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Sagen als Textsorte erkennen - Fabeln und Sagen

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Sagen als Textsorte erkennen - Fabeln und Sagen




Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du Sagen als Textsorte erkennen kannst und wie Du Sagen sicher von Fabeln unterscheidest. Beide Textsorten gehören zu den erzählenden Texten, beide können kurz sein und beide enthalten oft ungewöhnliche Ereignisse. Trotzdem verfolgen sie unterschiedliche Ziele: Eine Fabel will meist eine Lehre oder Moral vermitteln, während eine Sage häufig erklären will, warum ein Ort, ein Name, ein Ereignis oder eine Gestalt als besonders geheimnisvoll gilt.

Wenn Du Fabeln und Sagen vergleichst, trainierst Du wichtige Kompetenzen im Deutschunterricht: genaues Lesen, Erkennen von Textsortenmerkmalen, Deuten von Figuren, Erklären von Erzählweisen und Begründen Deiner Meinung mit Textstellen.

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Kompetenzziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Textsorten anhand typischer Merkmale erkennen und begründet benennen.
  2. Fabeln an Moral, Personifikation, typischen Fabeltieren und einer zugespitzten Handlung erkennen.
  3. Sagen an Wahrheitsanspruch, Ortsbezug, Überlieferung und übernatürlichen Elementen erkennen.
  4. Fabeln, Sagen, Märchen, Legenden und Mythen voneinander unterscheiden.
  5. Eigene kurze Textanalysen verfassen und Textsortenmerkmale mit Belegen erklären.
  6. Eine eigene Fabel oder Sage planen, schreiben, überarbeiten und präsentieren.


Textsorten als Lesehilfe

Eine Textsorte ist eine Gruppe von Texten, die ähnliche Merkmale haben. Wenn Du erkennst, zu welcher Textsorte ein Text gehört, kannst Du ihn leichter verstehen. Du weißt dann, worauf Du achten musst: Bei einer Fabel suchst Du nach der Moral und den menschlichen Eigenschaften der Tiere. Bei einer Sage fragst Du nach Ort, Zeit, Ursprung, übernatürlichen Ereignissen und dem Eindruck von Glaubwürdigkeit.

Textsorte erkennen bedeutet nicht, nur ein einzelnes Merkmal zu suchen. Du musst mehrere Hinweise verbinden. Ein Text kann zum Beispiel Tiere enthalten und trotzdem keine Fabel sein. Umgekehrt kann eine Sage eine Lehre enthalten, ohne deshalb eine Fabel zu sein. Entscheidend ist, welches Ziel der Text insgesamt verfolgt und welche Merkmale besonders stark auftreten.


Was ist eine Fabel?

Eine Fabel ist eine meist kurze Erzählung, die eine allgemeine Lehre vermittelt. Häufig handeln Tiere, Pflanzen oder Dinge wie Menschen. Dieses Vermenschlichen nennt man Personifikation. Der Fuchs kann schlau sein, der Löwe mächtig, der Esel störrisch, die Ameise fleißig oder der Rabe eitel. Diese Figuren stehen nicht nur für einzelne Tiere, sondern für menschliche Verhaltensweisen.

Typisch für eine Fabel ist, dass sie auf eine Pointe oder einen Konflikt zuläuft. Am Ende wird deutlich, was man aus der Geschichte lernen kann. Diese Lehre nennt man Moral. Manchmal steht sie ausdrücklich am Schluss, manchmal musst Du sie selbst erschließen.

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Merkmale einer Fabel

  1. Kürze: Eine Fabel ist meist kurz und konzentriert sich auf einen klaren Konflikt.
  2. Personifikation: Tiere, Pflanzen oder Dinge sprechen, denken und handeln wie Menschen.
  3. Gegensatz: Häufig treffen gegensätzliche Figuren aufeinander, zum Beispiel stark und schwach, klug und töricht oder ehrlich und hinterlistig.
  4. Moral: Die Handlung führt zu einer Lehre, die auf menschliches Verhalten übertragen werden kann.
  5. Zeitlosigkeit: Ort und Zeit bleiben oft ungenau, weil die Aussage allgemein gelten soll.
  6. Bildebene und Sachebene: Die Tierhandlung ist die Bildebene; die übertragene Bedeutung für Menschen ist die Sachebene.


Aufbau einer Fabel

Der Aufbau einer Fabel ist häufig übersichtlich:

  1. Ausgangssituation: Die Figuren und ihr Problem werden vorgestellt.
  2. Konflikt: Zwei Haltungen, Wünsche oder Eigenschaften treffen aufeinander.
  3. Handlung: Eine Figur versucht, sich durchzusetzen, zu täuschen oder einen Vorteil zu gewinnen.
  4. Wendung: Die Handlung spitzt sich zu und endet oft überraschend.
  5. Moral: Die Lehre wird genannt oder muss aus der Handlung erschlossen werden.

Eine Fabel ist deshalb besonders gut geeignet, um über Werte, Verhalten, Gerechtigkeit, Klugheit, Eitelkeit, Ehrlichkeit oder Macht nachzudenken.


Beispielhafte Fabelanalyse

Stell Dir diese kurze Handlung vor: Ein stolzer Rabe sitzt mit einem Stück Käse auf einem Ast. Ein Fuchs lobt den Raben so lange für seine angeblich schöne Stimme, bis der Rabe den Schnabel öffnet. Der Käse fällt herunter und der Fuchs nimmt ihn mit.

Diese Handlung erkennst Du als Fabel, weil Tiere sprechen und menschliche Eigenschaften besitzen. Der Fuchs steht für Schläue und List, der Rabe für Eitelkeit. Die Moral könnte lauten: Wer sich zu sehr schmeicheln lässt, kann leicht betrogen werden.


Was ist eine Sage?

Eine Sage ist eine zunächst meist mündlich überlieferte, kurze Erzählung, die fantastische oder übernatürliche Ereignisse mit real wirkenden Orten, Personen oder Begebenheiten verbindet. Dadurch entsteht ein besonderer Wahrheitsanspruch. Eine Sage will nicht einfach nur unterhalten, sondern oft erklären, warum ein Ort, ein Felsen, eine Burg, ein Name, ein Brauch oder ein Ereignis als bedeutsam gilt.

Anders als im Märchen ist die Welt der Sage nicht völlig zeitlos und frei erfunden. Sagen nennen häufig konkrete Landschaften, Flüsse, Berge, Städte, Burgen oder historische Gestalten. Trotzdem können Geister, Riesen, Drachen, Berggeister, verwunschene Menschen oder unerklärliche Naturerscheinungen vorkommen.

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Merkmale einer Sage

  1. Mündliche Überlieferung: Viele Sagen wurden lange erzählt, bevor sie aufgeschrieben wurden.
  2. Ortsbezug: Eine Sage ist oft mit einem bestimmten Ort verbunden, zum Beispiel einer Burg, einem Felsen, einem See oder einer Stadt.
  3. Wahrheitsanspruch: Die Erzählung wirkt so, als könnte sie auf einem wahren Kern beruhen.
  4. Übernatürliches: Unerklärliche Ereignisse, Geister, Riesen, Drachen oder verwunschene Gestalten können auftreten.
  5. Vergangenheit: Sagen spielen häufig in einer unbestimmten, aber vergangen wirkenden Zeit.
  6. Erklärung: Viele Sagen erklären Namen, Landschaften, Bräuche oder ungewöhnliche Ereignisse.


Formen der Sage

  1. Lokalsage: Sie ist an einen bestimmten Ort gebunden und erklärt oft Besonderheiten dieser Gegend.
  2. Natursage: Sie erklärt auffällige Naturerscheinungen, Felsen, Berge, Seen, Flüsse oder Wetterphänomene.
  3. Geschichtssage: Sie greift historische Personen, Kriege, Städte, Burgen oder Ereignisse auf und gestaltet sie sagenhaft aus.
  4. Heldensage: Sie erzählt von außergewöhnlichen Heldinnen und Helden, Mut, Kampf, Ruhm und Untergang.
  5. Göttersage: Sie berichtet von Göttern, Weltentstehung, Naturmächten und religiösen Vorstellungen.
  6. Moderne Sage: Sie verbreitet sich oft als scheinbar wahre Geschichte über Medien, Internet oder Erzählungen aus dem Bekanntenkreis.


Beispielhafte Sagenanalyse

Die Loreley ist ein bekannter Felsen am Rhein, mit dem sich eine sagenhafte Erzähltradition verbindet. Der reale Ort ist wichtig, weil er der Geschichte Glaubwürdigkeit verleiht. Die erzählte Gestalt der Loreley wirkt geheimnisvoll und übernatürlich. Genau diese Verbindung aus Wirklichkeitsnähe und Fantastischem ist typisch für Sagen.

Auch Rübezahl gehört zu bekannten Sagenstoffen. Als Berggeist des Riesengebirges verbindet er eine Landschaft mit übernatürlichen Vorstellungen. In solchen Sagen wird die Natur nicht nur beschrieben, sondern erzählerisch gedeutet.


Fabeln und Sagen unterscheiden

Fabeln und Sagen können beide kurz sein und beide können fantastische Elemente enthalten. Der wichtigste Unterschied liegt im Zweck und in der Erzählweise.

Eine Fabel fragt vor allem: Welche Lehre über menschliches Verhalten steckt in dieser Geschichte? Eine Sage fragt dagegen: Welcher Ort, welche Person, welches Ereignis oder welche Naturerscheinung wird geheimnisvoll erklärt?

Vergleichspunkt Fabel Sage
Ziel Vermittelt eine Moral oder Lehre Erklärt oder überhöht Orte, Ereignisse, Namen oder Gestalten
Figuren Häufig Tiere mit menschlichen Eigenschaften Menschen, historische Gestalten, Geister, Riesen, Drachen, Naturwesen
Ort und Zeit Oft unbestimmt und allgemein Häufig mit konkretem Ort oder vergangen wirkender Zeit verbunden
Wirklichkeitsbezug Beispielhafte Handlung ohne Anspruch auf reale Begebenheit Wirkt, als könne ein wahrer Kern vorhanden sein
Sprache Knapp, zugespitzt, oft belehrend Erzählend, geheimnisvoll, manchmal erklärend
Deutung Übertragung von Tierhandlung auf menschliches Verhalten Verbindung von Wirklichkeit und Fantastik


Sagen als Textsorte erkennen

Um eine Sage sicher zu erkennen, gehst Du am besten Schritt für Schritt vor. Suche nicht nur nach einem Geist oder einer Burg, sondern prüfe mehrere Merkmale zusammen.

  1. Ort: Wird ein bestimmter Ort genannt, zum Beispiel ein Berg, eine Burg, ein Fluss oder eine Stadt?
  2. Vergangenheit: Wirkt die Handlung wie eine Erzählung aus früheren Zeiten?
  3. Wahrheitsanspruch: Klingt die Geschichte so, als könne sie auf einer alten Überlieferung beruhen?
  4. Übernatürliches: Gibt es unerklärliche, fantastische oder geheimnisvolle Ereignisse?
  5. Erklärung: Wird erklärt, warum ein Ort so heißt, warum eine Landschaft so aussieht oder warum Menschen sich an etwas erinnern?
  6. Überlieferung: Gibt es Hinweise darauf, dass die Geschichte weitererzählt wurde?

Wenn mehrere dieser Merkmale zutreffen, handelt es sich wahrscheinlich um eine Sage.


Fabeln als Textsorte erkennen

Um eine Fabel zu erkennen, kannst Du folgende Fragen stellen:

  1. Fabeltier: Handeln Tiere, Pflanzen oder Dinge wie Menschen?
  2. Eigenschaft: Verkörpern die Figuren klare menschliche Eigenschaften wie Klugheit, Hochmut, Faulheit oder Gier?
  3. Konflikt: Gibt es einen kurzen, zugespitzten Streit oder ein Problem?
  4. Lehre: Kannst Du am Ende eine allgemeine Regel für menschliches Verhalten formulieren?
  5. Übertragung: Lässt sich die Tierhandlung auf Menschen übertragen?

Wenn diese Merkmale zusammentreffen, handelt es sich wahrscheinlich um eine Fabel.


Vergleich mit ähnlichen Textsorten

Sagen und Fabeln werden manchmal mit Märchen, Legenden oder Mythen verwechselt. Der Vergleich hilft Dir, Textsorten genauer zu bestimmen.

  1. Märchen: Märchen beginnen oft zeitlos, etwa mit einer märchenhaften Ausgangslage. Sie haben meist keine konkrete Bindung an echte Orte und enden häufig mit einer klaren Lösung.
  2. Legende: Legenden erzählen oft von religiös oder moralisch vorbildlichen Personen. Sie überhöhen historische Ereignisse oder Personen.
  3. Mythos: Mythen erklären Welt, Götter, Ursprung, Naturmächte oder Grundfragen des Lebens in einer religiös-kulturellen Erzähltradition.
  4. Fabel: Fabeln vermitteln über personifizierte Tiere oder Dinge eine Lehre.
  5. Sage: Sagen verbinden übernatürliche Ereignisse mit Orten, Personen oder Begebenheiten, die wirklich wirken.


Strategien für die Textanalyse

Wenn Du in einer Klassenarbeit oder Lernkontrolle eine Textsorte bestimmen sollst, reicht die Antwort „Das ist eine Sage“ oder „Das ist eine Fabel“ nicht aus. Du musst Deine Entscheidung begründen.

Eine gute Begründung besteht aus drei Schritten:

  1. Behauptung: Du nennst die Textsorte.
  2. Beleg: Du verweist auf konkrete Merkmale aus dem Text.
  3. Erklärung: Du erläuterst, warum diese Merkmale zur Textsorte passen.

Beispiel: Der Text ist eine Sage, weil ein bestimmter Ort genannt wird, ein übernatürliches Ereignis vorkommt und die Handlung wie eine alte Überlieferung wirkt. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Geschichte einen wahren Kern haben könnte.

Beispiel: Der Text ist eine Fabel, weil Tiere wie Menschen sprechen, ein kurzer Konflikt dargestellt wird und am Ende eine Lehre über menschliches Verhalten erkennbar ist.


Mini-Texte zum Vergleichen


Mini-Text A

Ein hungriger Wolf verspottete ein kleines Lamm, weil es angeblich das Wasser im Bach trübe mache. Das Lamm erklärte ruhig, dass es weiter unten am Bach stehe und das Wasser gar nicht zum Wolf hinauf fließen könne. Doch der Wolf wollte keine Wahrheit hören. Er suchte nur einen Vorwand, um stärker zu erscheinen.

Dieser Text ist eher eine Fabel, weil Tiere handeln, sprechen und menschliche Verhaltensweisen zeigen. Der Wolf steht für Machtmissbrauch, das Lamm für Unschuld. Die Moral könnte lauten: Wer Unrecht tun will, findet oft einen Vorwand.


Mini-Text B

An einem alten Felsen nahe einer Stadt erzählten sich die Menschen, nachts könne man eine helle Gestalt sehen. Wer ihren Gesang höre, verliere die Orientierung und finde den Weg erst im Morgengrauen wieder. Seitdem, so sagten die Alten, trage der Felsen seinen geheimnisvollen Namen.

Dieser Text ist eher eine Sage, weil ein bestimmter Ort im Mittelpunkt steht, die Geschichte wie eine alte Überlieferung wirkt und ein übernatürliches Ereignis erklärt, warum ein Ort als geheimnisvoll gilt.


Häufige Fehler beim Erkennen

  1. Einzelmerkmal: Ein einzelnes Merkmal reicht nicht aus. Tiere allein machen noch keine Fabel, und eine Burg allein macht noch keine Sage.
  2. Moral: Eine Lehre kann auch in anderen Texten vorkommen. In der Fabel ist sie aber besonders zentral.
  3. Übernatürliches: Fantastische Ereignisse gibt es auch im Märchen. In der Sage sind sie meist mit real wirkenden Orten oder Personen verbunden.
  4. Wahrheitsanspruch: Sagen wirken oft glaubwürdiger als Märchen, auch wenn sie fantastische Elemente enthalten.
  5. Textbeleg: Eine Textsortenbestimmung muss immer mit passenden Textstellen begründet werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Woran erkennst Du eine Fabel besonders häufig? (An sprechenden Tieren mit einer Lehre) (!An genauen Quellenangaben) (!An wissenschaftlichen Beweisen) (!An einem Zeitungsbericht)




Welches Merkmal passt besonders gut zu einer Sage? (Ein real wirkender Ort wird mit Fantastischem verbunden) (!Eine Rechnung wird Schritt für Schritt gelöst) (!Eine Anleitung erklärt ein Gerät) (!Ein Gedicht hat immer einen Reim)




Was bedeutet Moral in einer Fabel? (Die Lehre der Geschichte) (!Die Überschrift der Geschichte) (!Der Name des Erzählers) (!Die genaue Jahreszahl)




Was versteht man unter Personifikation? (Tiere oder Dinge erhalten menschliche Eigenschaften) (!Ein Text wird in Absätze gegliedert) (!Ein Ort wird auf einer Karte gesucht) (!Eine Quelle wird wissenschaftlich zitiert)




Warum haben Fabeln oft keine genaue Orts- und Zeitangabe? (Weil ihre Lehre allgemein gelten soll) (!Weil sie immer in der Zukunft spielen) (!Weil sie nur Reiseberichte sind) (!Weil sie keine Handlung haben)




Was ist ein typischer Hinweis auf eine Lokalsage? (Die Handlung ist an einen bestimmten Ort gebunden) (!Die Figuren sind ausschließlich Roboter) (!Die Geschichte enthält eine Bedienungsanleitung) (!Der Text besteht nur aus Stichwörtern)




Welche Frage hilft beim Erkennen einer Sage besonders? (Welcher Ort oder welche Begebenheit wird sagenhaft erklärt) (!Welche Formel muss berechnet werden) (!Welche Farbe hat das Buchcover) (!Wie viele Reime stehen im Text)




Was ist die Bildebene einer Fabel? (Die konkrete Handlung mit Tieren oder Figuren) (!Die Fußnote unter dem Text) (!Die Seitenzahl im Buch) (!Das Inhaltsverzeichnis)




Was ist die Sachebene einer Fabel? (Die übertragene Bedeutung für menschliches Verhalten) (!Der Ort auf einer Landkarte) (!Die Reihenfolge der Kapitel) (!Die Schriftgröße des Textes)




Welche Aussage beschreibt den Unterschied zwischen Fabel und Sage am besten? (Fabeln belehren, Sagen verbinden Wirklichkeit und Fantastik) (!Fabeln sind immer wahr, Sagen sind immer Sachtexte) (!Fabeln haben keine Figuren, Sagen haben keine Handlung) (!Fabeln sind nur Gedichte, Sagen sind nur Briefe)





Memory

Fabel Lehre
Sage Wahrheitsanspruch
Moral Erkenntnis
Personifikation Vermenschlichung
Lokalsage Ortsbezug
Natursage Landschaft
Fabeltier Eigenschaft





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Moral am Ende Fabel
Sprechende Tiere Fabel
Konkreter Ort Sage
Wahrer Kern Sage
Übernatürliche Erklärung Sage
Menschliche Eigenschaft im Tier Fabel






Kreuzworträtsel

Fabel Welche Textsorte vermittelt oft durch Tiere eine Lehre?
Sage Welche Textsorte verbindet reale Orte mit fantastischen Ereignissen?
Moral Wie nennt man die Lehre einer Fabel?
Tiere Welche Figuren handeln in vielen Fabeln wie Menschen?
Loreley Welcher Felsen am Rhein ist mit einem bekannten Sagenstoff verbunden?
Ruebezahl Welcher Berggeist gehört zu bekannten Sagen des Riesengebirges?
Personifikation Wie nennt man die Vermenschlichung von Tieren oder Dingen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Fabel ist eine kurze Erzählung mit einer

.
In vielen Fabeln handeln Tiere wie

.
Diese Vermenschlichung nennt man

.
Die konkrete Tierhandlung bildet die

.
Die übertragene Bedeutung für menschliches Verhalten nennt man

.
Eine Sage verbindet fantastische Ereignisse mit einem real wirkenden

.
Viele Sagen wurden zuerst mündlich

.
Der Eindruck möglicher Wahrheit heißt

.
Eine Lokalsage ist besonders eng mit einer bestimmten

verbunden.
Beim Bestimmen einer Textsorte solltest Du Deine Meinung mit

begründen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Merkmalsliste: Erstelle eine Tabelle mit je fünf Merkmalen von Fabeln und Sagen und finde zu jedem Merkmal ein kurzes Beispiel.
  2. Fabeltier: Wähle drei typische Fabeltiere aus und notiere, welche menschlichen Eigenschaften sie verkörpern könnten.
  3. Sagenort: Suche in Deiner Umgebung einen Ort, der sich für eine Sage eignen würde, und beschreibe ihn geheimnisvoll.
  4. Textsortenkarte: Gestalte eine Lernkarte, auf der Du erklärst, woran man eine Fabel und woran man eine Sage erkennt.


Standard

  1. Fabelanalyse: Analysiere eine bekannte Fabel und erkläre Bildebene, Sachebene, Konflikt und Moral.
  2. Sagenanalyse: Lies eine regionale Sage und untersuche Ort, übernatürliches Ereignis, Wahrheitsanspruch und Erklärung.
  3. Vergleichstext: Schreibe einen kurzen Vergleich zwischen einer Fabel und einer Sage und belege Deine Aussagen mit Textstellen.
  4. Schreibwerkstatt: Schreibe eine eigene Fabel, in der zwei Tiere mit gegensätzlichen Eigenschaften aufeinandertreffen und eine Lehre entsteht.


Schwer

  1. Eigene Sage: Entwickle eine eigene Sage zu einem realen Ort und baue ein übernatürliches Ereignis sowie eine Erklärung für einen Namen oder eine Besonderheit ein.
  2. Medienprojekt: Erstelle ein kurzes Erklärvideo, in dem Du Fabeln und Sagen mit Beispielen unterscheidest.
  3. Interview: Befrage ältere Menschen, ob sie regionale Sagen, Ortsgeschichten oder moderne Sagen kennen, und werte die Ergebnisse aus.
  4. Textsortenportfolio: Sammle Beispiele für Fabel, Sage, Märchen, Legende und Mythos und erstelle ein Portfolio mit Unterscheidungsmerkmalen.



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Lernkontrolle

  1. Textsortenentscheidung: Du bekommst einen unbekannten Erzähltext. Begründe ausführlich, ob es sich eher um eine Fabel, eine Sage oder eine andere Textsorte handelt.
  2. Transferaufgabe: Verwandle eine kurze Fabel in eine Sage, indem Du einen konkreten Ort, einen Wahrheitsanspruch und ein übernatürliches Ereignis einbaust. Erkläre anschließend Deine Änderungen.
  3. Perspektivwechsel: Schreibe eine bekannte Sage aus der Sicht einer Nebenfigur und zeige, wie sich dadurch die Wirkung des Textes verändert.
  4. Deutung: Erkläre, warum eine Fabel auch dann noch aktuell sein kann, wenn sie vor langer Zeit entstanden ist.
  5. Vergleichsanalyse: Vergleiche die Funktion von Tieren in einer Fabel mit der Funktion übernatürlicher Wesen in einer Sage.
  6. Argumentation: Nimm Stellung zu der Aussage: „Sagen sind nur erfundene Geschichten.“ Begründe Deine Position differenziert.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie Textsorte, Fabel, Sage, Moral, Personifikation, Wahrheitsanspruch, Überlieferung, Ortsbezug, Bildebene und Sachebene korrekt.
  2. Textbelege: Du belegst Deine Aussagen mit passenden Stellen aus dem Text.
  3. Vergleich: Du kannst Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Fabeln und Sagen erklären.
  4. Deutung: Du erschließt die Lehre einer Fabel und den Wirklichkeitsbezug einer Sage.
  5. Transfer: Du kannst Textsortenmerkmale in einem eigenen Text bewusst anwenden.
  6. Reflexion: Du erklärst, welche Wirkung eine Textsorte auf Leserinnen und Leser hat.




OERs zum Thema




Links

Die wichtigsten Punkte dieses aiMOOCs lassen sich so zusammenfassen: Fabeln sind kurze lehrhafte Erzählungen, oft mit personifizierten Tieren und einer Moral. Sagen sind erzählende Texte, die fantastische Ereignisse mit real wirkenden Orten, Personen oder Begebenheiten verbinden. Wer beide Textsorten erkennen will, achtet auf mehrere Merkmale und begründet die Entscheidung mit Textbelegen.


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Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Berlin/Brandenburg

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Hessen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
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  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

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  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

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  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

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