Rollenbilder in Familie und Gesellschaft reflektieren AES - aiMOOC


Rollenbilder in Familie und Gesellschaft reflektieren AES - aiMOOC
Einleitung
Rollenbilder in Familie und Gesellschaft reflektieren ist ein Thema aus dem Fach AES. Du untersuchst dabei, welche Erwartungen Menschen an Mütter, Väter, Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer, Großeltern oder andere Familienmitglieder haben. Solche Erwartungen nennt man Rollenbilder. Sie können Orientierung geben, aber auch einengen, wenn sie Menschen festlegen oder ungleiche Chancen erzeugen.
Im Alltag begegnen Dir Rollenbilder überall: in der Familie, in der Schule, in Werbung, in sozialen Medien, in Berufen, bei der Verteilung von Hausarbeit, bei der Kinderbetreuung, bei Pflege und bei Entscheidungen über Bildung, Berufswahl und Lebensplanung. In diesem aiMOOC lernst Du, Rollenbilder zu erkennen, zu beschreiben, kritisch zu prüfen und faire Alternativen für das Zusammenleben zu entwickeln.
Das Thema passt besonders zu AES, weil es um Alltagskultur, Haushaltsmanagement, Familie, Gesellschaft, Arbeitsteilung, Konsum, Lebensgestaltung und Verantwortung geht. Ziel ist nicht, allen Menschen dieselbe Lebensweise vorzuschreiben. Ziel ist, dass Du begründet reflektierst: Wer übernimmt welche Aufgaben? Wer entscheidet? Wer profitiert? Wer wird benachteiligt? Welche Lösungen sind gerecht, realistisch und respektvoll?
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Rollenbilder und Geschlechterrollen sind. Du kannst Beispiele aus Familie, Gesellschaft, Medien und Arbeitswelt untersuchen. Du kannst zwischen selbst gewählter Lebensform und gesellschaftlichem Druck unterscheiden. Du kannst Arbeitsteilung in Haushalt, Beruf und Sorgearbeit kritisch bewerten. Außerdem kannst Du eigene Handlungsmöglichkeiten für ein wertschätzendes, gerechtes und geschlechtersensibles Haushaltsmanagement entwickeln.
Grundbegriffe
Rollenbild
Ein Rollenbild beschreibt Erwartungen daran, wie sich Menschen in einer bestimmten sozialen Rolle verhalten sollen. Eine Person kann zum Beispiel gleichzeitig Kind, Geschwister, Freundin oder Freund, Schülerin oder Schüler, Vereinsmitglied und Teil einer Familie sein. Jede dieser Rollen kann mit Erwartungen verbunden sein: zuverlässig sein, helfen, zuhören, entscheiden, Geld verdienen, trösten oder Verantwortung übernehmen.
Rollenbilder entstehen nicht allein in einzelnen Familien. Sie werden durch Sozialisation, Kultur, Religion, Medien, Politik, Wirtschaft, Sprache und persönliche Erfahrungen geprägt. Deshalb unterscheiden sie sich nach Zeit, Ort, sozialem Umfeld und Generation. Was in einer Familie als selbstverständlich gilt, kann in einer anderen Familie ganz anders gelebt werden.
Geschlechterrolle
Eine Geschlechterrolle ist ein Rollenbild, das mit Geschlecht verbunden wird. Beispiele sind Vorstellungen wie „Männer sollen stark sein“, „Frauen kümmern sich besser um Kinder“, „Jungen interessieren sich für Technik“ oder „Mädchen sind ordentlicher“. Solche Aussagen sind problematisch, wenn sie als feste Regeln verstanden werden. Menschen haben unterschiedliche Interessen, Fähigkeiten und Lebensentwürfe. Diese hängen nicht automatisch von ihrem Geschlecht ab.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Beschreibung und Vorschrift. Es kann sein, dass in einer bestimmten Familie eine Person mehr kocht oder mehr verdient. Daraus folgt aber nicht, dass alle Personen desselben Geschlechts das tun müssen. Reflexion bedeutet deshalb: Du prüfst, ob eine Erwartung gerecht, freiwillig, begründet und veränderbar ist.
Stereotyp und Vorurteil
Ein Stereotyp ist eine vereinfachende Vorstellung über eine Gruppe. Ein Vorurteil entsteht, wenn Menschen aufgrund solcher Vorstellungen bewertet werden, ohne die einzelne Person wirklich zu kennen. Stereotype können harmlos wirken, aber sie beeinflussen Entscheidungen: Wer wird ermutigt, einen technischen Beruf zu wählen? Wer wird gefragt, beim Aufräumen zu helfen? Wer darf Gefühle zeigen? Wer wird als durchsetzungsfähig wahrgenommen?
Care-Arbeit und Sorgearbeit
Care-Arbeit oder Sorgearbeit umfasst Tätigkeiten, die Menschen versorgen, unterstützen und begleiten. Dazu gehören Kinderbetreuung, Pflege, Kochen, Putzen, Einkaufen, Zuhören, Organisieren von Terminen, Hausaufgabenbetreuung, emotionale Unterstützung und Hilfe für ältere oder kranke Menschen. Ein Teil dieser Arbeit wird bezahlt, zum Beispiel in Erziehungs-, Pflege- oder Sozialberufen. Ein großer Teil findet unbezahlt in Familien, Nachbarschaften und privaten Beziehungen statt.
Der Gender-Care-Gap beschreibt Unterschiede in der Zeit, die Frauen und Männer durchschnittlich für unbezahlte Sorgearbeit aufwenden. Er macht sichtbar, dass Arbeit nicht nur Erwerbsarbeit ist. Wenn Sorgearbeit ungleich verteilt ist, kann das Folgen für Freizeit, Bildung, Beruf, Einkommen, Rente und persönliche Entfaltung haben.

Rollenbilder in der Familie
Familie ist vielfältig
Familie kann unterschiedlich aussehen: Kernfamilie, Patchworkfamilie, Alleinerziehende, Regenbogenfamilie, Mehrgenerationenfamilie, Pflegefamilie, Adoptivfamilie oder Wahlfamilie. Entscheidend ist nicht, ob eine Familie einem traditionellen Bild entspricht, sondern ob Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, füreinander sorgen und einander respektieren.

In jeder Familie werden Aufgaben verteilt. Dazu gehören Haushalt, Erziehung, Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäschepflege, Finanzplanung, Pflege, Freizeitgestaltung, Konfliktlösung und emotionale Unterstützung. Eine faire Aufteilung berücksichtigt Zeit, Alter, Gesundheit, Fähigkeiten, Schul- oder Arbeitsbelastung und persönliche Grenzen.
Traditionelle Rollenbilder
Ein traditionelles Rollenbild ist zum Beispiel die Vorstellung, dass der Vater hauptsächlich Geld verdient und die Mutter hauptsächlich Haushalt und Kinder übernimmt. Solche Modelle waren in vielen Gesellschaften lange verbreitet und prägen Bilder in Filmen, Märchen, Werbung und Familiengeschichten. Sie sind aber nicht naturgegeben. Sie hängen mit historischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und kulturellen Bedingungen zusammen.
Historisch hatten Frauen in vielen Gesellschaften weniger Rechte, weniger Zugang zu Bildung, weniger politische Mitsprache und geringere wirtschaftliche Unabhängigkeit. Gleichzeitig wurden viele Tätigkeiten, die vor allem Frauen zugeschrieben wurden, gesellschaftlich weniger anerkannt. Moderne Gleichberechtigung bedeutet, dass Menschen unabhängig vom Geschlecht gleiche Rechte, gleiche Würde und faire Chancen haben.

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Neue und partnerschaftliche Rollenbilder
Heute leben viele Familien partnerschaftliche Modelle. Das bedeutet, dass Erwerbsarbeit, Hausarbeit, Kinderbetreuung, Pflege und Entscheidungen möglichst fair verteilt werden. Dabei gibt es nicht nur eine richtige Lösung. Eine Familie kann bewusst entscheiden, dass eine Person zeitweise mehr Erwerbsarbeit übernimmt und eine andere mehr Sorgearbeit. Wichtig ist, dass diese Entscheidung freiwillig, transparent, veränderbar und wertschätzend ist.
Ein partnerschaftliches Modell fragt nicht: „Was ist typisch männlich oder weiblich?“, sondern: „Was ist für diese Menschen in dieser Lebenssituation gerecht und machbar?“ Dazu gehören Gespräche, Absprachen, Kompromisse und die Bereitschaft, Aufgaben neu zu verteilen, wenn sich Lebenslagen ändern.

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Rollenbilder in der Gesellschaft
Schule und Peergroup
In der Schule und in der Peergroup entstehen viele Vorstellungen darüber, was als „normal“, „cool“, „weiblich“, „männlich“ oder „passend“ gilt. Kleidung, Hobbys, Leistung, Körperbilder, Sprache und Berufswünsche können dadurch beeinflusst werden. Wenn jemand nicht in ein erwartetes Bild passt, kann das zu Spott, Ausgrenzung oder Selbstzweifeln führen.
Eine respektvolle Klassengemeinschaft erkennt Vielfalt an. Du kannst dazu beitragen, indem Du nicht vorschnell urteilst, abwertende Sprüche hinterfragst und Menschen in ihren Interessen ernst nimmst. In AES kannst Du außerdem alltagsnah untersuchen, wie Rollenbilder Entscheidungen im Haushalt, beim Konsum, beim Essen, bei Kleidung, Pflege und Lebensplanung beeinflussen.
Medien und Werbung
Medien zeigen nicht nur Wirklichkeit, sie formen auch Vorstellungen. In Werbung werden Frauen und Männer manchmal einseitig dargestellt: Frauen als zuständig für Sauberkeit, Schönheit oder Fürsorge; Männer als technisch, stark, sportlich oder entscheidungsfreudig. Solche Bilder wirken besonders stark, wenn sie ständig wiederholt werden.
Soziale Medien können Rollenbilder verstärken, aber auch aufbrechen. Einerseits verbreiten sich Trends, die alte Erwartungen wieder attraktiv darstellen. Andererseits können Menschen dort vielfältige Lebensentwürfe sichtbar machen: aktive Väter, Frauen in technischen Berufen, Männer in Pflegeberufen, queere Familien, Menschen mit Behinderung als selbstbestimmte Personen oder Jugendliche, die Rollenklischees kreativ hinterfragen.
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Berufswahl und Arbeitsteilung
Rollenbilder beeinflussen die Berufswahl. Wenn Kinder früh hören, bestimmte Berufe passten eher zu Mädchen oder eher zu Jungen, kann das ihre Interessen einschränken. Dabei brauchen Gesellschaft und Wirtschaft vielfältige Talente: Menschen in Pflege, Handwerk, Technik, Bildung, Informatik, Erziehung, Sozialarbeit, Gastronomie, Medizin, Wissenschaft und Unternehmertum.
Auch in der Arbeitswelt wirken Rollenbilder weiter. Teilzeit, Elternzeit, Führungspositionen, Pflege von Angehörigen und Karrierechancen sind oft mit Erwartungen an Geschlecht und Familie verbunden. Eine gerechte Gesellschaft fragt deshalb, wie Arbeit, Zeit, Geld, Verantwortung und Anerkennung fair verteilt werden können.
Rollenbilder reflektieren
Leitfragen für die Reflexion
Um Rollenbilder zu reflektieren, kannst Du konkrete Fragen stellen. Diese Fragen helfen Dir, nicht nur persönliche Meinungen zu sammeln, sondern Zusammenhänge zu erkennen.
- Wahrnehmung: Welche Rolle oder Erwartung erkenne ich?
- Quelle: Woher kenne ich dieses Rollenbild?
- Wirkung: Wem hilft dieses Rollenbild und wen schränkt es ein?
- Freiwilligkeit: Entscheiden Menschen wirklich selbst oder fühlen sie Druck?
- Gerechtigkeit: Sind Zeit, Geld, Anerkennung und Verantwortung fair verteilt?
- Alternative: Welche anderen Lösungen wären möglich?
- Kommunikation: Wie kann man darüber respektvoll sprechen?
- Handlung: Was kann ich im Alltag konkret verändern?
Methode: Rollenbild-Check
Der Rollenbild-Check ist eine einfache Methode für den Unterricht. Du wählst eine Alltagssituation, zum Beispiel „Familie am Abend“, „Wer putzt die Küche?“, „Berufswunsch in Klasse 8“, „Pflege der Großmutter“ oder „Wer entscheidet über größere Anschaffungen?“. Dann beschreibst Du, welche Rollen vorkommen, welche Erwartungen sichtbar sind und welche Alternativen es geben könnte.
Ein guter Rollenbild-Check bleibt fair. Er macht keine einzelnen Personen lächerlich und bewertet nicht vorschnell. Er fragt nach Bedingungen: Wer hat Zeit? Wer hat Macht? Wer hat Geld? Wer hat Wissen? Wer wird gehört? Wer wird übersehen? So wird aus einer Meinung eine begründete Analyse.
Genderbewusstes Haushaltsmanagement
Ein geschlechtersensibles Haushaltsmanagement bedeutet, Aufgaben im Haushalt nicht automatisch nach Geschlecht zu verteilen. Es bedeutet auch, unsichtbare Arbeit sichtbar zu machen. Wer plant Geburtstage? Wer denkt an Arzttermine? Wer merkt, dass Waschmittel fehlt? Wer tröstet Geschwister? Wer kümmert sich um alte Menschen? Wer repariert Dinge? Wer kocht? Wer räumt nach dem Essen auf?
Eine faire Aufgabenverteilung kann mit einem Haushaltsplan beginnen. Noch wichtiger ist aber die gemeinsame Haltung: Alle Familienmitglieder, die dazu in der Lage sind, tragen Verantwortung. Kinder und Jugendliche können altersgerecht Aufgaben übernehmen. Erwachsene sollten nicht nur helfen, sondern wirklich zuständig sein. Denn „helfen“ bedeutet oft, dass eine Person weiterhin die Hauptverantwortung trägt, während andere nur einzelne Aufgaben übernehmen.
Beispiel für faire Aufgabenplanung
Eine Familie kann für eine Woche notieren, welche Aufgaben anfallen und wie viel Zeit sie brauchen. Danach wird gemeinsam überlegt, wie die Aufgaben verteilt werden können. Dabei zählt nicht nur die sichtbare Aufgabe, sondern auch die Planung. Wer einkauft, muss vielleicht vorher prüfen, was fehlt, Preise vergleichen, an Wünsche denken und den Einkauf transportieren. Diese Denkarbeit gehört ebenfalls zur Care-Arbeit.
Konflikte und Kommunikation
Rollenbilder können Konflikte auslösen, zum Beispiel wenn jemand sagt: „Das ist doch Frauensache“, „Jungen weinen nicht“, „Väter können das nicht so gut“, „Mädchen sollen ordentlich sein“ oder „Männer müssen Karriere machen“. Solche Aussagen können verletzen, Druck erzeugen oder Menschen unsichtbar machen.
Eine gute Kommunikation unterscheidet zwischen Person und Problem. Statt jemanden anzugreifen, kannst Du beschreiben, was Du beobachtest: „Mir fällt auf, dass immer dieselbe Person den Tisch abräumt.“ Dann kannst Du die Wirkung benennen: „Das wirkt unfair.“ Danach kannst Du eine Lösung vorschlagen: „Wir könnten die Aufgabe abwechseln.“ So wird Kritik zu einem Gespräch über Verantwortung.
Vielfalt und Respekt
Vielfalt bedeutet, dass Menschen unterschiedlich leben, lieben, arbeiten, glauben, fühlen und planen. Nicht jede Familie muss gleich sein. Eine demokratische Gesellschaft schützt die Würde aller Menschen. Deshalb ist es wichtig, unterschiedliche Lebensformen nicht abzuwerten. Respekt bedeutet nicht, dass Du jede Entscheidung für Dich selbst übernehmen musst. Respekt bedeutet, andere Menschen nicht wegen ihres Geschlechts, ihrer Familie, ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religion, ihres Körpers oder ihrer Lebensweise herabzusetzen.
Zusammenfassung
Rollenbilder beeinflussen, wie Menschen sich selbst sehen und wie andere sie behandeln. In Familie und Gesellschaft prägen sie die Verteilung von Hausarbeit, Care-Arbeit, Erwerbsarbeit, Verantwortung, Macht und Anerkennung. Rollenbilder können Orientierung geben, aber auch zu Ungleichheit, Druck und Ausgrenzung führen. In AES lernst Du, solche Muster im Alltag zu erkennen und praktische Lösungen zu entwickeln. Entscheidend ist eine faire, respektvolle und begründete Auseinandersetzung: Welche Aufgaben müssen erledigt werden? Wer übernimmt sie? Wer entscheidet? Wie können Menschen unabhängig von Geschlecht und Herkunft ihre Fähigkeiten entfalten?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt ein Rollenbild? (Gesellschaftliche Erwartungen an Verhalten und Aufgaben von Menschen) (!Eine unveränderbare biologische Eigenschaft) (!Ein Gesetz über Familiennamen) (!Eine zufällige Lieblingsbeschäftigung)
Was bedeutet Care-Arbeit? (Sorgearbeit für Menschen und alltägliche Versorgung) (!Nur bezahlte Arbeit in einer Fabrik) (!Ausschließlich Freizeitgestaltung) (!Der Verkauf von Pflegeprodukten)
Was ist ein Stereotyp? (Eine vereinfachende Vorstellung über eine Gruppe) (!Eine persönliche Fähigkeit ohne sozialen Bezug) (!Ein amtlicher Haushaltsplan) (!Ein wissenschaftlicher Beweis für Charaktereigenschaften)
Woran erkennt man eine faire Aufgabenverteilung im Haushalt am ehesten? (Aufgaben, Zeit und Verantwortung werden gemeinsam und nachvollziehbar verteilt) (!Eine Person entscheidet immer allein) (!Alle Aufgaben werden nach Geschlecht verteilt) (!Nur sichtbare Arbeiten zählen)
Was bedeutet genderbewusstes Haushaltsmanagement? (Aufgaben werden nicht automatisch nach Geschlecht zugeteilt) (!Nur Mädchen übernehmen Haushaltsaufgaben) (!Nur Erwachsene dürfen Entscheidungen treffen) (!Technische Aufgaben werden immer von Jungen erledigt)
Warum können Rollenbilder problematisch sein? (Sie können Menschen einengen und ungleiche Chancen erzeugen) (!Sie verhindern jede Form von Zusammenleben) (!Sie sind immer freiwillig und gerecht) (!Sie betreffen nur vergangene Jahrhunderte)
Was ist ein Beispiel für unbezahlte Sorgearbeit? (Ein krankes Familienmitglied betreuen) (!Ein Produkt im Supermarkt kaufen und weiterverkaufen) (!Eine Klassenarbeit schreiben) (!Ein Computerspiel programmieren)
Welche Frage passt gut zur Reflexion von Rollenbildern? (Wem hilft diese Erwartung und wen schränkt sie ein) (!Welche Farbe hat die Küche) (!Wie viele Fenster hat das Klassenzimmer) (!Welche Schuhgröße haben die Familienmitglieder)
Was beschreibt Gleichberechtigung im Zusammenhang mit Rollenbildern? (Menschen haben unabhängig vom Geschlecht gleiche Rechte und faire Chancen) (!Alle Menschen müssen denselben Beruf wählen) (!Familien dürfen keine eigenen Entscheidungen treffen) (!Kinder dürfen nie Aufgaben übernehmen)
Welche Aussage ist besonders reflektiert? (Eine Aufgabe sollte nach Zeit, Fähigkeit und Absprache verteilt werden) (!Männer können grundsätzlich nicht gut trösten) (!Frauen sind immer für Ordnung zuständig) (!Jungen interessieren sich nie für Pflege)
Memory
| Rollenbild | Erwartung an Verhalten |
| Care-Arbeit | Sorge und Versorgung |
| Stereotyp | Vereinfachte Gruppenvorstellung |
| Gleichberechtigung | Gleiche Rechte und Chancen |
| Haushaltsmanagement | Planung alltäglicher Aufgaben |
| Reflexion | Kritisches Nachdenken |
| Sozialisation | Lernen gesellschaftlicher Regeln |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Rollenbild | Erwartung an eine soziale Rolle |
| Care-Arbeit | Betreuung, Pflege und Versorgung |
| Stereotyp | Vereinfachte Vorstellung über eine Gruppe |
| Gleichberechtigung | Faire Rechte und Chancen |
| Haushaltsmanagement | Planung und Verteilung alltäglicher Aufgaben |
Kreuzworträtsel
| Rollenbild | Wie nennt man eine gesellschaftliche Erwartung an Verhalten und Aufgaben? |
| Carearbeit | Wie nennt man Sorge, Pflege und Versorgung im Alltag? |
| Haushalt | Wo werden viele alltägliche Aufgaben wie Kochen, Putzen und Planen erledigt? |
| Stereotyp | Wie nennt man eine vereinfachte Vorstellung über eine Gruppe? |
| Reflexion | Wie nennt man kritisches Nachdenken über Erfahrungen und Erwartungen? |
| Respekt | Welche Haltung erkennt die Würde anderer Menschen an? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Alltagsbeobachtung: Beobachte einen Tag lang, welche Aufgaben in Deinem Haushalt erledigt werden, und notiere, welche davon sichtbar und welche eher unsichtbar sind.
- Werbung analysieren: Suche eine Werbeanzeige oder einen kurzen Werbespot und beschreibe, welche Rollenbilder darin gezeigt werden.
- Begriffe erklären: Erstelle ein kleines Glossar mit den Begriffen Rollenbild, Stereotyp, Care-Arbeit und Gleichberechtigung in Deinen eigenen Worten.
- Perspektivwechsel: Schreibe einen kurzen Tagebucheintrag aus der Sicht einer Person, die sich durch ein Rollenbild eingeschränkt fühlt.
Standard
- Haushaltsplan: Entwickle einen fairen Wochenplan für einen Haushalt mit mehreren Personen und begründe Deine Verteilung der Aufgaben.
- Interview: Befrage eine ältere Person dazu, wie Hausarbeit, Beruf und Kinderbetreuung früher verteilt waren, und vergleiche die Antworten mit heutigen Vorstellungen.
- Medienvergleich: Vergleiche zwei Serien, Filme oder Social-Media-Beiträge daraufhin, wie Familie, Geschlecht und Verantwortung dargestellt werden.
- Diskussionskarte: Gestalte eine Karteikarte mit einer provokanten Aussage zu Rollenbildern und formuliere drei sachliche Gegenargumente.
Schwer
- Fallanalyse: Analysiere eine komplexe Familiensituation, in der Erwerbsarbeit, Pflege, Schule und Haushalt verteilt werden müssen, und entwickle eine gerechte Lösung.
- Projektplanung: Plane eine kleine Ausstellung in der Schule zum Thema Rollenbilder im Wandel und entwirf Stationen mit Bildern, Zitaten und Mitmachfragen.
- Podcast: Erstelle ein Konzept für einen zehnminütigen Podcast über Rollenbilder, Care-Arbeit und Berufswahl mit Interviewfragen und Quellenplan.
- Handlungskonzept: Entwickle für Deine Klasse Regeln gegen abwertende Rollensprüche und beschreibe, wie die Regeln eingeführt und überprüft werden können.

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Lernkontrolle
- Analyse einer Alltagssituation: Beschreibe eine konkrete Situation im Haushalt oder in der Schule, in der ein Rollenbild sichtbar wird, und erkläre die Folgen für die beteiligten Personen.
- Transfer auf Berufswahl: Erkläre, wie Rollenbilder die Entscheidung für oder gegen bestimmte Berufe beeinflussen können, und entwickle zwei Maßnahmen gegen diese Einschränkung.
- Bewertung von Arbeitsteilung: Beurteile einen vorgegebenen Haushaltsplan danach, ob er fair ist, und begründe Deine Einschätzung mit Kriterien wie Zeit, Verantwortung und Anerkennung.
- Medienkritik: Untersuche eine Werbung oder einen Social-Media-Beitrag und erkläre, ob darin Rollenbilder verstärkt, verändert oder kritisch hinterfragt werden.
- Lösung entwickeln: Entwirf ein Gespräch zwischen Familienmitgliedern, die ihre Aufgaben gerechter verteilen möchten, und achte auf respektvolle Kommunikation.
Lernnachweis
- Portfolio: Sammle Deine wichtigsten Arbeitsergebnisse aus diesem aiMOOC und ergänze zu jedem Ergebnis eine kurze Reflexion.
- Selbsteinschätzung: Bewerte, welche Rollenbilder Du inzwischen schneller erkennst und bei welchen Situationen Du noch unsicher bist.
- Praxisbezug: Beschreibe eine kleine Veränderung, die Du im Alltag ausprobieren kannst, um Aufgaben fairer oder bewusster zu verteilen.
- Feedback: Gib einer Mitschülerin oder einem Mitschüler eine wertschätzende Rückmeldung zu einer Analyse oder Projektidee.
- Abschlussreflexion: Formuliere in fünf bis acht Sätzen, warum das Thema Rollenbilder für Familie, Gesellschaft und AES wichtig ist.
OERs zum Thema
Links
Quellen und Vertiefung
- Bildungsplan: Bildungsplan Baden-Württemberg: AES, Haushalt und Familie
- Geschlechterrolle: Wikipedia: Geschlechterrolle
- Gender-Care-Gap: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Gender Care Gap
- Gender Studies: Wikipedia: Gender Studies
- Familie: Wikipedia: Familie
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