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Roboter in der Schule - aiMOOC 1

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Roboter in der Schule - aiMOOC 1



Einleitung

Roboter in der Schule sind mehr als technische Geräte im Klassenzimmer: Sie eröffnen Lernenden die Möglichkeit, Informatik, Technik, Mathematik, Naturwissenschaften, Ethik, Medienbildung und Projektarbeit praktisch miteinander zu verbinden. Wenn Du einen Roboter programmierst, baust, beobachtest oder kritisch bewertest, lernst Du nicht nur etwas über Maschinen, sondern auch über Algorithmen, Sensoren, Aktoren, Daten, Künstliche Intelligenz, Automatisierung, Teamarbeit und verantwortungsvolle Entscheidungen.

Ein Roboter ist ein technisches System, das Informationen aus seiner Umgebung aufnehmen, verarbeiten und darauf mit Bewegungen oder anderen Handlungen reagieren kann. In der Schule begegnen Dir Roboter zum Beispiel als kleine fahrende Lernroboter, als Baukastensysteme, als humanoide Roboter, als Industrieroboter in der Berufsausbildung oder als Telepräsenzroboter, mit denen kranke Schülerinnen und Schüler am Unterricht teilnehmen können. Wichtig ist: Ein Roboter lernt nicht automatisch sinnvoll, handelt nicht moralisch und ersetzt keine Lehrkraft. Er ist ein Werkzeug, das erst durch kluge Aufgaben, gute pädagogische Planung und kritisches Nachdenken zu einem Lernmedium wird.


Was ist ein Roboter?

Ein Roboter ist ein programmierbares technisches System. Viele Roboter bestehen aus einem Körper oder Fahrgestell, einer Energiequelle, Sensoren, Aktoren, einem Steuerungssystem und einer Software. Die Sensoren liefern Informationen: Sie messen zum Beispiel Abstand, Helligkeit, Farbe, Berührung, Geräusche, Temperatur oder Bewegung. Die Software verarbeitet diese Informationen nach bestimmten Regeln. Die Aktoren setzen Befehle um: Motoren drehen Räder, Greifer bewegen sich, LEDs leuchten oder Lautsprecher geben Töne aus.


Grundprinzip: Wahrnehmen, Verarbeiten, Handeln

Das Grundprinzip vieler Roboter lässt sich mit drei Begriffen erklären: wahrnehmen, verarbeiten und handeln. Ein Lernroboter erkennt beispielsweise mit einem Farbsensor eine schwarze Linie auf dem Boden. Sein Programm entscheidet, ob er nach links, rechts oder geradeaus fahren soll. Anschließend bewegen Motoren die Räder. Dieses Prinzip findest Du auch bei komplexeren Robotern, etwa bei autonomen Fahrzeugen, Lieferrobotern, Robotern in der Medizin oder Industrierobotern.

Für die Schule ist dieses Prinzip besonders wertvoll, weil Du abstrakte Ideen sichtbar machen kannst. Ein Algorithmus ist nicht nur ein Text im Heft, sondern wird als Bewegung, Lichtsignal, Ton oder Reaktion des Roboters erfahrbar. Fehler im Programm zeigen sich unmittelbar: Der Roboter fährt falsch, bleibt stehen oder reagiert nicht wie geplant. Dadurch wird Debugging zu einem natürlichen Teil des Lernens.


Roboter, Maschine und Künstliche Intelligenz

Nicht jede Maschine ist ein Roboter. Eine einfache Bohrmaschine führt nur eine Funktion aus, wenn ein Mensch sie bedient. Ein Roboter dagegen kann programmiert werden und in einer bestimmten Umgebung selbstständig oder teilweise selbstständig reagieren. Auch nicht jeder Roboter nutzt Künstliche Intelligenz. Viele Lernroboter folgen klaren Wenn-dann-Regeln. Erst wenn ein System Muster erkennt, aus Daten Modelle bildet oder Entscheidungen mit Verfahren des maschinellen Lernens trifft, spricht man von KI-Verfahren.

In der Schule ist diese Unterscheidung wichtig. Du solltest nicht nur fragen: Was kann der Roboter? Sondern auch: Wie kommt er zu seiner Handlung? Nutzt er fest einprogrammierte Regeln, Sensorwerte, Zufall, Fernsteuerung oder lernende Systeme? Diese Frage hilft Dir, technische Versprechen realistisch zu beurteilen.


Arten von Robotern in der Schule


Lernroboter

Lernroboter sind speziell für Unterricht, AGs, Wettbewerbe oder Projektwochen entwickelt. Sie sind meist robust, übersichtlich und so gestaltet, dass Lernende schnell erste Programme schreiben können. Viele Lernroboter lassen sich mit grafischen Programmierumgebungen steuern, in denen Befehlsblöcke zusammengeschoben werden. Fortgeschrittene arbeiten mit Textsprachen wie Python, JavaScript oder C++.

Typische Lernroboter fahren Wege ab, folgen Linien, erkennen Hindernisse, reagieren auf Farben oder führen kleine Missionen aus. Sie eignen sich für den Einstieg in Programmierung, Computational Thinking, Problemlösen, Modellbildung und Teamarbeit.


Baukasten- und Konstruktionsroboter

Baukastensysteme verbinden Mechanik, Elektronik und Programmierung. Du konstruierst nicht nur ein Programm, sondern baust auch die physische Form des Roboters. Dadurch werden Fragen wichtig wie: Wo sitzt der Schwerpunkt? Wie überträgt ein Zahnrad Kraft? Welche Bauform ist stabil? Wie beeinflusst die Reibung die Bewegung?

Solche Roboter fördern Konstruktion, Experiment, Iteration und Design Thinking. Ein Team kann zum Beispiel einen Roboter entwickeln, der eine Rampe erklimmt, Gegenstände sortiert oder eine Rettungsmission auf einem Spielfeld simuliert.


Humanoide und soziale Roboter

Humanoide Roboter sehen Menschen teilweise ähnlich. Sie können Arme, Beine, Kopf, Augen oder Stimme nachahmen. Soziale Roboter sind darauf ausgelegt, mit Menschen zu kommunizieren, zu reagieren oder einfache Gespräche zu führen. In der Schule können sie zum Beispiel für Sprachübungen, Präsentationen, Forschung über Mensch-Maschine-Interaktion oder Diskussionen über Ethik genutzt werden.

Dabei musst Du kritisch bleiben. Ein sozialer Roboter kann freundlich wirken, versteht aber nicht automatisch Gefühle wie ein Mensch. Wenn ein Roboter Sprache verarbeitet, Blickkontakt simuliert oder Emotionen darstellt, entsteht leicht der Eindruck einer echten Beziehung. Deshalb gehören Fragen nach Transparenz, Datenschutz, Manipulation und Verantwortung immer dazu.


Telepräsenzroboter

Ein Telepräsenzroboter kann einer Person ermöglichen, aus der Ferne am Unterricht teilzunehmen. Häufig handelt es sich um ein fahrbares Gerät mit Kamera, Mikrofon, Lautsprecher und Bildschirm. Ein krankes Kind kann so mit der Klasse kommunizieren, Gruppenarbeiten verfolgen oder sich melden. Pädagogisch kann das soziale Teilhabe unterstützen. Gleichzeitig müssen Datenschutz, Einverständnis, Bildrechte, Aufsichtspflicht und technische Zuverlässigkeit sorgfältig geklärt werden.

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Industrieroboter in Ausbildung und Berufsschule

In der beruflichen Bildung spielen Roboter eine wichtige Rolle, weil viele Betriebe mit Automatisierung, Industrie 4.0, Fertigungstechnik und Mechatronik arbeiten. Industrieroboter können schweißen, greifen, sortieren, montieren oder prüfen. Lernende müssen verstehen, wie Roboter programmiert, gewartet, abgesichert und in Produktionsprozesse eingebunden werden. Sicherheitsregeln sind hier besonders wichtig, weil große Roboter hohe Kräfte entwickeln können.


Bildungsziele


Informatik verstehen

Roboter machen zentrale Konzepte der Informatik sichtbar. Du lernst, wie ein Programm aus Befehlen, Bedingungen, Schleifen, Variablen und Funktionen besteht. Wenn ein Roboter eine Linie verfolgen soll, brauchst Du Sensorwerte, Entscheidungen und wiederholte Aktionen. Wenn er ein Labyrinth lösen soll, musst Du ein Problem in kleine Schritte zerlegen.

Dabei entwickelst Du Computational Thinking. Das bedeutet: Du analysierst ein Problem, erkennst Muster, entwickelst einen Algorithmus, testest ihn und verbesserst ihn. Diese Denkweise hilft nicht nur beim Programmieren, sondern auch beim Planen, Argumentieren und systematischen Lösen komplexer Aufgaben.


Technik begreifen

Robotik verbindet Software mit der materiellen Welt. Ein Programm funktioniert nur dann gut, wenn die Technik dazu passt. Ein Rad kann rutschen, ein Sensor kann falsch messen, eine Batterie kann schwach sein oder ein Greifer kann zu wenig Kraft haben. Dadurch lernst Du, dass technische Systeme immer aus mehreren Ebenen bestehen: Konstruktion, Energie, Steuerung, Programmierung, Umgebung und menschliche Nutzung.


Kreativität und Problemlösen fördern

Gute Robotik-Aufgaben haben nicht nur eine einzige Lösung. Ein Roboter kann auf verschiedene Arten gebaut, programmiert und getestet werden. Dadurch entstehen kreative Lösungswege. Besonders lernwirksam ist es, wenn Du Fehler nicht als Scheitern verstehst, sondern als Hinweis für die nächste Verbesserung. In der Robotik heißt das: planen, bauen, testen, auswerten, verbessern und erneut testen.


Zusammenarbeit lernen

Robotik eignet sich sehr gut für Kooperatives Lernen. In einem Team können Rollen verteilt werden: Eine Person dokumentiert, eine baut, eine programmiert, eine testet, eine achtet auf Zeit und Material. Entscheidend ist, dass alle die Grundidee verstehen und gemeinsam Entscheidungen treffen. Erfolgreiche Robotik-Projekte brauchen Kommunikation, Geduld und die Fähigkeit, Kritik sachlich zu nutzen.


Medienbildung und Ethik entwickeln

Roboter sind Teil einer digitalisierten Gesellschaft. Deshalb reicht technisches Können nicht aus. Du solltest auch beurteilen können, welche Folgen Robotik für Menschen, Arbeit, Umwelt und Demokratie haben kann. Wichtige Fragen sind: Wer entscheidet, was ein Roboter tun darf? Welche Daten sammelt er? Wer haftet bei Fehlern? Werden Menschen unterstützt oder ersetzt? Werden Lernende überwacht? Können bestimmte Gruppen benachteiligt werden?


Roboter im Unterricht einsetzen


Einstieg: Vom Alltagsproblem zur Roboteraufgabe

Ein guter Unterrichtseinstieg beginnt oft mit einem konkreten Problem. Der Roboter soll eine Linie verfolgen, Müllsortierung simulieren, eine Pflanze automatisch gießen, ein Hindernis umgehen oder eine Nachricht transportieren. Aus dem Problem entsteht eine technische Aufgabe. Danach überlegst Du: Welche Sensoren brauche ich? Welche Aktionen muss der Roboter ausführen? Welche Bedingungen müssen im Programm stehen? Wie kann ich testen, ob die Lösung funktioniert?


Beispielprojekt: Linienfolger

Ein Linienfolger ist ein Klassiker der Robotik. Der Roboter soll einer dunklen Linie auf hellem Untergrund folgen. Dafür nutzt er meist einen Helligkeits- oder Farbsensor. Wenn der Sensor die Linie erkennt, korrigiert das Programm die Fahrtrichtung. Wenn der Sensor die Linie verliert, sucht der Roboter sie wieder. Ein einfaches Programm kann schnell entstehen, aber ein stabiler Linienfolger ist anspruchsvoll, weil Kurven, Geschwindigkeit, Lichtverhältnisse und Sensorposition eine Rolle spielen.

Dieses Projekt zeigt Dir, dass ein scheinbar einfaches Verhalten aus vielen kleinen Entscheidungen besteht. Du lernst, Sensorwerte zu messen, Schwellenwerte festzulegen, Bedingungen zu formulieren und die Bewegung zu optimieren.


Beispielprojekt: Roboter als Helfer im Schulhaus

Ein Roboter kann im Unterricht als Modell für ein Hilfssystem dienen. Er soll zum Beispiel einen Gegenstand von einer Station zur anderen bringen oder den Weg zu einem Raum anzeigen. Dabei können Lernende Karten erstellen, Wege planen, Hindernisse berücksichtigen und testen, wie zuverlässig der Roboter arbeitet. So wird deutlich, dass Navigation nicht nur aus Fahren besteht, sondern aus Wahrnehmung, Planung, Orientierung und Anpassung.


Beispielprojekt: Müllsortierung und Nachhaltigkeit

Ein Robotik-Projekt kann mit Bildung für nachhaltige Entwicklung verbunden werden. Ein Roboter soll verschiedene Objekte nach Farbe, Symbol oder Material sortieren. Dabei diskutierst Du, wie Sortiermaschinen in Recyclinganlagen funktionieren, welche Grenzen automatische Erkennung hat und warum Abfallvermeidung wichtiger ist als perfekte Sortierung. So verbindet Robotik Techniklernen mit Umweltbildung.


Beispielprojekt: Sprachlernroboter

Ein sozialer Roboter oder ein einfacher Chatbot kann im Sprachunterricht genutzt werden, um Dialoge zu üben. Lernende planen Gesprächssituationen, schreiben Sätze, testen Aussprache oder untersuchen, wie natürlich eine Maschine antwortet. Wichtig ist dabei, dass der Roboter nicht als echter Gesprächspartner missverstanden wird. Er ist ein Übungsmedium, dessen Grenzen gemeinsam reflektiert werden.


Programmieren mit Robotern


Blockprogrammierung

Bei der Blockprogrammierung verwendest Du grafische Bausteine. Diese Methode eignet sich besonders für den Einstieg, weil Syntaxfehler vermieden werden. Du kannst Schleifen, Bedingungen und Befehle sichtbar anordnen. Dadurch erkennst Du schnell, wie ein Algorithmus aufgebaut ist.


Textprogrammierung

Bei der Textprogrammierung schreibst Du Befehle in einer Programmiersprache. Das ist genauer, flexibler und näher an professioneller Softwareentwicklung. Gleichzeitig musst Du sorgfältiger mit Syntax, Variablen, Einrückungen und Fehlermeldungen umgehen. Für ältere Lernende oder Fortgeschrittene ist der Übergang von Blöcken zu Text ein wichtiger Schritt.


Algorithmisches Denken

Ein Algorithmus ist eine eindeutige Schrittfolge zur Lösung eines Problems. In der Robotik werden Algorithmen besonders anschaulich, weil der Roboter sie ausführt. Ein Algorithmus kann zum Beispiel lauten: Fahre vorwärts, bis ein Hindernis erkannt wird. Stoppe. Drehe nach rechts. Prüfe erneut den Abstand. Fahre weiter. Schon diese einfache Aufgabe enthält Sensorabfrage, Bedingung, Aktion und Wiederholung.


Debugging

Debugging bedeutet, Fehler zu finden und zu beheben. In Robotik-Projekten kann ein Fehler im Code, in der Konstruktion, in der Verkabelung, in der Stromversorgung, im Sensorwert oder in der Aufgabenstellung liegen. Deshalb ist es sinnvoll, systematisch zu testen: Funktioniert der Motor? Liefert der Sensor plausible Werte? Ist die Batterie geladen? Ist die Bedingung richtig formuliert? Wurde der Roboter auf dem richtigen Untergrund getestet?


Didaktische Chancen

Roboter können Lernen besonders motivierend machen, weil sie unmittelbar reagieren. Sie fördern handlungsorientiertes Lernen, kreative Lösungen und die Verbindung verschiedener Fächer. Besonders stark ist Robotik, wenn Lernende eigene Ideen entwickeln und nicht nur fertige Anleitungen nachbauen. Ein Roboterprojekt kann zu einer Präsentation, einem Video, einem Forschungsbericht, einer Ausstellung oder einem Wettbewerb führen.

Robotik kann außerdem helfen, stereotype Vorstellungen von Technik abzubauen. Wenn alle Lernenden unterschiedliche Rollen übernehmen, erleben sie, dass Programmieren, Bauen, Gestalten, Kommunizieren und Dokumentieren zusammengehören. Dadurch wird Technik nicht als Sache weniger Spezialisten verstanden, sondern als gemeinsamer Gestaltungsbereich.


Grenzen und Risiken

Roboter sind keine Wunderlösung. Sie können Unterricht bereichern, aber auch ablenken. Wenn die Technik zu kompliziert ist, steht das Gerät im Mittelpunkt und nicht das Lernen. Wenn Aufgaben nur aus Nachmachen bestehen, bleibt das Verständnis oberflächlich. Wenn Roboter personenbezogene Daten sammeln, entstehen Datenschutzrisiken. Wenn Schulen teure Systeme anschaffen, ohne Fortbildung und Wartung zu planen, können Geräte ungenutzt bleiben.

Ein weiteres Risiko ist die Vermenschlichung. Lernende können einem sozialen Roboter Gefühle oder Verständnis zuschreiben, obwohl er nur programmiert reagiert. Deshalb sollte immer transparent sein, was der Roboter tatsächlich kann und was nur simuliert wird.


Datenschutz, Sicherheit und Verantwortung


Datenschutz

Viele Roboter besitzen Kameras, Mikrofone oder Verbindungen zum Internet. Deshalb müssen Schulen klären, welche Daten verarbeitet werden. Bei Bildern, Stimmen, Namen, Lernständen oder Bewegungsdaten handelt es sich um sensible Informationen. Es braucht klare Regeln: Welche Daten werden gespeichert? Wer hat Zugriff? Werden Cloud-Dienste genutzt? Gibt es Einverständniserklärungen? Können Lernende auch ohne Datenspuren teilnehmen?


Sicherheit

Kleine Lernroboter sind meist ungefährlich, trotzdem müssen Regeln gelten: Kabel dürfen nicht zu Stolperfallen werden, Akkus müssen sachgerecht geladen werden, bewegliche Teile dürfen nicht an Haare oder Finger geraten und schwere Konstruktionen müssen stabil sein. Bei größeren Robotern, besonders in Werkstätten und Ausbildungsbetrieben, sind Schutzräume, Not-Aus-Schalter, Einweisungen und Aufsicht unverzichtbar.


Verantwortung

Ein Roboter handelt nicht moralisch verantwortlich. Verantwortung tragen Menschen: Entwicklerinnen und Entwickler, Hersteller, Schulen, Lehrkräfte, Lernende und Entscheidungsträger. Im Unterricht solltest Du deshalb immer fragen: Wer hat das System gebaut? Wer hat die Regeln programmiert? Wer profitiert? Wer trägt Risiken? Wie kann das System fair, sicher und nachvollziehbar gestaltet werden?


Inklusion und Teilhabe

Robotik kann Inklusion fördern, wenn sie barrierearm gestaltet wird. Unterschiedliche Zugänge sind möglich: bauen, programmieren, zeichnen, erklären, testen, dokumentieren, präsentieren oder ethisch diskutieren. Lernende mit verschiedenen Stärken können produktiv beitragen. Telepräsenzroboter können soziale Teilhabe unterstützen, wenn Schülerinnen und Schüler über längere Zeit nicht im Klassenraum sein können.

Gleichzeitig kann Robotik Teilhabe erschweren, wenn Geräte teuer sind, Bedienoberflächen nicht barrierefrei sind oder Vorkenntnisse ungleich verteilt sind. Deshalb sind niedrigschwellige Aufgaben, klare Rollen, kooperative Methoden und reflektierte Materialauswahl wichtig.


Lehrkraft und Roboter

Ein Roboter ersetzt keine Lehrkraft. Die Lehrkraft plant Lernziele, wählt Aufgaben, erklärt Zusammenhänge, stellt Fragen, begleitet Gruppenprozesse, achtet auf Sicherheit und hilft bei der Reflexion. Der Roboter ist ein Lerngegenstand, ein Werkzeug und manchmal ein Anlass zur Diskussion. Entscheidend ist nicht, dass ein Roboter im Raum steht, sondern welche Denkprozesse er auslöst.


Unterrichtsplanung mit Robotern

Eine gute Robotik-Stunde braucht klare Ziele. Vor dem Einsatz sollten folgende Fragen beantwortet werden: Was sollen Lernende verstehen? Welche Kompetenzen werden gefördert? Wie viel Zeit steht zur Verfügung? Welche Materialien sind vorhanden? Wie werden Gruppen gebildet? Wie wird dokumentiert? Welche Hilfen gibt es bei Fehlern? Wie wird bewertet?

Für die Bewertung eignen sich nicht nur fertige Roboterfahrten. Sinnvoll sind auch Projekttagebücher, Code-Kommentare, Skizzen, Testprotokolle, Fehleranalysen, Präsentationen und Reflexionen. So wird sichtbar, wie Lernende denken, planen und verbessern.

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Praxisbeispiel für eine Unterrichtseinheit


Thema: Der Roboter als Schulweg-Helfer

In dieser Unterrichtseinheit entwickelst Du mit Deiner Gruppe einen kleinen Roboter, der ein Modell eines Schulwegs abfährt. Auf dem Spielfeld gibt es Start, Ziel, Hindernisse, eine Baustelle und eine Kreuzung. Der Roboter soll sicher zum Ziel fahren und auf Veränderungen reagieren.


Phase 1: Problem verstehen

Zuerst beschreibt Ihr die Aufgabe: Welche Strecke soll der Roboter fahren? Welche Hindernisse gibt es? Was bedeutet sicher? Welche Sensoren helfen? Ihr zeichnet einen Plan und legt Kriterien fest. Ein gutes Kriterium ist messbar, zum Beispiel: Der Roboter erreicht dreimal hintereinander das Ziel, ohne ein Hindernis zu berühren.


Phase 2: Lösung entwerfen

Danach entwerft Ihr eine Strategie. Ihr könnt mit Linien arbeiten, Hindernisse über Abstand erkennen oder Wegpunkte festlegen. Ihr schreibt einen Pseudocode, also eine Programmbeschreibung in Alltagssprache. Erst danach wird programmiert.


Phase 3: Testen und verbessern

Beim Testen notiert Ihr Beobachtungen. Fährt der Roboter zu schnell? Erkennt er die Kreuzung? Reagiert er zu spät? Ihr verändert immer nur eine Sache auf einmal, damit Ihr die Wirkung erkennen könnt. So arbeitet Ihr wissenschaftlich und technisch zugleich.


Phase 4: Präsentieren und reflektieren

Am Ende präsentiert Ihr Euren Roboter. Wichtig ist nicht nur, ob er funktioniert. Ihr erklärt auch, welche Probleme auftraten, wie Ihr sie gelöst habt und welche Grenzen Eure Lösung hat. Zusätzlich diskutiert Ihr, wo Roboter in echten Verkehrssituationen helfen könnten und warum Sicherheit dort viel schwieriger ist als im Modell.


Fachbegriffe

  1. Roboter: Ein programmierbares technisches System, das Informationen verarbeiten und Handlungen ausführen kann.
  2. Robotik: Das Fachgebiet, das sich mit Konstruktion, Steuerung, Programmierung und Nutzung von Robotern beschäftigt.
  3. Sensor: Ein Bauteil, das Informationen aus der Umgebung misst.
  4. Aktor: Ein Bauteil, das eine Handlung ausführt, zum Beispiel ein Motor oder ein Lautsprecher.
  5. Algorithmus: Eine eindeutige Schrittfolge zur Lösung eines Problems.
  6. Programmierung: Das Erstellen von Befehlen, die ein Computer oder Roboter ausführen kann.
  7. Automatisierung: Die selbstständige Ausführung von Abläufen durch technische Systeme.
  8. Künstliche Intelligenz: Verfahren, mit denen technische Systeme Aufgaben bearbeiten, die Mustererkennung, Sprache, Planung oder Lernen aus Daten betreffen können.
  9. Debugging: Das systematische Finden und Beheben von Fehlern in Technik oder Programm.
  10. Telepräsenz: Die Teilnahme an einem Ort über digitale Technik aus der Ferne.


Zusammenfassung

Roboter in der Schule helfen Dir, digitale und technische Systeme praktisch zu verstehen. Du lernst, wie Sensoren Daten aufnehmen, Programme Entscheidungen treffen und Aktoren Handlungen ausführen. Robotik fördert Informatikkompetenz, technisches Verständnis, Kreativität, Zusammenarbeit und kritisches Denken. Gleichzeitig musst Du Datenschutz, Sicherheit, Kosten, Barrierefreiheit und ethische Fragen beachten. Ein Roboter ist kein Ersatz für Menschen, sondern ein Werkzeug, mit dem Du die digitale Welt aktiv, kritisch und verantwortungsvoll gestalten lernen kannst.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt das Grundprinzip vieler Roboter am besten? (Wahrnehmen, Verarbeiten, Handeln) (!Speichern, Drucken, Löschen) (!Lesen, Schreiben, Rechnen) (!Kopieren, Sortieren, Archivieren)




Welche Aufgabe hat ein Sensor in einem Roboter? (Er nimmt Informationen aus der Umgebung auf) (!Er ersetzt die Energiequelle) (!Er löscht das Programm) (!Er ist immer ein Greifarm)




Was ist ein Aktor? (Ein Bauteil, das eine Handlung ausführt) (!Ein Bauteil, das nur Daten speichert) (!Ein anderes Wort für Algorithmus) (!Eine Person, die Roboter bewertet)




Warum ist Debugging bei Robotik-Projekten wichtig? (Fehler werden systematisch gefunden und verbessert) (!Roboter werden dadurch immer teurer) (!Programme werden dadurch automatisch gelöscht) (!Sensoren funktionieren danach ohne Strom)




Welche Aussage zu Robotern und Künstlicher Intelligenz ist richtig? (Nicht jeder Roboter nutzt Künstliche Intelligenz) (!Jeder Roboter hat Gefühle) (!Jeder Roboter lernt selbstständig) (!Künstliche Intelligenz ersetzt immer Programmierung)




Was fördert Robotik im Unterricht besonders gut? (Problemlösen durch Planen, Testen und Verbessern) (!Reines Abschreiben ohne Verständnis) (!Lernen ohne Zusammenarbeit) (!Verzicht auf Experimente)




Welche Frage gehört zum Datenschutz bei Robotern in der Schule? (Welche Daten werden gespeichert und wer hat Zugriff) (!Welche Farbe hat das Gehäuse) (!Wie schwer ist der Karton) (!Wie viele Räder sehen gut aus)




Warum ersetzen Roboter keine Lehrkraft? (Lehrkräfte planen, begleiten, erklären und reflektieren Lernprozesse) (!Roboter dürfen niemals programmiert werden) (!Lehrkräfte brauchen keine Technik) (!Roboter können keine Motoren bewegen)




Was ist ein Telepräsenzroboter? (Ein Roboter, der Teilnahme aus der Ferne unterstützen kann) (!Ein Roboter, der nur Müll sortiert) (!Ein Roboter ohne Kamera und Ton) (!Ein Roboter, der ausschließlich in Fabriken arbeitet)




Welche Aussage beschreibt eine gute Robotik-Aufgabe? (Sie verbindet ein klares Problem mit Testen und Reflexion) (!Sie hat immer nur eine einzige erlaubte Lösung) (!Sie vermeidet jede Zusammenarbeit) (!Sie bewertet nur das Aussehen des Roboters)





Memory

Sensor misst Umgebung
Aktor führt Bewegung aus
Algorithmus Schrittfolge
Debugging Fehlerbehebung
Telepräsenz Teilnahme aus der Ferne
Datenschutz Schutz personenbezogener Informationen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Sensoren Wahrnehmung
Software Verarbeitung
Motoren Handlung
Testprotokoll Auswertung
Verbesserung Iteration
Einverständnis Datenschutz






Kreuzworträtsel

Sensor Welches Bauteil misst Informationen aus der Umgebung?
Aktor Welches Bauteil führt Bewegungen oder Signale aus?
Robotik Wie heißt das Fachgebiet rund um Roboter?
Debugging Wie nennt man das systematische Finden und Beheben von Fehlern?
Algorithmus Wie heißt eine eindeutige Schrittfolge zur Lösung eines Problems?
Datenschutz Welcher Begriff bezeichnet den Schutz personenbezogener Informationen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Roboter nimmt Informationen häufig mit

auf. Ein Programm verarbeitet diese Informationen nach Regeln, die als

beschrieben werden können. Wenn ein Roboter eine Bewegung ausführt, nutzt er dafür einen

. In der Schule ist Robotik wertvoll, weil sie Programmierung mit

verbindet. Beim Testen eines Roboters hilft

, Fehler systematisch zu finden. Bei Robotern mit Kamera oder Mikrofon ist

besonders wichtig. Ein Telepräsenzroboter kann Lernenden bei längerer Krankheit soziale

ermöglichen. Roboter ersetzen keine Lehrkraft, sondern dienen als

für Lernprozesse.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Roboter-Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu einem Lernroboter. Beschreibe Aussehen, Sensoren, Aktoren, typische Aufgaben und mögliche Einsatzorte in der Schule.
  2. Alltagsroboter: Suche drei Beispiele für Roboter oder automatische Systeme im Alltag und erkläre, woran Du erkennst, ob es sich wirklich um Roboter handelt.
  3. Sensoren entdecken: Untersuche ein Smartphone oder ein anderes digitales Gerät und finde heraus, welche Sensoren darin genutzt werden könnten.
  4. Roboter-Regeln: Formuliere fünf Klassenregeln für den sicheren und fairen Umgang mit Lernrobotern.


Standard

  1. Linienfolger planen: Entwerfe auf Papier einen Linienfolger. Zeichne Sensorposition, Fahrtrichtung, mögliche Kurven und beschreibe den Algorithmus in Pseudocode.
  2. Fehlerprotokoll: Teste ein einfaches Roboterprogramm oder eine Simulation. Dokumentiere mindestens drei Fehler, ihre mögliche Ursache und Deine Verbesserung.
  3. Robotik und Datenschutz: Erstelle ein Plakat, das erklärt, welche Datenschutzfragen bei Robotern mit Kamera oder Mikrofon in der Schule geklärt werden müssen.
  4. Gruppenrollen: Entwickle ein Rollenmodell für ein Robotik-Team mit mindestens vier Rollen und begründe, warum jede Rolle wichtig ist.


Schwer

  1. Robotik-Projekt: Entwickle ein eigenes Robotik-Projekt für ein Schulproblem, zum Beispiel Orientierung im Schulhaus, Energiesparen oder Müllsortierung. Beschreibe Ziel, Material, Algorithmus, Testverfahren und Bewertungskriterien.
  2. Ethik-Debatte: Führe eine strukturierte Debatte zur Frage, ob soziale Roboter im Unterricht eingesetzt werden sollten. Bereite Argumente für Chancen, Risiken und Regeln vor.
  3. Inklusion durch Robotik: Untersuche, wie Robotik Lernende mit unterschiedlichen Voraussetzungen einbeziehen kann. Entwickle konkrete Anpassungen für Bedienung, Sprache, Rollen und Bewertung.
  4. Zukunftsszenario: Schreibe ein realistisches Zukunftsszenario für eine Schule im Jahr 2035. Zeige darin, wie Roboter sinnvoll eingesetzt werden und welche Grenzen bewusst gesetzt werden.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Robotik: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie ein Roboter nach dem Prinzip Wahrnehmen, Verarbeiten und Handeln funktioniert. Übertrage das Prinzip auf ein anderes technisches System.
  2. Bewertung eines Robotereinsatzes: Eine Schule möchte einen Roboter mit Kamera für Gruppenarbeiten anschaffen. Beurteile Chancen und Risiken aus pädagogischer, technischer und datenschutzbezogener Sicht.
  3. Fehleranalyse: Ein Linienfolger verliert in Kurven immer wieder die Spur. Entwickle mindestens drei mögliche Ursachen und beschreibe passende Tests.
  4. Projektentscheidung: Zwei Gruppen haben unterschiedliche Lösungen für dieselbe Roboteraufgabe entwickelt. Vergleiche die Lösungen anhand von Zuverlässigkeit, Verständlichkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit.
  5. Ethische Entscheidung: Ein sozialer Roboter soll Lernende motivieren und persönliche Rückmeldungen geben. Diskutiere, welche Informationen er nutzen darf und welche Grenzen eingehalten werden müssen.
  6. Inklusionsperspektive: Plane eine Robotik-Aufgabe so um, dass Lernende mit unterschiedlichen sprachlichen, motorischen oder technischen Vorerfahrungen sinnvoll mitarbeiten können.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du ein Robotik-Portfolio. Darin sammelst Du Deine Skizzen, Programme, Testprotokolle, Fehleranalysen, Fotos, Reflexionen und Ergebnisse aus Gruppenarbeiten. Dein Portfolio sollte zeigen, dass Du nicht nur ein fertiges Produkt vorweisen kannst, sondern den gesamten Lernprozess verstanden hast.

  1. Dokumentation: Beschreibe Dein Projektziel, die verwendeten Materialien, Sensoren, Aktoren und die wichtigsten Programmschritte.
  2. Testprotokoll: Halte fest, wie Du überprüft hast, ob Dein Roboter zuverlässig funktioniert.
  3. Reflexion: Erkläre, was gut gelungen ist, welche Schwierigkeiten aufgetreten sind und was Du beim nächsten Mal verändern würdest.
  4. Ethikbezug: Beurteile, welche Datenschutz-, Sicherheits- oder Verantwortungsfragen bei Deinem Projekt wichtig sind.
  5. Präsentation: Stelle Dein Ergebnis so vor, dass auch Personen ohne Robotik-Vorkenntnisse Deine Lösung verstehen können.




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  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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