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Politische Parteien - Deutschland

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Politische Parteien - Deutschland


Politische Parteien - Deutschland


Einleitung

Politische Parteien gehören zu einer Demokratie. Sie sammeln unterschiedliche Interessen, entwickeln politische Ziele, stellen Kandidatinnen und Kandidaten für Wahlen auf und werben um Zustimmung. In Deutschland haben Parteien deshalb eine besondere Stellung: Nach Artikel 21 des Grundgesetzes wirken sie an der politischen Willensbildung des Volkes mit.

Dieser aiMOOC erklärt Dir in angepasster Sprache, welche Funktionen Parteien haben, was in Parteiprogrammen steht und warum demokratischer Wettbewerb wichtig ist. Für die Klassen 8 bis 10 werden zentrale Begriffe einfach erklärt. Für die Klassen 11 bis 13 gibt es zusätzliche Vertiefungen zu Interessenaggregation, Parteiensystem, Koalitionen und den rechtlichen Grenzen des Parteienwettbewerbs.

Das Reichstagsgebäude ist der Sitz des Deutschen Bundestages. Dort wird besonders sichtbar, wie Parteien über ihre Abgeordneten und Fraktionen an politischen Entscheidungen mitwirken.


Was ist eine politische Partei?

Eine politische Partei ist eine auf Dauer angelegte Organisation von Menschen, die politische Vorstellungen teilen und Einfluss auf staatliche Entscheidungen gewinnen wollen. Parteien unterscheiden sich damit zum Beispiel von einzelnen Bürgerinitiativen, die häufig ein bestimmtes Anliegen verfolgen, oder von Verbänden, die vor allem bestimmte gesellschaftliche Interessen vertreten.

Das Parteiengesetz beschreibt Parteien als wichtigen Bestandteil der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Nach § 1 des Parteiengesetzes wirken sie auf vielen Gebieten des öffentlichen Lebens an der politischen Willensbildung mit. Dazu gehören unter anderem die Beteiligung an Wahlen, die Entwicklung politischer Ziele, die Förderung politischer Beteiligung und die Verbindung zwischen Bevölkerung und staatlichen Organen.

Artikel 21 des Grundgesetzes legt wichtige Regeln fest: Parteien dürfen grundsätzlich frei gegründet werden. Ihre innere Ordnung muss demokratischen Grundsätzen entsprechen. Außerdem müssen sie über Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben.


Warum braucht eine Demokratie Parteien?

In einer Gesellschaft gibt es sehr unterschiedliche Interessen: Manche Menschen wünschen sich niedrigere Steuern, andere mehr staatliche Investitionen. Manche setzen beim Klimaschutz auf strengere Regeln, andere stärker auf technische Innovationen und Marktanreize. Auch bei Sozialpolitik, Migration, innerer Sicherheit, Bildung, Europa oder Außenpolitik bestehen unterschiedliche Vorstellungen.

Parteien machen solche Unterschiede sichtbar. Sie versuchen, viele einzelne Forderungen zu einem politischen Gesamtangebot zu verbinden. Dadurch können Wählerinnen und Wähler zwischen konkurrierenden Zielen, Personen und Lösungswegen auswählen.

Funktion Einfach erklärt Beispiel
Interessenartikulation Parteien greifen Wünsche und Forderungen aus der Gesellschaft auf. Mitglieder, Verbände, Initiativen oder Bürger bringen Themen in politische Debatten ein.
Interessenaggregation Unterschiedliche Interessen werden gebündelt und zu gemeinsamen Positionen verbunden. Innerhalb einer Partei müssen verschiedene Gruppen Kompromisse finden.
Programmfunktion Parteien entwickeln Ziele und Lösungsvorschläge. Diese werden etwa in Grundsatz- oder Wahlprogrammen festgehalten.
Partizipation und Mobilisierung Parteien ermöglichen politische Mitarbeit und werben für Beteiligung. Menschen diskutieren in Parteigliederungen, helfen im Wahlkampf oder kandidieren.
Personalrekrutierung Parteien wählen Personen für politische Ämter und Mandate aus. Sie stellen Kandidatinnen und Kandidaten für Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahlen auf.
Regierungsbildung und Opposition Erfolgreiche Parteien können Regierung bilden; andere kontrollieren als Opposition. Nach Wahlen werden Mehrheiten gesucht und häufig Koalitionen verhandelt.

Die Politikwissenschaft beschreibt Parteien deshalb oft als Vermittler zwischen Gesellschaft und Staat. Sie sind nicht der einzige Weg politischer Beteiligung, aber ein besonders wichtiger.


Parteien und Programme

Parteien müssen ihre politischen Ziele in Programmen festhalten. Dabei sind verschiedene Programmarten zu unterscheiden.

Programmtyp Aufgabe Zeithorizont
Grundsatzprogramm Beschreibt grundlegende Werte, Leitideen und langfristige politische Ziele. Meist viele Jahre.
Wahlprogramm Formuliert konkrete Ziele und Vorhaben für eine anstehende Wahl und die folgende Wahlperiode. Meist eine Wahlperiode.
Themenprogramm oder Beschluss Bezieht sich auf ein bestimmtes Politikfeld oder eine aktuelle Streitfrage. Unterschiedlich.
Koalitionsvertrag Wird nach einer Wahl von mehreren Parteien ausgehandelt, die gemeinsam regieren wollen. Für die gemeinsame Regierungszeit.

Ein Wahlprogramm ist kein Vertrag mit den Wählerinnen und Wählern. Eine Partei kann nach einer Wahl oft nicht alle Forderungen allein umsetzen. Fehlt ihr eine eigene Mehrheit, muss sie mit anderen Parteien Kompromisse schließen. Außerdem können neue Krisen, Gerichtsentscheidungen, finanzielle Grenzen oder veränderte internationale Bedingungen die Politik beeinflussen.

Wahlplakate verdichten Programme auf kurze Botschaften. Für eine sachliche Bewertung reicht ein Plakat deshalb nicht aus. Vergleiche möglichst das vollständige Wahlprogramm, seriöse Zusammenfassungen und konkrete Begründungen.

Das Video von MrWissen2go aus dem funk-Netzwerk zeigt am Beispiel der Bundestagswahl 2025, dass auch kleinere Parteien programmatische Angebote machen und zum politischen Wettbewerb gehören.


Demokratischer Wettbewerb

Demokratischer Wettbewerb bedeutet, dass mehrere Parteien öffentlich um Zustimmung, Stimmen und politische Gestaltungsmöglichkeiten konkurrieren. Entscheidend ist dabei: Politische Gegner sind keine Feinde, die mit Gewalt ausgeschaltet werden dürfen. Konflikte werden mit Argumenten, Wahlen, parlamentarischen Verfahren und rechtsstaatlichen Regeln ausgetragen.

Ein demokratischer Parteienwettbewerb erfüllt mehrere Aufgaben. Er bietet politische Alternativen, ermöglicht die Wahl und Abwahl von Regierungen, zwingt Parteien zur öffentlichen Begründung ihrer Ziele und schafft Anreize, gesellschaftliche Veränderungen aufzugreifen. Zugleich kann Wettbewerb scharf sein: Parteien kritisieren einander, versuchen Themen zu setzen und wollen Mehrheiten gewinnen.

Demokratischer Wettbewerb braucht deshalb Regeln. Dazu gehören freie Wahlen, Meinungsfreiheit, Chancengleichheit, eine unabhängige Justiz, parlamentarische Rechte der Opposition und die Bindung staatlicher Gewalt an das Grundgesetz.

Bei Bundestagswahlen haben Wählerinnen und Wähler zwei Stimmen. Für die Stärke der Parteien im Bundestag ist besonders die Zweitstimme wichtig. Sie ist zentral für die proportionale Verteilung der Sitze auf die Parteien.

Das Video des Deutschen Bundestages erklärt die Bundestagswahl und zeigt, wie aus Stimmen parlamentarische Repräsentation entsteht.


Partei, Fraktion, Koalition und Opposition

Diese Begriffe werden leicht verwechselt:

Begriff Bedeutung
Partei Politische Organisation, die auch außerhalb des Parlaments besteht und an Wahlen teilnimmt.
Fraktion Zusammenschluss von Abgeordneten im Parlament, die dauerhaft gemeinsam politisch arbeiten.
Koalition Zusammenarbeit mehrerer Parteien oder Fraktionen zur Bildung und Unterstützung einer Regierung.
Opposition Parteien und Fraktionen, die die Regierung nicht tragen und sie parlamentarisch kontrollieren.

Ein gutes Beispiel für den Unterschied zwischen Partei und Fraktion sind CDU und CSU: Es handelt sich um zwei eigenständige Parteien. Im Deutschen Bundestag bilden ihre Abgeordneten jedoch gemeinsam die CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Das Video des Deutschen Bundestages erklärt, was eine Fraktion ist und warum Fraktionen für die Organisation parlamentarischer Arbeit wichtig sind.


Parteien im 21. Deutschen Bundestag: Momentaufnahme

Die Zusammensetzung eines Parlaments kann sich während einer Wahlperiode verändern, etwa wenn Abgeordnete eine Fraktion verlassen. Deshalb muss zwischen dem Wahlergebnis und der aktuellen Fraktionszugehörigkeit unterschieden werden.

Nach Angaben des Deutschen Bundestages verteilten sich die 630 Sitze am 21. August 2026 so:

Fraktion oder Status Sitze
CDU/CSU 208
AfD 150
SPD 120
Bündnis 90/Die Grünen 85
Die Linke 64
fraktionslos 3

CDU, CSU und SPD tragen in dieser Wahlperiode die Bundesregierung. AfD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke arbeiten als Oppositionsfraktionen. Fraktionslose Abgeordnete bilden keine eigene Fraktion.

Medienkompetenz: Die Commons-Grafik zeigt die Sitzverteilung unmittelbar nach der Bundestagswahl 2025. Sie stimmt deshalb nicht in jedem Detail mit einer späteren Momentaufnahme überein. Genau solche Unterschiede solltest Du bei politischen Grafiken prüfen: Von wann stammt die Darstellung? Welche Quelle wurde benutzt? Hat sich die Situation inzwischen verändert?


Programmatische Profile: stark vereinfacht

Parteien verändern sich, enthalten unterschiedliche innerparteiliche Strömungen und setzen je nach Wahl unterschiedliche Schwerpunkte. Die folgende Übersicht ist deshalb keine vollständige Programmanalyse. Sie orientiert sich an aktuellen Darstellungen der Bundeszentrale für politische Bildung und soll Dir helfen, Unterschiede zu erkennen.

Partei Wiederkehrende programmatische Schwerpunkte
CDU und CSU Christdemokratische, konservative, liberale und christlich-soziale Positionen; Soziale Marktwirtschaft; wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit; innere und äußere Sicherheit. Die CSU betont zusätzlich bayerische Eigenständigkeit und regionale Interessen.
SPD Sozialdemokratische Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität; soziale Sicherung; Arbeitnehmerinteressen; staatliche Investitionen und gesellschaftliche Teilhabe.
Bündnis 90/Die Grünen Ökologie und Klimaschutz; Umbau von Energie und Wirtschaft; gesellschaftliche Gleichstellung und Bürgerrechte; europäische Zusammenarbeit.
Die Linke Umverteilung und stärkere soziale Sicherung; öffentliche Daseinsvorsorge; Mieten- und Arbeitnehmerpolitik; antikapitalistische Elemente; innerparteilich diskutierte außen- und sicherheitspolitische Positionen.
AfD EU-skeptische, stark migrationsrestriktive und nationalkonservative Positionen sowie Forderungen nach mehr direkter Demokratie. Die bpb beschreibt die Entwicklung der Partei als rechtspopulistisch bis rechtsextrem und weist zugleich auf wissenschaftliche und rechtliche Kontroversen zur Einordnung hin.

Für einen fairen Vergleich solltest Du immer dieselbe politische Frage bei mehreren Parteien untersuchen. Beispiel: Was fordern verschiedene Parteien zur Rente, zum Klimaschutz oder zur Migration? Erst dann kannst Du Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Zielkonflikte und Finanzierungsvorschläge sinnvoll vergleichen.


Grenzen des Parteienwettbewerbs

Parteien genießen in Deutschland einen besonderen verfassungsrechtlichen Schutz. Gerade deshalb gelten klare Regeln. Ihre innere Ordnung muss demokratisch sein, ihre Finanzen müssen transparent gemacht werden und sie müssen sich an die Rechtsordnung halten.

Das Grundgesetz kennt außerdem die Möglichkeit eines Parteiverbots. Eine Partei wird aber nicht schon deshalb verboten, weil ihre Forderungen stark umstritten, radikal oder unbeliebt sind. Über die Verfassungswidrigkeit einer Partei entscheidet ausschließlich das Bundesverfassungsgericht. Ein Parteiverbot ist damit ein außergewöhnliches Instrument der streitbaren Demokratie.

Wichtig ist die Unterscheidung: Politikwissenschaftliche Einordnungen, Bewertungen durch Verfassungsschutzbehörden, gerichtliche Entscheidungen und ein Parteiverbotsverfahren sind verschiedene Dinge.


Sprachhilfe für Klasse 8–10

Begriff Kurzer Merksatz
Partei Eine Gruppe organisiert sich dauerhaft, um Politik mitzugestalten.
Programm Darin steht, welche Ziele eine Partei verfolgt.
Wettbewerb Parteien bieten unterschiedliche politische Lösungen an und werben um Stimmen.
Koalition Mehrere Parteien arbeiten zusammen, um eine Regierung zu tragen.
Opposition Sie kontrolliert die Regierung und bietet politische Alternativen an.


Vertiefung für Klasse 11–13

In der Politikwissenschaft wird das Zusammenwirken aller Parteien als Parteiensystem bezeichnet. Für seine Bewertung ist nicht nur wichtig, wie viele Parteien existieren. Entscheidend ist auch, wie stark sie sind, wie groß die programmatischen Abstände zwischen ihnen sind, welche Koalitionen möglich sind und ob ein friedlicher Machtwechsel funktioniert.

Besonders wichtig ist die Interessenaggregation: Parteien übernehmen nicht einfach einzelne Forderungen, sondern müssen widersprüchliche Interessen gewichten und verbinden. Genau deshalb entstehen Programme meist durch innerparteiliche Aushandlung. In Koalitionen folgt eine zweite Ebene des Kompromisses, weil mehrere Parteien aus unterschiedlichen Wahlprogrammen ein gemeinsames Regierungsprogramm entwickeln müssen.

Demokratischer Wettbewerb erzeugt damit gleichzeitig Konflikt und Integration: Unterschiede werden sichtbar und politisch ausgetragen, aber innerhalb gemeinsamer demokratischer Regeln verarbeitet. Ein funktionierendes Parteiensystem ermöglicht deshalb sowohl politische Stabilität als auch politischen Wandel.


Quellen und Aktualität

  1. Artikel 21 Grundgesetz: Verfassungsrechtliche Stellung und Regeln für Parteien.
  2. § 1 Parteiengesetz: Stellung und Aufgaben der Parteien.
  3. Bundeszentrale für politische Bildung: Parteien in Deutschland: Grundlagen, Funktionen, Programme und aktuelle Parteiprofile.
  4. Deutscher Bundestag: Fraktionen: aktuelle Fraktionen des 21. Deutschen Bundestages.
  5. Deutscher Bundestag: Sitzverteilung: Sitzverteilung; im Text verwendet mit Stand 21.08.2026.
  6. Bundesregierung: CDU, CSU und SPD bilden 2026 die Bundesregierung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt die Stellung von Parteien nach Artikel 21 des Grundgesetzes? (Sie wirken an der politischen Willensbildung des Volkes mit) (!Sie ersetzen den Deutschen Bundestag) (!Sie entscheiden allein über Gesetze) (!Sie sind staatliche Behörden)




Welche Anforderung stellt das Grundgesetz an die innere Ordnung politischer Parteien? (Sie muss demokratischen Grundsätzen entsprechen) (!Sie muss von der Bundesregierung festgelegt werden) (!Sie muss ohne Abstimmungen auskommen) (!Sie muss in allen Parteien identisch sein)




Was bedeutet Interessenaggregation? (Unterschiedliche Interessen werden gebündelt und gewichtet) (!Eine Partei übernimmt nur eine einzelne Forderung) (!Ein Gericht entscheidet über ein Wahlprogramm) (!Eine Regierung löst alle Parteien auf)




Was beschreibt ein Grundsatzprogramm am besten? (Langfristige Werte und politische Leitideen einer Partei) (!Die Sitzordnung im Bundestag) (!Das Ergebnis einer einzelnen Abstimmung) (!Die Geschäftsordnung eines Ministeriums)




Wozu dient ein Wahlprogramm vor allem? (Es beschreibt politische Ziele für eine bevorstehende Wahlperiode) (!Es verkündet ein Gerichtsurteil) (!Es ersetzt das Grundgesetz) (!Es bestimmt automatisch die spätere Regierungspolitik)




Welche Aufgabe hat die Opposition in einer parlamentarischen Demokratie? (Sie kontrolliert die Regierung und entwickelt Alternativen) (!Sie verbietet Regierungsparteien) (!Sie zählt allein die Stimmen bei Wahlen) (!Sie ernennt alle Minister)




Was ist eine Fraktion? (Ein Zusammenschluss von Abgeordneten im Parlament) (!Eine einzelne Wahlkabine) (!Ein Bundesministerium) (!Eine Gruppe von Verfassungsrichtern)




Was ist eine Koalition? (Eine Zusammenarbeit mehrerer Parteien zur gemeinsamen Regierungsbildung) (!Ein automatisches Verbot kleiner Parteien) (!Eine Behörde zur Kontrolle von Wahlen) (!Ein Zusammenschluss aller Medien)




Wer entscheidet in Deutschland über die Verfassungswidrigkeit einer Partei? (Das Bundesverfassungsgericht) (!Der Bundeskanzler allein) (!Eine Bundestagsfraktion allein) (!Eine politische Stiftung)




Warum werden Wahlprogramme nach einer Wahl häufig nicht vollständig umgesetzt? (Weil Koalitionen Kompromisse zwischen verschiedenen Programmen erfordern können) (!Weil Wahlprogramme nach der Wahl automatisch verboten sind) (!Weil nur Gerichte politische Programme schreiben) (!Weil Abgeordnete keine politischen Entscheidungen treffen dürfen)





Memory

Politische Partei Mitwirkung an der politischen Willensbildung
Grundsatzprogramm Langfristige Werte und Leitideen
Wahlprogramm Ziele für eine bevorstehende Wahlperiode
Fraktion Zusammenschluss von Abgeordneten im Parlament
Koalition Gemeinsame Regierungsmehrheit mehrerer Partner
Opposition Kontrolle der Regierung und politische Alternativen
Interessenaggregation Bündelung unterschiedlicher gesellschaftlicher Interessen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Grundgesetz Verfassungsrechtlicher Rahmen für Parteien
Parteiengesetz Konkretisiert Stellung und Aufgaben politischer Parteien
Wahlprogramm Politische Ziele für eine Wahlperiode
Fraktion Parlamentarische Zusammenarbeit von Abgeordneten
Koalition Zusammenarbeit zur gemeinsamen Regierungsbildung




...


Kreuzworträtsel

Demokratie In welcher Staats- und Gesellschaftsform konkurrieren mehrere Parteien um Zustimmung?
Programm Wie heißt ein Dokument mit politischen Zielen einer Partei?
Koalition Wie heißt die Zusammenarbeit mehrerer Parteien zur Regierungsbildung?
Opposition Wie nennt man die politischen Kräfte im Parlament, die die Regierung nicht tragen?
Fraktion Wie heißt ein Zusammenschluss von Abgeordneten im Parlament?
Wettbewerb Wie heißt das demokratische Ringen mehrerer Parteien um Stimmen und Mehrheiten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Politische Parteien wirken nach Artikel 21 des Grundgesetzes an der politischen

mit.
Die innere Ordnung einer Partei muss demokratischen

entsprechen.
Das langfristige Wertefundament einer Partei steht vor allem im

.
Konkrete Ziele für eine bevorstehende Wahlperiode werden im

formuliert.
Die Bündelung unterschiedlicher gesellschaftlicher Interessen nennt man

.
Ein Zusammenschluss von Abgeordneten im Parlament heißt

.
Arbeiten mehrere Parteien gemeinsam an einer Regierung, spricht man von einer

.
Parteien außerhalb der Regierungsmehrheit können als

die Regierung kontrollieren.
Über die Verfassungswidrigkeit einer Partei entscheidet das

.
Ein demokratisches Parteiensystem ermöglicht sowohl politischen Konflikt als auch friedlichen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Parteifunktion erklären: Wähle eine Funktion politischer Parteien aus und erkläre sie in eigenen Worten mit einem Beispiel aus dem Schulalltag.
  2. Wahlplakat analysieren: Suche ein Wahlplakat aus einer vergangenen demokratischen Wahl und untersuche Botschaft, Bildsprache, Zielgruppe und fehlende Informationen.
  3. Programm finden: Suche auf der offiziellen Website einer demokratisch zugelassenen Partei ein aktuelles Grundsatz- oder Wahlprogramm und notiere drei Themenbereiche, die darin vorkommen.
  4. Begriffsnetz erstellen: Gestalte ein Schaubild, das Partei, Fraktion, Koalition, Regierung und Opposition miteinander verbindet.


Standard

  1. Programme vergleichen: Vergleiche zwei Parteien zu derselben Sachfrage, zum Beispiel Bildung, Rente, Klimaschutz oder Migration, und trenne Forderung, Begründung und Finanzierung.
  2. Koalitionssimulation: Bildet Gruppen mit unterschiedlichen Programmen und handelt zu drei Streitfragen einen kurzen Koalitionsvertrag aus.
  3. Lokale Parteiarbeit untersuchen: Recherchiere, welche Parteien oder Wählervereinigungen in Deiner Gemeinde vertreten sind und welche Themen sie dort bearbeiten.
  4. Interview durchführen: Entwickle neutrale Fragen zu Aufgaben und innerparteilicher Willensbildung und interviewe ein Mitglied einer demokratischen Partei oder eine kommunale Mandatsträgerin beziehungsweise einen Mandatsträger.


Schwer

  1. Interessenaggregation untersuchen: Analysiere an einem konkreten Parteibeschluss, welche unterschiedlichen Interessen innerhalb einer Partei zusammengeführt werden mussten.
  2. Wettbewerb bewerten: Untersuche, wie Parteien in einer aktuellen Debatte voneinander abgrenzen, und prüfe, ob die Darstellung sachlich, emotionalisierend oder irreführend ist.
  3. Parteiensystem analysieren: Erkläre anhand einer Bundestagswahl, wie Wahlergebnisse Koalitionsmöglichkeiten verändern und weshalb daraus politischer Wandel entstehen kann.
  4. Neutrales Erklärvideo produzieren: Produziere ein drei- bis fünfminütiges Video zu der Frage, warum eine Demokratie zugleich politische Konkurrenz und gemeinsame Regeln braucht.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zielkonflikt analysieren: Zwei Parteien wollen Familien entlasten, schlagen aber unterschiedliche Finanzierungswege vor. Erkläre, warum gleiche Ziele zu unterschiedlichen Programmen führen können.
  2. Kompromiss erklären: Eine Partei erhält 30 Prozent der Sitze und findet keine absolute Mehrheit. Beschreibe, wie sich ihre Rolle im Parteienwettbewerb durch mögliche Koalitionen verändert.
  3. Kontrolle beurteilen: Entwickle ein Beispiel dafür, wie eine Opposition Regierungshandeln kontrollieren kann, ohne selbst Teil der Regierung zu sein.
  4. Grafik prüfen: Eine Sitzverteilung im Internet ist ein Jahr alt. Entwickle Kriterien, mit denen Du prüfst, ob sie für eine aktuelle politische Analyse noch geeignet ist.
  5. Grenzen abwägen: Erkläre, warum eine Demokratie auch sehr scharfe Kritik und radikale Forderungen aushalten muss, zugleich aber verfassungsrechtliche Grenzen kennt.
  6. Transfer: Vergleiche eine Partei mit einem Verband oder einer Bürgerinitiative und arbeite heraus, warum ihre Rollen im politischen System nicht identisch sind.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du Zusammenhänge erklären und politische Aussagen quellenkritisch prüfen kannst.

  1. Parteibegriff: Du kannst erklären, was eine politische Partei von anderen gesellschaftlichen Organisationen unterscheidet.
  2. Parteifunktionen: Du kannst Interessenartikulation, Interessenaggregation, Programmfunktion, Partizipation, Personalrekrutierung sowie Regierungs- und Oppositionsfunktion an Beispielen erläutern.
  3. Programmarten: Du kannst Grundsatzprogramm, Wahlprogramm und Koalitionsvertrag unterscheiden.
  4. Demokratischer Wettbewerb: Du kannst erklären, wie Konkurrenz politische Alternativen und friedlichen Machtwechsel ermöglicht.
  5. Institutionenbegriffe: Du kannst Partei, Fraktion, Koalition, Regierung und Opposition sicher voneinander abgrenzen.
  6. Rechtlicher Rahmen: Du kennst die Grundzüge von Artikel 21 GG und die besondere Rolle des Bundesverfassungsgerichts bei einem Parteiverbotsverfahren.
  7. Medien- und Quellenkompetenz: Du kannst Programme, Wahlplakate, Videos und Sitzgrafiken nach Urheber, Datum, Zweck und Aktualität beurteilen.
  8. Urteilskompetenz: Du kannst unterschiedliche politische Positionen fair vergleichen und Dein eigenes Urteil begründet von einer bloßen Parteipräferenz unterscheiden.




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