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Präteritum bilden und verwenden

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Präteritum bilden und verwenden



Einleitung

Das Präteritum ist eine wichtige Zeitform des Verbs. Du verwendest es, wenn Du über etwas Vergangenes erzählst, berichtest oder schreibst: Ich ging nach Hause., Sie lachte., Wir spielten im Hof. Das Präteritum wird auch einfache Vergangenheit, erste Vergangenheit oder in Österreich oft Mitvergangenheit genannt. Es heißt einfache Vergangenheit, weil die Verbform meistens aus nur einem Wort besteht: ich lernte, du kamst, er war.

Im Deutschen wird das Präteritum besonders häufig in der Schriftsprache verwendet. Du findest es in Erzählungen, Märchen, Romanen, Berichten, Nacherzählungen, Zeitungsartikeln und historischen Darstellungen. In der gesprochenen Alltagssprache wird dagegen oft das Perfekt verwendet: Man sagt häufig Ich habe gelernt statt Ich lernte. Einige Verben bleiben aber auch beim Sprechen sehr oft im Präteritum, zum Beispiel sein, haben und Modalverben wie konnte, musste, durfte, wollte.

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Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du das Präteritum erkennen, bilden und sinnvoll verwenden. Du lernst, wie sich regelmäßige, unregelmäßige und gemischte Verben im Präteritum verändern. Außerdem übst Du, wann das Präteritum besser passt als das Perfekt und wie Du eigene Texte im Präteritum schreibst.

  1. Präteritum erkennen: Du erkennst Präteritumsformen in Sätzen und Texten.
  2. Präteritum bilden: Du bildest regelmäßige, unregelmäßige und gemischte Verbformen.
  3. Präteritum verwenden: Du nutzt das Präteritum in Erzählungen, Berichten und sachlichen Texten.
  4. Perfekt und Präteritum unterscheiden: Du entscheidest, welche Vergangenheit in welcher Situation passend ist.
  5. Texte überarbeiten: Du findest und korrigierst typische Fehler beim Präteritum.


Grundwissen: Was ist das Präteritum?

Das Präteritum bezeichnet vergangene Ereignisse, Handlungen und Zustände. Es gehört zu den Tempora, also zu den grammatischen Zeitformen. Die Handlung liegt vor dem Zeitpunkt, in dem gesprochen oder geschrieben wird.

Beispiele:

  1. Handlung: Der Hund bellte laut.
  2. Ereignis: Gestern fiel der erste Schnee.
  3. Zustand: Die Tür war offen.
  4. Gewohnheit in der Vergangenheit: Früher spielte sie jeden Nachmittag draußen.

Das Präteritum ist besonders geeignet, wenn ein Text ruhig, erzählend oder sachlich wirken soll. In vielen Geschichten wird es als Erzählzeit genutzt. Märchen beginnen häufig mit Formen wie Es war einmal. Auch in Berichten steht oft das Präteritum, weil dort vergangene Vorgänge geordnet dargestellt werden.


Präteritum und Perfekt unterscheiden

Das Präteritum und das Perfekt können beide Vergangenes ausdrücken. Der Unterschied liegt vor allem im Gebrauch.

Zeitform Beispiel Typischer Gebrauch
Präteritum Ich schrieb einen Bericht. Besonders in geschriebenen Texten, Erzählungen, Berichten und sachlichen Darstellungen
Perfekt Ich habe einen Bericht geschrieben. Besonders in Gesprächen und in der Alltagssprache

In der Schule ist es wichtig, beide Formen zu beherrschen. Wenn Du eine Erzählung, Nacherzählung oder einen Bericht schreibst, brauchst Du das Präteritum sehr häufig. Wenn Du mündlich erzählst, klingt oft das Perfekt natürlicher: Ich bin gestern ins Kino gegangen. In einem schriftlichen Bericht kann dagegen stehen: Am Freitag besuchte die Klasse das Museum.


Beispielvergleich

Situation Alltagssprache mit Perfekt Schriftsprache mit Präteritum
Erlebnis erzählen Ich habe einen Fuchs gesehen. Ich sah einen Fuchs.
Bericht schreiben Die Gruppe hat das Experiment durchgeführt. Die Gruppe führte das Experiment durch.
Geschichte erzählen Der Junge ist in den Wald gegangen. Der Junge ging in den Wald.
Zustand beschreiben Das Fenster ist offen gewesen. Das Fenster war offen.


Bildung des Präteritums

Die Bildung des Präteritums hängt davon ab, zu welcher Verbgruppe ein Verb gehört. Man unterscheidet vor allem schwache Verben, starke Verben und gemischte Verben.


Schwache Verben: regelmäßige Bildung

Schwache Verben bilden das Präteritum regelmäßig. Du nimmst den Verbstamm und hängst ein -te sowie die passende Personalendung an.

Formel: Verbstamm + te + Personalendung

Beispiel: spielen

Person Präteritum Erklärung
ich spielte Stamm spiel + te
du spieltest Stamm spiel + te + st
er, sie, es spielte Stamm spiel + te
wir spielten Stamm spiel + te + n
ihr spieltet Stamm spiel + te + t
sie, Sie spielten Stamm spiel + te + n

Weitere Beispiele:

  1. lernen: ich lernte, du lerntest, er lernte, wir lernten
  2. machen: ich machte, du machtest, sie machte, wir machten
  3. fragen: ich fragte, du fragtest, er fragte, sie fragten
  4. kaufen: ich kaufte, du kauftest, es kaufte, wir kauften


Schwache Verben mit eingeschobenem e

Bei manchen regelmäßigen Verben wird ein zusätzliches e eingefügt. Das macht die Aussprache leichter. Das betrifft besonders Stämme, die auf d oder t enden, sowie einige Stämme mit schwer aussprechbaren Konsonantenverbindungen.

Beispiele:

Infinitiv Stamm Präteritum
arbeiten arbeit ich arbeitete
reden red du redetest
warten wart er wartete
atmen atm wir atmeten
öffnen öffn ihr öffnetet

Merke: Nicht ich arbeitte, sondern ich arbeitete. Nicht du redtest, sondern du redetest.


Starke Verben: unregelmäßige Bildung

Starke Verben bilden das Präteritum nicht mit -te. Meist verändert sich der Stammvokal. Diese Veränderung heißt Ablaut. Die Endungen ähneln zwar einem Muster, aber die Stammform musst Du lernen.

Beispiel: gehen

Person Präteritum
ich ging
du gingst
er, sie, es ging
wir gingen
ihr gingt
sie, Sie gingen

Weitere starke Verben:

Infinitiv Präteritum 1. Person Singular Beispielsatz
gehen ging Ich ging nach Hause.
kommen kam Sie kam zu spät.
sehen sah Er sah den Mond.
schreiben schrieb Wir schrieben einen Text.
finden fand Du fandest den Schlüssel.
nehmen nahm Ich nahm das Heft.
sprechen sprach Die Lehrerin sprach langsam.
lesen las Ihr last den Abschnitt.

Achtung: In der ersten und dritten Person Singular haben starke Verben meistens keine Endung: ich ging, er ging, ich sah, sie sah, ich kam, es kam.


Gemischte Verben

Gemischte Verben haben Merkmale von schwachen und starken Verben. Sie bekommen häufig ein -te, aber der Stamm verändert sich trotzdem. Diese Formen solltest Du besonders üben.

Infinitiv Präteritum Beispiel
bringen brachte Sie brachte ein Buch mit.
denken dachte Ich dachte an die Aufgabe.
kennen kannte Er kannte den Weg.
nennen nannte Wir nannten drei Beispiele.
rennen rannte Der Hund rannte über die Wiese.
wissen wusste Du wusstest die Antwort.


Hilfsverben und Modalverben im Präteritum

Die Verben sein, haben und werden sind sehr wichtig, weil sie häufig vorkommen. Auch Modalverben werden in der gesprochenen und geschriebenen Sprache oft im Präteritum verwendet.

Infinitiv ich du er, sie, es wir ihr sie, Sie
sein war warst war waren wart waren
haben hatte hattest hatte hatten hattet hatten
werden wurde wurdest wurde wurden wurdet wurden


Modalverben

Modalverben verändern die Bedeutung eines anderen Verbs. Im Präteritum stehen sie oft mit einem Infinitiv am Satzende.

Infinitiv Präteritum Beispiel
können konnte Ich konnte die Aufgabe lösen.
müssen musste Du musstest früh aufstehen.
dürfen durfte Wir durften das Wörterbuch benutzen.
sollen sollte Ihr solltet leise arbeiten.
wollen wollte Sie wollte eine Geschichte schreiben.
mögen mochte Er mochte früher Märchen.

Beispiel mit Satzklammer: Ich konnte die Aufgabe lösen. Das konjugierte Modalverb steht an zweiter Stelle, der Infinitiv steht am Ende.

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Verwendung des Präteritums


In Erzählungen

In Erzählungen schilderst Du, was nacheinander geschah. Das Präteritum hilft Dir, eine klare Erzählzeit einzuhalten.

Beispiel:

Am Morgen öffnete Lina die Tür. Draußen lag Schnee. Sie nahm ihren Schal, lief in den Garten und baute einen Schneemann. Plötzlich hörte sie ein leises Rascheln hinter der Hecke.

In diesem Beispiel stehen die Verben öffnete, lag, nahm, lief, baute und hörte im Präteritum. Die Sätze wirken wie eine zusammenhängende Geschichte.


In Berichten

In einem Bericht geht es nicht um Spannung, sondern um klare, sachliche Information. Auch hier passt das Präteritum, wenn Vergangenes dargestellt wird.

Beispiel:

Am Dienstag besuchte die Klasse 6a das Stadtmuseum. Die Führung begann um 10 Uhr. Die Schülerinnen und Schüler betrachteten alte Werkzeuge und stellten Fragen zur Stadtgeschichte. Anschließend notierten sie ihre Beobachtungen.

Das Präteritum macht deutlich, dass das Ereignis abgeschlossen ist.


In Märchen und literarischen Texten

Viele Märchen und literarische Texte verwenden das Präteritum als Erzählform. Typische Formen sind war, lebte, ging, fand, sagte, fragte, kam und nahm.

Beispiel:

Es war einmal ein Kind, das lebte am Rande eines großen Waldes. Eines Tages fand es einen glänzenden Schlüssel.

Das Präteritum schafft Abstand zur Gegenwart und öffnet einen erzählten Raum.


In historischen Darstellungen

In historischen Texten wird das Präteritum verwendet, wenn Ereignisse der Vergangenheit dargestellt werden.

Beispiel:

Im Mittelalter entstanden viele Städte. Händler verkauften ihre Waren auf Märkten. Handwerker lebten und arbeiteten oft in derselben Straße.

Hier beschreibt das Präteritum vergangene Entwicklungen.


Satzbau mit Präteritum

Das Präteritum verändert die Stellung des Verbs im Satz nicht grundsätzlich. Wie im Präsens steht das konjugierte Verb im Hauptsatz meist an zweiter Stelle.

Satzart Beispiel Erklärung
Hauptsatz Gestern schrieb Mira einen Brief. Das Verb steht an zweiter Stelle.
Frage Schrieb Mira gestern einen Brief? Das Verb steht am Anfang.
Nebensatz Ich weiß, dass Mira gestern einen Brief schrieb. Das Verb steht am Ende des Nebensatzes.
Satz mit Modalverb Mira musste einen Brief schreiben. Das Modalverb steht konjugiert, der Infinitiv steht am Ende.


Signalwörter und Zeitangaben

Signalwörter zeigen oft, dass ein Satz in der Vergangenheit steht. Sie erzwingen nicht automatisch das Präteritum, helfen Dir aber beim Verstehen.

  1. gestern: Gestern besuchten wir die Ausstellung.
  2. damals: Damals lebten viele Menschen auf dem Land.
  3. früher: Früher schrieb man häufiger Briefe.
  4. eines Tages: Eines Tages fand sie eine alte Karte.
  5. im Jahr: Im Jahr 1990 veränderte sich vieles.
  6. vor langer Zeit: Vor langer Zeit stand dort eine Burg.


Typische Fehler und richtige Lösungen

Häufiger Fehler Warum ist das falsch? Richtig
Ich gehte nach Hause. gehen ist ein starkes Verb und bildet das Präteritum mit Stammwechsel. Ich ging nach Hause.
Er spieltest im Garten. Die Personalendung passt nicht zur dritten Person Singular. Er spielte im Garten.
Wir war im Kino. Die Form von sein muss zur ersten Person Plural passen. Wir waren im Kino.
Du sah die Katze. Bei starken Verben braucht die zweite Person Singular die Endung -st. Du sahst die Katze.
Ich habe schrieb einen Brief. Perfekt und Präteritum werden hier falsch gemischt. Ich schrieb einen Brief.
Sie arbeitte lange. Bei arbeiten wird ein e eingefügt. Sie arbeitete lange.


Lernstrategie: So übst Du das Präteritum

Das Präteritum lernst Du am besten in mehreren Schritten. Zuerst solltest Du den Infinitiv erkennen. Dann bestimmst Du, ob das Verb schwach, stark oder gemischt ist. Danach bildest Du die passende Personalform und prüfst den Satzbau.

  1. Infinitiv finden: Suche die Grundform des Verbs, zum Beispiel gehen, spielen, bringen.
  2. Verbklasse bestimmen: Entscheide, ob das Verb schwach, stark oder gemischt ist.
  3. Verbstamm bilden: Bei schwachen Verben streichst Du meist -en oder -n.
  4. Personalendung anhängen: Achte auf die Person: ich, du, er, wir, ihr, sie.
  5. Satzbau prüfen: Im Hauptsatz steht das konjugierte Verb an zweiter Stelle.
  6. Textform beachten: In Geschichten und Berichten ist das Präteritum besonders passend.


Beispiele zum Nachmachen


Schwache Verben

Präsens Präteritum
Ich spiele Fußball. Ich spielte Fußball.
Du lernst Deutsch. Du lerntest Deutsch.
Er fragt die Lehrerin. Er fragte die Lehrerin.
Wir warten auf den Bus. Wir warteten auf den Bus.
Ihr öffnet das Fenster. Ihr öffnetet das Fenster.


Starke Verben

Präsens Präteritum
Ich gehe zur Schule. Ich ging zur Schule.
Du liest ein Buch. Du lasest ein Buch.
Sie kommt spät. Sie kam spät.
Wir sehen den Film. Wir sahen den Film.
Ihr nehmt die Hefte. Ihr nahmt die Hefte.


Gemischte Verben

Präsens Präteritum
Ich bringe Wasser. Ich brachte Wasser.
Du denkst nach. Du dachtest nach.
Er kennt die Lösung. Er kannte die Lösung.
Wir nennen Beispiele. Wir nannten Beispiele.
Sie wissen viel. Sie wussten viel.


Mini-Schreibkurs: Vom Präsens ins Präteritum

Ausgangstext im Präsens:

Mira geht in den Wald. Sie hört ein Geräusch. Ein Vogel fliegt aus dem Gebüsch. Mira erschrickt, aber dann lacht sie. Sie findet eine kleine Feder und nimmt sie mit nach Hause.

Text im Präteritum:

Mira ging in den Wald. Sie hörte ein Geräusch. Ein Vogel flog aus dem Gebüsch. Mira erschrak, aber dann lachte sie. Sie fand eine kleine Feder und nahm sie mit nach Hause.

Du siehst: Manche Formen sind regelmäßig, zum Beispiel hörte und lachte. Andere Formen verändern den Stamm, zum Beispiel ging, flog, erschrak, fand und nahm.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das Präteritum? (Eine Zeitform für Vergangenes) (!Eine Form der Steigerung) (!Eine Wortart für Eigenschaften) (!Eine Regel der Zeichensetzung)




Welche Verbform steht im Präteritum? (ich ging) (!ich gehe) (!ich bin gegangen) (!ich werde gehen)




Wie bildet man das Präteritum regelmäßiger Verben meistens? (Stamm plus te plus Personalendung) (!Partizip plus Hilfsverb) (!Infinitiv plus zu) (!Adjektiv plus Endung)




Welche Form ist richtig? (er spielte) (!er spieltest) (!er spielen) (!er gespielen)




Welche Verbgruppe verändert im Präteritum oft den Stammvokal? (starke Verben) (!Artikel) (!Präpositionen) (!Zahlwörter)




Welche Form von sein steht im Präteritum? (war) (!bin) (!gewesen) (!sein)




In welcher Textsorte wird das Präteritum besonders häufig verwendet? (Bericht) (!Einkaufszettel) (!Telefonnummer) (!Rechenaufgabe)




Welche Form ist das Präteritum von haben in der ersten Person Singular? (hatte) (!habe) (!gehabt) (!haben)




Welche Aussage über das Präteritum ist richtig? (Es wird häufig in geschriebenen Erzählungen verwendet) (!Es steht nur in Fragen) (!Es hat immer zwei Verbteile) (!Es beschreibt ausschließlich die Zukunft)




Welche Form ist ein Modalverb im Präteritum? (konnte) (!können) (!gekonnt) (!kann)





Memory

Präteritum einfache Vergangenheit
schwaches Verb Stamm mit te
starkes Verb Vokalwechsel
Märchen Erzählform
Perfekt gesprochene Vergangenheit
Modalverb konnte musste wollte
Bericht sachliche Vergangenheit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Verwendung oder Bildung
Stamm plus te regelmäßige Verben
Vokalwechsel starke Verben
war und hatte häufige Hilfsverben
Märchen und Erzählung typische Schreibformen
konnte und musste Modalverben im Präteritum
Verb an zweiter Stelle Hauptsatz
Verb am Ende Nebensatz






Kreuzworträtsel

Tempus Wie heißt eine grammatische Zeitform eines Verbs?
Ablaut Wie nennt man den Vokalwechsel bei starken Verben?
Stamm Woran wird bei regelmäßigen Verben die Präteritumsendung angehängt?
Bericht Welche sachliche Textsorte nutzt oft Präteritum für Vergangenes?
Märchen Welche erzählende Textsorte beginnt oft mit Es war einmal?
Modalverb Wie nennt man Verben wie können müssen dürfen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das

ist eine Zeitform für Vergangenes. In der geschriebenen Sprache wird es häufig in

verwendet. Regelmäßige Verben bilden das Präteritum meistens mit dem Baustein

. Bei starken Verben verändert sich oft der

. Die Verben sein und haben lauten im Präteritum

und hatte. Modalverben wie können und müssen werden häufig als

und musste verwendet. Im Hauptsatz steht das konjugierte Verb meistens an

Stelle. In einem Nebensatz mit dass oder weil steht das Verb im Präteritum am

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Verbformen sammeln: Sammle zehn Verben aus einem kurzen Märchen oder Lesetext und markiere alle Formen im Präteritum.
  2. Präteritum-Tabelle: Erstelle eine Tabelle mit fünf regelmäßigen Verben und bilde jeweils ich, du, er, wir, ihr und sie im Präteritum.
  3. Sätze umformen: Schreibe acht Sätze aus dem Präsens ins Präteritum um und unterstreiche die veränderten Verben.
  4. Signalwörter finden: Suche in einem Text Zeitangaben wie gestern, damals oder früher und erkläre, warum sie zur Vergangenheit passen.


Standard

  1. Mini-Erzählung: Schreibe eine kurze Geschichte mit mindestens zwölf Verben im Präteritum und achte auf eine klare Reihenfolge der Ereignisse.
  2. Bericht schreiben: Verfasse einen sachlichen Bericht über einen Klassenausflug, ein Experiment oder ein Sportereignis im Präteritum.
  3. Fehlerdetektiv: Erstelle zehn falsche Präteritumsformen und verbessere sie mit einer kurzen Erklärung.
  4. Perfekt vergleichen: Schreibe einen kurzen Dialog im Perfekt und forme ihn anschließend in einen schriftlichen Bericht im Präteritum um.


Schwer

  1. Textsortenvergleich: Vergleiche eine Erzählung und einen Bericht und untersuche, wie das Präteritum in beiden Textsorten wirkt.
  2. Märchen modernisieren: Schreibe ein bekanntes Märchen in einer modernen Umgebung neu und verwende das Präteritum als Erzählzeit.
  3. Sprachgebrauch untersuchen: Befrage drei Personen, ob sie im Alltag eher Perfekt oder Präteritum verwenden, und werte die Antworten aus.
  4. Lernvideo gestalten: Plane ein kurzes Erklärvideo zum Präteritum mit Beispielen, Fehlerwarnungen und einer Übungsaufgabe.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Erzählung: Du bekommst einen Text im Präsens. Forme ihn ins Präteritum um und begründe drei schwierige Verbformen.
  2. Textsortenentscheidung: Entscheide für fünf Situationen, ob Präteritum oder Perfekt passender ist, und begründe Deine Entscheidung sprachlich.
  3. Fehleranalyse: Untersuche einen fehlerhaften Schülertext und erkläre, ob die Fehler die Bildung, die Personalendung oder die Verwendung betreffen.
  4. Wirkungsvergleich: Vergleiche zwei Versionen eines Textes, eine im Perfekt und eine im Präteritum, und beschreibe die unterschiedliche Wirkung.
  5. Eigener Bericht: Schreibe einen sachlichen Bericht über ein vergangenes Ereignis und markiere alle Präteritumsformen.
  6. Regel ableiten: Leite aus Beispielen selbst Regeln für schwache, starke und gemischte Verben im Präteritum ab.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis zeigst Du, dass Du das Präteritum nicht nur auswendig kennst, sondern in eigenen Texten passend verwenden kannst. Wichtig sind:

  1. Regelwissen: Du erklärst die Bildung schwacher, starker und gemischter Verben im Präteritum.
  2. Formensicherheit: Du bildest wichtige Formen wie war, hatte, ging, kam, sah, konnte und musste korrekt.
  3. Textkompetenz: Du verwendest das Präteritum in einer Erzählung oder einem Bericht sinnvoll und einheitlich.
  4. Fehlerkorrektur: Du erkennst typische Fehler wie gehte, warst bei falscher Person oder gemischte Formen wie habe ging.
  5. Sprachbewusstsein: Du erklärst, warum in Gesprächen oft Perfekt und in geschriebenen Texten häufig Präteritum verwendet wird.
  6. Überarbeitung: Du überarbeitest einen eigenen Text und prüfst Verbformen, Satzbau und Zeitform.




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Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

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  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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