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Roboter im Deutschunterricht - aiMOOC 1

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Roboter im Deutschunterricht - aiMOOC 1



Einleitung

Roboter im Deutschunterricht verbindet Sprachbildung, Literaturunterricht, Medienbildung, Computational Thinking und kreatives Schreiben. In diesem aiMOOC lernst Du, wie Lernroboter, soziale Roboter und KI-Systeme sinnvoll eingesetzt werden können, um Erzählkompetenz, Lesekompetenz, Schreibkompetenz, Argumentationskompetenz und Medienkritik zu fördern. Roboter sind dabei nicht das Ziel des Deutschunterrichts, sondern ein motivierendes Werkzeug: Sie geben Anlass zum Erzählen, Beschreiben, Planen, Begründen, Überarbeiten und Reflektieren.

Datei:Ozobot.jpeg

Ein Roboter kann im Deutschunterricht sehr unterschiedliche Rollen übernehmen. Er kann eine Figur in einer Erzählung sein, eine Station in einem Lernspiel, ein Impulsgeber für kreatives Schreiben, ein Gesprächsanlass für Diskussion und Debatte, ein Medium zur Förderung von Mehrsprachigkeit oder ein Gegenstand kritischer Medienanalyse. Besonders fruchtbar wird der Einsatz, wenn sprachliches Lernen und digitales Lernen miteinander verbunden werden: Die Lernenden planen eine Handlung, formulieren klare Anweisungen, überprüfen Ergebnisse, erklären Fehler und überarbeiten ihre Texte.


Überblick: Was bedeutet Roboter im Deutschunterricht?


Begriffsklärung

Ein Roboter ist eine technische Maschine, die Aufgaben mithilfe von Sensoren, Aktoren, Steuerung und Programmierung ausführen kann. Im schulischen Kontext spricht man häufig von Lernrobotern oder Bildungsrobotik. Lernroboter sind meist so gestaltet, dass Schülerinnen und Schüler durch Ausprobieren, Planen und gemeinsames Problemlösen grundlegende Vorstellungen von Algorithmen, Codierung, Fehleranalyse und Modellbildung entwickeln können.

Im Deutschunterricht steht jedoch nicht die Technik allein im Mittelpunkt. Entscheidend ist, wie der Roboter sprachliches Handeln auslöst. Du beschreibst Bewegungen, erzählst Geschichten, erklärst Programmabläufe, formulierst Dialoge, untersuchst literarische Figuren oder diskutierst ethische Fragen. Dadurch entstehen authentische Schreib- und Sprechanlässe.


Warum passt Robotik zum Deutschunterricht?

Robotik passt zum Deutschunterricht, weil viele Kompetenzen des Faches Deutsch durch die Arbeit mit Robotern sichtbar und handlungsorientiert werden. Wenn ein Roboter eine Route durch eine Märchenlandschaft fährt, müssen Lernende Figuren, Orte, Konflikte und Handlungsschritte sprachlich ordnen. Wenn ein Roboter Anweisungen nicht korrekt ausführt, müssen Lernende präziser formulieren. Wenn ein humanoider Roboter als Gesprächspartner erscheint, können Lernende über Kommunikation, Künstliche Intelligenz, Empathie, Datenschutz und Menschenbild diskutieren.

Datei:Robots aula.jpg

Der Roboter macht abstrakte sprachliche Strukturen erfahrbar. Eine Vorgangsbeschreibung wird zu einer realen Handlungsanleitung. Ein Erzählplan wird zu einer Route. Eine Figurenkonstellation wird zu einem Spielfeld. Eine Argumentation wird zur begründeten Entscheidung: Soll ein Roboter im Klassenzimmer eingesetzt werden? Welche Chancen und Risiken entstehen?


Zentrale Lernziele

  1. Erzählkompetenz: Du entwickelst Figuren, Schauplätze, Konflikte und Handlungsverläufe mithilfe robotergestützter Impulse.
  2. Schreibkompetenz: Du verfasst Vorgangsbeschreibungen, Berichte, Dialoge, Erzählungen, Kommentare und Argumentationen.
  3. Lesekompetenz: Du erschließt Texte, indem Du Handlungen, Motive und Räume auf ein Roboter-Spielfeld überträgst.
  4. Sprechkompetenz: Du erklärst Programme, präsentierst Ergebnisse und führst strukturierte Diskussionen.
  5. Medienkompetenz: Du reflektierst technische Systeme, Künstliche Intelligenz, Datenschutz, Automatisierung und Verantwortung.
  6. Kooperation: Du arbeitest in Rollen wie Planung, Programmierung, Textgestaltung, Beobachtung und Präsentation.
  7. Fehlerkultur: Du nutzt Fehler als Lernanlass, indem Du Programmläufe beobachtest, beschreibst und überarbeitest.


Didaktische Grundidee


Vom Handeln zur Sprache

Der besondere Wert von Robotern im Deutschunterricht liegt im Prinzip vom Handeln zur Sprache. Lernende handeln zunächst konkret: Sie legen Karten, bauen Wege, geben Befehle, testen Bewegungen und beobachten Reaktionen. Danach versprachlichen sie ihre Beobachtungen: Sie beschreiben, was passiert ist, erklären Ursachen, erzählen aus der Perspektive einer Figur oder diskutieren Alternativen. Dadurch wird Sprache nicht isoliert geübt, sondern in einer sinnvollen Situation verwendet.

Ein Beispiel: Ein Ozobot fährt über ein Spielfeld mit Bildern aus einem Märchen. Jedes Bild steht für eine Erzählsituation: Wald, Schloss, Prüfung, Helferfigur, Gefahr, Lösung. Die Lernenden programmieren eine Reihenfolge und erzählen anschließend das Märchen entlang der gefahrenen Route. So verbinden sie Erzählstruktur, Chronologie, Kohärenz, Wortschatzarbeit und mündliches Erzählen.


Sprachliche Präzision durch Programmieren

Beim Programmieren eines Roboters zeigt sich sofort, ob Anweisungen eindeutig sind. Der Roboter interpretiert nicht höflich, sondern führt aus, was programmiert wurde. Das unterstützt eine wichtige Einsicht für den Deutschunterricht: Gute Texte brauchen klare Bezüge, genaue Verben, sinnvolle Reihenfolgen und nachvollziehbare Zusammenhänge.

Eine ungenaue Anweisung wie „Fahr dahin und mach dann weiter“ reicht nicht aus. Besser ist: „Fahre vom Startpunkt geradeaus bis zur Kreuzung. Biege nach links ab. Halte vor der Bildkarte mit dem Schloss. Erzähle dort, welche Figur das Schloss betritt.“ Damit trainierst Du Kohärenz, Textplanung, Syntax, Wortschatz und Adressatenorientierung.


Roboter als literarische Figuren

Roboter können auch Gegenstand literarischen Lernens sein. In Science-Fiction, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Film und Comic erscheinen Roboter häufig als Helfer, Fremde, Maschinenmenschen, künstliche Freunde oder Bedrohungen. Diese Figuren werfen Fragen auf: Was unterscheidet Menschen von Maschinen? Kann ein Roboter Gefühle haben? Wer trägt Verantwortung für automatisierte Entscheidungen? Wie verändert Technik unser Zusammenleben?

Datei:Nao humanoid robot.jpg

Solche Fragen fördern literarisches Lernen, Perspektivübernahme und ethische Urteilsbildung. Lernende können Roboterfiguren charakterisieren, innere Monologe verfassen, Dialoge schreiben oder einen literarischen Text in eine robotergestützte Szene übertragen.


Einsatzmöglichkeiten im Unterricht


Märchen und Erzählkompetenz

Roboter eignen sich besonders gut für Märchen und andere erzählende Texte. Märchen haben oft klare Stationen: Ausgangssituation, Mangel, Auftrag, Weg, Prüfung, Hilfe, Konflikt, Lösung und Belohnung. Diese Struktur kann auf einem Spielfeld dargestellt werden. Der Roboter fährt von Station zu Station, und die Lernenden erzählen die Handlung in sinnvoller Reihenfolge.

  1. Märchenstruktur: Der Roboter fährt zu Bildkarten, die typische Märchenelemente zeigen.
  2. Erzählplan: Die Route wird als roter Faden der Geschichte genutzt.
  3. Wortschatz: An jeder Station werden passende Adjektive, Verben und Formulierungen gesammelt.
  4. Mündliches Erzählen: Die Geschichte wird frei erzählt und anschließend schriftlich ausgearbeitet.
  5. Überarbeitung: Wenn die Route unlogisch ist, wird auch die Handlung überarbeitet.


Vorgangsbeschreibung und Anleitung

Eine Vorgangsbeschreibung verlangt Genauigkeit. Lernende müssen Material, Reihenfolge, Handlungsschritte und Bedingungen verständlich darstellen. Der Roboter macht diese Anforderungen sichtbar. Eine Anleitung für eine Roboterroute kann als Textsorte eingeübt werden: zuerst der Zweck, dann die Vorbereitung, danach die einzelnen Schritte, schließlich die Kontrolle.

Beispielauftrag: „Schreibe eine Anleitung, mit der eine andere Gruppe den Roboter vom Start zur Schatzkarte bringen kann, ohne Dein Spielfeld vorher gesehen zu haben.“ Danach tauschen Gruppen die Anleitungen. Gelingt die Fahrt, ist der Text verständlich. Misslingt sie, wird der Text überarbeitet. So entsteht eine direkte Verbindung zwischen Textverständlichkeit und Handlungserfolg.


Grammatik handelnd verstehen

Auch Grammatik kann mit Robotern anschaulich werden. Ein Roboter kann Satzglieder anfahren, Wörter sortieren oder Satzbaupläne sichtbar machen. Lernende legen Karten mit Subjekt, Prädikat, Objekt, adverbialen Bestimmungen und Konjunktionen auf ein Feld. Der Roboter fährt die Satzstruktur ab, und die Klasse prüft, ob ein sinnvoller Satz entsteht.

Beispiel: Der Roboter fährt nacheinander zu „Der kleine Roboter“, „sucht“, „im dunklen Keller“, „einen verschwundenen Schlüssel“. Danach formulieren Lernende den Satz, verändern die Reihenfolge und untersuchen die Wirkung. So wird Syntax beweglich erfahrbar.


Argumentieren und Debattieren

Roboter im Klassenzimmer sind ein idealer Anlass für Argumentation. Lernende können Pro- und Contra-Argumente sammeln, Positionen entwickeln und eine Debatte führen. Dabei geht es nicht nur um Technikbegeisterung, sondern um begründete Urteile.

Mögliche Streitfragen:

  1. Debatte: Soll ein Roboter Lehrkräfte im Unterricht unterstützen?
  2. Datenschutz: Dürfen Roboter Gespräche im Klassenzimmer verarbeiten?
  3. Chancengerechtigkeit: Haben alle Schulen gleiche Möglichkeiten, Robotik einzusetzen?
  4. Verantwortung: Wer haftet, wenn ein automatisiertes System Fehler macht?
  5. Sprache: Kann ein Roboter ein guter Gesprächspartner sein?


Kreatives Schreiben

Roboter erzeugen ungewöhnliche Schreibanlässe. Lernende können aus der Perspektive eines Roboters schreiben, Tagebucheinträge verfassen, Fehlermeldungen literarisch gestalten oder Zukunftsszenarien entwickeln. Ein besonders motivierender Auftrag lautet: „Der Roboter versteht zum ersten Mal ein Gedicht. Schreibe seinen inneren Monolog.“

Beim kreativen Schreiben mit Robotern lassen sich Erzählperspektive, Spannungsaufbau, Figurenrede, Dialoggestaltung, Metapher, Personifikation und Ironie üben. Der Roboter wird damit zum literarischen Experiment: Eine Maschine bekommt eine Stimme, aber diese Stimme wird von Menschen gestaltet.


Lyrik und Bewegung

Auch Lyrik kann robotergestützt erschlossen werden. Lernende übertragen Rhythmus, Wiederholung, Pausen und Bildlichkeit in Bewegung. Ein Roboter kann kurze Bewegungssequenzen zu Versen ausführen. Dabei müssen Lernende deuten: Welche Bewegung passt zu einem langsamen, traurigen Vers? Welche Route macht eine Steigerung sichtbar? Welche Pause entspricht einem Zeilenbruch?

So wird Lyrik körperlich, räumlich und sprachlich erfahrbar. Die technische Umsetzung darf einfach bleiben. Wichtig ist die Begründung: Jede Bewegung muss mit Textstellen und Deutungsideen verbunden werden.


Medienkritik und Künstliche Intelligenz

Roboter werden häufig mit Künstlicher Intelligenz verbunden. Im Deutschunterricht sollte deshalb nicht nur programmiert, sondern auch kritisch reflektiert werden. Lernende untersuchen Werbetexte, Nachrichten, Sachtexte oder fiktionale Darstellungen über Roboter. Sie prüfen Sprache, Absicht, Zielgruppe und Wirkung.

Wichtige Fragen:

  1. Medienkritik: Wird der Roboter sachlich beschrieben oder übertrieben beworben?
  2. Framing: Welche Wörter erzeugen Angst, Hoffnung oder Vertrauen?
  3. Quellenkritik: Wer veröffentlicht die Information und mit welchem Interesse?
  4. Ethik: Welche Entscheidungen sollten Maschinen nicht allein treffen?
  5. Sprache und Macht: Wie beeinflussen technische Begriffe unsere Vorstellung von Zukunft?


Unterrichtsbeispiele


Beispiel 1: Märchenroute mit Ozobot

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Ziel: Du erzählst ein Märchen mithilfe einer programmierten Route.

Ablauf: Die Klasse sammelt typische Märchenelemente. Gruppen wählen Bildkarten aus und ordnen sie auf einem Spielfeld an. Der Roboter wird so programmiert, dass er die Karten in einer sinnvollen Reihenfolge anfährt. An jeder Station erzählen die Lernenden einen Teil der Handlung. Danach schreiben sie das Märchen als zusammenhängenden Text.

Deutschdidaktischer Schwerpunkt: Erzählkompetenz, Textkohärenz, Wortschatz, Mündlichkeit, Schreibplanung.

Reflexion: War die Route erzählerisch logisch? Welche Station fehlte? Wo entstand Spannung? Welche Wörter halfen beim Erzählen?


Beispiel 2: Roboter erklärt Grammatik

Ziel: Du verstehst Satzglieder als Bausteine eines Satzes.

Ablauf: Auf dem Boden liegen Karten mit Satzgliedern. Der Roboter fährt verschiedene Reihenfolgen ab. Die Klasse entscheidet, welche Reihenfolge grammatisch sinnvoll ist und welche Wirkung die Umstellung hat. Anschließend formulieren die Lernenden eigene Sätze und lassen den Roboter ihre Satzstruktur abfahren.

Deutschdidaktischer Schwerpunkt: Satzglieder, Umstellprobe, Satzbau, Sprachbewusstsein.

Reflexion: Welche Satzglieder können verschoben werden? Welche Wörter müssen zusammenbleiben? Wie verändert die Reihenfolge die Betonung?


Beispiel 3: Debatte über Roboter im Klassenzimmer

Ziel: Du entwickelst eine begründete Position.

Ablauf: Die Klasse liest kurze Sachtexte über Lernroboter, soziale Roboter und Datenschutz. Gruppen sammeln Argumente für und gegen den Einsatz von Robotern. Danach findet eine strukturierte Debatte statt. Zum Abschluss schreiben die Lernenden einen Kommentar.

Deutschdidaktischer Schwerpunkt: Argumentieren, Kommentar, Diskussion, Quellenbewertung, Medienkritik.

Reflexion: Welche Argumente waren besonders stark? Welche Belege wurden genutzt? Welche sprachlichen Mittel wirkten überzeugend?


Beispiel 4: Roboter als literarische Figur

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Ziel: Du analysierst und gestaltest eine Roboterfigur.

Ablauf: Lernende lesen einen kurzen fiktionalen Text, in dem ein Roboter vorkommt, oder betrachten einen Filmausschnitt. Sie beschreiben Eigenschaften, Wünsche, Grenzen und Konflikte der Figur. Danach schreiben sie einen inneren Monolog, einen Dialog oder eine Fortsetzung aus Sicht des Roboters.

Deutschdidaktischer Schwerpunkt: Figurenanalyse, Perspektivübernahme, innerer Monolog, Dialog, Science-Fiction.

Reflexion: Welche menschlichen Eigenschaften werden dem Roboter zugeschrieben? Welche Wirkung hat das auf die Leserinnen und Leser?


Methodische Planung


Rollen in Gruppenarbeiten

Damit robotergestützte Aufgaben im Deutschunterricht nicht nur technisch werden, helfen klare Rollen.

  1. Textplanung: Diese Rolle achtet auf Aufbau, Wortschatz und sprachliche Verständlichkeit.
  2. Programmierung: Diese Rolle setzt Route oder Befehle technisch um.
  3. Beobachtung: Diese Rolle notiert, was beim Testlauf passiert.
  4. Fehleranalyse: Diese Rolle vergleicht Ziel, Programm und Ergebnis.
  5. Präsentation: Diese Rolle stellt die sprachlichen und technischen Entscheidungen vor.
  6. Moderation: Diese Rolle sorgt dafür, dass alle Gruppenmitglieder beteiligt sind.


Differenzierung

Robotik im Deutschunterricht eignet sich gut für Binnendifferenzierung. Lernende können auf unterschiedlichen Niveaus arbeiten: Manche formulieren einfache Wegbeschreibungen, andere entwickeln komplexe Erzählstrukturen oder reflektieren ethische Fragen. Sprachliche Hilfen wie Satzanfänge, Wortlisten, Textbausteine und Bildkarten unterstützen Lernende mit unterschiedlichem Vorwissen.

Beispiele für Differenzierung:

  1. Sprachhilfe: Satzstarter wie „Zuerst fährt der Roboter ...“, „Danach erkennt die Figur ...“, „Die Entscheidung ist problematisch, weil ...“.
  2. Aufgabenniveau: Eine Gruppe beschreibt eine Route, eine andere schreibt eine Erzählung, eine dritte analysiert die Wirkung der Route.
  3. Kooperation: Lernende mit technischen Stärken arbeiten mit Lernenden zusammen, die sprachliche Stärken einbringen.
  4. Mehrsprachigkeit: Begriffe können in mehreren Sprachen gesammelt und verglichen werden.
  5. Barrierefreiheit: Aufgaben können mündlich, schriftlich, visuell oder handelnd bearbeitet werden.


Bewertung und Feedback

Bei der Bewertung sollte nicht nur funktionieren, ob der Roboter fährt. Entscheidend ist, ob die Lernenden sprachlich lernen. Ein gutes Bewertungsraster berücksichtigt deshalb mehrere Dimensionen.

  1. Inhalt: Ist die Handlung, Erklärung oder Argumentation nachvollziehbar?
  2. Sprache: Sind Begriffe, Satzbau und Textverknüpfungen passend?
  3. Struktur: Hat der Text einen klaren Aufbau?
  4. Reflexion: Werden Entscheidungen und Fehler begründet?
  5. Kooperation: Arbeitet die Gruppe fair und zielorientiert?
  6. Medienkompetenz: Werden Chancen und Risiken technischer Systeme reflektiert?


Fachliche Vertiefung


Algorithmus und Erzählstruktur

Ein Algorithmus ist eine eindeutige Folge von Schritten, mit der ein Problem gelöst oder eine Aufgabe ausgeführt wird. Auch Erzählungen haben häufig eine Struktur: Anfang, Entwicklung, Wendepunkt, Höhepunkt und Schluss. Im Deutschunterricht kann man diese Parallele nutzen, ohne Literatur auf Technik zu reduzieren. Ein Algorithmus hilft, Reihenfolgen bewusst zu planen; eine Erzählung lebt zusätzlich von Spannung, Perspektive, Sprache und Deutung.

Wenn Du eine Roboterroute planst, musst Du entscheiden: Was passiert zuerst? Was muss vorher erklärt werden? Wo entsteht ein Problem? Wann kommt die Lösung? Diese Fragen entsprechen grundlegenden Fragen der Dramaturgie und Textplanung.


Fehler als Lernchance

Roboter machen Fehler sichtbar. Wenn der Roboter nicht am Ziel ankommt, kann die Ursache in der Programmierung, im Material, in der Umgebung oder in der Beschreibung liegen. Für den Deutschunterricht ist besonders interessant: Häufig sind unklare Sprache und unvollständige Planung beteiligt. Lernende lernen, Fehler nicht als Scheitern zu sehen, sondern als Anlass zur Überarbeitung.

Die Leitfragen lauten:

  1. Diagnose: Was sollte passieren?
  2. Beobachtung: Was ist tatsächlich passiert?
  3. Beschreibung: Wie lässt sich der Ablauf präzise beschreiben?
  4. Begründung: Warum könnte der Fehler entstanden sein?
  5. Revision: Wie muss Text oder Programm verändert werden?


Mündlichkeit und Gesprächskultur

Robotergestützte Aufgaben erzeugen viele natürliche Gespräche. Lernende verhandeln Bedeutungen, erklären Ideen, widersprechen, fragen nach und begründen Entscheidungen. Damit diese Gespräche fachlich wertvoll werden, brauchen sie sprachliche Werkzeuge. Geeignete Redemittel sind zum Beispiel: „Ich vermute, dass ...“, „Unser Programm zeigt, dass ...“, „Ich widerspreche, weil ...“, „Die Textstelle passt zu dieser Bewegung, denn ...“, „Wir sollten die Reihenfolge ändern, damit ...“.

So fördert der Einsatz von Robotern nicht nur digitale Kompetenzen, sondern auch Gesprächskompetenz, Argumentationsfähigkeit und kooperatives Lernen.


Datenschutz und Verantwortung

Besonders bei sozialen Robotern, Sprachassistenten oder KI-gestützten Systemen sind Datenschutz und Verantwortung zentrale Themen. Lernende sollten unterscheiden: Ein einfacher Linienfolger verarbeitet andere Daten als ein sprachfähiges System mit Kamera, Mikrofon oder Cloud-Anbindung. Im Deutschunterricht kann diese Unterscheidung sprachkritisch untersucht werden: Welche Informationen werden gesammelt? Wie verständlich sind Datenschutzerklärungen? Welche Begriffe verschleiern Risiken?

Eine wichtige Kompetenz besteht darin, technische Versprechen sprachlich zu prüfen. Wörter wie „intelligent“, „lernfähig“, „persönlich“ oder „freundlich“ klingen positiv, müssen aber genau hinterfragt werden.


Chancen und Grenzen


Chancen

Robotik kann den Deutschunterricht motivierender, anschaulicher und kooperativer machen. Sie bietet konkrete Anlässe für Sprache, verbindet Schreiben mit Handeln und unterstützt Lernende, die von visuellen oder praktischen Zugängen profitieren. Außerdem stärkt sie die Fähigkeit, digitale Systeme nicht nur zu nutzen, sondern zu verstehen und kritisch zu beurteilen.


Grenzen

Roboter ersetzen keine Lehrkraft, keine literarische Deutung und keine intensive Textarbeit. Sie können ablenken, wenn die technische Bedienung wichtiger wird als das sprachliche Lernen. Außerdem müssen Kosten, Datenschutz, Wartung, Barrierefreiheit und Unterrichtszeit bedacht werden. Ein guter Einsatz ist daher immer didaktisch begründet: Der Roboter wird genutzt, weil er ein sprachliches Ziel besser erreichbar macht.


Qualitätskriterien für guten Einsatz

  1. Lernzielklarheit: Der sprachliche Lernzuwachs ist klar benannt.
  2. Einfachheit: Die Technik bleibt beherrschbar und überfordert nicht.
  3. Aktivität: Die Lernenden produzieren Sprache, Texte und Deutungen.
  4. Reflexion: Ergebnisse werden besprochen, begründet und überarbeitet.
  5. Transfer: Die Lernenden wenden Erkenntnisse auf neue Texte und Situationen an.
  6. Inklusion: Unterschiedliche Zugänge und Ausdrucksformen sind möglich.
  7. Medienkritik: Technik wird nicht nur genutzt, sondern hinterfragt.


Beispiele für Aufgabenformate


Schreibaufgaben

  1. Vorgangsbeschreibung: Schreibe eine präzise Anleitung für eine Roboterroute.
  2. Erzählung: Erzähle eine Geschichte, deren Handlung durch die Route eines Roboters bestimmt wird.
  3. Tagebucheintrag: Schreibe aus der Sicht eines Roboters nach seinem ersten Schultag.
  4. Kommentar: Nimm Stellung zur Frage, ob Roboter im Unterricht eingesetzt werden sollten.
  5. Dialog: Gestalte ein Gespräch zwischen einer Schülerin und einem Roboter über Hausaufgaben.
  6. Rezension: Bewerte eine Roboter-App oder ein Lernrobotik-Projekt nach fachlichen Kriterien.


Leseaufgaben

  1. Textverständnis: Ordne Handlungsschritte eines Textes als Route auf einem Spielfeld an.
  2. Figurenanalyse: Markiere Orte, an denen eine Figur eine wichtige Entscheidung trifft.
  3. Sachtextanalyse: Prüfe einen Werbetext über Roboter auf Behauptungen, Belege und Wertungen.
  4. Quellenkritik: Vergleiche zwei Texte über KI-Roboter und untersuche ihre Absichten.
  5. Lyrikanalyse: Übertrage Rhythmus und Stimmung eines Gedichts in eine Bewegungsfolge.


Sprechaufgaben

  1. Präsentation: Erkläre Deiner Klasse, warum Deine Roboterroute zur Geschichte passt.
  2. Diskussion: Diskutiere Chancen und Risiken von Robotern im Klassenzimmer.
  3. Interview: Befrage eine Lehrkraft oder Mitschülerin zum Einsatz digitaler Medien.
  4. Erzählkreis: Erzähle eine Geschichte weiter, sobald der Roboter eine neue Karte erreicht.
  5. Feedback: Gib einer anderen Gruppe Rückmeldung zu Textverständlichkeit und Programmidee.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Rolle sollte ein Roboter im Deutschunterricht vor allem haben? (Ein Werkzeug zur Förderung sprachlicher Lernprozesse) (!Ein Ersatz für die Deutschlehrkraft) (!Ein reines Spielzeug ohne Lernziel) (!Ein Gerät zur automatischen Notengebung)




Welche Textsorte eignet sich besonders gut, wenn eine Roboterroute exakt erklärt werden soll? (Vorgangsbeschreibung) (!Ballade) (!Fabel) (!Haiku)




Was wird beim Erzählen mit einer Roboterroute besonders trainiert? (Die sinnvolle Reihenfolge von Handlungsschritten) (!Das Auswendiglernen von Roboterpreisen) (!Das schnelle Tippen ohne Planung) (!Das Vermeiden jeder Überarbeitung)




Warum können Fehler beim Roboterlauf im Deutschunterricht nützlich sein? (Sie regen zur genauen Beschreibung und Überarbeitung an) (!Sie beweisen, dass Sprache unwichtig ist) (!Sie sollen grundsätzlich ignoriert werden) (!Sie ersetzen die Reflexion über Texte)




Welche Frage passt besonders zur Medienkritik im Thema Roboter? (Welche Interessen verfolgt ein Text über Roboter) (!Wie viele Räder hat jeder Roboter weltweit) (!Welche Farbe ist immer die beste) (!Wie vermeidet man jede Diskussion)




Was bedeutet Algorithmus im Zusammenhang mit Lernrobotern? (Eine eindeutige Abfolge von Handlungsschritten) (!Eine zufällige Sammlung von Wörtern) (!Ein Gedicht ohne Rhythmus) (!Eine persönliche Meinung ohne Begründung)




Welche Kompetenz wird bei einer Debatte über Roboter im Klassenzimmer besonders gefördert? (Argumentationskompetenz) (!Handschrift ohne Inhalt) (!Reines Abschreiben) (!Stilles Auswendiglernen)




Welche Aufgabe passt gut zu Roboterfiguren in literarischen Texten? (Einen inneren Monolog aus Robotersicht verfassen) (!Eine Bedienungsanleitung ohne Sprache löschen) (!Nur die Akkulaufzeit berechnen) (!Alle Figuren durch Zahlen ersetzen)




Was ist bei sozialen Robotern und KI-Systemen im Unterricht besonders zu beachten? (Datenschutz und Verantwortung) (!Nur das Aussehen des Roboters) (!Ausschließlich die Lautstärke) (!Der Verzicht auf jede Regel)




Wann ist der Einsatz eines Roboters im Deutschunterricht besonders sinnvoll? (Wenn er ein klares sprachliches Lernziel unterstützt) (!Wenn er ohne Bezug zum Thema eingesetzt wird) (!Wenn keine Reflexion stattfindet) (!Wenn Lernende keine Sprache verwenden)





Memory

Ozobot Linien und Farbcodes
Vorgangsbeschreibung genaue Schrittfolge
Märchenroute Erzählstruktur
Fehleranalyse Überarbeitung
Datenschutz verantwortlicher Umgang mit Daten
Roboterfigur Perspektivübernahme
Algorithmus eindeutige Anweisung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Erzählplan Geschichte vorbereiten
Roboterroute Handlung sichtbar machen
Testlauf Ergebnis überprüfen
Fehleranalyse Ursache beschreiben
Textrevision Sprache verbessern





Kreuzworträtsel

Roboter Technisches System, das Aufgaben durch Steuerung ausführt
Ozobot Kleiner Lernroboter, der Linien und Farbcodes lesen kann
Märchen Erzählform mit typischen Figuren, Prüfungen und wundersamen Elementen
Dialog Gespräch zwischen zwei oder mehreren Figuren
Datenschutz Schutz personenbezogener Informationen
Algorithmus Eindeutige Schrittfolge zur Lösung einer Aufgabe





LearningApps

<iframe> https://learningapps.org/index.php?s=Roboter+im+Deutschunterricht </iframe>


Lückentext

Vervollständige den Text.

Roboter im Deutschunterricht sind nicht nur technische Geräte, sondern können sprachliche Lernprozesse anregen. Eine Roboterroute kann helfen, die

einer Geschichte sichtbar zu machen. Wenn Lernende eine genaue Anleitung schreiben, üben sie die Textsorte

. Beim Testlauf wird deutlich, ob Anweisungen eindeutig sind und ob die Gruppe eine gute

durchführen kann. In Diskussionen über soziale Roboter spielen Fragen nach

und Verantwortung eine wichtige Rolle. Besonders wertvoll ist der Einsatz, wenn der Roboter ein klares

unterstützt und nicht nur als Spielzeug verwendet wird.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Roboter-Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu einem Lernroboter. Beschreibe Aussehen, Funktionen, mögliche Aufgaben im Deutschunterricht und Grenzen.
  2. Wegbeschreibung: Zeichne ein einfaches Spielfeld und schreibe eine genaue Wegbeschreibung für einen Roboter von Start zu Ziel.
  3. Wortschatzsammlung: Sammle Verben, Adjektive und Nomen, die zu Roboterbewegungen passen, und ordne sie nach Bedeutung.
  4. Mini-Dialog: Schreibe einen kurzen Dialog zwischen einem Roboter und einem Kind, das ihm eine Geschichte erklären möchte.


Standard

  1. Märchenroute: Entwickle ein Spielfeld zu einem Märchen und plane eine Roboterroute, die die Handlung sinnvoll nacherzählt.
  2. Vorgangsbeschreibung: Schreibe eine vollständige Anleitung, mit der eine andere Gruppe Deine Roboteraufgabe lösen kann.
  3. Figurenanalyse: Erfinde eine Roboterfigur für eine Erzählung und beschreibe ihre Eigenschaften, Ziele, Konflikte und Entwicklung.
  4. Pro-und-Contra-Liste: Sammle Argumente für und gegen Roboter im Deutschunterricht und formuliere daraus einen kurzen Kommentar.


Schwer

  1. Unterrichtskonzept: Plane eine 45-minütige Unterrichtsstunde zum Thema Roboter und Sprache. Formuliere Lernziele, Ablauf, Material und Reflexionsfragen.
  2. Medienanalyse: Analysiere einen Werbetext oder Nachrichtenbeitrag über Roboter. Untersuche Wortwahl, Behauptungen, Zielgruppe und Wirkung.
  3. Lyrik-Performance: Wähle ein Gedicht aus und entwickle eine Roboterbewegung, die Rhythmus, Stimmung und Deutung sichtbar macht. Begründe Deine Entscheidungen.
  4. Ethik-Debatte: Bereite eine Debatte zur Frage vor, ob sprachfähige Roboter im Klassenzimmer eingesetzt werden sollten. Nutze Belege und Gegenargumente.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Entwickle ein Unterrichtsszenario, in dem ein Roboter nicht Selbstzweck ist, sondern ein konkretes sprachliches Lernziel unterstützt. Begründe Deine Entscheidungen.
  2. Analyseaufgabe: Vergleiche eine gewöhnliche Schreibaufgabe mit einer robotergestützten Schreibaufgabe. Erkläre, welche zusätzlichen Lernchancen und Schwierigkeiten entstehen.
  3. Urteilsaufgabe: Beurteile die Aussage: „Roboter machen den Deutschunterricht automatisch besser.“ Formuliere eine differenzierte Stellungnahme.
  4. Problemlöseaufgabe: Eine Roboterroute zu einer Geschichte funktioniert technisch, aber die Erzählung wirkt unlogisch. Beschreibe, wie Du die Gruppe zur Überarbeitung anleitest.
  5. Ethikaufgabe: Erkläre anhand eines Beispiels, warum Datenschutz und Verantwortung bei sprachfähigen Robotern im Unterricht wichtig sind.
  6. Reflexionsaufgabe: Beschreibe, wie Fehler beim Programmieren zu besserer Sprache führen können. Nutze ein konkretes Beispiel aus einer Wegbeschreibung oder Erzählplanung.




OERs zum Thema

<iframe> https://de.m.wikipedia.org/wiki/Roboter </iframe>



Weiterführende freie Medien und Materialien

  1. Wikimedia Commons: Dateien wie „Ozobot.jpeg“, „Robots aula.jpg“ und „Nao humanoid robot.jpg“ veranschaulichen Lernroboter, Bildungsrobotik und humanoide Roboter.
  2. YouTube: Videos zur Bildungsrobotik zeigen, wie kleine Lernroboter im Unterricht eingesetzt werden können.
  3. Universität Münster: Das Projekt Lernroboter im Unterricht bietet Beispiele für den Einsatz von Ozobot, Blue-Bot und anderen Lernrobotern in schulischen Lernsettings.
  4. KMK-Strategie: Die Strategie Bildung in der digitalen Welt betont digitale Kompetenzen als Aufgabe aller Fächer.
  5. Wikipedia: Artikel zu Roboter, Künstliche Intelligenz, Deutschunterricht, Medienkompetenz und Algorithmus liefern Grundlagen für vertiefende Recherchen.



Links


Zusammenfassung

Roboter im Deutschunterricht eröffnen neue Zugänge zu Sprache, Literatur und Medienbildung. Sie helfen, Erzählstrukturen sichtbar zu machen, Vorgangsbeschreibungen präzise zu formulieren, Grammatik handelnd zu verstehen und Argumentationen zu aktuellen Technikfragen zu entwickeln. Besonders wertvoll ist der Einsatz, wenn er mit klaren sprachlichen Lernzielen verbunden wird. Der Roboter ersetzt keine Textarbeit, sondern erweitert sie durch Handlung, Beobachtung, Kooperation und Reflexion. Lernende erfahren, dass Sprache präzise, begründet, kreativ und verantwortungsvoll eingesetzt werden muss, wenn Mensch und Technik sinnvoll zusammenarbeiten sollen.

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Schulfach+

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Berlin/Brandenburg

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

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Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

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  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

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Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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THE MONKEY DANCE



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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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