Melodieverlauf erkennen - Melodie und Komposition


Melodieverlauf erkennen - Melodie und Komposition
Einleitung
Melodieverlauf erkennen - Melodie und Komposition ist eine grundlegende Fähigkeit in der Musik, der Gehörbildung, der Musiktheorie und beim eigenen Komponieren. Wenn Du eine Melodie hörst, nimmst Du nicht nur einzelne Töne wahr, sondern eine geformte Linie: Sie kann steigen, fallen, auf einer Tonhöhe bleiben, springen, sich wellenförmig bewegen oder in kleinen Schritten fortschreiten. Dieser Kurs hilft Dir, solche Verläufe hörend, lesend und gestaltend zu erkennen.
Eine Melodie ist eine zeitlich geordnete Folge von Tönen. Sie wird durch Intervalle, Rhythmus, Tonhöhe, Motive, Phrasen, Tonart, Tonleiter und musikalische Spannung geprägt. Für das Erkennen eines Melodieverlaufs ist besonders wichtig, ob sich die Tonhöhen nach oben, nach unten oder gleichbleibend bewegen und ob sie in kleinen Schritten oder großen Sprüngen verlaufen. In der Komposition entsteht daraus Ausdruck: Eine aufsteigende Linie kann Erwartung, Öffnung oder Steigerung erzeugen; eine fallende Linie kann Entspannung, Abschluss oder Melancholie ausdrücken; ein großer Sprung kann Aufmerksamkeit wecken; eine Tonwiederholung kann Ruhe, Nachdruck oder Stabilität vermitteln.

Die folgenden Notenbeispiele kannst Du sehen und hören. Achte nicht zuerst auf alle Notennamen, sondern auf die Richtung der Linie. Sprich beim Hören innerlich mit: hoch, tief, gleich, Schritt oder Sprung.

Dieses erste Beispiel bewegt sich überwiegend schrittweise aufwärts. Es eignet sich gut, um zu erkennen, wie eine Melodie durch kleine Sekundschritte nach oben wächst.
Grundlagen: Was ist ein Melodieverlauf?
Der Melodieverlauf beschreibt die erkennbare Linie einer Melodie in der Zeit. Man kann ihn als musikalische Kontur verstehen: Wie bei einer gezeichneten Linie geht es um Richtung, Höhe, Abstand und Form. Im Unterricht kannst Du eine Melodie deshalb zuerst mit der Hand in die Luft zeichnen, bevor Du sie in Notenschrift analysierst.

Ein Melodieverlauf besteht aus mehreren Beobachtungen:
- Richtung: Die Melodie steigt, fällt oder bleibt auf gleicher Höhe.
- Intervallgröße: Die Bewegung geschieht in kleinen Schritten oder großen Sprüngen.
- Tonwiederholung: Ein Ton wird wiederholt und erzeugt Stabilität oder Nachdruck.
- Ambitus: Der Tonraum der Melodie ist eng oder weit.
- Rhythmus: Die Dauer der Töne beeinflusst, welche Töne wichtig wirken.
- Phrasierung: Pausen, Atemstellen und Betonungen gliedern die Melodie.
- Motiv: Kleine wiedererkennbare Bausteine prägen die Gestalt.

Dieses zweite Beispiel bewegt sich überwiegend schrittweise abwärts. Vergleiche es mit dem ersten Beispiel: Die Noten sind ähnlich einfach, aber die Wirkung verändert sich deutlich.
Melodische Grundbewegungen
Beim Hören einer Melodie helfen Dir fünf Grundbewegungen. Sie sind wie ein Werkzeugkasten für die Analyse und für eigene Kompositionen.
- Aufwärtsbewegung: Die Tonhöhe steigt. Dadurch entsteht oft Spannung, Erwartung oder ein Gefühl von Öffnung.
- Abwärtsbewegung: Die Tonhöhe fällt. Dadurch entsteht oft Entspannung, Abschluss oder ein ruhiger Charakter.
- Tonwiederholung: Dieselbe Tonhöhe erscheint mehrfach. Dadurch entsteht Stabilität, Nachdruck oder ein sprechender Charakter.
- Schrittbewegung: Die Melodie bewegt sich in kleinen Abständen, meist in Sekunden. Dadurch klingt sie oft singbar und verbunden.
- Sprungbewegung: Die Melodie bewegt sich in größeren Intervallen. Dadurch klingt sie oft markant, signalhaft oder überraschend.

Dieses Beispiel beginnt mit Tonwiederholungen und geht dann in eine kleine Bewegung über. Beim Hören wirkt der Anfang stabil, fast gesprochen.

Dieses Beispiel enthält Sprünge. Solche Bewegungen fallen im Gehör meist schneller auf als kleine Schritte, weil sie den Tonraum plötzlich erweitern.
Melodische Formen: Linie, Bogen, Welle und Zickzack
Viele Melodien lassen sich nicht nur als einzelne Richtungen, sondern als größere Formen erkennen. Eine bogenförmige Melodie steigt zuerst an und fällt danach wieder ab. Eine wellenförmige Melodie wechselt mehrfach zwischen aufwärts und abwärts. Eine zickzackförmige Melodie nutzt viele Sprünge oder Richtungswechsel. Eine fallende Schlusslinie führt häufig zu einem Ruhepunkt.


Dieses Beispiel zeigt eine Bogenform: zuerst nach oben, dann wieder nach unten. Sie wirkt geschlossen, weil der Anfangsbereich am Ende wieder erreicht wird.

Dieses Beispiel zeigt eine Wellenform. Die Richtung wechselt mehrfach, ohne dass die Melodie sofort zum Ausgangston zurückkehrt.

Dieses Beispiel wirkt zickzackförmig, weil die Sprünge und Richtungswechsel deutlich hervortreten. Solche Verläufe sind schwerer nachzusingen, aber leicht als auffällige Gestalt zu erkennen.
Hören, Singen, Zeichnen: Strategien zum Erkennen
Du erkennst Melodieverläufe besser, wenn Du mehrere Zugänge kombinierst. Höre zuerst die Richtung, dann die Größe der Bewegung und erst danach konkrete Notennamen. In der Gehörbildung ist dieser Weg oft erfolgreicher, weil das Ohr zuerst Formen und Beziehungen wahrnimmt.
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Eine bewährte Methode ist das Konturhören:
- Hören: Höre die Melodie einmal vollständig, ohne mitzuschreiben.
- Gestik: Zeichne die Tonhöhenbewegung mit der Hand in die Luft.
- Skizze: Notiere eine Linie mit Pfeilen oder Bögen.
- Singen: Singe die Melodie auf einer Silbe wie „la“ nach.
- Prüfen: Vergleiche Deine Skizze mit der Notation oder einem Instrument.
- Benennen: Beschreibe die Bewegung mit Fachbegriffen wie Sekunde, Terz, Quarte, Sprung, Sequenz oder Kadenz.

Dieses Beispiel enthält eine Sequenz: Eine kleine Idee wird auf einer höheren Stufe wiederholt. Beim Hören erkennst Du nicht nur einzelne Töne, sondern ein Muster, das verschoben wird.
Vom Hören zur Notation
Wenn Du einen Melodieverlauf notierst, musst Du nicht sofort perfekt schreiben. Beginne mit einer grafischen Skizze. Danach kannst Du die Töne genauer bestimmen. Diese Reihenfolge ist besonders hilfreich im Musikunterricht, weil sie auch ohne Instrument funktioniert.

Ein vereinfachter Weg:
- Kontur: Zeichne nur die Richtung der Melodie.
- Rhythmus: Markiere lange und kurze Töne.
- Tonschritt: Unterscheide kleine Schritte von größeren Sprüngen.
- Startton: Lege einen Anfangston fest.
- Tonleiter: Suche passende Töne innerhalb einer Skala.
- Korrektur: Höre erneut und verbessere Deine Notation.

Bei diesem Beispiel lohnt sich eine Konturskizze: Du hörst Tonwiederholungen, eine Aufwärtsbewegung, eine Abwärtsbewegung und am Ende eine kleine Schlussbewegung.
Intervalle als Bausteine des Melodieverlaufs
Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen. Wenn die Töne nacheinander erklingen, spricht man von einem melodischen Intervall. Wenn sie gleichzeitig erklingen, spricht man von einem harmonischen Intervall. Für den Melodieverlauf ist vor allem das melodische Intervall wichtig, weil es die Richtung und Größe der Bewegung beschreibt.

Beim Erkennen hilft Dir diese Einteilung:
- Prime: derselbe Ton, also Tonwiederholung.
- Sekunde: kleiner Schritt zur Nachbarnote.
- Terz: kleiner Sprung, oft gut singbar.
- Quarte und Quinte: deutlichere Sprünge, oft signalhaft oder eröffnend.
- Sexte, Septime und Oktave: größere Sprünge, die stark auffallen und oft expressive Wirkung haben.
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Dieses Beispiel stellt mehrere Intervalle vom Ton c aus vor. Höre genau: Die Sekunde wirkt enger als Terz, Quarte und Quinte.
Schritt und Sprung in der Komposition
In einer guten Komposition stehen Schritte und Sprünge meist in einem Verhältnis. Viele singbare Melodien nutzen überwiegend Schrittbewegungen und setzen Sprünge gezielt ein. Nach einem großen Sprung folgt häufig eine Gegenbewegung in kleineren Schritten. Dadurch bleibt die Melodie ausgewogen.

Im ersten Teil hörst Du eine Mischung aus Schritt und Sprung. Im zweiten Teil wird der Tonraum erweitert und anschließend wieder schrittweise zurückgeführt. Dieses Prinzip ist in vielen Liedern, klassischen Themen und Popmelodien zu finden.
Motiv, Phrase und Thema
Ein Motiv ist eine kurze, prägnante musikalische Einheit. Es kann aus wenigen Tönen bestehen und trotzdem einen hohen Wiedererkennungswert haben. Eine Phrase ist ein größerer musikalischer Sinnabschnitt. Mehrere Phrasen können ein Thema bilden. Für den Melodieverlauf bedeutet das: Du erkennst nicht nur einzelne Tonbewegungen, sondern auch wiederkehrende Bausteine und ihre Veränderungen.

Das Beispiel zeigt ein kurzes Motiv, das wiederholt und am Ende verändert wird. Die Wiederholung macht den Verlauf verständlich; die Veränderung hält ihn interessant.
Motivische Arbeit: Wiederholen, Verändern, Fortsetzen
Beim Komponieren kannst Du mit einem Motiv arbeiten, ohne ständig völlig neues Material zu erfinden. Drei einfache Techniken sind besonders wichtig:
- Wiederholung: Das Motiv erklingt erneut auf derselben Tonhöhe.
- Sequenz: Das Motiv wird höher oder tiefer wiederholt.
- Variation: Rhythmus, Intervall oder Richtung werden verändert.

Hier hörst Du ein Motiv, das in Stufen nach oben sequenziert wird. Diese Technik ist für die Komposition sehr nützlich, weil sie Zusammenhang und Entwicklung zugleich erzeugt.
Tonleiter, Tonart und melodische Orientierung
Eine Tonleiter ist eine nach Tonhöhe geordnete Reihe von Tönen. Viele Melodien bewegen sich innerhalb einer Tonleiter. Dadurch bekommt das Ohr Orientierung. In der europäischen Dur-Moll-Tonalität wirken bestimmte Töne stabiler als andere. Der Grundton vermittelt oft Ruhe, während andere Stufen Spannung erzeugen.


Dieses Beispiel zeigt die C-Dur-Tonleiter aufwärts und abwärts. Für das Erkennen von Melodieverläufen ist eine Tonleiter wie eine Landkarte: Du hörst, ob die Melodie schrittweise durch die Tonleiter geht oder einzelne Stufen überspringt.

Der Quintenzirkel hilft Dir zu verstehen, wie Tonarten zusammenhängen. Beim Erkennen eines Melodieverlaufs ist er nicht der erste Schritt, aber er wird wichtig, wenn Du eine Melodie in eine andere Tonart überträgst oder harmonisch begleitest.
Melodieverlauf und Ausdruck
Melodien sind nicht nur technische Tonfolgen. Sie erzeugen Ausdruck, weil Menschen Tonhöhe, Bewegung, Rhythmus und Klangfarbe als Gestalt wahrnehmen. Ein hoher Zielton kann wie ein Höhepunkt wirken. Eine langsame fallende Linie kann beruhigen. Eine enge Melodie mit vielen Tonwiederholungen kann erzählend oder schlicht wirken. Eine weite Melodie mit großen Sprüngen kann feierlich, dramatisch oder suchend wirken.

Dieses Beispiel wirkt durch den Dreiertakt und die steigende Linie zunächst öffnend. Die Rückkehr zum Ausgangsbereich erzeugt einen ruhigen Abschluss.

Dieses Beispiel nutzt fallende Bewegungen und größere Abstände. Dadurch entsteht ein anderer Charakter, obwohl der Tonvorrat einfach bleibt.
Kompositionswerkstatt: Eigene Melodien gestalten
Beim Komponieren einer Melodie kannst Du gezielt Entscheidungen treffen. Frage Dich nicht nur: „Welche Note kommt als Nächstes?“, sondern auch: „Welche Linie soll entstehen?“ Wenn Du den Melodieverlauf planst, komponierst Du bewusster.
Bauplan für eine einfache Melodie
Ein klarer Bauplan hilft:
- Ausgangspunkt: Wähle einen Ton und eine Tonleiter.
- Bewegungsform: Entscheide Dich für aufwärts, abwärts, Bogen, Welle oder Zickzack.
- Motiv: Erfinde eine kurze prägnante Tonfolge.
- Wiederholung: Wiederhole oder sequenziere das Motiv.
- Kontrast: Setze einen Sprung, eine Pause oder eine rhythmische Veränderung.
- Schluss: Führe die Melodie zu einem Ruhepunkt.

In diesem zweistimmigen Beispiel steht oben die Melodie und unten eine einfache Begleitung. Höre, wie die Melodie durch Bewegung, Wiederholung und Schlusswirkung zusammenhängend wird.
Drei Mini-Kompositionen zum Vergleichen
Die folgenden Beispiele verwenden ähnliches Material, aber unterschiedliche Melodieverläufe. Höre sie nacheinander und beschreibe ihre Wirkung.
Variante A: schrittweise und ruhig

Variante B: bogenförmig und geschlossen

Variante C: sprunghaft und auffällig

Analysebeispiel: So beschreibst Du einen Melodieverlauf
Eine gute Beschreibung verbindet Hören und Fachsprache. Statt nur zu sagen „Die Melodie klingt schön“, kannst Du genauer formulieren: „Die Melodie beginnt mit Tonwiederholungen, steigt dann schrittweise an, erreicht im zweiten Takt einen Höhepunkt und fällt anschließend in kleinen Schritten zum Grundton zurück.“

Mögliche Analyse:
- Beginn: Die Melodie startet mit einer Tonwiederholung.
- Aufwärtsbewegung: Danach steigt sie schrittweise an.
- Höhepunkt: Der höchste Ton liegt im zweiten Takt.
- Abwärtsbewegung: Anschließend fällt die Melodie in Richtung Schluss.
- Schlusswirkung: Der letzte Ton wirkt stabil, weil er zum tonalen Zentrum zurückführt.
Typische Fehler beim Erkennen von Melodieverläufen
Beim Üben treten häufig ähnliche Schwierigkeiten auf. Diese Fehler sind normal und können gezielt verbessert werden.
- Einzeltonfalle: Du konzentrierst Dich zu früh auf exakte Notennamen und verlierst die Gesamtform.
- Rhythmusfalle: Ein auffälliger Rhythmus lenkt Dich von der Tonhöhenrichtung ab.
- Sprungfalle: Du hörst, dass ein Sprung vorkommt, erkennst aber nicht, ob er nach oben oder unten geht.
- Lagenfalle: Du verwechselst hohe Klangfarbe mit steigender Bewegung.
- Gedächtnisfalle: Du hörst zu lange, ohne Zwischenergebnisse zu skizzieren.
Eine gute Übestrategie lautet: Erst Richtung, dann Schritt oder Sprung, dann Rhythmus, dann genaue Töne.
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Übungsteil mit Noten und Hörbeispielen
Übung 1: Richtung bestimmen
Höre das Beispiel und entscheide: Steigt die Melodie, fällt sie oder bleibt sie gleich?

Notiere Deine Antwort in einem Satz: Die Melodie bewegt sich zuerst ... und endet ...
Übung 2: Bogenform erkennen

Zeichne die Kontur als Linie. Markiere den höchsten Ton mit einem Punkt. Beschreibe danach, warum die Melodie geschlossen wirkt.
Übung 3: Sprünge hören

Klopfe den Puls mit und zeige bei jedem Sprung mit der Hand eine größere Bewegung. Vergleiche anschließend mit einer Partnerin oder einem Partner.
Übung 4: Motiv erkennen

Finde das wiederholte Motiv. Beschreibe, ob es gleich bleibt, versetzt wird oder verändert erscheint.
Übung 5: Eigene Fortsetzung komponieren

Setze die Melodie um einen Takt fort. Entscheide Dich bewusst für eine Bogenform, eine fallende Linie oder eine überraschende Sprungbewegung.
Bedeutung für Schule, Ensemble und Musikpraxis
Das Erkennen von Melodieverläufen ist in vielen Bereichen nützlich:
- Singen: Du triffst Töne sicherer, wenn Du ihre Richtung und Abstände hörst.
- Instrumentalunterricht: Du spielst Melodien musikalischer, wenn Du Phrasen und Höhepunkte erkennst.
- Komposition: Du entwickelst eigene Ideen gezielter.
- Improvisation: Du reagierst bewusster auf musikalische Linien.
- Musikanalyse: Du beschreibst Musik genauer und verständlicher.
- Musikproduktion: Du gestaltest Hooks, Riffs und Themen mit klarer Kontur.
Ein Hook in der Popmusik, ein Thema in einer Sinfonie oder ein Leitmotiv im Film funktioniert oft deshalb gut, weil sein Melodieverlauf einprägsam ist. Er lässt sich wiedererkennen, nachsingen und variieren.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt der Melodieverlauf? (Die Richtung und Form einer Tonfolge) (!Die Lautstärke eines Schlagzeugs) (!Die Bauweise eines Instruments) (!Die Geschwindigkeit eines Lautsprechers)
Welche Bewegung liegt vor wenn die Töne immer höher werden? (Aufwärtsbewegung) (!Abwärtsbewegung) (!Tonwiederholung) (!Pause)
Was ist ein Intervall in der Musik? (Der Abstand zwischen zwei Tönen) (!Die Länge eines Musikstücks) (!Der Name eines Instruments) (!Eine Art von Konzertsaal)
Welche Beschreibung passt am besten zu einer Tonwiederholung? (Derselbe Ton erklingt mehrfach) (!Die Melodie springt in eine andere Tonart) (!Alle Töne werden lauter) (!Der Rhythmus verschwindet)
Was ist typisch für eine bogenförmige Melodie? (Sie steigt an und fällt danach wieder ab) (!Sie bleibt ohne Veränderung auf einem Ton) (!Sie besteht nur aus Pausen) (!Sie wird ausschließlich gesprochen)
Welche Bewegung ist meist besonders auffällig? (Ein großer Tonsprung) (!Eine stille Pause vor dem Stück) (!Ein gleichbleibender Taktstrich) (!Eine Seitenzahl im Notenheft)
Was ist ein Motiv in der Musik? (Eine kurze prägnante musikalische Einheit) (!Ein Raum für Proben) (!Ein technisches Kabel) (!Eine zufällige Geräuschquelle)
Was bedeutet Sequenz in einer Melodie? (Ein Motiv wird auf anderer Tonhöhe wiederholt) (!Ein Ton wird vollständig gelöscht) (!Ein Instrument wird gestimmt) (!Ein Lied endet ohne Klang)
Warum hilft eine Konturskizze beim Hören? (Sie zeigt die Tonhöhenrichtung vereinfacht) (!Sie ersetzt jedes Üben) (!Sie macht alle Töne automatisch lauter) (!Sie verändert die Tonart des Stücks)
Welche Reihenfolge ist beim Heraushören oft sinnvoll? (Erst Richtung dann Schritt oder Sprung dann genaue Töne) (!Erst Notenpapier kaufen dann alles auswendig wissen) (!Erst den Schluss löschen dann den Anfang raten) (!Erst die Lautsprecher zählen dann den Rhythmus meiden)
Memory
| Melodieverlauf | Richtung der Tonhöhen |
| Intervall | Abstand zweier Töne |
| Motiv | kleinste prägnante Einheit |
| Phrase | musikalischer Sinnabschnitt |
| Sequenz | versetzte Wiederholung |
| Tonsprung | große Distanz zwischen Tönen |
| Tonleiter | geordnete Tonreihe |
| Kadenz | Schlusswirkung der Harmonie |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Steigt an | Bewegung nach oben |
| Fällt ab | Bewegung nach unten |
| Bleibt liegen | Tonwiederholung |
| Springt weit | große Distanz zwischen Tönen |
| Geht stufenweise | Bewegung zu Nachbartönen |
| Bildet einen Bogen | Anstieg mit anschließender Rückkehr |
...
Kreuzworträtsel
| Kontur | Wie nennt man die hörbare Linie einer Melodie? |
| Intervall | Wie heißt der Abstand zwischen zwei Tönen? |
| Motiv | Wie heißt eine kurze prägnante musikalische Einheit? |
| Phrase | Wie heißt ein musikalischer Sinnabschnitt? |
| Rhythmus | Was ordnet Tondauern und Betonungen? |
| Sequenz | Wie heißt die versetzte Wiederholung eines Motivs? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Melodielinie zeichnen: Höre ein kurzes Lied und zeichne den Melodieverlauf als Linie mit Aufwärtsbewegungen, Abwärtsbewegungen und Tonwiederholungen.
- Handzeichen zur Melodie: Erfinde einfache Handzeichen für hoch, tief, gleich, Schritt und Sprung und nutze sie beim Mitsingen einer Melodie.
- Alltagsmelodie sammeln: Suche eine kurze Melodie aus Werbung, Klingelton, Spiel oder Lied und beschreibe ihren Verlauf in drei Sätzen.
- Tonwiederholung finden: Finde in einem bekannten Lied eine Stelle mit Tonwiederholungen und erkläre, welche Wirkung sie dort hat.
Standard
- Kontur und Notation vergleichen: Zeichne zuerst eine Kontur zu einer gehörten Melodie und vergleiche sie anschließend mit den Noten.
- Motiv untersuchen: Wähle ein kurzes musikalisches Motiv und zeige, ob es wiederholt, sequenziert oder variiert wird.
- Melodie fortsetzen: Komponiere eine viertaktige Fortsetzung zu einem vorgegebenen Anfang und begründe Deine Entscheidungen zum Melodieverlauf.
- Schritt und Sprung analysieren: Markiere in einer Liedmelodie alle Schrittbewegungen und Sprünge und beschreibe, welche Stellen besonders einprägsam sind.
Schwer
- Eigene Komposition entwickeln: Komponiere eine achttaktige Melodie mit klarer Bogenform, mindestens einer Sequenz und einem bewussten Höhepunkt.
- Vergleich zweier Stile: Vergleiche den Melodieverlauf eines Volksliedes mit dem Melodieverlauf eines Pop-Hooks und arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.
- Melodisches Interview: Befrage eine Musikerin oder einen Musiker dazu, wie sie oder er Melodien erfindet, übt oder heraushört und präsentiere die Ergebnisse.
- Analysevideo erstellen: Produziere ein kurzes Erklärvideo, in dem Du eine Melodie vorspielst, ihren Verlauf zeigst und zentrale Fachbegriffe verwendest.


Lernkontrolle
- Transferanalyse: Du hörst eine unbekannte Melodie. Beschreibe ihren Verlauf, ohne Notennamen zu verwenden, und erkläre anschließend, welche Wirkung daraus entsteht.
- Kompositionsentscheidung: Erkläre, wie sich die Wirkung einer Melodie verändert, wenn nach einem großen Sprung eine schrittweise Gegenbewegung folgt.
- Vergleichsaufgabe: Vergleiche zwei Melodien mit ähnlichem Rhythmus, aber unterschiedlichem Tonhöhenverlauf, und begründe, welche leichter nachzusingen ist.
- Gestaltungsaufgabe: Entwickle aus einem kurzen Motiv drei Varianten: eine steigende, eine fallende und eine bogenförmige Variante.
- Hörstrategie: Beschreibe eine sinnvolle Schrittfolge, mit der Du eine neue Melodie vom ersten Hören bis zur einfachen Notation erschließt.
- Musikalische Wirkung: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, wie Melodieverlauf, Rhythmus und Tonart zusammen Ausdruck erzeugen.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zum Thema Melodieverlauf erkennen - Melodie und Komposition solltest Du zeigen, dass Du Melodien hörend, sichtbar und sprachlich erfassen kannst.
- Fachbegriffe: Du verwendest Begriffe wie Melodie, Melodieverlauf, Intervall, Motiv, Phrase, Sequenz, Tonleiter und Rhythmus korrekt.
- Hörkompetenz: Du erkennst Aufwärtsbewegung, Abwärtsbewegung, Tonwiederholung, Schrittbewegung, Sprungbewegung, Bogenform und Wellenform.
- Analysekompetenz: Du beschreibst den Aufbau einer Melodie nachvollziehbar und unterscheidest wichtige von weniger wichtigen Tönen.
- Gestaltungskompetenz: Du komponierst eine eigene kurze Melodie mit bewusstem Verlauf und kannst Deine Entscheidungen begründen.
- Reflexion: Du erklärst, welche Wirkung ein bestimmter Melodieverlauf auf Dich hat und woran Du diese Wirkung festmachst.
- Präsentation: Du kannst Deine Ergebnisse vorsingen, vorspielen, skizzieren oder in Noten darstellen.
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