Racial Profiling verstehen - Sylabil Spill - aiMOOC


Racial Profiling verstehen - Sylabil Spill - aiMOOC
Einleitung
Racial Profiling verstehen - Sylabil Spill / Songs gegen Diskriminierung ist ein aiMOOC zu Rassismus, Diskriminierung, Menschenrechten, Rechtsstaat, Polizei, Zivilcourage, Musik und Medienkompetenz. Du lernst, was mit Racial Profiling gemeint ist, warum diese Praxis für Betroffene belastend und für eine demokratische Gesellschaft problematisch ist und wie Hip-Hop und andere Formen politischer Musik Diskriminierung sichtbar machen können.
Im Mittelpunkt steht das Video „Racial Profiling verstehen - Sylabil Spill / Songs gegen Diskriminierung“. Es verbindet Sachinformation mit kultureller Bildung: Ein deutschsprachiger Song wird zum Anlass, über institutionellen Rassismus, Vorurteile, Stereotype, Grundrechte, Kunstfreiheit und solidarisches Handeln nachzudenken. Dieser aiMOOC eignet sich besonders für Politische Bildung, Ethik, Deutsch, Musik, Sozialkunde und Medienbildung ab etwa Klasse 9.
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Wichtig für die Arbeit im Unterricht: Das Thema kann persönliche Erfahrungen berühren. Niemand muss eigene Diskriminierungserfahrungen erzählen. Achte auf respektvolle Sprache, höre aktiv zu und unterscheide zwischen Kritik an diskriminierenden Strukturen und pauschalen Vorwürfen gegen einzelne Personen oder Gruppen.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Racial Profiling bedeutet und woran es sich von einer begründeten Kontrolle unterscheidet. Du kannst rechtliche, gesellschaftliche und emotionale Folgen beschreiben, einen Song gegen Diskriminierung medienkritisch analysieren und eigene Handlungsmöglichkeiten gegen Rassismus entwickeln.
- Begriffskompetenz: Du kannst zentrale Begriffe wie Rassismus, Diskriminierung, Rassifizierung, institutioneller Rassismus, Vorurteil, Stereotyp und Racial Profiling unterscheiden.
- Urteilskompetenz: Du kannst begründen, warum Racial Profiling gegen Gleichbehandlung, Menschenwürde und Vertrauen in staatliche Institutionen verstößt.
- Medienkompetenz: Du kannst einen Song und ein Erklärvideo nach Inhalt, Perspektive, Sprache, Bildgestaltung und Wirkung untersuchen.
- Handlungskompetenz: Du kannst Vorschläge für solidarisches Verhalten, Beschwerdewege, Prävention und eine diskriminierungskritische Schulkultur entwickeln.
Was bedeutet Racial Profiling?
Racial Profiling bezeichnet eine Praxis, bei der Menschen bei Kontrollen, Ermittlungen, Überwachung oder Sicherheitsmaßnahmen ausgewählt werden, weil ihnen aufgrund äußerer Merkmale eine bestimmte Herkunft, Religion, Kultur oder Gruppenzugehörigkeit zugeschrieben wird. Solche Merkmale können zum Beispiel Hautfarbe, Sprache, Name, Kleidung, Haare, Gesichtszüge oder eine vermutete Religionszugehörigkeit sein. Entscheidend ist: Nicht ein konkretes individuelles Verhalten ist ausschlaggebend, sondern eine rassifizierte Zuschreibung.
Eine polizeiliche Kontrolle ist nicht automatisch Racial Profiling. In einem Rechtsstaat dürfen Polizei und Sicherheitsbehörden Aufgaben erfüllen, Gefahren abwehren und Straftaten verfolgen. Problematisch wird es, wenn die Auswahl einer Person wesentlich auf zugeschriebenen Gruppenmerkmalen beruht und nicht auf nachvollziehbaren, konkreten, individuellen Anhaltspunkten. Dann wird aus Sicherheitsarbeit eine Form von Diskriminierung.
Beispielhafte Alltagssituationen
Racial Profiling kann in sehr unterschiedlichen Situationen auftreten. Eine Person kann in einem Bahnhof immer wieder kontrolliert werden, obwohl sie sich wie alle anderen verhält. Ein Jugendlicher kann in einem Geschäft besonders beobachtet werden, weil ihm aufgrund seines Aussehens Diebstahl unterstellt wird. Eine Familie kann an einer Grenze intensiver befragt werden, weil ihr Name oder ihre Sprache als „nicht passend“ wahrgenommen wird. In all diesen Fällen geht es nicht nur um den einzelnen Moment, sondern auch um eine Botschaft: „Du gehörst weniger dazu“ oder „Du bist verdächtig, bevor etwas passiert ist“.
Warum der Begriff schwierig und wichtig ist
Der englische Ausdruck Racial Profiling wird im Deutschen häufig beibehalten. Eine wörtliche Übersetzung wäre etwa „rassistische Profilerstellung“ oder „ethnisches Profiling“. Der Begriff ist wichtig, weil er ein Muster benennt, das viele Betroffene erleben, aber oft schwer beweisen können. Gleichzeitig muss sensibel mit dem Wort race umgegangen werden. In der deutschsprachigen antirassistischen Bildung wird betont: Es gibt keine biologischen „Menschenrassen“. Rassismus entsteht durch gesellschaftliche Zuschreibungen, Machtverhältnisse und Abwertungen.
Rechtliche und menschenrechtliche Perspektive
Racial Profiling steht im Konflikt mit zentralen Prinzipien eines demokratischen Rechtsstaats. Dazu gehören Menschenwürde, Gleichheit vor dem Gesetz, Diskriminierungsverbot, Verhältnismäßigkeit und die Bindung staatlichen Handelns an Recht und Gesetz. Besonders wichtig ist Artikel 3 Grundgesetz, in dem die Gleichheit vor dem Gesetz und das Verbot bestimmter Benachteiligungen verankert sind.
Im aktuellen Wortlaut von Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz steht der historisch belastete Begriff „Rasse“. Viele Expertinnen und Experten kritisieren diesen Begriff, weil er den falschen Eindruck verstärken kann, es gebe biologische Menschenrassen. In der antirassistischen Bildung wird deshalb erklärt: Gemeint ist der Schutz vor rassistischer Zuschreibung und rassistischer Benachteiligung. Das Deutsche Institut für Menschenrechte und andere Institutionen betonen, dass staatliche Kontrollen nicht allein oder überwiegend an unveränderliche äußere Merkmale anknüpfen dürfen.
Racial Profiling und institutioneller Rassismus
Institutioneller Rassismus bedeutet nicht nur, dass einzelne Menschen bewusst rassistisch handeln. Er kann auch entstehen, wenn Regeln, Routinen, Daten, Ausbildung, Zuständigkeiten oder Kontrollpraktiken dazu führen, dass bestimmte Gruppen systematisch häufiger benachteiligt werden. Gerade deshalb ist die Diskussion über Racial Profiling anspruchsvoll: Es geht nicht nur um persönliche Vorurteile, sondern auch um Strukturen, Macht und Verantwortung.
Wenn zum Beispiel verdachtsunabhängige Kontrollen an Orten durchgeführt werden, an denen bestimmte Gruppen häufiger unterwegs sind, können sich diskriminierende Muster verstärken. Wenn Kontrollentscheidungen nicht gut dokumentiert oder überprüft werden, bleiben Betroffene oft allein mit ihrer Erfahrung. Deshalb fordern viele Fachstellen bessere Schulungen, unabhängige Beschwerdemöglichkeiten, transparente Daten, klare gesetzliche Grenzen und eine professionelle Fehlerkultur.
Folgen von Racial Profiling
Für Betroffene ist Racial Profiling oft mehr als eine kurze Kontrolle. Wiederholte Erfahrungen können Scham, Wut, Angst, Ohnmacht oder Misstrauen auslösen. Menschen können öffentliche Orte meiden, sich weniger sicher fühlen oder den Eindruck bekommen, dass der Staat sie nicht schützt, sondern verdächtigt. Besonders belastend ist, wenn Betroffene ihre Erfahrung immer wieder erklären müssen oder ihnen nicht geglaubt wird.
Auch gesellschaftlich hat Racial Profiling Folgen. Es schwächt das Vertrauen in Polizei und staatliche Institutionen. Es kann Vorurteile bestätigen, weil bestimmte Gruppen im öffentlichen Bild häufiger mit Kontrolle und Kriminalität verbunden werden. Außerdem kann es ineffektiv sein: Wer nach äußerlichen Zuschreibungen kontrolliert, übersieht möglicherweise tatsächliche Hinweise und verfestigt stereotype Wahrnehmungen.
Der Song als Zugang zum Thema
Musik kann Erfahrungen, Kritik und Gefühle ausdrücken, die in einem Sachtext manchmal schwer greifbar bleiben. Besonders Hip-Hop und Rap haben eine lange Geschichte als Formen von Protestkultur, Empowerment und politischer Öffentlichkeit. Songs gegen Diskriminierung können Betroffenen Sprache geben, Zuhörende sensibilisieren und Diskussionen anstoßen.
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Der Song „Racial Profiling“ von Sylabil Spill kann im Unterricht als Ausgangspunkt für eine medienkritische Analyse dienen. Dabei geht es nicht darum, Liedzeilen abzuschreiben oder zu konsumieren, sondern darum, künstlerische Mittel zu untersuchen: Welche Perspektive wird eingenommen? Welche Gefühle werden hörbar? Welche Bilder entstehen? Welche Kritik wird formuliert? Welche Wirkung haben Stimme, Rhythmus, Wiederholung, Tempo, Pausen und Videoästhetik?
Analyse ohne Liedtext-Abschrift
Urheberrechtlich geschützte Songtexte dürfen im Unterricht nicht einfach vollständig abgeschrieben oder öffentlich veröffentlicht werden. Für die Analyse reicht es, kurze Eindrücke zu notieren, Aussagen zu paraphrasieren und eigene Beobachtungen zu formulieren. Du kannst zum Beispiel untersuchen, ob der Song eher erzählend, anklagend, erklärend, ironisch, kämpferisch oder verletzlich wirkt. Entscheidend ist, dass Du Deine Deutung mit konkreten Beobachtungen begründest, ohne lange Textpassagen zu kopieren.
Vier Schritte der Songanalyse
- Wahrnehmung: Höre den Song oder schaue das Video zunächst ohne Bewertung. Notiere Stimmung, Tempo, auffällige Wörter, Bilder, Gesten und Klang.
- Beschreibung: Beschreibe sachlich, was Du hörst und siehst. Trenne Beobachtung und Interpretation.
- Deutung: Erkläre, welche Aussage über Racial Profiling, Rassismus oder Gesellschaft vermittelt wird.
- Bewertung: Beurteile, ob die künstlerischen Mittel die Aussage überzeugend unterstützen und welche Wirkung der Song auf verschiedene Zuhörende haben kann.
Songs gegen Diskriminierung
Die Reihe Songs gegen Diskriminierung zeigt, dass Popkultur und politische Bildung zusammenwirken können. Songs sprechen nicht nur über Fakten, sondern über Erfahrungen, Konflikte, Hoffnungen und Forderungen. Sie können solidarische Gemeinschaften schaffen und Menschen ermutigen, Diskriminierung nicht zu normalisieren. Gleichzeitig müssen Songs kritisch analysiert werden: Wer spricht? Aus welcher Perspektive? Welche Begriffe werden verwendet? Wer wird sichtbar gemacht? Welche Wirkung kann ein Song in sozialen Medien, Schule, Konzert oder politischer Debatte entfalten?

Musik als Gegenöffentlichkeit
Eine Gegenöffentlichkeit entsteht, wenn Menschen Themen sichtbar machen, die in dominanten Medien oder Institutionen zu wenig beachtet werden. Antirassistische Musik kann Erfahrungen dokumentieren, die sonst als Einzelfälle abgetan werden. Sie kann Begriffe verbreiten, Solidarität organisieren und Druck erzeugen, damit sich Regeln und Routinen ändern. Gleichzeitig ersetzt Musik keine politische Analyse, keine juristische Beratung und keine wissenschaftliche Untersuchung. Sie kann aber ein wichtiger Startpunkt für Lernen, Austausch und Engagement sein.
Diskriminierungskritische Sprache
Sprache kann verletzen, aber sie kann auch schützen, stärken und klären. Beim Thema Rassismus ist wichtig, zwischen Selbstbezeichnungen und Fremdzuschreibungen zu unterscheiden. Eine Selbstbezeichnung wählen Menschen für sich selbst. Eine Fremdzuschreibung wird ihnen von außen zugeschrieben. Rassismus funktioniert oft über Fremdzuschreibungen: Menschen werden auf vermeintliche Herkunft, Aussehen, Religion oder Kultur reduziert.
Diskriminierungskritische Sprache bedeutet nicht, dass niemand Fehler machen darf. Sie bedeutet, dass wir bereit sind zu lernen, Rückmeldungen ernst zu nehmen und Menschen nicht absichtlich abzuwerten. Im Unterricht sollte niemand gezwungen werden, rassistische Begriffe laut vorzulesen oder persönliche Erfahrungen preiszugeben. Wenn problematische Begriffe analysiert werden müssen, kann man sie umschreiben, historisch einordnen und erklären, warum sie verletzend sind.
Handlungsmöglichkeiten
Wenn Du Racial Profiling beobachtest oder davon erfährst, geht es nicht um Heldentum, sondern um verantwortliche Zivilcourage. Achte auf Sicherheit, respektiere die Wünsche der betroffenen Person und suche Unterstützung. Es kann hilfreich sein, ruhig zu bleiben, sich als Zeugin oder Zeuge anzubieten, Gedächtnisnotizen zu machen, andere Erwachsene einzubeziehen oder Beratungsstellen zu kontaktieren. Betroffene können sich an Antidiskriminierungsberatungen wenden und prüfen lassen, welche Beschwerdewege sinnvoll sind.
Solidarisch handeln ohne Selbstgefährdung
- Wahrnehmen: Erkenne, dass eine Situation diskriminierend sein könnte, ohne vorschnell über Betroffene zu sprechen.
- Ansprechen: Frage die betroffene Person, ob Unterstützung gewünscht ist.
- Dokumentieren: Notiere Zeit, Ort, Ablauf, Beteiligte und mögliche Zeuginnen oder Zeugen.
- Unterstützen: Bleibe respektvoll, biete Begleitung an und verweise auf Beratungsstellen.
- Reflektieren: Überlege, wie Schule, Verein oder Öffentlichkeit diskriminierungssensibler werden können.
Kontroverse und differenzierte Urteilsbildung
Die Debatte über Racial Profiling ist oft emotional, weil sie Sicherheit, staatliche Autorität, Diskriminierungserfahrungen und gesellschaftliche Zugehörigkeit berührt. Eine differenzierte Position erkennt an, dass Polizei und Sicherheitsbehörden wichtige Aufgaben haben. Gleichzeitig gilt: Staatliches Handeln braucht klare Grenzen, Kontrolle und Begründung. Wer Diskriminierung kritisiert, greift nicht automatisch alle Polizistinnen und Polizisten an, sondern fordert professionelle, rechtsstaatliche und gerechte Verfahren.
Für eine gute Diskussion brauchst Du drei Fähigkeiten: Du musst Fakten prüfen, Perspektiven ernst nehmen und Normen anwenden. Fakten betreffen zum Beispiel Definitionen, Studien, Gesetze und dokumentierte Fälle. Perspektiven betreffen Erfahrungen von Betroffenen, Aufgaben von Sicherheitsbehörden und gesellschaftliche Folgen. Normen betreffen Grundrechte, Menschenwürde, Gleichheit und Verhältnismäßigkeit.
Unterrichtsimpulse zum Video
Vor dem Anschauen
- Vorwissen aktivieren: Schreibe drei Begriffe auf, die Du mit Racial Profiling verbindest, und kläre anschließend im Plenum, welche davon Fakten, Vermutungen oder Fragen sind.
- Erwartungen sammeln: Überlege, was ein Song leisten kann, was ein Gesetzestext nicht leisten kann.
- Sprachsensibilität: Vereinbart, wie Ihr über Rassismus sprecht, ohne Betroffene bloßzustellen oder verletzende Begriffe unkritisch zu wiederholen.
Während des Anschauens
- Beobachtungsauftrag Inhalt: Notiere, welche Informationen zum Begriff Racial Profiling genannt werden.
- Beobachtungsauftrag Musik: Achte auf Stimme, Rhythmus, Stimmung und Intensität.
- Beobachtungsauftrag Wirkung: Notiere, welche Szenen, Aussagen oder Bilder Dich besonders zum Nachdenken bringen.
Nach dem Anschauen
- Austausch: Formuliere eine Frage, die Du nach dem Video noch hast.
- Vertiefung: Vergleiche die Aussagen des Videos mit Definitionen aus seriösen Quellen.
- Transfer: Entwickle eine konkrete Idee, wie Deine Schule über Diskriminierung informieren könnte.
Zusammenfassung
Racial Profiling ist eine diskriminierende Praxis, bei der Menschen aufgrund rassifizierter Zuschreibungen kontrolliert oder verdächtigt werden. Es verletzt Gleichbehandlung, Menschenwürde und Vertrauen in den Rechtsstaat. Der Song von Sylabil Spill und das Video aus der Reihe Songs gegen Diskriminierung eröffnen einen Zugang, der Sachwissen, Emotion und politische Urteilsbildung verbindet. Wer Racial Profiling verstehen will, muss Begriffe klären, Perspektiven zuhören, rechtliche Grundlagen kennen, Medien kritisch analysieren und solidarische Handlungsmöglichkeiten entwickeln.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet Racial Profiling im Kern? (Eine Kontrolle aufgrund rassifizierter Zuschreibungen statt individueller Hinweise) (!Eine zufällige Kontrolle ohne gesellschaftliche Bedeutung) (!Eine Kontrolle nur wegen nachgewiesener Straftaten) (!Eine freiwillige Befragung zu Musikgeschmack)
Welcher Grundsatz ist für die Kritik an Racial Profiling besonders wichtig? (Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich) (!Musik darf nur unpolitisch sein) (!Kontrollen brauchen nie eine Begründung) (!Vorurteile sind rechtlich immer ausreichend)
Was ist ein individueller Verdacht? (Ein konkreter nachvollziehbarer Hinweis auf ein bestimmtes Verhalten) (!Eine Vermutung aufgrund von Hautfarbe) (!Eine Entscheidung nach Kleidung allein) (!Eine Kontrolle wegen eines fremd klingenden Namens)
Warum kann Racial Profiling das Vertrauen in den Staat schwächen? (Weil Betroffene den Staat als ungerecht und verdächtigend erleben können) (!Weil Kontrollen dadurch immer schneller werden) (!Weil Musik dadurch verboten wird) (!Weil Grundrechte nur für Erwachsene gelten)
Was meint institutioneller Rassismus? (Benachteiligung durch Regeln Routinen oder Strukturen) (!Eine einzelne unhöfliche Bemerkung ohne Folgen) (!Eine Musikrichtung aus den USA) (!Eine private Meinung ohne gesellschaftlichen Bezug)
Welche Rolle kann ein Song gegen Diskriminierung haben? (Er kann Erfahrungen sichtbar machen und Diskussionen anstoßen) (!Er ersetzt alle Gesetze) (!Er beweist automatisch jede Behauptung) (!Er macht politische Bildung überflüssig)
Was gehört zu einer guten Songanalyse? (Beobachten beschreiben deuten und bewerten) (!Nur den Refrain auswendig lernen) (!Nur die Klickzahlen vergleichen) (!Nur die Meinung der Lehrkraft wiederholen)
Was ist beim Sprechen über Rassismus im Unterricht wichtig? (Respektvolle Sprache und freiwilliger Umgang mit persönlichen Erfahrungen) (!Betroffene müssen immer persönliche Geschichten erzählen) (!Verletzende Begriffe sollen unkommentiert wiederholt werden) (!Es darf keine unterschiedlichen Perspektiven geben)
Welche Handlung ist bei beobachteter Diskriminierung sinnvoll? (Sicherheit beachten Unterstützung anbieten und den Ablauf dokumentieren) (!Sofort riskant eingreifen ohne die Lage einzuschätzen) (!Die betroffene Person ungefragt filmen) (!Die Situation ignorieren weil sie privat ist)
Warum ist der Begriff Race im Deutschen sensibel zu behandeln? (Weil es keine biologischen Menschenrassen gibt und der Begriff historisch belastet ist) (!Weil der Begriff nur in der Musik vorkommt) (!Weil er keine politische Bedeutung hat) (!Weil er ausschließlich ein mathematischer Begriff ist)
Memory
| Racial Profiling | Kontrolle nach rassifizierter Zuschreibung |
| Individueller Verdacht | konkrete nachvollziehbare Hinweise |
| Institutioneller Rassismus | Benachteiligung durch Regeln und Routinen |
| Kunstfreiheit | Schutz künstlerischer Ausdrucksformen |
| Zivilcourage | solidarisches Eingreifen ohne Selbstgefährdung |
| Quellenkritik | Prüfung von Herkunft und Aussage |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Racial Profiling | Auswahl nach rassifizierter Zuschreibung |
| Individueller Verdacht | konkrete Hinweise auf ein Verhalten |
| Menschenwürde | Achtung jedes Menschen als gleichwertig |
| Songanalyse | Deutung von Sprache Klang und Wirkung |
| Zivilcourage | verantwortliche Unterstützung bei Unrecht |
Kreuzworträtsel
| Profiling | Wie nennt man das Erstellen und Anwenden von Auswahlmustern bei Kontrollen? |
| Verdacht | Was muss individuell begründet sein damit eine Kontrolle nicht willkürlich wirkt? |
| Grundgesetz | In welchem deutschen Gesetz steht das zentrale Gleichheitsgebot? |
| Beschwerde | Welches Mittel können Betroffene nach einer diskriminierenden Kontrolle einreichen? |
| Solidarität | Welche Haltung verbindet Unterstützung mit Respekt? |
| Rassismus | Wie heißt eine Ideologie oder Praxis die Menschen rassistisch abwertet? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffe klären: Erstelle ein Glossar mit zehn Begriffen aus dem aiMOOC und formuliere zu jedem Begriff eine Erklärung in eigenen Worten.
- Videoeindruck: Schaue das Erklärvideo und notiere drei Aussagen die Du wichtig findest sowie eine Frage die offen bleibt.
- Wortfeld Diskriminierung: Sammle Wörter die mit Diskriminierung zusammenhängen und ordne sie in die Gruppen Gefühl Recht Gesellschaft und Handlung ein.
- Perspektivwechsel: Schreibe einen kurzen inneren Monolog aus der Sicht einer Person die ohne nachvollziehbaren Grund kontrolliert wird.
Standard
- Songanalyse: Analysiere den Song zu Racial Profiling nach den Schritten Wahrnehmung Beschreibung Deutung und Bewertung ohne längere Textpassagen zu zitieren.
- Fallbeispiel prüfen: Entwickle ein fiktives Fallbeispiel und entscheide begründet ob es sich um Racial Profiling handeln könnte.
- Rechtsstaat erklären: Gestalte ein Schaubild das zeigt warum Menschenwürde Gleichheit Verhältnismäßigkeit und Begründungspflicht zusammengehören.
- Interviewprojekt: Befrage eine Fachperson aus Schule Jugendarbeit Beratung oder politischer Bildung zu Prävention gegen Diskriminierung und fasse die Ergebnisse zusammen.
Schwer
- Unterrichtsprojekt: Plane eine 45-minütige Unterrichtsstunde zu Songs gegen Diskriminierung mit Einstieg Erarbeitung Sicherung und Reflexion.
- Podcast gegen Diskriminierung: Produziere einen kurzen Podcast der Racial Profiling erklärt eine Musikperspektive einbindet und Handlungsmöglichkeiten nennt.
- Beschwerdewege recherchieren: Recherchiere seriöse Beratungsstellen und Beschwerdemöglichkeiten in Deiner Region und erstelle einen verständlichen Wegweiser für Jugendliche.
- Antirassistische Schulkultur: Entwickle ein Konzept für Deine Schule das Fortbildungen Meldewege Projektideen und Regeln für respektvolle Sprache verbindet.

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Lernkontrolle
- Transferanalyse: Vergleiche Racial Profiling mit einer anderen Form von Diskriminierung und erkläre Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede auf individueller institutioneller und struktureller Ebene.
- Dilemma diskutieren: Beurteile ein Spannungsfeld zwischen Sicherheitsauftrag und Diskriminierungsverbot und formuliere Regeln für faire Kontrollen.
- Medienvergleich: Vergleiche die Wirkung eines Sachtextes eines Erklärvideos und eines Songs zum selben Thema und entscheide welche Form für welche Zielgruppe geeignet ist.
- Präventionskonzept: Entwickle Maßnahmen gegen Racial Profiling in einer fiktiven Stadt und begründe wie diese Maßnahmen Vertrauen Fairness und Sicherheit stärken könnten.
- Urteil begründen: Schreibe eine Stellungnahme zu der Frage ob politische Musik gesellschaftliche Veränderungen unterstützen kann und beziehe Racial Profiling als Beispiel ein.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis erstellst Du ein Portfolio. Es soll zeigen, dass Du nicht nur Fakten wiedergeben kannst, sondern Zusammenhänge verstehst und auf neue Situationen anwenden kannst. Verwende keine externen Medien im Lernnachweis, sondern eigene Texte, Skizzen und Reflexionen.
- Portfolio-Aufgabe 1: Erkläre Racial Profiling in eigenen Worten und grenze den Begriff von einer begründeten Kontrolle ab.
- Portfolio-Aufgabe 2: Analysiere eine künstlerische Gestaltung gegen Diskriminierung und beschreibe ihre Wirkung auf Dich.
- Portfolio-Aufgabe 3: Entwickle ein fiktives Fallbeispiel und prüfe es mit rechtlichen und menschenrechtlichen Kriterien.
- Portfolio-Aufgabe 4: Entwirf einen Handlungsplan für solidarisches Verhalten bei beobachteter Diskriminierung.
- Portfolio-Aufgabe 5: Reflektiere was sich in Deiner Wahrnehmung von Sicherheit Gerechtigkeit und Zugehörigkeit verändert hat.
OERs zum Thema
Weiterführende Quellen und Orientierung
- Wikipedia: Racial Profiling
- Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Fragen und Antworten zum Racial Profiling
- Bundeszentrale für politische Bildung: Racial Profiling institutioneller Rassismus und Interventionsmöglichkeiten
- Deutsches Institut für Menschenrechte: Begriff Rasse
- Grundgesetz Artikel 3
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