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Mit Kindern über die AfD sprechen

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Mit Kindern über die AfD sprechen




Einleitung

Wie kannst Du mit Kindern und Jugendlichen über die AfD sprechen, ohne ihnen eine fertige politische Meinung vorzuschreiben und zugleich demokratische Werte, Menschenwürde und kritisches Denken ernst zu nehmen? Dieser aiMOOC zeigt einen Weg, politische Gespräche sachlich, altersgerecht, quellenkritisch und offen zu führen.

Das Thema ist aktuell: Bei der Bundestagswahl 2025 erhielt die AfD 20,8 Prozent der Zweitstimmen und 152 Sitze.[1] Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 entfielen nach dem vorläufigen Ergebnis 39 von 83 Sitzen auf die AfD; das endgültige Ergebnis wird erst später festgestellt.[2]

Wichtig ist dabei eine doppelte Haltung: Kinder sollen lernen, dass in einer Demokratie unterschiedliche politische Positionen vertreten und gewählt werden dürfen. Gleichzeitig bedeutet politische Offenheit nicht, dass jede Tatsachenbehauptung ungeprüft bleiben muss oder dass Menschenfeindlichkeit, Rassismus und die Abwertung anderer Menschen bloß „eine Meinung wie jede andere“ wären. Maßstab demokratischer Auseinandersetzung sind unter anderem Menschenwürde, Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit, freie Wahlen und der Schutz von Minderheiten.


Erst zuhören, dann erklären

Ein gutes Gespräch beginnt nicht mit einer Vorlesung über Parteien. Frage zunächst, was Dein Kind schon gehört hat:

  1. Vorwissen: „Was hast Du über die AfD gehört?“
  2. Quelle: „Woher weißt Du das?“
  3. Gefühle: „Was daran findest Du interessant, komisch, gut oder beunruhigend?“
  4. Begründung: „Warum denkst Du das?“
  5. Offene Frage: „Welche andere Sicht könnte es darauf geben?“

So erfährst Du, ob Dein Kind über ein Wahlplakat, TikTok, einen Streit in der Schule, Aussagen von Freunden oder eine Nachrichtensendung auf das Thema gekommen ist. Gerade bei politischen Themen lohnt es sich, zuerst die konkrete Aussage zu klären, bevor Ihr über eine ganze Partei urteilt.

Ein hilfreicher Grundsatz lautet: Menschen nicht abwerten – Aussagen prüfen. Wenn Dein Kind beispielsweise sagt: „Alle AfD-Wähler sind …“, kannst Du deutlich machen, dass Millionen Menschen aus unterschiedlichen Gründen dieselbe Partei wählen können. Gleichzeitig können Aussagen, Programme und politische Forderungen selbstverständlich kritisch untersucht werden.


Was ist die AfD?

Die Alternative für Deutschland wurde 2013 gegründet. Sie ist eine politische Partei und seit 2017 im Deutschen Bundestag vertreten. Nach der Bundestagswahl 2025 stellt sie die zweitstärkste Fraktion. Die aktuelle Zusammensetzung des Bundestages kann sich durch Austritte oder Mandatswechsel verändern.[3]

Politikwissenschaftliche Darstellungen der Bundeszentrale für politische Bildung ordnen die AfD dem europäischen Rechtspopulismus zu und beschreiben in ihrer Programmatik unter anderem nationalistische, migrationskritische und gesellschaftspolitisch konservative Elemente sowie rechtsextreme Strömungen.[4]

Die AfD selbst beschreibt sich in ihrem Grundsatzprogramm unter anderem als Partei für direkte Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, nationale Souveränität, traditionelle Familie und eine stärkere Begrenzung von Einwanderung.[5]

Für ein faires politisches Gespräch ist es sinnvoll, Selbstdarstellung, wissenschaftliche Einordnung, amtliche Quellen und konkrete politische Forderungen nebeneinanderzulegen.

Das Video von MrWissen2go aus dem funk-Netzwerk erläutert das AfD-Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025. Nutze es nicht als einzige Quelle, sondern vergleiche die dargestellten Aussagen mit dem Originalprogramm und weiteren seriösen Quellen.


Was bedeutet die Beobachtung durch den Verfassungsschutz?

Bei diesem Punkt ist genaue Sprache besonders wichtig. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte die Gesamtpartei im Mai 2025 als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ eingestuft. Dagegen ging die AfD gerichtlich vor. Das Verwaltungsgericht Köln entschied im Eilverfahren am 26. Februar 2026, dass das Bundesamt die Gesamtpartei bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahrens in erster Instanz nicht als gesichert rechtsextremistische Bestrebung einstufen oder behandeln darf.[6]

Deshalb wäre die Aussage „Die AfD ist derzeit vom Bundesverfassungsschutz offiziell als gesichert rechtsextrem eingestuft“ nicht korrekt. Ebenso falsch wäre aber die Schlussfolgerung, es gebe damit keinerlei verfassungsrechtliche oder extremismusbezogene Diskussion mehr. Der Streit wird juristisch und politisch weitergeführt.

Für Kinder und Jugendliche ist diese Unterscheidung lehrreich: Gerichte prüfen staatliche Entscheidungen, Begriffe haben rechtliche Bedeutungen und politische Bewertungen sind von juristischen Feststellungen zu unterscheiden.

Das tagesschau-Video dokumentiert den Beginn des Rechtsstreits im Jahr 2025. Für den heutigen Stand muss zusätzlich die Gerichtsentscheidung von Februar 2026 berücksichtigt werden.


Demokratie als Gesprächsrahmen

Artikel 1 des Grundgesetzes beginnt mit dem Schutz der Menschenwürde. Das ist ein guter Ausgangspunkt für politische Gespräche mit Kindern: Politik entscheidet nicht darüber, ob ein Mensch wertvoll ist. Politische Vorschläge dürfen hart diskutiert werden, aber Menschen dürfen nicht wegen Herkunft, Religion, Geschlecht, Behinderung oder anderer Merkmale pauschal abgewertet werden.

Datei:Bundesgesetzblatt Nr 1 von 1949-05-23 Grundgesetz.pdf

Zur Demokratie gehören auch freie Wahlen, Opposition, Meinungsfreiheit, unabhängige Gerichte, Gewaltenteilung und die Möglichkeit, Regierungen friedlich abzulösen.

Das Projekt „Abdelkratie“ der Bundeszentrale für politische Bildung erklärt grundlegende Prinzipien der Demokratie.


Wie Du je nach Alter sprechen kannst


Jüngere Kinder im Grundschulalter

Bei jüngeren Kindern genügt zunächst eine einfache Erklärung: Parteien sind Gruppen von Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen davon, wie ein Land regiert werden soll. Die AfD ist eine dieser Parteien. Manche Menschen wählen sie, andere lehnen sie ab.

Vermeide lange Listen politischer Streitpunkte. Knüpfe an konkrete Kinderfragen an. Wenn ein Kind fragt: „Ist die AfD böse?“, kannst Du beispielsweise antworten: „Parteien sind keine Märchenfiguren. Wir schauen uns an, was sie fordern, was Politiker sagen und wie das zu unseren demokratischen Regeln passt.“

Wichtig ist, Angst nicht unnötig zu verstärken. Ein Kind muss nicht alle aktuellen Konflikte kennen, um zu verstehen, dass Menschenrechte und faire Regeln wichtig sind.


Kinder zwischen etwa zehn und dreizehn Jahren

In diesem Alter kannst Du konkrete politische Themen vergleichen: Migration, Schule, Familie, Klima, Europa oder soziale Fragen. Wählt ein Thema aus und fragt:

  1. Was fordert die AfD?
  2. Was fordern andere Parteien?
  3. Welche Gründe nennen sie?
  4. Wer wäre von der Forderung betroffen?
  5. Welche möglichen Vorteile und Nachteile gibt es?
  6. Welche Aussagen sind überprüfbare Tatsachen und welche sind politische Bewertungen?

So entsteht politische Bildung statt bloßer Parteinahme.


Jugendliche

Jugendliche können Originalquellen lesen, Wahlprogramme vergleichen und politische Videos analysieren. Gerade weil politische Kommunikation über TikTok, Instagram, YouTube und andere Plattformen eine große Rolle spielt, ist Medienkompetenz entscheidend. Die Bundeszentrale für politische Bildung weist darauf hin, dass soziale Medien für die politische Information junger Menschen besonders wichtig geworden sind und rechtspopulistische Akteure dort hohe Reichweiten erzielen.[7]

Frage bei einem Video nicht nur: „Stimmt das?“, sondern auch:

  1. Wer hat es veröffentlicht?
  2. Welches Ziel könnte die Veröffentlichung haben?
  3. Welche Informationen fehlen?
  4. Werden starke Gefühle erzeugt?
  5. Gibt es eine Primärquelle?
  6. Was sagen andere seriöse Quellen?


Über strittige Themen sprechen


Migration und Asyl

Die AfD fordert eine deutlich restriktivere Migrations- und Asylpolitik. Andere Parteien vertreten ebenfalls Forderungen nach stärkerer Steuerung, Kontrolle oder Rückführung, unterscheiden sich jedoch in Umfang, Begründung und konkreten Maßnahmen.

Für das Gespräch ist wichtig, nicht von einer politischen Forderung sofort auf die Bewertung einzelner Menschen zu springen. Ihr könnt beispielsweise zwischen diesen Fragen unterscheiden: Wie viele Menschen dürfen einwandern? Unter welchen Bedingungen? Wie funktioniert das Asylrecht? Wie werden Ausreisepflichten durchgesetzt? Welche Rechte haben Menschen unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit?


Familie und Geschlechterrollen

Im Grundsatzprogramm betont die AfD die traditionelle Familie als Leitbild und vertritt gesellschaftspolitisch konservative Positionen.[8]

Mit Kindern kannst Du darüber sprechen, dass Parteien verschiedene Vorstellungen davon haben, welche Familienmodelle der Staat besonders fördern soll. Gleichzeitig leben Kinder in sehr unterschiedlichen Familienformen. Ein politisches Gespräch sollte deshalb niemals dazu führen, dass ein Kind seine eigene Familie oder die Familie anderer Kinder als weniger wertvoll erlebt.


Europa und nationale Souveränität

Die AfD kritisiert die heutige Europäische Union in vielen Bereichen und will nationale Entscheidungsmöglichkeiten stärken. Hier kannst Du mit älteren Kindern fragen, welche Entscheidungen sinnvollerweise auf kommunaler, nationaler oder europäischer Ebene getroffen werden sollten.

Das Thema eignet sich gut, um zu zeigen, dass politische Konflikte oft keine einfachen Ja-Nein-Fragen sind. Mehr nationale Selbstständigkeit kann in einem Bereich als Vorteil gesehen werden, während gemeinsame europäische Regeln in einem anderen Bereich Vorteile bringen können.


Klima und Energie

Auch in der Klima- und Energiepolitik unterscheidet sich die AfD deutlich von mehreren anderen Bundestagsparteien. Statt nur Schlagworte zu vergleichen, könnt Ihr eine überprüfbare Frage auswählen, beispielsweise zu Strompreisen, CO₂-Ausstoß, Kernenergie oder erneuerbaren Energien. Danach recherchiert Ihr gemeinsam in wissenschaftlichen, amtlichen und parteipolitischen Quellen.


Wie Du mit Zustimmung zur AfD umgehen kannst

Wenn Dein Kind sagt, es finde die AfD gut, bringt Spott meist wenig. Frage nach dem konkreten Grund. Vielleicht geht es um Migration, Protest gegen die Regierung, soziale Medien, einen bestimmten Politiker oder ein Gefühl, dass „niemand zuhört“.

Du kannst Zustimmung ernst nehmen, ohne jede Begründung zu übernehmen. Formulierungen wie „Erklär mir, was Du daran überzeugend findest“ oder „Welche Gegenargumente kennst Du?“ fördern Reflexion.

Wenn Dein Kind eine nachweislich falsche Behauptung wiederholt, prüft sie gemeinsam. Wenn es menschenfeindliche oder rassistische Aussagen übernimmt, solltest Du klar widersprechen: Menschenwürde und Gleichwertigkeit sind keine beliebigen Geschmacksfragen. Versuche trotzdem, das Gespräch nicht abzubrechen.

Die Bundeszentrale für politische Bildung empfiehlt bei rechtsextremen Orientierungen von Jugendlichen, Kontakt und Gespräch aufrechtzuerhalten, sich zugleich inhaltlich zu positionieren und Grenzen zu setzen.[9]


Wie Du mit Ablehnung der AfD umgehen kannst

Auch wenn Dein Kind die AfD entschieden ablehnt, lohnt sich kritisches Denken. Pauschale Beschimpfungen von Wählerinnen und Wählern helfen wenig, gesellschaftliche Entwicklungen zu verstehen.

Fragt stattdessen: Warum wählen Menschen diese Partei? Welche Probleme erleben sie? Welche Erklärungen sind empirisch belegt? Welche politischen Lösungen werden angeboten? Welche Folgen hätten diese Lösungen?

Demokratische Bildung bedeutet nicht, dass alle Parteien gleich bewertet werden müssen. Sie bedeutet, Bewertungen zu begründen, Quellen zu prüfen und Menschen nicht pauschal abzuwerten.


Ein einfaches Gesprächsmodell

Ein politisches Familiengespräch kann in fünf Schritten verlaufen:

  1. Wahrnehmen: Was wurde gesagt oder gesehen?
  2. Verstehen: Was bedeutet die Aussage genau?
  3. Prüfen: Welche Quellen bestätigen oder widerlegen sie?
  4. Bewerten: Welche Werte und Interessen sind betroffen?
  5. Diskutieren: Welche Gegenargumente und Alternativen gibt es?

Wenn Ihr feststellt, dass Ihr etwas nicht wisst, ist „Das müssen wir nachschauen“ eine starke Antwort. Erwachsene müssen nicht jede politische Frage sofort beantworten können.


Quellen gemeinsam bewerten

Eine gute Reihenfolge für Recherchen ist:

  1. Primärquelle: Wahlprogramm, Rede, Abstimmungsverhalten oder Originaldokument.
  2. Amtliche Quelle: Bundestag, Bundeswahlleiterin, Gerichte oder Behörden.
  3. Wissenschaftliche Einordnung: Fachliteratur, Universität oder Bundeszentrale für politische Bildung.
  4. Journalistische Quelle: Seriöse Medien mit nachvollziehbarer Redaktion.
  5. Soziale Medien: Ausgangspunkt für Fragen, aber selten allein ausreichender Beleg.

Ein Parteiprogramm ist besonders gut geeignet, um herauszufinden, was eine Partei selbst fordert. Es ist dagegen keine neutrale Quelle dafür, ob diese Forderungen funktionieren oder welche Folgen sie haben werden.

Ein journalistischer Artikel kann Zusammenhänge erklären, sollte aber ebenfalls geprüft werden. Bei stark umstrittenen Themen lohnt es sich, mehrere voneinander unabhängige Quellen zu vergleichen.


Was Du vermeiden solltest

Vermeide, Dein Kind mit Angstbildern zu überladen oder eine Wahlentscheidung moralisch zu erzwingen. Ebenso wenig hilfreich sind Sätze wie „Wer AfD wählt, ist dumm“ oder „Nur diese Partei sagt die Wahrheit“.

Beide Aussagen ersetzen Argumente durch Gruppendenken. Besser ist es, einzelne Behauptungen und politische Vorschläge zu untersuchen.

Vermeide außerdem falsche Sicherheit. Politische Entwicklungen ändern sich, Gerichtsverfahren können neue Ergebnisse bringen und Parteiprogramme werden geändert. Deshalb gehört zu politischer Bildung immer ein Blick auf Datum und Quelle.


Ein mögliches Familienprojekt

Wählt gemeinsam ein Thema, beispielsweise Migration, Schule oder Klima. Sucht dazu je eine Originalquelle von AfD, CDU/CSU, SPD, Grünen, Linken oder weiteren Parteien sowie eine amtliche oder wissenschaftliche Quelle. Erstellt eine Tabelle mit Forderung, Begründung, möglicher Wirkung, offenen Fragen und Quellen.

Danach darf jedes Familienmitglied eine eigene Bewertung formulieren. Ziel ist nicht, am Ende derselben Meinung zu sein, sondern Argumente verständlich und überprüfbar zu machen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein sinnvoller erster Schritt, wenn ein Kind eine politische Behauptung über die AfD nennt? (Nachfragen, woher die Information stammt) (!Das Gespräch sofort beenden) (!Die eigene Wahlentscheidung verlangen) (!Alle Gegenargumente verbieten)




Welche Quelle zeigt am unmittelbarsten, was die AfD selbst offiziell fordert? (Ein aktuelles Parteiprogramm) (!Ein anonymer Kommentar) (!Ein Meme) (!Ein Gerücht auf dem Schulhof)




Was gehört zu einem demokratischen Gespräch? (Aussagen begründen und Gegenargumente zulassen) (!Menschen mit anderer Meinung beleidigen) (!Nur eine einzige Quelle verwenden) (!Fakten und Meinungen gleichsetzen)




Wie hoch war der Zweitstimmenanteil der AfD bei der Bundestagswahl 2025? (20,8 Prozent) (!8,4 Prozent) (!33,7 Prozent) (!51,2 Prozent)




Was entschied das Verwaltungsgericht Köln im Februar 2026 im Eilverfahren? (Das Bundesamt darf die Gesamtpartei vorerst nicht als gesichert rechtsextremistisch einstufen) (!Die AfD wurde verboten) (!Die Bundestagswahl wurde aufgehoben) (!Der Bundestag wurde aufgelöst)




Was ist eine Primärquelle für die politische Position einer Partei? (Ein von der Partei beschlossenes Wahlprogramm) (!Ein Kommentar unter einem Video) (!Ein privates Gerücht) (!Eine Satirezeichnung)




Welche Frage hilft bei der Analyse eines politischen Videos besonders? (Wer hat das Video veröffentlicht und mit welchem Ziel) (!Wie laut ist die Hintergrundmusik) (!Welche Farbe hat das Handy) (!Wie viele Sekunden dauert das Intro)




Was bedeutet politische Offenheit gegenüber Kindern? (Unterschiedliche Positionen prüfen und begründet bewerten) (!Jede Behauptung ungeprüft akzeptieren) (!Keine Werte nennen dürfen) (!Nur die Meinung der Eltern wiederholen)




Welches Prinzip schützt Artikel 1 des Grundgesetzes besonders? (Die Menschenwürde) (!Die Parteimitgliedschaft) (!Die Wahlwerbung) (!Die Regierungsmehrheit)




Was ist bei politischen Streitgesprächen mit Kindern besonders hilfreich? (Menschen respektieren und Aussagen kritisch prüfen) (!Wählergruppen pauschal beschimpfen) (!Nur Schlagworte austauschen) (!Unbequeme Fragen verbieten)





Memory

Menschenwürde Artikel 1 des Grundgesetzes
Wahlprogramm Offizielle politische Forderungen einer Partei
Bundeswahlleiterin Amtliche Wahlergebnisse
Quellenkritik Herkunft und Zuverlässigkeit einer Information prüfen
Demokratie Herrschaftsform mit freien Wahlen und politischem Wettbewerb
Rechtsstaat Staatliches Handeln ist an Recht und Gesetz gebunden





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Primärquelle Parteiprogramm
Amtliche Quelle Bundeswahlleiterin
Wissenschaftliche Einordnung Politikwissenschaft
Journalistische Quelle Redigierter Nachrichtenbeitrag
Soziale Medien Ausgangspunkt für weitere Prüfung






Kreuzworträtsel

Demokratie Welche Staatsform beruht in Deutschland auf freien Wahlen und politischer Beteiligung?
Menschenwürde Welcher zentrale Wert steht am Anfang des Grundgesetzes?
Bundestag Wie heißt das deutsche Bundesparlament?
Quellenkritik Wie nennt man das systematische Prüfen von Herkunft und Zuverlässigkeit einer Information?
Pluralismus Wie heißt das demokratische Prinzip, dass unterschiedliche Interessen und Meinungen nebeneinander bestehen?
Verfassung Wie nennt man die grundlegende rechtliche Ordnung eines Staates?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
In einem politischen Gespräch solltest Du zuerst nach der

einer Behauptung fragen.
Bei der Bundestagswahl 2025 erhielt die AfD

der Zweitstimmen.
Ein Parteiprogramm zeigt besonders gut, was eine Partei selbst

.
Die Würde des Menschen wird in Artikel 1 des

geschützt.
Im Februar 2026 entschied das Verwaltungsgericht Köln in einem

über die Einstufung der AfD.
Bei politischen Videos ist es wichtig, den

zu prüfen.
Ein demokratisches Gespräch lässt auch

zu.
Menschen sollten respektiert werden, während politische Aussagen kritisch

werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Familiengespräch: Führe ein zehnminütiges Gespräch darüber, was Du bereits über die AfD gehört hast, und notiere anschließend drei offene Fragen.
  2. Quellenvergleich: Suche eine Aussage zur AfD in sozialen Medien und finde dazu eine amtliche oder journalistische Quelle.
  3. Grundgesetz: Wähle einen Grundrechtsartikel aus und erkläre mit eigenen Worten, warum er für politische Diskussionen wichtig ist.
  4. Begriffe erklären: Erstelle Karten zu Demokratie, Opposition, Wahlprogramm, Menschenwürde und Rechtsstaat.


Standard

  1. Wahlprogrammvergleich: Vergleiche die Positionen von mindestens drei Parteien zu einem selbst gewählten politischen Thema.
  2. Videoanalyse: Analysiere ein politisches Kurzvideo nach Absender, Zielgruppe, Sprache, Emotionen, Quellen und fehlenden Informationen.
  3. Interview: Befrage zwei Erwachsene unterschiedlicher politischer Auffassung dazu, was für sie ein gutes demokratisches Gespräch ausmacht.
  4. Faktencheck: Prüfe eine konkrete politische Behauptung mit mindestens drei voneinander unabhängigen Quellen.


Schwer

  1. Politische Argumentation: Verfasse zwei kurze, möglichst starke Argumentationen zu einer umstrittenen politischen Forderung aus unterschiedlichen Perspektiven und bewerte anschließend ihre Belege.
  2. Medienprojekt: Produziere ein sachliches Erklärvideo darüber, wie man zwischen Tatsachenbehauptung, Meinung und Werturteil unterscheidet.
  3. Parlamentsanalyse: Untersuche eine Bundestagsdebatte mit Beteiligung der AfD und analysiere Argumente, Gegenargumente und rhetorische Strategien.
  4. Demokratieprojekt: Entwickle Leitlinien für politische Gespräche an einer Schule oder in einer Jugendgruppe und begründe jede Regel mit demokratischen Prinzipien.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer politische Kommunikation: Dein Freund zeigt Dir ein virales Video mit der Behauptung, eine Partei habe „bewiesen“, dass alle etablierten Medien lügen. Beschreibe einen systematischen Prüfweg, ohne die Behauptung vorschnell zu akzeptieren oder abzulehnen.
  2. Menschenwürde und Politik: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie eine politische Forderung kontrovers diskutiert werden kann, ohne die Würde betroffener Menschen infrage zu stellen.
  3. Quellenbewertung: Vergleiche Parteiprogramm, Nachrichtenseite und Social-Media-Post als Quellen. Erkläre, für welche Fragestellungen jede Quelle geeignet oder ungeeignet ist.
  4. Gericht und Politik: Erkläre, warum ein gerichtliches Eilverfahren und eine politische Bewertung derselben Partei unterschiedliche Fragen beantworten.
  5. Gesprächsstrategie: Ein Jugendlicher vertritt eine sehr zugespitzte politische Position. Entwickle eine Gesprächsstrategie, die zugleich offen, kritisch und demokratisch klar ist.
  6. Perspektivwechsel: Erkläre, warum es für demokratische Bildung sinnvoll sein kann, auch die stärksten Argumente einer Position zu verstehen, die man selbst ablehnt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. politische Aussagen von überprüfbaren Tatsachen unterscheiden kannst,
  2. mindestens zwei unterschiedliche Quellentypen sinnvoll bewertest,
  3. die AfD als politische Partei in das deutsche Parteiensystem einordnen kannst,
  4. den aktuellen rechtlichen Stand zur Verfassungsschutz-Einstufung differenziert wiedergeben kannst,
  5. zentrale Prinzipien von Demokratie, Menschenwürde und Rechtsstaat erklärst,
  6. politische Argumente ohne pauschale Abwertung von Personen prüfen kannst,
  7. Social-Media-Inhalte nach Absender, Ziel und Belegen analysierst,
  8. eine eigene politische Bewertung nachvollziehbar begründest und Gegenargumente berücksichtigst.




OERs zum Thema

Weitere geeignete frei zugängliche Informationsquellen sind die Bundeszentrale für politische Bildung, der Deutsche Bundestag, die Bundeswahlleiterin, Gerichtsentscheidungen sowie die offiziellen Programme der Parteien.


Quellen und weiterführende Informationen


Verknüpfte Lernbereiche


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