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Noten kennenlernen – Notenschrift – Musik

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Noten kennenlernen – Notenschrift – Musik




Noten kennenlernen – Notenschrift – Musik


Einleitung

Musik kann gehört, gespielt, gesungen, erfunden und aufgeschrieben werden. Die Notenschrift ist ein Zeichensystem, mit dem musikalische Abläufe sichtbar gemacht werden. Sie zeigt unter anderem, welche Töne erklingen, wie lange sie dauern, wann Pausen entstehen und wie Musik zeitlich gegliedert ist.

Du kannst Dir Notenschrift wie eine Sprache vorstellen: Die Noten sind Zeichen, das Notensystem ist die Schreibfläche und Regeln helfen Dir dabei, die Zeichen richtig zu lesen. Wer Noten lesen kann, kann Melodien selbstständig erarbeiten, Musikstücke untersuchen, eigene musikalische Ideen festhalten und mit anderen musizieren.

In diesem aiMOOC lernst Du die Grundlagen der westlichen Notenschrift kennen. Du beschäftigst Dich mit Notenlinien, Notenschlüsseln, Tonhöhen, Notenwerten, Pausen, Takten und einfachen Vorzeichen. Außerdem übst Du, Noten zu lesen, zu schreiben, zu ordnen und in Klänge zu übertragen.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du:

  1. Notensystem: den Aufbau eines Notensystems mit fünf Linien und vier Zwischenräumen erklären.
  2. Tonhöhe: erkennen, dass die senkrechte Position einer Note ihre Tonhöhe angibt.
  3. Notenschlüssel: die Aufgabe von Violin- und Bassschlüssel beschreiben.
  4. Notennamen: die Tonfolge c, d, e, f, g, a, h nennen und fortsetzen.
  5. Notenwerte: ganze, halbe, Viertel- und Achtelnoten unterscheiden.
  6. Pausen: Pausen als gestaltete Stille in einem musikalischen Ablauf verstehen.
  7. Taktart: einfache Taktarten wie den Zwei-, Drei- und Viervierteltakt unterscheiden.
  8. Rhythmus: einfache rhythmische Muster lesen, klatschen und notieren.
  9. Vorzeichen: Kreuz, Be und Auflösungszeichen in ihrer Grundfunktion erklären.
  10. Blattspiel: eine kurze notierte Tonfolge schrittweise vorbereiten und ausführen.


Grundlagen der Notenschrift


Was ist eine Note?

Das Wort Note kann in der Musik zwei eng miteinander verbundene Bedeutungen haben. Es kann einen einzelnen Ton meinen oder das Zeichen, mit dem dieser Ton aufgeschrieben wird. Eine geschriebene Note enthält meistens Informationen über zwei besonders wichtige Eigenschaften:

  1. Tonhöhe: Sie zeigt, ob ein Ton höher oder tiefer klingt.
  2. Tondauer: Sie zeigt, wie lange ein Ton im Verhältnis zu anderen Tönen dauert.

Eine Note kann aus mehreren Bestandteilen bestehen. Der Notenkopf ist der runde oder ovale Teil. Je nach Notenwert kann er leer oder ausgefüllt sein. Viele Noten besitzen außerdem einen Notenhals. Kurze Notenwerte können zusätzlich ein Fähnchen oder einen Balken tragen.

Merksatz: Die Lage einer Note zeigt vor allem die Tonhöhe. Die Form einer Note zeigt vor allem die Tondauer.


Das Notensystem

Ein gewöhnliches Notensystem besteht aus fünf waagerechten Linien und vier Zwischenräumen. Linien und Zwischenräume werden von unten nach oben gezählt. Noten können auf einer Linie oder in einem Zwischenraum stehen.

Je höher eine Note im Notensystem steht, desto höher ist in der Regel der gemeinte Ton. Je tiefer sie steht, desto tiefer klingt der Ton. Beim Lesen bewegst Du Dich deshalb nicht nur von links nach rechts, sondern beachtest gleichzeitig die Höhe der Zeichen.

Die Folge der Stammtöne lautet im deutschsprachigen Tonsystem:

c – d – e – f – g – a – h – c

Nach dem h beginnt die Folge erneut mit c. Diese Wiederholung wird als Oktave bezeichnet. Von einem c bis zum nächsten c liegen acht Tonstufen, wenn Anfangs- und Endton mitgezählt werden.


Linien, Zwischenräume und Tonschritte

Aufeinanderfolgende Stammtöne wechseln im Notensystem meistens zwischen Linie und Zwischenraum. Steht ein Ton auf einer Linie, liegt der nächste Stammton im benachbarten Zwischenraum. Danach folgt wieder eine Linie.

Beispiel:

  1. Ein Ton steht auf einer Linie.
  2. Der nächsthöhere Stammton steht im Zwischenraum darüber.
  3. Der darauffolgende Stammton steht auf der nächsten Linie.
  4. Beim Abwärtslesen gilt dieselbe Regel in umgekehrter Richtung.

Diese Schrittbewegung hilft Dir beim Lesen. Du musst nicht jede Note einzeln auswendig erkennen. Oft genügt es, einen sicheren Ausgangston zu kennen und anschließend die Tonschritte zu verfolgen.


Hilfslinien

Manche Töne liegen höher oder tiefer, als die fünf Linien darstellen können. Dann werden kurze zusätzliche Linien verwendet. Sie heißen Hilfslinien. Eine Hilfslinie gilt nur für die jeweilige Note und verlängert nicht das gesamte Notensystem.

Das eingestrichene c, häufig als mittleres c bezeichnet, wird im Violinschlüssel auf einer Hilfslinie unter dem Notensystem notiert. Im Bassschlüssel steht derselbe Ton auf einer Hilfslinie über dem System. Dadurch bilden Violin- und Bassschlüssel zusammen einen großen zusammenhängenden Tonraum.


Die Notennamen auf einer Klaviatur

Eine Klaviatur macht die wiederkehrende Ordnung der Notennamen gut sichtbar. Die weißen Tasten tragen die Stammtöne c, d, e, f, g, a und h. Anschließend beginnt die Folge erneut.

Zur Orientierung kannst Du die schwarzen Tasten nutzen. Sie stehen abwechselnd in Gruppen aus zwei und drei Tasten. Das c liegt unmittelbar links von einer Zweiergruppe schwarzer Tasten. Das f liegt unmittelbar links von einer Dreiergruppe.

Übungsidee: Suche auf einer Klaviatur zuerst alle c-Tasten. Bestimme danach d, e, f, g, a und h.


Notenschlüssel


Warum braucht man einen Notenschlüssel?

Die fünf Linien besitzen ohne Notenschlüssel noch keine festgelegten Tonnamen. Ein Notenschlüssel bestimmt, welcher Ton auf einer bestimmten Linie liegt. Von diesem Bezugston aus lassen sich alle anderen Töne ableiten.

Verschiedene Schlüssel werden verwendet, weil Instrumente und Stimmen unterschiedliche Tonlagen besitzen. Hohe Instrumente benötigen häufig einen anderen gut lesbaren Tonbereich als tiefe Instrumente.


Der Violinschlüssel

Der Violinschlüssel wird auch G-Schlüssel genannt. Seine geschwungene Form umkreist die zweite Linie von unten. Auf dieser Linie liegt der Ton g.

Der Violinschlüssel wird häufig für höhere Stimmen und Instrumente verwendet, zum Beispiel für Violine, Flöte, Klarinette, Trompete und die rechte Hand beim Klavierspiel. Auch viele Kinder- und Volkslieder werden im Violinschlüssel notiert.

Im Violinschlüssel liegen die Töne auf den Linien von unten nach oben:

e – g – h – d – f

In den Zwischenräumen liegen von unten nach oben:

f – a – c – e

Du kannst diese Reihen auswendig lernen. Noch wichtiger ist jedoch, dass Du Tonfolgen schrittweise lesen kannst.


Der Bassschlüssel

Der Bassschlüssel heißt auch F-Schlüssel. Seine beiden Punkte stehen oberhalb und unterhalb der vierten Linie von unten. Auf dieser Linie liegt der Ton f.

Der Bassschlüssel wird häufig für tiefe Stimmen und Instrumente verwendet, zum Beispiel für Violoncello, Kontrabass, Fagott, Tuba und die linke Hand beim Klavierspiel.

Im Bassschlüssel liegen die Töne auf den Linien von unten nach oben:

g – h – d – f – a

In den Zwischenräumen liegen von unten nach oben:

a – c – e – g


Violin- und Bassschlüssel vergleichen

Eine Note an derselben grafischen Stelle besitzt im Violin- und Bassschlüssel nicht denselben Namen. Der Schlüssel verändert also die Bedeutung der Linien und Zwischenräume.

Beim Klavier werden Violin- und Bassschlüssel oft durch eine geschweifte Klammer zu einem Doppelsystem verbunden. Die rechte Hand spielt meistens im oberen System, die linke Hand im unteren. Das mittlere c verbindet beide Bereiche.


Tonhöhen lesen


Schrittweise lesen statt raten

Beim Notenlesen ist es hilfreich, zunächst einen sicheren Bezugston zu bestimmen. Danach untersuchst Du die Bewegung der Melodie.

  1. Tonwiederholung: Zwei Noten stehen auf derselben Höhe.
  2. Tonschritt: Die nächste Note steht auf der benachbarten Linie oder im benachbarten Zwischenraum.
  3. Tonsprung: Zwischen zwei Noten wird mindestens eine Tonstufe ausgelassen.
  4. Aufwärtsbewegung: Die nächste Note steht höher.
  5. Abwärtsbewegung: Die nächste Note steht tiefer.

Diese Beobachtungen funktionieren auch dann, wenn Du einen einzelnen Notennamen noch nicht sofort erkennst.


Melodische Kontur

Die sichtbare Form einer Melodie wird Melodiekontur genannt. Eine Melodie kann steigen, fallen, sich wellenförmig bewegen oder längere Zeit um wenige Töne kreisen.

Bevor Du eine Melodie spielst oder singst, kannst Du ihre Kontur mit dem Finger verfolgen. Dadurch erkennst Du schwierige Sprünge und wiederkehrende Muster.


Notennamen sicher bestimmen

Eine zuverlässige Vorgehensweise besteht aus vier Schritten:

  1. Bestimme den Notenschlüssel.
  2. Suche einen bekannten Bezugston.
  3. Zähle Linien und Zwischenräume in kleinen Schritten.
  4. Kontrolliere den gefundenen Ton an einer Klaviatur oder mit einem Instrument.


Notenwerte und Tondauer


Relative Dauer

Ein Notenwert zeigt die Dauer eines Tons im Verhältnis zu anderen Tönen. Er legt nicht allein fest, wie viele Sekunden ein Ton dauert. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt zusätzlich vom Tempo ab.

Bei den gebräuchlichen Notenwerten wird eine längere Dauer immer wieder halbiert:

  1. Eine ganze Note entspricht zwei halben Noten.
  2. Eine halbe Note entspricht zwei Viertelnoten.
  3. Eine Viertelnote entspricht zwei Achtelnoten.
  4. Eine Achtelnote entspricht zwei Sechzehntelnoten.

Daraus folgt:

Eine ganze Note = zwei halbe Noten = vier Viertelnoten = acht Achtelnoten.


Ganze Note

Die ganze Note besitzt einen leeren Notenkopf und keinen Notenhals. In einem Viervierteltakt kann sie einen vollständigen Takt füllen. Ihre genaue Zeitdauer hängt vom Tempo ab.


Halbe Note

Die halbe Note besitzt einen leeren Notenkopf und einen Notenhals. Zwei halbe Noten dauern zusammen so lange wie eine ganze Note.


Viertelnote

Die Viertelnote besitzt einen ausgefüllten Notenkopf und einen Notenhals. Vier Viertelnoten dauern zusammen so lange wie eine ganze Note.

In vielen Übungen wird die Viertelnote als Zähleinheit verwendet. Dann erhält sie einen Grundschlag.


Achtelnote

Die Achtelnote besitzt einen ausgefüllten Notenkopf, einen Notenhals und ein Fähnchen. Zwei Achtelnoten ergeben zusammen eine Viertelnote.

Mehrere Achtelnoten können durch einen Balken verbunden werden. Der Balken erleichtert das Erkennen rhythmischer Gruppen.


Notenhälse und Balken

Die Richtung eines Notenhalses verändert weder Tonhöhe noch Tondauer. Bei einzeln notierten Stimmen zeigt der Hals bei tief liegenden Noten meist nach oben und bei hoch liegenden Noten meist nach unten. Dadurch bleibt das Notenbild übersichtlich.

Fähnchen und Balken zeigen kurze Notenwerte an. Eine Achtelnote besitzt ein Fähnchen oder einen Balken. Eine Sechzehntelnote besitzt zwei Fähnchen oder zwei Balken.


Der Punkt hinter einer Note

Ein Punkt unmittelbar hinter einer Note verlängert ihren Wert um die Hälfte des ursprünglichen Wertes.

Beispiele:

  1. Eine punktierte halbe Note dauert so lange wie eine halbe plus eine Viertelnote.
  2. Eine punktierte Viertelnote dauert so lange wie eine Viertel- plus eine Achtelnote.

Der Punkt ist deshalb kein Schmuckzeichen, sondern verändert den Rhythmus.


Pausen


Stille gehört zur Musik

Eine Pause ist eine genau festgelegte Zeitspanne, in der kein Ton gespielt oder gesungen wird. Pausen gliedern Musik, schaffen Spannung, ermöglichen Atemstellen und machen rhythmische Muster deutlicher.

Zu den wichtigsten Pausenwerten gehören:

  1. Ganze Pause: entspricht der Dauer einer ganzen Note.
  2. Halbe Pause: entspricht der Dauer einer halben Note.
  3. Viertelpause: entspricht der Dauer einer Viertelnote.
  4. Achtelpause: entspricht der Dauer einer Achtelnote.

Pausen müssen genauso genau gezählt werden wie klingende Noten. Beim Musizieren kannst Du den Puls innerlich weiterführen, während Du pausierst.


Ganze und halbe Pause unterscheiden

Die Zeichen für ganze und halbe Pause ähneln kleinen Rechtecken.

Die ganze Pause hängt unter einer Notenlinie. Die halbe Pause liegt auf einer Notenlinie. Als Merkhilfe kannst Du Dir vorstellen:

Die ganze Pause hängt. Die halbe Pause sitzt.


Takt, Puls und Rhythmus


Der Puls

Der Puls ist eine regelmäßige Folge von Grundschlägen. Du kannst ihn mit Schritten, Klatschen oder Tippen darstellen. Der Puls kann schnell oder langsam sein.

Der Puls ist nicht dasselbe wie der Rhythmus. Der Puls bleibt regelmäßig, während der Rhythmus aus unterschiedlich langen Tönen und Pausen besteht.


Der Rhythmus

Der Rhythmus entsteht aus der zeitlichen Anordnung von Tönen und Pausen. Ein Rhythmus kann viele kurze, wenige lange oder gemischte Notenwerte enthalten.

Beim rhythmischen Lesen hilft eine gleichmäßige Bewegung. Du kannst beispielsweise jeden Grundschlag mit dem Fuß markieren und gleichzeitig den notierten Rhythmus klatschen.


Der Takt

Ein Takt fasst eine bestimmte Anzahl von Grundschlägen zusammen. Senkrechte Taktstriche trennen die Takte voneinander.

Die Taktart steht meistens am Anfang eines Musikstücks hinter dem Notenschlüssel und möglichen Vorzeichen. Sie wird mit zwei übereinanderstehenden Zahlen dargestellt.

Die obere Zahl zeigt, wie viele Grundschläge ein Takt enthält. Die untere Zahl zeigt, welcher Notenwert als Zähleinheit dient.


Häufige Taktarten

  1. Zweivierteltakt: Ein Takt enthält zwei Viertelschläge. Er wirkt häufig klar und schreitend.
  2. Dreivierteltakt: Ein Takt enthält drei Viertelschläge. Er ist beispielsweise in vielen Walzern zu finden.
  3. Viervierteltakt: Ein Takt enthält vier Viertelschläge. Er kommt in vielen Liedern und Musikstücken vor.
  4. Sechsachteltakt: Ein Takt enthält sechs Achtel, die häufig in zwei größere Dreiergruppen gegliedert werden.


Takte rechnerisch prüfen

Du kannst überprüfen, ob ein Takt vollständig ist, indem Du die Noten- und Pausenwerte addierst.

Beispiel für einen Viervierteltakt:

Eine halbe Note + zwei Viertelnoten = vier Viertelschläge.

Weiteres Beispiel:

Vier Achtelnoten + eine halbe Note = vier Viertelschläge.

Diese Art des Rechnens verbindet Musik mit Bruchrechnung.


Vorzeichen


Stammtöne und veränderte Töne

Die Stammtöne heißen c, d, e, f, g, a und h. Mit Vorzeichen können Töne erhöht oder erniedrigt werden.

  1. Kreuz: erhöht einen Ton in der Regel um einen Halbton.
  2. Be: erniedrigt einen Ton in der Regel um einen Halbton.
  3. Auflösungszeichen: hebt eine vorherige Erhöhung oder Erniedrigung auf.

Im deutschsprachigen Tonsystem wird an den Namen eines durch Kreuz erhöhten Tons meistens die Endung -is angehängt. Aus f wird fis. Bei einem durch Be erniedrigten Ton wird häufig die Endung -es oder -s verwendet. Aus e wird es, aus a wird as. Eine wichtige Besonderheit ist: Das erniedrigte h heißt b.


Versetzungszeichen und Generalvorzeichen

Ein Vorzeichen direkt vor einer Note wird Versetzungszeichen genannt. Es gilt normalerweise für die entsprechende Tonhöhe bis zum Ende des Taktes.

Vorzeichen am Anfang eines Notensystems werden Generalvorzeichen genannt. Sie gelten grundsätzlich für das ganze Stück oder bis zu einem Wechsel der Tonart.

Für den Einstieg genügt es, Vorzeichen sicher zu erkennen und ihre Richtung zu kennen: Kreuz erhöht, Be erniedrigt, Auflösungszeichen stellt den Stammton wieder her.


Weitere Zeichen in der Notenschrift


Wiederholungszeichen

Ein Wiederholungszeichen zeigt an, dass ein Abschnitt erneut gespielt werden soll. Es besteht aus einem Doppelstrich und zwei Punkten. Ein Anfangs- und ein Schlusswiederholungszeichen können den zu wiederholenden Abschnitt begrenzen.


Haltebogen und Bindebogen

Der Haltebogen verbindet zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Noten gleicher Tonhöhe. Ihre Werte werden zu einer längeren Dauer zusammengefasst.

Der Bindebogen verbindet dagegen verschiedene Töne zu einer musikalischen Phrase. Bei Blasinstrumenten oder beim Gesang können die verbundenen Töne ohne neue Zungen- oder Silbenbewegung ausgeführt werden.

Die Zeichen sehen ähnlich aus, besitzen aber unterschiedliche Aufgaben.


Dynamik und Artikulation

Dynamikzeichen geben Hinweise zur Lautstärke. Häufige Zeichen sind:

  1. p für piano: leise.
  2. f für forte: laut.
  3. mf für mezzoforte: mittellaut.
  4. crescendo für allmählich lauter werden.
  5. decrescendo für allmählich leiser werden.

Artikulationszeichen beschreiben, wie ein Ton gespielt wird. Ein Punkt über oder unter einer Note kann Staccato bedeuten. Der Ton wird dann kurz und deutlich getrennt ausgeführt. Eine waagerechte Linie kann auf ein getragenes Spiel hinweisen.


Noten schreiben


Saubere Schreibweise

Gut lesbare Notenschrift erleichtert das Musizieren. Beachte beim Schreiben:

  1. Ziehe fünf parallele Notenlinien mit gleichmäßigen Abständen.
  2. Setze den Notenschlüssel deutlich an den Anfang.
  3. Platziere Notenköpfe genau auf Linien oder in Zwischenräume.
  4. Schreibe Notenköpfe leicht oval statt kreisrund.
  5. Zeichne Notenhälse gerade und ungefähr gleich lang.
  6. Ordne Balken übersichtlich nach rhythmischen Gruppen.
  7. Setze Taktstriche senkrecht durch das gesamte System.
  8. Kontrolliere, ob jeder Takt den richtigen Gesamtwert besitzt.


Eine Melodie abschreiben

Beim Abschreiben einer Melodie gehst Du am besten abschnittsweise vor:

  1. Übertrage zuerst Notenschlüssel, Taktart und Vorzeichen.
  2. Markiere die Taktstriche.
  3. Schreibe die Tonhöhen.
  4. Ergänze Notenwerte und Pausen.
  5. Prüfe jeden Takt rechnerisch.
  6. Vergleiche abschließend noch einmal die gesamte Vorlage.


Noten lesen und musizieren


Vorbereitung vor dem Spielen

Bevor Du eine unbekannte Melodie spielst, kannst Du sie untersuchen:

  1. Welcher Notenschlüssel wird verwendet?
  2. Welche Taktart steht am Anfang?
  3. Gibt es Vorzeichen?
  4. Wo liegt der erste Ton?
  5. Bewegt sich die Melodie schrittweise oder in Sprüngen?
  6. Welche Notenwerte und Pausen kommen vor?
  7. Wiederholen sich Motive oder Takte?
  8. Welche dynamischen Zeichen sind angegeben?

Diese Vorbereitung verbessert das Blattspiel und verhindert viele Lesefehler.


Rhythmus vor Tonhöhe

Eine wirksame Übemethode besteht darin, Tonhöhe und Rhythmus zunächst zu trennen.

  1. Klatsche zuerst nur den Rhythmus.
  2. Sprich dabei die Zählzeiten.
  3. Zeige anschließend die melodische Bewegung mit der Hand.
  4. Nenne die Notennamen.
  5. Spiele oder singe die Melodie langsam.
  6. Steigere das Tempo erst, wenn der Ablauf sicher ist.


Mit mehreren Sinnen lernen

Notenlernen gelingt besonders gut, wenn Du verschiedene Tätigkeiten verbindest:

  1. Sehen: Du betrachtest Notenbild, Linien und Zeichen.
  2. Hören: Du vergleichst geschriebene und klingende Töne.
  3. Sprechen: Du nennst Notennamen und Zählzeiten.
  4. Bewegen: Du klatschst, gehst oder dirigierst den Puls.
  5. Schreiben: Du notierst Töne und Rhythmen selbst.
  6. Spielen: Du überträgst die Zeichen auf ein Instrument.


Zusammenfassung

Die Notenschrift hält Musik mit grafischen Zeichen fest. Das Notensystem besteht aus fünf Linien und vier Zwischenräumen. Die senkrechte Position einer Note zeigt ihre Tonhöhe, während ihre Form den Notenwert erkennen lässt. Ein Notenschlüssel ordnet den Linien und Zwischenräumen bestimmte Töne zu.

Im deutschsprachigen Tonsystem heißen die Stammtöne c, d, e, f, g, a und h. Ganze, halbe, Viertel- und Achtelnoten stehen in einem Teilungsverhältnis. Pausen besitzen entsprechende Zeitwerte. Takte gliedern den musikalischen Ablauf, und die Taktart legt die Anzahl sowie die Einheit der Grundschläge fest.

Vorzeichen verändern Töne. Weitere Zeichen geben Hinweise zu Wiederholung, Lautstärke, Artikulation und musikalischer Gestaltung. Sicheres Notenlesen entsteht durch regelmäßiges Üben, genaues Beobachten, rhythmisches Zählen und die Verbindung von Sehen, Hören, Schreiben und Musizieren.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Aus wie vielen Linien besteht ein gewöhnliches Notensystem? (Fünf Linien) (!Vier Linien) (!Sechs Linien) (!Acht Linien)




Was zeigt die senkrechte Position einer Note hauptsächlich an? (Die Tonhöhe) (!Die Lautstärke) (!Das Instrument) (!Das Tempo)




Wie heißt der Violinschlüssel noch? (G-Schlüssel) (!F-Schlüssel) (!C-Schlüssel) (!Pausenschlüssel)




Welche Tonfolge ist im deutschsprachigen Tonsystem richtig? (c d e f g a h) (!c d e f g a b) (!c e g h d f a) (!a b c d e f g)




Wie viele Viertelnoten dauern zusammen so lange wie eine ganze Note? (Vier Viertelnoten) (!Zwei Viertelnoten) (!Drei Viertelnoten) (!Acht Viertelnoten)




Welche Aussage zur Achtelnote ist richtig? (Zwei Achtelnoten ergeben eine Viertelnote) (!Eine Achtelnote ergibt zwei Viertelnoten) (!Vier Achtelnoten ergeben eine ganze Note) (!Eine Achtelnote ist länger als eine halbe Note)




Welche Aufgabe hat eine Pause in der Notenschrift? (Sie legt eine Dauer ohne gespielten Ton fest) (!Sie erhöht einen Ton) (!Sie verändert den Notenschlüssel) (!Sie verdoppelt das Tempo)




Wie viele Viertelschläge enthält ein Dreivierteltakt? (Drei Viertelschläge) (!Zwei Viertelschläge) (!Vier Viertelschläge) (!Sechs Viertelschläge)




Was bewirkt ein Kreuz vor einer Note? (Es erhöht den Ton) (!Es erniedrigt den Ton) (!Es verlängert den Ton) (!Es beendet das Musikstück)




Wozu dient ein Taktstrich? (Er trennt Takte voneinander) (!Er bestimmt den Notennamen) (!Er zeigt die Lautstärke) (!Er ersetzt den Notenschlüssel)





Memory

Notensystem Fünf Linien und vier Zwischenräume
Violinschlüssel G-Schlüssel
Bassschlüssel F-Schlüssel
Ganze Note Vier Viertelwerte
Achtelnote Halber Viertelwert
Taktstrich Grenze zwischen Takten
Kreuzzeichen Erhöhung eines Tons
Auflösungszeichen Rückkehr zum Stammton





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Tonhöhe Senkrechte Position der Note
Notenwert Relative Dauer eines Tons
Notenschlüssel Zuordnung der Töne zu den Linien
Taktart Gliederung der Grundschläge
Pause Festgelegte Dauer ohne klingenden Ton






Kreuzworträtsel

Notensystem Wie heißt die Anordnung aus fünf Linien und vier Zwischenräumen?
Violinschlüssel Welcher Schlüssel wird häufig für hohe Tonlagen verwendet?
Taktstrich Welches Zeichen trennt zwei Takte?
Notenkopf Wie heißt der runde oder ovale Hauptteil einer Note?
Hilfslinie Welche kurze Zusatzlinie wird für besonders hohe oder tiefe Töne benötigt?
Pausenzeichen Welches Zeichen stellt eine bestimmte Dauer ohne gespielten Ton dar?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein gewöhnliches Notensystem besteht aus

waagerechten Linien. Zwischen den Linien liegen

Zwischenräume. Die senkrechte Position einer Note zeigt ihre

. Der Violinschlüssel wird auch

genannt. Der Bassschlüssel heißt ebenfalls

. Im deutschsprachigen Tonsystem folgt auf den Ton a der Ton

. Zwei halbe Noten ergeben zusammen eine

Note. Zwei Achtelnoten dauern so lange wie eine

. Eine festgelegte Zeit ohne gespielten Ton heißt

. Senkrechte Linien zwischen musikalischen Abschnitten heißen

. Die obere Zahl einer Taktart gibt die Anzahl der

an. Ein Kreuzzeichen

einen Ton. Das Auflösungszeichen stellt den ursprünglichen

wieder her. Ein Punkt hinter einer Note verlängert sie um die

ihres Wertes.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Notenlinien gestalten: Zeichne drei saubere Notensysteme mit jeweils fünf Linien und markiere Linien sowie Zwischenräume in zwei unterschiedlichen Farben.
  2. Notennamen entdecken: Beschrifte die weißen Tasten einer selbst gezeichneten Klaviatur mit c, d, e, f, g, a und h.
  3. Rhythmus klatschen: Erfinde einen zweitaktigen Rhythmus aus Viertel- und Achtelnoten, notiere ihn und klatsche ihn einer anderen Person vor.
  4. Notenschlüssel vergleichen: Zeichne Violin- und Bassschlüssel nebeneinander und beschreibe in drei Sätzen ihre unterschiedlichen Aufgaben.


Standard

  1. Melodie notieren: Erfinde eine kurze Melodie mit fünf verschiedenen Tönen im Violinschlüssel und schreibe sie in einem Viervierteltakt auf.
  2. Pausenexperiment: Nimm denselben Rhythmus zweimal auf, zuerst ohne Pausen und danach mit sinnvoll eingesetzten Pausen. Vergleiche die Wirkung.
  3. Notenwert-Plakat: Gestalte ein Lernplakat, das ganze, halbe, Viertel- und Achtelnoten mit ihren Teilungsverhältnissen erklärt.
  4. Musikinterview: Befrage eine musizierende Person dazu, wie sie Noten gelernt hat, welche Zeichen ihr schwerfielen und wie sie heute neue Stücke erarbeitet.


Schwer

  1. Fehleranalyse: Erstelle eine absichtlich fehlerhafte Notenzeile mit mindestens sechs verschiedenen Fehlern. Tausche sie mit einer anderen Person und korrigiert die Beispiele gegenseitig.
  2. Hör- und Schreibprojekt: Höre eine sehr kurze, einfache Melodie und versuche, zunächst den Rhythmus und danach die ungefähre Tonbewegung zu notieren. Dokumentiere Deine Vorgehensweise.
  3. Erklärvideo: Produziere ein zwei- bis vierminütiges Lernvideo, in dem Du den Unterschied zwischen Tonhöhe, Notenwert, Takt und Tempo mit eigenen Beispielen erklärst.
  4. Mini-Komposition: Komponiere ein achttaktiges Stück mit mindestens zwei Notenwerten, zwei verschiedenen Pausenwerten, einer Wiederholung und einer dynamischen Veränderung. Führe es auf oder lasse es digital abspielen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Übertragung auf ein Instrument: Du erhältst eine kurze Melodie im Violinschlüssel. Beschreibe schrittweise, wie Du die notierten Töne auf einer Klaviatur oder einem anderen Instrument findest und kontrollierst.
  2. Rhythmische Umgestaltung: Verändere einen vorgegebenen Viertelnoten-Rhythmus so, dass die Taktlänge gleich bleibt, aber ein abwechslungsreicheres Muster aus Achtelnoten und Pausen entsteht. Begründe Deine Änderungen.
  3. Fehler im Takt: Ein Viervierteltakt enthält eine halbe Note, eine Viertelnote und drei Achtelnoten. Prüfe den Takt, erkläre das Problem und schlage mindestens zwei Korrekturen vor.
  4. Schlüsselwechsel verstehen: Erkläre, warum dieselbe Position im Notensystem im Violin- und Bassschlüssel unterschiedliche Tonnamen besitzt. Nutze dabei den Begriff Bezugston.
  5. Musikalische Wirkung: Vergleiche zwei Fassungen derselben Melodie, von denen eine viele Pausen und die andere fast keine Pausen enthält. Beschreibe, wie sich Spannung, Atmung und Gliederung verändern.
  6. Lernstrategie entwickeln: Entwirf einen fünftägigen Übeplan für eine Person, die Notennamen und Notenwerte verwechselt. Begründe die Reihenfolge Deiner Übungen.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du Wissen nicht nur wiedergeben, sondern praktisch anwenden kannst.

  1. Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie Notensystem, Notenschlüssel, Tonhöhe, Notenwert, Pause, Takt und Rhythmus korrekt.
  2. Notenlesen: Du bestimmst einfache Notennamen im Violin- oder Bassschlüssel.
  3. Rhythmuslesen: Du klatschst oder sprichst einen kurzen Rhythmus mit gleichmäßigem Puls.
  4. Notenschreiben: Du notierst eine kurze Tonfolge lesbar auf fünf Linien.
  5. Taktkontrolle: Du prüfst, ob die Werte eines Taktes vollständig sind.
  6. Zeichenverständnis: Du erklärst die Funktion von Taktstrich, Vorzeichen, Punkt, Wiederholungszeichen und Pausen.
  7. Musikalische Umsetzung: Du überträgst eine einfache Notenzeile auf Stimme, Körperinstrumente oder ein Musikinstrument.
  8. Reflexion: Du beschreibst, welche Strategie Dir beim Notenlernen besonders hilft und warum.




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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

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  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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