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Sagen vs. Fabeln

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Sagen vs. Fabeln




Einleitung

Sagen vs. Fabeln / Deutschunterricht Klasse 5 & 6 ist ein aiMOOC für Lernende, die zwei wichtige Textsorten der Erzählung sicher unterscheiden, untersuchen und selbst gestalten möchten. Du lernst, woran Du eine Sage erkennst, welche typischen Merkmale eine Fabel besitzt und wie Du beide Textsorten in einer Textanalyse miteinander vergleichst. Dabei trainierst Du Lesekompetenz, Schreibkompetenz, Interpretation, Textvergleich und kreatives Erzählen.

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Eine Sage ist eine kurze, ursprünglich oft mündlich überlieferte Erzählung, in der fantastische Ereignisse mit wirklichen oder scheinbar wirklichen Orten, Personen oder Ereignissen verbunden werden. Dadurch entsteht der Eindruck, die Geschichte könne wirklich passiert sein. Eine Fabel ist ebenfalls eine kurze Erzählung, aber sie will vor allem belehren. In ihr handeln häufig Tiere wie Menschen, sprechen miteinander und zeigen menschliche Eigenschaften. Am Ende steht oft eine Moral, also eine Lehre, die Leserinnen und Leser auf ihr eigenes Verhalten übertragen können.

Die Loreley ist ein bekanntes Beispiel dafür, wie eine Sage einen realen Ort mit einem geheimnisvollen Geschehen verbindet. Der Felsen am Rhein ist wirklich vorhanden, doch die Erzählung von der schönen Frau, die Schiffer ins Unglück lockt, gehört zur Welt der Sagenstoffe.

Bei Fabeln stehen häufig Tiere wie Fuchs, Rabe, Löwe, Maus, Wolf oder Lamm im Mittelpunkt. Sie sind keine echten Tiere wie in einem Sachtext, sondern verkörpern menschliche Eigenschaften wie List, Eitelkeit, Stärke, Schwäche, Angst, Mut oder Dummheit.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du die wichtigsten Merkmale von Sage und Fabel erklären. Du kannst erzählende Texte nach Figur, Handlung, Ort, Zeit, Konflikt, Spannung, Wahrheitsanspruch, Moral und Sprache untersuchen. Außerdem kannst Du begründen, warum ein Text eher eine Sage oder eher eine Fabel ist. Du übst, passende Belege aus einem Text zu finden, einen Vergleich zu schreiben und eine eigene Sage oder Fabel zu planen.


Grundwissen: Was ist eine Sage?

Eine Sage ist eine kurze Erzählung, die oft über lange Zeit mündlich weitergegeben wurde. In vielen Sagen wird behauptet oder angedeutet, dass sich die Handlung an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit oder mit einer bestimmten Person ereignet habe. Gerade diese Nähe zur Wirklichkeit unterscheidet die Sage deutlich von vielen anderen fantastischen Textsorten.

Typisch für die Sage ist, dass sie reale und fantastische Elemente verbindet. Ein Berg, ein Fluss, eine Burg, eine Stadt, ein Denkmal oder ein historischer Name können wirklich existieren. Gleichzeitig treten geheimnisvolle Gestalten, Wunder, Flüche, Geister, Riesen, Nixen, Drachen oder unerklärliche Ereignisse auf. Dadurch entsteht eine besondere Spannung: Die Sage wirkt glaubwürdig, obwohl sie fantastische Anteile enthält.

Sagen erklären manchmal, warum ein Ort so heißt, warum ein Felsen eine besondere Form hat, warum ein Schatz verborgen sein soll oder warum ein bestimmtes Ereignis als unheimlich gilt. Viele Sagen enthalten Warnungen: Wer gierig, überheblich, unvorsichtig oder grausam handelt, muss mit Folgen rechnen. Eine Sage besitzt aber nicht immer eine ausdrücklich formulierte Moral wie die Fabel.


Typische Merkmale der Sage

  1. Wirklichkeitsbezug: Eine Sage nennt oft reale Orte, Landschaften, Bauwerke, historische Personen oder scheinbar genaue Einzelheiten.
  2. Mündliche Überlieferung: Viele Sagen wurden zuerst erzählt, später gesammelt, aufgeschrieben und dabei sprachlich verändert.
  3. Fantastik: In Sagen geschehen übernatürliche, unheimliche oder wunderbare Dinge.
  4. Wahrheitsanspruch: Eine Sage wirkt so, als könne ihr Kern wahr sein.
  5. Spannung: Viele Sagen erzeugen Neugier, Angst, Staunen oder Geheimnis.
  6. Warnung: Häufig zeigt eine Sage Folgen von Hochmut, Neugier, Treulosigkeit, Gier oder Ungehorsam.


Beispiele für Sagenstoffe

Bekannte Sagenstoffe sind die Loreley, der Rattenfänger von Hameln, Siegfried und der Drache, König Artus, regionale Burg- und Schatzsagen, Geistersagen und viele Heldensagen. Im Deutschunterricht der Klassen 5 und 6 werden häufig kürzere Sagen gelesen, weil sie anschaulich, spannend und gut vergleichbar sind.


Grundwissen: Was ist eine Fabel?

Eine Fabel ist eine kurze, meist leicht verständliche Erzählung mit belehrender Absicht. Im Mittelpunkt stehen häufig Tiere, die sprechen, denken, planen und handeln wie Menschen. Dieses Stilmittel heißt Personifikation, weil Tieren, Pflanzen oder Dingen menschliche Eigenschaften gegeben werden.

Fabeln sind oft sehr knapp aufgebaut. Meist gibt es nur wenige Figuren, einen klaren Konflikt und eine überraschende Pointe. Die Handlung ist nicht kompliziert, weil die Fabel schnell zu einer Lehre führen soll. Diese Lehre nennt man Moral. Sie kann am Ende ausdrücklich stehen oder von Dir selbst erschlossen werden.

In vielen Fabeln stehen Tiere für typische menschliche Eigenschaften. Der Fuchs gilt häufig als listig, der Löwe als stark, der Rabe als eitel, der Wolf als gefährlich, das Lamm als unschuldig und die Maus als klein, aber manchmal hilfreich. Diese Zuordnungen sind keine Naturkunde, sondern literarische Rollen.


Typische Merkmale der Fabel

  1. Kürze: Eine Fabel ist meist kurz und konzentriert sich auf eine einzige Handlung.
  2. Tierfigur: Häufig treten Tiere auf, die wie Menschen sprechen und handeln.
  3. Personifikation: Nichtmenschliche Figuren erhalten menschliche Eigenschaften.
  4. Konflikt: Zwei Figuren geraten meist in einen Gegensatz, zum Beispiel stark gegen schwach oder klug gegen eitel.
  5. Pointe: Die Handlung endet oft überraschend oder entlarvend.
  6. Moral: Eine Fabel vermittelt eine Lehre, die auf menschliches Verhalten übertragbar ist.


Beispiele für Fabelstoffe

Bekannte Fabeln sind Der Fuchs und der Rabe, Der Hase und die Schildkröte, Der Löwe und die Maus, Der Wolf und das Lamm und Der Fuchs und die Trauben. Viele Fabeln werden Äsop, Jean de La Fontaine oder Gotthold Ephraim Lessing zugeschrieben oder von ihnen literarisch geprägt.


Sagen und Fabeln im direkten Vergleich

Sage und Fabel sind kurze erzählende Texte. Beide können spannend sein, beide können eine Botschaft enthalten und beide arbeiten mit besonderen Figuren. Trotzdem unterscheiden sie sich in ihrem Ziel, ihrem Wirklichkeitsbezug und ihrer Wirkung.

Vergleichspunkt Sage Fabel
Wirklichkeitsbezug Wirkt durch reale Orte, Namen oder Ereignisse glaubwürdig. Spielt meist in einer allgemeinen, nicht genau bestimmten Welt.
Figuren Menschen, Helden, Geister, Nixen, Riesen, Drachen oder andere fantastische Wesen. Häufig Tiere, Pflanzen oder Dinge mit menschlichen Eigenschaften.
Ziel Erklärt, warnt, erinnert, erschreckt oder deutet ein geheimnisvolles Ereignis. Belehrt durch eine klare Lehre über menschliches Verhalten.
Aufbau Spannende Erzählung mit geheimnisvollem oder fantastischem Kern. Kurze Handlung mit Konflikt, Wendung und Moral.
Sprache Oft anschaulich, spannend, manchmal altertümlich oder geheimnisvoll. Meist einfach, knapp, pointiert und gut verständlich.
Ende Kann offen, unheimlich, warnend oder erklärend enden. Führt häufig zu einer Moral oder Pointe.


Merksätze

Merksatz zur Sage: Eine Sage verbindet wirkliche Orte oder Personen mit fantastischen Ereignissen und wirkt dadurch, als könne sie wahr sein.

Merksatz zur Fabel: Eine Fabel erzählt eine kurze Geschichte, in der oft Tiere wie Menschen handeln und eine Moral vermittelt wird.

Merksatz zum Vergleich: Frage immer: Will der Text vor allem geheimnisvoll erklären und glaubwürdig wirken oder will er vor allem menschliches Verhalten durch eine Lehre verdeutlichen?


Aufbau einer Sage

Eine Sage beginnt häufig mit einer kurzen Einführung in Ort, Zeit oder Ausgangslage. Danach geschieht etwas Ungewöhnliches, Geheimnisvolles oder Gefährliches. Die Spannung steigt, weil die Figuren nicht genau wissen, ob sie dem Ereignis trauen können. Am Ende steht häufig eine Erklärung, eine Warnung, eine Strafe, ein Verlust oder eine bleibende Spur in der Landschaft.

  1. Ausgangssituation: Ein Ort, eine Person oder ein Problem wird vorgestellt.
  2. Geheimnis: Etwas Unerklärliches, Fantastisches oder Bedrohliches tritt auf.
  3. Reaktion: Die Figuren handeln, zweifeln, fliehen, kämpfen oder machen einen Fehler.
  4. Folge: Das Ereignis hat eine Wirkung, die oft bis in die Gegenwart reichen soll.
  5. Deutung: Die Sage erklärt, warum man sich an das Geschehen erinnert.


Aufbau einer Fabel

Eine Fabel ist meist besonders klar gebaut. Häufig begegnen sich zwei Figuren mit unterschiedlichen Eigenschaften. Durch Rede und Gegenrede entsteht ein Konflikt. Dann folgt eine Handlung oder Entscheidung, die eine Schwäche entlarvt. Am Schluss erkennst Du die Moral.

  1. Ausgangssituation: Zwei Figuren oder ein Problem werden vorgestellt.
  2. Konflikt: Unterschiedliche Interessen oder Eigenschaften treffen aufeinander.
  3. Rede: Die Figuren sprechen miteinander und zeigen ihren Charakter.
  4. Wendung: Eine Figur handelt klug, listig, dumm, gierig oder eitel.
  5. Moral: Die Geschichte vermittelt eine übertragbare Lehre.


Sprachliche Merkmale

In Sagen findest Du oft Wörter, die eine geheimnisvolle oder spannende Stimmung erzeugen. Dazu gehören Ausdrücke wie plötzlich, einst, tief im Wald, niemand wusste, seit jener Zeit oder man erzählt sich. Solche Formulierungen stärken den Eindruck von Überlieferung und Geheimnis.

In Fabeln ist die Sprache häufig knapp und zielgerichtet. Wichtig sind Dialoge, weil die Figuren durch ihre Worte zeigen, wie sie denken. Eine Fabel braucht keine langen Beschreibungen. Sie steuert auf eine Pointe oder eine Moral zu.


Strategien für die Textanalyse

Wenn Du einen Text untersuchst, solltest Du zuerst genau lesen und wichtige Stellen markieren. Suche dann nach Merkmalen, die zu einer Sage oder zu einer Fabel passen. Achte besonders auf Figuren, Ort, Zeit, Wirklichkeitsbezug, fantastische Elemente, Konflikt, Sprache und Ende.

  1. Figurenanalyse: Welche Figuren kommen vor und welche Eigenschaften zeigen sie?
  2. Ort: Ist der Ort wirklich, genau benannt oder allgemein gehalten?
  3. Zeit: Gibt es eine genaue Zeitangabe oder eine unbestimmte Vergangenheit?
  4. Handlung: Was ist das zentrale Ereignis?
  5. Konflikt: Wodurch entsteht Spannung oder Streit?
  6. Botschaft: Gibt es eine Warnung, Erklärung oder Moral?
  7. Beleg: Welche Textstelle beweist Deine Einschätzung?


Schreibplan: Eine eigene Sage verfassen

Wenn Du eine eigene Sage schreibst, wähle zuerst einen Ort, der wirklich existieren könnte: eine Brücke, eine Burgruine, ein See, ein alter Baum, ein Felsen oder ein verlassenes Haus. Dann überlegst Du Dir ein geheimnisvolles Ereignis. Wichtig ist, dass Deine Sage so erzählt wird, als könne sie vielleicht wahr sein.

  1. Ort: Wähle einen anschaulichen Ort mit besonderer Stimmung.
  2. Figur: Erfinde eine Person, die etwas erlebt, verbietet, verspricht oder falsch entscheidet.
  3. Geheimnis: Baue ein unerklärliches Ereignis ein.
  4. Spannung: Lass die Figur zweifeln, staunen oder sich fürchten.
  5. Folge: Zeige, was von diesem Ereignis geblieben ist.
  6. Sagenstil: Verwende Formulierungen wie man erzählt sich, seit jener Zeit oder noch heute.


Schreibplan: Eine eigene Fabel verfassen

Wenn Du eine eigene Fabel schreibst, überlegst Du zuerst, welche menschliche Schwäche oder Stärke Du zeigen möchtest. Danach wählst Du zwei Tiere, die gut zu diesem Gegensatz passen. Ein Tier kann listig sein, ein anderes eitel, stark, hilfsbereit, gierig oder ängstlich. Wichtig ist, dass die Geschichte kurz bleibt und am Ende eine klare Moral erkennbar wird.

  1. Moral: Überlege zuerst, welche Lehre Deine Fabel vermitteln soll.
  2. Tierfigur: Wähle Tiere, die passende Eigenschaften verkörpern.
  3. Konflikt: Lass die Figuren unterschiedliche Ziele verfolgen.
  4. Dialog: Zeige durch wörtliche Rede, wie die Figuren denken.
  5. Pointe: Führe die Handlung zu einer überraschenden Einsicht.
  6. Übertragung: Prüfe, ob die Lehre auf Menschen passt.


Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest

Ein häufiger Fehler ist, jede fantastische Geschichte automatisch als Sage zu bezeichnen. Entscheidend ist aber, ob die Geschichte einen Wirklichkeitsbezug besitzt und so tut, als könne sie wahr sein. Ein anderer Fehler besteht darin, jede Tiergeschichte als Fabel zu bezeichnen. Eine Tiergeschichte ist erst dann eine Fabel, wenn die Tiere menschliche Eigenschaften tragen und eine Lehre über menschliches Verhalten vermittelt wird.

Beim Textvergleich solltest Du nicht nur schreiben, dass beide Texte kurz sind. Wichtiger ist, ob der Text eine Moral besitzt, ob ein realer Ort genannt wird, ob Tiere personifiziert werden, ob ein geheimnisvolles Ereignis erklärt wird und welche Wirkung der Text auf die Leserinnen und Leser hat.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt eine Sage am besten? (Eine Sage verbindet fantastische Ereignisse mit einem Wirklichkeitsbezug) (!Eine Sage enthält immer sprechende Tiere und eine Moral) (!Eine Sage ist immer ein Sachtext über Geschichte) (!Eine Sage besteht nur aus Reimen)




Welches Merkmal gehört besonders zur Fabel? (Tiere handeln oft wie Menschen und vermitteln eine Lehre) (!Die Handlung muss an einem genau genannten realen Ort spielen) (!Die Geschichte erklärt immer einen Felsen oder Fluss) (!Die Figuren dürfen niemals sprechen)




Was bedeutet Moral in einer Fabel? (Eine Lehre, die man auf menschliches Verhalten übertragen kann) (!Der genaue Ort der Handlung) (!Der Name des Erzählers) (!Eine Liste aller Figuren)




Warum wirkt eine Sage oft glaubwürdig? (Sie nennt häufig reale Orte Personen oder Ereignisse) (!Sie enthält immer eine mathematische Begründung) (!Sie wird grundsätzlich von Tieren erzählt) (!Sie hat immer eine Überschrift mit Moral)




Was ist Personifikation? (Tiere Pflanzen oder Dinge erhalten menschliche Eigenschaften) (!Ein Text wird in Abschnitte eingeteilt) (!Ein Ort wird auf einer Karte gesucht) (!Eine Geschichte wird laut vorgelesen)




Welche Figur passt besonders typisch zu vielen Fabeln? (Der listige Fuchs) (!Der genaue Stadtplan) (!Der historische Vertrag) (!Das Inhaltsverzeichnis)




Welche Frage hilft beim Unterscheiden von Sage und Fabel? (Wirkt der Text glaubwürdig geheimnisvoll oder will er belehren) (!Hat der Text mehr als zehn Wörter) (!Steht der Text immer in Reimform) (!Wurde der Text mit Bleistift geschrieben)




Was ist für viele Fabeln typisch? (Die Handlung ist kurz und auf einen Konflikt konzentriert) (!Die Handlung enthält viele Nebenhandlungen) (!Die Handlung hat immer ein wissenschaftliches Experiment) (!Die Handlung muss in der Zukunft spielen)




Welches Ende passt besonders gut zu einer Sage? (Ein unheimliches Ereignis hinterlässt eine bleibende Spur) (!Eine Tierfigur erklärt ausdrücklich eine Rechenregel) (!Eine Tabelle ersetzt die Erzählung) (!Alle Figuren werden in einem Lexikon beschrieben)




Was solltest Du bei einer Textanalyse immer tun? (Deine Aussagen mit passenden Textstellen belegen) (!Nur die Überschrift lesen) (!Alle Figuren durch andere ersetzen) (!Die Moral erfinden ohne den Text zu beachten)





Memory

Sage Wirklichkeitsbezug
Fabel Moral
Personifikation Menschliche Eigenschaften
Loreley Rheinsage
Fuchs List
Rabe Eitelkeit
Pointe Überraschende Wendung
Überlieferung Mündliches Weitererzählen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Moral Fabel
Realer Ort Sage
Sprechende Tiere Fabel
Mündliche Überlieferung Sage
Wahrheitsanspruch Sage
Personifikation Fabel






Kreuzworträtsel

Fabel Welche kurze Textsorte arbeitet häufig mit sprechenden Tieren und einer Lehre?
Sage Welche Textsorte verbindet fantastische Ereignisse oft mit realen Orten?
Moral Wie nennt man die Lehre einer Fabel?
Pointe Wie nennt man eine überraschende Wendung am Ende einer kurzen Erzählung?
Loreley Welche bekannte Rheingestalt gehört zu einer Sage?
Personifikation Wie heißt das Stilmittel wenn Tiere menschliche Eigenschaften erhalten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Sage wirkt glaubwürdig, weil sie oft an einen realen

gebunden ist. Eine Sage enthält häufig ein geheimnisvolles oder

Ereignis. Viele Sagen wurden zuerst mündlich

. Eine Fabel ist meist kurz und will die Leserinnen und Leser

. In Fabeln sprechen Tiere oft wie

. Wenn Tiere menschliche Eigenschaften erhalten, nennt man das

. Am Ende einer Fabel steht häufig eine

. Der Fuchs gilt in vielen Fabeln als

. Beim Textvergleich solltest Du passende

aus dem Text verwenden. Sage und Fabel gehören beide zu den erzählenden

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Merkmale sammeln: Erstelle eine Tabelle mit mindestens fünf Merkmalen der Sage und fünf Merkmalen der Fabel.
  2. Figuren erkennen: Suche in einer Fabel zwei Tiere und notiere, welche menschlichen Eigenschaften sie zeigen.
  3. Sagenort beschreiben: Wähle einen geheimnisvollen Ort in Deiner Umgebung und beschreibe ihn mit fünf passenden Adjektiven.
  4. Moral formulieren: Lies eine kurze Fabel und schreibe die Moral in einem eigenen Satz auf.


Standard

  1. Textvergleich schreiben: Vergleiche eine Sage und eine Fabel in einem zusammenhängenden Text mit Einleitung, Hauptteil und Schluss.
  2. Fabel umschreiben: Schreibe eine bekannte Fabel so um, dass sie in einer heutigen Schule spielt, aber die Moral erhalten bleibt.
  3. Sage planen: Entwirf einen Schreibplan für eine Sage zu einem realen Ort in Deiner Stadt oder Region.
  4. Dialog gestalten: Schreibe einen Dialog zwischen zwei Fabeltieren, in dem ihre Eigenschaften deutlich werden.


Schwer

  1. Eigene Sage verfassen: Schreibe eine vollständige Sage mit realem Ort, geheimnisvollem Ereignis und bleibender Folge.
  2. Eigene Fabel verfassen: Schreibe eine vollständige Fabel mit zwei Tierfiguren, Konflikt, Pointe und Moral.
  3. Medienprojekt erstellen: Produziere ein kurzes Erklärvideo oder eine Audioaufnahme, in der Du Sage und Fabel mit Beispielen unterscheidest.
  4. Interview durchführen: Befrage eine ältere Person nach einer regionalen Sage oder einer überlieferten unheimlichen Geschichte und vergleiche sie mit den Merkmalen aus dem Unterricht.



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Lernkontrolle

  1. Textsortenbegründung: Du erhältst einen unbekannten Text. Begründe mit mindestens vier Merkmalen und zwei Textbelegen, ob es sich eher um eine Sage oder eine Fabel handelt.
  2. Transferaufgabe: Übertrage die Moral einer Fabel auf eine Alltagssituation in der Schule und erkläre, warum die Lehre dort passt.
  3. Wirklichkeitsbezug prüfen: Untersuche eine Sage darauf, welche Elemente realistisch und welche fantastisch sind, und erkläre ihre Wirkung.
  4. Figurenvergleich: Vergleiche eine Sagenfigur mit einer Fabeltierfigur und zeige, wie beide zur Botschaft des Textes beitragen.
  5. Schreibentscheidung erklären: Plane eine eigene Erzählung und entscheide begründet, ob Dein Stoff besser als Sage oder als Fabel funktioniert.
  6. Sprachwirkung untersuchen: Erkläre, wie Wortwahl und Satzbau in einer Sage Spannung erzeugen oder in einer Fabel die Pointe vorbereiten.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio. Es enthält eine Merkmaltabelle, eine kurze Analyse einer Sage, eine kurze Analyse einer Fabel, einen Textvergleich und eine eigene Schreibproduktion. Wähle entweder eine selbst geschriebene Sage oder eine selbst geschriebene Fabel aus und überarbeite sie mithilfe einer Checkliste.

  1. Portfolio: Sammle alle Arbeitsergebnisse übersichtlich und achte auf vollständige Überschriften.
  2. Überarbeitung: Markiere in Deinem eigenen Text die Stellen, an denen die typischen Merkmale der Textsorte sichtbar werden.
  3. Reflexion: Schreibe einen kurzen Text darüber, was Dir beim Unterscheiden von Sage und Fabel leichter und was schwieriger gefallen ist.
  4. Präsentation: Stelle ein Ergebnis aus Deinem Portfolio in der Klasse vor und erkläre Deine Entscheidungen.


Checklisten


Checkliste Sage

  1. Ort: Wird ein wirklicher oder wirklich wirkender Ort genannt?
  2. Geheimnis: Gibt es ein fantastisches oder unerklärliches Ereignis?
  3. Wahrheitsanspruch: Wirkt die Erzählung so, als könne sie wahr sein?
  4. Spannung: Entsteht eine geheimnisvolle oder unheimliche Stimmung?
  5. Folge: Bleibt am Ende eine Erklärung, Warnung oder Spur zurück?


Checkliste Fabel

  1. Tierfigur: Treten Tiere, Pflanzen oder Dinge mit menschlichen Eigenschaften auf?
  2. Konflikt: Gibt es einen klaren Gegensatz zwischen den Figuren?
  3. Dialog: Wird durch Sprache gezeigt, wie die Figuren denken?
  4. Pointe: Gibt es eine überraschende Wendung?
  5. Moral: Kannst Du eine Lehre für menschliches Verhalten formulieren?


Unterrichtsideen für Partnerarbeit und Gruppenarbeit

  1. Partnervergleich: Eine Person sammelt Merkmale der Sage, die andere Merkmale der Fabel, anschließend vergleicht Ihr Eure Ergebnisse.
  2. Standbild: Stellt eine Schlüsselszene aus einer Sage oder Fabel als Standbild dar und lasst die Klasse die Textsorte begründen.
  3. Textdetektiv: Markiert in einem Text alle Hinweise auf Ort, Figuren, Konflikt, Fantastik und Moral.
  4. Galeriegang: Hängt Eure selbst geschriebenen Sagen und Fabeln aus und gebt Euch Rückmeldungen mit Klebezetteln.
  5. Lesetheater: Spielt eine Fabel mit verteilten Rollen vor und achtet besonders auf die Eigenschaften der Figuren.


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