verhindern?
Tugendethik Welche Haltung zeigen Ehrlichkeit, Mut, Gerechtigkeit und Mitgefühl?
Care-Ethik Welche Beziehungen, Abhängigkeiten und Verletzlichkeiten müssen beachtet werden?
Diskursethik Könnten alle Betroffenen einer fairen Lösung in einem freien Gespräch zustimmen?

Transferfrage: Kann eine gut gemeinte Handlung trotzdem unverantwortlich sein?


Philosophische Impulse

Aristoteles versteht Scham nicht als voll entwickelte Tugend, aber als Gefühl, das besonders beim moralischen Lernen eine Rolle spielen kann. Entscheidend bleibt, gute Handlungen aus gefestigter Haltung zu wählen.

Karl Jaspers unterschied nach dem Zweiten Weltkrieg kriminelle, politische, moralische und metaphysische Schuld. Damit zeigte er, dass „Schuld“ je nach Zusammenhang Verschiedenes bedeutet.

Hannah Arendt warnte vor einer undifferenzierten kollektiven Schuldzuweisung. Persönliche Schuld braucht zurechenbare Handlungen; gemeinsame politische Verantwortung kann trotzdem bestehen.

Das ältere Modell von reinen „Schamkulturen“ und „Schuldkulturen“ gilt heute als zu grob. In allen Gesellschaften wirken Gewissen, soziale Erwartungen, Scham und Schuld zusammen.

Kunstauftrag: Unterscheide zwischen dargestellter Reue und historisch nachweisbarer Verantwortungsübernahme.


Scham regulieren, ohne Verantwortung zu vermeiden

Hilfreich kann folgende Reihenfolge sein:

  1. Gefühl benennen: „Ich schäme mich“ oder „Ich fühle mich schuldig.“
  2. Sachlage prüfen: Was ist wirklich geschehen?
  3. Verantwortung begrenzen: Was lag in meiner Macht, was nicht?
  4. Gespräch suchen: Wer ist betroffen, und was braucht die Person?
  5. Handeln: entschuldigen, reparieren, Grenzen setzen oder Hilfe holen.
  6. Lernen: eine konkrete Veränderung für die Zukunft festlegen.

Wenn Scham oder Schuld Dich dauerhaft überwältigen, Deinen Alltag stark einschränken oder mit Selbstabwertung verbinden, sprich mit einer vertrauten erwachsenen Person oder einer professionellen Beratungsstelle.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage unterscheidet Scham und Schuld als Faustregel am besten? (Scham betrifft eher die Person und Schuld eher eine Handlung) (!Scham betrifft nur den Körper und Schuld nur Gedanken) (!Scham ist immer öffentlich und Schuld immer geheim) (!Scham ist moralisch gut und Schuld moralisch schlecht)




Welche mögliche hilfreiche Funktion kann ein Schuldgefühl haben? (Es kann zur Übernahme von Verantwortung motivieren) (!Es beweist automatisch eine Straftat) (!Es macht eine Entschuldigung überflüssig) (!Es hebt die Folgen einer Handlung auf)




Welche Aussage über moralische Schuld und Schuldgefühl ist richtig? (Ein Schuldgefühl kann auch ohne tatsächliche Schuld auftreten) (!Wer keine Schuld fühlt ist immer unschuldig) (!Jedes Schuldgefühl beweist volle Verantwortung) (!Moralische Schuld ist nur eine körperliche Reaktion)




Was muss bei einer fairen Zuschreibung von Verantwortung berücksichtigt werden? (Wissen Handlungsmöglichkeiten und Absicht) (!Beliebtheit Aussehen und Noten) (!Nur das Endergebnis) (!Nur die Meinung der Mehrheit)




Was bezeichnet Victim Blaming? (Die Verschiebung von Verantwortung auf die betroffene Person) (!Die sachliche Prüfung einer Handlung) (!Die freiwillige Wiedergutmachung eines Schadens) (!Den Schutz einer bedrohten Person)




Was gehört zu einer glaubwürdigen Entschuldigung? (Die eigene Handlung klar benennen und Verantwortung übernehmen) (!Die betroffene Person zum Vergeben drängen) (!Den Schaden möglichst kleinreden) (!Die Schuld auf Zeitdruck schieben)




Wann wird öffentliche Kritik eher zur Beschämung? (Wenn eine Person unnötig herabgesetzt und bloßgestellt wird) (!Wenn eine Regel sachlich erklärt wird) (!Wenn Betroffene geschützt werden) (!Wenn ein Fehler vertraulich geklärt wird)




Welche Aussage über Vergebung ist ethisch angemessen? (Vergebung ist freiwillig und ersetzt keine Verantwortung) (!Vergebung muss sofort erfolgen) (!Vergebung löscht jede Folge einer Handlung) (!Vergebung verlangt immer erneuten Kontakt)




Welche Schuldform gehört zu den Unterscheidungen von Karl Jaspers? (Politische Schuld) (!Ästhetische Schuld) (!Mathematische Schuld) (!Biologische Schuld)




Was ist ein konstruktiver erster Schritt bei belastender Scham? (Das Gefühl benennen und die Sachlage prüfen) (!Sich öffentlich selbst bestrafen) (!Jede Verantwortung abstreiten) (!Andere vorsorglich beschuldigen)





Memory

Scham Selbstbewertung
Schuldgefühl Handlungsbewertung
Verantwortung Zurechenbarkeit
Wiedergutmachung Schadensausgleich
Entschuldigung Fehleranerkennung
Victim Blaming Opferbeschuldigung
Gewissen Selbstprüfung
Vergebung Vergeltungsverzicht





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Personbezogene Selbstabwertung Scham
Verantwortung für eine konkrete Handlung Schuld
Ausgleich eines verursachten Schadens Wiedergutmachung
Unnötige öffentliche Herabsetzung Beschämung
Freiwilliger Verzicht auf Vergeltung Vergebung




...


Kreuzworträtsel

Gewissen Welche innere Instanz prüft Handlungen an moralischen Maßstäben?
Reue Welches Gefühl kann nach erkannter eigener Verfehlung entstehen?
Würde Welcher Wert wird durch Demütigung und Bloßstellung verletzt?
Verantwortung Wie heißt die Pflicht, für zurechenbare Handlungen einzustehen?
Vergebung Wie heißt der freiwillige Verzicht auf Vergeltung?
Beschämung Wie heißt die absichtliche Herabsetzung einer Person?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Scham richtet sich häufig auf die eigene

.
Schuld bezieht sich häufig auf eine konkrete

.
Ein inneres Erleben von Verantwortlichkeit heißt

.
Für einen fairen Vorwurf müssen echte Handlungsmöglichkeiten geprüft werden; das nennt man

.
Die öffentliche Herabsetzung eines Menschen heißt

.
Die Verschiebung der Verantwortung auf Betroffene wird als

bezeichnet.
Ein glaubwürdiges Bedauern kann sich in

zeigen.
Der Ausgleich eines verursachten Schadens heißt

.
Der freiwillige Verzicht auf Vergeltung kann Teil von

sein.
Eine erneuerte Beziehung nach einem Konflikt heißt

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gefühlsbarometer: Gestalte eine Skala mit Situationen, in denen Scham schwach, mittel oder stark erlebt werden könnte, ohne persönliche Erlebnisse nennen zu müssen.
  2. Begriffskarte: Zeichne eine Begriffskarte zu Scham, Schuld, Reue, Verantwortung und Wiedergutmachung.
  3. Bildanalyse: Wähle ein Bild aus dem aiMOOC und beschreibe Körperhaltung, Blickrichtung und mögliche Gefühle, ohne eine Deutung als sicher auszugeben.
  4. Dialog: Schreibe ein kurzes Gespräch, in dem eine Person einen Fehler ehrlich zugibt und die andere Person Grenzen formuliert.


Standard

  1. Fallanalyse: Untersuche einen erfundenen Schulkonflikt mithilfe der sechs Prüffragen zur Verantwortung.
  2. Entschuldigung: Formuliere eine schlechte und eine glaubwürdige Entschuldigung und markiere die Unterschiede.
  3. Medienethik: Entwickle fünf Regeln gegen öffentliche Beschämung in einem Klassenchat.
  4. Perspektivwechsel: Schreibe denselben Konflikt aus Sicht der handelnden, der betroffenen und einer beobachtenden Person.


Schwer

  1. Ethikdebatte: Führe eine strukturierte Debatte zur Frage, ob öffentliche Beschämung jemals gerechtfertigt sein kann.
  2. Philosophievergleich: Beurteile einen Fall aus Sicht von Pflichtethik, Konsequentialismus, Tugendethik und Care-Ethik.
  3. Interviewprojekt: Befrage nach vorheriger Zustimmung eine Fachperson aus Schule oder Beratung zum konstruktiven Umgang mit Schuldgefühlen und anonymisiere alle Beispiele.
  4. Kurzfilm: Produziere einen Kurzfilm über Fehler, Verantwortung und Wiedergutmachung, ohne reale Personen bloßzustellen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Verantwortungsanalyse: Eine Schülerin teilt unter Gruppendruck ein peinliches Foto weiter. Prüfe Wissen, Freiheit, Absicht, Folgen und Möglichkeiten zur Wiedergutmachung.
  2. Begriffsprüfung: Entwickle je ein Beispiel für Schuld ohne Schuldgefühl und Schuldgefühl ohne Schuld und begründe die Einordnung.
  3. Urteilsbildung: Beurteile, ob eine öffentliche Entschuldigung angemessen ist, wenn der ursprüngliche Schaden privat entstanden ist.
  4. Grenzfall: Vergleiche ein Versehen mit einer fahrlässigen Handlung und erkläre, warum die moralische Bewertung unterschiedlich ausfallen kann.
  5. Transfer: Entwirf ein Verfahren, mit dem eine Klasse Konflikte klärt, ohne Beteiligte zu beschämen.
  6. Argumentation: Nimm begründet Stellung zur Aussage, dass Vergebung für Versöhnung notwendig, aber nicht erzwingbar ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Scham, Schuld, Schuldgefühl, Reue und Beschämung sicher unterscheiden kannst.
  2. moralische Verantwortung anhand von Wissen, Freiheit, Absicht und Folgen prüfst.
  3. Opferbeschuldigung erkennst und zurückweist.
  4. Kritik so formulierst, dass Menschenwürde und Schutz gewahrt bleiben.
  5. eine glaubwürdige Entschuldigung und realistische Wiedergutmachung entwickelst.
  6. mindestens zwei ethische Perspektiven auf einen Konflikt anwenden kannst.
  7. ein begründetes Urteil formulierst und Gegenargumente fair berücksichtigst.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen