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Pro-und-Kontra-Diskussionen führen - aiMOOC

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Pro-und-Kontra-Diskussionen führen - aiMOOC



Einleitung

Pro-und-Kontra-Diskussionen führen bedeutet, zu einer strittigen Fragestellung unterschiedliche Positionen sachlich zu sammeln, zu begründen, kritisch zu prüfen und in einem fairen Gespräch zu vertreten. Du lernst in diesem aiMOOC, wie Du eine These formulierst, passende Argumente findest, Gegenargumente ernst nimmst, mit Belegen arbeitest und am Ende zu einem begründeten Urteil kommst.

Eine gute Pro-und-Kontra-Diskussion ist mehr als ein Austausch von Meinungen. Sie verbindet Kommunikation, Rhetorik, Demokratiebildung, Medienkompetenz und Kritisches Denken. Besonders in der Schule, Ausbildung und im Studium hilft Dir diese Methode, komplexe Themen zu verstehen: Soll es Handyverbote an Schulen geben? Sind Schuluniformen sinnvoll? Sollte der Unterricht später beginnen? Brauchen wir mehr direkte Demokratie? Solche Fragen haben selten nur eine einfache Antwort. Darum ist es wichtig, argumentierend zu denken und respektvoll zu sprechen.

In diesem Kurs übst Du Schritt für Schritt, wie Du eine Diskussion vorbereitest, durchführst und auswertest. Du lernst, zwischen Meinung, Behauptung, Argument, Beispiel, Beleg und Schlussfolgerung zu unterscheiden. Außerdem erfährst Du, wie Du auf Gegenpositionen reagierst, ohne unfair zu werden. Ziel ist nicht, andere um jeden Preis zu besiegen, sondern gemeinsam klarer zu denken.


Was ist eine Pro-und-Kontra-Diskussion?

Eine Pro-und-Kontra-Diskussion ist eine strukturierte Gesprächsform, bei der eine Entscheidungsfrage aus mindestens zwei Perspektiven betrachtet wird. Die Pro-Seite unterstützt eine These, die Kontra-Seite widerspricht ihr oder zeigt Risiken, Grenzen und Nebenfolgen auf.

Eine typische Leitfrage lautet: Sollte eine Schule Smartphones während der gesamten Unterrichtszeit verbieten? Die Pro-Seite könnte argumentieren, dass weniger Ablenkung entsteht. Die Kontra-Seite könnte einwenden, dass Smartphones auch Lernwerkzeuge sein können. Eine gute Diskussion untersucht beide Seiten genau, statt vorschnell eine Seite als richtig oder falsch abzuwerten.


Ziel einer Diskussion

Das Ziel einer Pro-und-Kontra-Diskussion ist es, ein Thema differenziert zu betrachten. Du sollst dabei lernen, Argumente zu prüfen, Widersprüche zu erkennen und eigene Positionen nachvollziehbar zu begründen. In einer Demokratie ist diese Fähigkeit besonders wichtig, weil politische und gesellschaftliche Entscheidungen häufig auf öffentlicher Debatte, Abwägung und Kompromiss beruhen.

Eine Diskussion gelingt, wenn die Beteiligten einander zuhören, aufeinander eingehen und Aussagen mit Gründen stützen. Sie misslingt, wenn nur lauter gesprochen wird, wenn persönliche Angriffe dominieren oder wenn Behauptungen ohne Prüfung übernommen werden.


Unterschied zwischen Diskussion, Debatte und Streit

Eine Diskussion ist ein sachlicher Austausch über ein Thema. Eine Debatte ist meist stärker formalisiert: Es gibt feste Rollen, Redezeiten und Regeln. Ein Streit kann ebenfalls aus unterschiedlichen Positionen entstehen, wird aber oft emotionaler und persönlicher geführt. In einer guten Pro-und-Kontra-Diskussion darf es unterschiedliche Meinungen geben, aber die Form bleibt respektvoll.

  1. Diskussion: Offener Austausch mit Argumenten und Gegenargumenten.
  2. Debatte: Geordnete Auseinandersetzung mit klaren Regeln, Rollen und Redezeiten.
  3. Streit: Konflikt, der sachlich oder unsachlich verlaufen kann.
  4. Auseinandersetzung: Oberbegriff für das Klären unterschiedlicher Sichtweisen.


Grundbegriffe der Argumentation


These

Eine These ist eine klare Behauptung oder Position zu einer Streitfrage. Sie muss so formuliert sein, dass man ihr zustimmen oder widersprechen kann. Eine gute These ist eindeutig, prüfbar und nicht zu allgemein.

Beispiel: Schulen sollten Hausaufgaben abschaffen.

Diese These ist diskutierbar, weil es Gründe dafür und dagegen geben kann. Weniger geeignet wäre: Schule ist wichtig. Diese Aussage ist zu allgemein und führt nicht automatisch zu einer Pro-und-Kontra-Diskussion.


Argument

Ein Argument ist eine Begründung für eine These. Es erklärt, warum eine Position sinnvoll, richtig, problematisch oder riskant sein könnte. Ein starkes Argument besteht häufig aus drei Teilen: einer Behauptung, einer Begründung und einem Beispiel oder Beleg.

Beispiel: Hausaufgaben sollten reduziert werden, weil viele Lernende nach einem langen Schultag Erholungszeit brauchen. Wenn Schülerinnen und Schüler bis zum Nachmittag Unterricht haben und anschließend mehrere Stunden Aufgaben erledigen, kann dies Motivation und Konzentration schwächen.


Beleg und Beispiel

Ein Beleg stützt ein Argument durch überprüfbare Informationen. Das können Statistiken, Studien, Gesetzestexte, Expertenaussagen oder dokumentierte Erfahrungen sein. Ein Beispiel macht ein Argument anschaulich, ersetzt aber nicht immer einen Beleg. Besonders bei strittigen Themen solltest Du zwischen persönlichen Erfahrungen und allgemein belastbaren Belegen unterscheiden.


Gegenargument

Ein Gegenargument widerspricht einem Argument oder zeigt seine Grenzen auf. Gute Diskutierende fürchten Gegenargumente nicht. Sie nutzen sie, um die eigene Position zu schärfen. Wer Gegenargumente fair darstellt, zeigt, dass er oder sie das Thema wirklich verstanden hat.


Entkräftung

Eine Entkräftung zeigt, warum ein Gegenargument nicht vollständig überzeugt. Dabei solltest Du nicht einfach sagen: Das stimmt nicht. Besser ist es, den Einwand ernst zu nehmen und dann begründet zu erklären, warum er nur teilweise gilt, auf falschen Annahmen beruht oder durch andere Aspekte überwogen wird.

Beispiel: Es stimmt, dass Smartphones im Unterricht ablenken können. Das spricht aber nicht zwingend für ein komplettes Verbot, denn durch klare Nutzungsregeln und medienpädagogische Aufgaben können Smartphones auch sinnvoll eingesetzt werden.


Aufbau einer Pro-und-Kontra-Diskussion


Vorbereitung

Eine gute Diskussion beginnt vor dem eigentlichen Gespräch. Zuerst wird die Streitfrage genau formuliert. Danach sammelst Du Informationen, ordnest Argumente und prüfst Quellen. Anschließend planst Du, welche Rolle Du einnimmst und welche Beispiele Du verwenden möchtest.

  1. Streitfrage: Formuliere eine klare Entscheidungsfrage.
  2. Recherche: Sammle Informationen aus verlässlichen Quellen.
  3. Argumentesammlung: Ordne Pro- und Kontra-Argumente.
  4. Gewichtung: Prüfe, welche Argumente besonders stark sind.
  5. Rollenklärung: Lege fest, wer moderiert, wer spricht und wer beobachtet.


Durchführung

Während der Diskussion kommt es darauf an, verständlich, fair und strukturiert zu sprechen. Du solltest nicht nur Deine vorbereiteten Punkte vortragen, sondern auch auf andere Beiträge reagieren. Eine Diskussion ist kein Vortrag, sondern ein dialogischer Prozess.

Ein sinnvoller Ablauf kann so aussehen:

  1. Eröffnung: Die Streitfrage wird vorgestellt und geklärt.
  2. Eingangsstatement: Beide Seiten nennen ihre wichtigste Position.
  3. Argumentationsrunde: Pro- und Kontra-Seite bringen Argumente mit Belegen.
  4. Reaktionsrunde: Die Beteiligten gehen auf Gegenargumente ein.
  5. Abwägung: Die stärksten Argumente werden verglichen.
  6. Schlussstatement: Jede Seite fasst ihre Position knapp zusammen.
  7. Auswertung: Gesprächsführung, Argumentqualität und Ergebnis werden reflektiert.


Auswertung

Nach der Diskussion solltest Du nicht nur fragen, wer überzeugt hat. Wichtiger sind Fragen wie: Waren die Argumente belegt? Wurde fair zugehört? Wurden Gegenargumente richtig verstanden? Hat sich die eigene Meinung verändert? Eine gute Auswertung hilft Dir, beim nächsten Mal klarer und respektvoller zu diskutieren.


Gesprächsregeln

Gesprächsregeln sorgen dafür, dass Diskussionen nicht chaotisch oder verletzend werden. Sie schützen nicht nur die Schwächeren, sondern verbessern auch die Qualität der Argumente. Wer andere unterbricht, verdreht oder verspottet, verhindert Erkenntnis.

  1. Aktives Zuhören: Höre so zu, dass Du den anderen Beitrag korrekt wiedergeben könntest.
  2. Ich-Botschaft: Sprich aus Deiner Perspektive, ohne andere abzuwerten.
  3. Sachlichkeit: Kritisiere Aussagen, nicht Personen.
  4. Begründungspflicht: Stütze Deine Position durch Gründe.
  5. Fairness: Stelle Gegenpositionen nicht absichtlich verzerrt dar.
  6. Redezeit: Achte darauf, dass alle Beteiligten sprechen können.
  7. Quellenkritik: Prüfe Informationen, bevor Du sie verwendest.


Argumenttypen


Faktenargument

Ein Faktenargument stützt sich auf überprüfbare Daten oder nachweisbare Tatsachen. Es ist besonders stark, wenn die Quelle zuverlässig ist und die Daten zum Thema passen. Ein Faktenargument kann aber schwach werden, wenn Zahlen aus dem Zusammenhang gerissen werden.


Autoritätsargument

Ein Autoritätsargument beruft sich auf Fachleute oder Institutionen. Es kann sinnvoll sein, wenn die genannte Person oder Organisation wirklich kompetent ist. Es ist problematisch, wenn Autorität nur behauptet wird oder wenn Fachleute außerhalb ihres Fachgebiets zitiert werden.


Werteargument

Ein Werteargument beruht auf Grundwerten wie Gerechtigkeit, Freiheit, Sicherheit, Solidarität oder Nachhaltigkeit. Werteargumente sind in gesellschaftlichen Diskussionen häufig sehr wichtig. Sie müssen aber offen benannt werden, damit klar ist, welche Wertentscheidung hinter einer Position steht.


Nutzenargument

Ein Nutzenargument fragt nach Vorteilen und positiven Folgen. Es ist besonders geeignet, wenn über Regeln, Projekte oder Maßnahmen entschieden wird. Dabei sollte geprüft werden, wer den Nutzen hat und ob mögliche Nachteile angemessen berücksichtigt werden.


Folgenargument

Ein Folgenargument untersucht mögliche Konsequenzen. Es kann positive oder negative Folgen beschreiben. Besonders wichtig ist dabei, zwischen sicheren, wahrscheinlichen und nur behaupteten Folgen zu unterscheiden.


Starke und schwache Argumente erkennen

Ein starkes Argument ist klar, nachvollziehbar, relevant und gut belegt. Es passt zur Streitfrage und berücksichtigt mögliche Einwände. Ein schwaches Argument ist ungenau, unsachlich, unbelegt oder lenkt vom Thema ab.

Starkes Argument: Eine spätere Schulanfangszeit kann sinnvoll sein, wenn sie nachweislich zu besserer Konzentration beiträgt und organisatorisch umsetzbar ist.

Schwaches Argument: Schule sollte später anfangen, weil morgens alles nervt.

Das zweite Argument enthält zwar eine verständliche Empfindung, aber keine ausreichende Begründung. In einer Diskussion darfst Du Gefühle nennen, solltest sie aber durch Gründe ergänzen.


Typische Fehler in Pro-und-Kontra-Diskussionen


Persönlicher Angriff

Ein persönlicher Angriff richtet sich gegen eine Person statt gegen ihr Argument. Das ist unfair und schwächt die Diskussion. Statt zu sagen: Du hast doch keine Ahnung, solltest Du sagen: Dein Argument überzeugt mich noch nicht, weil ein Beleg fehlt.


Strohmann-Argument

Ein Strohmann-Argument verzerrt die Position der Gegenseite, damit sie leichter kritisiert werden kann. Fair ist es, die andere Position erst so stark und korrekt wie möglich darzustellen, bevor Du sie kritisierst.


Falsches Dilemma

Ein Falsches Dilemma tut so, als gäbe es nur zwei Möglichkeiten, obwohl weitere Lösungen denkbar sind. In Pro-und-Kontra-Diskussionen ist es deshalb wichtig, auch Kompromisse und Mischformen zu prüfen.


Scheinargument

Ein Scheinargument klingt zunächst überzeugend, trägt aber inhaltlich wenig zur Frage bei. Dazu gehören unbelegte Verallgemeinerungen, Ablenkungen, Übertreibungen oder emotionale Schlagwörter.


Moderation einer Diskussion

Eine Moderation hilft, eine Diskussion fair und zielgerichtet zu führen. Die moderierende Person vertritt nicht ihre eigene Position, sondern sorgt für Struktur. Sie achtet auf Redezeiten, fasst Zwischenergebnisse zusammen, stellt klärende Fragen und greift ein, wenn Regeln verletzt werden.

Gute Moderationsfragen sind:

  1. Klärungsfrage: Was genau meinst Du mit diesem Begriff?
  2. Begründungsfrage: Warum führt dieser Punkt zu Deiner Schlussfolgerung?
  3. Belegfrage: Welche Quelle oder Erfahrung stützt diese Aussage?
  4. Perspektivfrage: Wie könnte die Gegenseite diesen Punkt sehen?
  5. Transferfrage: Was würde aus dieser Position in einer anderen Situation folgen?


Sprache in der Diskussion

Die Sprache entscheidet stark darüber, ob eine Diskussion konstruktiv bleibt. Du solltest klar, präzise und respektvoll formulieren. Hilfreich sind Formulierungen, die Zustimmung, Widerspruch und Nachfrage sachlich ausdrücken.

  1. Zustimmung: Das Argument überzeugt mich, weil ...
  2. Teilzustimmung: Diesen Punkt kann ich nachvollziehen, aber ...
  3. Widerspruch: Ich sehe das anders, weil ...
  4. Nachfrage: Kannst Du genauer erklären, worauf Du Dich beziehst?
  5. Entkräftung: Der Einwand ist wichtig, allerdings berücksichtigt er nicht ...
  6. Zusammenfassung: Wenn ich Dich richtig verstehe, sagst Du ...


Pro-und-Kontra-Liste

Eine Pro-und-Kontra-Liste ist ein Werkzeug zur Vorbereitung. Sie sammelt Gründe für und gegen eine Entscheidung. Wichtig ist, die Liste nicht nur zu füllen, sondern die Argumente zu gewichten. Ein einziges starkes Argument kann wichtiger sein als viele schwache Punkte.

Streitfrage Pro Kontra
Sollten Klassenarbeiten durch Projektarbeiten ersetzt werden? Projektarbeiten fördern Selbstständigkeit, Teamarbeit und Anwendung von Wissen. Klassenarbeiten sind vergleichbarer und prüfen Einzelleistungen klarer.
Sollte es ein Handyverbot an Schulen geben? Weniger Ablenkung und weniger Konflikte durch private Nutzung. Digitale Geräte können sinnvoll für Recherche, Organisation und Medienbildung genutzt werden.
Sollte der Unterricht später beginnen? Viele Jugendliche sind morgens wenig leistungsfähig und könnten konzentrierter lernen. Busfahrpläne, Betreuungszeiten und Nachmittagsaktivitäten müssten angepasst werden.


Beispielthema: Handyverbot an Schulen


Streitfrage

Sollten Smartphones während des gesamten Schultags verboten werden?


Pro-Argumente

  1. Konzentration: Ohne Smartphone sinkt die Gefahr, durch Nachrichten, Spiele oder soziale Medien abgelenkt zu werden.
  2. Soziales Lernen: In Pausen könnten mehr direkte Gespräche entstehen.
  3. Konfliktvermeidung: Weniger private Aufnahmen könnten Mobbing und Datenschutzprobleme verringern.
  4. Chancengleichheit: Wer kein teures Gerät besitzt, wird weniger sichtbar benachteiligt.


Kontra-Argumente

  1. Medienkompetenz: Der verantwortliche Umgang mit Smartphones muss gelernt und geübt werden.
  2. Lernwerkzeug: Smartphones können für Recherche, Wörterbücher, Lernapps und Organisation genutzt werden.
  3. Eigenverantwortung: Ein komplettes Verbot verhindert nicht automatisch verantwortliches Verhalten.
  4. Notfallkommunikation: In besonderen Situationen kann schnelle Erreichbarkeit wichtig sein.


Abwägung

Eine differenzierte Position könnte lauten: Smartphones sollten nicht grundsätzlich verboten werden, aber ihre Nutzung braucht klare Regeln. Im Unterricht können sie erlaubt sein, wenn sie einem Lernziel dienen. In Prüfungen oder konzentrierten Arbeitsphasen können sie abgegeben oder ausgeschaltet werden. Diese Lösung verbindet Medienbildung mit Regelklarheit.


Beispiel für eine faire Entkräftung

Gegenargument: Ein Handyverbot ist schlecht, weil Smartphones wichtige Lernwerkzeuge sind.

Faire Entkräftung: Das stimmt in vielen Situationen. Allerdings folgt daraus nicht, dass Smartphones jederzeit frei genutzt werden sollten. Eine Schule kann zwischen lernbezogener Nutzung und privater Ablenkung unterscheiden. Deshalb wäre eine Nutzungsordnung möglicherweise sinnvoller als ein pauschales Verbot.

Diese Entkräftung nimmt das Gegenargument ernst und entwickelt daraus eine differenzierte Lösung.


Medien zur Vertiefung

Das folgende Video erklärt Grundideen einer Pro-und-Kontra-Diskussion und kann Dir helfen, die Methode zu wiederholen.

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Das folgende Video zeigt, wie eine Debatte im Unterricht ablaufen kann.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=s8kWkeqU4tg |500|center}}

Die Grafik verweist auf strukturierte Online-Debatten. Sie zeigt, dass Diskussionen auch digital geordnet werden können, indem Aussagen, Begründungen und Gegenaussagen miteinander verknüpft werden.


Schritt-für-Schritt-Methode


Schritt 1: Streitfrage klären

Formuliere die Frage so, dass sie mit Ja oder Nein beantwortet werden könnte. Eine gute Streitfrage ist offen, relevant und konkret. Statt Schule und Digitalisierung eignet sich besser: Sollten digitale Schulbücher gedruckte Schulbücher ersetzen?


Schritt 2: Begriffe definieren

Viele Diskussionen scheitern, weil zentrale Begriffe unklar bleiben. Was bedeutet Verbot? Was bedeutet gerecht? Was bedeutet nachhaltig? Kläre Begriffe früh, damit nicht aneinander vorbeigeredet wird.


Schritt 3: Argumente sammeln

Sammle zunächst viele Argumente, ohne sie sofort zu bewerten. Danach ordnest Du sie nach Pro und Kontra. Anschließend prüfst Du, welche Argumente belegt, relevant und stark sind.


Schritt 4: Belege suchen

Nutze verlässliche Quellen. Achte darauf, ob eine Quelle aktuell, unabhängig, fachlich kompetent und nachvollziehbar ist. Verwende keine Informationen, deren Herkunft unklar ist. Bei kontroversen Themen solltest Du mehrere Quellen vergleichen.


Schritt 5: Argumente gewichten

Nicht alle Argumente sind gleich stark. Ein Argument ist besonders wichtig, wenn es viele Menschen betrifft, gut belegt ist, zentrale Werte berührt oder langfristige Folgen hat. Du kannst Argumente nach Relevanz, Belegbarkeit, Folgen und Fairness bewerten.


Schritt 6: Diskutieren

Sprich klar und in vollständigen Gedankengängen. Beziehe Dich auf andere Beiträge. Vermeide Monologe. Stelle Rückfragen und fasse die Position der anderen Seite fair zusammen, bevor Du widersprichst.


Schritt 7: Urteil bilden

Ein begründetes Urteil entsteht durch Abwägung. Du erklärst, welche Argumente am stärksten sind und warum. Ein gutes Urteil kann auch Bedingungen enthalten: Ich bin dafür, wenn ... oder Ich bin dagegen, solange ...


Bewertungskriterien für Diskussionen

Kriterium Woran erkennt man es? Beispiel für gute Umsetzung
Sachlichkeit Beiträge beziehen sich auf Argumente statt auf Personen. Ich widerspreche dem Punkt, weil die Begründung unvollständig ist.
Struktur Aussagen folgen einer klaren Reihenfolge. These, Begründung, Beispiel und Schlussfolgerung sind erkennbar.
Belegqualität Informationen stammen aus nachvollziehbaren Quellen. Eine Statistik wird korrekt eingeordnet und nicht übertrieben.
Gesprächsverhalten Die Beteiligten hören zu und lassen einander ausreden. Vor dem Widerspruch wird die andere Position kurz zusammengefasst.
Abwägung Pro- und Kontra-Seite werden ernst genommen. Ein Urteil erklärt, warum ein Argument stärker wiegt als ein anderes.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine These in einer Pro-und-Kontra-Diskussion? (Eine klare Position oder Behauptung zu einer Streitfrage) (!Eine zufällige Information ohne Bezug zur Streitfrage) (!Eine persönliche Beleidigung in einer Diskussion) (!Eine Liste aller Gesprächsregeln)




Was gehört zu einem starken Argument? (Eine nachvollziehbare Begründung) (!Eine möglichst laute Stimme) (!Ein persönlicher Angriff) (!Eine absichtliche Übertreibung)




Welche Aufgabe hat eine Moderation? (Sie sorgt für Struktur, Fairness und Redeordnung) (!Sie entscheidet allein, welche Meinung richtig ist) (!Sie vertritt immer die Pro-Seite) (!Sie verhindert alle Gegenargumente)




Was ist ein Gegenargument? (Ein Argument, das einer Position widerspricht oder ihre Grenzen zeigt) (!Ein Beispiel, das nichts mit dem Thema zu tun hat) (!Eine Wiederholung der eigenen Meinung) (!Ein Ersatz für Gesprächsregeln)




Was bedeutet Entkräftung in einer Diskussion? (Einen Einwand begründet prüfen und seine Schwächen zeigen) (!Die andere Person lächerlich machen) (!Das Thema wechseln) (!Alle Gegenargumente ignorieren)




Welche Frage eignet sich besonders gut als Streitfrage? (Sollten Smartphones während des gesamten Schultags verboten werden?) (!Smartphones und Schule) (!Warum gibt es Technik?) (!Schule ist wichtig)




Was ist ein typisches Merkmal eines Strohmann-Arguments? (Die Gegenposition wird verzerrt dargestellt) (!Die Gegenposition wird besonders fair zusammengefasst) (!Eine Quelle wird korrekt angegeben) (!Ein Begriff wird genau definiert)




Warum sind Belege in einer Diskussion wichtig? (Sie stützen Argumente durch überprüfbare Informationen) (!Sie ersetzen jede Begründung vollständig) (!Sie machen Gesprächsregeln unnötig) (!Sie dienen nur dazu, andere zu verwirren)




Welche Formulierung ist in einer sachlichen Diskussion besonders geeignet? (Ich sehe das anders, weil ...) (!Du hast doch keine Ahnung) (!Das ist einfach Quatsch) (!Jeder weiß, dass ich recht habe)




Was ist das Ziel einer guten Abwägung? (Die stärksten Pro- und Kontra-Argumente begründet zu vergleichen) (!Nur die eigene Meinung zu wiederholen) (!Alle Gegenargumente zu verschweigen) (!Die Diskussion möglichst schnell abzubrechen)





Memory

These Klare Position zu einer Streitfrage
Argument Begründung für eine Position
Beleg Überprüfbare Stütze einer Aussage
Gegenargument Einwand gegen eine Position
Moderation Leitung eines fairen Gesprächs
Entkräftung Begründete Antwort auf einen Einwand
Abwägung Vergleich der stärksten Gründe





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Streitfrage klären Vorbereitung
Argumente austauschen Durchführung
Gegenargumente prüfen Reaktion
Gründe gewichten Abwägung
Gespräch bewerten Auswertung






Kreuzworträtsel

These Klare Behauptung zu einer Streitfrage
Argument Begründung für eine Position
Beleg Überprüfbare Stütze eines Arguments
Fairness Grundhaltung für respektvolle Diskussionen
Moderation Gesprächsleitung mit Blick auf Regeln
Debatte Formalisierte Form der Auseinandersetzung





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Pro-und-Kontra-Diskussion beginnt mit einer klaren

. Eine

ist eine Position, der man zustimmen oder widersprechen kann. Ein starkes

enthält eine nachvollziehbare Begründung. Ein

stützt eine Aussage durch überprüfbare Informationen. Ein

zeigt Grenzen oder Schwächen einer Position. Eine faire

nimmt einen Einwand ernst und prüft ihn begründet. Die

achtet auf Gesprächsregeln und Redezeiten. Am Ende hilft die

, ein begründetes Urteil zu bilden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Streitfrage formulieren: Formuliere fünf Streitfragen aus Deinem Schulalltag, die sich für eine Pro-und-Kontra-Diskussion eignen.
  2. Argumente sammeln: Wähle eine Streitfrage und notiere jeweils drei Pro- und drei Kontra-Argumente.
  3. Gesprächsregeln entwickeln: Entwirf fünf Regeln für eine faire Diskussion in Deiner Klasse.
  4. Begriffe klären: Erkläre die Begriffe These, Argument, Beleg und Gegenargument mit eigenen Beispielen.


Standard

  1. Pro-und-Kontra-Liste erstellen: Erstelle zu einem aktuellen Schulthema eine Tabelle mit Pro- und Kontra-Argumenten und gewichte die Argumente nach Stärke.
  2. Diskussion beobachten: Beobachte eine Diskussion in einer Talkshow, im Klassenrat oder in einem Podcast und analysiere das Gesprächsverhalten.
  3. Argument verbessern: Nimm ein schwaches Argument und überarbeite es so, dass es eine klare Begründung und ein Beispiel enthält.
  4. Moderation üben: Bereite fünf Moderationsfragen für eine Diskussion zum Thema Handyverbot an Schulen vor.


Schwer

  1. Debatte durchführen: Plant in Gruppen eine strukturierte Pro-und-Kontra-Diskussion mit Rollen, Redezeiten, Moderation und Auswertung.
  2. Quellenkritik anwenden: Recherchiere zu einer Streitfrage mindestens drei Quellen und prüfe ihre Zuverlässigkeit.
  3. Urteil schreiben: Verfasse ein begründetes Urteil, in dem Du Pro- und Kontra-Argumente vergleichst und zu einer differenzierten Position kommst.
  4. Erklärvideo gestalten: Produziere ein kurzes Video, das erklärt, wie man fair und überzeugend diskutiert.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Diskussion: Übertrage die Methode der Pro-und-Kontra-Diskussion auf ein neues Thema aus Politik, Schule oder Alltag und begründe, warum sich dieses Thema eignet.
  2. Argumentationsanalyse: Analysiere einen kurzen Diskussionstext und untersuche, welche Aussagen Thesen, Argumente, Beispiele, Belege oder Gegenargumente sind.
  3. Perspektivwechsel: Vertritt schriftlich eine Position, die nicht Deiner eigenen Meinung entspricht, und formuliere sie so fair und stark wie möglich.
  4. Abwägungsurteil: Entscheide zu einer Streitfrage nicht nur mit Ja oder Nein, sondern entwickle ein begründetes Urteil mit Bedingungen und Einschränkungen.
  5. Gesprächsreflexion: Bewerte eine selbst durchgeführte Diskussion nach Sachlichkeit, Struktur, Belegqualität, Gesprächsverhalten und Abwägung.
  6. Fehlerdiagnose: Erkenne in vorgegebenen Aussagen persönliche Angriffe, Strohmann-Argumente oder falsche Dilemmata und verbessere sie.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis führst Du in einer Gruppe eine vollständige Pro-und-Kontra-Diskussion durch. Ihr wählt eine klare Streitfrage, recherchiert Informationen, erstellt eine Pro-und-Kontra-Liste, verteilt Rollen und führt die Diskussion mit Moderation. Anschließend gibst Du eine schriftliche Reflexion ab.

Dein Lernnachweis sollte folgende Bestandteile enthalten:

  1. Streitfrage: Eine präzise formulierte Entscheidungsfrage.
  2. Vorbereitung: Eine geordnete Pro-und-Kontra-Liste mit mindestens sechs Argumenten.
  3. Belege: Mindestens zwei nachvollziehbare Quellen oder Materialien.
  4. Durchführung: Eine dokumentierte Diskussion mit Rollen und Gesprächsregeln.
  5. Reflexion: Eine Auswertung der Argumentqualität und des Gesprächsverhaltens.
  6. Urteil: Eine begründete eigene Position, die Gegenargumente berücksichtigt.


Bewertungshilfe

Bereich Erfüllt Teilweise erfüllt Noch zu verbessern
Streitfrage Die Frage ist klar, strittig und konkret. Die Frage ist grundsätzlich geeignet, aber noch ungenau. Die Frage ist zu allgemein oder nicht diskutierbar.
Argumente Die Argumente sind begründet, relevant und geordnet. Einige Argumente sind nachvollziehbar, andere bleiben unklar. Die Argumente sind überwiegend unbelegt oder unsachlich.
Gesprächsverhalten Die Diskussion ist respektvoll, zuhörend und fair. Die Gesprächsregeln werden teilweise eingehalten. Unterbrechungen oder persönliche Angriffe stören die Diskussion.
Belege Quellen werden sinnvoll genutzt und kritisch eingeordnet. Quellen sind vorhanden, aber nicht immer passend erklärt. Quellen fehlen oder werden unkritisch übernommen.
Urteil Das Urteil wägt Pro und Kontra differenziert ab. Das Urteil nennt Gründe, bleibt aber teilweise einseitig. Das Urteil ist nur eine Meinung ohne Abwägung.




OERs zum Thema



Links


Zusammenfassung

Eine Pro-und-Kontra-Diskussion hilft Dir, strittige Themen sachlich und fair zu bearbeiten. Du formulierst eine klare Streitfrage, sammelst Pro- und Kontra-Argumente, prüfst Belege und gehst respektvoll auf Gegenargumente ein. Entscheidend ist nicht, möglichst schnell zu gewinnen, sondern begründet zu denken, zuzuhören und zu einem reflektierten Urteil zu kommen. Wer gut diskutieren kann, nimmt aktiv an Schule, Beruf, Gesellschaft und Demokratie teil.

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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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THE MONKEY DANCE



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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
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  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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