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Natürliche Molltonleitern verstehen - Tonleitern und Intervalle

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Natürliche Molltonleitern verstehen - Tonleitern und Intervalle




Natürliche Molltonleitern verstehen - Tonleitern und Intervalle


Einleitung

Die natürliche Molltonleiter ist eine zentrale Tonleiter der westlichen Musiktheorie. Sie hilft Dir zu verstehen, warum Musik in Moll oft anders wirkt als Musik in Dur, wie Intervalle aufgebaut sind und wie Du Tonleitern sicher hörst, singst, spielst und notierst. In diesem aiMOOC lernst Du die natürliche Molltonleiter als geordnete Folge von Ganztonschritten und Halbtonschritten kennen. Du untersuchst besonders die kleine Terz, die kleine Sexte und die kleine Septime, weil sie für den Klang von natürlichem Moll entscheidend sind.

Die bekannteste natürliche Molltonleiter ist a-Moll. Sie besteht aus den Stammtönen A - H - C - D - E - F - G - A und verwendet im Notenbild keine Vorzeichen. Trotzdem klingt sie nicht wie C-Dur, obwohl beide denselben Tonvorrat besitzen. Der Grund ist das andere tonale Zentrum: In a-Moll ist A der Grundton und die Tonika, während in C-Dur C diesen Mittelpunkt bildet.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was eine natürliche Molltonleiter ist, wie ihr Schrittmodell aufgebaut ist und welche Intervalle zwischen dem Grundton und den übrigen Tonstufen entstehen. Du kannst natürliche Molltonleitern aufschreiben, auf einem Instrument spielen, hören, mit Dur vergleichen und einfache musikalische Beispiele analysieren.


Erste Hör- und Notenbeispiele

Höre und betrachte zuerst die natürliche a-Moll-Tonleiter aufwärts und abwärts. Achte besonders auf die Stellen, an denen sich zwei Töne direkt nebeneinander befinden: H-C und E-F.


\relative c' {
  \key a \minor
  \time 4/4
  a4 b c d e f g a
  a g f e d c b a
  \bar "|."
}

Dieses Beispiel zeigt die natürliche c-Moll-Tonleiter. Hier kommen Versetzungszeichen vor, weil c-Moll nicht nur aus Stammtönen besteht.


\relative c' {
  \key c \minor
  \time 4/4
  c4 d es f g as bes c
  c bes as g f es d c
  \bar "|."
}


Grundlagen: Tonleiter, Grundton und Oktave


Was ist eine Tonleiter?

Eine Tonleiter ist eine geordnete Reihe von Tönen, die meist innerhalb einer Oktave verläuft. Sie beginnt auf einem Grundton und kehrt am Ende zum gleichnamigen Ton in höherer Lage zurück. In der westlichen Musik sind Dur und Moll besonders verbreitet. Beide bestehen in der Regel aus sieben verschiedenen Tonstufen plus der wiederholten Oktave.

Eine Tonleiter ist nicht nur eine Liste von Tönen. Entscheidend ist ihr Abstandsmuster. Dieses Muster beschreibt, ob zwischen zwei benachbarten Tönen ein Ganztonschritt oder ein Halbtonschritt liegt. Genau dieses Muster macht den Charakter der natürlichen Molltonleiter aus.


Die natürliche Molltonleiter als äolisches Modell

Die natürliche Molltonleiter entspricht in der heutigen Musiktheorie dem äolischen Modus. Ihr Schrittmodell lautet:

Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton

Bei a-Moll sieht das so aus:

Tonfolge Schritt zum nächsten Ton Bedeutung
A nach H Ganztonschritt Beginn der Tonleiter
H nach C Halbtonschritt erste enge Stelle
C nach D Ganztonschritt Weiterführung nach der kleinen Terz
D nach E Ganztonschritt Weg zur Quinte
E nach F Halbtonschritt zweite enge Stelle
F nach G Ganztonschritt Weg zur kleinen Septime
G nach A Ganztonschritt Rückkehr zum Grundton


Warum klingt natürlich Moll nach Moll?

Der Klang von Moll entsteht nicht durch einen einzelnen Ton, sondern durch die Beziehungen zwischen den Tönen. Besonders wichtig ist die Terz über dem Grundton. In a-Moll ist der Abstand von A nach C eine kleine Terz. Dieser Abstand unterscheidet a-Moll deutlich von A-Dur, denn A-Dur enthält Cisis beziehungsweise in der Praxis meist Cis als große Terz.


\relative c' {
  \key a \minor
  \time 4/4
  <a c>2 <a cis>2
  <a c>2 <a cis>2
  \bar "|."
}

Im Hörvergleich wirkt die kleine Terz oft dunkler oder weicher als die große Terz. Solche Klangbeschreibungen sind aber keine festen Naturgesetze. Entscheidend ist: Die kleine Terz ist ein strukturelles Merkmal der Molltonleiter.


Aufbau der natürlichen Molltonleiter


Die sieben Tonstufen in a-Moll

Die natürliche a-Moll-Tonleiter enthält diese Tonstufen:

Stufe Ton in a-Moll Intervall zum Grundton A Klangliche Funktion
erste Stufe A Prime Grundton und Ruhepunkt
zweite Stufe H große Sekunde Bewegung vom Grundton weg
dritte Stufe C kleine Terz Mollfärbung
vierte Stufe D reine Quarte Spannung und Weiterführung
fünfte Stufe E reine Quinte stabile Stütze
sechste Stufe F kleine Sexte typische Mollfarbe
siebte Stufe G kleine Septime offener Klang ohne Leittonwirkung
achte Stufe A Oktave Rückkehr zum Grundton

\relative c' {
  \key a \minor
  \time 4/4
  a4 b c d e f g a
  \bar "|."
}


Halbtonschritte als Orientierungspunkte

In der natürlichen Molltonleiter liegen die Halbtonschritte zwischen der zweiten und dritten sowie zwischen der fünften und sechsten Tonstufe. Bei a-Moll sind das H-C und E-F. Diese beiden engen Stellen helfen Dir, die Tonleiter zu erkennen und auf andere Grundtöne zu übertragen.


\relative c' {
  \key a \minor
  \time 4/4
  b4 c e f
  b, c e f
  \bar "|."
}


Natürlich Moll auf einen anderen Grundton übertragen

Um eine natürliche Molltonleiter auf einem anderen Grundton zu bilden, überträgst Du nicht einfach die Tonnamen von a-Moll, sondern das Schrittmodell. Beispiel d-Moll:

D - E - F - G - A - B - C - D

In d-Moll liegen die Halbtonschritte zwischen E-F und A-B. Das B ist hier nötig, damit das Muster der natürlichen Molltonleiter erhalten bleibt.


\relative c' {
  \key d \minor
  \time 4/4
  d4 e f g a bes c d
  d c bes a g f e d
  \bar "|."
}


Intervalle in der natürlichen Molltonleiter


Was ist ein Intervall?

Ein Intervall ist der Tonhöhenabstand zwischen zwei Tönen. Erklingen die Töne nacheinander, spricht man von einem melodischen Intervall. Erklingen sie gleichzeitig, spricht man von einem harmonischen Intervall. Beim Verstehen von Tonleitern ist beides wichtig: Du hörst eine Tonleiter als Melodie, kannst ihre Töne aber auch als Abstände zum Grundton untersuchen.


Intervallreihe über dem Grundton A

Die natürliche Molltonleiter enthält über dem Grundton typische Intervalle. Höre die folgenden Zweiklänge. Jeder Zweiklang enthält unten A und oben eine andere Stufe der natürlichen a-Moll-Tonleiter.


\relative c' {
  \key a \minor
  \time 4/4
  <a a>2 <a b>2
  <a c>2 <a d>2
  <a e>2 <a f>2
  <a g>2 <a a'>2
  \bar "|."
}
Abstand von A zu Intervallname Größe Bedeutung in natürlichem Moll
A Prime gleicher Ton Grundton
H große Sekunde zwei Halbtonschritte Bewegung
C kleine Terz drei Halbtonschritte Mollmerkmal
D reine Quarte fünf Halbtonschritte Spannung
E reine Quinte sieben Halbtonschritte Stabilität
F kleine Sexte acht Halbtonschritte Mollfärbung
G kleine Septime zehn Halbtonschritte kein starker Leitton
A Oktave zwölf Halbtonschritte Abschluss


Die kleine Terz als Schlüsselintervall

Die kleine Terz ist für das Erkennen von Moll besonders wichtig. Wenn Du vom Grundton aus drei Halbtonschritte nach oben gehst, erreichst Du die kleine Terz. In a-Moll ist das der Ton C. In c-Moll ist es Es. In e-Moll ist es G.


\relative c' {
  \time 4/4
  <a c>2 <c es>2
  <e g>2 <d f>2
  \bar "|."
}


Die kleine Septime und der fehlende Leitton

In natürlichem Moll liegt die siebte Stufe einen Ganztonschritt unter der Oktave. In a-Moll ist das G unter A. Dadurch entsteht keine starke Leittonwirkung wie in vielen Dur- oder harmonischen Mollzusammenhängen. Natürlich Moll klingt deshalb oft offener und weniger zielgerichtet als eine Tonleiter mit erhöhter siebter Stufe.


\relative c'' {
  \key a \minor
  \time 4/4
  g4 a g a
  gis a gis a
  \bar "|."
}

Im Beispiel hörst Du zuerst die kleine Septime G nach A und danach den engeren Zug von Gis nach A. Für die natürliche Molltonleiter ist die erste Variante mit G entscheidend.


Natürlich Moll, Dur und Paralleltonart


A-Moll und C-Dur: gleicher Tonvorrat, anderer Mittelpunkt

a-Moll und C-Dur sind Paralleltonarten. Sie verwenden dieselben Stammtöne, aber sie haben verschiedene Grundtöne. In C-Dur ist C der Mittelpunkt, in a-Moll ist A der Mittelpunkt. Deshalb kann derselbe Tonvorrat sehr unterschiedlich wirken.


\relative c' {
  \key c \major
  \time 4/4
  c4 d e f g a b c
  a b c d e f g a
  \bar "|."
}


Der Quintenzirkel als Hilfe für Molltonarten

Der Quintenzirkel zeigt, welche Vorzeichen zu Dur- und Molltonarten gehören. In vielen Darstellungen steht die Durtonart außen und die parallele Molltonart innen. So kannst Du sehen, dass C-Dur und a-Moll keine Vorzeichen haben, G-Dur und e-Moll ein Kreuz besitzen oder F-Dur und d-Moll ein B verwenden.


Vergleich von natürlichem Moll und Dur auf demselben Grundton

Wenn Du natürliches Moll und Dur auf demselben Grundton vergleichst, werden die Unterschiede besonders deutlich. A-Dur enthält eine große Terz, eine große Sexte und eine große Septime. Natürliches a-Moll enthält dagegen eine kleine Terz, eine kleine Sexte und eine kleine Septime.


\relative c' {
  \time 4/4
  \key a \major
  a4 b cis d e fis gis a
  \key a \minor
  a, b c d e f g a
  \bar "|."
}
Vergleich A-Dur Natürliches a-Moll Wirkung
dritte Stufe Cis C große Terz gegen kleine Terz
sechste Stufe Fis F große Sexte gegen kleine Sexte
siebte Stufe Gis G große Septime gegen kleine Septime


Natürlich Moll in Melodien und Liedern


Melodische Merkmale

Melodien in natürlichem Moll verwenden häufig die kleine Terz als Erkennungszeichen und bewegen sich oft um den Grundton, die Quinte und die kleine Septime. Eine einfache Melodie in a-Moll kann ohne Vorzeichen notiert werden und dennoch klar nach Moll klingen, wenn A als Ruhepunkt wahrnehmbar wird.


\relative c'' {
  \key a \minor
  \time 3/4
  a4 g e
  c d e
  f e d
  c b a
  \bar "|."
}


Übung: Tonales Zentrum hören

Spiele oder singe zuerst C-Dur und danach a-Moll. Verwende dieselben Töne, aber ende einmal auf C und einmal auf A. Achte darauf, wie sich der musikalische Ruhepunkt verändert.


\relative c' {
  \key c \major
  \time 4/4
  c4 e g c
  b a g c
  a c e a
  g f e a
  \bar "|."
}


Begleitung mit einfachen Akkorden

Eine natürliche Molltonleiter kann mit einfachen Dreiklängen begleitet werden. In a-Moll sind besonders die Akkorde a-Moll, d-Moll und e-Moll wichtig. Sie entstehen auf der ersten, vierten und fünften Stufe der natürlichen a-Moll-Tonleiter.


\relative c' {
  \key a \minor
  \time 4/4
  <a c e>2 <d f a>2
  <e g b>2 <a c e>2
  \bar "|."
}


Natürliche, harmonische und melodische Molltonleiter unterscheiden


Warum gibt es mehrere Mollformen?

In der Musikpraxis werden in Moll verschiedene Tonhöhen verwendet. Die natürliche Molltonleiter zeigt den unveränderten Tonvorrat. Die harmonische Molltonleiter erhöht häufig die siebte Stufe, damit ein stärkerer Zug zur Tonika entsteht. Die melodische Molltonleiter verändert je nach Kontext weitere Stufen. In diesem aiMOOC steht jedoch die natürliche Molltonleiter im Mittelpunkt.


\relative c' {
  \key a \minor
  \time 4/4
  a4 b c d e f g a
  a b c d e f gis a
  \bar "|."
}

Im Beispiel hörst Du zuerst natürliches a-Moll und danach eine Variante mit erhöhter siebter Stufe. Für natürliches Moll bleibt G unverändert.


Lernstrategien


So lernst Du natürliche Molltonleitern sicher

  1. Schrittmodell: Merke Dir die Folge Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton.
  2. Halbtonstellen: Suche immer die engen Stellen zwischen zweiter und dritter sowie fünfter und sechster Stufe.
  3. Grundton: Prüfe, welcher Ton als Zentrum wirkt.
  4. Intervalle: Bestimme die kleine Terz, kleine Sexte und kleine Septime über dem Grundton.
  5. Hören: Singe die Tonleiter, bevor Du sie aufschreibst.
  6. Notieren: Achte darauf, dass jeder Buchstabenname in der Tonleiter genau einmal vorkommt, bevor die Oktave erreicht wird.


Typische Fehler vermeiden

Ein häufiger Fehler ist, a-Moll und C-Dur gleichzusetzen. Sie haben zwar denselben Tonvorrat, aber nicht denselben Grundton. Ein zweiter häufiger Fehler ist, in natürlichem Moll die siebte Stufe automatisch zu erhöhen. Das gehört nicht zur natürlichen Molltonleiter. Ein dritter Fehler besteht darin, beim Übertragen auf andere Grundtöne die Tonnamen nicht korrekt fortzusetzen. Eine Tonleiter verwendet die Stammbuchstaben nacheinander, also zum Beispiel bei d-Moll: D, E, F, G, A, B, C, D.


Kurze Schreibmethode

Wenn Du eine natürliche Molltonleiter konstruierst, kannst Du so vorgehen:

  1. Grundton: Lege den Startton fest.
  2. Tonbuchstaben: Schreibe die Buchstabenfolge bis zur Oktave.
  3. Ganzton und Halbton: Prüfe das Schrittmodell.
  4. Vorzeichen: Ergänze nötige Kreuze oder Bes.
  5. Kontrolle: Prüfe kleine Terz, kleine Sexte und kleine Septime.

Beispiel e-Moll:


\relative c' {
  \key e \minor
  \time 4/4
  e4 fis g a b c d e
  e d c b a g fis e
  \bar "|."
}


Medien zur Vertiefung


Video: Natürlich Moll, harmonisch Moll und melodisch Moll

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=MCEdwhDghR4 |500|center}}


Video: Natürliche Molltonleiter bestimmen und schreiben

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=pJDs_834THg |500|center}}


Video: Intervalle bestimmen

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=niW-CU-zer4 |500|center}}


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Tonfolge bildet die natürliche a-Moll-Tonleiter? (A H C D E F G A) (!A H Cis D E Fis Gis A) (!A B C D Es F G A) (!C D E F G A H C)




Wo liegen die Halbtonschritte in der natürlichen Molltonleiter? (Zwischen zweiter und dritter sowie fünfter und sechster Stufe) (!Zwischen erster und zweiter sowie vierter und fünfter Stufe) (!Zwischen dritter und vierter sowie siebter und achter Stufe) (!Zwischen allen benachbarten Tonstufen)




Welches Intervall liegt in natürlichem a-Moll zwischen A und C? (Kleine Terz) (!Große Terz) (!Reine Quarte) (!Kleine Septime)




Welcher Modus entspricht der natürlichen Molltonleiter? (Aeolisch) (!Ionisch) (!Lydisch) (!Mixolydisch)




Welche Durtonart ist die Paralleltonart zu a-Moll? (C-Dur) (!A-Dur) (!G-Dur) (!F-Dur)




Was ist in der natürlichen Molltonleiter nicht erhöht? (Die siebte Stufe) (!Die erste Stufe) (!Die vierte Stufe) (!Die Oktave)




Welcher Ton ist die sechste Stufe in natürlichem a-Moll? (F) (!Fis) (!E) (!Gis)




Welches Intervall liegt von A nach E vor? (Reine Quinte) (!Kleine Sekunde) (!Große Sexte) (!Tritonus)




Welche Schrittfolge beschreibt natürlich Moll richtig? (Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Halbton Ganzton Ganzton) (!Ganzton Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Ganzton Halbton) (!Halbton Ganzton Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Ganzton) (!Ganzton Halbton Halbton Ganzton Ganzton Halbton Ganzton)




Was unterscheidet a-Moll und C-Dur am deutlichsten, obwohl sie dieselben Töne verwenden? (Der Grundton) (!Die Anzahl der Töne) (!Die Notenschlüssel) (!Die Taktart)





Memory

Natürlich Moll Ganzton Halbton Ganzton Ganzton Halbton Ganzton Ganzton
A-Moll Keine Vorzeichen
Kleine Terz Mollfärbung
Paralleltonart Gleicher Tonvorrat
Quintenzirkel Übersicht der Vorzeichen
Grundton Tonales Zentrum
Kleine Septime Kein starker Leitton





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
A nach H Anfangs-Ganzton
H nach C erste enge Stelle
C nach D Terz-Weitergang
D nach E Weg zur Quinte
E nach F zweite enge Stelle
F nach G Weg zur Septime
G nach A Rückkehr zum Grundton






Kreuzworträtsel

Aeolisch Welcher Modus entspricht der natürlichen Molltonleiter?
Oktave Wie heißt der Abstand vom Grundton zum gleichnamigen höheren Ton?
Terz Welches Intervall entscheidet besonders stark über Dur oder Moll?
Tonika Wie heißt der ruhende Mittelpunkt einer Tonart?
Halbton Wie heißt der kleinste Schritt im üblichen westlichen Zwölftonsystem?
Quinte Welches reine Intervall liegt in a-Moll zwischen A und E?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die

besitzt das Schrittmodell Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton. In a-Moll heißen die Töne A, H, C, D, E, F, G und wieder

. Die Halbtonschritte liegen zwischen der zweiten und dritten sowie zwischen der fünften und

Stufe. Das Intervall von A nach C ist eine

und prägt den Mollcharakter. A-Moll und C-Dur verwenden denselben

, unterscheiden sich aber durch ihren Grundton. Die siebte Stufe der natürlichen Molltonleiter bildet keinen starken

, weil sie einen Ganzton unter der Oktave liegt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Tonleiter hören: Spiele oder singe die natürliche a-Moll-Tonleiter dreimal langsam und markiere danach die beiden Halbtonschritte in Deinen Noten.
  2. Grundton finden: Höre ein kurzes Musikbeispiel in Moll und beschreibe, welcher Ton für Dich wie ein Ruhepunkt wirkt.
  3. Intervalltagebuch: Notiere fünf Tonpaare aus der natürlichen a-Moll-Tonleiter und bestimme ihre Intervalle zum Grundton A.
  4. Noten abschreiben: Schreibe die natürliche a-Moll-Tonleiter im Violinschlüssel auf und ergänze unter jedem Ton die passende Tonstufe.


Standard

  1. Tonleiter übertragen: Konstruiere die natürliche d-Moll-, e-Moll- und g-Moll-Tonleiter mit dem Schrittmodell und überprüfe die Vorzeichen.
  2. Hörvergleich: Vergleiche A-Dur und natürliches a-Moll. Beschreibe, welche Töne sich ändern und wie sich der Klang verändert.
  3. Kurze Melodie: Komponiere eine achttaktige Melodie in natürlichem a-Moll, die auf A endet und mindestens einmal die kleine Terz betont.
  4. Paralleltonarten erklären: Erstelle eine kleine Übersicht zu drei Durtonarten und ihren parallelen Molltonarten und erkläre den gemeinsamen Tonvorrat.


Schwer

  1. Melodieanalyse: Suche ein Lied oder Musikstück mit Mollwirkung und untersuche, ob die siebte Stufe natürlich bleibt oder erhöht wird.
  2. Begleitung gestalten: Schreibe zu einer Melodie in natürlichem a-Moll eine einfache Begleitung mit den Akkorden a-Moll, d-Moll und e-Moll.
  3. Theorieplakat: Gestalte ein Lernplakat, das natürlich Moll, harmonisch Moll und Dur auf demselben Grundton vergleicht.
  4. Erklärvideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo, in dem Du die natürliche Molltonleiter mit Noten, Hörbeispielen und Intervallen erklärst.




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Lernkontrolle

  1. Tonleiterkonstruktion: Erkläre, wie Du von einem frei gewählten Grundton aus eine natürliche Molltonleiter bildest, ohne die Töne auswendig zu kennen.
  2. Dur-Moll-Vergleich: Vergleiche natürliches a-Moll mit A-Dur und erkläre, warum drei veränderte Stufen den Klang deutlich verändern.
  3. Melodieprüfung: Du erhältst eine unbekannte Melodie ohne Vorzeichen. Beschreibe ein Verfahren, mit dem Du herausfindest, ob sie in C-Dur oder a-Moll stehen könnte.
  4. Hörargumentation: Begründe anhand von Intervallen, warum eine Melodie trotz gleicher Stammtöne eher nach Moll als nach Dur klingen kann.
  5. Musikalische Anwendung: Entwickle eine viertaktige Mollmelodie und erkläre, welche Tonstufen Du verwendest, damit der Grundton eindeutig wahrnehmbar wird.
  6. Fehleranalyse: Analysiere eine falsch notierte Molltonleiter und korrigiere sie mithilfe des Schrittmodells.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu natürlichen Molltonleitern solltest Du zeigen, dass Du die Inhalte nicht nur auswendig gelernt hast, sondern anwenden kannst.

  1. Fachwissen: Du erklärst das Schrittmodell der natürlichen Molltonleiter sicher.
  2. Notation: Du notierst mindestens drei natürliche Molltonleitern korrekt.
  3. Intervallverständnis: Du bestimmst die Intervalle vom Grundton zu allen Tonstufen.
  4. Hören: Du erkennst die Mollwirkung und beschreibst sie mit Fachbegriffen.
  5. Anwendung: Du komponierst oder analysierst ein kurzes Beispiel in natürlichem Moll.
  6. Reflexion: Du erklärst Unterschiede zwischen natürlichem Moll, Dur und einer Mollvariante mit erhöhter siebter Stufe.




OERs zum Thema



Links


Zusammenfassung

Die natürliche Molltonleiter ist eine siebentönige Tonleiter mit dem Muster Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton. In a-Moll lautet sie A - H - C - D - E - F - G - A. Ihre Halbtonschritte liegen zwischen der zweiten und dritten sowie zwischen der fünften und sechsten Stufe. Die kleine Terz über dem Grundton prägt den Mollcharakter. A-Moll und C-Dur sind Paralleltonarten, weil sie denselben Tonvorrat, aber unterschiedliche Grundtöne besitzen. Durch das Bestimmen von Intervallen kannst Du natürliche Molltonleitern verstehen, hören, notieren und musikalisch anwenden.


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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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