Rechte und Pflichten in der Ausbildung - Deutschland

Rechte und Pflichten in der Ausbildung - Deutschland
Rechte und Pflichten in der Ausbildung - Deutschland
Einleitung
Eine Berufsausbildung ist in Deutschland gleichzeitig Lernzeit und Arbeitszeit. Du arbeitest im Betrieb mit, lernst in der Berufsschule und bereitest Dich auf Prüfungen vor. Dabei hast Du Rechte, aber auch Pflichten. Die wichtigsten Regeln stehen bei vielen dualen Ausbildungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG). Für die Arbeitszeit gelten außerdem das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) und für Minderjährige das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG). Manche Berufe, zum Beispiel in Gesundheitsfachberufen, haben eigene Ausbildungsgesetze. Dieser aiMOOC konzentriert sich deshalb auf die typische duale Berufsausbildung nach dem BBiG.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Ausbildenden und Ausbilderinnen bzw. Ausbildern: Ausbildende sind die Vertragspartner auf betrieblicher Seite, also zum Beispiel ein Unternehmen. Ausbilderinnen und Ausbilder sind die Personen, die Dich fachlich anleiten.

Ausbildung bedeutet Lernen an mehreren Orten
Die duale Ausbildung verbindet vor allem Betrieb und Berufsschule. Nach § 2 BBiG sollen die Lernorte zusammenwirken. Im Betrieb lernst Du praktische Arbeitsabläufe, Werkzeuge, Kommunikation und Verantwortung kennen. In der Berufsschule bearbeitest Du fachtheoretische, allgemeinbildende und berufliche Inhalte. Beides gehört zusammen: Was Du in der Schule verstehst, soll Dir im Betrieb helfen – und betriebliche Erfahrungen helfen Dir wiederum beim Lernen.
Der Betrieb muss die Ausbildung so planen, dass Du das Ausbildungsziel in der vorgesehenen Zeit erreichen kannst. Grundlage sind die Ausbildungsordnung, der Ausbildungsrahmenplan und der betriebliche Ausbildungsplan. Du sollst also nicht nur irgendwie „mitarbeiten“, sondern systematisch berufliche Handlungsfähigkeit erwerben.
Deine wichtigsten Rechte
Recht auf eine planmäßige und sinnvolle Ausbildung
Nach § 14 BBiG muss der Betrieb dafür sorgen, dass Dir die Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten vermittelt werden, die Du für Deinen Beruf brauchst. Aufgaben müssen dem Ausbildungszweck dienen und Deinen körperlichen Kräften angemessen sein. Dauerhafte Hilfsarbeiten ohne Lernbezug dürfen deshalb nicht den eigentlichen Ausbildungsinhalt verdrängen.

Du hast außerdem Anspruch darauf, dass erforderliche Ausbildungsmittel kostenlos bereitgestellt werden. Dazu gehören insbesondere Werkzeuge, Werkstoffe und Fachliteratur. Wenn digitales mobiles Ausbilden vorgesehen ist, umfasst dies nach dem BBiG auch dafür notwendige Hard- und Software.
Recht auf Berufsschule, Prüfungen und Lernzeit
Der Betrieb muss Dich für den Berufsschulunterricht freistellen. Berufsschulzeiten werden nach den gesetzlichen Regeln auf die Ausbildungszeit angerechnet. Besonders wichtig sind diese Fälle:
- Berufsschule: Beginnt der Unterricht vor 9 Uhr, darfst Du vorher nicht im Betrieb beschäftigt werden.
- Berufsschultag: Ein Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden von jeweils mindestens 45 Minuten wird einmal pro Woche mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit angerechnet.
- Blockunterricht: Eine planmäßige Berufsschulwoche mit mindestens 25 Stunden an mindestens fünf Tagen wird grundsätzlich mit der durchschnittlichen wöchentlichen Ausbildungszeit angerechnet.
- Prüfung: Für Prüfungen und bestimmte außerbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen musst Du freigestellt werden. Auch der Arbeitstag unmittelbar vor der schriftlichen Abschlussprüfung ist freizustellen.
Auf anderen Berufsschultagen zählen Unterrichtszeit, Pausen und notwendige Wegezeiten zwischen Berufsschule und Ausbildungsstätte nach § 15 BBiG zur Ausbildungszeit. Für Minderjährige gelten zusätzlich die besonderen Regeln des JArbSchG.
Recht auf geregelte Arbeitszeit und Erholung
Deine regelmäßige tägliche Ausbildungszeit steht im Ausbildungsvertrag. Darüber hinaus setzen Arbeitszeitgesetze Grenzen.
| Bereich | Volljährige Auszubildende | Minderjährige Auszubildende |
|---|---|---|
| Grundregel Arbeitszeit | Nach ArbZG grundsätzlich höchstens 8 Stunden werktäglich; bis zu 10 Stunden sind nur mit gesetzlichem Ausgleich zulässig. | Nach JArbSchG grundsätzlich höchstens 8 Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich. |
| Pausen | Mindestens 30 Minuten bei mehr als 6 bis 9 Stunden, 45 Minuten bei mehr als 9 Stunden. | Mindestens 30 Minuten bei mehr als 4,5 bis 6 Stunden, 60 Minuten bei mehr als 6 Stunden. |
| Ruhezeit | Grundsätzlich mindestens 11 Stunden zwischen zwei Arbeitstagen. | Grundsätzlich mindestens 12 Stunden ununterbrochene Freizeit. |
Für Jugendliche gelten zusätzlich eine Fünf-Tage-Woche und besondere Schutzregeln für Nacht-, Samstag-, Sonntag- und Feiertagsarbeit; je nach Branche gibt es gesetzliche Ausnahmen. Bei Volljährigen enthält das ArbZG ebenfalls Sonderregeln und Ausnahmen, etwa für bestimmte Tätigkeiten sowie Sonn- und Feiertage. Entscheidend ist: Die gesetzliche Höchstgrenze ist nicht automatisch Deine vertragliche Ausbildungszeit.
Wenn Du über die vereinbarte regelmäßige tägliche Ausbildungszeit hinaus beschäftigt wirst, muss diese zusätzliche Zeit nach § 17 BBiG besonders vergütet oder durch entsprechende Freizeit ausgeglichen werden.
Recht auf Vergütung, Urlaub, Schutz und Zeugnis
Du hast Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung. Sie muss mit fortschreitender Berufsausbildung mindestens jährlich steigen. Für viele BBiG-Ausbildungen gibt es außerdem eine gesetzliche Mindestvergütung, die regelmäßig angepasst wird; Tarifverträge und Sonderregelungen können eine Rolle spielen.
Auch Erholungsurlaub gehört zur Ausbildung. Volljährige haben nach dem Bundesurlaubsgesetz mindestens 24 Werktage Urlaub bei einer Sechs-Tage-Woche, was bei einer üblichen Fünf-Tage-Woche 20 Arbeitstagen entspricht. Für Jugendliche ist der gesetzliche Mindesturlaub höher und hängt vom Alter zu Beginn des Kalenderjahres ab.
Der Betrieb muss Dich vor gesundheitlichen und körperlichen Gefahren schützen und darf Dir nur Aufgaben übertragen, die Dir körperlich zugemutet werden können. Am Ende des Ausbildungsverhältnisses hast Du Anspruch auf ein Zeugnis, das mindestens Art, Dauer und Ziel der Ausbildung sowie die erworbenen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten beschreibt.

Deine wichtigsten Pflichten
Lernpflicht und sorgfältiges Arbeiten
Nach § 13 BBiG musst Du Dich bemühen, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erwerben, die für Dein Ausbildungsziel nötig ist. Das bedeutet nicht, dass Du schon alles können musst. Es bedeutet aber, dass Du aktiv lernst: aufmerksam mitarbeitest, Aufgaben übst, Fragen stellst, Rückmeldungen nutzt und Dich auf Schule und Prüfungen vorbereitest.
Du musst Aufgaben, die Dir im Rahmen der Ausbildung übertragen werden, sorgfältig ausführen. Fehler dürfen beim Lernen passieren. Wichtig ist, dass Du verantwortungsvoll arbeitest, Unsicherheiten ansprichst und Sicherheitsregeln einhältst.

Teilnahme, Weisungen und Betriebsordnung
Du musst an Ausbildungsmaßnahmen teilnehmen, für die Du freigestellt wirst. Dazu gehört besonders der Berufsschulunterricht. Außerdem musst Du Weisungen befolgen, die Dir im Rahmen der Berufsausbildung von berechtigten Personen erteilt werden.
Das Wort im Rahmen der Berufsausbildung ist entscheidend: Eine Anweisung muss grundsätzlich mit Ausbildung und Betrieb zusammenhängen. Ebenso musst Du die geltende Betriebsordnung beachten. Dazu können Regeln zu Arbeitsschutz, Datenschutz, Verhalten im Betrieb, Zeiterfassung oder zum Umgang mit Geräten gehören.
Sorgfalt, Verschwiegenheit und Ausbildungsnachweis
Werkzeuge, Maschinen und andere Einrichtungen musst Du pfleglich behandeln. Über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse musst Du Stillschweigen bewahren. Auch Datenschutz und ein verantwortungsvoller Umgang mit internen Informationen gehören zur beruflichen Zuverlässigkeit.
Ein besonders wichtiger Teil Deiner Lernverantwortung ist der Ausbildungsnachweis, oft Berichtsheft genannt. Du musst ihn schriftlich oder elektronisch führen. Der Betrieb muss Dich dazu anhalten, den Nachweis regelmäßig durchsehen und Dir Gelegenheit geben, ihn am Arbeitsplatz zu führen. Bei BBiG-Ausbildungen gehört das Führen des vorgeschriebenen Ausbildungsnachweises zu den Voraussetzungen für die Zulassung zur Abschlussprüfung.
Lernen und Verantwortung im Ausbildungsalltag
Gute Ausbildung funktioniert am besten als Zusammenarbeit. Der Betrieb trägt Verantwortung dafür, dass Du fachlich ausgebildet wirst. Du trägst Verantwortung dafür, Lernangebote ernst zu nehmen. Verantwortung bedeutet dabei nicht, Probleme allein lösen zu müssen.
Wenn Du etwas nicht verstehst, solltest Du nachfragen. Wenn Dir eine Aufgabe gefährlich erscheint oder Du noch nicht eingewiesen wurdest, sprich das sofort an. Wenn Ausbildungsinhalte fehlen, dokumentiere konkrete Beispiele und vergleiche Deine Tätigkeiten mit dem Ausbildungsplan. Wenn es Konflikte gibt, ist ein sachliches Gespräch mit der Ausbilderin oder dem Ausbilder oft der erste Schritt.

Was tun, wenn Rechte nicht eingehalten werden?
Bei Problemen hilft ein stufenweises Vorgehen: Zuerst solltest Du den Sachverhalt möglichst konkret dokumentieren, zum Beispiel Arbeitszeiten, Aufgaben, Gesprächsergebnisse oder fehlende Ausbildungsinhalte. Danach kannst Du das Gespräch mit der zuständigen Ausbildungsperson suchen. Je nach Betrieb können auch Jugend- und Auszubildendenvertretung, Betriebsrat oder Personalrat helfen.
Eine wichtige Anlaufstelle ist außerdem die Ausbildungsberatung der zuständigen Stelle. Das kann je nach Beruf zum Beispiel eine Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer oder eine andere gesetzlich zuständige Stelle sein. Auch die Berufsschule kann Dich unterstützen. Bei Fragen zu Arbeitsschutz oder Jugendarbeitsschutz kommen zusätzlich die zuständigen Aufsichtsbehörden in Betracht.
Merksatz
Eine Ausbildung ist kein normales Arbeitsverhältnis mit etwas Unterricht nebenbei. Ihr Hauptzweck ist das Lernen eines Berufs. Rechte schützen Deine Lernzeit, Gesundheit und faire Behandlung; Pflichten sichern, dass Du zuverlässig mitlernst und Verantwortung übernimmst.
Rechtsgrundlagen und geprüfte Informationen
- Berufsbildungsgesetz: Berufsbildungsgesetz auf gesetze-im-internet.de
- Arbeitszeitgesetz: Arbeitszeitgesetz auf gesetze-im-internet.de
- Jugendarbeitsschutzgesetz: Jugendarbeitsschutzgesetz auf gesetze-im-internet.de
- Bundesinstitut für Berufsbildung: Bundesinstitut für Berufsbildung
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches Gesetz regelt viele zentrale Rechte und Pflichten in der dualen Berufsausbildung? (Berufsbildungsgesetz) (!Straßenverkehrsgesetz) (!Grundsteuergesetz) (!Bundeswahlgesetz)
Was ist das Hauptziel einer Berufsausbildung nach dem BBiG? (Berufliche Handlungsfähigkeit erwerben) (!Nur möglichst viele Arbeitsstunden leisten) (!Nur Schulnoten verbessern) (!Den Betrieb ohne Anleitung vertreten)
Welche Aussage zu Ausbildungsaufgaben ist richtig? (Sie müssen dem Ausbildungszweck dienen) (!Sie dürfen dauerhaft nur aus Hilfsarbeiten bestehen) (!Sie müssen immer ohne Erklärung erledigt werden) (!Sie dürfen körperlich beliebig belastend sein)
Was gilt grundsätzlich für einen Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden von je mindestens 45 Minuten? (Er wird einmal pro Woche mit der durchschnittlichen täglichen Ausbildungszeit angerechnet) (!Er gilt immer als Urlaubstag) (!Er zählt niemals zur Ausbildungszeit) (!Er muss vollständig nachgearbeitet werden)
Wie lang dürfen Jugendliche grundsätzlich höchstens pro Woche beschäftigt werden? (40 Stunden) (!45 Stunden) (!50 Stunden) (!60 Stunden)
Was gilt für zusätzliche Beschäftigung über die vereinbarte regelmäßige tägliche Ausbildungszeit hinaus? (Sie ist besonders zu vergüten oder durch Freizeit auszugleichen) (!Sie ist immer unbezahlt) (!Sie muss stets am Wochenende stattfinden) (!Sie zählt nie als Ausbildungszeit)
Welche Pflicht gehört zum Verhalten von Auszubildenden? (Ausbildungsnachweis führen) (!Betriebsgeheimnisse veröffentlichen) (!Werkzeuge absichtlich beschädigen) (!Berufsschule ohne Grund auslassen)
Wann darf eine Weisung von Auszubildenden grundsätzlich verlangt werden? (Wenn sie im Rahmen der Berufsausbildung erteilt wird) (!Wenn sie mit der Ausbildung nichts zu tun hat) (!Wenn sie gegen Sicherheitsregeln verstößt) (!Wenn sie nur privat einer Führungskraft nutzt)
Wer muss notwendige Ausbildungsmittel grundsätzlich kostenlos bereitstellen? (Der Ausbildungsbetrieb) (!Die Berufsschulklasse) (!Die Nachbarschaft) (!Der Prüfungsausschuss privat)
Was ist bei einem Ausbildungsproblem ein sinnvoller erster Schritt? (Den Sachverhalt konkret dokumentieren und ansprechen) (!Alle Unterlagen vernichten) (!Ohne Erklärung dauerhaft fernbleiben) (!Betriebsgeheimnisse veröffentlichen)
Memory
| Berufsbildungsgesetz | Zentrale Regeln für viele duale Ausbildungen |
| Berufsschule | Lernort für fachtheoretische und allgemeine Inhalte |
| Ausbildungsnachweis | Dokumentation des Lern- und Ausbildungsverlaufs |
| Jugendarbeitsschutz | Besonderer Schutz für Minderjährige |
| Ausbildungsvergütung | Bezahlung während der Berufsausbildung |
| Freistellung | Zeit für Schule, Prüfungen oder bestimmte Ausbildungsmaßnahmen |
| Ausbildungszweck | Maßstab für sinnvolle betriebliche Aufgaben |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Freistellung | Berufsschule und Prüfung |
| Ausbildungsnachweis | Lernfortschritt dokumentieren |
| Verschwiegenheit | Betriebsgeheimnisse schützen |
| Erholungszeit | Pausen und Ruhezeiten |
| Ausbildungsberatung | Unterstützung bei Konflikten |
...
Kreuzworträtsel
| Berichtsheft | Wie heißt der Ausbildungsnachweis umgangssprachlich häufig? |
| Berufsschule | Welcher Lernort ergänzt den Ausbildungsbetrieb? |
| Vergütung | Wie heißt die Bezahlung während der Ausbildung? |
| Weisung | Wie heißt eine Anordnung durch eine berechtigte Ausbildungsperson? |
| Erholung | Welchem Zweck dienen Pausen und Ruhezeiten? |
| Lernziel | Was soll durch eine geplante Ausbildungsaufgabe erreicht werden? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Arbeitszeit: Erstelle für eine Beispielwoche einen Tagesplan mit Betrieb, Berufsschule, Pausen, Lernzeit und Freizeit.
- Ausbildungsvertrag: Markiere in einem Mustervertrag die Stellen zu Arbeitszeit, Vergütung, Urlaub und Ausbildungsnachweis.
- Berichtsheft: Formuliere einen beispielhaften Berichtshefteintrag zu einem Lerntag mit Tätigkeit, Lernziel und kurzer Reflexion.
- Rechte und Pflichten: Gestalte eine Infokarte mit drei Rechten und drei Pflichten, die Du besonders wichtig findest.
Standard
- Fallbeispiel: Prüfe den Fall „Eine Auszubildende soll eine Woche lang nur private Besorgungen für die Führungskraft erledigen“ und begründe, welche Ausbildungsregeln berührt sind.
- Berufsschule: Entwickle ein Schaubild, das erklärt, wie Berufsschulzeit auf die Ausbildungszeit angerechnet wird.
- Jugendarbeitsschutzgesetz: Vergleiche die Arbeitszeitregeln für eine 17-jährige und eine 19-jährige Person in Ausbildung.
- Interview: Befrage eine Ausbilderin, einen Ausbilder oder eine erfahrene Auszubildende dazu, wie Lernziele im Betrieb geplant und überprüft werden.
Schwer
- Konfliktlösung: Entwickle für einen Konflikt über unbezahlte Mehrarbeit einen sachlichen Gesprächsleitfaden und nenne mögliche Anlaufstellen.
- Ausbildungsqualität: Vergleiche einen betrieblichen Ausbildungsplan mit tatsächlichen Tätigkeiten und formuliere Verbesserungsvorschläge.
- Medienprojekt: Produziere ein kurzes Erklärvideo zum Thema „Lernen und Verantwortung in der Ausbildung“ und belege die Aussagen mit Rechtsgrundlagen.
- Berufsbildungsrecht: Recherchiere, ob für einen ausgewählten Ausbildungsberuf neben dem BBiG weitere besondere gesetzliche Regeln gelten, und stelle die Unterschiede vor.


Lernkontrolle
- Fallanalyse Arbeitszeit: Eine volljährige Auszubildende arbeitet an mehreren Tagen jeweils zehn Stunden. Erkläre, welche Informationen Du brauchst, um zu prüfen, ob dies rechtmäßig sein kann.
- Transfer Berufsschule: Entwickle für einen gemischten Wochenplan aus Betrieb und Berufsschule eine begründete Anrechnung der Zeiten.
- Ausbildungszweck: Beurteile drei selbst gewählte betriebliche Aufgaben danach, ob sie zum Ausbildungszweck passen, und begründe Deine Entscheidung.
- Verantwortung: Erkläre, wie sich die Verantwortung des Betriebs und die Eigenverantwortung der auszubildenden Person ergänzen.
- Konfliktstrategie: Entwirf ein Vorgehen für den Fall, dass über mehrere Monate wichtige Ausbildungsinhalte nicht vermittelt werden.
- Rechtsvergleich: Zeige an einem Beispiel, warum für Minderjährige und Volljährige unterschiedliche Arbeitszeitregeln gelten und welche Schutzidee dahintersteht.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur einzelne Regeln aufzählen kannst, sondern sie auf typische Ausbildungssituationen anwenden kannst.
- Rechte: Du kannst zentrale Ansprüche wie Ausbildung, Freistellung, Arbeitszeitschutz, Vergütung, Urlaub und Zeugnis erklären.
- Pflichten: Du kannst Lernpflicht, Sorgfalt, Teilnahme, Weisungsgebundenheit, Verschwiegenheit und Ausbildungsnachweis erläutern.
- Arbeitszeit: Du kannst Regeln für Volljährige und Minderjährige unterscheiden.
- Lernverantwortung: Du kannst zeigen, wie Betrieb, Berufsschule und Auszubildende gemeinsam für Lernerfolg verantwortlich sind.
- Falllösung: Du kannst einen Konflikt sachlich analysieren und passende Anlaufstellen nennen.
- Quellenkompetenz: Du kannst Deine Aussagen mit geeigneten Rechtsgrundlagen und seriösen Informationsquellen belegen.
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