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Peter Schilling – Major Tom (völlig losgelöst)

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Peter Schilling – Major Tom (völlig losgelöst)



Einleitung

Major Tom (völlig losgelöst) von Peter Schilling gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Popsongs der frühen 1980er Jahre. Der Titel erschien 1982 auf dem Album Fehler im System und wird häufig der Neuen Deutschen Welle (NDW) zugeordnet. Die deutsche Fassung erreichte Platz 1 der deutschen Charts; die englischsprachige Fassung Major Tom (Coming Home) wurde 1983 international veröffentlicht und kam in den USA bis auf Platz 14 der Billboard Hot 100.[1]

In diesem aiMOOC untersuchst Du den Song als Verbindung von Popmusik, Synthesizer-Klang, Neue Deutsche Welle, Raumfahrt-Imagination und 1980er-Medienästhetik. Im Zentrum stehen der elektronische Sound, die Weltraumerzählung, Countdown- und Schwerelosigkeitsmotive, die internationale Fassung sowie Fragen des Urheberrechts und der OER-Nutzung.

Peter Schilling. Das Foto auf Wikimedia Commons ist unter CC BY-SA 4.0 freigegeben.

Oben: die erste deutsche Video-Version von 1982 im offiziellen YouTube-Kanal von Peter Schilling.[2]

Urheberrechtlicher Hinweis: Der vollständige Songtext und die vollständige Melodie bzw. Partitur sind urheberrechtlich geschützt. Deshalb enthält dieser aiMOOC nur das sehr kurze Zitat „völlig losgelöst“, sinngemäße Inhaltsbeschreibungen und selbst geschaffene Notenbeispiele. Die Score-Beispiele sind ausdrücklich keine Transkriptionen des Originals.


Steckbrief

Merkmal Information
Titel Major Tom (völlig losgelöst)
Interpret und Autor Peter Schilling
Erstveröffentlichung November 1982 in Europa
Album Fehler im System
Stilkontext Neue Deutsche Welle, New Wave und elektronisch geprägte Popmusik
Produktion Peter Schilling und Armin Sabol
Internationale Fassung Major Tom (Coming Home), 1983

Die Grunddaten zur Veröffentlichung und Produktion werden in der deutschsprachigen Wikipedia und auf Peter Schillings offizieller Website dokumentiert.[3][4]


Entstehungsgeschichte

Peter Schilling entwickelte Major Tom nicht in einem einzigen Arbeitsschritt. In einem SWR3-Interview schilderte er, dass bereits musikalische Fragmente auf Kassette existierten. Den Text entwickelte er 1982 während einer Autofahrt in Richtung Hamburg weiter; die Idee zur zentralen Formulierung entstand unterwegs, und verschiedene bereits vorhandene Bausteine wurden zum fertigen Song verbunden.[5]

Eine Kompaktkassette als zeittypisches Arbeits- und Hörmedium. Das Commons-Foto ist gemeinfrei.

Die Kassette ist für die Entstehungsgeschichte didaktisch interessant: In einer Zeit vor Digital Audio Workstations ließen sich musikalische Einfälle auf Band festhalten, wieder anhören und zu neuen Formen zusammensetzen. Das macht die Produktionsweise der frühen 1980er Jahre unmittelbar anschaulich, ohne zu behaupten, dass genau die abgebildete Kassette im Studio verwendet wurde.


Peter Schilling und das Weltraumthema

Peter Schilling verband seine Popmusik wiederholt mit naturwissenschaftlichen und futuristischen Themen. Seine offizielle Biografie beschreibt Major Tom als sein international bekanntestes Werk und verweist auf seine langjährige Beschäftigung mit Raumfahrt- und Zukunftsthemen.[6]

Der Name Major Tom schafft zugleich eine intertextuelle Verbindung zur Popgeschichte: Die Figur war bereits durch David Bowies Space Oddity von 1969 bekannt. Schillings Song entwickelt eine eigene Weltraumerzählung um Start, Funkkontakt, Loslösung und eine zunehmend existenzielle Perspektive. Für die Analyse ist wichtig, zwischen nachweisbaren Bezügen und eigener Interpretation zu unterscheiden.


Neue Deutsche Welle und 1980er-Popästhetik

Die Neue Deutsche Welle war kein einheitlicher Stil. Sie reichte von Punk und experimentellem New Wave bis zu stärker kommerzialisiertem Pop. Häufig genannt werden deutschsprachige Texte, kühle oder reduzierte Klangbilder und der intensive Einsatz elektronischer Instrumente. Gerade Synthesizer wurden zu einem prägenden Klangmittel vieler Produktionen dieser Zeit.[7]

Ein Roland Jupiter-8 als Beispiel für einen polyphonen Analogsynthesizer der frühen 1980er Jahre, Commons, CC BY-SA 2.0. Die Abbildung dient der historischen Einordnung; sie belegt nicht, dass genau dieses Modell bei Major Tom verwendet wurde.

Der spezifische Reiz von Major Tom entsteht aus der Verbindung von elektronischen Klangflächen, markanten Keyboard-Sounds, einer klaren Pop-Pulsation und einer Stimme, die zwischen erzählender Distanz und großer Refrain-Geste wechselt. In den offiziellen Metadaten zur Aufnahme werden unter anderem Frank Hieber an den Keyboards, Gonzo Bishop an Solo-Keyboards, Curt Cress am Schlagzeug, Günther Gebauer am Bass und Armin Sabol an der Gitarre genannt; produziert wurde die Aufnahme von Peter Schilling und Armin Sabol.[8]


Medienästhetik der frühen 1980er Jahre

Pop wurde in den frühen 1980er Jahren nicht nur über Schallplatte und Radio verbreitet, sondern zunehmend auch über Musikfernsehen, Videoclips und tragbare Kassettenrekorder. Futuristische Bühnenbilder, elektronische Instrumente, harte Schnitte, Studiolicht und Technikbilder passten gut zu einem Song, der Raumfahrt und Kommunikation inszeniert.

Fernsehgerät von 1980, Commons, CC BY-SA 4.0: ein geeignetes Kontextmedium für die Ära des frühen Musikvideos.

Ein Radio-Kassettenrekorder aus den frühen 1980er Jahren auf Wikimedia Commons, CC BY 4.0: Popmusik wurde mobil und unmittelbar verfügbar.

Oben: eine 1984 aufgezeichnete Aufführung aus der „Hit-Sommernacht“, veröffentlicht im offiziellen Peter-Schilling-Kanal; das dort verwendete ZDF-Material wird laut Videobeschreibung lizenziert bereitgestellt.[9]


Musikalische Analyse


Form und Dramaturgie

Der Song arbeitet mit einer klaren dramatischen Steigerung. Erzählerische Abschnitte vermitteln zunächst die Situation einer Raumfahrtmission. Countdown und Startvorbereitung verdichten die Spannung. Danach öffnet sich der Klang stärker und das Motiv des Losgelöstseins wird zum emotionalen Zentrum. Wiederkehrende Refrainbereiche schaffen einen starken Wiedererkennungswert.

Für Deine Höranalyse ist es sinnvoll, nicht nur nach „Strophe“ und „Refrain“ zu fragen, sondern nach Funktionen: Wo wird Information erzählt? Wo steigt die Spannung? Wo entsteht Weite? Wo verändert sich die Perspektive des Protagonisten? So lässt sich die musikalische Form mit der Geschichte verbinden.


Synthesizer-Sound

Der Synthesizer hat mehrere Aufgaben:

  1. Klangfläche: Längere Töne und Akkordflächen erzeugen räumliche Weite.
  2. Puls: Kurze, regelmäßig wiederholte Töne vermitteln Bewegung, Technik und Vorwärtsdrang.
  3. Klangfarbe: Elektronische Sounds markieren die Zukunfts- und Weltraumästhetik.
  4. Dramaturgie: Dichtere Schichten und markantere Einsätze können den Übergang vom kontrollierten Start zur emotionalen Loslösung verstärken.

Gerade diese Kombination ist typisch für viele Formen elektronischer Popmusik der frühen 1980er Jahre, ohne dass die NDW auf einen einzigen Synthesizer-Sound reduziert werden kann.


Rhythmus, Stimme und Produktion

Der Song basiert auf einer geradlinigen Vierer-Pulsation, die eine mechanische, zielgerichtete Bewegung suggeriert. Schlagzeug, Bass und elektronische Elemente wirken eng aufeinander abgestimmt. Darüber steht Schillings Gesang klar im Vordergrund. Der Gegensatz zwischen präzisem, technischem Puls und der zunehmend offenen Weltraumerzählung ist ein zentrales Gestaltungsmittel.

Achte beim Hören auf drei Ebenen: Puls, Klangraum und Stimme. Frage Dich, ob diese Ebenen im Verlauf dichter, weiter, heller, härter oder emotionaler wirken. Eine solche Beschreibung ist aussagekräftiger als bloße Geschmacksurteile.


MediaWiki Extension:Score – selbst geschaffene Analysebeispiele

Die folgenden Miniaturen sind didaktische Eigenkompositionen. Sie zitieren weder die Originalmelodie noch eine vollständige Begleitfigur aus Major Tom. Sie verdeutlichen nur allgemeine musikalische Prinzipien.

Eigenbeispiel 1: technischer Countdown-Puls


\relative c' {
  \time 4/4
  \tempo 4 = 116
  c8 c g' g e e d d |
  c4 r c r |
}

Ein gleichmäßiger Achtelpuls kann technische Präzision und Erwartung erzeugen. Im Unterricht kannst Du Tempo, Artikulation und Instrumentierung verändern und vergleichen, wie sich die Wirkung verschiebt.

Eigenbeispiel 2: schwebende Klangfläche


\relative c' {
  \time 4/4
  <c f a>1~ |
  <c f a>2 <d g a>2 |
}

Lange Akkorde mit wenigen Wechseln können das Gefühl von Weite und Schwerelosigkeit unterstützen. Entscheidend ist nicht eine bestimmte Originalharmonik, sondern die Wahrnehmung von Dauer, Raum und geringer rhythmischer Reibung.

Eigenbeispiel 3: registraler Aufstieg


\relative c' {
  \time 4/4
  c4 ees fis a |
  g2 d2 |
}

Eine Bewegung in höhere Register kann als musikalische Metapher für Start oder Aufstieg dienen. Im Originalsong muss diese Wirkung immer am tatsächlichen Höreindruck überprüft werden; das Beispiel hier ist frei erfunden.


Weltraumerzählung und Inhaltserschließung

Die Handlung lässt sich ohne Wiedergabe des geschützten Songtexts als Folge von Situationen zusammenfassen: Eine Mission wird vorbereitet, ein Start findet statt, der Astronaut entfernt sich von der Erde, Kommunikation und Kontrolle werden unsicher, und das Motiv des Losgelöstseins erhält neben der räumlichen auch eine psychologische Bedeutung. Der Ausgang bleibt offen genug, um Fragen nach Heimkehr, Freiheit, Isolation und Transzendenz zuzulassen.

NASA-Missionskontrolle in Houston, Wikimedia Commons, Public Domain. Das Bild macht die im Song wichtige Gegenüberstellung von Bodenstation und Astronaut anschaulich.

Start des Space Shuttle Endeavour zur Mission STS-127, NASA/Wikimedia Commons. Das reale Startgeschehen liefert einen Kontrast zur poetischen Weltraumerzählung des Songs.


Countdown-Motiv

Ein Countdown ist mehr als eine Zahlenfolge. Er bündelt Zeit, Erwartung und Unumkehrbarkeit. Musikalisch kann er mit gleichmäßigem Puls, Wiederholung und zunehmender Dichte verbunden werden. Dramaturgisch markiert er die Schwelle zwischen Vorbereitung und Ereignis. Im Song verknüpft sich diese Schwelle mit dem Übergang vom kontrollierten technischen Ablauf zur individuellen Erfahrung des Astronauten.


Schwerelosigkeit als reales und poetisches Motiv

Im Song steht Schwerelosigkeit vor allem für Loslösung und Perspektivwechsel. Naturwissenschaftlich ist „Schwerelosigkeit“ im Erdorbit jedoch keine völlige Abwesenheit von Gravitation. Astronautinnen und Astronauten erleben Mikrogravitation, weil Raumstation und Besatzung sich gemeinsam im fortwährenden freien Fall um die Erde bewegen.

Astronautentraining im Neutral Buoyancy Laboratory der NASA. Unter Wasser wird nicht echte Mikrogravitation erzeugt; der Auftrieb dient als Trainingshilfe für Bewegungsabläufe.

NASA erklärt Mikrogravitation in einem offiziellen Video. Nutze das Video, um die naturwissenschaftliche Bedeutung mit der poetischen Verwendung von Schwerelosigkeit im Song zu vergleichen.[10]


Kommunikation, Isolation und Kontrolle

Die Weltraumerzählung lebt vom Kontrast zwischen Bodenstation und Astronaut. Solange Kommunikation funktioniert, wirkt die Mission technisch beherrschbar. Wenn Verbindung und Kontrolle unsicher werden, verschiebt sich das Zentrum der Geschichte: Aus einem Raumfahrtablauf wird eine Erzählung über Isolation, Selbstbestimmung und die Frage, was „Zuhause“ bedeutet.

Die knappe Formulierung „völlig losgelöst“ kann deshalb doppelt gelesen werden: physisch als Entfernung von der Erde und metaphorisch als Ablösung von Kontrolle, Alltag oder Bindung. Das ist eine Interpretation des Motivs, keine Behauptung über eine einzig richtige Autorintention.


Internationale Fassung: Major Tom (Coming Home)

Nach dem Erfolg der deutschen Fassung erschien 1983 eine englischsprachige Version. Das Album Fehler im System wurde international als Error in the System veröffentlicht. Die englische Single erreichte in den USA Platz 14; in Kanada erreichte sie Platz 1. In Großbritannien kam sie 1984 bis auf Platz 42.[11][12]

Offizielles Video zu Major Tom (Coming Home) im Peter-Schilling-Kanal.[13]


Sinngemäße Übersetzung statt vollständiger Lyrics

Der englische Titel Coming Home lässt sich sinngemäß mit „nach Hause kommen“ oder „auf dem Heimweg sein“ wiedergeben. Die deutsche Kernformulierung „völlig losgelöst“ bezeichnet dagegen eher vollständige Ablösung oder Entkopplung. Schon die Titel setzen also unterschiedliche Akzente: Entfernung auf der einen, Heimkehr auf der anderen Seite.

Eine zulässige Inhaltserschließung kann die Handlung deshalb sinngemäß so wiedergeben: Ein Astronaut startet, entfernt sich von der Erde, verliert die unmittelbare Verbindung zur Bodenwelt und erlebt seine Situation zunehmend als persönliche Grenzerfahrung. Die englische Fassung transportiert dieselbe Grundgeschichte, ist aber keine Einladung, den urheberrechtlich geschützten Text vollständig abzuschreiben oder Zeile für Zeile zu übersetzen.


Besonderheiten des Songs

Major Tom verbindet mehrere Ebenen ungewöhnlich eng miteinander:

  1. Technik und Emotion: Ein kontrollierter Raumfahrtablauf kippt in eine persönliche Erfahrung.
  2. Synthesizer und Narration: Elektronische Sounds sind nicht nur Dekoration, sondern unterstützen das Zukunfts- und Raumgefühl.
  3. Countdown und Form: Zeitliches Herunterzählen wird zum dramatischen Motor.
  4. Schwerelosigkeit und Metapher: Physikalische Vorstellung und psychische Loslösung überlagern sich.
  5. Deutsch und Internationalisierung: Der Song funktioniert sowohl im NDW-Kontext als auch in einer englischen Fassung für den internationalen Popmarkt.
  6. Pop und Science-Fiction: Raumfahrttechnik wird zum Material einer emotionalen Popgeschichte.


Hör- und Medienanalyse

Arbeite beim Hören mit einem Beobachtungsbogen. Notiere nicht den Songtext, sondern beschreibe musikalische Ereignisse mit eigenen Worten. Mögliche Kategorien sind Klangfarbe, Dichte, Rhythmus, Stimme, Raumwirkung, Spannung und Erzählfunktion.

Vergleiche anschließend die deutsche und die englische Fassung. Prüfe, welche Unterschiede Du wirklich hörst und welche Du nur aus dem Titel erwartest. So trainierst Du Quellenkritik und trennst Beobachtung von Interpretation.


Rechtssichere Mediennutzung im Unterricht

Für diesen aiMOOC werden Medien auf unterschiedliche Weise eingesetzt. Wikimedia-Commons-Dateien werden nur dann eingebunden, wenn auf der Dateiseite eine freie Lizenz oder Gemeinfreiheit ausgewiesen ist. YouTube-Videos werden nicht kopiert oder neu hochgeladen, sondern aus offiziellen Kanälen eingebettet. Für eigene Unterrichtsprodukte solltest Du bei jedem Bild die konkrete Lizenz und die geforderte Namensnennung prüfen.

Für urheberrechtlich geschützte Musik gilt: Nutze keine vollständigen Lyrics, keine vollständige Partitur und keine nachnotierte Melodie. Für Analysezwecke sind kurze Zitate im jeweils rechtlich zulässigen Rahmen möglich; in diesem aiMOOC wird besonders zurückhaltend gearbeitet. Die Score-Beispiele sind daher vollständig selbst geschaffen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Jahr erschien die deutsche Fassung von Major Tom erstmals? (1982) (!1977) (!1986) (!1991)




Auf welchem Album erschien Major Tom in der deutschen Fassung? (Fehler im System) (!Error 404) (!Sternenzeit) (!Neue Heimat)




Welchem musikalischen Kontext wird der Song häufig zugeordnet? (Neue Deutsche Welle) (!Grunge) (!Barock) (!Bebop)




Welches Instrument prägt die elektronische Klangästhetik besonders? (Synthesizer) (!Cembalo) (!Dudelsack) (!Banjo)




Welches Motiv steigert zu Beginn die Erwartung vor dem Start? (Countdown) (!Walzer) (!Wiegenlied) (!Marschkapelle)




Welche Doppeldeutung eignet sich für das Motiv völlig losgelöst? (Räumliche und psychische Loslösung) (!Nur eine Wetterbeobachtung) (!Nur eine Tanzanweisung) (!Nur eine technische Reparatur)




Wie heißt die englischsprachige Fassung? (Major Tom Coming Home) (!Major Tom Flying Back) (!Captain Tom Returns) (!Major Tom Moonlight)




Welche höchste Position erreichte die englische Fassung in den US Billboard Hot 100? (Platz 14) (!Platz 1) (!Platz 42) (!Platz 73)




Wofür werden die Score-Beispiele in diesem aiMOOC verwendet? (Für selbst geschaffene Analysemodelle) (!Für die vollständige Originalpartitur) (!Für den vollständigen Songtext) (!Für eine exakte Melodietranskription)




Was bedeutet Mikrogravitation im Erdorbit am treffendsten? (Gemeinsamer fortwährender freier Fall) (!Vollständige Abwesenheit jeder Gravitation) (!Stillstand außerhalb der Atmosphäre) (!Magnetische Aufhebung der Erdanziehung)





Memory

Major Tom Astronautenfigur
Synthesizer Elektronische Klangfarbe
Countdown Startspannung
Schwerelosigkeit Loslösungsmotiv
Coming Home Internationale Fassung
Fehler im System Albumtitel
Bodenstation Funkkommunikation
Neue Deutsche Welle Deutschsprachiger Popkontext





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Synthesizer Klangfarbe
Countdown Spannung
Schwerelosigkeit Loslösung
Bodenstation Kommunikation
Kassette Produktion
Coming Home Internationalisierung






Kreuzworträtsel

Synthesizer Welches elektronische Instrument steht für viele Klangfarben des Songs und der frühen Achtziger?
Countdown Wie heißt das Herunterzählen vor einem Start?
Astronaut Welchen Beruf hat die Figur Major Tom innerhalb der Erzählung?
Kassette Welches analoge Speichermedium nutzte Schilling laut Entstehungsbericht für musikalische Fragmente?
Bodenstation Wie nennt man die Kontrollstelle auf der Erde in einer Raumfahrtkommunikation?
Schwerelosigkeit Welches Motiv beschreibt im Song die Loslösung von der Erde?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Major Tom erschien in der deutschen Fassung im Jahr

. Der Titel gehört zum Album

. Der Song wird häufig der

zugeordnet. Ein zentraler elektronischer Klangerzeuger ist der

. Das Herunterzählen vor dem Start heißt

. Das Motiv der

verbindet Raumfahrt mit einer Metapher der Loslösung. Die englische Fassung trägt den Zusatz

. Im Erdorbit erleben Astronautinnen und Astronauten

. Peter Schilling arbeitete laut Entstehungsbericht mit musikalischen Fragmenten auf

. Vollständige Lyrics oder eine vollständige Partitur werden aus Gründen des

nicht wiedergegeben.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Klangfarben-Protokoll: Höre die offizielle Aufnahme und notiere fünf eigene Adjektive für Synthesizer, Stimme und Rhythmus, ohne Songtext abzuschreiben.
  2. Motivkarte: Gestalte eine kleine Mindmap zu Countdown, Start, Schwerelosigkeit, Funkkontakt und Heimkehr.
  3. Medienlizenz prüfen: Öffne eine der eingebundenen Commons-Dateiseiten und erkläre in eigenen Worten, was die dort angegebene Lizenz erlaubt.
  4. Storyboard: Zeichne sechs Bilder, die die Weltraumerzählung des Songs ohne Textzitate nacherzählen.


Standard

  1. Sprachvergleich: Vergleiche die deutsche und die englische Fassung in einer Tabelle nach Klang, Erzählperspektive und Titelwirkung, ohne Lyrics zu kopieren.
  2. Synthesizer-Experiment: Erstelle in einer Musik-App einen eigenen acht Takte langen elektronischen Loop, der Startspannung erzeugt, aber keine Melodie des Originals übernimmt.
  3. Mikrogravitation: Erkläre mit einer Skizze den Unterschied zwischen poetischer Schwerelosigkeit und physikalischer Mikrogravitation.
  4. Videoanalyse: Vergleiche das offizielle frühe Musikvideo mit einer heutigen Popproduktion und untersuche Schnitt, Licht, Technikdarstellung und Performance.


Schwer

  1. Intertextualität: Untersuche, wie die Figur Major Tom in der Popkultur zwischen David Bowie und Peter Schilling weiterverwendet wird, ohne geschützte Liedtexte zu reproduzieren.
  2. Eigenkomposition: Komponiere eine 45 bis 60 Sekunden lange eigene Synth-Pop-Miniatur zu einem Weltraummotiv und dokumentiere, wie Du Puls, Klangfläche und Dynamik einsetzt.
  3. OER-Medienpaket: Stelle fünf frei lizenzierte Bilder oder Videos zum Thema Raumfahrt und 1980er-Musiktechnologie zusammen und dokumentiere Urheber, Quelle und Lizenz.
  4. Oral History: Führe ein Interview mit einer Person, die Popmusik der frühen 1980er Jahre bewusst erlebt hat, und vergleiche deren Erinnerungen mit heutigen Medienquellen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Klang und Handlung: Erkläre an mindestens drei selbst gewählten Hörbeobachtungen, wie musikalische Mittel die Weltraumerzählung unterstützen.
  2. Metapher und Physik: Vergleiche die poetische Bedeutung von Schwerelosigkeit mit dem naturwissenschaftlichen Konzept der Mikrogravitation und erkläre, warum beide Ebenen nicht verwechselt werden sollten.
  3. Internationalisierung: Analysiere, wie sich die Wirkung eines Popsongs verändern kann, wenn Titel, Sprache und Markt wechseln. Nutze Major Tom als Beispiel, ohne vollständige Lyrics zu zitieren.
  4. 1980er-Medienästhetik: Entwickle Kriterien, mit denen sich eine 1980er-Popästhetik beschreiben lässt, und wende sie auf ein Musikvideo Deiner Wahl an.
  5. Urheberrecht und Analyse: Entwirf Regeln für eine schulische Musikanalyse, die zwischen zulässigem kurzen Zitat, eigener Paraphrase, freier Lizenz und unzulässiger Vollkopie unterscheidet.
  6. Transfer: Übertrage das Prinzip „technischer Ablauf wird zur persönlichen Grenzerfahrung“ auf einen anderen Song, Film oder literarischen Text und begründe Deine Auswahl.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du

  1. den Song historisch in die frühe 1980er-Popkultur und die Neue Deutsche Welle einordnen kannst,
  2. Synthesizer, Rhythmus, Stimme und Form mit geeigneten musikalischen Begriffen beschreiben kannst,
  3. Countdown, Weltraumerzählung und Schwerelosigkeit als dramaturgische Motive erklären kannst,
  4. Beobachtung, Interpretation und belegte Information voneinander unterscheidest,
  5. die deutsche und internationale Fassung sinngemäß vergleichen kannst,
  6. den Unterschied zwischen poetischer Schwerelosigkeit und physikalischer Mikrogravitation verstehst,
  7. bei Bildern, Videos, Lyrics und Noten urheberrechtlich verantwortungsvoll arbeitest,
  8. eigene musikalische oder mediale Ideen entwickeln kannst, ohne geschütztes Material vollständig zu übernehmen.




Quellen

  1. Wikipedia: Major Tom (völlig losgelöst) – Veröffentlichungsdaten, Chart- und Hintergrundinformationen.
  2. Wikipedia: Peter Schilling – Biografische Einordnung und internationale Chartangaben.
  3. Peter Schilling: offizielle Biografie – Künstlerbiografie und Bedeutung des Weltraumthemas.
  4. SWR3: So entstand „Major Tom“ – Entstehungsbericht und Interviewaussagen.
  5. Official Charts: Major Tom (Coming Home) – britische Chartdaten.
  6. Peter Schilling Official: erste deutsche Video-Version – offizieller Artist Channel.
  7. Peter Schilling Official: Major Tom (Coming Home) – offizielles Video der englischen Fassung.
  8. Peter Schilling Official Audio – veröffentlichte Aufnahme-Credits.
  9. NASA Explorers: Microgravity – naturwissenschaftlicher Hintergrund.
  10. Wikimedia Commons: Peter Schilling – frei lizenzierte Künstlerfotos.
  11. Wikimedia Commons: Roland Jupiter-8 – CC BY-SA 2.0.
  12. Wikimedia Commons: NASA Mission Control – Public Domain.
  13. Wikimedia Commons: STS-127 Launch – NASA-Medium.
  14. Wikimedia Commons: Compact audio cassette – gemeinfrei.
  15. Wikimedia Commons: Pye CT205 television 1980 – CC BY-SA 4.0.
  16. Wikimedia Commons: Sharp GF-999 Boombox – CC BY 4.0.
  17. Wikimedia Commons: NASA Astronaut Training – auf Commons als Public Domain ausgewiesen.


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