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Mobbing - Mehr als Streit

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Mobbing - Mehr als Streit




Einleitung

Mobbing: Mehr als Streit ist ein aiMOOC über Mobbing, Cybermobbing, Konfliktlösung, Gewaltprävention und Zivilcourage. Du lernst, warum Mobbing nicht einfach ein gewöhnlicher Streit ist, woran man Mobbing erkennt, welche Rollen in einer Gruppe entstehen können und wie Betroffene, Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte und Eltern sinnvoll handeln können.

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Im Mittelpunkt steht die Unterscheidung zwischen einem Streit und Mobbing. Ein Streit kann laut, emotional und verletzend sein, aber meistens stehen sich die Beteiligten ungefähr gleich stark gegenüber und der Streit kann durch ein Gespräch, eine Entschuldigung oder eine gemeinsame Lösung beendet werden. Mobbing ist anders: Es ist eine wiederholte, absichtliche und schädigende Form von Gewalt, bei der ein Machtungleichgewicht besteht. Dieses Ungleichgewicht kann körperlich, sozial, sprachlich, digital oder durch Gruppendruck entstehen. Für die betroffene Person ist es dadurch schwer, sich allein zu wehren.

Wichtig: Nicht jede Gemeinheit ist automatisch Mobbing. Aber jede verletzende Handlung ist ernst zu nehmen. Je früher hingesehen, klar benannt und geholfen wird, desto eher kann verhindert werden, dass aus einzelnen Angriffen ein Muster entsteht.


Was ist Mobbing?

Mobbing bezeichnet wiederholte Angriffe gegen eine Person, die über eine längere Zeit auftreten und die Person absichtlich verletzen, ausgrenzen, beschämen oder einschüchtern sollen. In der Schule kann Mobbing auf dem Pausenhof, im Klassenraum, auf dem Schulweg, in Chatgruppen, in sozialen Netzwerken oder in Games stattfinden. Mobbing richtet sich nicht nur gegen eine einzelne Handlung, sondern gegen die Person selbst: Sie soll klein gemacht, isoliert oder kontrolliert werden.

Zu Mobbing gehören meist drei Merkmale. Erstens wiederholen sich die Angriffe. Zweitens besteht eine Absicht oder zumindest eine erkennbare Wirkung, die betroffene Person zu verletzen. Drittens gibt es ein Machtungleichgewicht: Mehrere gegen eine Person, beliebte gegen weniger eingebundene Lernende, körperlich Stärkere gegen Schwächere, digitale Reichweite gegen eine einzelne Person oder eine Gruppe, die entscheidet, wer dazugehört und wer nicht.

Mobbing kann verschiedene Formen annehmen: verbale Angriffe wie Beleidigungen, soziale Angriffe wie Ausgrenzung, körperliche Angriffe wie Schubsen, Sachbeschädigung, Drohungen, das Verbreiten von Gerüchten oder das gezielte Lächerlichmachen. Häufig treten mehrere Formen zusammen auf. Deshalb ist es wichtig, nicht nur einzelne Vorfälle zu betrachten, sondern das Muster dahinter zu erkennen.


Streit, Konflikt oder Mobbing?

Ein Konflikt ist eine Auseinandersetzung, bei der unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse oder Meinungen aufeinandertreffen. Konflikte gehören zum Zusammenleben und können sogar hilfreich sein, wenn Menschen lernen, fair zu verhandeln, Grenzen zu respektieren und Lösungen zu finden. Mobbing ist dagegen keine normale Konfliktform, weil eine Seite systematisch geschwächt wird.

Ein Streit kann sich zwischen zwei Personen abspielen, die beide Handlungsmöglichkeiten haben. Bei Mobbing ist die betroffene Person oft isoliert und erlebt, dass andere wegsehen, mitlachen oder die Angriffe weiterverbreiten. Deshalb reicht eine gewöhnliche Streitschlichtung bei Mobbing häufig nicht aus. Zuerst muss die betroffene Person geschützt werden. Danach kann die Klasse oder Gruppe lernen, Verantwortung zu übernehmen und klare Grenzen gegen Gewalt zu setzen.


Vier Prüffragen zur Einordnung

  1. Wiederholung: Passiert die verletzende Handlung mehrfach oder über längere Zeit?
  2. Absicht: Wird die Person gezielt verletzt, beschämt, bedroht oder ausgeschlossen?
  3. Machtungleichgewicht: Kann sich die betroffene Person allein kaum wehren?
  4. Gruppendynamik: Verstärken Mitläuferinnen, Mitläufer oder Zuschauende den Angriff?

Wenn mehrere dieser Fragen mit Ja beantwortet werden, solltest Du nicht abwarten. Hole Hilfe, dokumentiere Vorfälle und sprich mit einer verantwortlichen erwachsenen Person.


Cybermobbing

Cybermobbing ist Mobbing mit digitalen Kommunikationsmitteln. Dazu gehören Angriffe über Smartphone, soziale Netzwerke, Messenger, Foren, Videoplattformen, Chats, Games oder schulische Lernplattformen. Cybermobbing kann besonders belastend sein, weil es zeitlich kaum begrenzt ist: Nachrichten, Bilder oder Videos können rund um die Uhr auftauchen, schnell weitergeleitet werden und ein großes Publikum erreichen.

Cybermobbing kann zum Beispiel bedeuten, beleidigende Nachrichten zu schreiben, peinliche Bilder zu verbreiten, eine Person ohne Einwilligung zu filmen, Fake-Profile zu erstellen, private Inhalte öffentlich zu machen, jemanden aus Chatgruppen auszuschließen oder andere zum Mitmachen aufzufordern. Manche Täterinnen und Täter fühlen sich im Netz anonymer und unterschätzen, wie stark digitale Angriffe verletzen können.

Merke: Was online geschieht, ist real. Eine Nachricht, ein Kommentar oder ein geteiltes Bild kann echte seelische Folgen haben. Digitale Zivilcourage bedeutet, verletzende Inhalte nicht weiterzuleiten, sie zu melden, Beweise zu sichern und der betroffenen Person Unterstützung anzubieten.


Rollen in Mobbingprozessen

Mobbing ist selten nur eine Sache zwischen zwei Personen. Meist entsteht eine Gruppendynamik. Neben der betroffenen Person und den ausübenden Personen gibt es Mitläuferinnen und Mitläufer, Zuschauende, Wegsehende, Verstärkende und Verteidigende. Wer lacht, kommentiert, teilt oder schweigt, kann die Situation ungewollt stabilisieren. Wer dagegen klar Stopp sagt, Hilfe holt oder Betroffene nicht allein lässt, kann Mobbing unterbrechen.

Die wichtigste Rolle für eine Klasse ist die der Zivilcourage. Zivilcourage heißt nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Es heißt, verantwortungsvoll zu handeln: eine erwachsene Person informieren, Beweise sichern, andere zur Unterstützung holen, verletzende Inhalte nicht verbreiten und mit der betroffenen Person sprechen. Auch kleine Handlungen können viel verändern, wenn sie konsequent und gemeinsam erfolgen.


Folgen von Mobbing

Mobbing kann die psychische Gesundheit, das Selbstwertgefühl, die Konzentration, die Lernmotivation und das Vertrauen in andere Menschen stark belasten. Betroffene fühlen sich oft allein, beschämt, ängstlich oder wütend. Manche ziehen sich zurück, fehlen häufiger, verlieren Freude an Schule oder Freizeit und zweifeln an sich selbst. Auch für die Klasse entstehen Schäden: Das Klima wird unsicher, Angst ersetzt Vertrauen, und Lernen wird schwieriger.

Mobbing kann außerdem diejenigen belasten, die zusehen. Wer merkt, dass Unrecht geschieht, aber nicht handelt, kann sich später schuldig oder hilflos fühlen. Deshalb ist Mobbingprävention nicht nur Hilfe für einzelne Personen, sondern eine Aufgabe der ganzen Schulgemeinschaft.


Was kannst Du tun?

Wenn Du betroffen bist, bist Du nicht schuld. Mobbing endet selten dadurch, dass man es allein aushält. Sprich mit einer vertrauten erwachsenen Person, zum Beispiel mit Eltern, Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Beratungslehrkräften oder einer anderen Person, der Du vertraust. Sich Hilfe zu holen ist kein Petzen, sondern Selbstschutz und Verantwortung.

Wenn Du Cybermobbing erlebst, antworte nicht impulsiv auf verletzende Nachrichten. Sichere Beweise durch Screenshots, notiere Datum, Uhrzeit, Plattform und beteiligte Personen. Blockiere oder melde Accounts, aber lösche Beweise nicht vorschnell. Wenn Drohungen, Erpressung, sexualisierte Inhalte oder körperliche Gefahr vorkommen, muss sofort eine erwachsene Person eingeschaltet werden.

Wenn Du beobachtest, dass jemand gemobbt wird, kannst Du helfen, ohne Dich selbst zu gefährden. Stelle Dich nicht allein gegen eine aggressive Gruppe, sondern hole Unterstützung. Schreibe der betroffenen Person eine freundliche Nachricht, setze Dich neben sie, sage klar, dass Du das Verhalten nicht okay findest, oder informiere eine zuständige Person. Besonders wichtig ist: Nicht mitlachen, nicht teilen, nicht kommentieren, nicht weiterverbreiten.


Handlungsplan gegen Mobbing

  1. Wahrnehmen: Nimm wiederholte Verletzungen, Ausgrenzung oder digitale Angriffe ernst.
  2. Dokumentation: Sammle sachliche Informationen zu Zeit, Ort, Beteiligten und Ablauf.
  3. Schutz: Sorge dafür, dass die betroffene Person nicht weiter allein gelassen wird.
  4. Hilfe: Informiere verantwortliche Erwachsene und nutze schulische Beratungswege.
  5. Klassenklima: Arbeite mit anderen an klaren Regeln, Respekt und sicherer Kommunikation.


Prävention: Eine Klasse ohne Mobbing stärken

Prävention beginnt, bevor ein Fall eskaliert. Eine Klasse braucht gemeinsame Regeln, verlässliche Ansprechpersonen und die Erfahrung, dass Grenzen ernst genommen werden. Dazu gehören respektvolle Sprache, klare Absprachen für Chatgruppen, ein verantwortlicher Umgang mit Bildern, faire Konfliktlösung und regelmäßige Gespräche über Empathie, Menschenwürde und Kinderrechte.

Eine gute Anti-Mobbing-Kultur fragt nicht nur: Wer hat angefangen? Sie fragt auch: Was braucht die betroffene Person? Wer hat zugesehen? Welche Regeln wurden verletzt? Wie kann die Gruppe Verantwortung übernehmen? Was muss sich im System ändern, damit Mobbing nicht weiter möglich ist?


Medienkompetenz und digitale Verantwortung

Digitale Medien sind Teil des Alltags. Deshalb gehört Medienkompetenz zur Mobbingprävention. Du solltest wissen, wie man Privatsphäre schützt, Meldesysteme nutzt, Screenshots als Beweise sichert, Gruppenregeln vereinbart und die Rechte anderer achtet. Besonders wichtig ist das Recht am eigenen Bild: Bilder oder Videos von anderen dürfen nicht einfach veröffentlicht oder weitergeleitet werden, wenn dadurch ihre Rechte verletzt werden.

In Chatgruppen helfen einfache Regeln: Schreibe nichts, was Du der Person nicht auch respektvoll ins Gesicht sagen würdest. Teile keine peinlichen oder verletzenden Inhalte. Mache keine Screenshots von privaten Nachrichten, um andere bloßzustellen. Informiere Erwachsene, wenn eine Gruppe kippt und jemand gezielt fertiggemacht wird.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was unterscheidet Mobbing besonders deutlich von einem gewöhnlichen Streit? (Wiederholung, Schädigungsabsicht und Machtungleichgewicht) (!Eine einzelne Meinungsverschiedenheit zwischen Gleichstarken) (!Ein kurzer Streit, der sofort geklärt wird) (!Ein Missverständnis ohne verletzende Wirkung)




Warum ist Mobbing ein Gruppenphänomen? (Weil Zuschauende, Mitläufer und Verstärkende den Prozess beeinflussen) (!Weil immer die ganze Schule direkt beteiligt ist) (!Weil Betroffene grundsätzlich selbst schuld sind) (!Weil Erwachsene nie eine Rolle spielen)




Welche Handlung hilft bei Cybermobbing besonders? (Beweise sichern und eine vertrauenswürdige erwachsene Person informieren) (!Alle verletzenden Nachrichten sofort ungelesen löschen) (!Die beleidigenden Inhalte weiterleiten) (!Mit noch härteren Beleidigungen antworten)




Welche Aussage über Betroffene ist richtig? (Betroffene sind nicht schuld daran, gemobbt zu werden) (!Betroffene müssen das Problem allein lösen) (!Betroffene übertreiben meistens) (!Betroffene sollten schweigen, damit es nicht schlimmer wird)




Was bedeutet Zivilcourage in einer Mobbingsituation? (Verantwortungsvoll helfen, ohne sich selbst unnötig zu gefährden) (!Sich immer allein körperlich dazwischenstellen) (!Mobbing ignorieren, bis es von selbst endet) (!Mitlachen, damit man selbst nicht auffällt)




Welche Form kann Mobbing annehmen? (Soziale Ausgrenzung) (!Eine faire Diskussion) (!Eine sachliche Rückmeldung) (!Eine gemeinsame Gruppenentscheidung ohne Druck)




Warum ist Cybermobbing oft besonders belastend? (Weil Inhalte schnell verbreitet werden und dauerhaft sichtbar bleiben können) (!Weil digitale Angriffe nie echte Folgen haben) (!Weil man online immer anonym und straflos handelt) (!Weil Cybermobbing nur Erwachsene betrifft)




Was ist bei Klassenchats besonders wichtig? (Klare Regeln für respektvolle Kommunikation) (!Möglichst viele Gerüchte sammeln) (!Fotos anderer ohne Nachfrage posten) (!Beleidigungen als Spaß tarnen)




Warum reicht Streitschlichtung bei Mobbing oft nicht aus? (Weil zuerst Schutz vor weiteren Angriffen nötig ist) (!Weil Mobbing immer nur ein Missverständnis ist) (!Weil beide Seiten immer gleich verantwortlich sind) (!Weil Erwachsene sich grundsätzlich nicht einmischen dürfen)




Welche Reaktion von Zuschauenden verstärkt Mobbing? (Mitlachen und verletzende Inhalte weiterverbreiten) (!Hilfe bei einer vertrauten Person holen) (!Der betroffenen Person Unterstützung anbieten) (!Nicht an verletzenden Nachrichten teilnehmen)





Memory

Wiederholung Angriffe passieren mehrfach
Machtungleichgewicht Betroffene können sich kaum allein wehren
Cybermobbing Angriffe mit digitalen Medien
Zivilcourage Verantwortlich helfen
Dokumentation Vorfälle sachlich festhalten
Empathie Gefühle anderer wahrnehmen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Streit Ein einzelner Konflikt zwischen ungefähr gleich starken Beteiligten
Mobbing Wiederholte Angriffe mit Machtungleichgewicht
Cybermobbing Verletzende Handlungen über digitale Medien
Zivilcourage Hilfe holen und Betroffene unterstützen
Prävention Regeln und Maßnahmen, damit Mobbing gar nicht erst entsteht






Kreuzworträtsel

Ausgrenzung Wie heißt das gezielte Ausschließen einer Person aus einer Gruppe?
Empathie Wie nennt man die Fähigkeit, Gefühle anderer wahrzunehmen?
Cybermobbing Wie heißt Mobbing über digitale Medien?
Zeuge Wie nennt man eine Person, die einen Vorfall beobachtet?
Beleidigung Wie heißt ein verletzender sprachlicher Angriff?
Prävention Wie nennt man Maßnahmen, die Probleme vorbeugen sollen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Mobbing ist mehr als ein gewöhnlicher

.
Es besteht meist ein

zwischen den Beteiligten.
Die Angriffe geschehen

und verletzen die betroffene Person.
Bei Cybermobbing werden digitale

für Angriffe genutzt.
Wer zusieht, kann durch

helfen.
Betroffene sollten Beweise sichern und

holen.
Eine gute Klasse braucht klare

für respektvollen Umgang.
Prävention stärkt das

und schützt die Schulgemeinschaft.
}




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Beobachten: Sammle drei Beispiele für respektvolles Verhalten in Deiner Klasse oder Gruppe und erkläre, warum sie das Miteinander stärken.
  2. Begriffe klären: Erstelle eine kleine Wortkarte zu Streit, Konflikt, Mobbing und Cybermobbing mit jeweils einem eigenen Beispielsatz.
  3. Chatregeln: Formuliere fünf faire Regeln für einen Klassenchat, die Beleidigungen, Ausgrenzung und das ungefragte Teilen von Bildern verhindern.
  4. Mutmachkarte: Gestalte eine kurze Karte oder digitale Nachricht, die einer betroffenen Person zeigen könnte, dass sie nicht allein ist.


Standard

  1. Fallanalyse: Beschreibe einen fiktiven Fall und markiere, welche Merkmale auf Mobbing hinweisen und welche Informationen noch fehlen.
  2. Rollenkarten: Entwickle Rollenkarten für Betroffene, Ausübende, Zuschauende, Mitläufer und Helfende und erkläre, wie jede Rolle den Verlauf beeinflusst.
  3. Interview: Befrage eine erwachsene Vertrauensperson zu Hilfswegen an Deiner Schule und fasse zusammen, welche Anlaufstellen es gibt.
  4. Poster: Gestalte ein Anti-Mobbing-Poster mit einer klaren Botschaft, einem Hilfsangebot und drei konkreten Handlungsschritten.


Schwer

  1. Präventionskonzept: Entwickle ein Konzept für eine Unterrichtsstunde, in der eine Klasse den Unterschied zwischen Streit und Mobbing erarbeitet.
  2. Medienanalyse: Analysiere einen fiktiven Klassenchat und untersuche, an welchen Stellen Sprache, Gruppendruck oder Weiterleitungen Cybermobbing begünstigen.
  3. Projektplanung: Plane eine Anti-Mobbing-Woche mit Aktionen, Gesprächsregeln, Informationsmaterial und einer Möglichkeit zur anonymen Rückmeldung.
  4. Perspektivwechsel: Schreibe einen reflektierten Text aus drei Perspektiven: betroffene Person, zuschauende Person und helfende Person.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Vergleiche einen gewöhnlichen Streit mit einem Mobbingfall und begründe, warum unterschiedliche Lösungswege nötig sind.
  2. Fallentscheidung: Entscheide anhand eines Fallbeispiels, ob Mobbing vorliegt, und belege Deine Einschätzung mit den Merkmalen Wiederholung, Absicht und Machtungleichgewicht.
  3. Handlungsplan: Entwickle für eine betroffene Person einen sicheren Handlungsplan mit Dokumentation, Unterstützung und Schutzmaßnahmen.
  4. Gruppendynamik: Erkläre, wie Zuschauende Mobbing verstärken oder stoppen können, und leite daraus Regeln für eine Klasse ab.
  5. Medienkompetenz: Beurteile, welche digitalen Handlungen in einem Klassenchat problematisch sind, und formuliere Alternativen für respektvolle Kommunikation.
  6. Prävention: Entwirf drei Maßnahmen, mit denen eine Schule langfristig ein Klima gegen Mobbing fördern kann.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis zeigst Du nicht nur Faktenwissen, sondern dass Du Zusammenhänge verstehst und verantwortungsvoll handeln kannst. Erstelle ein Lernprodukt Deiner Wahl, zum Beispiel ein Erklärplakat, einen kurzen Podcastplan, eine Fallanalyse, einen Klassenchat-Leitfaden oder ein Präventionskonzept. Dein Lernprodukt soll die Unterschiede zwischen Streit und Mobbing erklären, mindestens drei Rollen in Mobbingprozessen beschreiben, einen sicheren Hilfeweg darstellen und zeigen, wie digitale Verantwortung im Alltag umgesetzt werden kann.


Reflexion

  1. Selbstreflexion: Welche Situation würdest Du heute anders einschätzen als vor dem Kurs?
  2. Verantwortung: Was kannst Du tun, damit Ausgrenzung in Deiner Gruppe weniger Raum bekommt?
  3. Grenzen: Woran erkennst Du, dass ein Konflikt nicht mehr allein gelöst werden sollte?
  4. Mut: Welche Form von Zivilcourage passt zu Dir, ohne Dich selbst zu gefährden?
  5. Medienhandeln: Welche Regel für Chats möchtest Du in Zukunft besonders beachten?




OERs zum Thema



Quellen und weiterführende Informationen

  1. Robert Koch-Institut: Mobbing und Cybermobbing an Schulen in Deutschland: Ergebnisse der HBSC-Studie 2022 und Trends von 2009/10 bis 2022
  2. Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Was ist Cybermobbing?
  3. Wikipedia: Mobbing
  4. Wikipedia: Mobbing in der Schule
  5. Wikimedia Commons: Grafik: School bullying is not a conflict
  6. Wikimedia Commons: Bild: Bully Free Zone
  7. Wikimedia Commons: Bild: Cyber bullying


Links


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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
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Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

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  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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Berlin/Brandenburg

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  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
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Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

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Hamburg

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  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

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Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

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  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
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Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

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Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

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Rheinland-Pfalz

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