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Mobbing und Selbstwert - Mobbing und Cybermobbing

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Mobbing und Selbstwert - Mobbing und Cybermobbing




Einleitung

Mobbing und Selbstwert / Mobbing und Cybermobbing ist ein aiMOOC über Mobbing, Cyber-Mobbing, Selbstwert, Selbstbewusstsein, Empathie, Zivilcourage und verantwortungsvolles Handeln in Gruppen und digitalen Räumen. Du lernst, wie Mobbing entsteht, warum es den Selbstwert verletzen kann, welche Rollen Gruppen dabei spielen und wie Betroffene, Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte, Eltern und Freundeskreise angemessen reagieren können.

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Das Video dient als Einstieg: Es ordnet Mobbing und Cyber-Mobbing sachlich und verständlich ein. Achte beim Anschauen besonders darauf, welche Merkmale Mobbing von einem gewöhnlichen Konflikt unterscheiden, wie digitale Angriffe wirken und warum Unterstützung von außen so wichtig ist.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Mobbing und Cyber-Mobbing bedeuten, welche Warnsignale es gibt und warum die Verantwortung nicht bei den Betroffenen liegt. Du kannst beschreiben, wie Selbstwert, Selbstkonzept und Selbstwirksamkeit zusammenhängen. Du lernst außerdem konkrete Handlungsschritte kennen: Hilfe holen, Beweise sichern, nicht mitmachen, Grenzen setzen, melden, blockieren und Betroffene stärken.


Grundbegriffe


Was ist Mobbing?

Mobbing ist eine Form von Gewalt, bei der eine Person wiederholt, gezielt und über eine gewisse Zeit herabgesetzt, ausgegrenzt, bedroht, bloßgestellt oder verletzt wird. Entscheidend ist nicht nur eine einzelne gemeine Handlung, sondern ein Muster. Häufig besteht ein Machtgefälle: Eine Person oder Gruppe hat mehr soziale Macht, mehr Unterstützung, mehr Informationen, mehr digitale Reichweite oder mehr körperliche Stärke als die betroffene Person.

Ein gewöhnlicher Streit ist meistens wechselseitig: Beide Seiten können sich äußern, sich wehren und eine Lösung aushandeln. Bei Mobbing ist das anders. Die betroffene Person steht oft unter Druck, fühlt sich isoliert und erlebt, dass Angriffe wiederkehren. Deshalb ist es falsch zu sagen: „Das müssen die unter sich klären.“ Mobbing braucht Unterstützung von außen.


Was ist Cybermobbing?

Cyber-Mobbing bezeichnet Mobbing mit digitalen Mitteln. Dazu gehören beleidigende Nachrichten, ausgrenzende Gruppen-Chats, das Verbreiten von Gerüchten, heimlich aufgenommene Fotos oder Videos, Fake-Profile, Bloßstellungen, Drohungen, Hasskommentare oder das absichtliche Ausschließen aus digitalen Gruppen.

Cybermobbing kann besonders belastend sein, weil digitale Angriffe schnell verbreitet werden, rund um die Uhr sichtbar sein können und auch außerhalb der Schule weitergehen. Ein einzelner Post kann viele Zuschauerinnen und Zuschauer erreichen. Außerdem können Inhalte gespeichert, geteilt oder erneut hochgeladen werden. Gerade deshalb sind Medienkompetenz, Datenschutz, Privatsphäre und digitale Zivilcourage wichtig.


Was bedeutet Selbstwert?

Der Selbstwert beschreibt, wie ein Mensch den eigenen Wert als Person einschätzt. Er ist nicht dasselbe wie Leistung, Beliebtheit, Aussehen, Noten, Followerzahlen oder die Meinung einzelner Personen. Ein stabiler Selbstwert bedeutet: Du darfst Fehler machen, Du darfst lernen, Du darfst Grenzen haben, und Du bist trotzdem wertvoll.

Zum Selbstkonzept gehört, was Du über Dich selbst denkst: zum Beispiel „Ich bin zuverlässig“, „Ich bin sportlich“, „Ich kann gut zuhören“ oder „Ich tue mich mit Mathe schwer“. Selbstwirksamkeit bedeutet, dass Du daran glaubst, durch eigenes Handeln etwas bewirken zu können. Selbstwert, Selbstkonzept und Selbstwirksamkeit beeinflussen sich gegenseitig.


Mobbing und Selbstwert


Wie Mobbing den Selbstwert angreift

Mobbing greift den Selbstwert nicht nur durch einzelne Beleidigungen an. Besonders verletzend ist die Wiederholung: Wer immer wieder ausgeschlossen, verspottet oder öffentlich beschämt wird, kann anfangen, die Angriffe innerlich zu glauben. Aus „Die sagen das über mich“ kann „Vielleicht stimmt das“ werden. Genau hier ist Unterstützung wichtig: Mobbing sagt nichts über den Wert der betroffenen Person aus, sondern über das Verhalten der mobbenden Gruppe.

Typische Folgen können Angst, Scham, Rückzug, Konzentrationsprobleme, Schlafprobleme, Schulunlust, Bauch- oder Kopfschmerzen, Wut, Traurigkeit oder ein sinkendes Vertrauen in andere Menschen sein. Solche Reaktionen sind verständlich. Sie sind kein Zeichen von Schwäche, sondern Hinweise darauf, dass jemand Schutz und Unterstützung braucht.


Warum ein stabiler Selbstwert schützt, aber Mobbing nicht verhindert

Ein stabiler Selbstwert kann helfen, gemeine Aussagen besser einzuordnen: „Das ist verletzend, aber es definiert mich nicht.“ Trotzdem verhindert Selbstwert Mobbing nicht automatisch. Niemand ist selbst schuld daran, gemobbt zu werden. Prävention darf deshalb nicht bedeuten, Betroffenen zu sagen: „Du musst einfach stärker werden.“ Prävention bedeutet, die Gruppe, die Regeln, die digitale Umgebung und das Verhalten aller Beteiligten zu verändern.

Selbstwertarbeit ist ein Teil der Hilfe. Dazu gehören sichere Beziehungen, Anerkennung, Erfolgserlebnisse, Selbstfürsorge, realistische Selbstgespräche, Schutzräume und Erwachsene, die klar handeln.


Beteiligte Rollen im Mobbingprozess


Betroffene Personen

Betroffene Personen erleben wiederholte Angriffe oder Ausgrenzung. Sie brauchen Schutz, Glauben, Entlastung und konkrete Hilfe. Wichtig ist: Sie müssen nicht beweisen, dass sie „perfekt“ sind, um Hilfe zu verdienen. Niemand verdient Mobbing.


Mobbende Personen

Mobbende Personen nutzen Macht, Aufmerksamkeit oder Gruppendruck, um andere abzuwerten. Manchmal handeln sie aus Unsicherheit, Wut, Rache, Langeweile oder dem Wunsch nach Anerkennung. Diese Gründe erklären Verhalten, entschuldigen es aber nicht. Verantwortung bedeutet, Angriffe zu stoppen, Wiedergutmachung zu ermöglichen und neue Verhaltensweisen zu lernen.


Mitläuferinnen und Mitläufer

Mitläuferinnen und Mitläufer machen vielleicht nicht den ersten Angriff, verstärken ihn aber durch Lachen, Teilen, Liken, Schweigen, Weitererzählen oder Dabeibleiben. Gerade bei Cyber-Mobbing kann ein Klick die Reichweite vergrößern. Deshalb gilt: Nicht teilen, nicht liken, nicht kommentierend anheizen.


Zuschauende und Unterstützende

Zuschauende haben oft mehr Einfluss, als sie denken. Wer nicht mitmacht, Hilfe holt, Betroffene anspricht, verletzende Inhalte meldet oder klare Grenzen setzt, kann den Mobbingprozess unterbrechen. Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Es bedeutet, verantwortlich und klug zu handeln.


Formen von Mobbing


Direktes Mobbing

Direktes Mobbing ist unmittelbar sichtbar: Beschimpfen, Drohen, Schubsen, Nachäffen, Auslachen, absichtliches Demütigen oder das Zerstören von Gegenständen. Auch „Witze“ können Mobbing sein, wenn sie wiederholt auf Kosten einer Person gehen und diese Person darunter leidet.


Indirektes Mobbing

Indirektes Mobbing ist oft schwerer zu erkennen: Gerüchte verbreiten, jemanden nicht einladen, eine Person ignorieren, heimlich Gruppen gegen jemanden bilden oder Freundschaften gezielt zerstören. Diese Form wirkt besonders stark auf Zugehörigkeit und Selbstwert, weil Menschen soziale Anerkennung brauchen.


Cybermobbing-Formen

Typische Formen von Cyber-Mobbing sind beleidigende Kommentare, Hassnachrichten, das Erstellen von Fake-Profilen, Identitätsdiebstahl, Veröffentlichung privater Inhalte, Ausschluss aus Chatgruppen, digitale Drohungen, das Verbreiten peinlicher Bilder, Abstimmungsseiten gegen Personen oder das gezielte Melden eines Accounts ohne Grund.


Warnsignale erkennen

Mobbing ist nicht immer sofort sichtbar. Manche Betroffene schämen sich oder haben Angst, dass alles schlimmer wird. Achte deshalb auf Veränderungen: Jemand zieht sich zurück, fehlt häufiger, wirkt ängstlich, verliert Dinge, meidet Wege, Gruppen oder Chats, reagiert stark auf Benachrichtigungen, schläft schlecht, wirkt niedergeschlagen oder möchte plötzlich nicht mehr zur Schule, zum Training oder in bestimmte Gruppen.

Warnsignale sind keine Beweise, aber sie sind Gesprächsanlässe. Eine hilfreiche Frage lautet: „Ich habe den Eindruck, dass es Dir gerade nicht gut geht. Möchtest Du erzählen, was los ist?“ Wichtig ist, ruhig zu bleiben, zuzuhören und nicht vorschnell zu urteilen.


Erste Hilfe bei Mobbing und Cybermobbing


Wenn Du betroffen bist

  1. Sicherheit: Wenn Du bedroht wirst oder Angst hast, wende Dich sofort an eine erwachsene Vertrauensperson, an die Polizei oder bei akuter Gefahr an den Notruf.
  2. Beweise sichern: Mache Screenshots, speichere Links, Chatverläufe, Namen, Zeiten und Plattformen. Verändere die Beweise möglichst nicht.
  3. Nicht zurückschlagen: Antworte nicht mit Gegenbeleidigungen. Das kann die Situation verschärfen und später gegen Dich verwendet werden.
  4. Hilfe holen: Sprich mit einer Vertrauensperson, Klassenleitung, Schulsozialarbeit, Eltern, Beratungsstelle oder einer Freundin beziehungsweise einem Freund.
  5. Melden und blockieren: Nutze Melde- und Blockierfunktionen von Plattformen. Lösche Beweise erst, wenn eine erwachsene Unterstützungsperson sie gesehen oder gesichert hat.
  6. Selbstwert schützen: Erinnere Dich: Das Verhalten anderer bestimmt nicht Deinen Wert. Du hast Schutz, Respekt und Unterstützung verdient.


Wenn Du Mobbing beobachtest

  1. Nicht mitmachen: Like, teile und kommentiere verletzende Inhalte nicht.
  2. Betroffene stärken: Schreibe der betroffenen Person privat, dass sie nicht allein ist.
  3. Hilfe organisieren: Informiere eine erwachsene Vertrauensperson oder eine zuständige Stelle.
  4. Grenzen setzen: Sage ruhig und klar, dass das Verhalten nicht okay ist, wenn es sicher möglich ist.
  5. Beweise sichern: Unterstütze beim Dokumentieren, ohne verletzende Inhalte weiterzuverbreiten.


Wenn Du selbst verletzt hast

Wer andere beleidigt, bloßstellt oder ausgrenzt, kann Verantwortung übernehmen. Dazu gehört: sofort aufhören, Inhalte löschen lassen, sich ehrlich entschuldigen, keine Ausreden suchen, Wiedergutmachung prüfen, Hilfe annehmen und lernen, Konflikte ohne Abwertung zu lösen. Verantwortung ist mehr als „War doch nur Spaß“. Entscheidend ist die Wirkung auf die betroffene Person.


Hilfe und Beratung

Wenn Du in Deutschland als Kind oder Jugendliche beziehungsweise Jugendlicher Unterstützung brauchst, kannst Du Dich anonym und kostenlos an die Nummer gegen Kummer wenden. Das Kinder- und Jugendtelefon ist unter 116 111 erreichbar. Bei akuter Gefahr erreichst Du die Polizei unter 110 und den Notruf unter 112. Wenn Du nicht in Deutschland bist, suche nach einer lokalen Kinder- und Jugendberatung, einer schulischen Beratungsstelle oder einer Notrufnummer in Deinem Land.

Wenn Du Lehrkraft, Elternteil oder erwachsene Bezugsperson bist, gilt: Betroffene ernst nehmen, nicht verharmlosen, nicht zu schnellen Konfrontationen drängen, Schutz herstellen, Schule und Fachstellen einbeziehen, Beweise sichern und gemeinsam einen klaren Plan entwickeln.


Prävention in Schule, Ausbildung und Studium


Klassenklima und Gruppenregeln

Ein gutes Klassenklima entsteht nicht von allein. Gruppen brauchen klare Regeln, verlässliche Erwachsene und Übung im Umgang mit Konflikten. Hilfreich sind gemeinsame Vereinbarungen: Wir grenzen niemanden aus. Wir teilen keine peinlichen Bilder. Wir sprechen mit Menschen, nicht über sie. Wir holen Hilfe, wenn jemand wiederholt verletzt wird. Wir stoppen abwertende Witze.

Regeln wirken nur, wenn sie gelebt werden. Deshalb sollten Schulen regelmäßig über Mobbing, Cyber-Mobbing, Respekt, Datenschutz, Empathie und Zivilcourage sprechen und nicht erst reagieren, wenn ein Vorfall eskaliert.


Digitale Medienkompetenz

Medienkompetenz bedeutet, digitale Räume bewusst, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Dazu gehört, Privatsphäre-Einstellungen zu kennen, starke Passwörter zu verwenden, fremde Bilder nicht ohne Zustimmung zu teilen, Screenshots nicht als Waffe zu benutzen, Quellen zu prüfen, Beleidigungen zu melden und sich nicht von Gruppendruck steuern zu lassen.

Ein einfacher Grundsatz lautet: Was Du online nicht über Dich selbst veröffentlicht sehen möchtest, solltest Du auch nicht über andere veröffentlichen.


Selbstwertstärkung als Schutzfaktor

Selbstwertstärkung bedeutet nicht, immer selbstsicher aufzutreten. Sie bedeutet, sich selbst realistisch und freundlich zu begegnen. Hilfreich sind stabile Beziehungen, sinnvolle Aufgaben, Bewegung, Kreativität, Tagebuchschreiben, Hilfe annehmen, Grenzen setzen, Komplimente ernst nehmen und Stärken erkennen. Auch Fehler gehören dazu: Wer lernen darf, ohne beschämt zu werden, entwickelt eher Vertrauen in sich selbst.


Rechtliche und ethische Perspektive

Mobbing kann nicht nur moralisch falsch, sondern in bestimmten Fällen auch rechtlich relevant sein. Bei Cyber-Mobbing können etwa Beleidigung, Bedrohung, üble Nachrede, Verleumdung, Nötigung, Verletzung des Rechts am eigenen Bild oder die Verbreitung privater Daten eine Rolle spielen. Dieser aiMOOC ersetzt keine Rechtsberatung, macht aber deutlich: Digitale Räume sind keine rechtsfreien Räume.

Ethisch betrachtet geht es um Menschenwürde, Respekt, Verantwortung und Gerechtigkeit. Jeder Mensch hat das Recht, ohne Beschämung, Ausgrenzung und Angst zu lernen, zu arbeiten und online zu kommunizieren.


Unterrichtsideen und Projektarbeit

Dieser aiMOOC eignet sich für Ethik, Religion, Deutsch, Politische Bildung, Sozialkunde, Psychologie, Medienbildung, Informatik, Klassenrat, Schulsozialarbeit und Präventionsprojekte. Lernende können Fallbeispiele analysieren, Gesprächsregeln entwickeln, Hilfekarten gestalten, einen Klassenkodex formulieren, Rollen im Mobbingprozess untersuchen oder ein digitales Präventionsplakat erstellen.

Wichtig ist eine sensible Lernatmosphäre. Niemand sollte gezwungen werden, eigene Mobbingerfahrungen öffentlich zu erzählen. Persönliche Erfahrungen gehören in geschützte Gespräche, nicht in bewertete Präsentationen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was unterscheidet Mobbing am deutlichsten von einem gewöhnlichen Streit? (Wiederholte gezielte Angriffe mit Machtgefälle) (!Eine einmalige Meinungsverschiedenheit) (!Ein gleichberechtigtes Gespräch) (!Ein kurzer Konflikt mit schneller Entschuldigung)




Was bedeutet Cybermobbing? (Mobbing mit digitalen Kommunikationsmitteln) (!Ein normales Computerspiel) (!Eine technische Störung im Internet) (!Ein höflicher Online-Kommentar)




Was beschreibt der Selbstwert? (Die Bewertung des eigenen Werts als Person) (!Die Anzahl der Follower) (!Die Summe aller Schulnoten) (!Die Geschwindigkeit beim Schreiben)




Welche Handlung hilft Betroffenen bei Cybermobbing besonders? (Beweise sichern und Unterstützung holen) (!Beleidigungen sofort zurückschreiben) (!Alle verletzenden Inhalte weiterleiten) (!Allein bleiben und nichts erzählen)




Welche Rolle können Zuschauende im Mobbingprozess spielen? (Sie können Mobbing stoppen oder verstärken) (!Sie haben grundsätzlich keinen Einfluss) (!Sie sind immer automatisch schuldig) (!Sie müssen die Situation allein lösen)




Warum kann Cybermobbing besonders belastend sein? (Weil Angriffe schnell verbreitet und dauerhaft sichtbar werden können) (!Weil digitale Nachrichten nie gelesen werden) (!Weil Online-Angriffe immer sofort verschwinden) (!Weil niemand Screenshots machen kann)




Was ist eine sinnvolle Reaktion auf verletzende Inhalte über eine andere Person? (Nicht teilen und den Inhalt melden) (!Liken, damit mehr Menschen es sehen) (!In der Gruppe darüber lachen) (!Den Inhalt in weitere Chats schicken)




Welche Aussage ist richtig? (Betroffene sind nicht schuld daran, gemobbt zu werden) (!Betroffene müssen Mobbing allein lösen) (!Mobbing ist immer nur Spaß) (!Cybermobbing hat keine Folgen)




Was gehört zu digitaler Zivilcourage? (Verletzende Inhalte nicht verbreiten und Hilfe holen) (!Anonyme Beleidigungen schreiben) (!Private Fotos ohne Erlaubnis posten) (!Gerüchte in Gruppen weiterleiten)




Was stärkt den Selbstwert nachhaltig? (Sichere Beziehungen und realistische Selbstannahme) (!Dauernde Beschämung) (!Ausschluss aus Gruppen) (!Abhängigkeit von Likes)





Memory

Mobbing wiederholte gezielte Abwertung
Cybermobbing digitale Angriffe
Selbstwert inneres Wertgefühl
Empathie Einfühlen in andere
Zivilcourage mutiges verantwortliches Handeln
Screenshots Beweise sichern
Privatsphäre persönliche Grenzen schützen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Beweise sichern Screenshots und Chatverläufe dokumentieren
Hilfe holen Vertrauensperson oder Beratungsstelle einbeziehen
Nicht teilen Reichweite verletzender Inhalte stoppen
Blockieren Kontakt zu angreifenden Accounts begrenzen
Melden Plattform oder Schule über Verstöße informieren
Selbstwert schützen Angriffe nicht als Wahrheit über die eigene Person übernehmen






Kreuzworträtsel

Selbstwert Wie nennt man die Bewertung des eigenen Werts als Person?
Empathie Welche Fähigkeit hilft, Gefühle anderer wahrzunehmen?
Respekt Was fehlt, wenn Menschen absichtlich herabgewürdigt werden?
Screenshots Was kann digitale Beweise sichern?
Zivilcourage Wie nennt man mutiges verantwortliches Eingreifen für andere?
Vertrauen Was brauchen Betroffene, um sich jemandem anzuvertrauen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

bedeutet, dass eine Person wiederholt und gezielt verletzt oder ausgegrenzt wird. Bei

geschieht dies mit digitalen Mitteln wie Chats, sozialen Netzwerken oder Messengergruppen. Ein zentrales Merkmal ist ein

, durch das sich Betroffene oft nicht allein wehren können. Der

beschreibt, wie ein Mensch den eigenen Wert als Person einschätzt. Wer Mobbing beobachtet, sollte verletzende Inhalte nicht

. Digitale Beweise können durch

gesichert werden. Betroffene brauchen Schutz, Anerkennung und

. In einer starken Gruppe übernehmen Menschen Verantwortung und zeigen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffe erklären: Erstelle eine Begriffskarte zu Mobbing, Cyber-Mobbing, Selbstwert, Empathie und Zivilcourage mit jeweils einem Beispiel aus dem Schulalltag.
  2. Stärkenliste: Schreibe zehn persönliche Stärken auf, die nichts mit Noten, Aussehen oder Beliebtheit zu tun haben, und ergänze zu drei Stärken konkrete Situationen.
  3. Hilfeplan: Gestalte eine kleine Notfallkarte mit drei Vertrauenspersonen, zwei Beratungsstellen und fünf Schritten bei Cyber-Mobbing.
  4. Klassenregel: Formuliere fünf kurze Regeln für einen respektvollen Klassenchat und erkläre, warum jede Regel wichtig ist.


Standard

  1. Fallanalyse: Analysiere ein ausgedachtes Fallbeispiel zu Mobbing und ordne die Rollen Betroffene, mobbende Person, Mitläuferinnen und Mitläufer, Zuschauende und Unterstützende zu.
  2. Medienprojekt: Erstelle ein digitales Plakat gegen Cyber-Mobbing, das konkrete Handlungsschritte und eine Botschaft zur Stärkung des Selbstwerts enthält.
  3. Interview: Führe ein anonymisiertes Interview mit einer Fachperson aus Schulsozialarbeit, Beratung oder Prävention über wirksame Hilfe bei Mobbing.
  4. Klassenkodex: Entwickle gemeinsam mit einer Gruppe einen Kodex für respektvolle Kommunikation im Klassenzimmer und online.


Schwer

  1. Präventionskonzept: Entwirf ein Konzept für eine Projektwoche zu Mobbing, Cyber-Mobbing, Selbstwert und Medienkompetenz mit Zielen, Ablauf und Materialien.
  2. Podcast: Plane und produziere eine kurze Podcastfolge über die Frage, wie Zuschauende vom Schweigen zur Zivilcourage kommen können.
  3. Rechtsrecherche: Recherchiere mit Unterstützung einer Lehrkraft, welche rechtlichen Bereiche bei Cyber-Mobbing berührt sein können, und erstelle eine verständliche Übersicht ohne Einzelfallberatung.
  4. Selbstwertkampagne: Entwickle eine schulweite Kampagne, die zeigt, wie Anerkennung, Zugehörigkeit und Hilfeholen den Selbstwert stärken können.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Rollen: Erkläre an einem neuen Fallbeispiel, warum Mobbing ein Gruppenprozess ist und welche Rolle Zuschauende bei der Lösung spielen können.
  2. Handlungsplan: Entwickle einen konkreten Schritt-für-Schritt-Plan für eine Person, die in einem Klassenchat wiederholt beleidigt wird.
  3. Selbstwertanalyse: Erläutere, warum Mobbing den Selbstwert angreifen kann, ohne dass die betroffene Person selbst schuld ist.
  4. Vergleich: Vergleiche analoges Mobbing und Cyber-Mobbing im Hinblick auf Reichweite, Beweise, Schutzräume und Unterstützungsmöglichkeiten.
  5. Prävention: Bewerte drei Maßnahmen, die eine Schule gegen Mobbing einführen könnte, und begründe, welche Kombination besonders wirksam wäre.
  6. Ethik: Diskutiere, warum Menschenwürde, Respekt und Verantwortung auch in digitalen Räumen gelten müssen.


Lernnachweis

  1. Portfolio: Sammle Deine Ergebnisse aus Begriffskarte, Fallanalyse, Hilfeplan und Reflexion in einem Portfolio.
  2. Reflexion: Schreibe eine persönliche Reflexion darüber, welche Handlung Du Dir als zuschauende Person in Zukunft zutraust.
  3. Produkt: Reiche ein selbst erstelltes Präventionsprodukt ein, zum Beispiel Plakat, Audio, Video, Infokarte, Klassenchat-Regeln oder Präsentation.
  4. Auswertung: Erkläre schriftlich, wie Dein Produkt Betroffene stärkt, Mitläuferinnen und Mitläufer zum Umdenken bringt und Zuschauende aktiviert.
  5. Feedback: Hole Rückmeldung von zwei Personen ein und überarbeite Dein Produkt anhand der Rückmeldungen.




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